MCS - Multiple Chemikaliensensitivität

 

Siehe auch Gesamt- Überblick zum Thema:

 

 

Seiteninhalt

MCS - die "unbequeme" Krankheit

 "Barrierefreiheit" für MCS Kranke, Allergiker, Umwelterkrankte... 

Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Museen, Hotels

MCS, EHS - "nur" Psychokrankheiten  - nichts als Einbildung?

Verursacher und Verbreitung von MCS - umweltmedizinische Leitlinie

Internationale Zahlen und "Bewertungen" zur Verbreitung der Krankheit

Krebs als Folge von Umwelterkrankungen?

Anerkennung von MCS - national- international

Behindertengesetzgebung

Auszug aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Art.3/3 Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Link

.

 

Gerichtsurteile - Anerkennung von MCS bei Sozialgerichten

Negativbeispiele "unsoziale Gerichtsentscheidungen"

Kosten des "Nichtstun"

Verantwortliches Planen und Umsetzen bei Baumassnahmen für MCS Betroffene

Definitionen MCS

Welche Schritte sind hilfreich bei Chemikaliensensitivität 

Auflistung von einigen Einzelschicksalen

Video "MCS" - Dr. Frank Bartram 

Wichtiger Hinweis:
 

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei den nachfolgenden Beiträgen, Links um Informationen um Diskussionsbeiträge handelt, die uns unter anderem von zahlreichen Selbsthilfegruppen zur Verfügung gestellt worden sind, und nicht um eine wissenschaftliche Arbeit von EGGBI zum Thema MCS.

Weitere Diskussionsbeiträge, Korrekturvorschläge und Ergänzungen dazu sind daher ausdrücklich erbeten. 

EGGBI sieht auch nicht für die eigene Tätigkeit die primäre Aufgabe, selbst neue Forschungen zur Definition von MCS und anderen Umwelterkrankungen  zu initiieren,

sondern den zahlreichen Umwelt- und Chemikaliensensitiven mit Problemen im Wohnumfeld, die sich an uns wenden, unabhängig der wissenschaftlichen Definitionen ihrer Beschwerden (MCS, CFS, Allergien, ...) bestmögliche Hilfestellung bei Produktauswahl und Beratung bei baulichen Plänen anzubieten.

Dabei greift EGGBI auf 

  • jahrelange Erfahrung mit erfolgreich begleiteten Bauprojekten für Personen mit erhöhten Sensibilitäten gegenüber unterschiedlichste Stoffe, Gerüche
  • auf eine umfangreiche Emissions-Baustoffdatenbank mit detaillierten Informationen zu über 2000 Bauprodukten
  • und große Erfahrung bei Sensibilisierung von Planern, Bauunternehmern und Handwerkern für Ansprüche besonders "sensitiver" Bauherren Vorträge, Schulungen, Publikationen) zurück.

Eine seriöse Bauberatung kann in all diesen Fällen aber stets nur in Zusammenarbeit mit entsprechend ebenfalls sensibilisierten Ärzten erfolgen; hier müssen wir leider sehr oft feststellen, dass von sehr vielen Ärzten, Institutionen grundsätzlich schwer zu diagnostizierende "Beschwerden" im Zusammenhang mit Umweltbelastungen grundsätzlich in den Bereich Psychosomatik verwiesen werden. Wir bitten daher, uns vor allem entsprechende positive Erfahrungen (vermittelbare Ansprechpartner) zu benennen.

Mit unserer Arbeit möchten wir hier vor allem Planern, Bauunternehmen, Handwerkern Hilfestellung bei einer optimalen Umsetzung von Bauprojekten für "sensitiven" Bauherren bieten und "Werbung" für mehr "Problembewusstsein" für solche Erkrankungen schaffen.

 

 

 

 

 

 

MCS - die "unbequeme" Krankheit

Kaum eine Krankheit kämpft seit langem so "erfolglos" um eine  Akzeptanz  sowohl in der Öffentlichkeit als auch oft im privaten und sogar familären Umfeld wie

MCS  = multiple Chemikalien Sensitivität      (siehe auch: http://www.dbu-online.de/fileadmin/redakteur/Sonstiges/Forschungspreis.pdf )

Würde doch eine endgültige Anerkennung  der "Auslöser" - vor allem auch für "Berufskrankheiten" (siehe Beispiel: Ablehnung  von Beschwerden eines Malers als "Berufskrankheit" durch Gerichtsurteil http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=17066 )

- zugleich ein Eingeständnis unserer derzeitigen "Unwissenheit" über 

  • die Auswirkungen zahlreicher Chemikalien auf unseren Körper, 
  • Kombinationseffekte oft auch "nicht beachteter" minimaler Schadstoffkonzentrationen, 
  • komplexe Zusammenhänge zwischen Elektrosmog, chemischen und weiteren physikalischen Umweltbelastungen, 
  • mögliche Auswirkungen auch zahlreicher natürlicher Reizstoffe auf das allgemeine "Wohlbefinden"                      bedeuten.

Wesentlich einfacher ist es doch, MCS Erkrankte als  "Umweltpsychopathen" darzustellen

das gleiche gilt übrigens auch für zahlreiche weitere "unerforschte Krankheiten (trotz Nachweis organischer Ursachen: Studie Fibromyalgie)) wie  FMS= fibromyalgia syndrome http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/fibromyalg/

- ihre Forderungen gegenüber den oftmals sogar  bekannten Verursachern einfach als unberechtigt abzuschmettern  und manchmal 

die leider noch viel zu wenigen Umwelt- und Ganzheitsmediziner  (Beispiel Dr. Binz, Trier - Hausdurchsuchungen, Prozesse etc. link) jahrelang öffentlich zu disqualifizieren.(Siehe auch Laudatio/Preis der SOLBACH_FREISE_STIFTUNG für Zivilcourage)

Offizielle Stellungnahmen zu MCS in Deutschland (z.B. Umweltbundesamt):

Die allgemeine Medizin  und vor allem Krankenkassen berufen sich nach wie vor vor allem gerne auf größtenteils über 10 Jahre alte Studien  aus den Jahren 2000 bis zuletzt 2005 ("Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit") bei denen wesentliche  "Hypothesen" zu MCS"widerlegt (?) worden sind.

Von MCS Organisationen und auch Umweltmedizinern wird aber

  • die Zusammensetzung der damaligen  "Forschungsgruppe" in Frage gestellt -
  • es wäre wesentliche  Fachliteratur (vor allem aus den USA) nicht gewürdigt worden, 
  • eine zu starke Fokussierung auf "Störungen" des Geruchssinnes kritisiert.
  • Gefordert wird vor allem eine künftig wesentlich umfangreichere Einbeziehung von Patientenorganisationen , aber auch  von niedergelassenen Umweltmedizinern mit hoher "Akzeptanz" bei MCS Erkrankten.

Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit APUG  befasste sich nach unserem Informationsstand   zuletzt vor nahezu 10 Jahren mit dem Thema MCS -

neuere  nationale und  internationale Erkenntnisse dazu können daher in diesen "offiziellen Studien" natürlich noch in keiner Weise berücksichtigt sein.  

Unsere Empfehlung:

Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS)

Ein Krankheitsbild der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI)
Von Hans-Ulrich Hill, Wolfgang Huber, Kurt E. Müller      Preis: EUR 19,80   

Weitere Infos

 

"Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die möglichst vollständige Vermeidung der auslösenden Substanzen auch unterhalb gesetzlich festgelegter Grenzwerte notwendig, um ein weiteres Fortschreiten des Krankheitsprozesses und eine Chronifizierung zu vermeiden bzw. zu verlangsamen. Für Nichterkrankte - aber auch Mediziner - ist oft unverständlich, dass selbst auf kleinste, unter den gesetzlichen Grenzwerten liegende Stoffkonzentrationen eine teils schwere physische Reaktion der Betroffenen erfolgt. Derartige Stoffkonzentrationen gelten als ungefährlich in der Toxikologie laut der klassischen linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung mit Schwelle. Dieses Verständnis trägt häufig zu einer Psychiatrisierung der Betroffenen bei."  MCS - Meidung der Auslöser erforderlich 

 

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      Barrierefreiheit für MCS Kranke, Allergiker, Umwelterkrankte...

      Während bei öffentlichen Gebäuden - zumindest bei Neubauten - zunehmend auf technische Fragen der "Barrierefreiheit" für physisch Beeinträchtige Rücksicht genommen wird,

      werden Fragen der Nutzungsmöglichkeit öffentlicher Gebäude, Verkehrsmittel für Umweltgeschädigte, Allergiker, Chemikaliensensitive bisher kaum diskutiert.

      Anders ist es nicht erklärbar, warum es bisher erst in einer einzigen Klinik Krankenzimmer für  "Umwelterkankte" gibt, in denen wirklich umfassend auf "Emissionsminimierung" geachtet wurde (2 schadstoffarme "Umweltzimmer" in Hamburger Klinik). Auch sogenannte "allergikerfreundliche Hotels" beschränken sich meist auf einige wenige Komponenten -  nehmen aber nicht auf die Vielfalt von "Barrieren" Rücksicht, die durch die Auswahl "falscher Produkte" oftmals völlig unnötigerweise errichtet werden. 

      Vor allem MCS Kranke haben oft bereits beim Betreten von Gebäuden extreme gesundheitliche Probleme, unter anderem wenn  zunehmend mit Beduftungen gearbeitet wird, aber auch mit extrem geruchsintensiven Reinigungsmitteln.

      Emissionsintensive Wandfarben, Lacke, Möbel,  Bodenbeläge (durchaus auch "Ökoprodukte" wie Linoleum, viele "Naturfarben" und Öle) können für diese Personen zu unüberwindbaren Barrieren werden.

      Selbst in Arztpraxen ist der Aufenthalt oft "unmöglich", wenn "unerträgliche" Gerüche bereits im Vorraum den Betroffenen "überfallen".

      Eine Integration von "chemikalienbedingten" Behinderungen  in allgemeine Fragen der "Barrierefreiheit"  (ebenso wie präventives "Bauen für alle Lebensalter") sollte daher eine wesentliche Zielsetzung zukünftiger Politik darstellen.    

       

      Seit langem setzen wir uns daher intensiv für eine Anerkennung von Chemikaliensensitivität vor allem bei Behörden, Ärzten und Krankenkassen - ebenso aber auch bei Tourismusunternehmen, Hotels  ein. (Siehe dazu auch EGGBI Statement  zu Umwelterkranklungen, Gesundheitspolitik, Umweltmedizin) 

       

      Bioethikkommission des bayerischen Landtags:

      Geradezu symptomatisch für die Nichtbeachtung "Umweltbedingt- Behinderter" ist auch das Positionspapier der Bioethikkommission des bayerischen Landtags zum Thema "Leben mit Behinderungen (Inklusion als Auftrag)".

      Zitat:

      Behindernde Umweltfaktoren können physischer, mentaler oder sozialer Natur sein sowie auf gesellschaftlichen Haltungen beruhen.

      "Wenn sie den Zugang und die Nutzbarkeit von Einrichtungen und Dienstleistungen einschränken, entstehen Barrieren. Die UN-BRK fordert deren konsequenten Abbau durch Staat und Gesellschaft. Barrierefreiheit ist erreicht, wenn Menschen mit Behinderungen die gesellschaftlichen Angebote in allen Bereichen des normalen sozialen Lebens gleichberechtigt und frei von Diskriminierung nutzen können."

      "Physisch" würde zwar grundsätzlich alle körperlichen Beeinträchtigungen inkludieren- mangels Anerkennung von Umwelterkrankungen und deren Ursachen in unserem Gesundheits- und Sozialwesen müssten aber "chemische verursachte" Belastungen explizit genannt werden. 

      Übliche(!) Definitionen von "physisch"

      "physische Belastungen am Arbeitsplatz" 

      "physische Belastungen für Lehrer" 

       

      Der präventive bestmögliche Ausschluss von Umweltbelastungen aller Art  (Schadstoffe aus Lebensmitteln, Textilien, Baustoffen, aber auch Umweltgifte wie Insektizide, Herbizide, Pestizide, Abgase aus Industrie und Verkehr...) stellt aus unserer Sicht einen nicht zu vernachlässigenden Aspekt bei der ethischen Betrachtung von "Barrierenabbau" dar, der bisher keinen Eingang zu diesem und ähnlichen "Positionspapieren" gefunden hat.

      Wir vermissen im gesamten zitierten Statement einens solchen Hinweis auf den Faktor Belastungen  „chemischer“ Natur – die meisten Umwelterkrankten, MCS Kranke (vielfach auch anerkannt als „behindert“)  leiden extrem unter Schadstoffbelastungen aller Art , Gerüchen, Beduftungen

      und sind dadurch auch oft vom „öffentlichen Leben“ völlig ausgeschlossen!

       

      Offensichtlich ist der Einfluss der Chemielobby, die sich größtenteils (wir kennen auch positive Ausnahmen kommunikationsoffener Hersteller!) gegen jegliche Forderungen nach mehr Transparenz zu Inhaltsstoffen, Emissionsverhalten ihrer Produkte massiv wehrt, aber so groß, dass diese Thematik auch bei diesem "ethischen" Positionspapier keinen Eingang gefunden hat.

      Ein Kommissionmitglied  der BIoethikkommission hat uns gegenüber,  nach unserer Bitte, Umwelterkrankungen in der Kommission zu behandeln,  auch schriftlich geleugnet, dass die Mitglieder der Kommission sehr wohl  auch aus eigener Intiative Stellungnahmen abgeben können  und behauptet, Themenvorschläge könnten  nur von Staatsregierung und Landtag vorgeschlagen werden. Siehe dazu MCS und Bioethik-Kommission Bayern

       

      Bundeseinheitliche Kriterien für eine Bedarfsermittlug und Hilfeplanung:

      In einem Positionspapier des Deutschen Vereins an ein Bundeteilhabegesetz (Positionspapier DV 12/15) finden wir die Aussage: (Seite 4)

      Behinderungsbegriff weiterentwickeln

      Für eine Erfassung der Teilhabebedarfe aller Menschen mit Behinderung ist § 2 SGB IX um die umwelt- und personenbedingten Kontextfaktoren im Sinne der BRK weiterzuentwickeln. Zu Menschen mit Behinderung zählen laut BRK diejenigen, die Funktionsbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe hindern (vgl. Art. 1 Satz 2 BRK). Aus einem neu gestalteten Behinderungsbegriff ist daraus ableitend der berechtigte Personenkreis der jeweiligen Leistungsträger anhand eindeutiger Kriterien zu bestimmen.

       

      Wir fänden es extrem wünschenswert, wenn endlich allgemein anerkannt würde, dass auch MCS eine ernstzunehmende Behinderung darstellt, die den Betroffenen eine Teilhabe am öffentlichen Leben sehr oft absolut unmöglich macht. (Beispiele:  Emissionsbelastete Räume - selbst in Arztpraxen und Krankenhäusern;  Beduftungen in öffentlichen Gebäuden)

       

      Siehe dazu auch

      "Behindertengesetzgebung"

      "Handicaps" auf www.barrierefrei.de

       

      MCS als Berufskrankheit:

      In den Vergleichen verschiedener Schweregraden von Krankheiten wurden MCS-Erkrankte der Spitzengruppe zugeordnet. Übertroffen wurden sie beispielsweise von solchen Patienten, die an schweren Herzkrankheiten litten und für die nur risikoreiche invasive Verfahren Abhilfe schaffen können. Aufgrund dieses Sachverhalts liegt bei den MCS-Erkrankten MdE (= Minderung der Erwerbsfähigkeit) bzw. ein besonders hoher Grad der Behinderung (GdB) vor.” (Quelle)

      Dem stehen absolut nicht nachvollizehbare Negativurteile einzelner Sozialgerichte gegenüber, die bis heute MCS beispielsweise nicht als "Berufskrankheit" akzeptieren wollen (dürfen?).

      Filme zu "Umwelterkrankungen"

      MCS deutsche BerichteMCS englische Berichte

      ME/CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom)

      Angesichts des zunehmenden Anteils von Betroffenen in der Gesamtbevölkerung  (alleine in Deutschland geschätzt ca. 500.000; konkrete Zahlen fehlen, da die wenigsten Ärzte MCS überhaupt diagnostizieren können!) ist vor allem die Gesundheitspolitik aufgefordert, sich endlich ernsthaft mit der Materie auseinanderzustezen.  

      Siehe daz uauch EGGBI Beitrag: Leben und Wohnen für alle Lebensalter

       

       

       

       

       

      Barrierefreiheit für Umwelterkrankte in öffentlichen Gebäuden, Museen, Hotels, Krankenhäusern

       

      "Kunst für Alle" - Auszeichnung für barrierefreies Museum 

      Signet "Bayern barrierefrei"

      Wir bedauern, dass auch in diesem Zusammenhang stets nur auf Barrierefreiheit für "Bewegungsbeeinträchtigte, bestenfalls auch Sehbehinderte" eingegangen wird, die Vielzahl von Barrieren für Umwelterkrankte  (Schadstoffe, gerade in Museen, sensibilisierende Gerüche bis hin zu Beduftungen auch in öffentlichen Räumen) aber nicht zur Kenntnis genommen werden.

      EGGBI Schriftverkehr mit Staatsministerium für Arbeit und Soziales Bayern  zur Auszeichnungs- Verleihung Museum  und Antwortschreiben.

      Wir hoffen, hier nicht ebenfalls die ergebnislose Weitergabe unserer Anfrage (vorläufig an das "Staatsministerium für Gesundheit und Pflege") ohne Übernahme einer "politischen Verantwortung" von einem Ministerium zum nächsten - so wie auf Bundesebene (Gesundheitsministerium. Umweltministerium, Sozialministerium...) seitens der bayerischen Staatsregierung erfahren zu müssen.

      Barrierefreie Hotels?

      Viel geworben wird zwischenzeitlich von zahlreichen Institutionen auch für "Barrierefreien Toursimus" ("Barrierefrei bringt Geld herbei"), "barrierefreie Hotels" , "Reisen für alle" -

      auf 2 Millionen bundesdeutsche Duftstoffallergiker, vor allem aber die ständige wachsende Zahl von Umwelterkrankten, Chemikaliensensitiven wird aber bisher offensichtlich keinerlei  Rücksicht genommen; bisher konnten wir in keinem derartigen Programm eine seriöse umfassende Berücksichtigung der Raumluftqualität mit transparenten Kriterien und regelmäßigen "Überprüfungen" finden - freuen uns aber, wenn wir eines Besseren belehrt werden können. (Siehe auch "Urlaub für Allergiker und Sensitive")

      Barrierefreie Krankenhäuser?

      Selbst in Krankenhäusern, Arztpraxen wird derzeit in der Regel nicht auf die besonderen Bedürfnisse Umwelterkrankter eingegangen; neben allgemeinen unerträglichen Belastungen aus Baustoffen, Einrichtung,Reinigungsmitteln fehlender Rücksichtnahme selbst durch das "medizinische" Personal (Deos, Parfum) setzt sich hier die "Igoranz" fort bei der Auswahl besipielsweise der medizinischen Geräte,  (Beispiel: Weichmacher in medizinischen Geräten) obwohl es auch hier bereits Alternativprodukte gäbe, die in anderen LÄndern bereits bevorzugt eingesetzt werden. (Beispiele)

       

       

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      Behindertengesetzgebung

      Behindertengesetzgebung:

      SGB II, MdE und SGB IX (GdS/GdB) Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen  (vormals Schwerbehindertenrecht) 

      Rundschreiben AZ. IVc6-48065-3- Bundesarbeits- und Sozialministerium: B18.4. (GdS-Tabelle; Januar 2009)

      18.4 Fibromyalgie Die Fibromyalgie und ähnliche Somatisierungs-Syndrome (z.B. CFS/MCS) sind jeweils im Einzelfall entsprechend der funktionellen Auswirkungen analog zu beurteilen. (Siehe dazu Auflistung von Umwelterkrankungen)

      Spätestens seit dieser Veröffentlichung mit namentlicher Anführung von MCS  ist nicht mehr nachvollziehbar, wie manche Sozialgerichte zu der Auffassung kommen können, bei MCS handle es sich nicht um ein anerkanntes "Krankheitsbild". 

      Zitat:

      Behinderung


      "Die Behinderung eines Menschen ist ein komplexer Prozess von Ursachen und Folgen, unmittel- baren Auswirkungen, individuellem Schicksal und sozialen Konsequenzen, der sich nur schwer in Definitionen fassen lässt. Um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen und die Förderung handhabbar zu machen, sind Rechte und Leistungen für behinderte Menschen durch verschiedene Gesetze geregelt, die jeweils auch eine Definition von Behinderung erfordern. Dies betrifft zum Beispiel das Sozialrecht, die medizinische und die berufliche Rehbilitation, die schulische Förderung und die Rechte für Schwerbehinderte. Eine Behinderung im gesetzlichen Sinn muss jeweils amtlich festgestellt werden.

      Die durch eine "MCS" bedingten Funktionseinschränkungen somatischer und psychischer Art können in Deutschland - gem. eines Beschlusses des Ärztlichen Sachverständigenrates, Sektion Versorgungsmedizin, im Bundesministerium für Arbeit - grundsätzlich als Behinderung nach dem Schwerbehindertenrecht berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit besteht bereits seit 1997 (Antwort der Bundesregierung mit Bundestags-Drucksache Nr. 13/6324, Ziff. 15). Inzwischen ist die MCS in die Gutachterleitlinie der Versorgungsämter (Anlage zur Versorgungsmedizin-Verordnung) aufgenommen. 

      Auch das Bundessozialgericht hat 2001 mit einem Urteil - unter ausdrücklicher Bezugnahme auf den Beschluss des Sachverständigenrates Versorgungsmedizin - die Feststellung einer Behinderung i.S. des Sozialgesetzbuches IX (Schwerbehindertenrecht) durch ein Landessozialgericht anerkannt.

      Es soll jedoch hier nicht der Eindruck entstehen, es handele sich bei diesen gerichtlichen Entscheidungen um Einzelfälle der "Anerkennung" der MCS. Vielmehr wurden bisher in einer Vielzahl von Fällen nicht nur - unter Hinweis auf eine MCS - Behinderungen durch die Versorgungsämter festgestellt, sondern auch Rehaverfahren durch die Träger der Sozialversicherung eingeleitet, wie auch Renten bewilligt, ohne dass es zu einem Rechtsstreit kam. Die Darstellung nur der streitigen Fälle durch bekannte Rechtsanwälte spiegelt nicht die uns bekannte Praxis wieder. Dass Rentenräger im Hinblick auf die Probleme bei der Diagnostik und die völlig unterschiedliche Charakterisierung des Krankheitssyndroms ("MCS-Fallkriterien" oder "Sammelbegriff für umweltbezogene Krankeiten") eher zögerlich entscheiden, erscheint nachvollziehbar." (Quelle: DGMCS)

       

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      Vor allem Arbeitnehmern empfehlen wir möglichst frühzeitig einen Antrag auf Anerkennung der Behinderung zu stellen  (z.B.: Antrag Bayern) , in der Folge auch rechtzeitig einen Verschlimmerungsantrag und beim Jobcenter eine "Gleichstellung" zu beantragen (erhöhter Kündigungsschutz).


      Eine Behinderung ist im Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX) wie folgt definiert:

      "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist." (Link zum SGB IX im Internet: www.gesetze-im-internet.de/sgb_9)

      Der Grad der Behinderung (GdB) und der Grad der Schädigungsfolgen (GdS) sind also ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens.

      Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen

      Behinderte Menschen mit einem GdB von weniger als 50, von mindestens aber 30 können unter bestimmten Voraussetzungen mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sein. Ansprechpartner für die Gleichstellung ist die Agentur für Arbeit. Lesen Sie zum Thema Gleichstellung das Interview "Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen". Dort werden wichtige Fragen zur Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen beantwortet.

      (Quelle und weitere Infos dazu: VDK)

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      MCS, EHS - Psychokrankheiten (NOCEBOEFFEKT)?

      Psychopharmaka statt qualifizierter Therapierung und  Minimierung von Umweltbelastungen (toxische Stoffe, Strahlungen):

      Diskutiert wird zunehmend die "Unabhängigkeit" jener Ärzte, die - sehr "kooperativ" markttätig  zusammen mit Vertretern der Pharmaindustrie gerade im Bereich Psychopharmaka sehr "verschreibungaktiv"  zu sein scheinen- siehe dazu : "Seelsorge für die Industrie". 

      Presserat rügt SZ wegen Bericht zu "Noceboeffekt 

       

      Literaturempfehlung:

      Empfehlenswert erscheint uns dazu eine Publikation der Hans Böcklerstiftung von Werner Maschewsky:

      "Psychisch gestört oder abreitsbedingt krank?"  aus dem Jahr 2000, zu deren Aussagen sich leider bis heute nichts geändert hat!

      Auf Seite 75 stellt der Autor im Kapitel: "Was versteht man unter"Psychiatrisierung erkrankter Arbeitnehmer?"(mit einem Fallbeispiel) fest:

       

      "Daher stellt sich oft die Frage: psychosomatisch oder neurotoxisch?

      In der Theorie lässt sie sich zufriedenstellend klären. Doch die Praxis sieht anders aus: medizinische Theorien haben viele »blinde Flecken« in der Arbeitswelt; die Diagnostik ist weder in der Lage noch auch nur bemüht, berufliche Schäden zu identifizieren; der »gutwillige« Arzt erfährt bald, dass er sich mit bestimmten Diagnosen und Gutachten nur Ärger einhandelt. 

      So gibt es weiterhin sehr viele Diagnosen von (rechtlich folgenlosen) psychosomatischen Erkrankungen, aber sehr wenige Diagnosen und Anerkennungen von (rechtlich folgenschweren) arbeitsstoffbedingten Nervenschäden.

      Es ist daher wahrscheinlich, dass viele solcher Nervenschäden und MCS-Erkrankungen gar nicht erst festgestellt, sondern als psychische oder psychosomatische Störungen fehldiagnostiziert und »weggedrückt« werden."

       

      Immer wieder erreichen leider auch uns Berichte,

      dass Ärzte und Kliniken 

       

      Psychoerkrankungen als Folge von Ignoranz und sozialer Isolierung

      Belächelt am Arbeitsplatz von den Kollegen, gemobbt von Vorgesetzten, sehr oft auch nicht ernst genommen von den engsten Familienmitgliedern, ignoriert von den Krankenkassen - wen kann es  da noch verwundern, dass  viele Betroffenen nach einigen Jahren "Isolation"  auch tatsächlich sehr oft "psychische" Veränderungen aufweisen, und damit Ihren "Gegnern" ungewollt weitere Argumente einer "eingebildeten Krankheit" liefern. Zu unterscheiden ist dabei aber zwischen Ursache und Wirkung:

      Somatopsychisch - psychosomatisch

      "In der Medizin wird meistens das betonte Wort nach vorne gestellt. Das Wort Soma kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Körper”. Wer an einer psycho-somatischen Erkrankung leidet, der hat also eine psychische Störung, die zu körperlichen Beschwerden führt. Depressionen beispielsweise können sich in Rücken- oder Magenschmerzen äußern, ohne dass eine körperliche Erkrankung vorliegt.

       Im umgekehrten Fall handelt es sich um eine somato-psychische Erkrankung: Wer Krebs hat, der ist natürlich auch psychisch beeinträchtigt. Der Betroffene kann also eine Depression als Folge seines geschwächten körperlichen Zustandes haben."   http://www.medizin-im-text.de/blog/95/psychosomatisch-oder-somatopsychisch/ 
       

      Ärzteinformation zur "Klassifizierung" 

      Jahrelang wurde die Erkrankung  (wurden die Patienten) von Pseudo- "MCS Spezialisten" in den Bereich der "Psychiatrie"- verbannt:

      immer wieder "unterstützt" auch durch sogenannte "wissenschaftliche" Studien: 

      Beispiel-Zitat Universität Bonn:

      "Unsere Ergebnisse stützen eindeutig die These, dass psychologische Mechanismen für die Entstehung einer MCS verantwortlich sind, die Symptome also in der Regel nicht durch Umweltgifte hervorgerufen werden" 

      http://www3.uni-bonn.de/die-universitaet/informationsquellen/presseinformationen/2006/369?set_language=fr:

       (Untersuchungen an Studenten, die sich vorübergehend in "leicht PCB belasteten" Gebäuden aufhielten und anschließend "befragt" - aber gar nicht ärztlich untersucht- wurden.)

      Natürlich gibt es bei Chemikalienunverträglichkeit, EHS wie bei zahlreichen anderen Krankheiten Fällen "psychischer" Ursachen - dies allerdings zu pauschalieren entspricht sicher nicht dem heutigen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse.

      Pauschalaussage Uni Mainz, 2013:

      „Es spricht allerdings vieles dafür, dass es sich bei der elektromagnetischen Hypersensitivität um einen sogenannten Nocebo-Effekt handelt“ (Quelle)

       

      Eine eindrucksvollen Überblick über Beschwerden, Krankheit und Anamnese/ Therapie bietet die Zusammenfassung von 

      Dr. med Arne Schäffler: (21.03.2016)

      "Das MCS Syndrom"

       

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      Verursacher und Verbreitung der Krankheit - DBU Praxisleitlinie; Europeam Konsensuspapier

      Uneinigkeit in der Ärzteschaft zu Bezeichnungen, Ursachen,  Anamnese und Therapien

      Seit Jahren werden Fragen der Bewertung, "Anerkennung" und Behandlung diverser "möglicherweise umweltverursachter" Erkrankungen sehr konträr diskutiert.

      Beispiele:

      Klinische Umweltmedizin

      "In der klinischen Umweltmedizin stellen sich Patienten mit vielfältigen Beschwerden vor, die eine sorgfältige Abwägung möglicher Umweltbelastungen und konkurrierender Erklärungsoptionen erfordern. Neben der Anamnese, klinischen Untersuchung und Differenzialdiagnose sind nach strenger Indikationsstellung Analysen von Körperflüssigkeiten, Ortsbegehungen und Umgebungsanalysen in die Bewertung miteinzubeziehen." 

      Zitat aus  "DBU Online Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie", (2011/ Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V.)

      "Besonders empfindlich gegenüber chemischen Expositionen oder Gerüchen reagieren nach einem deutschen Survey von Hausteiner et al. (2005) 0,5% der Bevölkerung (1 von 200!). Diese Personen hatten tägliche Symptome aufgrund einer besonderen chemischen Empfindlichkeit oder MCS.

      Hieraus kann indirekt die Häufigkeit umweltmedizinischer Erkrankungen geschätzt werden:
      So lag der Anteil an Patienten mit MCS bzw. stark ausgeprägter chemischer Sensitivität an allen umweltmedizinischen Fällen einer entsprechenden Falldokumentation der Kassenärztlichen Vereinigung in Schleswig-Holstein bei 6% (von n=916) (Bauer et al. 2001, Wassermann et al. 2001). 

      Hochgerechnet ergäbe sich daraus eine Schätzung für umweltmedizinische Erkrankungen (auch leichter Art) von 8,3% der Bevölkerung in ärztlicher Behandlung.
      Dieses sollte jedoch lediglich als Schätzwert angesehen werden. 

      Die an der Falldokumentation beteiligten (n=85) Ärzte dokumentierten am häufigsten Innenraum-Expositionen als ursächlich:
      · Biozide (32%)
      · Schimmelpilze (27%)
      · Lösemittel / VOC (Volatile Organic Compounds) (21%)
      · Formaldehyd (16%)


      42% der Betroffenen hatten eine Misch- bzw. Mehrfachexposition. Ein Expositionsstopp erbrachte in den meisten Fällen deutliche Besserung oder vollständige Wiederherstellung.
      (EVG= III-IV, Konsens= A / 83%).

       

      Die teilweise sehr emotionell vorgebrachte

      Kritik von manchen MCS Betroffenen an diesen umweltmedizinischen Leitlinien, 

      damit würde erneut MCS als Psychokrankheit "deklariert" kann bei gewissenhafter Betrachtung seitens EGGBI und nach zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen auch im Rahmen der kostenlosen Beratungshotline)  und Umweltärzten keinesfalls nachvollzogen werden. Siehe dazu auch: offizielle DBU Presseaussendung

      Der bloße Hinweis, daß es in vielen Fällen auch - gerade durch Isolation, Unverständnis der Umwelt zu (nachträglichen)psychischen Symptomen kommen kann, die sinnvollerweise "psychologisch" behandelt werden sollten - bietet für  Kritik ebensowenig Anlaß 

      als die Beteiligung  unter anderem auch von einer Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin an der Leitlinienerstellung, einer Klinik, in welcher die Tatsache von Umwelterkrankungen als Auslöser (!) psychischer Probleme durchaus  erkannt worden ist, und daher auch  für solche Patienten  bei Bedarf eine ganzheitliche Behandlung angeboten wird.

      Wesentlich:

      Die hier zitierten Praxisleitilinen betreffen grundsätzlich Umwelterkrankungen und beziehen sich keineswegs nur auf MCS Betroffene. 

      Konsensuspapier

      Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) und  Österreichische Ärztekammer Referat Umweltmedizin (März 2012)

      Das  Papier  versteht sich als Ergänzung zu den vom Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner (dbu) erarbeiteten handlungsorientierten umweltmedizinischen Praxisleitlinien.

      Zitat:

      Es ist eine Zuordnung nach dem derzeitigen Standard der ICD‐10‐GM (in der aktuelle 10. Revision, Version von 2011) vorzunehmen:

      Für CFS im Kapitel VI („Krankheiten des Nervensystems“) unter dem Schlüssel G93.3,

      für FM im Kapitel XIII („Krankheiten des Muskel‐Skelett‐Systems und des Bindegewebes“) unter dem Schlüssel M97.7,

      für MCS im Kapitel XIX („Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen“) unter dem Schlüssel T78.4.

      Für das EMF‐Syndrom wird bis auf Weiteres die Verwendung der Schlüsselnummer Z58.4 „Exposition gegenüber Strahlung“ gemäß der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD‐10) empfohlen.  

      http://www.europaem.de/2_news.html

       

      EGGBI will (und muss) sich aus den vielfachen  medizinischen unterschiedlichen "Einstufungen" grundsätzlich und konsequent heraushalten.

      Bei unserer Hotline melden sich aber ständig Betroffene, die tatsächlich auf viele Stoffe sehr heftig reagieren. Unsere Aufgebe sehen wir daher ausschließlich darin, diesen Anrufern

       

      • möglichst kompetente medizinische Ansprechpartner zu benennen (Manko bei ärztlicher Versorgung für Chemikaliensensitive)
      • bei der Auswahl der individuell "verträglichsten" Bauprodukte bestmögliche Hilfestellung zu geben  (optimal in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten)
      • Planer, Handwerker, Bauunternehmen  dahingehend zu sensibilisieren, dass es sich bei vielen Bauherren um tatsächlich  chemikaliensensible Personen handelt, die nicht nur auf toxische, sondern auch auf zahlreiche natürliche Stoffe, Gerüche  intensiv reagieren können  (ungeachtet der medizinischen Bezeichnung  von deren Beschwerden - Allergien, MCS oder ähnliches)  - und dass bei baulichen Maßnahmen erhöhte Vorsicht bezüglich Emissionen, Gerüchen bei Produktauswahl und baulicher Umsetzung zu walten hat.   

      DIe wissenschaftlich fachliche Diskussion zu Diagnose und Therapie muss den entsprechenden Institutionen  (Kliniken, Umweltärzten, Behörden, Patientenorganisationen, Krankenkassen) vorbehalten bleiben.

       

       

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      Internationale Zahlen und "Bewertungen" zur Verbreitung von Umwelterkrankungen

      Wesentlich höhere "Verbreitungs-Zahlen" ergeben sich bei Betrachtungen internationaler Studien – vor allem aus Ländern, in denen beispielsweise MCS seit langem „anerkannt“ und professionell diagnostiziert wird:

      Hinweise auf die internationale Entwicklung der Diagnose von MCS:

      „Seit den 90-er Jahren nimmt vor allem in den USA die Häufigkeit von registrierten MCS-Fällen deutlich zu. Schätzungen gehen von 4 bis 34% MCS-Fällen in der Weltbevölkerung aus (Kreuzter et al., 1999; Lipson, 2004; Ivins, 1998).

      Beispielsweise nennt eine Studie mit 1582 Bewohnern von Atlanta, USA, eine Häufigkeit von 12,5% für eine Chemikalien-Überempfindlichkeit und eine Häufigkeit von 3,1% für Patienten mit ausdrücklicher MCS-Diagnose. 42,7% der Patienten mit Überempfindlichkeit konnten eine Ursache der Krankheit benennen, davon führte die Mehrzahl Chemikalien als Ursache an (Caress, Steinemann, 2004).

      Hintergrund der großen Schwankungsbreite der Häufigkeitsangaben ist vermutlich eine in vielen damaligen Publikationen noch unklare bzw. umstrittene Abgrenzung von MCS gegenüber verwandten Krankheitsbildern wie Chemikalien-Allergien und dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) (Lipson, 2004; Kreuzter et al., 1999).

      Folgende Faktoren für die Häufigkeitszunahme bei den Chemikalien-Überempfindlichkeiten werden genannt:

      a) die zunehmenden vollklimatisierten und hermetisch abgedichteten Innenräume,

      b) die zunehmende Anwendung von Konsumprodukten, die flüchtige organische Stoffe (VOC, „volatile organic carbons“) abgeben,

      c) die zunehmende Produktion und Vermarktung synthetischer Chemikalien (Ashford, Miller, 1998),

      d) von diesen Chemikalien wird ein großer Teil als toxikologisch bedenklich eingeschätzt, wie z.B. die so genannten „POPs“, „Persistant Organic Carbons“, die durch eine hohe Umweltstabilität, Fettlöslichkeit und damit verbundene Anreicherung im Fettgewebe, Anreicherung in Nahrungsnetzen und chronisch toxische Wirkungen gekennzeichnet sind (EU-Kommission, 1999; OSPAR-Fact Sheets).“

      Zitiert aus:  Dr. Hans Ulrich Hill

      Ein Krankheitsbild aus dem Formenkreis der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI)

       

      Brisante Publikation zu MCS  von amerikanischer Universität

      Forscher von der North Carolina State University führten erstmals ein groß angelegtes  Screening im Bezug auf Auswirkungen von Chemikalien auf menschliche Zellen durch -

      die Daten helfen, die Risikobewertung zu verbessern und geben Aufschluss, wie unsere Gene mit bestimmten Chemikalien interagieren.

      weitere Informationen

      zum Bericht

      Environ Health Perspect ; DOI: 10,1289 / ehp.1408775

       =================================================

       Professor Pall, Washington bestätigt ebenfalls: 

      "Die multiple Chemikaliensensitivität (1) (MCS), auch als chemische Intoleranz, multiple Chemikaliensensitivitäten, Chemikaliensensitivität oder giftstoffinduzierter Toleranzverlust (TILT)
      bekannt, ist eine Erkrankung bzw. Krankheit, bei der eine zurückliegende Chemikalienexposition offenbar die umfassenden unspezifischen Chemikalien-Überempfindlichkeiten verursacht, die für MCS charakteristisch sind. 

      Die Annahme, dass das Auftreten von MCS durch eine zurückliegende Chemikalienexposition eingeleitet wird, geht schon aus der Bezeichnung TILT selbst hervor."

       

      Die Prävalenz von schwerer MCS in den USA beträgt rund 3,5 % der Bevölkerung, wobei ein sehr viel größerer Anteil, möglicherweise 12-25 %, mäßig betroffen ist (1, 5).

      Die umfassendsten Studien wurden in einer Publikationsserie von Caress und Steinemann (31) veröffentlicht.

      Studien aus Kanada, Deutschland, Dänemark und Schweden ergaben ähnliche bis etwas niedrigere Prävalenzschätzungen, ungefähr 50 bis 100 % der US-Werte (1). Vor dem Hintergrund dieser Studien scheint MCS eine sehr hohe Prävalenz zu haben, sogar noch höher als die von Diabetes. 

      In vier von diesen Studien konnte auch eine hohe Komorbidität zwischen MCS und anderen wichtigen chronischen Krankheiten (32-35) nachgewiesen werden, ein weiterer Beleg für die enorme Bedeutung von MCS für das Gesundheitswesen.

      Zitiert aus:  Martin L. Pall, Washington State University (Seite 9) 

      ================================================

      Grundsätzlich scheint es in den USA mehr Verständnis für MCS geben:

      Bereits 1999(!) berichtete 

      Prof. Dr. Werner Maschewsky (inzwischen i.R.) , Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg

      in einer Publikation für die TU Berlin zu MCS:

      "In den USA ist man in dieser Hinsicht fünf bis 10 Jahre weiter als bei uns. In einigen Regionen der USA ist das Bewußtsein schon sehr weit, und die Betroffenen werden nicht mehr diskriminiert wie bei uns.... man weiß, daß es einem auch selber passieren kann" Bericht

       

       

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      Krebs als Folge von Umweltbelastungen?

      Mit Anstieg der Fallzahlen nimmt auch die Diskussion über die Ursachen zu. Im Verlauf der letzten Jahre wurden unterschiedliche Fragen gestellt: Gibt es eine Krebspersönlichkeit? Ist die Überalterung der Bevölkerung schuld? Ist Krebs eine Umwelterkrankung? Oder ist es einfach Schicksal, wen es trifft?

      Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC): "Krebs ist zu großen Teilen eine Umwelterkrankung und vermeidbar"

      Bericht

      Siehe auch: Krebs - eine Umweltkrankheit?

      und Zusammenfassung: Ursachen von Krebs

      und weitere - unter anderem oft -umweltbedingte Erkrankungen

      Eine Reduktion von Umweltbelastungen sollte somit in allen Bereichen - Wohnung, Lebensmittel, Kleidung, Reinigungs- und Pflegemittel, Beduftungen wesentlicher Bestandteil unserer Kaufverhaltens werden.

      Wichtig wäre dabei aber vor allem eine

      • umfassende Aufklärung der Verbraucher  (z.B. im EGGI Arbeitsbereich Bau vor allem auch von von Planer, Handwerker, Baustoffhandel), 
      • eine ehrlichere offene Kommunikationspolitik der Industrie
      • strengere Gesetze vor allem bezüglich der Kennzeichnungspflicht von Inhaltsstoffen
      • grundsätzlich strengere Umweltgesetzte im Hinblick auf Emissiononen in Innneräumen und außerhalb
      • bessere Ausbildung der Ärzte (Etablierung des Ausbildungsbereiches „Umweltmedizin“ sowohl für praktische Ärzte als auch für Klinikmediziner mit einer wirtschaftlichen Perspektive durch Übernahme von Kosten für umweltmedizinische Behandlungen durch Kassen.) - 
      • eine Gesundheitspoiltik, die nicht mehr von der Pharmalobby gesteuert wird (2 Klassenmedizin)
      • eine Sozialgesetzgebung, die qualitative Hilfe für Umwelterkrankte bietet, an Stelle der derzeitigen Einstufung als "psychosomatisch" - entgegen international anerkannten Forschungsergebnissen.

      Beispiele: 

      • PCB und Krebs:

      Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind Weichmacher, die in Deutschland bereits seit 1978 verboten sind. Allerdings steckt der krebserregende Stoff noch heute in zahlreichen öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und Universitäten.

      PCB gelangt aus Fugenmassen und Farben in die Raumluft. Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat PCB in die höchste Gefahrengruppe eingeordnet. Damit gilt PCB als krebserregend. Täglich atmen Tausende Schüler, Studenten, Lehrer und Professoren PCB in so hoher Konzentration ein, dass sich ihr Krebsrisiko. Bericht Das Erste:  Billiger Baustoff mit Spätfolgen

      „Die I.G. Farbenindustrie AG, heute Bayer AG, hat PCB-haltiges Baumateriel von 1935 bis 1972 in Deutschland verkauft. Für die Kosten der PCB-Sanierungen fühlt sich die Bayer AG nicht zuständig. Es gebe dazu keine gesetzliche Verpflichtung, teilt das Unternehmen mit. Die Eigentümer der Gebäude müssten dafür Sorge tragen, dass eine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeschlossen ist. Die Bayer AG verdient auch an der Entsorgung ganz legal mit - sie entsorgt PCB in Sondermüllverbrennungsanlagen.“ Zitat „Das Erste“

      Die PCB Richtlinie in Deutschland  orientiert sich an Einschätzungen aus 1994 (!) und mutet den Raumnutzern eine PCB Konzentration in der Atemluft zu, die um den Faktor 50 über dem Wert liegt, den die Weltgesundheitsorganisation WHO seit 2003 für tolerabel hält.  Siehe dazu auch "gesetzliche Grenzwerte...."

       

      • PVC, Weichmacher als Krebsverursacher: 

      siehe Diskussionsseite EGGBI 

      sowie

       

      • Gefahren für die menschliche Gesundheit durch hormonell wirksame Zusätze in Kunststoffprodukten:

      In der Bevölkerung der westlichen Länder wurden über die letzten Jahrzehnte gesundheitliche Trends beobachtet, die mit dem zunehmenden Gebrauch von hormonell wirksamen Chemikalien in Verbindung stehen können:

      • verminderte Fruchtbarkeit

      • sinkende Spermienzahlen und abnehmende Spermienqualität

      • steigende Zahl von Fehlentwicklungen der Hoden

      • verstärktes Auftreten von Funktionsstörungen der Eierstöcke

      • Zunahme von Zellwucherungen am Eierstock (Endometriose)

      • Fehlsteuerungen von Schilddrüsenhormonen

      Zunahme von Brust-, Prostata- und Hodenkrebs. (WWF Seite 6)

       

       

       

      Über Ergänzungen, Korrekturvorschläge (mit Quellenangaben) an beratung@eggbi.eu freuen wir uns!

       

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      Anerkennung - national und international

      Inzwischen wird MCS vor allem auch durch die Weltgesundheitsorganisation WHO als „organische“ Krankheit anerkannt.

      MCS ist im deutschen WHO Register für Krankheiten, dem ICD -10 GM alpha, im Kapitel 19 unter “Verletzungen, Vergiftungen” klassifiziert. (1,2,3) 

      Anerkennung in Deutschland

      In Deutschland wird diese rechtsverbindliche Klassifizierung vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) vorgenommen. Ärzte und Dokumentare in den Krankenhäusern sind nach dem Sozialgesetzbuch V verpflichtet, die Diagnosen zu kodieren. Die Verschlüsselung erfolgt auf der Basis des Systematischen Verzeichnisses der ICD-10-GM alpha. (4) 

      Zitat:

      Vom DIMDI (deutsches Institut für medizinische Dokumentation; Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit) wurde bereits vor längerer Zeit schriftlich bestätigt, dass die MCS unter der Kennziffer T 78.4 von der WHO im ICD-10 klassifiziert wird. Unter dieser Kennziffer werden Erkrankungen klassifiziert, die als „Allergien, nicht näher bezeichnet“ angegeben werden. Bestätigung durch DIMDI

      Die Kennziffer T 78.4 gehört dabei zum Kapitel 10 des ICD-10-GM, in welchem „Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen  klassifiziert werden. (DIMDI 2015)

      Ausdrücklich hat das DIMDI auch bestätigt, dass diese Klassifizierung im ICD-10-GM (GM = German Modification) die nach dem Sozialgesetzbuch  V (gesetzliches Krankenversicherungsrecht) in der Bundesrepublik Deutschland vorgeschriebene Diagnoseklassifikation ist.

      Ebenfalls hat das DMDI bestätigt, dass MCS nicht dem Kapitel 5 zugeordnet wurde, in welchem psychische Störungen und Verhaltensstörungen klassifiziert wurden.

      Diese Aussagen zu Anerkennung als physische und nicht psychische Krankheit haben nach wie vor Geltung - zumal in den letzten Jahren lt. DIMDI keine weiteren Vorschläge im Zusammenhang mit MCS zu einer anderslautenden Einstufung eingereicht worden sind. (Quelle)

      Weitergabeverbot von Antworten an Betroffene

      Eigenartig erscheint uns der regelmäßige Hinweis bei Antworten vom DIMDI bezüglich eines "urhebererrechtlichen" Schutzes solcher Antworten und eines "Verbotes" an den Empfänger der Weitergabe oder Veröffentlichung. Für ein öffentliches, vom Steuerzahler finanziertes Institut im Geschäftsbereich eines Ministeriums ist ein solches Verbot der öffentlichen Weitergabe an die Presse zumindest "einzigartig" - die Öffentlichkeit hat sicher ein Recht, zu erfahren, welche grundsätzlichen Aussagen ein öffentliches Institut zu allgemeinen Fragen "tätigt".  Diese Politik schließt sich allerdings auch der langjährigen Weigerung dieses Ministeriums an, veröffentlichbare schriftliche Stellungnahmen zu konkreten Fragen bzgl. MCS und Umwelterkrankungen abzugeben. 

       

       

      Wenn die DRV in ihren Leitlinien deshalb Erkrankungen an MCS nicht als eigenständiges Krankenbild anerkennt bzw. dieses entgegen den international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisstand einer psychischen Störung zuordnet, (Kapitel 5 des ICD-10) entspricht dies nicht der Klassifikation der WHO, wie sie vom DMDI schriftlich bestätigt wurde.“    

      RA Wilhelm Krahn-Zembol, (publiziert in Umwelt-Medizin-Gesellschaft 28.Jahrgang)

      siehe auch: "MCS ist anerkannt" und

      Anerkennung von Umwelterkrankungen (Johannes Bohl)

       

      Zuordnung und "Ablehnung" dieser Zuordnung:

      ICD-10  (internationale Klassifizierung der Krankheiten):  Multiple-Chemical Sensitivity  T78.4  

      Klassifizierung von Umwelterkrankungen wie MCS

       

      Diese eindeutige Einstufung (siehe auch Schreiben DIMDI/ Bundesministerium für Gesundheit 11.8.2008 : csn-deutschland.de/dimdi_icd-schreiben.pdf ) wurde aber immer weider selbst in sogenannten "Wissensplattformen" wie Wikipedia bestritten (Diskussion zu Einträgen betreffend MCS vom 29./30.3. 2012!) -

      unverständlich angesichts der Tatsache, daß die Klassifizierung seit Jahren kommuniziert und auch praktiziert wird.

       

      DIMDI verweigert "öffentliche, publizierbare" Aussagen auch an Journalisten:

      Verwunderlich empfinden wir, dass DIMDI auch auf Anfragen von Journalisten (konkret: angefragt von redaktion@nachhaltigkeit-bau.de "für eine beauftragte Publikation suchen wir derzeit nach verifizierten Informationen zur Klassifizierung bzw. Anerkennung von MCS und EHS")

      keine "publizierbaren" Antworten liefert. Es findet sich selbst bei solchen Anfragen in den Antworten (28.04.2016) der Satz:

      "Die Auskunft ist urheberrechtlich geschützt. Sie dient ausschließlich Ihrer persönlichen Information und ist nicht zu Veröffentlichung, z. B. in Zeitschriften, Internetforen oder vergleichbaren Medien, bestimmt."

      Wir sehen angesichts der Auskunftspflicht öffentlicher Einrichtungen  ("Das DIMDI ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit"darin eine massive Einschränkung der journalistischen Berichterstattungs- Möglichkeit, die durch keine "Datenschutzgründe" gerechtfertigt ist.

       

       

       

      Österreich:

      Ein 2011 eingebrachte Anfrage von Univ. Prof. Dr. Kurt Grünewald  bezüglich einer Anerkennung von MCS als "eigenständige Krankheit" im österreichischen Parlament wurde vom Gesundheitsminister Alois Stöger  am 2.9.2011 mit den bekannten "alten" Argumenten in seiner "Beantwortung" 

      "abgeschmettert".

      Vor allem auch auf die Frage 

      "5. Gibt es Informationen über die Zahl der betroffenen Menschen (MCS, CFS) in Österreich? Wenn ja, bitte um Aufschlüsselung nach politischen Bezirken. Wenn nein, warum nicht?" konnte keineswegs eine zufriedenstellende Antwort angeboten werden - offensichtlich ist auch in Zukunft eine Erfassung der tatsächlichen Verbreitung dieser in anderen Ländern bereits anerkannten Krankheit auch noch gar nicht beabsichtigt.

      weitere Infos zu MCS aus Ö

      Wesentlich umfassender erforscht und therapiert wird MCS seit Jahren in den  USA  und in Kanada

      Statistik MCS in Kanada

      USA - "MCS-Consensus"-Studie 1999 

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      Gerichtsurteile - Anerkennung von MCS vor Sozialgerichten

      Seit 1990(!) haben bereits verschiedene Versorgungsämter "Überempfindlichkeit gegen Schadstoffe", aber auch namentlich MCS als Behinderung - ebenso wie als "Berufskrankheit" anerkannt.

      Urteile aus 2013

      Sozialgericht Braunschweig, 22.11.2013: MCS als Ursache für volle Erwerbsminderungsrente

      Sozialgericht Karlsruhe, 14.11.2013 MCS als Schwerbehinderung mit einem GdB von 50 %      

      (Quellen: http://www.gifte-am-arbeitsplatz.de/alltaglichehurden/neuere-gerichtsurteile-zu-mcs 

      Begründung: http://www.sozial-krankenkassen-gesundheitsforum.de/index.php/Thread/3314-Neuere-Gerichtsurteile-zu-MCS/

      ursprüngliche Ablehnung (2011): http://www.rechtslupe.de/sozialrecht/mcs-erkrankung-als-berufskrankheit-327759

       

      Bayerisches LSG 27.2.2013 Az. L13 R 348/09:

       

       

      Zitat 1:"Auf die Berufung des Klägers wird die Beklagte unter Abänderung des Urteils des SG München vom 17.03.2009 und des Bescheids der Beklagten vom 18.11.2005 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 26.04.2006 verurteilt, dem Kläger unter Zugrundelegung eines Leistungsfalls vom 12.03.2008 ab 01.04.2008 Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit auf Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu zahlen.

      Zitat 2 "Die Diagnosekriterien der CFS (u.a. Erschöpfungszustand, häufige Schmerzen, Konzentrationsstörungen etc.) träfen für den Kläger zu. Auch die Diagnosekriterien des MCS-Syndroms träfen zu: Symptome träten bei niedrigen Konzentrationen von Parfüm, Duftstoffe, Lacke, Farben etc. auf. Es bestehe eine Vermehrung der Enzymaktivität der Glutathion-S-Transferase.“  Quelle

       

      Sozialgericht Bremen, S 23 AS 1985/09 ER:

      Gewährung von Prozesskostenhilfe sowie Leistung für Mehrbedarf besonderer Lebensmittel auf Grund einer diagnostizierten MCS. 

       

      „Einstweilige Gewährung eines krankheitsbedingten Mehrbedarfs bei Mittellosigkeit des Hilfeempfängers für kostenaufwändige Ernährung bei einer MCS (Multiple Chemical Sensitivity, einer Überempfindlichkeit gegen diverse Chemikalien aus Umwelt, Wohnumfeld, Kosmetik und Lebensmitteln). Zur Amtsermittlungspflicht des Grundsicherungsträgers (§ 20 SGB X).“ Quelle

      Weitere Urteile und rechtliche Hinweise  zu MCS ab 1990:

      http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/mcs_tab.html 

      www.med-kolleg.de/icd/M/18239.htm;

      http://www.medizinrecht-herrmann.de/22 

      www.la-umwelt.de/ihgev/

      http://www.icd-code.de/icd/code/T78.4.html

       

      =====================================================

      Zumindest benötigen aber Betroffene ein enormes Durchhaltevermögen - in manchen Fällen kann es bis zu 5 Jahren dauern, bis eine "positive Entscheidung" getroffen wird.  

      "Fünf Jahre nach dem obsiegenden Urteil des Sozialgerichts Düsselorf hat das Landessozialgericht das obsiegende erstinstanzliche Urteil bestätigt. Die Rentenversicherung NRW war gegen das Urteil mit der Berufung vorgegangen. Der - anerkannt - pestizid-berufskranke (TE II b; PNP; MCS) Kläger erhält die erstinstanzlich zugesprochene Vollrente jetzt nachbezahlt und künftig laufend, das Gericht hat der beklagten Landesversicherungsanstalt in der mündlichen Verhandlung nahegelegt, die Berufung zurückzunehmen. Die Beklagte tat dies ohne weiteren Kommentar." http://www.medizinrecht-herrmann.de/22 

      Meist verlassen sich die "Beklagten"  darauf, dass den meisten MCS- Betroffenen diese Kraft und das Durchhaltevermögen fehlt. 

      Nur mit qualifizierter anwaltlicher Unterstützung gelingt es in der Regel,  auch vor Gericht eine entsprechende Anerkennung zu finden.

      Rechtsanwalt Krahn-Zambol veröffentlichte dazu eine Reihe von "Erläuterungen" in der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft 2011 (24/4) 

      "Zusammenfassung

      In einer Vielzahl von Verfahren des Verfassers konnten für MCS- und CFS Erkrankte rechtliche Anerkennungen durchgesetzt werden. Nach wie vor besteht gleichwohl eine schwer zu durchschauende rechtliche Situation, obwohl MCS- und CFS-Erkrankungen schon seit über zwei Jahrzehnten im ICD-10-GM klassifiziert werden. Bundesweit ist zum Teil eine äußerst unterschiedliche rechtliche Anerkennungspraxis festzustellen. Da sich zudem die meisten Ärzte und Gutachter mit diesen Krankheitsbildern nicht bzw. nicht hinreichend auskennen, können MCS- und CFS-Erkrankte dann nur durch eine sehr gründliche Verfahrensführung ihre zum Teil sehr schwerwiegenden Krankheitsbilder nachweisen." 

       

      Berufskrankheit bei Einwirkung mehrerer Schadstoffe-"Kombinationsschädigung"

      *       V.i.S.d.P.: Joachim Kern, Hessisches Landessozialgericht, Steubenplatz 14, 64293 Darmstadt,( 06151/804338; Fax.: 06151/804558
      E-Mail.: j.kern@lsg-darmstadt.justiz.hessen.de
      Darmstadt, den 24. Mai 2004

      Presseinformation
      LSG zu Schadstoff-Belastungen am Arbeitsplatz
      Gericht erweitert Versicherungsschutz

      Das Hessische Landessozialgericht hat einen Anspruch auf Rente wegen einer gesundheitlichen
      Schädigung zugesprochen, die durch verschiedene Schadstoffe am Arbeitsplatz ausgelöst worden ist: Während die Rechtsprechung bisher nur dann Leistungen aus der gesetzlichen Unfall-versicherung zuerkannte, wenn der Grenzwert eines bestimmten Schadstoffes überschritten wird, bejaht das Landessozialgericht (LSG) in der heute veröffentlichten Entscheidung auch dann einen Anspruch, wenn mehrere Schadstoffe zusammen in gleicher Weise schädigend wirken.

      Im konkreten Fall gab das Gericht einer Witwe recht, deren Mann als Dachdecker am Arbeitsplatz neben Asbest auch schädlichen Dämpfen von Heißteer und Heißbitumen ausgesetzt war. Er starb an Lungenkrebs. In erster Instanz war die Klage der Witwe auf Entschädigung aus der gesetzlichen Unfallversicherung abgewiesen worden. Dieses Urteil wurde vom LSG aufgehoben

      *       Voraussetzung für Leistungen aus der gesetzlichen Unfall-versicherung ist, dass bestimmte Schadstoff-Grenzwerte am Arbeitsplatz überschritten werden und diese Schadstoff-Belastung auch ursächlich für die Erkrankung war.

       

      *     Nach der bisherigen Rechtsprechung wurde eine Anerkennung als "Berufskrankheit" und damit ein Anspruch auf Entschädigung abgelehnt, wenn ein bestimmter Schadstoff unterhalb der Grenzwerte lag. Das LSG vertritt nunmehr die Ansicht, dass auch eine berufsbedingte Schadstoffkombinationen einen Anspruch auf Entschädigung begründen kann. Im Fall des Dachdeckers habe eine derartige "Kombinationsschädigung" den tödlichen Lungenkrebs verursacht, erklärte das LSG unter
      Hinweis auf verschiedene Gutachten von medizinischen Sachverständigen..

      (Hessisches Landessozialgericht Az. L 11/3 U 740/02 ZVW)

       

      Am 27.03.2009 erließ das OLG Koblenz ein vor Kurzem veröffentlichtes Urteil (10 U 1367/07), das jeder Schmerzpatient und jeder an Fibromyalgie, MCS, SBS oder CFS leidende Patient kennen sollte, wenn er sich privat gegen Berufsunfähigkeit versichert hat.

      Der dem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt:
      Der Kläger des Verfahrens war von Beruf Anwendungsprogrammierer und litt unter depressiven Störungen sowie Schmerzen im Bereich der linken Gesichtshälfte, des linken Halses, der linken Brust, des linksseitigen Rückens und des linken Beckenbereichs. Vom Versorgungsamt wurde ihm daher wegen einer Depression, eines chronischen Schmerzsyndroms, psychovegetativer Störungen sowie funktioneller Organbeschwerden ein Grad der Behinderung von 50 zuerkannt. 

      Der mit der beklagten Versicherung geschlossene Vertrag sah vor, dass eine volle Rentenleistung ab einer Berufsunfähigkeit von 75 % erbracht wird und eine Rente entsprechend dem jeweils vorliegenden Grad der Berufsunfähigkeit, wenn mindestens ein Grad von 25 % erreicht wird. Das OLG Koblenz nahm auf der Grundlage des erstellten Sachverständigengutachtens eine Berufsunfähigkeit von mehr als 75 % an und verurteilte die beklagte Versicherung zur Zahlung der vollen BU-Rente. Quelle 

       

      Private Berufsunfäghigkeitsversicherung zahlt:

      Private Berufsunfähigkeitsversicherung (BUZ) und MCS: Versicherung zahlt MCS-Patienten 150.000,00 € Abfindung
      (LG Nürnberg-Fürth, Vergleich vom 09.07.2012, Az. 11 O 5197/11)

       

      Würzburg, Juli 2012: Der Kläger war bei seinem Arbeitgeber im IT-Bereich tätig. Dort wurde er - nach Bestätigung seiner MCS-Erkrankung durch den von der Versicherung beauftragten Sachverständigen - an einen anderen Arbeitsplatz versetzt, an dem er in geringerem Maße den für ihn schädliche Emissionen (vor allem aus Laserdruckern) ausgesetzt war.

      Die Versicherung berief sich sodann darauf, die neue Tätigkeit des Klägers entspreche der Lebensstellung, die der Kläger bisher auch in seiner früheren Tätigkeit hatte (gleicher Verdienst, gleiche fachliche Anforderungen, gleiches Ansehen) und verweigerte die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente. Trotz für den Kläger ungünstiger Beweisaufnahme konnte Dr. Tamm einen rechtskräftigen Vergleich mit der Versicherung erzielen, der die Zahlung einer Abfindungssumme von 150.000,00 € an den Kläger vorsieht. (Quelle)

       

      Weitere Hinweise zum Thema "Anerkennung":

      http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf

      http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/13/junger-mann-mit-mcs-wurde-rente-gewahrt/ 

      http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/29/kunstlich-erzeugte-verwirrung-uber-den-icd-10-zu-mcs/

      Wir freuen uns, wenn uns weitere entsprechende Sozialgerichtsurteile zu MCS Anerkennungen zugesandt werden (bitte unbedingt  mit definitiver Angabe, ob wir diese Bescheide auch veröffentlichen dürfen!)   

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      Negativbeispiele - "unsoziale" Gerichtsentscheidungen:

      Seitens Politik und Behörden werden - aber auch  einzelner Sozialgerichte - diese oben zitierten "Anerkennungen" (siehe auch weitere Positiv- Urteile: "Der lange Weg zur Anerkennung einer Berufskrankheit oder Erwerbsunfähigkeit") offensichtlich nicht durchgängig zur Kenntnis genommen - nach wie vor berufen sie sich meist auf keinesfalls ausreichende Studien des RKI aus 1999-2004. 

      Trotz oben angeführter anderslautender Entscheidungen bei diversen Sozialgerichten seit 1990  stellte das bayerische LSG noch in einem Urteil 2002 fest:  "Ein MCS Syndrom ist keine eigenständige Erkrankung"http://www.anhaltspunkte.de/zeitung/urteile/L_18_SB_102.99.htm 

       

      Ablehnung einer Anerkennung von MCS als Berufskankheit mit einer "unerträglichen" Begründung: 

      "Die Klägerin hat am 14. Dezember 2011 Klage erhoben. Sie verfolgt ihr Begehren auf Anerkennung ihrer Erkrankung als Berufserkrankung weiter und stützt sich hierfür auf ärztliche Atteste über ihren Gesundheitszustand sowie Gutachten über die Raumluft in der GGS O. . Die insoweit festgestellte Luftbelastung insbesondere in dem von ihr häufig genutzten Klassenzimmer habe zu ihrer Erkrankung geführt."

      Grund der Ablehnung:

      "dass es für die Beurteilung einer Berufserkrankung lediglich auf die Art des Dienstes, also die konkrete dienstliche Verrichtung, ankomme und nicht auf die sonstigen dienstlichen Bedingungen, unter denen der Dienst verrichtet werde. Selbst wenn der Unterrichtsraum der Klägerin toxisch belastet gewesen wäre, was sich aus den bisherigen wissenschaftlichen Gutachten nicht zweifelsfrei ergäbe, so gälte eine solche Erkrankung dennoch nicht als Berufserkrankung im Sinne des § 31 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG."     VG. Aachen 706148

      Immer wieder werden Lehrer und Schüler - offensichtlich "ohne Arbeitsschutz" für die Lehrer  gesundheitsschädlichen Belastungen ausgesetzt. (Siehe dazu auch: Beispiel Eisenach

       

      Die Krebserkrankung von Lehrerinnen, verursacht durch Schadstoffbelastungen (Benzol) in der Berufsschule gilt nicht als "Berufskrankheit" (Verwaltungsgericht Düsseldorf, Aktenzeichen 23 K 7945/08; 23 K 2989/09)

       

      Weiteres Skandalurteil im Januar 2016!

      Auch hier hat ein "Sozial"gericht  (Mainz) auf Grund der Bewertung der Berufsgenossenschaft(!) die Klage eines MCS kranken Möbelmonteurs auf Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt - mit dem Arguement: "MCS könne keiner bekannten Berufskrankheit zugeordnet werden" Quelle

      Seit langem steht Gutachter(un)wesen bei der Bewertung von Berufskrankheiten durch die Berufsgenossenschaft in der Kritik

      Zitat:“ Häufig vergeben Berufsgenossenschaften den medizinischen Teil des Berufskrankheitenverfahrens an eigenständige Fachgutachter (z.B. Orthopäden, Dermatologen). Das hängt auch mit der geringen Anzahl staatlicher Gewerbeärzte zusammen. Diese Praxis wurde schon oft kritisiert und gefordert, dass die Auswahl der Gutachter Qualitätskriterien unterliegt und eine wirtschaftliche Abhängigkeit des Gutachters von der Unfallversicherung vermieden werden muss.“ Quelle

      Zum konkreten Urteil ein Zitat:  

      Dabei berief sich das Gericht auf den aktuellen Stand der Forschung. Dennoch dürfte das letzte Wort im Umgang mit MCS noch nicht gesprochen worden sein, da die Zahl der Erkrankten durch den häufigen Kontakt mit Chemikalien in den nächsten Jahren noch zunehmen dürfte. Hinzu kommt, dass MCS ebenso wie die zuvor eher unbekannte Krankheit Fibromyalgie (FSM) inzwischen eine anerkannte Umweltkrankheit ist. Rechtsmeinung

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      Kosten des "Nichtstun"

      Chemikalienpolitik: UNEP rechnet "Kosten des Nichtstuns" hoch

      Pestizide, Gifte, Schadstoffe - durch gefährliche Substanzen verlieren jedes Jahr Menschen ihr Leben oder ihre Gesundheit, werden Ökosysteme verseucht. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat in einem Bericht bisher verfügbare Studien und Daten zusammengefasst, die Folgekosten für Inaktivität in Sachen umweltfreundliche Chemikalienpolitik aufzeigen. Bericht

       

      "Obwohl die UNEP (United Nations Environment Programme) in ihrem jüngst am 22.02.2013 veröffentlichten Bericht „Kosten des Nichtstun“ die Gesundheitskosten für Chemikalienbelastung  weltweit mit 4,5 Billionen (= 4.500 Milliarden) US-Dollar beziffert (3), im Jahr 2004 knapp 5 Millionen Todesfälle weltweit auf  Umweltbelastungen zurückgeführt werden, in Europa 86 % aller Hauterkrankungen und 36 % aller Atemwegserkrankungen nachweislich auf Luftverschmutzung mit Chemikalien beruhen, werden diese Zusammenhänge weiterhin in Frage gestellt.

      Gesundheitspolitische Fragen müssen umweltmedizinisch betrachtet immer noch hinter wirtschaftspolitischen Interessen zurückstehen. Mit den modernen Labornachweisen können klinische Umweltmediziner wenigsten ihren Patienten nachweisen, dass sie nicht psychisch krank sind".      Zitat: Dr. med. Hans-Peter Donate (Umwelt-Medizin-Gesellschaft/2013 aus "Umweltmedizin 2013 - eine Bilanz nach 20 Jahren")

       

      Siehe auch: Hormonell wirksame Chemikalien verursachen bis zu 1,2 Milliarden Euro Kosten für EU Staaten jährlich

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      Verantwortliches Planen und Umsetzen bei bei baulichen Massnahmen für MCS Betroffene

      MCS und Baumassnahmen

      MCS gerechter Wohnraum - Arbeitsplatz - Arztpraxis - Klinikräume 

      Ähnlich zahlreicher weiterer- stark umweltrelevanter "Krankheiten"  wie EMS, (Elektromagnetische Hypersensitivität);  CFS (Erschöpfungssyndrome), Autoimmunerkrankungen  können wir  bei MCS mit baulichen Präventionsmaßnahmen sicherlich keine "Heilung" erreichen - eine Minimierung von Umweltbelastungen kann aber nachweisbar eine Besserung des Krankheitsbildes und eine Verhinderung  von zusätzlichen "Steigerungen" (sehr oft addieren sich die genannten Krankheiten im Laufe der Jahre) bewirken.

      "MCS gerechtes Bauen" - "MCS gerechtes Wohnen"  erfordern aber eine äußerst gewissenhafte Planung - Produktauswahl und bauliche Umsetzung. Nur sehr wenige Produkte sind "grundsätzlich"  "MCS - geeignet".

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      Definitionen MCS

      Definition MCS mit Auflistung auslösender Stoffgruppen  Professor Martin L. Pall (Washington State University)

      Anmerkungen zur Münchner Studie Immuninduzierte Entzündungsprozesse durch chronische Chemikalienbelastung

      "Die Ergebnisse der Münchenr MCS Studie belegen, dass sich MCS Patienten  in einer permanenten proinflammatorischen Reaktionslage befinden, was zu den bekannten systemischen Gesundheitsstörungen führt."

      Definition MCS  Dr. Klaus Rhomberg, Innsbruck  Definition 

      Definition aus Chemikal Sensitivity Network  (Silvia K.Müller)

      Verschiedene  Studien aus den USA von Personen, die nicht am Arbeitsplatz durch Chemikalien geschädigt wurden, gehen davon aus, dass in der Allgemeinbevölkerung inzwischen 15-30% der Menschen leicht bis mittelmäßig und 4-6% schwer chemikalienintolerant sind. Deutsche Umweltmediziner gehen von einer vergleichbaren Situation in hierzulande aus. 

      Aktuelle Definition Chemikaliensensibilität

         
      1. Die Symptome sind mit (wiederholter chemischer) Exposition reproduzierbar. 
      2.  
      3. Der Zustand ist chronisch. 
      4.  
      5. Minimale Expositionen (niedriger als vormals oder allgemein toleriert) resultieren in Manifestation des Syndroms. 
      6.  
      7. Die Symptome verbessern sich, oder verschwinden wenn der Auslöser entfernt ist. 
      8.  
      9. Reaktionen entstehen auch gegenüber multiplen nicht chemischen Substanzen. 
      10.  
      11. Die Symptome involvieren mehrere Organsysteme. (1999 ergänzt)
      12.  

      Asthma, Allergien, Migräne, Chronisches Müdigkeits-Syndrom und Fibromyalgie stellen keine Ausschlussdiagnose für MCS dar. 

      Die Symptomatik der verschiedenen Patienten ist genauso unterschiedlich, wie unser genetisches Make-up, unsere Gesamtkörperbelastung und unser Nährstoffstatus, etc. zum Zeitpunkt der Exposition. Die Symptome betreffen mehrere Organsysteme (z.B. cerebrales, respiratorisches, cardiovaskuläres, gastrointestinales, neurologisches, das muskuloskelettale System, sowie Augen, Nase, Ohren, Haut) und variieren in ihrer Intensität. Bei einigen Menschen erreichen sie eine solche Intensität, dass diese ihren Lebensstil dem Grad ihrer Behinderung anpassen müssen. Häufig beobachtete Symptome sind u.a. Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel, Erschöpfung, Sehstörungen, Bewusstlosigkeit, Rhinitis, Ekzeme, häufiges Wasserlassen, metallischer Geschmack, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Asthma, Depression, Aggression, Verwirrung, Apathie oder Konzentrationsstörungen. 

      Wie erkenne ich, ob ich chemikaliensensibel bin?
      Wenn Sie auf Alltagschemikalien wie z.B. Zigarettenrauch, frische Farbe, Parfum, Benzin, Reinigungsmittel, bei minimalem Kontakt physische oder psychische Symptome bekommen, dies reproduzierbar ist und andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie chemikaliensensibel sind. In diesem Falle sollten Sie einen kompetenten Umweltmediziner, oder eine erfahrene Umweltklinik zur weiteren Diagnostik und Behandlung aufsuchen. 

      Diagnostik
      Der eindeutigste Beweis zum Vorliegen einer Chemikaliensensibilität liefert ein Doppel-Blind-Provokationstest unter umweltkontrollierten Bedingungen, nachdem der Patient gesundheitlich stabilisiert und sich in einem demaskierten Stadium befindet. Einige führenden amerikanischen und deutschen Umweltmediziner kombinieren diese Tests mit gleichzeitigem SPECT-Scan des Gehirns, AEP's (akustisch evozoierte Potentiale), Olfaktometrie und geeignete psychometrische Tests, vor und nach der Provokation um zusätzlich die Beeinträchtigung der Hirnleistung zu dokumentieren. 
      Zusätzlich hilfreich ist die Kontrolle der enzymalen Entgiftungsleistung (Glutathionoxydasen, Katalase, Superoxyddismutase, Cytochrom P450, etc.) 

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      Welche Schritte sind hilfreich bei Chemikaliensensitivität

      Behandlung von MCS:

      Umweltmedizin - MCS interdisziplinär behandeln 

      Die noch weitest verbreitete Nichtanerkennung der Krankheit und fehlender Kostenersatz durch Kassen für Umweltmedizin stellen neben der "Bagatellisierung" der Sensitivität durch Freunde, Arbeitskollegen und sehr oft auch Familienmitglieder das größte Problem für MCS Betroffene dar.

      Dazu kommt die grundsätzlich noch fehlenden Kenntisse weiter Teile der Ärzteschaft zur Thematik, fehlende mcs- geeignete Praxisräume und Krankenzimmer.

      Sieh dazu Beiträge Ärzte und Kliinken   und 2 Klassen-Medizin,  Hinweise zur Therapie

      Medizinische Versorgung für MCS-Patienten (Arzt und Umwelt);

      Beitrag Therapie von allum; "das macht der Arzt"  bei apotheken.de; 

      und auch "interdsiziplinäre Behandlung"

       

      Empfehlungen für MCS Kranke im Alltag:

       

      • Vermeiden und reduzieren von Chemikalienexpositionen im Wohnraum, auf der Arbeit und in der Freizeit 
      •  
      • Reduzierung der Gesamtkörperbelastung (Sauna, Ernährung, Kontrolle der Nährstoffstatus) 
      •  
      • Sanierung des Wohnraumes (keine "belasteten" Teppichböden, behandelte Holzdecken, Vinyltapeten, Polsterbetten, Schaumstoffmatratzen,  OSB Platten, Polystyrolprodukte, Montageschäume) 
      •  
      • Schaffung eines Cleanrooms 
      •  
      • Essen von unkontaminierten biologischen Nahrungsmitteln (Vermeidung von Zusatzstoffen, Farbstoffen, Pestiziden, Fungiziden, Bestrahlung, genmanipulierter Nahrung) möglichst in Rotation 
      •  
      • Trinken von unkontaminiertem Wasser (gefiltert oder aus Glasflaschen) 
      •  
      • Tragen von schadstoffarmer Kleidung 
      •  
      • Benutzung eines Luftfilters zuhause und im Auto 
      •  
      • bei Bedarf Tragen von Aktivkohlemasken, oder Airsupply Luftfilter für unterwegs 
      •  
      • Bei Chemikalienexposition möglichst durch den Mund atmen. Durch die Nase atmen hat einen sofortigen Effekt auf die Hirnnerven. Durch den Mund eingeatmete Chemikalien müssen erst über den Blutstrom zirkulieren und die Bluthirnschranke passieren, bevor sie das Gehirn beeinträchtigen. 
      •  
      • Viel Aufenthalt an frischer Luft (nicht in der Nähe von schadstoffbelasteten Feldern oder Industrie, etc.)
      • abgeschrimte Elektroleitungen, Netzfreischalter (viele MCS Betroffene leiden auch unter EHS)
      •  
      • Austestung und Desensibilisierung von Allergien, bzw. Sensibilitäten gegenüber Nahrungsmitteln und Inhalationsallergenen (Millertechnik, ohne Konservierungsmittel) durch eine erfahrene Umweltklinik mit Cleanroombedingungen"     Quellen: CSN, EGGBI u.a.

      =================

      Hinweis:

      Bei allen Texten/Links/ Stellungnahmen zu umweltbedingten Erkrankungen handelt es sich weder um eine

      "medizinische" -

      noch um eine

      "rechtliche" Beratung

      sondern ausschließlich um eine Auflistung von allgemein zugänglichen Informationen.

      Fachliche "Korrekturvorschläge" sind ausdrücklich erbeten!

       

      Hier finden Sie zahlreiche Links und Hinweise für eine medizinische Betreuung 

       

       

      ===================

        Neben MCS sind zahlreiche weitere Krankheiten oft durch Umweltbelastungen mitverursacht oder deren Auswirkungen zumindest "verstärkt".....

        eine besondere Stellung nehmen dabei sogenannte "seltene Krankheiten" dar, für die sich die Forschung in der Vergangenheit ebenfalls mangels "wirtschaftlicher Aspekte" kaum befasst hat.

         

         

         

        ==================

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        MCS:  Multiple Chemikalien Sensitivität

        Einzelschicksale - Umwelterkrankte

        Auflistung von Einzelschicksalen (Selbsthilfe- Initiative Chemikaliensensitivität)

        Jochen Steinhilber - Krankenkasse zahlt nicht Entgiftung; Pressebericht Claudia Hailfinger; 26.03.2016 Reutlinger Generalanzeiger

        Britta Finstel leidet an MCS

        Youtube Videos von MCS Betroffene 1 

        Youtube Videos von MCS Betroffenen 2 

        Youtube Videos von MCS Betroffenen 3 

        MCS Schicksale (pinterest)

        Fallbericht Mottenschutz

        Wohngifte Holzschutzmittelgeschädigt (HR Fernsehen)

        Freitod Dr. Salzmann 

        siehe dazu auch Facebookseite MCS ist selten?

        Wohnung in Alufolie  (Bild-hilft- Bericht von Sabine Böhnig)

        Wenn der Körper Amok läuft

        Quälende Düfte

        Der Fall der Frau D.

        Duftstoffe im Krankenhaus - Karina

        MCS Gesprächsrunde 

        Beispiele auch im EGGBI Statement Umwelterkrankungen (Seite 21 bis 26)

         

        Viele MCS Betroffene möchten nicht namentlich genannt werden, da sie Angst vor Repressalien seitens Krankenkassen, Rentenversicherung, Jobcenter haben.

        Wir laden alle herzlich ein, Ihre "Geschichte" in Form eines übersichtlichen Kurzberichtes zur Verfügung zu stellen  (gerne auch zur anonymisierten Weitergabe) - max. 1 Seite, wenn möglich Ursache, Symptome und Erfahrungen mit Ärzten und Behörden. 

         

         

         

        Weitere Medienberichte zu Wohngiften

         

        30./31.01.2017

        Unternehmerschulung 2017 in Weiden

        mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

        Infos und Anmeldung unter

        info@maler-lackierer-bayern.de 

        mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

         

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        23.09 -25.09.2016

        Präsenzveranstaltung im Rahmen des

        Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

        aktuell mit den Themenschwerpunkten

        1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

        2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

        3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

        4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

        5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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        19.-21.09.2016

        Am 20. September findet in der lettischen Hauptstadt Riga eine Deutsch-Baltische Konferenz zum Thema

        "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

        statt. Die Reise wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

        EGGBI wird dabei Fragen zur Wohngesundheit präsentieren und beantworten. Für Hersteller nachhaltiger und wohngesunder Produkte bietet sich hier eine hervorragende Präsentationsmöglichkeit. (2012 Vilnius; 2014 Talinn)

        Link

        Konferenz am 20.09.2016 Programm

         

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        Weitere Termine

        ___________________________

        Sentinel-Haus Institut    

        Termine zum Thema "Wohngesundheit"

        __________________________

        Umwelt-Medizin-Gesellschaft

        Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

        __________________________

        Umweltbundesamt          

        Veranstaltungen-Termine

        ___________________________

        AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

        Veranstaltungen

        ___________________________

        IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

        Veranstaltungen und Kongresse

        ___________________________

        Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

        Baubiologie-Termine

        ___________________________ 

        IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

        Seminare Termine

        ------------------------------------------

         Veranstaltungen

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        23.03.2016 Plus Minus

        | 21:45 Uhr | DasErste

        Billiger Baustoff mit bösen Spätfolgen

        Seit 2001 ist der Weichmacher PCB in Baumaterialien verboten. Doch immer noch gelangen in Schulen, Turnhallen und öffentlichen Gebäuden jedes Jahr Tonnen der krebsverdächtigen Chlorverbindung in die Luft. Link zur Sendung

        Wiederholungen:

        • 24.03.2016 | 05:00 Uhr | DasErste
        • 24.03.2016 | 22:15 Uhr | tagesschau24
        • 25.03.2016 | 12:45 Uhr | EinsPlus
        • 26.03.2016 | 09:45 Uhr | EinsPlus
        • 26.03.2016 | 15:30 Uhr | tagesschau24


        siehe dazu auch Raumschadstoff PCB,    

        "Umwelterkrankungen und Krebs"   und "gesetzliche Grenz- und  Richtwerte...."

         

         

         

        Montag 15.02.2016

        WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

        VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

         

        Giftiger Holzschutz

         

        Keine Hilfe für Betroffene

        Weitere Sendungen

        ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

        ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

        Infos ZDF       Video

        dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

        EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

         

         

        30.11.2015

        Deutsches Institut für Menschenrechte

        Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

        Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

        Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

        EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

        zum Seitenanfang 

         

         

        16.11.2015

        NDR Sendung "45 Minuten"

        Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

        Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

        Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr

         

        Siehe dazu auch Aktuelles und

        "Raumschadstoff Styrol"

         

        zum Seitenanfang 

        ======================

         

        17.11.2015

        »Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
        Online-Seminar

         

        Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

        Veranstaltungsort  Online-Seminar

        Datum   17.11.2015

        15 - 16 Uhr

        Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

        Anmeldeformular

         

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        07.08.2015

        3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

        ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

        Giftmüll für den Wohnungsbau

        ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

        zur Sendung

        zum Video (verfügbar bis 28.07.2016)

        Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

        Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

        Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

        Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

        Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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        23. bis 24. September 2015

        „Licht und die Innere Uhr in Weimar

        Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

        Programm und Anmeldung

        9./10.Juli 2015

        Baukultur Werkstätten 2015

        Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

        Programm

        24.04.2015

        Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

        Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

        Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

        Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

        Programm und Anmeldung

         

         

        10.04.2015

        Handy- strahlendes Risiko

        Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

        (Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

        Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

        Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

        Mehr zum Thema

        11.3.2015

        5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

        Bayerisches Landesamt für Umwelt

        Augsburg

        Mittwoch, 11.03.2014

        Programm

        11.10.2014

        Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

        Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

        Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

        Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

        Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

         

        30.09.2014

        Radon in Gebäuden

        Bayerisches Landesamt für Umwelt

        Programm

         

         

        3./4.November 2014

        2. VDB-Baubiotagung

        "Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

        in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

        Seminarprogramm

        vorgeschalteter Workshop

         

        21.09.2014

        Präsenzveranstaltung in Neuss

         

        Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
        ARCHITEKTUR UND UMWELT

        SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

        Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

        Inhalte

         

         

        04.08.2014 ARD 21:40

        Der große Deal

        Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

        "Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

        Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

        Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

         

         

        1. und 2. Juli 2014

         

         

        Internationale Fachmesse und Kongress für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben

        Programm

        Es besteht die Möglichkeit, am Rande der Veranstaltung Temrinvereinbarungen mit EGGBI zu machen; Termin-Planung erfolgt nur per Mail (beratung@eggbi.eu).

         

         

        7.und 8.5.2014

        2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

        Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

        Bauhaus-Universität Weimar

        Programm

        Pressebericht

        EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

         

         

        5./6.4.2014

        Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

        In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

        2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

        Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

        Veranstaltungshinweise

         

         

        02.04.2014

        Eurofins Webinar

        Marketing emissionsarmer Produkte

        • Gesetzliche Anforderungen
        • Gütezeichen, Ökolabel
        • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
        • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

        Mehr Informationen

         

         

        01.04.2014

        Eurofins Webinar

        LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

        • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
        • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
        • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
        • Nachweis der LEED-Konformität  

      • Mehr Informationen

         

         

        31.03. 2014

        Eurofins Webinar

        Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

        • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
        • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
        • BREEAM, LEED
        • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
        • Finnisches M1-Gütezeichen

        Mehr Informationen

         

         

        26.03.2014

        3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

        bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

        Programm

         

         

        20./21.3.2014

        Tag der Holzforschung Braunschweig

        Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

        – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

        Stadthalle Braunschweig

        Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

        Pressebericht 

        18.03.2014

        WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

        Presselink

         

         

        26.02.2014

        Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

        Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

        Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

        Programm

         

         

         

        18.02.2014

        Bautec 2014 Berlin

        BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

        Themen:

        • Holz im Bauwesen
        • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
        • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

        Programm

        EGGBI Referat

        weitere Veranstaltungen der FNR

         

         

        13.12.2013

        Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

        Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

        Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

        Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

        Beginn: 9 Uhr 45

         

         

        30.10.2013

        BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

        Krankenhaus Waldfriede
        Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

        Programm

        22.10.2013

        Energieeffizientes Bauen und Sanieren

        Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

        Deutsch baltische Handelskammer

        Einladung

        18.9.2013

        Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

        8seasons München

        Einladung

         

         

        17.09.2013

        2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

        beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

        Tagungsort Bauzentrum München

        Willy-Brandt-Allee

        81829 München

        Beginn: 14 Uhr

        Weitere Infos und Anmeldeformular

         

         

        11. bis 26.7.2013

        Nawaro Event: Internationales Wollkunstfestival

        Workshops, Aktionen und Informationen rund um die Schafwolle; Präsentation eines Wollkompetenzzentrums beim Hersteller des natureplusgeprüften Dämmstoffes Isolena

        Link zur Pressemeldung

        Link zur Veranstaltung

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        18.6.2013

        DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

        DGNB Impuls –

        Aufbruch der Ideen

        18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

        ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

        Infos

        8. Juli 2013

        Baltikum 2016

        Deutsches Museum ZNT

        Nanotechnologie heute - Risiko oder Innovationsmotor

        Infos, Anmeldung

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        6.5.2013   21:00

        NDR -   Die Tricks der Baumärkte

        Wiederholung am Mittwoch, 08.05.2013 um 06:35 Uhr 

        Laboruntersuchungen zeigen , dass Inhaltsstoffe in manchen Produkten wie Bodenbeläge, Farben und Baustoffe giftig sind. Sie werden verkauft, obwohl die Substanzen besorgniserregend sind und bei der Verwendung in Innenräumen gesundheitliche Probleme verursachen können. 

        weitere Infos -EGGBI News 6.5.2013

        Presse

        Link zum TV Bericht 

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        24. - 26. April 2013

        Technische Universität München

        Umsetzung von Nachhaltigkeit - Barrieren und Chancen

        Ort: Audi -Dome München

        Programm  und Anmeldung

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        21.03.2013

        Bauzentrum München 

        Fachforum   "Wärmedämmung mit Qualität"

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        31.01.2013

        Fachagentur nachwachsende Rohstoffe

        Fachgespräch "Emissionen aus Holz- und Holzprodukten - Auswirkungen auf die Innenraumluftqualität"

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        Bayerisches Landesamt für Umwelt

        Augsburg

        Programm

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        13. bis 19.01.2013

        Terminvereinbarungen mit EGGBI am 15.1. möglich

         

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        14./15.11.2012  Frankfurt

        Fachtagung "Zukunftsfähige Vereine - nachhaltiger Sportstättenbau"

        im Rahmen der 4. sportinfra - Sportstättenmesse 2012

        Programm

         

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        20.09.2012 Nürnberg

        Netzwerktag 2012 des Chemie Cluster Bayern

        Wissenschaftler und Entwickler, Vertreter von Mittelständlern und Global Playern berichten aus laufenden Projekten und pflegen den interdisziplinären Austausch. Fragen von Nachhaltigkeit und  auch Wohngesundheit gewinnen  dabei eine zunehmende Bedeutung.

        Informationen

        Programm und Anmeldung

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        Sentinel-Haus Stiftungs e.V. erstmals bei 

        NordBau in Neumünster 

        Deutschlands Kompaktmesse des Bauens

        an drei Messetagen

        7. bis 9. September 2012 

        bietet EGGBI

        eine spezielle Verbraucherberatung vor allem auch für Allergiker und chemikaliensensitive Bauherren am Messestand des Sentinel-Haus Instituts

         Halle 9 direkt am Eingang Süd 

        siehe dazu auch link

         

         

        21.6.2012

        Zentrum für Seltene Krankheiten ULM

        Gründungsfeier - Universitätsmedizin Ulm

        Eröffnungsansprachen u.a. durch Prof. Dr. Annette Schavan, Bundemsinisterium für Forschung und Bildung und

        Eva Luise Köhler, Schirmherrin der Achse e.V. (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen)

        In der EU werden Krankheiten mit einer Prävalenz von ≤5:10.000 Menschen als SE definiert. Etwa 7.000 der ca. 30.000 bekannten Krankheiten sind somit SE. Wegen dieser großen Zahl sind in Europa etwa 30 Mio. und in Deutschland etwa 4 Mio. Menschen betroffen. Viele der Betroffenen haben keine endgültige Diagnose. Mehr als 80% der SE sind genetisch bedingt und führen somit zu lebenslangen Erkrankungen. Außerdem trägt die meist späte Diagnosestellung und das häufige Fehlen einer Therapie zu schweren Krankheitsverläufen bei. Wegen der kleinen Patientenzahlen wäre die Entwicklung eines Pharmakons unrentabel.

        Infos


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        19.-20.6.2012

        Consense Stuttgart 2012

        Internationale Fachmesse und Kongress
        für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben

        Infos

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        19.6.2012

        WKI-Online-Seminar am 19.6.: „Emissionsuntersuchungen von Bauprodukten“

        Am 19.6.2012 dreht sich beim 6. WKI-Webinar alles um Emissionsunter­suchungen von Bauprodukten in kleinen und begehbaren Prüfkammern. Typische Messpara­meter sind Emissionen von Formaldehyd, VOC und SVOC. Neuerdings stehen auch Geruchsemissionen sowie mögliche Partikelemissionen im Fokus des Interesses.

        Mehr Infos/ Anmeldung

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        5. und 6. Juni 2012 Schloss Bellevue/ Park Berlin

        Woche der Umwelt

        Der Bundespräsident lädt am 5. und 6. Juni 2012 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur vierten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein und führt damit die Tradition dieses besonderen Ausstellungs- und Informationsformats für zukunftsweisende Umweltprojekte fort.

        Mehr Infos

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        10.05.2012  Hochschule Augsburg

        Chemie-Cluster Bayern GmbH

        Chemie trifft Ausbau

        fachlicher Austausch von Chemie-Cluster Mitgliedern aus den Bereichen Farben, Lacke, Klebstoffe und Schäume mit öffentlichen Bauherren, Architekten und Bauunternhmen.

        Programm und Anmeldung

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        Ecobau Live 2012

        27. bis 29. März 2012 mit zahlreichen Fachvorträgen und 

        Podiumsdikussionen  (auch zum Thema "Wohngesundheit")

        ARD PCB

        Riga 2016

        ARD PCP

        Link

        Vorschau

        WISO Holzschutz

        Menschenrechte

        Sondermüll Polystyrol

        17.11.2015 WKI VVOC Seminar

        ARD Das Erste 

        Baukultur

        Holzbautag Wismar

        Braunschweig

        fnr

        Estland

        Lichtkongress Weimar

        Eurofins Webinar

        TTIP