Schadstoffsanierung belasteter Gebäude

 

Sanierung

siehe auch:

Presseberichte zu Schadstoffbelastungen an Schulen/Kitas

energetische Gebäudesanierungen

Schadstoffsanierung nach Hochwasser 

"Geruch in älteren Fertighäusern"

Fördermöglichkeiten, steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungen

 

Voraussetzung für jede Schadstoff- Sanierung ist eine umfassende Schadstoffprüfung.

 

Leider ist es aber  auch nach Vorliegen eines Prüfberichtes in der Regel nicht möglich, die tatsächlichen End- Kosten einer Schadstoffsanierung im Voraus zu berechnen. 

Viele belastete Bauteile tauchen erst im Verlauf der "Rückbauarbeiten" auf  (z.B. PAK belastete Bodenkleber, Asbestprodukte im Bereich Sanitär, Kaminarbeiten, Holzschutzmittel unter Wandverkleidungen, Trinkwasserleitung aus Blei und vieles andere - oft auch sekundär belastete Bauteile  wie z.B. Holzschutzmittel- oder PCB- belastete Putze)

Entscheidend ist bei Sanierungen vor allem die Auswahl qualifizierter Fachleute (vor allem bei Asbest, Holzschutzmittel wie PCP, Lindan; bei PCB, PAK, Chlornaphtalin aber auch die besonders auf Grund des Geruches störenden Chloranisolen) die auch die  Einhaltung gesetzlicher Vorschriften für Rückbau und Entsorgung gewährleisten.  

Wertvolle Arbeitshilfe des Landesamtes für Umwelt Bayern:

Kontaminierte Bausubstanz: Erkundung, Bewertung, Entsorgung

Betrieblicher Umweltschutz in Baden Württemberg:

PCP und Lindan Sanierung

Für die anschließenden "Neubaumaßnahmen" bzw. die  Sanierung dürfen in der Folge nur wirklich schadstoffgeprüfte Produkte eingesetzt werden- diverse Absperrmaterialien bringen selbst meist wieder zusätzliche Emissionsbelastungen (Lösemittel, allergieauslösende Konservierungsstoffe wie Isothiazolinone etc.) bzw. führen bei kompletten "Absperrmaßnahmen" (z.B. mit Alufolie)  zu einer Verschlechterung des Raumklimas  (Thermosflaschen- Klima).

Bei Formaldehydsanierungen hat sich in der Vergangenheit der Einsatz schadstoffgeprüfter(!) Schafwolle bewährt. Informationen zu Formaldehydsanierungen mit Schafwolle

Dies gilt vor allem auch für die zahlreichen nach wie vor oft enorm formaldehydbelasteten Fertighäuser der 70er und 80 er Jahre - sofern diese nicht zusätzlich mit Chloranisolen  belastet sind.

 

Schimmel

Auch für Schimmelsanierungen sollten unbedingt sowohl bezüglich Prüfung, als auch Sanierung qualifizierte Fachleute herangezogen werden - wichtig ist die Beseitigung der eigentlichen Ursachen  (meist bauliche Mängel). 

Bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Vermietern sollten unbedingt dafür ebenfalls nur qualifizierte Anwälte beauftragt werden.

Immer wieder sind wir mit (auch "Bau"-) Anwälten konfrontiert, die noch nie von den enormen Gesundheitsrisiken durch Schimmelbelastungen gehört haben, und daher entsprechende Probleme entgegen den Interessen ihrer Klienten bagatellisieren, Klageschriften, Verfahren verschleppen und damit sogar chronische Krankheiten ihrer eigenen Klienten verursachen. 

Steuerliche Absetzbarkeit von Schadstoffsanierungen:

Der BFH hat mit drei zeitgleich veröffentlichten für Grundeigentümer positiven Urteilen entschieden, dass Aufwendungen für die Sanierung eines selbstgenutzten Wohngebäudes als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig sein können. Infos dazu

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Mangelhafte "Sanierungen"

Immer wieder erfahren wir auch von Fällen, in denen die Schadstoffbelastungen nach der Sanierung weiterbestehen oder sogar noch höher sind als vorher.

Beispiele:

Wallerfanger KITA (Formaldehyd):

 

"Gift-Kindergarten soll im Februar wieder eröffnen"  (15.12.2014)l

"Mehr Schadstoffe nach Renovierung" (1.7.2015)

Neubau muß erneut saniert werden  (12.11.2015)

Suche nach "Verantwortlichem? Noch immer zu hohe Werte! Pressebericht 11.01.2017

Siehe auch Chronik Wallerfangen mit Video

 

 

30.08.2013 Aachen: Glykolbelastung in KitaSanierung offenbar erfolglos

 

PCB Sanierungen:

"Großflächige Sekundärkontaminationen können - selbst nach vollständigem Entfernen der Primärquellen - erhöhte PCB Raumluftkonzentrationen aufrechterhalten. "(BGBAU)

Wir empfehlen daher nur "nachgewiesene" Fachleute für entsprechende Sanierkonzepte und deren Umsetzung einzusetzen.

 

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Lüftung an Stelle von Sanierung

Grundsätzlich ist natürlich eine ausreichende Luftwechselrate eine entscheidende Grundlage für eine ausreichende Raumluftqualität - vor allem im Hinblick auf die CO2 (TV Beitrag) Werte.

Bei immer dichter erstellten Gebäuden (energetisch optimiert) ist in vielen Fällen eine entsprechende Lüftungsanlage auch im Hinblick auf Schimmelvermeidung unverzichtbar. Dabei bevorzugen wir aber bei unseren Beratungen dezentrale Lüftungen, auch um unter anderem entsprechende Verkeimungen von Lüftungsleitungen auszuschließen. (Entsprechende "katalytische" Reinigung der Lüftungsrohre mit Nanosilber, Titandioxid sind keineswegs völlig problemlos).

Von den Lüftungsherstellern ist es nahezu unmöglich, ausreichende stoffliche Aussagen zu ihren Materialien mit glaubwürdigen Nachweisen der gesundheitlichen Unbedenklichkeit zu erhalten! 

 

Immer wieder versuchen aber Hersteller und Bauunternehmen bei Schadstoffbelastungen aus Bauprodukten kostspielige Sanierungen (erforderliche Entfernung der emissionsintensiven Materialien) zu verhindern, indem sie entsprechende Lüftungsmaßnahmen vorschlagen - in Einzelfällen sogar den Einbau von Lüftungsgeräten, Anlagen  als "Sanieralternative" anbieten.

EGGBI lehnt bei Beratungen "nur" Lüften - mit und ohne Lüftungsanlage-  als alleinige(!) Sanier- Maßnahme  kategorisch ab - besonders sensitive Bewohner, Gebäudenutzer könne nachgewiesenermaßen bereits bei geringsten Belastungen  (weit unter jedem Grenzwert) auf vielerlei Stoffe reagieren. Bereits bei kurzfristiger erhöhter Belastung kann (!) es zudem auch bereits zu zusätzlichen (dauerhaften) Sensibilisierungen kommen, durch die in der Folge plötzlich auch weitaus geringere Belastungen bereits zu Beschwerden führen).

Dies gilt vor allem bei Belastungen mit extrem gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Formaldehyd, Holzschutzmittel, PCB, PAK, PCP....

 

Alleine das Vorhandensein schadstoff - oder geruchemittierender Materialien bedeutet in solchen Fällen eine grundsätzliche "Wertminderung" des Gebäudes  und der Einbau einer Lüftung sollte daher auf keinen Fall als gleichwertiger Ersatz  einer echten Sanierung akzeptiert werden, zumal in den Landesbauordnungen explizit darauf verweisen wird:

 „Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen. " (Landesbauordnungen)

Wenn ein Verschulden eines Herstellers (Produktmangel, abweichendes Produkt) oder Verarbeiters (Einbau nicht genehmigter Produkte) definitiv feststeht, sollte dieser auch für die Folgekosten  (incl. Kosten  zwischenzeitlicher Ersatzräume) einer echten Sanierung geradestehen.

Natürlich ist es sinnvoll, bereits bei Ausschreibungen, Bauaufträgen erhöhte gesundheitliche Anforderungen an Produkte möglichst genau zu definieren, um entsprechende "Schadenersatzforderungen" möglichst einfach notfalls auch vor Gericht durchsetzen zu können. Grundsätzlich reichen in den meisten Fällen allerdings bereits die "allgemeinen rechtlichen Grundlagen für Wohngesundheit".

 

Beispiele misslungener Sanierung nur mit Lüftung:  

  • Die Aussichtslosigkeit, nur mit verstärkter Lüftung erhöhte Belastungen maßgeblich zu reduzieren, mussten die Betreiber der "Öko"-KITA Wallerfangen erkennen. Nach 2 Jahren "Lüften" der gesperrten Immobilie muss nun  doch der "Neubau" mit geschätzten Kosten (laut TV Bericht)  von 550.000 Euro saniert werden. (EGGBI News zu TV Bericht ZDF 9.7.2016;  Pressebericht November 2015)
  • Ähnliche Erfahrungen machte die Schule in Niesky - nach vorläufigen Formaldehyd "Entwarnungen" 2015 gab es bereits wieder jahreszeitbedingte Grenzwertüberschreitungen im Folgejahr. (Infos)
  • Auch in Ludwigsburg musste man feststellen:  "Bei Formaldehyd in der Raumluft sind bisherige Gutachten und darauf aufbauende Empfehlungen des Kreisgesundheitsamtes davon ausgegangen, dass regelmäßiges Lüften auch in stärker belasteten Räumen ausreicht, um den in Deutschland gültigen Eingreifwert von 0,12 mg/m³ zu unterschreiten. Jetzt lagen die Messergebnisse trotz Stoßlüftens in fünf Schulräumen über dieser Schwelle." Quelle

     

Aussage Umweltbundesamt bezüglich "Lüftung" in PCB belasteten Schulen

Täglich lüften und reinigen – das sollte bei PCB belasteten Gebäuden auch täglich passieren. Das alleine reicht aber nicht aus, weil damit ja die Situation nicht bereinigt wird. Man muss auch die Ursachen suchen und natürlich darangehen, die Ursachen mittelfristig zu beseitigen. Es ist nicht die Lösung, über 10, 20 Jahre die Gebäude nur zu lüften….

        DrHeinz-Jörn Moriske (Umweltbundesamt; ZDF TV Interview am 20.11.2016 zu PCB belasteter Schule in München)

Konkret in der Eduard-Sprangerschule in München wird seit vielen Jahren bereits versucht, durch  verstärktes "Lüften und Wischen" die Belastungen zu reduzieren - in Wirklichkeit sind in einigen Räumen die Werte in den letzten Jahren aber sogar gestiegen!  

Stand Dezember 2016: Nach unserer Info liegen diese durchwegs noch immer zwischen 1000 und 2200 ng/m³ - empfohlen ist vom UBA aber natürlich mittelfristig eine Beseitigung der PCB Quelle um den Referenzwert 300 ng/m³ zu erreichen(!) und nicht über 11 Jahre hinweg (offensichtlich nicht wirksam - da beispielsweise in einem Raum die Werte zwischen 2005 und 2016 sogar um über 15 % auf 2100 ng/m³ gestiegen sind!) nur verstärktes Lüften und Reinigen. Die ist definitiv keine Langzeitlösung, zumal die Räume voraussichtlich bis mindestens 2020 weiter genutzt werden sollen - ohne Rücksichtnahme auf Schüler und Lehrer!  Weiteres Beispiel: Universität Bochum 

 

Trotzdem immer wieder der Versuch:

Immer wieder wird dennoch auf diese "kostengünstigere" Variante an Stelle rascher "echter" Sanierung zurückgegriffen,

  • oft durch schriftliche Anweisungen" zu regelmäßigen Stoß - Lüften (verstärktes "Wischen")

           (vor allem in in kalten Wintermonaten werden solche Anweisungen ohnedies grundsätzlich nicht "dauerhaft" eingehalten)

  • in manchen Fällen auch durch nachträglichen Einbau von Lüftungen. 

Aktuelles Beispiel -

Die Stadt München hat beschlossen, mit einem Kostenaufwand von 4 Mio Euro zur Luftverbesserung in den zahlreichen Schul- Kitacontianern nachträglich(!) Lüftungsanalagen anzuschaffen.

(Vorlagen-Nr.: 14-20 /V 07196)

Gesamtkosten/Gesamterlöse: 
Grob überschlägige Kostengröße: rd. 4 Mio. Euro 

Entscheidungsvorschlag: 
Einbau von Lüftungsgeräten in den 
Mobilen Raumeinheiten (Pavillons) 
der Schulen und Kindertageseinrichtungen und Finanzierung aus den Mitteln des Bauunterhaltes

Auch in der Grandlschule setzte man auf Lüftungsanlagen (der Lieferant hatte dort entgegen der Ausschreibung formaldehydbelastete OSB Platten eingesetzt) an statt den Verantwortlichen zu zwingen, sämtliche Folgekosten für eine echte Sanierung (= kompromissloser Rückbau der belasteten Produkte!) zu übernehmen.  

Bei Nachmessungen bei "derart" sanierten Containern wurde festgestellt, dass nach einigen Wochen, Monaten die Lüftungen nicht fachgerecht eingeschaltet, gewartet werden, teilweise aber sogar mit Tüchern verhängt......

 

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Sicherlich ebenfalls kein Rezept gegen Gesundheitsrisiken stellt Lüften als alleinige Empfehlung dar bei 

Holzschutzmittel - Belastungen

Es war der größte Umwelt-Strafprozess der Bundesrepublik:

Im Frankfurter Holzschutzmittelprozess legte der damalige Staatsanwalt Erich Schöndorf eine 645- seitige Anklageschrift vor, in der 2300 Anzeigen von Kranken und Langzeitgeschädigten zusammengefasst waren, die durch Holzschutzmittel geschädigt waren.

Der Prozess zog sich über Jahre hin, Erich Schöndorf quittierte schließlich frustriert den Dienst und schreib das Buch:

Von Menschen und Ratten. Über das Scheitern der Justiz im Holzschutzmittelskandal

(Taschenbuch; bei Amazon 12,70)

Angesichts der hohen gesundheitlichen Auswirkungen gilt dringender Sanierbedarf vor allem bei den nach wir vor in Millionen Häusern "schlummernden Holzschutzmittel"

 

Beispiel:

 

"2015 wurden bei Messungen eines Wohnhauses in der Nähe von Bremen extrem hohe Belastungen unter anderem durch Polychlorierte Naphthaline (PCN), Pentachlorphenol (PCP) sowie Lindan gefunden – 60 Jahre nach der Anwendung entsprechender Holzschutzmittel. Die ebenfalls gemessenen Dioxinwerte – einem der giftigsten Stoffe, den die Menschheit jemals geschaffen hat – rissen sogar den NATO-Grenzwert für Kampfstoffe. Das untersuchte Haus wurde zum Sanierungsfall und mittlerweile zur Hälfte abgerissen." Aus "Wie sanierbedürftig sind fünf Millionen Einfamilienhäuser"

Weitere Zitate aus dieser Presseaussendung NaturFreunde 14.02.2016.

Auch Umweltbundesamt rät zu "Lüften" 

 

"Das Umweltministerium erklärte zwischenzeitlich auf Nachfrage, man habe keine Kenntnisse über Dioxine in Holzschutzmitteln und sehe keinen Handlungsbedarf, aber man könne ja lüften. Dabei weist das Umweltbundesamt online selbst darauf hin, dass PCP häufig mit Dioxin verunreinigt sei. Zudem darf man bei solchen Dioxinwerten überhaupt nicht lüften. Das verbietet die sogenannte „TA Luft“ des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, die die Reinheit der Außenluft regelt. Die durch die Holzschutzmittel verunreinigte Luft ist schlicht zu giftig für die Außenluft. Warum also taktiert das Umweltministerium?

 

So gefährlich sind die Holzschutzmittelbestandteile

 

Die stark gesundheitsschädlichen Holzschutzmittelbestandteile PCP, PCN und Lindan können zur Reizung der Schleimhäute, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche und in schweren Fällen zu Überhitzung, Krampfanfällen und Atemlähmung führen. Bei langfristiger Exposition können Gewichtsverlust, Leber-, Nieren- und Knochenmarkschäden auftreten."

 

Vor allem die mit massiven Steuermitteln geförderten Energetischen Sanierungen" von Altbauten führen häufig dazu, dass diese Schadstoffe nunmehr "luftdicht verpackt" über weitere Jahrzehnte die Bewohner massiv gefährden. Siehe dazu auch:  "Jede Menge Gift - jetzt luftdicht verpackt"

 

 

Aus diesem Grunde fordern wir bereits seit Jahren, im Zusammenhang mit staatlichen Bau-Förderungen gerade auch bei energetischem Maßnahmen das Thema "Wohngesundheit" zu fokussieren und vor einem "Verpacken der Häuser (mit teilweise toxischen Produkten!)" den Istzustand bezüglich Schadstoffbelastungen mit entsprechenden Schadstoffprüfungen zu erfassen,

um im Zuge der baulichen Maßmahmen notfalls auch erforderliche "Schadstoffsanierungen" (ebenfalls dann "gefördert") durchzuführen. Siehe auch Schadstoff- Gebäudescreening als Voraussetzung für Förderung

 

In einem hervorragend recherchierten Bericht von WISO sieht aber beispielsweise die Bundesumweltministerin offenbar keinrlei Handlungsbedarf durch die Bundesregierung.

 

Die schriftliche Aussage der Ministerin: „dass die gesundheitlichen Folgen einer Belastung mit Holzschutzmitteln auf der Verbraucherebene nicht sicher bestimmbar sind, auch wenn die Folgen einer akuten Vergiftung  (von der in der Regel nicht auszugehen ist) bekannt sind!“

steht in eklatantem Widerspruch zu den tausendfachen Erfahrungen Betroffener, dokumentiert durch den Holzschutzmittelprozess, der sicherlich zu den beschämendsten Ereignissen unserer „Industrialisierung“ bezüglich Ursachen auch bis heute nicht ausreichenden Konsequenzen vor allem im Hinblick auf erforderliche Sanierungen zählt

 

 

Ebenfalls zu beachten:

 

Nach wie vor werden zusätzlich noch immer für Fenster, Fassaden Holzschutzmittel eingesetzt, die ebenfalls gesundheitlich keineswegs unbedenklich sind (z.B. Propiconazol) Hinweise

Siehe auch EGGBI Diskussionsbeitrag PCP

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Luftreiniger

Luftreiniger ersetzen ebenfalls grundsätzlich keine Sanierung bzw. das von uns empfohlene "Entfernen belastender Produkte".

Gute Geräte können aber durchaus zu einer "Verbesserung" der Raumluft führen.

Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt bei Vergleichsportalen bzw. Kundenrezensionen bei Onlinehändlern bezüglich der "Qualität" angebotener Produkte vergewissern - besser noch, mit dem beratenden Arzt entsprechende Produkte besprechen.

 

Eine Empfehlung z.B. aus: Testsieger Aktuell 2016 

Philips Luftreiniger AC4072/11 mit hocheffizientem HEPA-Kombifilter für Wohnung und Büro

 

sowie 2 weitere von MCS Kranken (jeweils individuell!) 

positiv bewertete Produkte (leider sind von den Herstellern nicht die von uns erbetenen allgemeinen stofflichen Informationen erhältlich!)

 

 

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Besondere Dringlichkeit der Sanierung bei Schulen, Kitas, Sportstätten und "Kinderzimmer"

 

Die erhöhte Atemrate von

  • Kindern
  • und bei sportlicher Betätigung

erfordert erhöhte

  • präventive Maßnahmen zur Schadstoffreduktion bei Neubauten, wenn diese vor allem auch von Kindern genutzt werden sollen
  • und unverzügliche Sanierung bei schadstoffbelasteten Gebäuden (vor allem Schulen, Kitas, Sportstätten)

 „Die Angabe zur Atemrate liegen bei 40 Atemzügen/min bei Kindern und 15 Atemzügen/min. bei Erwachsenen. Bei einem etwa gleichem Atemvolumen, bezogen auf kg Körpergewicht (10 ml/kg und Atemzug, keine Angabe zur Aktivität) resultiert damit für Kinder eine Atemrate von 400 ml/min kg = 24 l/h/kg, für Erwachsene beträgt der Wert 15o ml/min/kg = 9l/h/kg.“

(Quelle: APUG: Berücksichtigung der Risikogruppe Kind bei der Ableitung gesundheitsbezogener Umweltstandards Seite 28)

 

Leider wird von Ärzten, Behörden sehr oft das verpflichtende Vorsorgeprinzip mißachtet und werden "präventive Maßnahmen" zur Beruhigung besorgter Eltern verweigert.

Bagatellisierung von Messergebnissen bei Schulen und Kitas 

Umweltbelastungen und medizinische "Gutachten" am Beispiel PCB

 

 

Weiterführende Links:

Auflistung von Medienberichten zu Schadstoffproblemen in Schulen/Kitas

 

Hinweise für Elternbeiräte, Personalvertreter, Schulleiter bei Schadstoffproblemen an Schulen

Konfliktfreie Vorgangsweise bei Schadstoffproblemen an Schulen/ Kitas

Tagebuch- Gesundheitsprobleme bei Schadstoffen an Schulen

Textvorschläge Ausschreibung

 

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Einsatz von "schadstoffabbauenden Produkten" und Absperrlacken/ Folien

Zahlreiche Hersteller werben und überfluten uns geradezu mit "Prospekten" zu den  

"schadstoffreduzierenden" bzw. "luftreinigenden" Eigenschaften ihrer Produkte. Zu überprüfen (und nur selten glaubhaft beantwortet) sind dabei die Fragen:

Ø     (Nur)  Speicherung von Schadstoffen in der Zellstruktur (z.B. Zeolithe): Wie lange funktionieren diese Produkte ? ( Kommt es früher oder später zur Sättigung und dann möglicherweise zu "Rückemission"/ Konzentrationsausgleich?)

Einige dieser Produkte sind sehr wohl empfehlenswert, beispielsweise reine, schadstoffgeprüfte Kalkputze, um gerade im Neubau unvermeidbare VOC Konzentrationen maßgeblich zu senken.

Ø  katalytischen Reaktionen: Kann es dabei auch zur Bildung "kritischer Abbauprodukte, bzw. weiteren kritischen "Reaktionen" kommen? Zitat: Vermeidung eventueller photoaktiver Eigenschaften, wodurch freie Radikale produziert werden, welche DNA Schäden in menschlichen Zellen verursachen können“.  (Bedenken des BUND Naturschutz in D  zu Nano-Titandioxid) Offen auch die Frage gesundheitlicher Risiken durch Nanoprodukte

      Auch in einer Studie "Luftqualität/ Luftreinhaltung" wird auf das Risiko  bei der PCO (Photocatalytic Oxidation) verwiesen:

      "Generierung von stabilen Intermediaten (=Zwischenprodukte) mit einer höheren Schadenswirkung als die der Ausgangssubstanz"

      "Zum Mechanismus der photokatalytischen Degradation an Titandioxid gibt es eine Vielzahl von Studien, jedoch ist der genaue Ablauf und die einzelnen Teilschritte, insbesondere die Generierung und der Reaktionsmechanismus der Hydroxyl- und Sauerstoffradikale noch nicht vollständig aufgeklärt." 

       (Seite 18 und 24: Heterogene photokatalytische Degradation von VOCS an trägerfixiertem Titandioxid)

Wir würden uns sehr freuen, wenn uns Hersteller beworbener Produkte mit "katalytischen Schadstoffabbau" entsprechende Nachweise vor allem bezüglich der tatsächlichen Abbauprodukte (nicht nur bei Kohlenwasserstoffen!) zur Verfügung stellen könnten und verweisen auf die "Nachweispflicht" bei "Werbung mit Gesundheit".

 

 

Empfohlen und auch unsererseits bereits erfolgreich eingesetzt:

bei Formaldehydsanierungen: schadstoffgeprüfte Schafwolle

(auch zur Reduktion von Geruchsbelastungen -keine Sanierung! Beispiel

 Beispiel einer erfolgreichen Sanierung (Schweiz) (Seite 16)

 

 

Wir empfehlen, vor dem Einsatz "schadstoffabbauender" oder "luftreinigender"" Produkte unbedingt glaubwürdige Forschungsberichte zur Wirkungsweise und zum Eigenemissionsverhalten der vorgesehenen Produkte zu fordern, um nicht Opfer eines aktuell zunehmenden  "Greenwashings" gerade im Bereich der Wohngesundheit und Raumluftverbesserumng zu werden.

Derzeit unsererseits mangels ausreichender Informationen noch nicht bewertbar:

 

Tapeten mit Aktivkohle zum Schadstoffabbau

 

Es fehlen uns dazu Informationen zum Eigenemissionsverhalten vor allem auch der erforderlichen Tapetenkleber und Infos zur "Langzeitfunktionalität" bzw. dem Verhalten bei "Sättigung".

Aussagen zu Aktivkohle:

Zitat zum Einsatz von Aktivkohlefilter in Kfz: So ist das Aufnahmevermögen der Aktivkohle gegenüber leicht flüchtigen Verbindungen wie z.B. Acetaldehyd, Formaldehyd und Butan sehr gering. Weiterhin arbeiten solche Systeme nur über einen bestimmten Zeitraum oder nur bis zu einer bestimmten Grenzkonzentration (z.B. bis zur Sättigung des Filters) effektiv, danach gelangen die Schadstoffe ungehindert in die Fahrgastzelle oder werden unter Umständen (z.B. erhöhte Umgebungstemperatur) aus dem Speichersystem freigesetzt, wodurch eine erhöhte Schadstoffbelastung resultieren kann.“ Quelle: Photokatalytische Degradation mit TiO2 (Seite 14- Bewertung von Aktivkohle)

Zitat zum Einsatz von Aktivkohlefilter in Luftreinigern: „Ein Nachteil von Aktivkohle ist, dass man ihr nicht ansieht, wann sie mit Schadstoffen gesättigt ist. Deshalb sollten die vorgeschriebenen Wechselintervalle der Hersteller unbedingt eingehalten werden. Bei gesättigter Aktivkohle kann die Schadstoffkonzentration in der Raumluft unbemerkt ansteigen. Der Fachmann spricht dann von einem „Durchbruch“ der Aktivkohle. Außerdem setzt sich Aktivkohle bei fettiger Luft schnell zu.http://www.luftreiniger-raumluft.de/funktionen/luftreiniger-aktivkohle/ 

Ergänzung: Gute Luftreiniger zeigen an, wann die Filter gewechselt werden müssen - Tapeten nicht....

 

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Absperrung:

Vielfach wird als Sanierung empfohlen, durch „Absperrung“ Belastungen der Innenraumluft zu unterbinden.

Ø  Durch sogenannte „Absperrlacke“: Leider war bis heute keiner der Hersteller bereit/in der Lage uns mittels entsprechender glaubwürdiger Emissionsberichte nachzuweisen, dass durch diese Lacke keine zusätzlichen Emissionen (VOC, Weichmacher, Flammschutzmittel, allergenisierende Konservierungsstoffe…) in die Räume eingebracht werden. Wir sehen gerade bei öffentlichen Gebäuden  (Schulen, Kitas) hier oft einen Versuch, ohne Rücksicht auf neue Belastungen kurzfristig "Alibihandlungen" zu setzen, ohne deren Funktionalität und Unbedenklichkeit nachhaltig beweisen zu können. Viele dieser Absperrlacke wirken aber auch nur sehr kurzfristig und werden nach völliger "Durchtrocknung" nach relativ kurzer Zeit "durchlässig". Gerne wird hier vor allem von "Naturfarbenherstellern" mit sogenannten "Volldeklarationen"  und/oder  "Sicherheitsdatenblättern" geworben, deren Richtigkeit  bzw. Aussagekraft "schwer zu überprüfen" ist.

Ø  Durch Alu- oder andere Folien: hier ist zu bedenken, ob ein wirklich dauerhaftes luftdichtes Abschließen des gesamten Raumes technisch überhaupt durchführbar ist – wenn ja, ob damit nicht wesentlich das Raumklima beeinträchtig wird  (Thermosflaschenklima – kein Feuchtigkeitsausgleich der Raumluft mehr durch diffusionsoffene Bauprodukte).

     Vor allem fehlen uns bisher dazu  auch"verträgliche" Verklebungen! Für die meist empfohlenen Kleber sind seitens der Hersteller grundsätzlich (ausser nicht wirklich überprüfbaren "Gütezeichen" - die meisten werden  vergeben durch die entsprechenden Industrieverbände selbst!), "Allergikertauglichkeit"- Aussagen) keine wirklich umfassenden Emissionsprüfberichte erhältlich!

Ø  Durch "bessere" Produkte (z.B. Wandfarben, Kalkfarben, "schadstoffabbauende" Produkte etc.):   da diese Produkte in der Regel "diffusionsoffen" sind wird damit meist bestenfalls(!) nur vorübergehend eine Verbesserung der Raumluftqualität erreicht - gerade bei Anstrichen ergeben sich aber oft auch Inter-Reaktionen der Alt-Produkte mit den neuen Anstrichen, die beispielsweise zu zusätzlichen Geruchsbelastungen führen können(!).

 

Vorzuziehen ist solchen Sanierungen auf jeden Fall das „Entfernen“ der belastenden Baustoffe, "Alibisanierungen" zur "Ruhigstellung" aufgebrachter Eltern, Lehrer bei Schulen und Kitas sind auf jeden Fall zu vermeiden.

Vor allem bei Neubauten raten wir Bauherren ab, sich bei "unberechtigt eingebrachten Schadstoffen"  (oftmals Holzschutzmittel; manchmal wurde hier auch der Verarbeiter selbst "getäuscht" und muss eventuelle umfassende Sanierungskosten bei seinem Lieferanten einklagen!) nicht mit Absperrungen zufriedenzugeben und eine nachhaltige Sanierung zu fordern, da aus unserer Sicht alleine das Wissen um verdeckte Schadstoffe im Gebäude eine definitive individuelle "Wertminderung" bewirkt - vor allem bei eventueller Veräußerung des Gebäudes nicht verschwiegen werden darf, da spätestens bei eventuellen Umbauarbeiten die Problematik wieder offen zu Tage tritt.

Siehe dazu Aussagen zu "unzumutbaren Belästigungen" auf unserer Seite "Landesbauordnung"

 

Wir laden Hersteller von Absperrprodukten herzlich ein, uns die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ihrer Systeme(!) nachzuweisen! 

Siehe auch "Geruch in älteren Fertighäusern" (Holzschutzmittel/ Chloransiole)

 

 

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Sanierung bei Nitrosamin- Belastungen

Diese krebserzeugenden Stoffe können vor allem in Gebäuden mit ehemaligen Autoreifenlager, aber auch anderen industriellen Nutzungen- siehe TRGS 552, Seite 6, in verschiedenen Baustoffen vorkommen.

Auch hier empfehlen wir eine wirklich nachhaltige Sanierung - Empfehlungen der Reifenindustrie begnügen sich mit Absperrungen durch Lacke oder Absperrfolien. (Quelle)

Wir ziehen wie immer ein Entfernen belasteter Oberflächen (Böden/ Wände/ Decken) vor, nachdem durch entsprechende Raumluftmessungen der Umfang der Belastung und durch Materialproben der entsprechende Grad der Sekundärbelastung festgestellt worden ist. 

Während der Sanierung sollten die Räume entsprechend "abgedichtet" werden, um eine weitere Belastung durch unvermeidlichen Staub (zu minimieren durch Einsatz von Absauggeräten mit entsprechenden Filtern und anschließendes feuchtes Aufwischen) möglichst zu vermeiden.

Für die Sanierbetriebe sind die Verordnungen zum Schutz vor Gefahrstoffen einzuhalten.

Während und nach einer Sanierung sollte unbedingt Kontrollmessungen (nach Rückbaumaßnahmen) und nochmals vor der Nutzung der Räume als Erfolgskomtrolle durchgeführt werden.

 

Weitere Infos zu Nitrosaminen:

Sehr häufig sind Gebäude mit ehemaliger Gummiwarenproduktion und/oder Lagerung von erhöhten Belastungen betroffen, 

New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie AG Harburg 

Conti Gebäude  (Wasserstadt)

sie finden sich aber auch in Bauprodukten wie beispielsweise in manchen Elastomer Bodenbelägen, Kunstharzestrich (Seite 3) 

 

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