Diskussionsseite

 

Zu diesen Themen werden noch weitere Informationen "gesucht":

Im Rahmen unserer Verbraucher- Beratungen werden wir immer wieder mit Fragen konfrontiert, die sehr oft zu einer enormen Verunsicherung der Verbraucher führen.

An dieser Stelle möchten wir diese Fragen thematisieren - und sowohl Baustoffhersteller, als auch "kritische" Stimmen einladen, Ihre Argumente - sowohl Pro als auch Contra zu artikulieren.

Bei derzeit noch nicht eindeutig "zu klärenden" Fragen sieht sich EGGBI allerdings in der Pflicht, präventiv Produktempfehlungen zu vermeiden, bei denen sich ein nachvollziehbares "Restrisiko" nicht ausschliessen lässt - vor allem dann, wenn technisch gleichwertige "Alternativprodukte" ohne dieses Restrisiko bereits bekannt sind.

Gerne eröffnen wir weitere Themenblöcke zur Diskussion auf Anfrage!

Grundsätzliche Hinweise: 

Wir freuen uns über jegliche Kommentare, Korrekturen zu Aussagen in unseren Diskussionsbeiträgen, die natürlich keinerlei Anspruch auf "Fehlerfreiheit" erheben, sondern eine Zusammenfassung derzeit EGGBI - vorliegender Informationen darstellen. Angesichts der besonders gesundheitsorientierten EGGBI Arbeitsausrichtung (vor allem Beratung von Allergikern und MCS Betroffenen) sind viele dieser Beiträge - stets mit der Priorität der Prävention im Sinne der diesbezüglich Betroffenen bei wissenschaftlich derzeit noch strittigen Themen auch nur aus der Sicht dieser "Prävention" zu bewerten. 

Vor allem Hersteller laden wir herzlich ein, uns entsprechende positive Informationen zu Ihren Produkten und auch "wohngesunde" Materialien grundsätzlich zu präsentieren, sofern entsprechende glaubwürdige Nachweise der besonderen "Verträglichkeit" vorliegen. (Zusendungen bitte nur in digitaler Form, keine Prospekte, Zeugnisse mit der Post zusenden; uns interessieren auch weniger Gütezeichen, Zertifikate, sondern vielmehr die eigentlichen Prüf-/Messberichte, die zur Verleihung von solchen Zeichen geführt haben). 

 

Diskussionsthemen mit Sammlung allgemeiner Informationen aus Literatur und Internet

 

  

o    Asbest

o    Autos, Wohnwägen - Innenraumluftbelastungen

o    Baustaub

o    Benzol

o    Benzophenon

o    Biozide

o    Bodenbeläge, "gesundheitsverträglich"

o    Butanonoxim

o    2-Chlorpropan in Dämmstoffen (Formaldehyharz-Dämmplatten)

o    Container (Schulen, Kindergärten, Büros)

o    Dichlormethan

o    Duftstoffe- Beduftungen

o    Einblasdämmstoffe- Emissionen

o    Elektrogeräte (Schadstoffe)

o    Elektroheizungen

o    Elektromagnetische Belastungen

o    Feinstaub

o    Formaldehyd (strengere Grenzwerte)

o    Flammschutzmittel

o    Glykole – lösemittelfreie Produkte?

o    Holz- und Holzwerkstoffe- Emissionen

o    Holzoberflächen (Öle, Wachse, Lasuren)

o    Holzschutz, chemischer

o    Isocyanate aus Bauprodukten

o    Isononanol

o    Isothiazolinone, Konservierungsmittel

o    Legionellen Gesundheitsrisiko

o    Lehmhäuser- radioaktiv?

o    Licht und Farbe als Gesundheitsfaktor

o    Lindan

o    Lüftungsanlagen

o    Nanotechnik, gesundheitliche Risiken

o    Naphthalin Raumschadstoff

o    Nitrosamine

o    Magnesiumoxid- Platte

o    Mineral- und Steinwolle – gesundheitliche Risiken

o    Möbel schadstoffarm

o    PCB Raumschadstoff

o    PCP Raumschadstoff

o    PE- Folien

o    Pyrethroide, Permethrin

o    Radioaktivität Baustoffe/ Fliesen

o    Radonbelastungen in Gebäuden

o    Recyclingprodukte - gesundheitliche Risiken

o    Reinigungsmittel

o    Schall- Gesundheitsrisiko

o    Schimmelbeseitigung

o    Schimmel- Bewertung

o    Styrol – Polystyrolprodukte

o    Toluol - wohngesundheitliche Beurteilung

o    Tonerstäube – Laserdrucker, Kopiergeräte

o    Trichloramin

o    Trinkwasserleitungen

o    Tonerstäube – Laserdrucker, Kopiergeräte

o    Umsetzung Umweltrecht

o    VOCS allgemeine Informationen

o    Weichmacher, PVC

o    Woolit- Sonderabfall

 

 

 

 

 

Weitere EGGBI Downloads zu diesen und anderen relevanten Themen

 

 

Biozide in Fassadenfarben

Siehe dazu eigene Seite Biozide

und aus der EGGBI Schriftenreihe

Biozide und Nano in Bauprodukten

 

 

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Informationen zu gesundheitlichen Risiken- (Fasern/Stäube/Emissionen) von Mineral- und Steinwolle, Zellulose

Nach wie vor werden Fragen der "Fasern", der Bindemittel nicht nur in Kreisen der Baubiologie aber auch Fachinstituten (z.B. natureplus) sehr kritisch diskutiert -  die "fehlende" Informationspolitik mancher Hersteller hilft uns wenig bei der Suche nach Möglichkeiten, auch in Gebäuden mit erhöhten präventiven Ansprüchen im Hinblick auf 

Ausschluss aller auch nur möglichen bekannten Gesundheitsrisiken - diese Produkte einzusetzen.

Die derzeitige Einstufung "kritischer Fasern" wird nach wie vor vielfach in Frage gestellt:

Zitat:

Kritische Fasern:

Derzeit gibt es keine präzise und wissenschaftlich ausreichend begründete Definition der Faktoren, die eine kanzerogene Wirkung von Fasern ausmachen.

Allerdings hat man Hinweise auf die krebserzeugende Wirkung von Fasern mit kritischen Abmessungen. Zusätzlich müssen die Fasern ausreichend biobeständig sein.

Die für die Tumorauslösung notwendige Mindestbeständigkeit ist jedoch nicht bekannt. Die verschiedenen Verweilzeiten der Fasern im Organismus werden auch als Folge der jeweiligen chemischen Zusammensetzung der Fasern angesehen. Kritische Fasern1, WHO2 

Fasern:

Von den lungengängigen Fasern (Länge unter 250 µm, Dicke unter 3 µm) sind Fasern mit den folgenden Abmessungen besonders kritisch für unsere Gesundheit:

• länger als 5 µm

• dünner als 3 µm

• Verhältnis von Länge zu Durchmesser größer als 3

Diese Eigenschaften sind für die Einstufung bestimmter KMF entscheidend.

1 Definition von Faserstäuben gemäß TRGS 521

2 World Health Organisation (Weltgesundheitsorganisation)    

Quelle Bayerisches Landesamt für Umwelt

 

 

 

 

Diskussionsbeitrag EGGBI

Weitere Infos zu (auch Staub/Faser) Raumluft - Belastungen

 

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Informationen zu "strahlungsoptimierten"(?) Elektroheizungen

Vor allem für manche Allergiker kommen staub- und "verbrennungsgas"-intensive Heizsysteme nicht in Frage.

Siehe dazu EGGBI Überblick: Heizungen für Umwelterkrankte und Allergiker

 

Hier sind grundsätzlich Verbrennungsbelastungen zu erwarten, die zwar je nach technischer Optimierung unterschiedlich intensiv ausfallen können, für Sensitive aber ein grundsätzliches Belastungsrisiko darstellen.

Positionspapier zu Verbrennungsprozessen und Feuerstellen in Innenräumen

 

Als Alternative in diesen Fällen bevorzugt: 

Fernwärme und Wärmepumpen

 

 

Diese sind (unter anderem bei manchen Haussanierungen) technisch leider nicht immer einsetzbar – vor allem Luftwärmepumpen sind (je nach Aufstellungsmöglichkeiten) dazu nicht immer gerade absolut geräuschlos.

In manchen Fällen wären daher (da wir vor allem die gesundheitlichen Aspekte im Fokus haben, unabhängig von „ökologischen Diskussionen – CO2 Bedarf etc.) für diese Betroffenen auch Elektroheizungen - da lokal emissionsarm - grundsätzlich optimale Lösungen.

Bei Elektroheizungen steht allerdings stets die Frage der elektromagnetischen Belastungen zur Diskussion – gerade viele Chemikaliensensitive (MCS) leiden gleichzeitig unter besonderer Sensitivität gegenüber „Elektrosmog“. (EHS)

Wir würden uns daher freuen, 

wenn Sie uns wissenschaftliche Stellungnahmen zu dieser Frage "elektromagnetische Belastungen durch Elektroheizungen" zur Verfügung stellen 

bzw. wenn Sie uns „strahlenärmste“ Systeme (optimal namentlich besonders empfehlenswerte Produkte) mit möglichst umfassenden Aussagen/Nachweisen (möglichst nicht Aussagen der Hersteller, sondern externe Untersuchungen dazu) bezüglich „Abstrahlungsarmut“ belastender Wellen/Felder 

benennen könnten, die wir konkret in unseren Beratungen dann nach entsprechender Prüfung dieser Aussagen „empfehlen“ können.

Diskussionsbeitrag (EGGBI Fragestellungen) 

Empfehlungen für Hersteller von Elektrogeräten, Haustechnik, Leuchtmitteln

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Informationen zu gesundheitlich optimierten Lüftungsanlagen

Auch hier suchen wir Diskussionsbeiträge und daneben optimale Produkte (sowohl für zentrale, als auch dezentrale Lüftungsanlagen) mit nachgewiesenen Vorzügen in den nachfolgenden Bereichen:

  • Hygieneeigenschaften – Klassifizierung
  • Schalleigenschaften
  • Energiebedarf/Energieeffizienz
  • Elektromagnetische Belastungen
  • Wärmerückgewinnung / ja/nein
  • Materialinfos (Emissionen/ Weichmacher/Flammschutzmittel/Nanotechnologie) 
  •  Filter – allgemeine und für Allergiker, 
  • Wartungsfreundlichkeit.

Diskussionsbeitrag 1 (EGGBI Faktensammlung - Empfehlung)

Diskussionsbeitrag 2 (Hygieneanforderungen/ Markus Durrer)

Diskussionsbeitrag 3 (IBN Lüftungsanalgen)

 

Empfehlungen für Hersteller von Elektrogeräten, Haustechnik, Leuchtmitteln

 

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Informationen zu Allergiker- und MCS verträglichen emissionsgeprüfte Holzoberflächen (Öle, Lacke)

Nahezu alle sogenannten "Naturprodukthersteller" in diesem Segment verweigern bis heute umfassende Emissionsprüfberichte, die uns eine Empfehlung für MCS Kranke, Schwerstallergiker ermöglichen. Sicherheitsdatenblätter alleine und nur selbsterstellte, unkontrollierte Inhaltsdeklarationen ermöglichen uns keine "Empfehlung".

Siehe auch: Ökotest stellt fest: „Herstellerdeklarationen sind keine Garantie“

Probleme gibt es vor allem nach wie vor - auch bei schadstoffgeprüften Parkettböden - mit der Benennung ebenfalls emissionsgeprüfter systemkonformer Pflege/und Reinigungsmittel.

Vor allem Holzlasuren, aber auch Holzlacke für die Außenanwendung, (Fassaden, auch für Fenster) enthalten meist Bläueschutz, Holzschutz - hier gilt es vor allem die Bezeichnung der verwendeten Wirkstoffe zu hinterfragen.

Meist handelt es sich um Propiconazol dessen Einsatz wir für Allergiker, Chemikaliensensitive grundsätzlich ablehnen.

Siehe auch: "Verzicht auf chemischen Holzschutz"

Aber auch andere eingesetzte Wirkstoffe sind nicht unbedenklich - vor allem während der Verarbeitung und der Trocknungszeit. Hier empfehlen wir, wenn der Einsatz solcher Produkte im Außenbereich "unvermeidbar" ist, in diesem Zeitraum Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten.

Gerne benennen wir Ihnen auf Anfrage die von uns derzeit "beschränkt" empfohlenen Produkte.

 

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Bedeutung von Licht und Farbe für die Gesundheit

 

mehr Informationen

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Verzicht auf chemischen Holzschutz

Wenngleich jene Produkte, die zum Holzschutzmittelprozess geführt haben  (vor allem LInda, PCP) zwischenzeitlich verboten sind, so finden sich dennoch immer wieder Fälle, in denen Produkte mit den "neuen Holzschutzmitteln" "versehentlich" (oder auch staatlich geduldet: siehe Fenster) auch in Innenräumen eingesetzt werden, und dort zu masssiven gesundheitlichen Beschwerden führen können.

 

 

Verbot von Holzschutzmitteln in Innenräumen

Überarbeitung der DIN 68800-1 Holzschutznorm Oktober 2011

Verbot des Einsatzes von chemischen Holzschutzmitteln in Innenräumen  Link

 

"Die Neufassung der DIN 68800 [1], [2] trägt den in den letzten zwanzig Jahren gemachten positiven Erfahrungen mit dem baulichen Holzschutz Rechnung und eröffnet die Möglichkeit, in noch mehr Anwendungsbereichen auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz zu verzichten.  

In Räumen, die als Aufenthaltsräume genutzt werden sollen, ist auf die Verwendung von vorbeugend wirkenden Holzschutzmitteln oder von mit vorbeugenden Holzschutzmitteln behandelten Bauteilen zu verzichten. Für Arbeitsstätten und Ähnliches gilt dies nur, soweit dies technisch möglich ist.“  Quelle

 

 

Nach wie vor zählen aber beispielsweise die Innenseiten von Fenstern nicht zum "Innenraum" - dafür angebotene Oberflächen enthalten noch immer sehr oft toxische bzw. allergenisierende Inhaltsstoffe. Propiconazol, Butanonoxim...)

Dazu ein Auszug aus technischen Merkblättern von Fensterbeschichtungen: „Anmerkung: Fenster und Außentüren - auch deren Innenseiten - gehören zum Außenbereich.

z.B. http://content.sikkens-shop.de/tms/TM_cetolhlsextra.pdf

 

Weiterführende Links:

EGGBI Bewertung Holzschutzmittel - Empfehlungen

Holzschutz für Fenster - unbehandelte Holzfenster

 

 

Literaturempfehlung:

Von Menschen und Ratten. Über das Scheitern der Justiz im Holzschutzmittelskandal  

Link

TV Berichte zu Holzschutzmittel:

Die Holzschutzmittel Opfer

Krankmachende Holzschutzmittel

Sind ältere Fertighäuser "Sondermüll?"

Schadstoffe in Holzständerhäusern

 

Legal vergiftet- dann vergessen

 

 

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Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern

Mit einer provokativen Pressemeldung, abgeleitet aus Forschungsergebnissen des Münchner Helmholtz-Institutes und einem Interview verunsicherte Spiegel Online (aufgegriffen von zahlreichen weiteren Medien) viele „Lehmhausbesitzer“, die sich in der Folge auch an die „Wohngesundheitsberatung“ des EGGBI wandten.

Die Aussagen im Pressebericht

Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern“:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,828031,00.html

„Schwellenwert der WHO überschritten

In einem komplett aus Lehm gebauten Haus mit geringerer Luftwechselrate wäre die Strahlenbelastung mit etwa 4,6 Millisievert pro Jahr deutlich höher, erklärt Forscherin Gierl im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Damit würde die Dosis über dem Schwellenwert von 3,0 Millisievert für Atemluft liegen, ab dem die Weltgesundheitsorganisation Maßnahmen zur Senkung der Strahlenbelastung empfiehlt. Denn ansonsten steigt das Risiko der Bewohner, an Lungenkrebs zu erkranken“.

veranlassten EGGBI unmittelbar nach Erscheinen der Pressemeldung, mit dem Verfasser des Spiegel-Berichtes, vor allem aber mit maßgeblichen Stellen Kontakt aufzunehmen und auch das Helmholtz Institut um die eigentlichen Forschungsergebnisse zu bitten.

offener Brief an involvierte Institutionen

Weitere Diskussionsforen       Link 1 (SHI-Blog)       Link 2  (Xing)      

Erste öffentliche Stellungnahmen zum Pressebericht:

Stellungnahme des Dachverband Lehm e.V.

IBN Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern

Firma Claytec

Siehe auch Seite Radioaktivität in Gebäuden

 

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"Unbedenkliche", aber dennoch wirksame Schimmelbekämpfung

Neben der zweifellos primär erforderlichen Ursachenbekämpfung (Bauschäden, falsches Lüftungsverhalten) sind bei Schimmelsanierungen in vielen Fällen auch zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen erforderlich.

Dabei werden teilweise sowohl toxische, als auch "nur" gesundheitlich nicht völlig unbedenkliche Produkte eingesetzt 

Derzeit meist empfohlen:

Alkohol, hochprozentig (Risiko der Entflammung bei größeren Flächen)

Wasserstoffperoxid 

(Nach Hautkontakt: Wasserstoffperoxid und seine Dämpfe verursachen auf Schleimhäuten -etwa ab 5%-iger Lösung- und der Haut eine bei kurzem Kontakt reversible Weißfärbung =Emphysem des Gewebes. Mit steigender Konzentration oder Einwirkdauer nehmen irreversible Schäden, z.B.Verätzungen, zu.) (Quelle)

Neuerdings werden zunehmend gesundheitlich offensichtlich(?) "unbedenkliche"Guaninderivate eingesetzt -

die Diskussion über deren Wirksamkeit wird derzeit "intensiv geführt

Beispiele:

Pro:

Novapura; UHSTHeller Foodtechnology; 

Kontra:

Arbeitskreis Innenraumluft, Lebensministerium Wien

Zitat: „Der Einsatz von Wirkstoffen wie z.B. Guanidinderivaten wird nicht empfohlen, da die Wirksamkeit nicht ausreichend gegeben ist.“

Stellungnahmen, die zu einer sachlichen Beurteilung unsererseits führen, sind herzlich willkommen.

 

 

Allgemeine Empfehlungen zur Vermeidung und Beseitigung von Schimmel finden Sie auf unserer Diskussionsseite "Gesundheitsrisiko Schimmel"

 

 

 

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Isocyanate und PU Produkte

Einsatz

Isocyanate werden vor allem  in zahlreichen 2 Komponenten-Produkten ("Härter" für Kleber, Lacke, aber auch Bauschäume, Kunststoffe) eingesetzt.

PUR Produkte (Polyurethanprodukte)

Bei den Polyurethanen handelt es sich nicht um einen einheitlichen Kunststoff. Durch die Verwendung unterschiedlicher Ausgangsverbindungen entsteht eine ganze Gruppe von Polymeren (Kunststoffen), die unterschiedlichste Eigenschaften aufweisen können. Allen Polyurethanen gemeinsam ist eine gut steuerbare Reaktion zwischen zwei chemischen Grundbausteinen, einem höherwertigen Alkohol (Polyol) und einem Isocyanat. Polyurethane (PUR) wurden erstmals im Jahr 1937 von Otto Bayer in Deutschland durch Reaktion eines Polyols (Polyalkohol) mit einem Diisocyanat hergestellt.

Gesundheitsrisiken

Die Diskussion "Isocyanatbasierte" Produkte in Baustoffen bewegt seit Jahren Baubiologen und Umweltinstitutionen. (z.B. Natureplus-Hearing 28.07.2009)

Während beispielsweise "natureplus" argumentiert, mit PUR Verklebungen (unter anderem in vielen Holzwerkstoffen) könne das Risiko von erhöhten Formaldehydbelastungen aus diesen Produkten drastisch reduziert werden, im ausgehärteten Zustand seien  Isocyanate auf Grund des "asktuell verfügbaren Wisssens" (Literaturrecherchen) nicht mehr "messbar" uns stellten somit kein "gesundheitliches Risiko" dar - (Publikation IBO Magazin Seite 23) - siehe dazu auch angefügter Link: Stellungnahme Bremer Umweltinstitut)

verweisen baubiologische Kreise vor allem auf die "ökologischen" Nachteile der Produkte bei der Herstellung und auch gesundheitlichen Risiken und ökologischen Nachteile im Brandfall und bei der späteren Entsorgung. (Presseartikel IBN)

Siehe auch "Isocyanate- und kein Ende" (2012)

EGGBI sieht zu diesem Themenbereich noch einen erheblichen Forschungsbedarf - lehnt den  (Link:) Einsatz von isocyanatbasierten Bauschäumen beispielsweise kategorisch ab - sieht aber aus der Zielsetzung von EGGBI vor allem aus gesundheitlicher Sicht die diesbezüglichen Vorteile mancher Produkte im ausgehärteten Zustand gegenüber den derzeit bekannten diesbezüglichen Alternativen im Hinblick auf beispielsweise Formaldehydemissionen - aber auch Emissionen anderer Stoffe in zahlreichen Bauprodukten.

Eindeutig kritisch auf jeden Fall ist der Umgang mit "reaktiven" Isocyanaten natürlich im Bereich Montageschäume – ebenso wie die Verarbeitung von PUR Lacken (Härter) und das Sägen/Schneiden "purverklebter Holzwerkstoffe".

Hier ist der Verarbeiter im Bauprojekt unmittelbaren Belastungen ausgesetzt, deren gesundheitliche Risiken nur teilweise abschätzbar sind. 

Akute allergische Reaktion nach Isocyanat Inhalation beim Sägen von Polyurethananteilen

 Allergische Reaktionen:

Isocyanate können allergische Reaktionen des Typs I und III (exogen-allergische Alveolitis) hervorrufen. Atemwegserkrankungen, die durch Isocyanate ausgelöst werden, können als Berufskrankheit (BK1315) anerkannt werden. Arbeitnehmer, die regelmäßig Isocyanaten ausgesetzt sind, müssen an arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. (Lexikon Chemie)

 

Gefährdung durch Hautkontakt mit Isocyanaten bei Bodenlegerarbeiten

Emissionsverhalten von reaktiven Polyurethan Schmelzklebstoffen

 

 

 

Verarbeitungsfehler führen zu Gesundheitsrisiken:

"Polyurethan - besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Bei der Anwendung nicht ausgehärteter Harze sind persönliche Schutzmaßnahmen unabdingbar. Die Harze dürfen nicht in die Kanalisation, Gewässer oder den Boden gelangen. Verarbeitungsfehler bei der Anwendung von Zwei-Komponenten-Systemen können zu Langzeitemissionen führen. " Wecobis Produktinformationen"

 

 

Wesentlich für EGGBI Produkt-Empfehlungen sind ohnedies glaubwürdige Nachweise zum Emissionsverhalten der jeweiligen Produkte, basierend auf genormten, unabhängigen Prüfkammeruntersuchungen an Produkten, deren Probemuster durch unabhängige Externe (Mitarbeiter des Prüfinstituts, lokaler Notar, Umweltbeauftragter der Stadt) aus der laufenden Produktion entnommen werden müssen. (Keine möglicherweise bereits "ausgegasten", vom Hersteller eingesandten Materialmuster!) 

Bei der Beratung von Umwelterkrankten ist allerdings auch zu beachten:

„Es wurden auch Erkrankungsfälle beschrieben, bei denen eine Exposition messtechnisch nicht nachgewiesen werden konnte. Bereits sensibilisierte Personen können auf Expositionen deutlich unterhalb der Arbeitsplatzgrenzwerte reagieren. Für einige Isocyanate liegen Hinweise auf krebserzeugende und mutagene Wirkungen vor.“ (Seite 4 TRGS)

Im "ökologischen Baustrofflexikon (2018)" finden wir den Hinweis zu PUR Klebern:

"da die Produktionslinie der Diirocyanatesehr giftiges Phoshen enthält, ist der alternative Einsatz  (z.B. in OSB Platten) umstritten."

 

Die wichtigsten Vertreter der Diisocyanate sind:

Die Links führen zu weiteren Informationen in der Gestis Stoffdatenbank (unter anderem GHS Gefahrenhinweise)

 

·         Toluol-2,4-diisocyanat (TDI)                                                                     CAS: 584-84-9

·         Diphenylmethandiisocyanat bzw. Methylendiphenyldiisocyanat (MDI)    CAS: 101-68-6

·         Hexamethylendiisocyanat (HDI, HMDI)                                                    CAS: 822-06-0

·         Polymeres Diphenylmethandiisocyanat (PMDI)                                       CAS: 9016-87-9 

·         meta-Tetramethylxylylendiisocyanat (TMXDI)                                          CAS: 2778-42-9

·         Isophorondiisocyanat (IPDI)                                                                     CAS: 4098-71-9

·         4,4’-Diisocyanatodicyclohexylmethan (H12MDI)                                      CAS: 5124-30-1

 

Isocyanate in der Raumluft

Unbestritten sind die gefährlichen gesundheitlichen Auswirkungen von Isocyanaten - sie haben daher nichts in der Raumluft zu suchen (viele von ihnen sind "krebsverdächtig"- GHS Einstufung H351: kann vermutlich Krebs erzeugen) - keine "Innenraum- Richtwerte"!

Weitere Literaturquellen:

GAEA Gesellschaft für Umweltconsulting

IBN Isocyanate und Polyurethane (R. Köhler)

Siehe dazu Eigenpublikation PMDI in Holzweichfaser

"Krank durch PU Schaum"

"Der Haushersteller sagte, das Dach muss runter. Der Zimmerer war entsetzt. Ein Gutachter kam hinzu. Hin und her wurde überlegt und diskutiert, was zu tun sei, bis 2014 die nächste Nachbesserung in Angriff genommen wurde. Auch die kleinste Ritze sollte verschlossen werden, um dem Kondenswasser den Weg zu versperren. Der beauftragte Handwerker verwendete dafür den Bauschaum Polyurethan, landläufig PU-Bauschaum genannt und mitunter eine ziemlich giftige Angelegenheit.

„Ich habe damals sehr hartnäckig nachgefragt, ob es nicht eine gesündere Alternative zu PU-Bauschaum gäbe. Aber der Handwerker hat nur gelacht“, sagt die 43-jährige Bauherrin nicht ohne Bitterkeit in der Stimme. „Alles in allem wurden circa 40 Dosen in unser Haus gepumpt. Die Raumluft war derart mit Isocyanate und Flammschutzmitteln erfüllt, dass ein Bewohnen des Dachgeschosses kaum noch möglich war. Tagelanges Lüften brachte nur mäßigen Erfolg. Außerdem hat sich über wirklich alles ein klebrig-schmieriger Film gelegt, der auch nach dem Putzen immer wiederkam.“

Was auch kam, waren die gesundheitlichen Probleme. Die Mutter litt an entzündeten Augen. Der Vater war ohne Unterlass heiser und bekam schließlich eine Lungenentzündung. Die Lymphknoten am Hals des jüngsten Sohnes waren so geschwollen, dass er den Kopf nicht mehr zur Seite drehen konnte. „Unser mittlerer Sohn war total platt und nicht mehr leistungsfähig.“ Doch die Maiers dachten zu diesem Zeitpunkt nicht im Traum daran, dass sich die Wurzel allen Übels direkt unter ihrem eigenen Dach befindet. „Uns war nicht bewusst, woher die gesundheitlichen Probleme kamen“, erklärt Bernd Maier.

Aus Pressebericht
"Krank durch Wohngifte"  02.02.2018

 

 

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"Gesundheitsrisiko" Schall

Schall als Gesundheitsrisiko ist seit Jahren bekannt und vor allem öffentlich diskutiert im Bereich Flughafenlärm, Verkehrslärm, neuerdings auch Windkraftwerke (Infraschall).

Aber auch technische Anlagen in Wohngebieten (Aggregate, Pumpen) können Quellen von oft "nicht bewusst hörbarem" Schall sein. 

Mehr Informationen

 

Kostenlose Kurzberatung für Allergiker, MCS Kranke, umweltsensitive Bauherren

 

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Mittwoch,         06.03.2019   

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Mittwoch,         27.03.2019

Mittwoch,         03.04.2019

Mittwoch,         10.04.2019

Mittwoch,         17.04.2019

Mittwoch,         24.04.2019

Dienstag,         30.04.2019 !

Mittwoch,         08.05.2019 

 

 

 

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