Pyrethroide als Mottenschutz

 

Zahlreiche "Gütezeichen" tolerieren Pyrethroide als Mottenschutz - obwohl deren "angebliche" gesundheitliche Unbedenklichkeit keineswegs unumstritten ist.

Dazu eine EGGBI -Stellungnahme

Weitere Zitate und Links:

"Weitgehend unbekannt ist auch der Einsatz von Bioziden in der Ausrüstung von Textilien gegen Motten- und Käferfraß.

Sie wird heute fast durchweg mit Permethrin, einem Pyrethroid, durchgeführt.

Regelmäßig werden vor allem Wollteppichböden (Auslegeware) mit Bioziden behandelt.

Für die Vergabe von Qualitätssiegeln wie dem „Wollsiegel“, ist diese Ausrüstung Bedingung.

Eine Belastung der Luft bzw. des Hausstaubs kann durch Faserabrieb erfolgen. Vor allem krabbelnde Kleinkinder können über den Haut- oder Hand-Mund-
Kontakt diese Stoffen ausgesetzt sein." (Quelle: WWF Studie zu Pestiziden im Haushalt; Seite 15)

 

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"Gesundheitsgefährdung
Pyrethroide sind hochwirksame Nervengifte. Bei Pyrethroid-Vergiftungen wurden folgende Gesundheitsschäden beobachtet:

  • Reizungen der Haut: Kribbeln, Juckreiz, Brennen
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit
  • Nervenschäden wie z. B. Zittern, Zuckungen, Krämpfe, Koma
  • Gefahr eines Lungenödems"

http://www.enius.de/schadstoffe/pyrethroide.html

 

"Babys und Kleinkinder reagieren auf Nervengifte besonders empfindlich, weil ihr Nervensystem noch nicht ausgereift ist. Pyrethroide reichern sich im Gehirn an. Kurz nachdem man Pyrethroiden ausgesetzt war, können die Gifte im Blut gemessen werden, sie werden aber relativ schnell abgebaut. Bei Langzeitbelastungen können sie im Fettgewebe gespeichert werden." (Greenpeace)

 

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Besondere Empfindlichkeit von Kindern

Möglicherweise sind Neugeborene und Kinder durch Pyrethroide stärker gefährdet als Erwachsene; entsprechende Hinweise kommen aus Tierversuchen. Dies könnte mit einem Mangel an Entgiftungsenzymen im Neugeborenenorganismus zusammenhängen. (Quelle Allum)

 

weitere Links:

http://www.schadstoffberatung.de/pyrethro.htm

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nachgewiesene "Unbedenklichkeit":

Aussage Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

Verbundforschungsvorhaben „Pyrethroidexposition in Innenräumen“ (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundesverband Agrar) zum Human-Biomonitoring:

"Vor diesem Hintergrund lässt sich bei fachgerechter Ausrüstung von Teppichen und Teppichböden eine nennenswerte Exposition für die Bewohner nicht ableiten. Das BfR sieht unter diesen Bedingungen kein Gesundheitsrisiko für die Bewohner."

"Wahrscheinlich gibt es Personen, die eine hohe Empfindlichkeit aufweisen und daher besonders sensitiv gegenüber einer Pyrethroid-Exposition reagieren können"

BfR: "Keine gesundheitliche Gefährdung durch Permethrin in Wollteppichen" 

Aussagen aus Broschüre des Bundesministeriums für Forschung und Bildung:

"Es ist nur eine geringe Belastung der Bewohner zu erwarten." 

Wir verweisen im Zusammenhang mit diesen "Unbedenklichkeitsaussagen" auf unsere Seite: "gesetzliche Grenzwerte, Richtwerte....."

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Im Hinblick auf die präventiv ausgerichtete EGGBI Beratung von Allergikern und MCS Betroffenen mit absoluter Priorität der Reduzierung auch nur ansatzmäßig nachvollziehbarer Gesundheitsrisiken empfiehlt EGGBI möglichst auf Produkte zu verzichten, die mit Pyrethroiden ausgerüstet sind.

"Gesundheitsverträgliche"   Alternativen und weitere Infos zu Pyrethroiden:

Pyrethroide und Alternativen

Aktuell zum Dämmstoff Schafwolle: Alternativ-Mottenschutz Thorlan IW = als Mottenschutz nicht mehr zugelassen  (Beschreibung)

Mehr zu Mottenschutz im Dämmstoff Schafwolle

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