Raumschadstoff Styrol

 

Minimierungsgebot für styrolbasierte und styrolhaltige Bau-Produkte

Brandgefahr und andere Risiken durch Polystyrolfassaden

Innenraumbelastungen durch Fassaden- und Dachprodukte

EGGBI Diskussionsbeitrag zu Styrol

 

Gesundheitliche Bewertung:

 Weltgesundheitsorganisation WHO – IARC:

 

"Die Arbeitsgruppe der WHO Institution IARC stufte

 

Styrol in Gruppe 2A ein, „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“, basierend auf begrenzten Nachweisen beim Menschen und ausreichenden Nachweisen für Versuchstiere auf Karzinogenität. Starke Beweise für einen Mechanismus, der auch beim Menschen funktioniert, stützten die Einstufung von Styrol der Gruppe 2A. Styrol wird schnell absorbiert, in Fettgewebe weit verbreitet und in Menschen und experimentellen Systemen weitgehend metabolisiertÜberblick März 2018

 

Weltgesundheitsorganisation WHO – IARC:

 

"Die Arbeitsgruppe der WHO Institution IARC stufte

 

Styrol in Gruppe 2A ein, „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“, basierend auf begrenzten Nachweisen beim Menschen und ausreichenden Nachweisen für Versuchstiere auf Karzinogenität. Starke Beweise für einen Mechanismus, der auch beim Menschen funktioniert, stützten die Einstufung von Styrol der Gruppe 2A. Styrol wird schnell absorbiert, in Fettgewebe weit verbreitet und in Menschen und experimentellen Systemen weitgehend metabolisiertÜberblick März 2018

Siehe dazu auch Zusammenfassung:

Styrol von WHO als "wahrscheinloich krebserzeugend" eingestuft

Weitere Bewertungen

 Styrol - "starkes Nervengift, Verdacht auf krebserzeugende und erbgutschädigende Wirkung, wasser- gefährdend, gesundheitsschädlich beim Einatmen; kann Atemwege, Verdauungswege und Augen reizen, Hirnfunktionsstörungen möglich" [Zwiener95], [enius], [ECOBIS] (Quelle Datenbank ecobine - Bewertung von Polystyrol)

 

"Styrol (Vinylbenzol) wird in großen Mengen als Monomer für die Kunststoffherstellung verwendet. Es dient zudem als Lösemittel und zur Herstellung von Gummi, Latex und Fiberglas.

 

Die Dämpfe von Styrol sind schwerer als Luft. Die Substanz wirkt augen- und schleimhautreizend; bei direktem Kontakt mit der Haut verursacht sie ein Erythem (Hautrötung), bei längerer Einwirkung entzündliche Erscheinungen.

 

In Bezug auf die akute Toxizität stehen neurologische Störungen wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche, bei höheren Belastungen auch EEG-Veränderungen und eine Verlängerung der Reaktionszeiten im Vordergrund.

 

Chronisch-toxische Wirkungen sind neben neurologischen Schäden auch Veränderungen im Blutbild sowie Schädigungen der Leber und der Bronchialschleimhaut." (Neuropsychologische Störungen bei niedriger Dosierung, Hans Böcklerstiftung)

 

Weitere Zitate:

 

„Zahlreiche Verbraucherprodukte (Teppichböden, Lacke, Haushaltsgeräte, etc.)können wegen des verbleibenden Gehaltes an Restmonomeren Styrol an die Innenraumluft abgeben, dies allerdings meist nur in relativ geringem Ausmaß.

 

Im Allgemeinen klingt die Belastung im Lauf der Zeit deutlich ab. In Einzelfällen, etwa wenn Styrol enthaltende Kunstharze nicht aushärten, sind auch noch nach Jahren erhöhte Konzentrationen in der Raumluft möglich.

 

Langanhaltende Styrol –Emissionen wurden in Einzelfällen bei Feuchteabdichtungen auf Polyesterbasis sowie bei EPS – Schaumstoff beobachtet.

In Einzelfällen konnte nachgewiesen werden, dass Styrol auch durch eine undichte Gebäudehülle aus einer Quelle im Außenbereich in die Innenraumluft eintreten kann.

 

Der Übertritt aus den Räumlichkeiten Kunststoff verarbeitender Betriebe in unmittelbar benachbarte Innenräume kann ebenfalls zu einer erhöhten Konzentration an Styrol in Innenräumen führen" (Bewertung der Innenraumluft – VOC-Styrol; Tappler 2002). 

 

 

"Hinweise auf tumorauslösende Wirkung von Styrol beim Menschen"

Ergebnisse der experimentellen Forschung im BfR sind für die Neubewertung des Altstoffes von Bedeutung (Bundesinstitut für Risikobewertung)

 

 

 

 

Entsorgung von Polystyrolprodukten

"Entsorgung" als Sonderabfall?

Jahrelange Auseinandersetzung gab es auch bezüglich der Entsorgung HBCD haltigen Polystyrols- letztendlich hat sich auch hier letztendlich die Industrie erneut durchgesetzt.

"Ungefährlicher Abfall"

Erlass: Entsorgung von Abfällen, die HBCD enthalten, und anderer nicht gefährlicher Abfälle, die persistente organische Abfälle enthalten, nach Inkrafttreten der POP-Abfall-Uberwachungs-Verordnung

Vorgeschichte:

Neue Einstufung des Dämmmaterials ab Frühjahr 2016  (aktualisiert am 15.4.2016 durch Umweltbundesamt: ab 1.10.2016)

Flammhemmer HBCD

Hexabromcyclododecan (HBCD) soll im Brandfall verhindern, dass sich ein Feuer an der Fassade schnell ausbreitet. Doch HBCD gilt laut Europäischer Chemikalienagentur als "besonders besorgniserregend":  Es reichert sich in der Natur und in Organismen an und steht im Verdacht, die Fortpflanzung zu schädigen. Im Brandfall stehen HBCD-belastete Dämmplatten zudem unter Verdacht, die Entstehung von hochgiftigen Dioxinen und Furanen zu ermöglichen.

Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol jedoch künftig als Sondermüll behandelt werden. Der Parlamentarische Staatsekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Florian Pronold (SPD), bestätigte dem NDR, dass derzeit die Abfallverzeichnisverordnung novelliert werde. Im Frühjahr 2016 solle die neue Regelung in Kraft treten. Dann gelten beim Abriss einer Wärmedämmung aus Polystyrol neue Regeln: Galt diese bisher als Kunststoffabfall oder gemischter Bauabfall, so stuft sie der Gesetzgeber künftig als gefährlichen Abfall ein, also Sondermüll.

 

Entsorgung wird sich für Hausbesitzer massiv verteuern

 

Die Beseitigung einer Wärmedämmung mit dem am häufigsten verwendeten Dämmstoff in Deutschland dürfte sich für Hausbesitzer massiv verteuern, da die bisher üblichen Entsorgungswege nicht mehr zulässig sind. Zudem muss die Entsorgung lückenlos dokumentiert werden.

Zitat: NDR - siehe dazu auch Baulinks

 

siehe dazu auch EGGBI Aktuelles

 

Keine Sorge zu den  Aussagen von Staatssekretär Pronold im November 2015 machte sich offensichtlich der Industrieverba

In einer Aussendung vom Dezember 2015 meldet er:

In einer Fernsehsendung im NDR wurde die Entsorgung von EPS – also Styropor – als Sonderabfall eingestuft. Dies liegt am Brandschutzmittel HBCD, welches inzwischen in neuen EPS Dämmstoffen ersetzt wurde. Dass EPS dann als Sonderabfall mit hohen Kosten belegt wird ist nicht richtig, es wird nach wie vor im Moment noch thermisch verwertet. Für eine stoffliche Verwertung gibt es derzeit noch zu wenig Abfallaufkommen, sodass kein wirtschaftliches Recycling möglich ist. Bericht

 

Ob der hochgiftige Flammschutz HBCD (und seine Nachfolgeprodukte) überhaupt hält, war er verspricht, ist angesichts zahlreicher Brandfälle mit Polystyrolprofukten ohnedies in Frage zu stellen - siehe dazu aktuelle Presseberichte::

Ausbreitung des Feuers in der Fassade "wie an einer eine Zündschnur" (17.05.2016) Aussage eines Feuerwehrmannes bei dem Duisburger Brandunfall mit mehreren Toten

Dazu ein weiterer Kommentar

 

 

 

 

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Orientierungswerte - Richtwerte- Grenzwerte

Styrol

Synonyma:              Phenylethen
                                    Phenylethylen
                                    Monostyrol
                                    Vinylbenzol
                                    Cinnamol
                                    Ethenylbenzol

CAS: 100-42-5

EG Nr. 202-851-5

Stoffgruppe: aromatische Kohlenwasserstoffe

 

 

1.1      Innenraumluft

1.1.1     Umweltbundesamt- Richtwerte für die Innenraumluft:

 

Der Ausschuss für Innenraumrichtwerte definiert die Richtwerte 1 und Richtwert 2 für die Innenraumluft für Styrol mit

R2 = 300 µg/m³; R1 = 30 µg/m³  (Richtwerte aktuell)

1.1.2     AGÖF Orientierungswerte für Innenräume:       

Styrol 12 µg/m³;

Ethylbenzol (in Polystyrolprodukten enthalten): 4 µg/m³  (AGÖF Orientierungswerte)

  

1.1.3     Anforderungen Gebäudezertifkat S-Cert

Das Gebäudezertifikat S-Cert hat einen Grenzwert von 10 µg/m³ festgelegt.

 

1.1.4     Anforderungen weitere Gebäudezertifikate

TÜV Toxproof, BDB, DGNB orientieren sich am UBA Richtwert 1 mit 30 µg/m³

 

1.1.5   EU-GHS-Einstufung und Kennzeichnung

Gefahrenhinweise - H-Sätze:
H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.
H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H315: Verursacht Hautreizungen.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
-------- Betroffene Organe: Hörorgane  

weitere INFOS: GESTIS Stoffdatenbank 

 

 

1.2      Bauprodukte

1.2.1     NIK-Wert (AgBB Schema – UBA) für Bauprodukte:

Das AgBB Schema definiert für Bauprodukte eine NIK-Wert von 250 µg/m³ (Übernahme vom EU LCI Wert)

1.2.2     Natureplus/ eco- Institut Label: 

Grenzwert für Bauprodukte:  10 µg/m³

 

Diese Grenzwerte/Orientierungswerte werden von Polystyrolprodukten (Voraussetzung Emissionsprüfung entsprechend AgBB/ neutrale Probenahme durch Institut! aus aktueller Handelsware) keineswegs immer eingehalten. (EGGBI Informationsstand November 18)

 

EGGBI empfiehlt auf Grund der gesundheitlichen Bewertungen, grundsätzlich styrolhaltige, styrolbasierte Produkte präventiv für Gebäude mit erhöhten Anforderungen an die Wohngesundheit möglichst zu vermeiden, vor allem auch um eine Akkumulierung der Belastungswerte durch den mehrfachen Einsatz  solcher Produkte (Lacke, Teppichrücken, Dämmstoffe, Kleber...) zu verhindern.

Vor allem für Chemikaliensensitive, die sehr oft bereits bei minimalen Konzentrationen auf Styrol- aber auch auf die noch immer verwendeten Flammschutzmittel bei Polystyrolprodukten reagieren können, ist der Einsatz solcher Produkte grundsätzlich abzulehnen.

Mangels erhältlicher Informationen gelten diese Vorbehalte auch gegenüber den (auch bei Polystyrol eingesetzten) sogenannten "neuen Flammschutzmitteln" .

 

 

Eine Zusammenfassung der EGGBI Vorbehalte gegenüber styrol-basierten und styrolhaltigen  Produkten: 

 

EGGBI Diskussionsbeitrag zu Styrol  

 

Innenraumluftbelastung durch Fassaden- und Dachprodukte

siehe auch "Gesundheitsrisiken in Gebäuden"

und "gesundheitliche Auswirkungen von Raumschadstoffen"

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Brandgefahr und andere Probleme durch Polystyrolfassaden

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Aktueller TV Bericht 25.06.2019 ARD: "Risiko Styropor"

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Seit vielen Jahren warnen Experten, Feuerwehrmänner vor Risiken von Polystyrolfassaden.

Bisher schien die Politik unbeeindruckt - es bedurfte einer Brandkatastrophe in London, um deutsche Politiker  "auszuwecken".

Einen Tag nach diesem Brand erklärte Bayerns Innenminister Herrmann:

Zwar halte er einen derartigen Fassadenbrand an einem Hochhaus in Deutschland für "so gut wie ausgeschlossen", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Wir nehmen das jedoch zum Anlass und werden überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst." (Quelle )

 

Offensichtlich wurden bisher entsprechende Presse- und TV Berichte von der Poltik völlig ignoriert.

Beispiel:

Anders als in Frankreich und Österreich wurden hier auch Forderungen nach höherer Brandsicherheit des Deutschen Feuerwehrbandes bei der "Zulassung" von Fassadendämmungen ignoriert - (siehe Positionspapier des" Deutschen Feuerwehrverbands" und der AGBF Bund = Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren).

Mutiger Schritt der hessischen Architekten: sie möchten Polystyrolprodukte für Fassadendämmungen grundsätzlich verbieten lassen. Statement 2017

 

Neben Fragen der Brandgefahr mit hochtoxischen Brandgasen sind aber auch die gesundheitlichen Risiken der eingesetzten Flammschutzmittel, Fragen der Entsorgung, " aber auch der Nachhaltigkeit (Rohstoff Erdöl!, Dauerhaftigkeit der Fassade") zu beachten.

 

Brände in Deutschland unter Beteiligung von Styropor

"Die Feuerwehr Frankfurt hat nach einem verheerenden Brand an einem leer stehenden Haus in Frankfurt am Main im Mai 2012 beschlossen, Brände in Deutschland unter Beteiligung von Styropor zu dokumentieren. Die - nicht vollständige - Liste erfasst von 2001 bis 2017 fast 100 Brände. Brandursachen waren unter anderem Brandstiftung, brennende Müllcontainer, brennende Motorräder, Wohnungsbrände und Brände auf dem Balkon." (Quelle SWR, 20.06.2017)

 

Auflistung von Presseberichten und TV Sendungen zu allgemeinen und Brand- Problemen von Polystyrol-Fassaden

Presse:

28.11.2011 Finanznachrichten- Polystyrol als Brandbeschleuniger

28.11.2011 Spiegel Online: "Styroporplatten an Fassaden

22.04.2012 "Wenn Fassaden brennen" (Güven Purtul)

05.11.2014 NDR "Hohe Brandgefahr"

01.12.2014 "Verdämmt noch mal" (Süddeutsche Zeitung)

01.12.2014 Häuser mit Styropordämmung können zur Feuerhölle werden" (INGENIEUR.de)

09.02.2015 Die Brandgefahr in der Fassade (Berliner Zeitung)

23.07.2015 Feuer an der Fassade (Süddeutsche Zeitung)

06.11.2015 Die Brandgefahr an der Hausfassade (Mittelbayerische Zeitung)

15.05.2016 "Heller Wahnsinn- Schwarzer Rauch" (Sicherheitsberater)

19.06.2016 Duisburger Brandtragödie

13.09.2016 Hamm - "Fassade abgebrannt" (wa.de)

30.09.2016 Wer mit Styropor dämmte, hat "Sondermüll an der Fassade" (Rhein-Neckar Zeitung)

03.01.2017 "Der Dämmstoff, aus dem die Albträume sind" (manager magazin)

15.06.2017 Londoner Brand facht Kritik an

15.06.2017 So brandgefährlich sind Fassaden

09.07.2017 erhöhte Todesgefahr bei entflammten Dämmfassaden

12.07.2017 Architekten wollen Styropor-Dämmungen verbieten lassen 

 

TV Sendungen

23.09.2011 Energiewende - die Wärmedämmung mit Styropor (frag Odysso)

28.11.2011 Wahnsinn Wärmedämmung (NDR)

04.12.2011 Fragwürdige Polystyrol Fassaden (Das Erste)

24.01.2012 Styropor muss verboten werden (3 Sat)

26.11.2012 Wärmedämmung: Der Wahnsinn geht weiter

25.07.2013 WDV System Hochausbrand in Roubaix

06.07.2012 Wie aus Häusern Brandfallen werden (Das Erste)

26.02.2014 Der Betrug mit der Fassadendämmung (Monitor)

18.01.2015 Fassadendämmung als Brandbeschleuniger (ZDF)

04.03.2015 Leicht entflammbar (SWR)

09.04.2015 Dämmwahn (Nano)

10.10.2015 Fassadendämmung - das Märchen vom Energiesparen (WDR)

17.10.2015 Fassadendämmung aus Polystyrol brennt problemlos

23.11.2015 NDR Reportage Wärmedämmung

20.01.2016 Wärmedämmung: Todesfalle Styropor (Welt der Wunder)

27.03.2018 "Ring of Fire"

 

Siehe dazu auch Raumschadstoff Styrol

 

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Innenraumbelastung durch Produkte im Außenbereich

Vor allem bei sommerlicher Dach- und Fassadenerhitzung auf über 70 Grad C über die  Haupt-Eintrittsquellen Lüftungsöffnungen und Fenster.

 

Allgemein:

Durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle, aber auch durch Lüftungsschächte können Schad-und Geruchsstoffe von einem Bereich eines Gebäudes in andere Bereiche strömen (interzonaler Schadstofftransfer).

Quelle: http://www.ibo.at/documents/Tagungsband2004_GesundeRaumluft.pdf 

 

Aus diesem Grunde berücksichtigt EGGBI bei Gebäudeplanung für Bauherren mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen (Allergiker, MCS) generell auch Fassadenprodukte (Dämmung/ Fassadenfarben) und Dachprodukten  (Folien, Dämmungen)

 

Besipiel: Styrolbelastungen in Innenräumen

Fallbeispiele: Dr. Nobert Weis, Michael Köhler, Gerd Lammers

"Zusammenfassung: Ausgehend von Dichtungs- und Dämmmaterialien kann es zu erheblichen Styrolbelastungen im Innenraum kommen, auch wenn das Baumaterial im Außenbereich des jeweiligen Gebäudes Verwendung findet. Der Richtwert I (RW I) von 30 μg/m³ und auch der RW II (300 μg/m³) der ad-hoc Kommission aus Mitgliedern der IRK und AGLMB kann erheblich überschritten werden.

Zur Richtwertüberprüfung ist das Thermodesorptionsverfahren der Anreicherung auf Aktivkohle vorzuziehen, da letztere zu Minderbefunden führt. An verschiedenen Fallbeispielen werden Erfahrungen mit Styrolbelastungen in Innenräumen erläutert" Quelle: Bremer Umweltinstitut 

 

In Einzelfällen konnte nachgewiesen werden, dass Styrol auch durch eine undichte Gebäudehülle aus einer Quelle im Außenbereich in die Innenraumluft eintreten kann. Der Übertritt aus den Räumlichkeiten Kunststoff verarbeitender Betriebe in unmittelbar benachbarte Innenräume kann ebenfalls zu einer erhöhten Konzentration an Styrol in Innenräumen führen (Tappler 2002/2004). (Quelle  Seite 5)

Schadstoffbelastete Baustoffe aus den Außenbereich als Verursacher von Innenraumluftproblemen allgemein fanden sich erst kürzlich auch bei einer Schule: 

In diesem Fall verursachten konkret formaldehydbelastete Fassadenverkleidungen Belastungen in Klassenzimmern einer Schule. (14.7.2011 Pressebericht) 

Das gleiche gilt im Übrigen auch für

Phenolharzplatten mit der Emission von 2-Chlorpropan:

 

„Das 2-Chlorpropan dringe in diesen Fällen über Fensteröffnungen und kleinste Risse in den Wänden in die Klassenräume ein.“ (Zitat: Nürnberger Nachrichten, Nordbayern 2153089)

 

ähnliches berichtet auch der Spiegel:

"Nach dem Ärger mit der Kita untersuchten Nürnberger Behörden weitere öffentliche Gebäude. Dabei fanden sie in drei Schulen ebenfalls überhöhte Werte des kritischen 2-Chlor-Propan Gases, obwohl die Platten an der Fassade unter Putz angebracht worden waren."

Auch die Zeitschrift Ökotest berichtet von Belastungen durch verbaute Dachbaustoffe.

"Die Schadstoffbelastung ist während der Verarbeitung besonders problematisch. Aber auch wenn die Dämmstoffe im Dach eingebaut sind, können die flüchtigen Stoffe je nach Durchlässigkeit der Verkleidung noch in die Raumluft entweichen." Quelle

Bekannt sind auch enorme Geruchsbelastungen bei Dachwohnungen im Sommer über Dachfenster aus Teerpappe im Dachaufbau!

 

Besonders Umwelterkrankte, Chemikaliensnesitive reagieren immer wieder auf "emittierende" Stoffe wie Styrol, Flammschutzmittel und Biozide aus Fassaden

Weitere Infos

 


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