Schulen und Kitas

Aktuell Dezember 2017

IBN Wohnung und Gesundheit

Institut für Baubiologie und Gesundheit 

Ausgabe W+G Nr. 165

Seite 26 Schadstoffprobleme an Schulen   Seite 26 der kostenlosen Leseprobe

Empfehlungen für Eltern und Lehrer 

Inhaltsverzeichnis

Bestellung

 

Schadstoffbelastungen an Schulen und Kitas

Informationsmaterial für Eltern und Lehrer: 

Hinweise für Elternbeiräte, Personalvertreter, Schulleiter bei Schadstoffproblemen an Schulen

Hinweise für Betriebs- und Personalräte

Konfliktfreie Vorgangsweise bei Schadstoffproblemen an Schulen/ Kitas

Tagebuch- Gesundheitsprobleme bei Schadstoffen an Schulen

 

Empfehlungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 

 

Seit einem Fernsehbericht im ZDF wird EGGBI immer häfiger um Unterstützung bei Auseinandersetzungen zwischen Elternvertretern, Lehrern und Schulbehörden bei Schadstoffproblemen kontaktiert.

Einen hervorragenden Überblick über die möglichen Belastungen - aber auch zur Ignoranz vieler Behörden bietet der ZDF Beitrag von Birgit Tanner vom 20.11.2016

  

ZDF "GIft im Klassenzimmer"

Weitere TV Berichte

"Gefährliche Schadstoffe in der Schule" (Plusminus, 11.10.2017)    (Text dazu)

Auch der WDR berichtet am 23.08.2017 in der Sendung MARKT  über PAK Belastungen, von Schülern und  Lehrern lange bekannt - seit 2 Jahren gesundheitliche Beschwerden- die Stadt Bocholt  läßt dennoch den Unterricht - trotz krebserzeugender Belastungen fortführen. Zum Video

Elternvertretern wurden wesentliche Informationen grundsätzlich verweigert!

Meist wird versucht, Eltern mit "Lüftungsanlagen" oder verstärkter Fensterlüftung "ruhigzustellen". Dies ist aber keine Sanierung. Schadstoffquellen müssen beseitigt werden!

Natürlich ist im Hinblick auf CO2 und Radonbelastungen auch eine ausreichende Luftwechselrate (funktionierendes Lüftungskonzept) unverzichtbar. Oft wird aber nur "teilgeprüft" - neben CO2 sollte grundsätzlich auf VOCs, Formaldehyd, Radon, Weichmacher, Flammschutzmittel..., je nach Gebäudezustand, Alter auch auf SchimmelPAKs, Asbest, Holzschutzmittel (werden nach wie vor eingesetzt) nicht "vergessen" werden. Zunehmend stellen wir auch fest, dass Kinder bereits auf zunehmenden "Elektrosmog" und Schallbelastungen (auch aus dem akustisch nicht wahrnehmbaren Bereich) "sensitiv" reagieren. Eine enge Zusammenarbeit der behandelnden Umweltärzte mit Elternvertreter und Behörden ist unverzichtbar - leider gibt es noch immer selbst Gesundheitsämter, "Umweltmedinische" Abteilungen an Kliniken, die Umwelterkrankungen wir MCS, EHS, ME/CFS gar nicht zu kennen scheinen, und  mit

  • Beharrung auf gesetzlichen Grenzwerten, ohne deren daher möglichen Additionseffekten mit unterschiedlichen weiteren Belastungen, und
  • Mißachtung umweltmedizinischer Errkenntnisse zu Grenzwerten
  • un der besonderen Sensitivität von Kindern

    • generell umweltverursachte gesundheitliche Beschwerden als "psychosomatisch" stigmatisieren,
    • umweltmedizinsche Leitlinien der Diagnose (Anamnese mit Einbeziehung von Ortsbegehungen, Umgebungsanalysen...) grundsätzlich nicht umsetzen. (Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitiline, ja sogar Richtlinien klinischer Umweltmedizin - dabei wird allerdings ohnedies bereits 40 bis 75 % der Patienten psychische Ursachen und/oder nicht nachvollziehbare Expositionen zugeordnet).

 

Wir haben eine Menge Informationsmaterial zusammengestellt, stehen aber auch für direkte Unterstützung (auf Wunsch vertraulich) in Form von Stellungnahmen und Vermittlung von Fachvorträgen und eigenen Vorträgen (Kerngebiet: Schadstoffe in Bauprodukten) zur Verfügung.

 

 

Weitere Informationen

Pressemeldungen zu über 300 Schadenfällen an Schulen und Kitas  

2017: bereits 48  Auflistung

Chronik von Einzelfällen     NEU- in Bearbeitung: Beispiel - Kranke Kinder an Grundschule in Rebstock;     Bad Wörishofen (Radon);     Markt Schwaben (Schulcontainer)

Container für Kindergärten und Schulen

Empfehlungen bei Schadstoffen im Schulconatainer

Empfehlung für Ausschreibungen

Rechtsanspruch auf "einwandfreie Gebäude" bezüglich "Gesundheitsbelastungen"

hier besonders

Landesbauordnungen

Haftung des Architekten 

 

Raumluftprüfungen

Baubiologische Bewertungen

 

Bewertung von Gütezeichen für gesundheitliche Aussagen

 

 

 

Bagatellisierung von Messergebnissen bei Schulen und Kitas

Bagatellisierung von Schadstoffbelastungen durch manche(!) Amts-und Klinikärzte, Schulbehörden, Gesundheitsämter  sowie "Gutachter"

 

Wir empfehlen Lehrern und Eltern betroffener Kinder bei entsprechenden ärztlichen Besuchen im Vorfeld zu hinterfragen

ob der betreffende Arzt

a) eine ausreichende umweltmedizinische Ausbildung genossen hat

b) bereits in der Vergangenheit Umwelterkrankungen (anerkannte Umwelterkrankungen wie MCS, ME/CFS, EHS ...) jemals diagnostiziert und attestiert hat

 

umweltmedizinische "Kenntnisse" mancher Amtsärzte

 

Dummheit oder Kalkül - Politik und Schadstoffbelastungen

 

Besondere Anfälligkeit von Kindern 

 

Sanierungen

Besondere Dringlichkeit bei Schulen, Kitas....

Gesundheitsrisiko: "Elektrosmog" an Schulen

Gesundheitsrisiko: "Radon in Schulen"

 

Einsatz von "schadstoffabbauenden" Produkten

"Absperrung" belasteter Flächen

Lüftung statt Sanierung

energetische Gebäudesanierungen

 

Gesundheitliche Risiken in Gebäuden allgemein

Gesundheitliche Auswirkungen von Raumschadstoffen

 

Diskussionen zu allgemeinen Schadstoffproblemen

Eigenpublikationen zu Schadstoffproblemen

 

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Empfehlungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Gesundheitsvorsorge

Empfehlungen der Bundesleitung der GEW

 

In einer Publikation der GEW (Wegweiser bei Schadstoffen in Schulen) finden Lehrer wertvolle Hinweise und arbeitsrechtliche Bestimmungen, die unbedingt beachtet werden sollen.

GEW Hessen

Seit Jahren kämpft die GEW Hessen für "schadstoffarme" Schulen und unterstützt betroffene Lehrer bei Auseinandersetzungen mit den Schulbehörden. Vor allem setzt die auf eine Vernetzung aller Akteure.

Hier gibt es sogar eine GEW Arbeitsgruppe Gift- und Schadstoffe, an die sich Betroffene wenden können. (Link)

Besonders engagiert hat sich die GEW beispielsweise vor allem bei den Schadstoffproblemen an der Grundschule Rebstock  (Link1  und Link 2)

sowie im Rahmen permanenter Medienarbeit zu diesem Thema.

GEW Hessen- Interview EGGBI Oktober 2017 

 

GEW NRW

Auch die GEW NRW bietet wertvolle Informationen zur Vorgangsweise bei Schadstoffproblemen:

  • Bei Befindlichkeitsstörungen, bei denen die Lehrkraft schulische Ursachen vermutet, muss sie die festgestellten Mängel im Mängelbuch / Verbandbuch der Schule eintragen und Sicherheitsbeauftragte sowie die Schulleitung schriftlich darüber informieren.

  • Alle Kolleg*innen sollten Einsicht in die Gefährdungsbeurteilung der Schule nehmen. Falls keine Gefährdungsbeurteilung vorliegt oder eine Einsicht verweigert wird, sollten sie sich mit dem Personalrat in Verbindung setzen.

  • Jede Lehrkraft kann sich an den BAD (Berufsgenossenschaftlicher Arbeitsmedizinischer Dienstwenden, um sich bei gesundheitlicher Gefährdung und möglicher Abhilfe beraten zu lassen.

  • Bei bereits bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollte die Lehrkraft dies von einem Facharzt (ggf. Umweltmediziner) attestieren lassen - mit Angabe der möglichen Ursache und der evtl. einzuleitenden Gegenmaßnahmen.

  • Die Lehrkraft bittet die Schulleitung schriftlich darum, die Mängel zu beseitigen und erforderliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen bzw. einen gesundheitlich unbedenklichen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

  • Lehrkräfte sollten keine eigene Untersuchung initiieren, da das Kollegium dann die Kosten selber tragen muss bzw. die Untersuchungsergebnisse evtl. nicht anerkannt werden.

  • Alle den Vorfall dokumentierenden Schriftstücke sind von der Lehrkraft auch in die Personalakte einzubringen. Dies kann für eine spätere Anerkennung eines Dienst- oder Arbeitsunfalls bzw. einer Berufskrankheit oder bei möglichen Folgeerkrankungen wichtig sein.

  • Zur eigenen Entlastung ist den Schulleiter*innen anzuraten, eine sofortige schriftliche Benachrichtigung an den Schulträger und die Bezirksregierung zu verfassen mit der Bitte um Prüfung einer vorliegenden Gesundheitsgefährdung und deren Beseitigung.

  • Bei akuter Gefährdung sind durch die Schulleiter*innen Sofortmaßnahmen einzuleiten. Hierbei sollten der BAD und die Unfallkasse NRW (UK) zur Beratung eingeschaltet werden.

  • Ggf. ist unter Einbeziehung des Personalrats auf einer Bedarfsbegehung durch den BAD oder die Unfallkasse zu bestehen, mit dem Ziel, die Ursachen von Befindlichkeitsstörungen festzustellen. Das Ergebnis ist ein Begehungsprotokoll mit Hinweisen zur Mängelbeseitigung, das dem gesamten Kollegium zur Verfügung gestellt werden muss. Im Interesse der Schüler*innen sollte, falls nicht schon geschehen, je nach Gefährdung auch die Unfallkasse benachrichtigt werden. Das kann durch den Hausarzt einer tarifbeschäftigten Lehrkraft oder durch Eltern bzw. volljährige Schüler*innen geschehen, wenn diese z. B. über einen entsprechenden Antrag an die Schulkonferenz über die Mängel informiert sind.

  • In Lehrerkonferenzen muss je nach Gefährdungsgrad das gesamte Kollegium über das Problem und evtl. Untersuchungsergebnisse informiert werden. Hierzu können BAD, UK und Personalrat eingeladen werden. Die Schulleiter*innen müssen als Vertreter des Arbeitgebers entsprechende Erfordernisse an den Schulträger formulieren und auf deren Umsetzung achten.
    Hilfreich hierbei sind entsprechende Konferenzbeschlüsse!

  • Sollte der Schulträger ablehnen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, muss die Schulleitung sich an ihre vorgesetzte Behörde wenden.
    Die Kolleg*innen sollten ihre Gewerkschaft einschalten, Eltern und Betriebe können sich an die Presse wenden. Auf jeden Fall sollte dieses Thema auch in der Schulkonferenz behandelt werden.

  • Parallel dazu sollten der Personalrat und die Vertretung der Schwerbehinderten alle Informationen von der Schule dazu erhalten, damit sie die Bezirksregierung daran erinnern, dass diese ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Lehrkräften nachkommen muss. In vielen Fällen kann der Personalrat die Beschäftigten durch Initiativanträge gegenüber dem Arbeitgeber unterstützen.

  • Insbesondere wenn der Anfangsverdacht einer Schadstoffexposition gegeben ist, sollten betroffene Lehrkräfte Ärzte aufsuchen, die sich mit den Folgen einer Schadstoffexposition auf den menschlichen Körper auskennen. Eine erste Orientierung für geeignete Ärzte gibt es auf der Seite des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner e.V..

  • Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, auch Gefährdungsbeurteilungen zur psychosozialen Belastung durchzuführen. Hierzu wird erstmalig flächendeckend seit März 2012 sukzessive in allen Bezirken der COPSOQ-Fragebogen eingesetzt.

Wenn die Schulen nach Auswertung der COPSOQ-Schulberichte ihre gesundheitlichen Belastungen gegenüber dem Arbeitgeber (MSW, Bezirksregierungen) dokumentiert haben, muss dieser Entlastungsmaßnahmen einleiten. Auch die bereits vorliegenden Gesamtberichte aus Düsseldorf, Münster und Detmold verpflichten den Arbeitgeber zum Abbau der gesundheitlichen Gefährdungen, denn Lehrkräfte haben einen Rechtsanspruch auf einen gesunden Arbeitsplatz. Nähere Informationen sind auf den Internetseiten des MSW, der Bezirksregierungen und unter http://GEW-NRW.de  so-wie bei den Personalräten zu erhalten.

Beispiel tatkräftiger Unterstützung bei PCB an Gesamtschule

 

Weitere Landesorganisation der GEW zum Thema Schadstoffe an Schulen:

 

GEW Bayern, Sachsen, Mecklenburg, Vorpommern verweisen auf Ihrer Homepage auf den "Wegweiser" der Bundes GEW (siehe oben).

Die GEW Berlin hat zwar keine Hinweise zum Thema auf der Homepage, unterstützt aber massiv betroffene Lehrer bei Bedarf  (aktuell: Pressebericht einer Demonstration mit GEW Unterstützung)

Zahlreiche andere Landesorganisationen  (Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Hamburg, Thüringen, Sachsen Anhalt, Saarland...)  erwähnen das Thema Schadstoffe an Schulen gar nicht auf ihrer Homepage. (Stand 11/2017)

Auch die GEW Bremen sieht offensichtlich  nur wenig Handlungsbedarf:

sehr "optimistisches"Zitat: "Auch baulichen (Schimmel, Schadstoffe) und technischen (veraltete Geräte) Mängeln wird in der Regel ernsthaft nachgegangen." (Quelle)

 

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Kostenlose Kurzberatung für Allergiker, MCS Kranke, umweltsensitive Bauherren

 

EGGBI -

Kostenloses internationales Beratungsportal

Sämtliche "Lobbytätigkeit" und Öffentlichkeitsarbeit für Umwelterkrankte und MCS Betroffene, Allergiker erfolgt ebenso wie die Pflege dieses Informationsportals sowie die Beratungen im Rahmen der Hotline ausschließlich ehrenamtlich und ohne öffentlicher Förderung. Es sind daraus keine Rechts- oder Haftungsansprüche abzuleiten!  EGGBI kann und darf weder Rechtsberatungen noch medizinische Beratungen erteilen.

Klärung allgemeiner erster Fragen zum Thema Schadstoff- minimiertes Bauen, Renovieren (maximal ½Stunde kostenlose Beratung), daraus resultierenden Umwelterkrankungen

Nächste Telefonsprechstunden:

jeweils von 8 bis 11:30 Uhr:

Dienstag,          06.12.2017

Mittwoch,         13.12.2017

Mittwoch,         20.12.2017

Mittwoch,         27.12.2017

Mittwoch,         03.01.2018

Mittwoch,         10.01.2018   

Mittwoch          17.01.2018   

Mittwoch,         24.01.2018 

 

Terminbedingte Änderungen vorbehalten (werden rechtzeitig hier angekündigt)!

Produktempfehlungen werden grundsätzlich nur schriftlich ausgesprochen (Mail/Fax/Brief). 

Tel:                   0049(0)9443 700 169 

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Antworten auf viele Fragen - zu Umwelterkrankungen, Gütezeichen, Rechtsfragen - zu Hausbau und Hauskauf/ Renovierungen  Beratung

Informationen zu unseren Leistungsangeboten, Adressen von Selbsthilfegruppen,  Beratungsstellen, Ärzte und Kliniken Service

offene wissenschaftliche Fragen - Diskussionsseiten - Forschung

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Für Ergänzungen, Kritik und Informationen zu diesen Themen sind wir stets dankbar.  

Wir ersuchen  bei Chemikaliensensitiväten vor Produktanfragen uns eine ärztliche Anamnese, bzw. eventuell vorhandene  Allergikerpässe zur Verfügung zu stellen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt ist seit 2014 die ehrenamtliche "Lobbyarbeit" für Umwelterkrankte mit teilweise unglaublicher Ignoranz von Behörden, Institutionen und vor allem der Politik. 

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