Flammschutzmittel

 

Gesundheitliche Risiken durch Flammschutzmittel

Weichmacher  und Flammschutzmittel in Schulen, Kitas 

Nur in den seltensten Fällen wird bei Gesundheitsproblemen von Kindern und Lehrern an Schulen überhaupt auf diese Schadstoffe untersucht:(meist nur VOCs und Formaldehyd)

Dennoch gibt es immer wieder Schadensfälle gerade mit diesen langfristig hormonell wirksamen Schadstoffen:

13.01.2017 Flammschutzmittel und Weichmacher - Unruhe im Badorfer Kollegium 

14.10.2014 Weichmacher und Flammschutzmittel in der Schule - Angst in Hainburg

 

Zahlreiche Bauprodukte (Dämmstoffe, aber auch Fußböden, Teppiche, Wandbeläge, PU Schäume, Matratzen, Möbel, Heimtextilien wie z.B. Vorhänge, Elektrogeräte, Tapeten, Farben, Lacke, Versiegelungen und anderen Produkte – siehe dazu Auflistung VDB) enthalten Flammschutzmittel. Teilweise benötigen sie zum Erhalt einer bauaufsichtlichen Zulassung einen Nachweis der "Schwerentflammbarkeit" und arbeiten entsprechend mit einem Zusatz von Flammschutzmitteln.

Da bekanntlich der Verbraucher mit den Angaben der ohnedies nicht ausreichenden vorgeschriebenen Produkt-Kennzeichnungen bereits überfordert ist, verlässt er sich bei der Produktauswahl gerne auf sogenannte  Gütezeichen.

  • Zahlreiche "Gütezeichen" (Ausnahme: natureplus, eco Institut Label) verzichten aber leider
  • ebenso wie ausschreibende Stellen beispielsweise für Kitas und Schulen
  • Gesundheitsämter bei entsprechenden Schadstoffprüfungen in solchen Gebäuden 

nach wie vor auf entsprechende Nachweise/ Laboruntersuchungen/ Prüfberichte bezüglich Feststellung Art und Menge der beigefügten bzw. freigesetzten Flammschutzmittel

und geben sich – soferne sie überhaupt danach fragen, mit "Herstellererklärungen"zufrieden.           

(Siehe dazu: Ökotest stellt fest: „Herstellerdeklarationen sind keine Garantie“)

EGGBI fordert daher seit langem neben einer allgemeinen VOC Prüfung auch zusätzliche Untersuchungen auf Weichmacher und Flammschutzmittel. (u.a. EOX/AOX-Prüfungen)   (siehe Anforderungen an "wohngesunde" Gebäude)

Viele dieser Flammschutzmittel weisen allerdings teilweise eine sehr hohe Toxizität auf - so beispielsweise das in der Vergangenheit in Polystyrolprodukten vorwiegend eingesetzte HBCD. (Quelle: Bund)

"Flammschutzmittel sind Stoffe, welche die Ausbreitung von Bränden einschränken, verlangsamen oder verhindern sollen und in großem Umfang zum Beispiel in elektronischen Geräten, Polstermöbeln, Teppichen und Dämmmaterialien eingesetzt werden.

Durch Verdampfung, Auswaschung oder im Zuge der Entsorgung entsprechender Organophosphat-haltiger Produkte werden diese freigesetzt und belasten aufgrund ihrer physikochemischen Eigenschaften die Umwelt. Die einzelnen Substanzen zeigen ein teilweise unterschiedliches Wirkspektrum. Während TCEP im Tierexperiment im Wesentlichen neurotoxische Effekte hat, wirken TDCP und TBEP insbesondere auf Leber und Niere. Neben den bekannten neurotoxischen Effekten bei akuten Vergiftungen werden derzeit auch neuropsychologische Effekte nach chronischer Exposition gegenüber Organophosphaten intensiv diskutiert." (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

 

Umfangreiche Informationen zu den gesundheitlichen Risiken durch Flammschutzmittewl finden Sie in unserer Publikation "Flammschutzmittel in Bauprodukten" im Kapitel 4.

 

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"Arten" von Flammschutzmitteln

Derzeit entfallen auf die

 

  • Gruppe der halogenierten Flammschutzmittel (bromiert und chloriert) ca. 25 % und auf die sogenannten z.B. HBCD
  •  Organophosphat-Flammschutzmittel (OPF) ca. 20 %.

Bei der letztgenannten Verbindungsklasse werden typischerweise aromatische und aliphatische Ester der Phosphorsäure eingesetzt, wie beispielsweise 

TCEP (Tris(chlorethyl)phosphat), 

TCPP (Tris(chlorpropyl)phosphat),

TDCP (Tris(dichlorisopropyl)phosphat),

TPP (Triphenylphosphat) und das

Tris(2-butoxyethyl)phosphat (TBEP).

 

Daneben werden vor allem für Naturbaustoffe weitere Stoffe eingesetzt, unter anderem

·         Borate

·         Ammoniumphosphate

·         Metalle (Arsen, Aluminium, Antimon)

 

·         Teils patentierte Sonderlösungen wie Molke-Gemisch (Holzspäne), Soda (Hanf), Zementgemische

 

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Richtwerte- Grenzwerte

Trotz des teilweise hohen toxischen Potentials und damit Gesundheitsgefährdung gibt es für Gebäude, Wohnräume derzeit noch keine "definierten" Grenzwerte für die zahlreichen sehr unterschiedlichen Flammschutzmittel. 

Beispiel TCEP

TCEP ist in Innenräumen weit verbreitet anzutreffen. Bei einer Bestimmungsgrenze von 0,1 µg/g Hausstaub ließ sich TCEP in fast allen von 59 untersuchten Wohnungen nachweisen (Median 1 µg/g, 95.Perzentil 8 µg/g). Bei Verwendung bestimmter Bauprodukte, wie z.B.TCEP beschichteter Schallschutzplatten in Schulen oder Kindergärten, fanden sich TCEP-Konzentrationen im Hausstaub (Altstaub) bis 2.200 µg/g.

In zwölf Schulen und zwei Kindertagesstätten mit TCEP-beschichteten Akustikdecken betrugen die TCEP-Konzentrationen in der Raumluft 0,01–3,9 µg/m³ ; die TCEP-Konzentrationen in der Raumluft korrelierten signifikant (Pearson-Korrelationskoeffizient r=0,87, p<0,1) mit den TCEP Gehalten im .

Für TCEP wurden aber beispielsweise "Richtwerte" für die Innenraumluft abgeleitet, die bei der Bewertung von Belastungen grundsätzlich bevorzugt herangezogen werden.

Richtwert II  0,05 mg TCEP/m3 (50 µg/m³).

Der Richtwert I wird konventionsgemäß mit einem Faktor 10 aus dem Richtwert II abgeleitet und beträgt damit 0,005 mg TCEP/m3 (5 µg/m³)

Zitat: 

"Es wird vorgeschlagen, bis zum Vorliegen bewertbarer Daten vereinfachend die für TCEP genannten Richtwerte auch für die Summe der Konzentrationen von TCEP, TCPP, TBP, TBEP, TEHP und TPP in der Raumluft anzuwenden." (Ad-hoc-Arbeitsgruppe der InnenraumlufthygieneKommission des Umweltbundesamtes)

Auffälligkeitswerte im Hausstaub in mg/kg:

http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/Bilder/Flammschuitzmittel_Orientierungswerte.JPG

Erläuterung der Werte

Die "AGÖF-Orientierungswerte" basieren auf statistischer Ableitung und umfassen "Hintergrund-, Normal- und Auffälligkeitswerte". Als Hintergrundwert wird dabei das 10-Perzentil der Messwerteverteilung verwendet, als Normalwert das 50-Perzentil und als Auffälligkeitswert das 90 Perzentil.


"Hintergrundwert"
Der "Hintergrundwert" beschreibt einen Zustand, der durch die konsequente Vermeidung von Emissionsquellen erreichbar und deswegen grundsätzlich anzustreben ist. Diese Hintergrundwerte liegen vielfach kleiner gleich der Nachweisgrenze der angewandten Methoden.

 


"Normalwert"
Der "Normalwert" stellt die durchschnittliche Belastungssituation des betrachteten Kollektivs vor, die im Allgemeinen auf Quellen im Innenraum zurückgeht. Bei diesen Werten können zwar Innenraumquellen angenommen werden, ein Handlungsbedarf läßt sich daraus üblicherweise jedoch nicht ableiten.

"Auffälligkeitswert"
Der "Auffälligketiswert" beschreibt eine Überschreitung von in Innenräumen üblichen Konzentrationen und legt das Vorhandensein einer Schadstoffquelle nahe. Je nach Konzentration und Eigenschaften der Substanz sind weitere Untersuchungen zur Identifizierung der Quelle angezeigt. Unter Umständen ist eine Sanierung zu empfehlen.

 

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Entsorgungsprobleme mit Polystyrol?

Ungeachtet der seit Jahrzehnten bekannten gesundheitlichen Risiken durch HBCD (bisher nahezu in allen Polystyrol-Dämmstoffen eingesetzt) und damit verbundenen späteren Entsorgungsproblemen für die Verbraucher hat die Bundesregierung seit Jahren den Einsatz dieser Produkte massiv staatlich gefördert;

auch nach einem generellen Verbot von Herstellung und Einsatz dieser Produkte seit November 2014 hat die EU Anfang 2016 erneut eine Verlängerung des Einsatzes für Dämmstoffe bis 21.08.2017 genehmigt.  Quelle UBA Februar 2016

NEU:

„Die Ausnahme für das Inverkehrbringen und Verwenden von Dämmstoffen aus EPS mit HBCD endet voraussichtlich am 21. Februar 2018 (6 Monate nach Ende des Überprüfungszeitraums der aktuell erteilten Zulassungen). Es sind jedoch bereits jetzt ausreichend EPS-Dämmstoffe ohne HBCD erhältlich, so dass auf die Verwendung HBCD-haltiger Produkte verzichtet werden sollte.UBA Juli 2016 

Auch die Einstufung von diesen Produkten als Sonderabfall trotz nachgewiesener enormer Folgen für Umwelt und Mensch wurde jahrelang massiv verhindert -erst ab 1.10.2016 sollte  nunmehr diese Einstufung gelten, die von den "Entsorgern" beklagt wird - und mit den Aussagen "Entscheidung über Nacht"  (Zitat Mittelbayerische Zeitung") sollen eigene Versäumnisse vertuscht werden. 

Rückzieher der Bundesregierung

Dezember 2016: Erneut konnte sich die Industrielobby erfolgreich durchsetzen.

Ein weiteres Jahr darf Polystyrol mit dem hochgiftigen Flammschutzmittel HBCD die Umwelt vergiften - ein Gesetz, welches diese Produkte als Sonderabfall einstufte wurde erneut  für ein Jahr  ausgesetzt!    Pressemeldung

 

Der NDR berichtete bereits im November 2015 von dieser Gesetzesänderung (Einstufung als Sonderabfall) - ohnedies wurde auch dieser Beschluss von ursprünglich Frühjahr 2016 bereits auf 1.10.2016 verschoben, um den Entsorgern ausreichend Zeit für die Beantragung entsprechender Genehmigungen für die Entsorgung zu geben. Zum TV Bericht

Bis zuletzt versuchte die Herstellerlobby eine derartige Einstufung zu ignorieren!  

(Aussendung Industrieverband, Seite 2)

Neben lange verdrängtem Wissen über künftig erhöhte Entsorgungskosten für den Verbraucher konnte hier eine mächtige Industrielobby Bundesregierung und EU dazu bringen, umwelt- und gesundheitsschädliche Produkte zuzulassen, in Deutschland  mit massiven öffentlichen Subventionen beim Einsatz zu Energiesparmaßnahmen sogar noch zu fördern. Staatliche Förderprogramm sollten daher künftig unbedingt Fragen der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von Produkten als wesentliches Kriterium mit einbinden. 

Inzwischen wird ohnedies bereits wieder versucht, das Problem HBCD Entsorgung "aus der Welt zu schaffen" und das Risiko zu bagatellisieren - Gesundheitsschutz steht somit erneut weit nachgereiht nach "präventivem Gesundheitsschutz der Bevölkerung". 

 

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Quellen für Flammschutzmittelbelastungen

Zu finden sind kritische Flammschutzmittel aus der chemischen Familie der chlorierten Phosphorsäureester in PU-Schäumen, Montageschäumen, Matratzen, Möbeln, Elektrogeräten, Teppichrücken, Tapeten, Gardinen, Farben, Lacken, Versiegelungen und anderen Produkten. Im Staub vieler Wohn- und Arbeitsbereiche sind sie zu finden. Quelle VDB

Vor allem sind es zahlreiche Dämmstoffe, die teils hohe Mengen an Flammschutzmitteln beinhalten.

 

"Wissenschafter der Universität Birmingham haben auf der Konferenz "Dioxin 2008" Forschungsergebnisse präsentiert, nach denen der Staub in den Klassenräumen von britischen Schulen hohe Konzentrationen der gefährlichen Flammschutzmittel PBDE, HBCD, TBBP-A, PFOS und PFOA enthält. Das Wissenschaftlerteam aus Birmingham teilte in seiner Pressemitteilung mit, dass die Werte von HBCD in den untersuchten Kindertagesstätten und Klassenräumen der Grundschüler höher waren, als in Proben von Büros und Wohnhäusern." (Hill - Schadstoffe in Schulen Seite 51; Publikation Original)

 

 

 

 

Bagatellisierung der gesundheitlichen Risiken (EFSA)

Diskussion

Wie bei vielen anderen Schadstoffen werden die gesundheitlichen Risiken auch von Flammschutzmitteln von manchen – vor allem internationalen Organisationen unter dem Einfluss mächtiger Industrie-Lobbyarbeit bagatellisiert:

Beispiel HBCD

"Problemfrei" sieht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beispielsweise das inzwischen verbotene HBCDD - hier werden die Verbraucher von einer lobby-gesteuerten  EU Institution "beruhigt" - "die Belastungen seien in keiner Weise besorgniserregend".

"Hexabromcyclododecane (HBCDD) – die derzeitige lebensmittelbedingte Exposition gegenüber HBCD in der EU gibt keinen Anlass zu Gesundheitsbedenken. Auch eine zusätzliche Exposition, insbesondere von Kleinkindern, gegenüber HBCDD durch Hausstaub dürfte keine gesundheitlichen Bedenken aufwerfen." Quelle: ESFA

EGGBI hat sich bereits im Januar 2014(!) an die ESFA mit der Bitte um eine Stellungnahme gewendet - und erhielt im November 2015 eine ähnlich lautende Antwort.

Siehe dazu Bagatellisierung durch internationale Organisationen

 

Nicht gleich "harmlos" (kein sofortiger "Handlungsdruck") werden Flammschutzmittel - vor allem HBCD von einer neutralen Wissenschaft bewertet:

Klare Beweislage: Schuldig im Sinne der Anklage

"Die Befunde waren letztlich eindeutig: 30 Jahre nach Beginn der industriellen Produktion und Anwendung auf der ganzen Welt hat das Expertengremium der Stockholm-Konvention HBCD als POPs klassiert und damit den Grundstein für das weltweite Verbot gelegt. Der Beschluss wurde formal am 9. Mai 2013 umgesetzt und tritt mit einer etwa einjährigen Übergangsphase in Kraft. Norbert Heeb meint dazu: «Einmal mehr müssen wir nach besseren Alternativen suchen. Und die vielen Gebäude, die mit HBCD-haltigen Polystyrolen isoliert wurden, sind zu einer Altlast geworden, die uns in Zukunft noch hohe Entsorgungskosten bescheren dürften." Quelle IDW

Siehe auch Bagatellisierung von Risiken durch Behörden

 

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Suche nach "alternativen" Flammschutzmitteln

Obwohl die Dämmstoff-Industrie offensichtlich seit Jahren "offiziell" nach gesundheitsverträglicheren Alternativen beispielsweise zu HBCD sucht, wird das tatsächliche Interesse an solchen Alternativen (da voraussichtlich um einiges teurer) durchaus in Frage gestellt:

"In ihren Forschungsabteilungen soll es jedoch rumoren, wenn man dem Flammschutzmittelexperten Manfred Döring vom Forschungszentrum Karlsruhe glauben darf: "Die Flammschutzmittelhersteller suchen alle insgeheim nach Alternativen", verrät er. "Aber wenn es ruchbar wird, dass es eine halogenfreie Alternative gibt, dann wird HBCD sofort verboten. Deshalb halten sie gemeinsam still, solange es geht." Ein Ersatzstoff wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer. Ein drohendes Verbot könnte die Preise für den Ersatz erst recht in die Höhe treiben. Pressebericht 

Obwohl derzeit bereits "sogenannte" (anggeblich ungefährliche) Alternativen existieren, hat die EU erst vor kurzem die Übergangsfrist der Zulassung für Polystyroldämmungen bis 2017 verlängert.

 

Anders sieht dies die Computerindustrie, die eine Substitution dieser Flammschutzmittel ausdrücklich unterstützt:

Acer, Dell, Hewlett Packard und Sony Ericsson unterstützen das Verbot aller bromhaltigen Flammschutzmittel in Elektro- und Elektronik-Geräten. Die Unternehmen unterstützen nicht nur Vorschläge zum Verbot von Hexabromcyclododecan (HBCD) zusätzlich zu Decabromodiphenylether (Deca-BDE; bereits verboten) in der derzeit überarbeiteten EU RoHS Richtlinie, sondern alle bromhaltigen Flammschutzmittel in dieses Verbot einzuschließen. (Flammschutz-online)

 

Namhafte Konzerne versprechen bereits den Einsatz von umweltfreundlicheren bromierten polymeren Flammschutzmitteln.

Hier fehlen aber nach wie vor Nachweise gesundheitlicher Unbedenklichkeit - bromierte Flammschutzmittel weisen grundsätzlich durchaus  wesentliche gesundheitliche Risiken auf. Empa, Schweiz: "Bromiert für die Ewigkeit"

 

Sieh dazu auch: Risikoforschung

 

Neuentwicklungen 

Umfassende Informationen fehlen uns derzeit auch noch zu einer  Neuentwicklung der Empa, Schweiz:

"Flammschutz ohne Gift" (Pressemeldung August 2013)

sowie zu einem Ergebnis des Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF (Prof. Dr. Manfred Döring)

"Flammschutzmittel ohne Gift" (Pressemeldung 2.10.2013)

 

 

 

Weitere - unsererseits "unbewertete"  Informationen zu Flammschutzmitteln:

"Ist die Verwendung von Polystyrol (PS - EPS - XPS) noch verantwortbar"

Weltweites Aus für Flammschutzmittel

 

Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen mit Polystyrolprodukten?

„Verdämmt und zugeklebt“– Capital 3/2013

„Energiepolitik                                   

Um das Klima zu retten, werden Deutschlands Häuser in Styropor eingepackt – mit zweifelhaftem Nutzen. Poiltik/Industrie und Wissenschaft wollen es so. Den Schaden hat der Bürger.“ (Die Dämmfalle)

 

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Verunsicherung durch nicht definierte Neubezeichnungen ?

"Greenwashing" oder  wirklich "unbedenkliche" Alternativprodukte?

Seit dem definitiven Verbot von HBCS überschwemmt die Dämmstoffindustrie die Konsumenten mit Informationen über die Substitution von HBCD durch alternative "unbedenkliche Flammschutzmittel".

(Beispiele: BASF,  Wienerberger, Isobouw und andere).

Dabei liest man in den meisten Fällen nur von der Bezeichnung 

Polymer FR

Was ursächlich bedeutet:

·         Polymer = „aus vielen gleichen Teilen aufgebaut" (http://www.chemie.de/lexikon/Polymer.html

·         FR  =       "Flame Retardants" = Flammschutzmittel

Leider geht aus dieser Bezeichnung in keiner Weise hervor, aus welchen Stoffen dieses Flammschutzmittel besteht - ob, und in welchem Ausmaß auch hier gesundheitsrelevante Auswirkungen möglich sind - vielmehr erscheint uns eine Bezeichnung "aus vielen gleichen Teilen aufgebautes Flammschutzmittel" als absolut nichtssagend!

EGGBI versuchte bereits seit längerem, diesbezügliche stoffliche Informationen und "neutrale" gesundheitliche Bewertungen zu erhalten.

Das Umweltbundesamt verweist in einer Stellungnahme, dass bei Polymeren zu unterscheiden ist  

zwischen reaktiven - und additiven -

welches Flammschutzmittel nun tatsächlich bei den "beworbenen Produkten" zum Einsatz kommt, konnten wir bisher (Mai 2017) leider noch nicht eruieren.

Infos auch unter "Polymere Flammschutzmittel" (Hinweise auf eine Vielzahl unterschiedlicher "Polymer" - Produkte - welche werden aber nun tatsächlich bei den genannten Dämmstoffen eingesetzt?) 

Woraus bestehen diese Produkte wirklich?

Beispiel: Pressemeldung

Von den meisten "Anwendern" dieses Produktes erhielten wir lediglich "Weiterleitungen" an "Vorlieferanten" in Konzerne in Israel, USA. (Beispiel)

Offensichtlich wissen manche europäischen "Vertreiber" ebenso wie die Anwender dieser "alternativen" Flammschutzmittel selbst nicht, woraus diese tatsächlich bestehen!

Zitat eines Herstellers, der längere Zeit bereits mit dem neuen "Flammschutzmittel" warb, und uns selbst die (grundsätzlich ohnedies nicht sehr aussagekräftigen) Sicherheitsdatenblätter verweigert:  

"Wir ersuchen um Verständnis, dass die erwähnten Sicherheitsdatenblätter uns im Rahmen eines Geschäftsverhältnisses zur Verfügung gestellt wurden und es nicht unserem Geschäftsgebaren entspricht, Daten externer Unternehmen an Dritte zu geben.

Wie bereits erwähnt, empfehlen wir Ihnen, sich direkt an die Hersteller von Poly-FR zu wenden."

Von den hier zitierten Vorlieferanten (in Israel und in den USA) konnten wir allerdings bisher ebenfalls keinerlei Informationen erhalten! 

 Ökologische Bewertung

"PolyFR weist eine geringe Toxizität, aber eine hohe Persistenz (langes Verbleiben) in der Umwelt auf." (Quelle: US EPA: Flame Retardant Alternatives for Hexabromocyclododecane (HBCD), S. 4-108.)

Grundsätzliche Aussagen des Umweltbundesamtes zu bromierten Flammschutzmitteln -

dazu zählen auch die "Neuen" (PolyFR):

Bromierte Flammschutzmittel: 

Schutzengel mit schlechten Eigenschaften? 

und Hintergrundpapier "Bromierte Flammschutzmittel"  

 

 

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Antwort BASF November 2015 - auch mit einer exakten Definition der Bezeichnung PolyFR: 

Auszüge aus dem Schreiben:

PolyFR ist ein spezifischer Stoff mit der CAS-Nr 1195978-93-8 "Benzene, ethenyl-, polymer mit 1,3-butadiene, brominated“.

"1. PolyFR ist wie EPS ein thermoplastischer styrolischer Kunststoff mit ähnlich hohen Molekulargewichten (um 100 000 g/mol, HBCD ca. 700 g/mol) mit aliphatisch verbundenen Bromatomen. Analog EPS sind die Moleküle so groß, dass sie Zellmembranen nicht passieren können. Sie haben keine Bioverfügbarkeit.

2. PolyFR ist aufgrund seiner chemischen Struktur vergleichbar zu EPS, was eine völlige Verträglichkeit und damit Mischbarkeit bedeutet. Aufgrund dessen und aufgrund des hohen Molekulargewichts ist PolyFR nicht mehr migrationsfähig. Damit hat es einen Sicherheitsstatus bzgl. Exposition wie reaktive Flammschutzmittel, die ebenso wie hier das Brom an die Polymermatrix fixiert sind. Der Zusatz von PolyFR liegt aufgrund der hohen Effizienz nur bei ca. 1%.

Von der Firma Dow als Erfinder und Patentinhaber wurden grundlegende Tests durchgeführt, obwohl es nach REACH nicht erforderlich gewesen wäre (Polymerausnahme zur Registrierung):

Akute Toxizität an Mäusen und Ratten, subakute  Studie 28 Tage an Ratten mit Reproduktionsendpunkten, Prüfungen auf Genotoxizität, Reizung, Sensibilisierung, aquatische Toxizität an Daphnien, Hydrolyse, PBT Eigenschaften. Dies alles war ohne Befund, kein Hinweis auf kanzerogene oder reproduktionstoxische Eigenschaften, PBT Eigenschaften. Der Stoff ist stabil, nicht abbaubar wie EPS (absichtlich). Die zusätzliche Durchführung von toxikologischem Modelling war ebenfalls ohne Befund. PolyFR ist kein Gefahrstoff."

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Somit würde PolyFR aus gesundheitlicher Sicht auf jeden Fall eine wesentliche Optimierung zahlreicher Produkte darstellen - wir haben das Umweltbundesamt sowie Institute aus unserem Netzwerk um eine Stellungnahme zu dieser Produktpräsentation eingeladen und würden uns freuen, wenn diese "Unbedenklichkeit" zusätzlich bestätigt wird,

obwohl einzelne Ausgangsstoffe  - z.B. Benzene (CAS 71-43-2) grundsätzlich mit zahlreichen H-Sätzen "ausgezeichnet" sind:

 

Gefahrenhinweise - H-Sätze Benzene:

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.
H350: Kann Krebs erzeugen.
H340: Kann genetische Defekte verursachen.
H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
H304: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
H315: Verursacht Hautreizungen.
H412: Schädlich für Wasserorga
ganismen, mit langfristiger Wirkung. Quelle 

Auch für Brom gibt es diverse Gefahrenhinweise, ebenso wie für 1,3 Butadien (CAS: 106-99-0: H350, H 340).

Diverse Sicherheitdatenblätter (z.B. ICL) weisen zu CAS 1195978-93-9(!) aktuell keinerlei "Gefahrenhinweise auf" - verweisen allerdings auf  (noch?) "nicht klassifizierte" R-(bzw. H-) Sätze - dabei "irritiert" zumindest den "Nichtchemiker" unter kritischen Verbrauchern allerdings auch die unterschiedlichen Bezeichnungen zu der angegebenen CAS Nummer:

Beispiel:

 

Anders als ICL, BASF "Benzene, ethenyl-, polymer mit 1,3-butadiene, brominated“ spricht ISO BOUW von einem "Blockpolymer aus Polystyrol und "brominated" Polybutadiene". (Styrol wird aus Ethylbenzol hergestellt). Auch hier landen wir bei der Einzelstoffbezeichnung Polystyrol (CAS: 9003-53-6) bei einem Produkt ohne "Gefahrenhinweis" -  bei der Einzelkomponente Styrol (CAS: 100-42-5) bei nicht unwesentlichen Gefahrenhinweisen:

Gefahrenhinweise - H-Sätze:

H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.
H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H315: Verursacht Hautreizungen.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

Die künftige Diskussion wird sich daher vor allem um die nachhaltige "Stabilität" dieser neuen Verbindung/ dieses Alternativproduktes zu HBCD (auch bei thermischen Belastungen - z.B. sommerliche Erhitzung an Fassaden) bewegen - ebenso aber auch bezüglich aktueller und vor allem zukünftiger "Entsorgungsvorschriften". 

 

Entsorgung- Unterscheidung ?

Schwierig für den Verbraucher aber auch den Entsorger ist es allerdings derzeit bei Polystyrol-Dämmstoffen festzustellen, ob es sich noch um Produkte mit HBCD oder bereits mit PolyFR handelt - nur im Labor kann hier eindeutig Gewissheit erlangt werden.

 

Zitat:   "Durch eine Extraktion von EPS- oder XPS-Stücken in Aceton und anschließender Röntgenfluoreszenzspektroskopie kann einfach zwischen einer Ausrüstung mit Hexabromcyclododecan oder PolyFR unterschieden werden."

(Quelle: M. Schlummer, J. Vogelsang, D. Fiedler, L. Gruber, G. Wolz: Rapid identification of polystyrene foam wastes containing hexabromocyclododecane or its alternative polymeric brominated flame retardant by X-ray fluorescence spectroscopy. In: Waste Management & Research, 2015, doi:10.1177/0734242X15589783.)

 

Umweltbundesamt: "Wie erkenne ich..."

 

 

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Flammschutzmittel für Naturbaustoffe

Noch immer verwenden zahlreiche Naturdämmstoff- Hersteller Borate als Flammschutzmittel.

 

Borsäure 

H-Sätze: (Gestis Stoffdatenbank)

H360FD: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen.

GHS-EINSTUFUNG VON GEMISCHEN:

Spezifische Konzentrationsgrenzen

Repr. 1B; H360FD: C >= 5,5 %

Giftige Stoffe Daten:   10043-35-3(Hazardous Substances Data)

 

Natriumborat 

CAS 1330-43-4

H-Sätze: (Gestis Stoffdatenbank)

 

H360FD: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen.

GHS-EINSTUFUNG VON GEMISCHEN:

Spezifische Konzentrationsgrenzen

Repr. 1B; H360FD: C >= 4,5 %

 

Giftige Stoffe Daten:  1330-43-4 (Hazardous Substances Data)

 

 

Bewertungen "Borate"durch Natureplus 2009 und aktuell

 

"Natureplus" (Abschlußbericht für FNR) Seite 44/45: 2009

 

2.2.3 Einstufung von Bor

 

Mit der 30. ATP zur Richtlinie 67/548/EEC wurden Borsäure und die Borate (Salze der Borsäure) als „Fortpflanzungsgefährdend (Reproduktionstoxisch), Kategorie 2“ eingestuft. 

 

Die 30. ATP wurde als 1. ATP nach CLP/GHS (Globales harmonisiertes System (GHS) zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (CLP) gefährlicher Stoffe und Zubereitungen) übernommen.

 

Die geplante Kennzeichnung nach dem alten System und der 30. ATP als:

· T (Reproduktionstoxisch Kategorie 2), Symbol: Totenkopf

· R 60 (Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen)

· R 61 (Kann das Kind im Mutterleib schädigen)

· R 48 (Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerfristiger Exposition)

· R 22 (Gesundheitsschädlich beim Verschlucken)

wurde daher in das GHS/CLP übernommen.

 

Voraussichtlich ab dem 1.12.2010 werden dann Borsäure und Zubereitungen (GHS/CLP: Mischungen) mit mehr als 5,5 % freier Borsäure eingestuft und gekennzeichnet mit:

· Reproduktionstoxisch Kategorie 1B (bei Konzentrationen ≥ 5,5%)

 Gefahrenhinweis: H360FD:

"Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen".

· Symbol: GHS08 „Gesundheitsgefahr“

· Signalwort „Gefahr“

 

Die natureplus-Kriterienkommission musste sich im Rahmen des Projekts mit der Tatsache auseinandersetzen, dass mit dieser Einstufung zahlreiche Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen, welche Borsalze und Borsäure als Einsatzstoffe enthalten, den natureplus- Basiskriterien (Vergaberichtlinie RL0000) widersprechen.

 

Dort heißt es nämlich:

 

㤠2.6 Die Zugabe von folgenden Einsatzstoffen ist nicht erlaubt:

 

· Verbotene Stoffe nach RL 67/548/EWG, GefStoffV, TRGS 905, nationalem Recht

· Stoffe mit Gefahrensymbol T: > 0,1 %

· Stoffe mit folgenden R Sätzen:

o R 48, Ernsthafte Schäden bei längerer Exposition

· Stoffe mit folgenden R Sätzen > 0,1 %:

o R 60, Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

o R 61, Kann das Kind im Mutterleib schädigen

· Stoffe mit Kombinationssätzen, in denen einer der oben genannten R-Sätze vorkommt“

 

Insbesondere in Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (vor allem Produkten aus Zellulose, aber auch aus Holzfasern und sogar aus Schafwolle) werden Borsalze und Borsäureeingesetzt.

 

Sie erfüllen dort zwei Funktionen:

Während die Borsalze (in einer Konzentration von 10-12 %) üblicherweise vor allem für den Brandschutz sorgen, hat die Borsäure (in einer Konzentration von 3-4 %) eine Pilz hemmende Wirkung.

 

Das sind beides Eigenschaften, die im Rahmen der bauaufsichtlichen Zulassung erfüllt werden müssen, um eine entsprechende Baustoffklasse bzw. den Widerstand gegen mikrobiellen Abbau nachzuweisen.

 

Borverbindungen sind hierfür in zweierlei Hinsicht besonders geeignet:

Zum einen „produzieren“ Borsalze bei Zufuhr von Energie/Hitze (das heißt im Brandfall) Wasser, das lokal die Entflammbarkeit herabsetzt.

 

Zum anderen ist Borsäure als relativ mildes Fungizid anzusehen, ohne zu einer VOC Belastung zu führen. Auch eine insektizide Wirkung ist nachgewiesen.

 

Die Applikation der Borate auf der (Zellulose-)Faser geschah in der Regel durch Benetzung mit einerBorat-haltigen Lösung. Nur im Ausnahmefall (Alchimea-Verfahren) wurde das Salz mittels eines Latex-Klebers an der (Woll-)Faser fixiert.  Natureplus/ Seite 44/45

 

"Damit ist und bleibt die Einstufung der Borverbindungen bei Repr. 1B (vorher "R2") und damit nachweislich fortpflanzungsgefährdend.

 

Diese Einstufung schließt gemäß den natureplus-Basiskriterien (RL0000) den Einsatz dieser Stoffe – egal in welcher Konzentration – in natureplus-zertifizierten Produkten aus.

 

Die Überlegungen, wie zugunsten der Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen eine Regelung gefunden werden kann, welche diese Bestimmungen umgeht, sind damit zwar noch nicht endgültig abgeschlossen, aber in eine Sackgasse gelangt.

 

Wie man da wieder herausgelangt und Aspekten der konkreten und anwendungsbezogenen Gefährdung größeren Raum verschafft gegenüber der abstrakten Stoffbewertung, wird die Kommission sicher noch weiter beschäftigen. Auf jeden Fall wird natureplus es aber tunlichst vermeiden, durch die Zulassung von KMR-eingestuften Einsatzstoffen seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen." Natureplus/ Seite 52

 

Für EGGBI war es bisher nicht möglich, entsprechende Dokumente, Nachweise. selbst die Emissionsprüfberichte von Zellulose- Dämmstoffherstellern zu erhalten

 

Gesundheitlich unbedenkliche Alternativen: 

Es gibt bekanntlich bei Naturbaustoffen auch Alternativen mit absolut unbedenklichen Einsatzstoffen:

Molke, Soda

Beispiele:

Die Firma Thermo-Natur  verwendet als "Flammschutzmittel" reines Soda, die HOIZ - Hobelspandämmung  (Firma Baufritz) an Stelle reproduktionstoxischer Borate für den Flammschutz Molke und ebenfalls Soda (beide Produkte sind auch natureplusgeprüft).

Schafwolle benötigt auf Grund eines hohen LOI (Limiting Oxygen Index) keinen Flammschutz:

Ein niedriger LOI bedeutet hohe Brennfähigkeit. Da der Sauerstoffgehalt der Luft bei 21 % beträgt, brennt ein Material, dessen LOI unter 21 liegt, bei Luftzufuhr weiter. Der LOI der Schafwolle liegt bei 25 (Baumwolle z.B.: 18) Quelle

 

Weitere alternativ eingesetzte Flammschutzmittel

 Ammoniumphosphate:

Auch hier sind noch Fragen zu klären:

  • Wer hat- / wie grundsätzlich erforderlich - die gesundheitliche Unbedenklichkeit dieser Produkte nachhaltig überprüft und nachgewiesen?
  • Wer hat bisher eine Überprüfung der Radioaktivität von in Dämmstoffen verwendeten Ammoniumphosphaten durchgeführt?
  • Wie dauerhaft funktioniert Ammoniumphosphat?

Zitat:

Ammoniumphosphat, ist ein Ammonium-salz der Phosphorsäure. Es bildet gut wasserlösliche Kristalle als Trihydrat.

Darstellung:

Hergestellt werden kann Ammoniumphosphat durch die Neutralisation von Ammoniak mit Phosphorsäure

Ammoniumphosphat ist im festen Zustand instabil. Es zerfällt unter Abgabe von Ammoniak.

http://www.chemie.de/lexikon/Ammoniumphosphat.html

 

Antimonverbindungen:

Beispiel Antimontrioxid: 

Allgemeine Charakterisierung:

Antimontrioxid ist kein Flammschutzmittel, sondern ein Flammschutzmittel-Synergist

für halogenierte Flammschutzmittel bzw. halogen-haltige Polymere, der die Wirksamkeit der halogenierten Flammschutzmittel steigert bzw. in Kombination mit Halogenen aus halogenierten Polymeren flammhemmend wirkt.

ATO kommt (wegen Staubgefahr und Krebsverdacht) angefeuchtet oder gepastet bzw. gekapselt sowie als Teil von masterbatchs in den Handel. ATO wird ferner in der Emailleindustrie (Trübungsmittel) und in der Glasindustrie (Läuterungsmittel), ferner bei der Glasfaserherstellung verwendet.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/1965.pdf

 

Gesundheitliche Bewertung Antimon

 

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Risikoforschung sollte Pflicht vor Markteinführungen werden

Ähnlich wie bei Fragen neuer Nanoprodukte sollte auch bei der Einführung längst angekündigter "neuer" Flammschutzmittel (vor allem als Ersatz für HBCD) vorher geprüft werden, welche Auswirkungen diese Stoffe erneut auf Mensch und Umwelt haben.

Bekanntlich sind Fische seit jeher ein sehr wertvoller Indikator für gesundheitliche Belastungen.

Roxina Sühring vom Institut für Küstenforschung am Helmholtzzentrum Geesthacht stellte aktuell in ihrer Doktorarbeit besorgniserregende Konzentrationen alter, aber auch "neuer" Flammschutzmittel in Aalen fest.

"In ausgewachsenen Aalen weist Sühring, im Vergleich zu den von ihr untersuchten Jungaalen, im europäischen Vergleich nach wie vor hohe Konzentrationen der bereits verbotenen PBDEs nach. Als Ersatz werden heute bromierte Flammschutzmittel oder chlorierte Dechlorane eingesetzt. Diese Substanzen konnte Roxana Sühring in allen Lebensstadien der Aale finden. 

Besonders in Jungaalen sind diese Ersatzstoffe in höheren Konzentrationen enthalten als die PBDEs. Dafür hat die Umweltchemikerin in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Thünen-Instituts Gewebeproben von etwa 90 Europäischen Aalen verschiedenster Lebensstadien aus der Elbe, dem Rhein und dem deutsch-dänischen Fluss Vidå untersucht."

"Es ist bekannt, dass von halogenierten organischen Verbindungen Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen. Zu dieser Stoffgruppe gehören auch die bromierten Flammschutzmittel und die chlorierten Dechlorane. 

Um das Risiko dieser neuartigen Flammschutzmittel einzuschätzen, gibt es laut Sühring jedoch noch zu wenige Untersuchungsdaten und daher auch keine offiziellen Grenzwerte."  Pressemeldung 12.08.2013

Zur Arbeit des Institutes:

"Im Fokus der Arbeit stehen derzeit langlebige organische Schadstoffe, insbesondere polyfluorierte Verbindungen, wie sie in Antihaftbeschichtungen sowie Fett und Wasser abweisenden Materialien zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Vorkommen und Verhalten von alternativen Flammschutzmitteln untersucht. Beiden Substanzgruppen ist gemein, dass sie sehr langlebig sind und sich deshalb in der Nahrungskette stark anreichern. Inwieweit sie toxisch wirken und welche die bedeutendsten Schadstoffquellen sind, ist bislang noch weitgehend unerforscht."

Weiterführende Informationen

Toxische Flammschutzmittel (Washington Toxic Coalition)

 

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Hinweis

zu EGGBI Kommentaren - Stellungnahmen

Es handelt sich hier um Diskussionsansätze mit ausdrücklichem Wunsch nach fachlicher "Auseinandersetzung".

Industriestellungnahmen sollten allerdings mit entsprechenden Nachweisen/ Forschungsangaben unterlegt werden (nicht nur "Eigenaussagen von Herstellern").

Allgemeine Ergänzung dazu

 

02.09.2017

Gift im Container

ZDF Beitrag

In deutschen Häfen werden jährlich rund 15 Mio. Container umgeschlagen. Etwa ein Fünftel davon ist mit gesundheits- und umweltschädlichen Gasen belastet.(Video- youtube)

Ein (!) Beispiel: "Die Toxikologin Prof. Lygia Budnik vom Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in Hamburg hat das Ausgasen verschiedener Produkte untersucht. Die meisten Schuhcontainer überschritten die Grenzwerte verschiedener giftiger Chemikalien um ein Vielfaches. "

Wiederholung:  Phoenix: Di, 05.09. 18:00 Uhr

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Allgemeine Termine

Ökologischer Ärztebund

Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

___________________________

AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

Veranstaltungen

___________________________

Sentinel-Haus Institut    

Termine zum Thema "Wohngesundheit"

__________________________

Umweltbundesamt          

Veranstaltungen-Termine

___________________________

IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

Veranstaltungen und Kongresse

___________________________

Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

Baubiologie-Termine

___________________________ 

IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

Seminare Termine

___________________________

MCS + CFS - Intiative NRW e.V.

Veranstaltungen

___________________________

 

 Veranstaltungen

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MCS + CFS Initiative NRW e.V.

 

 

 

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12.07.2017

exakt - Die Story | MDR FERNSEHEN | 12.07.2017 | 20:45 Uhr

"Es ist mein Recht"
exakt – Die Story zeigt Menschen, die in Deutschland noch immer an ihre Grenzen stoßen - weil sie behindert sind. Und das, obwohl es seit fast zehn Jahren klare Richtlinien gibt: die UN-Behindertenrechtskonvention.

zur Ankündigung     und Link zum Bericht

spannendes Thema- auch für Umwelterkrankte: weitere Informationen zu Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

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02.05.2017

Vorträge zum "barrierefreien Bauen" im Aventinum Abensberg

19 Uhr

Christine Harnest, Innenarchitektin

„Barrierefreies" Bauen im privaten und öffentlichen Raum

Josef Spritzendorfer, Baustoffexperte

„Barrierefreies Bauen" für Allergiker und Umwelterkrankte

Schadstoffe in Baustoffen und Gebäuden

Pressebericht

Gesamtprogramm zur Veranstaltungsreihe und zur Ausstellung "Barrierefreie Gemeinde" 

 

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22.03.2017

Eltern informieren zum Schadstoff-Fall Rebstock

Nachdem seitens der Behörden bis heute keinerlei Schadstoffprüfergebnisse publiziert werden, Anfragen auch der Presse nicht beantwortet  werden:  allerdings musste der Tagungsort geändert werden, da die Räume seit heute nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weiter Infos

 

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02.03.2017

WDR  22 Uhr 40

Menschen hautnah: Der Mann, der im Wald lebt
Aus dem Leben eines Elektrosensiblen
Ein Film von Marcus Lenz und Patrick Waldmann

Programmvorschau

Wiederholungen:

Samstag, 4.03.2017 19 Uhr       ONE 1

Montag, 06.03.2017 10 Uhr 15  ONE 1

Mehr Infos zu Elektrosensitivität 

Besuchen Sie uns auch auf Facebook

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Gift im Klassenzimmer - ZDF Bericht

Bereits online

Deutsche Erstausstrahlung: (Youtube)

So 20.11.2016 ZDF 16:30 bis 17:00

Wiederholung:

Mo 21.11.2016     04.05. - 04:35

Unterricht an Deutschlands Schulen ist gefährlich: Asbest, PCB und Formaldehyd verpesten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden. Täglich setzen sich Kinder und Lehrer Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Die Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Krankheiten treten erst Jahre später auf. 

Auch EGGBI ist seit Jahren mit diesem Problem befasst (siehe auch Presseberichte zu Schadstoffbelastungen in Schulen) und berichtet über eigene Erfahrungen mit Eltern und Behörden.  Mehr Infos

 

 

27./28.1.2017

Unternehmerschulung 2017 in Weiden

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

Programm und Anmeldung

Referenten 

 

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23.09 -25.09.2016

Präsenzveranstaltung im Rahmen des

Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

aktuell mit den Themenschwerpunkten

1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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Montag 15.02.2016

WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

 

Giftiger Holzschutz

 

Keine Hilfe für Betroffene

Weitere Sendungen

ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

Infos ZDF       Video

dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

 

 

30.11.2015

Deutsches Institut für Menschenrechte

Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

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16.11.2015

NDR Sendung "45 Minuten"

Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr   Youtube

 

Siehe dazu auch Aktuelles und

"Raumschadstoff Styrol"

 

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17.11.2015

»Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
Online-Seminar

 

Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

Veranstaltungsort  Online-Seminar

Datum   17.11.2015

15 - 16 Uhr

Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

Anmeldeformular

 

zum Seitenanfang ♦

 

 

07.08.2015

3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

Giftmüll für den Wohnungsbau

ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

zur Sendung

zum Video

Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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23. bis 24. September 2015

„Licht und die Innere Uhr in Weimar

Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

Programm und Anmeldung

9./10.Juli 2015

Baukultur Werkstätten 2015

Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

Programm

24.04.2015

Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

Programm und Anmeldung

 

 

10.04.2015

Handy- strahlendes Risiko

Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

(Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

Mehr zum Thema

11.3.2015

5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Augsburg

Mittwoch, 11.03.2014

Programm

11.10.2014

Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

 

30.09.2014

Radon in Gebäuden

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Programm

 

 

3./4.November 2014

2. VDB-Baubiotagung

"Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

Seminarprogramm

vorgeschalteter Workshop

 

21.09.2014

Präsenzveranstaltung in Neuss

 

Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
ARCHITEKTUR UND UMWELT

SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

Inhalte

 

 

04.08.2014 ARD 21:40

Der große Deal

Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

"Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

 

 

7.und 8.5.2014

2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

Bauhaus-Universität Weimar

Programm

Pressebericht

EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

 

 

5./6.4.2014

Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

Veranstaltungshinweise

 

 

02.04.2014

Eurofins Webinar

Marketing emissionsarmer Produkte

  • Gesetzliche Anforderungen
  • Gütezeichen, Ökolabel
  • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
  • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

Mehr Informationen

 

 

01.04.2014

Eurofins Webinar

LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

    • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
    • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
    • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
    • Nachweis der LEED-Konformität  

  • Mehr Informationen

     

     

    31.03. 2014

    Eurofins Webinar

    Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

    • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
    • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
    • BREEAM, LEED
    • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
    • Finnisches M1-Gütezeichen

    Mehr Informationen

     

     

    26.03.2014

    3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Programm

     

     

    20./21.3.2014

    Tag der Holzforschung Braunschweig

    Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

    – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

    Stadthalle Braunschweig

    Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

    Pressebericht 

    18.03.2014

    WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

    Presselink

     

     

    26.02.2014

    Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

    Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

    Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

    Programm

     

     

     

    18.02.2014

    Bautec 2014 Berlin

    BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

    Themen:

    • Holz im Bauwesen
    • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
    • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

    Programm

    EGGBI Referat

    weitere Veranstaltungen der FNR

     

     

    13.12.2013

    Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

    Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

    Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

    Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

    Beginn: 9 Uhr 45

     

     

    30.10.2013

    BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

    Krankenhaus Waldfriede
    Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

    Programm

    22.10.2013

    Energieeffizientes Bauen und Sanieren

    Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

    Deutsch baltische Handelskammer

    Einladung

    18.9.2013

    Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

    8seasons München

    Einladung

     

     

    17.09.2013

    2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

    Tagungsort Bauzentrum München

    Willy-Brandt-Allee

    81829 München

    Beginn: 14 Uhr

    Weitere Infos und Anmeldeformular

     

     

    18.6.2013

    DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

    DGNB Impuls –

    Aufbruch der Ideen

    18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

    ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

    Infos

     

    Termin EXAKT Menschenrechte

    Termin Menschenrechte