Baustoffauswahl für MCS Kranke

 

Produktsuche für Umwelterkrankte, Allergiker...

Grundsätzlicher Hinweis:

Ich gebe weder am Telefon (Vermeidung von "Hörfehlern" bei Produktbezeichnungen), noch in Internetforen, bei Facebook oder anderen Netzwerken

 

(die Aktualität der sehr projekt- und personenbezogenen Empfehlungen und damit die Eignung für entsprechende Forums- Besucher kann hier nicht gewährleistet werden)

namentliche Produktempfehlungen

 

 

 

Allgemeine Empfehlungen erhalten Sie bei unserer Hotline

Spezifische Produkte, Systeme werden nur schriftlich, zeitnah aktuell und individuell empfohlen und/ oder bewertet!

Anfragen, auch Produktvorschläge der Verarbeiter sind zu richten an beratung@eggbi.eu

 

Bei MCS, Allergien und anderen Umwelterkrankungen bitte möglichst bereits bekannte individuelle Sensitivitäten schon bei der Anfrage bekanntgeben.(Fragebogen Gesundheit-Familie)

Fragen nach der Bewertung mehrerer Produkte:

Bitte die angefragten Produkte in unserer Bewertungsliste eintragen und per Mail zusenden. Wir können diese aber mangels zeitlicher Ressourcen nur bis zu einem gewissen Umfang ehrenamtlich und damit kostenlos bearbeiten. Erleichtert wird die Produktbewertung, wenn uns mit dem Produktnamen bereits möglichst(!) umfangreiche Produktinformationen, optimal Prüfberichte mitgesandt werden; die Beschaffung dieser Unterlagen sprengt in vielen Fällen meine zeitlichen Möglichkeiten. Sicherheitsdatenblätter oder "Hinweise" auf Gütezeichen (ohne den eigentlichen Prüfberichten mit Einzelwerten) sind ebenso wie "EPDS" (ökologischeProduktdeklarationen) für Bewertungen nicht ausreichend!

Siehe dazu auch:  Kostenlose Bewertung von Prüfberichten

Gerne erstelle ich für umfangreichere „Projekt“- Beratungen (Neubau, Komplettsanierungen), sofern zeitlich überhaupt möglich, ein entsprechendes Beratungsangebot. Aktuell erfordert die ehrenamtliche Tätigkeit für die Beratung von Betroffenen schadstoffbelasteter Schulen und Kitas die zeitlichen Ressourcen. 

Mailadressen werden weder für Werbezwecke verwendet noch weitergegeben. Siehe auch Impressum

 

Die EGGBI Bewertungskriterien für MCS Patienten orientieren sich nicht primär an "ökologischen" Voraussetzungen. Für "ökologisches Bauen" finden sich im Internet zahlreiche Anbieter, deren jeweilige Seriosität aber der Interessent selber hinterfragen muss. (Suche nach qualifizierten Beratern und Prüfern)

Viele Ökoprodukte können für Chemikaliensensitive unverträglich sein (Naturharze, Terpen, Essigsäure u.a.), manche erfüllen aber auch nicht die für bauliche Umsetzungen existierenden Normen (z.B. im Bereich Abdichtungen, Holzschutz...).

Primäres EGGBI Kriterium ist die Suche nach den jeweils "verträglichsten" Lösungen für die unterschiedlichsten Anwendungen; vor allem bei Gebäudesanierungen müssen dabei oft auch "unerfreuliche" Kompromisse eingegangen werden, wenn Bauträger, Planer, Handwerker und/oder Vermieter  aus Haftungsgründen auf "normgerechte" bauliche Umsetzung bestehen.

 

Produktauswahl 

Orientieren Sie sich möglichst nicht an Internet- und Prospektaussagen von Herstellern und Händlern - auch wenn diese besonders mit den Themen "MCS, Allergien" werben.

Siehe dazu "allergiker- und mcs- freundliche Produkte"

Empfohlen wird für MCS- Betroffene ein vierstufiges Auswahlsystem der Baustoffe

bestehend aus

  • einer zweistufigen Grundauswahl anhand von Produktinformationen (1 a, b,)
  • einer ebenfalls zweistufigen individuellen Austestung der so gefundenen Produktvorschläge (2 a, b).

1) Grundauswahl emissionsarmer Produkte  (Basisinformationen)


a) Überprüfung von Herstelleraussagen zu Inhaltsstoffen und Produkteigenschaften

Überprüfung einer umfassenden Inhaltsdeklaration  (wenn möglich mit CAS Nummern) 

Angaben bezüglich  Radongehalt – falls vorhanden auch  Radonabschirmpotential (sofern produktrelevant)

Technisches Merkblatt

Sicherheitsdatenblatt

Bauaufsichtliche Zulassung

Allgemeine Produktbeschreibung –

Nachweis Unbedenklichkeit bzgl. Faserbelastungen

Angaben über die Verwendung von Nanotechnologie

 

b) Überprüfung externer Prüfberichte zum Emissionsverhalten der Produkte

Ein umfassendes aktuelles Emissionszeugnis über Aldehyde, Isocyanate, SVOCs,  VOCS allgemein  (Einzel- und Summenwerte)  von einem anerkannten Prüfinstitut- (zertifiziert gemäß DIN EN ISO/IEC 17025; Teilnahme an Ringversuchen)

Inhaltsstoffanalysen

AOX, EOX,       nach DIN 1485, Extraktion, Analyse durch GC/MS

Phthalate:        Extraktion, Analyse durch GC/MS

Je nach Bauweise produktspezifische weitere Untersuchungen auf "mögliche" Schadstoffe wie Flammschutzmittel, Weichmacher, PFAS, Antistatika, antibakterielle Ausstattungen- Biozide; siehe dazu Beispiel(!): "mögliche Schadstoffe aus Bodenbelägen"

 

Wichtig vor allem bei MCS- Projekten:

Möglichst Ausschluss nicht nur von "bekannt" Allergie-auslösenden  Stoffen, vor allem in Produkten mit bestimmungsgemäßen Hautkontakt - unter anderem Chrom-VI Verbindungen, Nickel, Kobalt (z.B. Armaturen, Türklinken, Handläufe) -  sondern dazu  auch von  möglicherweise "nur" individuell sensibilisierenden Stoffen (optimal in Absprache mit dem behandelnden Arzt). 

Recyclingprodukte:
Für MCS- Patienten müssen wir Recyclingprodukte ablehnen, wenn ein nachvollziehbarer Nachweis über gleichbleibende Emissionseigenschaften der verwendeten Sekundärrohstoffe nicht nachvollziehbar vorgelegt werden kann; dies betrifft vor allem Papier - und Kunststoffrecycling: Siehe dazu Recyclingprodukte

Bei Elektrosensitivität:

Nachdem MCS- Kranke sehr oft aber auch unter      EHS (Elektromagnetische Hyper-Sensitivität) leiden, sollte vor allem auch bei der Anschaffung von Elektrogeräten,  bei der Planung von Elektroinstallationen auf eine möglichst "strahlungsarme" Produktauswahl und Installations-Ausführung Rücksicht genommen werden. (Siehe auch: Elektromagnetische Felder)

Beim Einsatz "abschirmender Materialien" ist unbedingt auch auf das Emissionsverhalten dieser Produkte zu achten!

2) Individuelle Überprüfung der Produkteignung


a) Austesten der geplanten Produkte am Körper

Entsprechende Materialmuster für persönlichen Verträglichkeitstest sind beim Händler/Hersteller/Verarbeiter anzufordern (Muster dürfen nicht beim Händler oder beim Transport bereits sekundärbelastet werden, z.B. durch Lagerung in holzschutzmittelbelasteten Lagerhallen etc...)  und sind mindestens 3- 4 Tage neben dem Bett auf Verträglichkeit" zu testen - bei Bedarf zusätzlich:

b) Individuelle Allergienachweise  gegenüber Schad- & Reizstoffen aus der Umwelt

mit aktuellen in – vitro – Analysemethoden:    Link zu entsprechenden Informationen

 

Bitte benennen Sie uns Produkte, mit denen Sie als MCS- Betroffener persönlich in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben!

weitere Informationen zu allgemein "gesünderen Bauen: Das Wohngesundheitsbuch 

 

 

Hinweis für Baustoffhersteller

Wir freuen uns über alle Produkte, für die wir im Individualfall Empfehlungen aussprechen können - 

dies setzt umfassende Produktinformationen entsprechend unseren Datenblättern voraus.

Grundsätzlich sprechen wir  keine allgemeine Empfehlungen für Gesamtsortimente von Herstellern aus sondern stets nur für definierte Einzelprodukte,

vermeiden  umso mehr aber gerade bei der Beratung von Chemikaliensensitiven auch   Aussagen  zu (selbst äußerst emissionsarmen)  Einzelprodukten wie   "für MCS-Kranke empfohlen" , da sich diese Krankheit mit individuell sehr  unterschiedlichen Sensitivitäten auf die unterschiedlichsten Stoffe (und dies im Krankheitsverlauf oftmals auch noch sich verändernd) äußert; wir daher nur Produkte  mit möglichst geringem uns bekannten Sensibilisierungspotential für einen persönlichen Verträglichkeitstest vorschlagen (!)  können.

Aus diesem Grunde müssen wir auch darauf hinweisen, dass Marketingaussagen von Herstellern im Zusammenhang mit Empfehlungen unsererseits grundsätzlich im Vorfeld mit uns abgesprochen werden müssen - wir eine Nutzung unseres Namens  angesichts der hohen Verantwortung  einer seriösen MCS Beratung auch mit rechtlichen Schritten verfolgen müssten, um so ein sogenanntes "Greenwashing" von Produkten mittels unseres Namens zu verhindern haben.

 

 

Weitere Empfehlungen

Badeteich

Da der Besuch von  Schwimmbädern in der Regel für MCS Kranke kaum möglich ist, empfiehlt sich bei entsprechender Möglichkeit natürlich die Anlage eines eigenen "Schwimmteiches".

Natürlich muss dabei auf die Notwendigkeit chemischer Reinigungs/ Desinfektionsmittel verzichtet werden.

Dies gelingt am Besten bei Anlage eines Naturteiches mit entsprechend "wasserreinigender" Bepflanzung. (Stichwort Pflanzenfilter).

Dabei sollten aber unbedingt die ausgewählten  "Pflanzen" (vor allem deren Pollen, Blüten) möglichst frühzeitig vor dem endgültigen Einbau auf deren individuelle Verträglichkeit geprüft werden!

Bauweise:

Grundsätzlich spricht nichts gegen ein Schwimmbecken aus Beton, sofern die bei der Betonherestellung verwendeten Stoffe  (vor allem eventuelle Additive, aber auch Schalöle) auf deren Emissionsverhalten und persönliche Verträglichkeit  überprüft sind!

Optimal:

Der Einsatz von "Bentonit" als Abdichtung ist  unter anderem auch dem Einsatz von Folien vorzuziehen, zumal gerade Folienhersteller  uns bis  heute  keine wirklich umfassenden Produktinformationen für eine seriöse gesundheitliche Bewertung zur Verfügung gestellt haben.

Zu  vermeiden ist auf jeden Fall PVC, um zumindest mögliche Weichmacherbelastungen ausschließen zu können.

Weitere Informationen zum Thema Badeteich

 

 

 

zum Impressum

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Postanschrift:

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Josef Spritzendorfer 

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Am Bahndamm 16

93326 Abensberg

 

Telefon:

(nur zu den angegebenen Beratungszeiten, siehe "Service")

09443 700 169

Fax:

09443 700 171

 

 

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