Schwermetall in Wohnräumen, Schulen, Kitas, am Arbeitsplatz

 

Schwermetalle - unterschätztes Raumgift

Themen:

Schwermetalle- unterschätztes Raumgift

Schwermetalle, Aluminium in Schulen, Kitas

Gesundheitliche Risiken

Schwermetalle in Teppichböden

 

In sehr vielen Fällen (vor allem auch bei Schulen, Kitas) beschränkt sich die Raumluftuntersuchung auf VOCS, Formaldehyd - nur selten wird auch "freiwillig" auf Weichmacher, Flammschutzmittel, Radon.... untersucht.

Völlig vernachlässigt werden aber sehr oft Untersuchungen auf Schwermetalle.

Zitat:

"Schwermetalle und ihre Verbindungen können über verschiedene Wege in den Staub der Innenraumluft gelangen. Zum einen wird die Raumluft durch Stäube belastet, die z.B. bei Schleif- und Sägearbeiten oder durch unvermeidbaren Abrieb von Gebrauchsgegenständen wie Teppichböden freigesetzt werden.

Auch Asche- und Schlackeschüttungen in Zwischendecken von Altbauwohnungen sind eine mögliche Quelle. Zum anderen muss hier das Ausgasen einiger Spezies genannt werden, die in Anstrichen oder Holzschutzmitteln verwendet werden. Dabei handelt es sich v.a. um organische Verbindungen von Quecksilber, Arsen, Blei und Zinn.

Diese werden teilweise an Staubpartikeln adsorbiert und führen so zu einer latenten Gesundheitsgefährdung.

Schwermetalle rufen verschiedenste Krankheitssymptome hervor. Deshalb ist es geradezu unmöglich, aufgrund von Krankheitssymptomen auf die Belastung durrch ein bestimmtes Element zu schließen.

Es ist vielmehr sinnvoll, mittels einer Hausstaubuntersuchung (!) die konkrete Belastungssituation durch die Innenraumsituation zu ermitteln.

Bei Raumluftmessungen ist eine Nutzungssimulation (Aufwirbelung wie beispielsweise bei Asbest vorgeschrieben) unerläßlich, da auch im vollbesetzten Klassenzimmer besipielsweise eine wesentlich höhere Belastung zu erwarten ist als im "ruhenden" Raum. Quelle

Siehe dazu auch  Hausstaubuntersuchung oder Raumlufmessung

 

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Schwermetalle, Aluminium in Schulen- Kitas

Verhalten mancher Schulbehörden bei Schwermetallbelastungen:

Werden bei Hausstaubuntersuchungen aber doch welche nachgewiesen, begnügen sich vor allem Schulbehörden gerne mit "Reinigungsmaßnahmen" ohne eine sofortige Sperrung der belasteten Räume zu veranlassen, selbst wenn bereits gesundheitliche Beschwerden von Lehrern oder Schülern bekannt sind.

In einem uns bekannten Fall wurden zur "Beruhigung" besorgter Eltern/Lehrer nach festgestellten erheblichen Schwermetallbelastungen bei den dafür üblichen Hausstaubuntersuchungen (durch 2 Institut bestätigt) vom Landesamt für Umwelt Rheinland Pfalz "Raumluftmessungen" (Untersuchung der atembaren Staubfraktion)  durchgeführt, die verständlicherweise keine "Schwermetalle" mehr zu Tage brachten - bekanntlich finden sich die Schwermetalle vor allem im Hausstaub, der in einem "ruhenden Raum" naürlich nicht in der üblichen Raumhöhe "schwebt".

Resultat Juli 2018:  "Dies bedeutet, dass in allen gemessenen Räumen keine relevanten Schwermetallkjonzentrationen festgestellt wurden".

Zuvor erhobene Werte im Hausstaub (Juni 2018) in einem der untersuchten Räume:

      Orientierungswert AGÖF

·         Aluminium                  bis zu 16.000 mg/kg                                        keine OW vorhanden

·         Antimon                      bis zu     30 mg/kg                                               3 mg/kg

·         Cobalt                         bis zu      9 mg/kg                                                 5 mg/kg

·         Kupfer                         bis zu   26.000 mg/kg                                        500 mg/kg

·         Nickel                          bis zu   19.000 mg/kg                                          30 mg/kg

·         Zink                             bis zu  370.000mg/kg                                      1500 mg/kg

·         Zinn                            bis zu        540 mg/kg                                          50 mg/kg     

 

In einem weiteren Raum wurde gemessen:

Aluminium                  bis zu 140.000 mg/kg                                      

Auch die VOCs wurden nur in "Anlehnung" an die VDI Norm gemessen, es liegt dazu kein Lüftungsprotokoll vor, auf Weichmacher, Flammschutzmittel, PAKs wurde bis heute (Sept.2018) trotz gemeldeter gesundheitlicher Beschwerden noch nicht untersucht.

 

Gesundheitliche Risiken

Zitate:

Bei Arsen werden Nervenleiden, Schwäche, Blutarmut und Hautentzündungen als Symptome genannt. Für Blei gelten Appetitlosigkeit, Müdikeit, Nervosität und Kopfschmerzen als Anzeichen einer Belastung. Bei erhöhter Cadmiumaufnahme sind Leber- und Nierenschädigungen sowie Knochenveränderungen zu nennen. 

Quecksilber schädigt das Immunsystem und führt zu Kopfschmerzen sowie Hautreizungen.

Die anderen Elemente können ebenfalls zu gesundheitlichen Belastungen führen.

Die Elemente Nickel, Cobalt und Chrom gelten beispielsweise als Allergieauslöser.

 

Bei den Elemente Arsen, Blei, Chrom, Cadmium, Cobalt, Nickel, Quecksilber gibt es Spezies die als carzinogen und matagen gelten." Quelle

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"Schwermetalle rufen verschiedene Krankheitssymptome hervor. Deshalb ist es geradezu unmöglich aufgrund von Krankheitssyptomen auf die Belastung durch ein bestimmtes Element zu schließen. Es ist vielmehr sinnvoll, mittels einer Hausstaubuntersuchung die konkrete Belastungssituation durch die Innenraumsituation zu ermitteln. Bei Arsen werden Nervenleiden, Schwäche, Blutarmut und Hautentzündungen als Symptome genannt. Für Blei gelten Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Nervosität und Kopfschmerzen als Anzeichen einer Belastung. Bei erhöhter Cadmiumaufnahme sind Leber- und Nierenschädigungen sowie Knochenveränderungen zu nennen. Quecksilber schädigt das Immunsystem und führt zu Kopfschmerzen sowie Hautreizungen.

Die anderen von uns gemessenen Elemente können ebenfalls zu gesundheitlichen Belastungen führen. Die Elemente Nickel, Cobalt und Chrom gelten beispielsweise als Allergieauslöser.

Bei den Elementen Arsen, Blei, Chrom, Cadmium, Cobalt, Nickel, Quecksilber gibt es Spezies, die als karzinogen, mutagen und /oder teratogen gelten."  Textquelle

Behörden argumentieren hier sehr gerne mit der Einhaltung gewisser Grenz- oder Orientierungswerte- vernachlässigen dabei aber mögliche "Additionseffekte" bei Kombination mit weiteren Schadstoffen und vergessen die besondere Sensitivität von Kindern, Allergikern, Umwelterkrankten.

Manche Schwermetalle werden auch als "wichtige Spurenelemente" bezeichnet - bei erhöhten Konzentrationen besitzen aber alle ein gesundheitsschädigendes Potential.

Beispiel Nickel:

- Erhöhtes Risiko, an Lungen-, Nasen-, Kehlkopf- und Prostatakrebs zu erkranken
- Übelkeit und Schwindelgefühl nach dem Aufenthalt in einer nickelgashältigen Umgebung
- Lungenembolie
- Erkrankungen der Atemwege
- Missgeburten
- Asthma und chronische Bronchitis
- Allergische Reaktionen, wie z. B. Hautauschläge durch nickelhältigen Schmuck
- Herzfehlfunktionen 
  (Quelle)

Beispiel Cobalt:

"Cobalt ist jedoch in größeren Mengen giftig bzw. schädlich; es kann zu Verätzungen, Leber-, Nieren- und Herzschäden oder zu einem Kontaktekzem führen. In der Strahlentherapie werden radioaktive Kobaltisotope als Strahlenquelle verwendet, in der Nuklearmedizin als Marker für Stoffwechselkrankheiten." https://www.wissen.de/medizin/cobaltTextquelle

Beispiel Blei:

"Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stuft seit Juni 2006 Blei und seine anorganischen Verbindungen als krebserzeugend (Kategorie 2) ein. In der Kategorie 2 finden sich Stoffe, die als "krebserzeugend für den Menschen" anzusehen sind und einen nennenswerten Beitrag zum Krebsrisiko leisten."

Bereits in kleinen Dosen übt Blei bei chronischer Einwirkung eine schädigende Wirkung auf das Nerven- und Blutbildungssystem sowie auf die Nieren aus. Erste Störungen werden bei einer Bleikonzentration im Blut oberhalb von 100 Mikrogramm pro Liter beobachtet. Offenbar ist das Nervensystem und hier vor allem  das Nervensystem der Kinder gegenüber Blei besonders empfindlich.

Erste, möglicherweise unumkehrbare Intelligenzdefizite und psychomotorische Störungen finden sich bei Kindern mit einem Bleigehalt im Blut von 100 bis 300 Mikrogramm pro Liter.

Sehr wahrscheinlich treten neurotoxische Effekte auch bereits bei Konzentrationen unterhalb von 100 Mikrogramm pro Liter auf. Eine Schwellenkonzentration konnte bisher nicht gefunden werden.

Blei vermindert die Hämoglobinsynthese durch Hemmung der daran beteiligten Enzyme und des Eiseneinbaus. Auch hier sind Kinder deutlich stärker gefährdet als Erwachsene.

Blei stört den Vitamin D- und den Kalzium-Stoffwechsel."

https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/blei/gesundheitsrisikenTextquelle

Beispiel Antimon

siehe EGGBI Zusammenfassung

Infobroschüre des deutschen berufsvebrands klinischer Umweltmediziner DBU "toxische Metallbelastungen"

 

 

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Schwermetalle in Teppichböden

Siehe dazu NDR Reportage 30.03.2018 Mediathek  "Schwermetalle im Teppichboden" mit Hinweise unter anderem auf Quecksilber, Cadmium, Blei in Teppichböden.

Alle 3 Schwermetalle beeinträchtigen die Fruchtbarkeit und sind teilweise krebserzeugend; dennoch werden sie immer wieder eingesetzt.

Falsche Aussage im Bericht:

Derzeit wäre für eine Zulassung in Deutschland eine strenge Emissionsprüfung erforderlich!

Seit 2016 Oktober (EU Gerichtsurteil) wurde diese Aufforderung zu Schadstoff- Prüfungen  (Bauproduktenverordnung für Teppiche) bereits aufgehoben -  auch diese Prüfungen betrafen aber ohnedies nur VOC und Formaldehyd - forderten aber nicht Prüfberichte bezüglich Schwermetalle und alle anderen angeführten Schadstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel.....

Auch der Blaue Engel fordert dafür keine Prüfnachweise, sondern gibt sich mit "Herstellererklärungen" zufrieden.

"In der Europäischen Union (EU) verkaufte Teppiche können 59 schädliche Substanzen und sogar noch mehr enthalten, die sich negativ auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirken. Schädliche Substanzen aus Teppichböden können über die Atmung, Nahrung und Haut aufgenommen werden, da Weichmacher, Flammschutzmittel und perfluorierte Chemikalien (PFCs) ihren Weg in die Luft, den Staub und die Umwelt finden. Unter den in Teppichböden enthaltenen Substanzen befinden sich bekannte Karzinogene, Mutagene sowie fortpflanzungsgefährdende und hormonell wirksame Stoffe".

"Im Rahmen der Studie „Schadstoffe in Teppichböden in der Europäischen Union“ der Anthesis Consulting Group wurde unter anderem untersucht, inwieweit Label und Zertifizierungsprogramme Verbraucher vor schädlichen Chemikalien in Teppichen schützen. Insbesondere vor den 59 Verbindungen die in der Studie zur Herstellung von Teppichen identifiziert wurden. Zu Schadstoffen weist das GUT-Siegel im Vergleich zu anderen Labeln einen niedrigeren Standard auf. Das GUT-Siegel wird zwar von besonders vielen Teppichherstellern angewendet, ist aber von der Teppichbranche selbst ausgearbeitet worden. Das GUT-Siegel garantiert ein Verwendungsverbot oder eine Beschränkung von nur 13 der 59 in der Anthesis-Studie identifizierten potentiell schädlichen Chemikalien."

(Studie der "Changing Markets Foundation", Bericht Deutsche Umwelthilfe)

Gütezeichen wie der "Blaue Engel" (RAL UZ 128-2016) verbieten zwar eine Reihe von Schadstoffen - Prüfberichte müssen aber nur vorgelegt werden für TVOC, Formaldehyd und bei Styrol-Butadien-Kautschuk Produkten bezüglich Nitrosaminen. Ansonsten reichen den meisten "Gütezeichen"  sogenannte "Hersteller-Erklärungen".

Siehe dazu auch "mögliche Schadstoffe in Bodenbelägen"

 

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