Schadstoffsanierung nach Hochwasser

Technische Folgeschäden

Neben enormen Verlusten bei  Einrichtungen verursachen die Überschwemmungen  auch immer wieder hohe Schäden an der Gebäudesubstanz - an deren Behebung natürlich viele "mitverdienen wollen".

Wir empfehlen hier auf jeden Fall von  "Schnellreaktionen" (Sanierputze, Absperrprodukte) ohne vorherige umfangreiche Trocknungsmassnahmen  abzusehen, und sich hier wirklich professionelle technische Beratung einzuholen. Oft entsteht der Dauerschaden erst durch das "Einschließen" von Feuchtigkeit  im Mauerwerk - verbunden mit nicht abschätzbaren technischen (Zerstörung von Bausubstanz), aber auch  gesundheitsschädlichen Folgen  (vor allem Schimmelbelastungen).

Bei Trocknungsmassnahmen  sollte möglichst auf Heißluftgebläse  verzichtet werden, da diese eventuell bereits vorhandene Schimmelsporen zusätzlich im Gebäude verteilen; bevorzugt sollten Bautrockner eingesetzt werden, bei denen das Kondenswassser gesammelt und entsorgt wird.   

Gerade zur Schimmelvermeidung nach Hochwasser bietet das Umweltbundesamt eine Reihe von Ratschlägen.

Weitere  Publikationen:

Hochwasser 2013 - Maßnahmen bei Heizölschäden in Gebäuden  (Empfehlungen des Landes Oberösterreich)

Das Hochwassser geht, der Schimmel kommt!  (Empfehlungen des Berufsverbandes deutscher Baubiologen)

Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen (Umweltbundesamt)

Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen  (Umweltbundesamt)

Ratgeber Schimmel im Haus (Umweltbundesamt)

Messprogramm Heizöl in der Innenraumluft  (Umwelt- Land Oberösterreich) 

nach dem Hochwasser

 

Empfehlungen von Baustoffherstellern:

Hinweise zum Umgang mit Multipor nach Hochwasser        (Xella)
Hinweise zum Umgang mit Mauerwerk aus Ytong und Silka nach Hochwasser   (Xella)

Sanierung von Hochwasserschäden

Bitte beachten Sie bei produktvorschlägen- Sanierempfehlungen vomn herstellern stets, ob die vorgeschlagenen Produkte nicht selbst neue Schadstoffe einbringen. Wir empfehlen daher, Emissionsprüfberichte der vorgeschlagenen Produkte anzufordern, die wie Ihnen gerne aus "gesundheitlicher Perspektive" bewerten. Anforderungen an Produktinformationen

 

Für weitere Informationen zu diesem Thema -

Anregungen  für Ergänzungen

sehr gerne aber auch Korrekturen und Kritik bedanken wir uns im Voraus! 

 

 

Gesundheitliche Folgeschäden

  • Schimmel

Feuchtigkeit durch Wasserschäden und bauliche Mängel  (mangelhaft ausgeführte Luftdichtheitsebenen. Wärmebrücken) sind  (neben falschem Lüftungsverhalten) die entscheidenden Voraussetzungen für die

Entstehung von Schimmelbelastungen:

"Von Schimmelpilzen kann eine Gesundheitsgefahr ausgehen, wenn die Sporen in großer Zahl eingeatmet werden. Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, allergische Reaktionen wie beim Heuschnupfen (laufende Nase, Augenreizungen, Niesen) auszulösen. Wenn Sie in einer feuchten, schimmligen Wohnung leben, haben Sie außerdem ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen und Atemwegsinfektionen sowie für eine Verstärkung einer vorhandenen Asthmaerkrankung." Zitat UBA

In sehr vielen Fällen kommt es bei Hochwasser aber auch zu nicht zu  unterschätzenden

  • "Verunreinigungen" mit Chemikalien, Heizöl, Fäkalien", 

die zu "Langzeit" Belastungen der Innenraumluft führen können, und neben krebserzeugenden Benzolen eine Vielzahl an weiteren kritischen, zumindest oft aber sensibilisierenden Stoffen, Gerüchen  enthalten können.

Auch hier empfehlen wir, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen - und sich nicht auf Marketingaussagen diverser Hersteller von "Sanierprodukten" zu verlassen.

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EM Produkte (Effektive Mikroorganismen)

Obwohl es inzwischen nachgewiesen Mikroorganismen gibt, die beispielsweise Öl abbauen können ist   ist es EGGBI  bisher (September 2017)  noch  nicht gelungen, umfassende 

wissenschaftliche Nachweise

  1. der  tatsächlichen Funktionalität sogenannter "funktioneller Mikroorganismen" in der praktischen Umsetzung(!) (siehe dazu auch Max- Planck- Gesellschaft: Kommentar) - dies vor allem "produktbezogen" und nicht belegt durch unbestrittene allgemeine Forschungsergebnisse zu EM
  2. und der eventuellen Eigenemissionen der dazu angebotenen "Mittel" zu Öl-und Geruchsabbau zu erhalten, ebenso wie eine Antwort auf die 
  3. technischen Frage: "mögliche negative Reaktionen in der Bausubstanz".

Aktueller Informationsstand zu  bisher einem einzigen EM-Produkt:

(weitere Hersteller sind herzlich eingeladen, uns ebenfalls Informationsmaterial zu den 3 Fragen zur Verfügung zu stellen; einige verweigerten bisher grundsätzlich jede Antwort) 

Multikraft eMB Aktiv:

Informationen über Auswirkungen im Gebäude (Eigenemissionen, Reaktion mit dem Mauerwerk), wissenschaftliche Untersuchungen konkret zum Heizölabbau konnten allerdings bisher noch nicht vorgelegt werden.

Wir haben daher im September 2017 erneut verucht, wissenschaftliche nachweise über Funktionalität und mögliche Abbauprodukte zu erhalten.

 

 

Aussagen des Bundesinstituts für Risikobewertung:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/8-sitzung-der-bfr-kommission-fuer-hygiene.pdf 3.5.2012

„Information zu effektiven Mikroorganismen

In Präparaten von „effektiven Mikroorganismen“ wurden vor allem Milchsäurebakterien (Laktobazillen) und Hefen gefunden. Der pH ausgewählter Formulierungen derartiger Mikroorganismen betrug ca. 3,5. Enterobacteriaceae und Schimmelpilze, phototrophe Bakterien sowie die typischen Bodenbakterien (z.B. Streptomyces oder Nocardia) wurden in Formulierungen von „effektiven Mikroorganismen“ nicht angetroffen. Vereinzelt werde auch Bacillus (B.) cereus, B. thuringiensis, B. subtilis und Candida spp. gefunden. Es ist davon auszugehen, dass das Weiterkultivieren derartiger Formulierungen die Zusammensetzung der Mikroflora ver- ändert. Der Nutzen und die möglichen Gefahren effektiver Mikroorganismen sind unklar.“


http://www.bfr.bund.de/cm/343/1-gemeinsame-sitzung-der-bfr-kommission-fuer-hygiene-und-der-kommission-fuer-biologische-gefahren.pdf  15.11.2012

Effektive Mikroorganismen

In einem zusammenfassenden Vortrag wurde das Thema „Effektive Mikroorganismen (EM)“ vorgestellt. Bei EM handelt es sich um eine Mischung aus verschiedenen Mikroorganismen, denen in Kombination eine positive Wirkung in den verschiedensten Einsatzbereichen (z.B. Bodenhilfsstoff, Luftverbesserer, Kosmetik, Stallreiniger) zugeschrieben wird. Problematisch hierbei ist, dass die Zusammensetzung der Mikrobenkombination nicht deklariert ist und der Verbraucher bei bestimmten Produkten animiert wird, die Bakterien selbst zu kultivieren. EM haltige Produkte werden zum Teil auch in Apotheken vertrieben. Es stellte sich die Frage nach der rechtlichen Zulassung derartiger Produkte. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurden in EM-Mischungen keine potenziell pathogenen Mikroorganismen nachgewiesen. Es sollte dennoch geprüft werden, inwiefern hier eine Täuschung des Verbrauchers vorliegt. Die Kommissionsmitglieder sind sich einig, dass die Thematik weiterhin beobachtet wird und bei den kommenden Sitzungen als Tagesordnungspunkt diskutiert wird

Kritisiert wird in Fachkreisen die mangelnde Deklaration und wie bereits erwähnt fehlende universitäre Forschungsergebnisse zur tatsächlichen Funktionalität gegenüber bestimmten definierten Stoffen, Belastungen sowie Bewertung der damit sich ergebenden „Abbauprodukten“.

 

Zusammenfassende Bewertung

bezüglich Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeit von EM , aber auch anderer vielfach publizierter Reinigungs- und Sanierprodukten:

 

Wissenschaftliche Nachweise der gesundheitlichen Unbedenklichkeit dieser Produkte selbst (z.B. Emissionsprüfberichte) fehlen uns aber derzeit auch nach wie vor für sogenannte "Absperrprodukte", "Neutralisatoren", und die meisten "Reiniger".

 

Geruchs/ Schadstoffsanierung:

Voraussetzung für Empfehlungen/ Saniervorschläge  ist hier vor allem die  Kenntnis der vorhandenen Belastungen (optimal für eine Beratung unsererseits: Vorlage eines Schadstoff-Prüfberichtes"). "Wundermittel gegen alles" sind zumindest nach unserem Kenntnisstand eher unwahrscheinlich.

Gerne empfehlen wir  bei Anfragen qualifizierte Fachleute für Raumluftprüfungen in der Region; leider gibt es aber  auch unter den zahlreichen "Beratern" eine Reihe von "Experten", denen es primär um den "Verkauf" von Produkten geht.

 

  • nachträgliche Belastungen durch "Sanierprodukte aller Art" (technische Sanierung, Schadstoffsanierung) und  "Reiniger" 

Unbedingt zu beachten ist, dass mit Reinigungsmitteln, Sanierputzen und anderen Produkten im Rahmen der Reinigung/ Sanierung nicht zusätzliche Schadstoffbelastungen (WeichmacherVOCs u.a.) eingebracht werden dürfen. Es sollte daher vor allem von Allergikern, Chemikaliensensitiven unbedingt beispielsweise auch bei Reinigungsmitteln die bestmögliche Erfüllung  der  EGGBI Anforderungen an Reinigungsmittel gefordert werden.

 

Allgemeine Information:

"Ölgeruch steckt im Mauerwerk": Informationen Ökoenergie, Wien

"Reduktion  (nicht Sanierung!) von Heizölgeruch" mit Schafwolle

 

Siehe auch Kapitel Schadstoffsanierung

 

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Weitere Hinweise zu Vorsorgemaßnahmen

Sichere Heizöllagerung im Überschwemmungsgebiet

http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_123_heizoellagerung.pdf

 

 

 

Sicherheitsdatenblätter

EGGBI Bewertung von Sicherheitsdatenblättern

 

 

 

Es handelt sich hier um die Wiedergabe von uns zur Verfügung gestellten Informationen – Korrekturwünsche werden nach Möglichkeit umgehend berücksichtigt, für die Meldung von sachlichen Fehlern und nicht funktionierender Links sind wir dankbar.

 

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