Radonbelastungen in Gebäuden

 

"Natürliche" Strahlung aus dem Boden und aus Baustoffen

 

Neu 2022:

 

Hochauflösbare Karte des BfS im "Geoportal"

 

Informativ:

"Radonia" ist die Radon-Superheldin des LfU. Mit ihrem Superwissen beantwortet sie alle Fragen rund um Radon.

Radonschutz – Radonia zeigt, wie es geht

 

 

Siehe auch Zusammenfassung aus der kostenfreien EGGBI Schriftenreihe:  

"Radonbelastungen in Gebäuden"

 

Aktuelle Publikationen:

 

Zusammenfassung Stand März 2019 (bayerisches Landesamt für Umwelt)

Wertvolle praktische Informationen für die Umsetzung möglichst "radonarmer" Gebäude bieten verschiedene Landesämter – unter anderem in Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen. Aktuell (Herbst 2018)

 "Radonschutzmaßnahmen- Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten" 

"Aktuelles zu rechtlichen Fragen zu Radon" (Umweltministerium Sachsen)

sowie die im Mai 2018 erscheine Publikation (Umweltministerium Baden Württemberg) "Schutz vor Radon"

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TV Bericht Februar 2019

"Radon- gefährliche Strahlung im Alltag"

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Seiteninhalt:

Natürliche Strahlung aus Boden und Baustoffen

Was ist Radon

Gesundheitliche Risiken

Radonbelastungen aus dem Boden

Radon aus Baustoffen

Radonbelastung aus Fliesen

Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Radonbelastungen an Schulen und Kitas

Radonmessungen

Richtwerte- Grenzwerte - Referenzwerte

Referenzwert für Deutschland beschlossen

rechtliche Situation

Beratungsstellen

Messung - Sanierung -  Radon Fachpersonen in  D/A/CH

Weitere Infos - Links

 

   Aktualisierte Zusammenfassung  "Radon im Gebäude"

                               des Bayerischen Landesamts für Umwelt

 

 

Mit 12.05.2017 wurde vom Bundesrat für Deutschland ein Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter beschlossen.

Damit soll laut Umweltministerium der Umgang mit dem radioaktiven Edelgas Radon zum Schutz der Bevölkerung in dem Gesetz umfassend geregelt werden. Radon, das aus dem Boden austritt, gilt nach Tabakrauch als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gesetz legt erstmals einen Referenzwert zur Bewertung der Radonkonzentration in Wohnräumen und Arbeitsplätzen fest. Anders als ein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf und bußbewehrt ist, bildet der Referenzwert den Maßstab für Schutzmaßnahmen, um unterhalb des Wertes zu bleiben. 

(Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

 

Mit diesem Beschuss wird eine jahrelange Forderung von Gesundheitsexperten – wenn auch nicht mit dem gewünschten "Wert" so weit erfüllt,

·        dass künftig bei der Bewertung von Immobilien auch das Thema Radon einfließen wird,

·         bei Neubau und Renovierungen das Thema wesentlich mehr Beachtung finden wird.

 

Vor allem in energetisch optimierten Häusern (Niedrigenergie-, Passiv- und EnergiePlus Häusern) kann es durch die bessere „Abdichtung“ und damit oft reduzierten Luftwechselraten zu erhöhten Konzentrationen kommen.

"Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. "Demnach werden europaweit ungefähr neun Prozent der Lungenkrebstodesfälle und zwei Prozent aller Krebstodesfälle durch Radon in Aufenthaltsräumen verursacht", sagte Wolfgang Weiss, Leiter des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit des BfS, der bereits 2005 die Ergebnisse der Studie vorstellte. Radon verursacht damit jährlich ungefähr 20.000 Lungenkrebstodesfälle in der Europäischen Union, davon etwa 3.000 in Deutschland." (Zitat: Bundesamt für Strahlenschutz)

Dennoch wird das Thema sowohl bei der universitären Ausbildung von Planern und Architekten, aber auch bei öffentlichen und privaten Ausschreibungen, Gebäudeplanungen in Deutschland nach wie vor in den meisten Fällen ignoriert, während im benachbarten Oberösterreich beispielsweise für Radonsanierungen sogar öffentliche Förderungen vergeben werden. 

Während die Thematik einerseits von sehr vielen Bauherren, Hausbesitzern noch immer unterschätzt wird,

tatsächliche Brisanz:     siehe z.B.: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

wird von manchen Medien plakativ bewusst oder unbewusst "Panikmache" betrieben

"verseuchte Häuser";    Krebsgefahr in Süddeutschland

 

Wir sind der Überzeugung, dass bei sorgfältiger Planung und Bauausführung bei Neubauten sogar mit nur relativ geringen Mehrkosten das Problem bewältigt werden kann- bei bereits belasteten Gebäuden es bewährte Saniermethoden gibt, um künftige gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Video zu Radon in Häusern

 

Was ist Radon

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es kann aus Gesteinen und Böden entweichen und in Gebäude eindringen. Neben der Beschaffenheit des Untergrunds spielt der Gebäudezustand eine wichtige Rolle für die Radonkonzentration im Inneren. Eindringmöglichkeiten für

Radon gibt es beispielsweise über Spalten und Risse entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen.

  • Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses radioaktives Edelgas.
  • Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon laut dem Bundesamt für Strahlenschutz die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs. Es kommt natürlicherweise im Erdreich vor, die Konzentration schwankt von Region zu Region. Besonders in älteren Gebäuden kann das Gas in Kellerräume und das Erdgeschoss eindringen.
  • Eine einfache Maßnahme gegen Radon in Innenräumen ist das häufige, stoßweise Lüften. Das Abdichten der Ausbreitungspfade für Radon vom Keller in die Wohnräume (z.B. Leitungsführungen, undichte Türen zwischen Keller und Wohnraum) kann ebenfalls die Radonkonzentration senken.
  • Aufwändigere Maßnahmen sind der Einbau von Kunststofffolien, Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich zur Errichtung einer radondichten Sperrschicht gegen den Untergrund oder der Einbau einer Abtrennung mit Dichtwirkung zwischen Keller und Wohnraum.
  • Radonvorsorgemaßnahmen bei Neubauten sind wesentlich einfacher, effektiver und langfristig kostengünstiger als eine nachträgliche Sanierung.
  • Die Radonkonzentration in Gebäuden lässt sich mit einem einfachen Exposimeter bestimmen. Dazu wird das Gerät mindestens drei Monate – besser ein ganzes Jahr – im Erdgeschoss, evtl. zusätzlich auch im Keller des Gebäudes aufgestellt. Ein Exposimeter zur Bestimmung der Radonkonzentration kostet 30 bis 50 Euro. Die Auswertung ist im Preis enthalten.  

Entstehung von Radon

Radon entsteht als Teil der Uranzerfallsreihe. Uran ist überall im Untergrund vorhanden.

Beim natürlichen Zerfall von Uran entsteht unter anderem Radium und daraus Radon. Radonatome können weiter zerfallen. Es entstehen Polonium, Wismuth und Blei. Diese sogenannten Radonfolgeprodukte sind auch radioaktiv und schweben in der Atemluft.

In Innenräumen lagern sie sich allmählich an Gegenständen, Staubpartikel und feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolen, an und können beim Einatmen in die Lunge gelangen. (Quelle)

Radon-Forschung 

 "Dass Radon Krebs erzeugen kann, ist seit langem bekannt: Bald nach Entdeckung des Elements (um 1900) wurde Radon in den Bergbaustollen im Erzgebirge nachgewiesen. Genaue Messungen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts führten zu der Hypothese, dass Radon die Ursache für den Lungenkrebs unter Arbeitern im Erzbergbau war – ein Krebs, der seit dem 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Schneeberger Krankheit“ bekannt war. In den fünfziger Jahren zeigten Tierexperimente und Studien an Arbeitern in Uranbergwerken, dass insbesondere Radon-Zerfallsprodukte Lungenkrebs verursachen können.

 

Wenige Jahre später erkannte man, dass auch für die allgemeine Bevölkerung ein Risiko durch Radon in Wohnräumen besteht. Seit den 1980er Jahren geben Messprogramme in West- und Ostdeutschland Aufschluss darüber, welche Radon-Konzentrationen in der Bodenluft und in Wohnräumen vorliegen. Daneben haben epidemiologische Studien genaue Abschätzungen des radonbedingten Lungenkrebsrisikos der Allgemeinbevölkerung ergeben. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass akute gesundheitliche Beschwerden, wie z. B. Kopfschmerzen und Asthma, nicht durch Radon verursacht werden." (Lungeninformationsdienst)

Eine sehr gute Information zu Radon bietet eine Animation des Bundesamtes für Strahlenschutz

 

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Gesundheitliche Risiken

"Über die Atmung nehmen wir Radon und die an winzige Partikel gehefteten Folgeprodukte auf. In der Lunge führt der radioaktive Zerfall zur Bestrahlung der Lungenzellen.

Je höher die Radonkonzentration in der Raumluft ist, und je länger wir uns dort aufhalten, desto höher wird das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Besonders gefährlich sind die an Partikel gebundenen Folgeprodukte: Die jeweilige Lebensdauer der Zerfallsprodukte und die Verweilzeit im Atemtrakt beeinflussen die Krebsentstehung.

Der Ort der Ablagerung und Anreicherung der Folgeprodukte ist entscheidend dafür, wo sich gegebenenfalls Lungenkrebs entwickelt. Bis zum tatsächlichen Ausbruch der Krankheit können jedoch Jahrzehnte vergehen." (Lungeninformationsdienst

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt  

 

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Radonbelastung aus dem Boden

Im geologischen Untergrund wird ständig das natürliche radioaktive Edelgas Radon gebildet, das teilweise in die luftgefüllten Porenräume der Gesteine und Böden freigesetzt wird. Aus dem Baugrund gelangt Radon ins Freie und auch in Gebäude. Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch die Radonbildung im Baugrund, die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und die Bauweise bestimmt. 

 

Die natürliche Radonbelastung unterscheidet sich regional teils erheblich - einen Überblick bieten beispielsweise die

"Radonkarte Deutschlands"       

"Radonkarte in Österreich"

"Radonkarte Schweiz"

"Radonkarte Südtirol"

        Die Radonkarte gibt eine Orientierung über die regionale Verteilung der Radonkonzentration in der Bodenluft einen Meter unter der Erdoberfläche.

·         Die Radonkarte Deutschland wurde auf der Grundlage von Messungen an insgesamt 2.346 geologisch repräsentativen Messorten und der geologische Karte Deutschlands im Maßstab 1:1.000.000 berechnet.

·         Aus ihr kann abgeleitet werden, in welchen Regionen und in welchem Umfang mit erhöhten Radonkonzentrationen in Gebäuden zu rechnen ist.

Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch

·         die Radonbildung im Baugrund,

·         die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und

·         die Bauweise bestimmt

 

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Radonbelastungen aus Baustoffen

Neben der Belastung aus dem Boden kann es aber auch zu erhöhten "Konzentrationen" kommen, wenn entsprechende "Baustoffe" eingesetzt werden.

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz:

"Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden in Deutschland keine Materialien zu Bauzwecken verwendet, die infolge erhöhter Thorium Konzentrationen zu aus der Sicht des Strahlenschutzes relevanten Expositionen durch das Gas Radon-220 (Thoron) und seine Zerfallsprodukte in Räumen führen könnten. Die Möglichkeit, dass ungebrannter Lehm als Baustoff in Einzelfällen zu erhöhten Thoronwerten in der Raumluft führen kann, lässt sich jedoch nicht gänzlich ausschließen."  (Quelle) 

 

Eine Brisanz erhielt dieses Thema erneut 2012 durch "provokante" Presseberichte -

unter anderem: "Forscher waren vor Krebsgefahr in Lehmhäusern" (Spiegel Online).

in denen, ausgehend von Untersuchungen in China und neuerdings (bislang) eines (!) Fachwerkhauses in Franken vor erhöhter Thoronbelastung in Lehmhäusern gewarnt wird.

Dazu Stellungnahme eines Lehmputzherstellers

EGGBI versucht seit langem durch umfangreiche internationale Recherchen, hier eine eigene sachliche "Bewertung" des Baustoffes "Lehm" aber auch zu Natursteine, Fliesen zu finden.

Diskutiert werden nach wie vor gerade Belastungen aus Natursteinen (Granit) und Fliesen

Ein umfangreicher Schriftverkehr mit zahlreichen Fliesenfachhändlern, Herstellern und Importeuren brachte leider nur wenige Antworten;

derzeit ist es nicht möglich, beim Kauf von Fliesen dezidierte Messwerte zur "Radioaktivität" der ausgewählten Produkte (selbst Informationen zum Herkunfts- Produktionsland sind oft nur schwer erhältlich) zu bekommen. 

Handlungsbedarf für Baustoffhersteller

Angesichts der immer besser gedämmten und damit dichteren Häuser ergibt sich künftig - spätestens bei Inkrafttreten der EU Referenzwerte ab 2018 für Gebäude hier noch ein Handlungsbedarf der Hersteller zu mehr Verbraucherinformationen zum "Strahlungsverhalten" ihrer Produkte. 

Handlungsbedarf Verbraucher, Architekten

Verbraucher, aber vor allem auch Architekten sind gut beraten, künftig bei der Produktauswahl auch entsprechende Werte von den Herstellern, Händlern, konkret zu den jeweils ausgewählten Produkten einzufordern und sich nicht mehr mit Allgemeinaussagen zu ganzen Produktgruppen zufriedenzugeben. 

Weiterführende Informationen zum Thema Bauprodukte

zum Thema Lehm und Thoron: 

Lehm als Baumaterial.

Aussagen zu Radon aus Bauprodukten:

Radon Info- Baumaterialien

Dissertation Dr. Bernd Hoffmann: Radon in Baustoffen und Bauwerkabdichtungen

Stiftung Warentest

 

Statusgespräch des BMU Forschung zum Problemkreis Radon 

 

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Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Empfehlung für Bauaufträge - Ausschreibungen 

Im Rahmen der Ausschreibung/ Auftragserteilung wird empfohlen, bereits jetzt mit Hinweis auf die künftigen europäischen Richtlinien folgende Passage mit aufzunehmen:

·         "Fundament, gegebenenfalls Kellerböden und Kellerwände sind auch im Hinblick auf künftige EU Radon-Referenzwerte entsprechend der DIN 18195 (Bauwerksabdichtung) sowohl in der Planung als in der baulichen Umsetzung (vor allem auch im Bereich von Durchgängen und "Boden-Wandübergängen") so auszuführen,

·         sowie entsprechende Lüftungskonzepte so zu planen und umzusetzen, dass eine Überschreitung des ab 2018 geltenden Referenzwertes von < 300 Bq m³ ausgeschlossen werden können

·         Die Einhaltung dieser Werte mittels einer anerkannten  Radonmessung  (DIN ISO 11665-8:2013-08; VDE 0493-1-6658:2013-08

ist nachzuweisen. 

Gerne vermitteln wir weiterführende Beratung zu Planung und Umsetzung dieser Vorgaben.

 

Fachinformationen für Bauherren, Planer und Baufirmen

Wertvolle praktische Informationen für die Umsetzung möglichst "radonarmer" Gebäude bieten verschiedene Landesämter – unter anderem in Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen.

Planungshilfen für Neubauten:

1) Dichte Bodenplatte

"Wichtig ist, die allgemein anerkannten Regeln der Technik gegen eindringendes Wasser und aufsteigende Feuchte sind einzuhalten. Bauwerke mit Aufenthaltsräumen sowie sonstige Bauwerke, deren Verwendungszweck dies erfordert, müssen in all ihren Teilen dauerhaft gegen das Eindringen und Aufsteigen von Wasser und Feuchtigkeit aus dem Boden geschützt werden.

Besonderes Augenmerk ist auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu legen. Erdsonden für Wärmepumpen stellen aufgrund ihrer Tiefe einen potenziellen Radoneintrittspfad dar. Es ist immer auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu achten – zum Beispiel durch ein Rohrdurchführungssystem (RDS)."

2) Luftdichte Gebäudehülle und kontrollierte Wohnraumlüftung:

"Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist ohne entsprechende Dichtheit der Gebäudehülle als umfangreiche Radonvorsorgemaßnahme bei Neubauten unzureichend. In diesem Fall ist der vorsorgliche Einbau einer Unterboden-Absaugung erforderlich. Eine ausreichende Dichtheit der Gebäudehülle ist gewährleistet, wenn die n50-Leckage-Rate kleiner als 0,6 h-1 ist (entsprechend verschiedener Energiesparhaus-Standards wie zum Beispiel Passivhaus, KlimaHaus Gold, Minergie-P). Die Belüftungsanlage ist druckneutral oder mit einem leichten Überdruck (wenige Pa) zu betreiben. Die Frischluftansaugung im Freien muss mindestens 80 cm über dem Boden platziert sein (keine Ansaugung beispielsweise aus Kellerfensterschächten)."

3) Unterboden-Absaugung (Radondrainage)

"Wenn umfangreichere Maßnahmen erforderlich sind:

Drainagerohre mit einem Durchmesser von 10 cm sind unter der durchgehenden Fundamentplatte beziehungsweise der Bodenplatte (bei Streifenfundament) zu verlegen.

Die Art der Rohrverlegung ist von der Durchlässigkeit des umgebenden Materials abhängig. Bei Einbau von Kies oder Schotter wird das Rohrsystem schlangenförmig mit einem Rohrabstand von bis zu 8 m verlegt und zu einer Abluftleitung (Vollwandrohr) zusammengeführt.

Bei Einbau des Rohrsystems direkt ins Erdreich (Rohrschutz durch Kies und/oder Vlies) ist ein geringerer Abstand von 1 bis 3 m erforderlich. Von den Außenmauern ist ein Mindestabstand von 1 bis 2 m einzuhalten. Damit im Radon-Drainagesystem ein Unterdruck aufgebaut werden kann, muss ein Zuströmen von Luft aus dem Wasser-Drainagesystem unterbunden werden (Trennung der Systeme beispielsweise durch Fundament oder Folie.) "

Quelle und weitere Informationen: "Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten"

 

Maßnahmen bei Bestandsbauten mit erhöhten Radonwerten

1) Verstärktes Lüften

"Die dauerhafte natürliche Lüftung des Kellers (offene oder gekippte Fenster) verringert die Radonkonzentration im Keller und damit auch im Wohnbereich. Es ist dabei auf eventuelle Frostgefahr und Schimmelbildung zu achten.

Im Wohnbereich erfolgt das Lüften je nach Höhe des Jahresmittelwertes durch 3- bis 10-maliges Quer- oder Stoßlüften für 5 Minuten beziehungsweise durch Lüften vor der Nutzung. Außerhalb der Heizperiode sollten die Fenster so oft als möglich geöffnet oder gekippt bleiben. Bemerkung: Schon ca. 2 Stunden nach dem Lüften kann die Radonkonzentration wieder auf dem vorherigen Niveau sein."

2) Umnutzung

"Die betroffenen Räume werden künftig zu anderen Zwecken mit geringen Aufenthaltszeiten von Personen verwendet. Auf diese Weise kann das Problem ohne Sanierung gelöst werden."

3) Radonsanierungen

"Radonsanierungsmaßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit Radonfachpersonen, Bausachverständigen und Ingenieurfirmen geplant werden."

a) Abdichtung zwischen Keller, Kriechkeller oder Hohlräumen und den bewohnten Gebäudeteilen
b) Verschließen von sichtbaren Öffnungen, Rissen etc. in den erdberührenden Gebäudeteilen
c)  Druckausgleich innen/außen

"Die radonhaltige Bodenluft wird durch einen im Gebäude entstehenden Unterdruck (Kamineffekt aufgrund von Temperaturdifferenzen zwischen Raumluft und Außenluft bzw. durch Winddruck) sowie Unterdruck aufgrund von Dunstabzugshauben und Abluftventilatoren in das Gebäude gesaugt. Eine Öffnung nach außen, knapp über dem Erdniveau, reduziert diesen Unterdruck. Ausführungsbeispiele: Außenluft-Durchlass (ALD), Luftschlitz im Fenster, Kernbohrung durch Außenwand mit Gitter."

d)  Unterdruckerzeugung im Kellergeschoß/Kriechkeller

"Mit einem kleinen Ventilator wird im Kellergeschoß oder Kriechkeller ein Unterdruck gegenüber dem Wohnbereich erzeugt und damit die Radonausbreitung vom Keller in den Wohnbereich reduziert. Damit ein Unterdruck aufgebaut wird, muss das Kellergeschoß/der Kriechkeller gegen den Wohnbereich und nach außen abgedichtet sein (geschlossene Fenster und Türen). Achtung: Die Radonkonzentration steigt in diesen Kellerräumen unter Umständen stark an. Diese Methode ist deshalb bei längeren Aufenthaltszeiten in den Kellerräumen nicht geeignet."

e) Unterboden-Absaugung

"Diese Maßnahme dient primär zur Erzeugung eines Unterdruckes unterhalb der Bodenplatte. Damit wird der konvektive Radoneintritt aus dem Boden in das Gebäude unterbunden. Die Unterboden-Absaugung kann überall dort erfolgreich eingesetzt werden, wo der Aufbau eines Unterdruckes möglich ist. Das kann zum Beispiel durch ein Schotterbett direkt unter der Bodenplatte und darunterliegenden dichten Boden erreicht werden."

 o Punktuelle Absaugung (Radonbrunnen) oder
 o Flächige Absaugung (Radondrainage)

4)  Mechanische Zuluftanlage

"Diese Methode ist für die Sanierung von einzelnen Räumen, Wohnungen und Wohngebäuden geeignet. Das Prinzip beruht neben der kontrollierten Frischluftzufuhr hauptsächlich auf der Erzeugung eines leichten Überdruckes von 1 bis 2 Pascal. Voraussetzung ist deshalb eine hohe Dichtheit der Türen, Fenster und anderer Öffnungen."

Quelle und weitere Informationen: Radon-Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Gebäuden

 

Radon- Messungen und Sanierungen 

Grundsätzlich empfehlen wir ebenso wie bei allgemeinen Schadstoffbelastungen, gerade auch bei Radonbelastungen professionelle Berater mit entsprechenden Referenzen auszuwählen - gerade für Sanierungen sollte auf Firmen mit entsprechender "Erfahrung" zurückgegriffen werden.

 

Siehe dazu das Kapitel Beratungsstellen.

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Radonbelastungen an Schulen - Kitas

Obwohl auch Schulen und Kitas vielfach mit Radon belastet sind, Schüler und Lehrer damit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ausgesetzt sind, finden entsprechende Untersuchungen nur in den wenigsten Fällen statt- entsprechend groß ist natürlich die Dunkelziffer. 

 

SWR TV Bericht Oktober 2018

"Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten"

 

Link zum Video

 

"Viele Schulen in Sachsen sind mit Radon belastet"

Pressebericht vom 19.10.2018

"Derzeit wird in 142 Schul- und Kindergartengebäuden in Sachsen die Konzentration von Radon gemessen. Die Ergebnisse der ein Jahr dauernden Messungen in 224 Schulen liegen dem sächsischen Umweltministerium schon vor. In 84 der Schulen, in denen seit 2015 Messungen durchgeführt wurden, tritt das radioaktive Edelgas stärker auf, als es der EU-Referenzwert erlaubt. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Petra Zais hervor."

 

Positiv zu erwähnen ist allerdings, dass in den meisten Bundesländern solche Untersuchungen gar nicht durchgeführt werden!

 

Radonwerte bis 2200 Becquerel an Zwickauer Schulen

13.06.2018

"Konkret betroffen sind acht Schulen in der Stadt Zwickau, jeweils zwei in Hartenstein und in Crimmitschau sowie eine in Meerane. Die größte gemessene Überschreitung im Freistaat Sachsen verzeichnet das Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium mit einem Jahresmittelwert von 2200 Becquerel pro Kubikmeter der Innenraumluft. Der ab 2019 geltende Referenzwert liegt bei 300 Becquerel, aktuell gilt noch der Wert 1000."

Beispiel Bayreuth

Eine jahrelange Auseinandersetzung gibt es zwischen Eltern und Lehrern unter anderem in Fichtelberg, Bayreuth:

Seit 2013 wurde in den Medien darüber berichtet - am 30.05. 2017 bringt Frontal 21 einen TV Bericht  

Beispiel Bad Wörishofen

 

Krebserkrankungen im "Umfeld der Schule" veranlassten im Herbst 2017 die Behörden zu einer Schadstoffprüfung- erfreulicherweise auch sofort auf Radon - dabei wurde tatsächlich neben erhöhten Formaldehydwerten auch erhöhte Radonwerte (bis zu 11100 Bq/m³) gemessen.

Beispiel Oberösterreich -Reihenuntersuchungen 

Bereits 2003 bis 2006 fanden an 926 oberösterreichischen Schulen Radonmessungen statt -

Schulprojekt in Oberösterreich

das Ergebnis bestätigt die Notwendigkeit solch präventiver Untersuchungen.

Ergebnis:

an 64 Schulen wurden mehr als 400 Bq/m³ festgestellt -

an 36 Schulen mehr als 600 Bq/m³

an 23 Schulen mehr als 1000 Bq/m³!

 

In Deutschland vermissen wir in vielen Bundesländern solche Präventivuntersuchungen.

Einige wenige Ausnahmen bisher:

1.3      Beispiel Radon- Schulmanagement in Nürnberg:

An 25 Schulen und Kitas in Nürnberg wurden Radonuntersuchungen durchgeführt - erhöhte Werte fanden sich hier nur in nicht permanent genutzten Lager- und Kellerräumen. Projektbericht Juni 2016

1.4      Schuluntersuchungen in Baden- Württemberg

Noch liegen die Endergebnisse der Untersuchungen an 1600 Schulen nicht vor – allerdigs bereits ein Zwischenbericht:

Der Durchschnitt der Radonkonzentration der bereits ausgewerteten

Schulräume beträgt 92 Bq/m³.

In 79 von 1141 Räumen wurde eine Radonkonzentration über dem neu definierten Referenzwert von 300 Bq/m³ festgestellt. (Zwischenbericht)

 

Wie auch bei anderen Schadstoffbelastungen wird behördenseits auch bei erhöhten Werten fast immer eine "Gesundheitsgefährdung", meist mit Berufung auf "gesetzliche Grenzwerte" ausgeschlossen.

 

Ignoriert werden dabei Empfehlungen, die dem präventiven Schutzanspruch gerade von Kindern entsprechen:

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS)

Nationale und internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um circa 10 Prozent pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft ansteigt. Wer sich über Jahre hinweg in Räumen aufhält, in denen Konzentrationen um die 1.000 Becquerel pro Kubikmeter gemessen werden, hat ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, als wenn er sich in Räumen mit einem Jahresmittelwert um 100 Becquerel pro Kubikmeter aufhält. Es ist daher ratsam, Häuser mit einer Radonbelastung über 100 Becquerel pro Kubikmeter zu sanieren. (Quelle: Maßnahmen zum Schutz vor Radon, BfS)

Einige weitere Presseberichte zu Radonbelastungen an Schulen: 

19.03.2019 Freyung Montessori Grundschule "Erhöhte Radonwerte" 

22.02.2019 Arnoldstein Erhöhte Radonwerte im Bildungszentrum

10.02.2019 Hermagor Erhöhte Radonwerte- Schule teil gesperrt

04.08.2018 Heidenheim Radonmessungen ergaben teilweise erhöhte Werte

12.06.2018 Chemnitz: jede 10.Schule aus sächsischem Messprogramm- mehr als 1000 Becquerel

31.12.2017 Baden Württemberg: 48 von 172 Schulen liegen über Radon Referenzwert

14.12.2017 Lörrach: zu hohe Radonwerte im Waldorfkindergarten

29.03.2017 Taufers: erhöhte Formaldehyd und Radonwerte im Klassenzimmer

18.01.2017 Lörrach: Eltern sind erbost über die Stadt Lörrach

09.09.2015 Plauen: Schimmel und Radon in Kita- trotzdem sagt Dresden Sanierung kurzfristig ab 

26.04.2014 Bischofsgrün: Radon Messungen in Schule dauern an

09.10.2013 Grabenstätt: Pfarrkindergarten: erhöhte Radonwerte

29.06.2013 Dresden: Schimmel und bedenkliche Radonwerte in "Horror-Kita"

24.06.2013 Bayreuth: Eltern boykottieren Schule wegen Radonbelastung

07.06.2013 Warmensteinach: Radon in Klassenzimmer

06.03.2012 Bad Schlemaerhöhte Radonwerte in Schule

30.01.2008 Freital: Radon-Alarm in Freitaler Mittelschule und Kita

 

Allgemeine Informationen zu Schadstoffbelastungen an Schulen und Kitas

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Radonmessungen

Grundsätzlich empfehlen wir ebenso wie bei allgemeinen Schadstoffbelastungen, gerade auch bei Radonbelastungen professionelle Berater mit entsprechenden Referenzen auszuwählen - gerade für Sanierungen sollte auf Firmen mit entsprechender "Erfahrung" zurückgegriffen werden.

 

Siehe dazu das Kapitel Beratungsstellen 

Messungen nach DIN empfiehlt VDI mit der DIN ISO 11665-8:2013-08

Teil 8: Methodik zur Erstbewertung sowie für zusätzliche Untersuchungen in Gebäuden

Allgemeine Empfehlungen gibt das bayerische Landesamt für Umwelt auf seiner Homepage, ebenso wie das Umweltministerium Baden Württemberg ( Publikation Anhang, Seite 24: Messung und Bewertung von Radon.)

Auch das Helmholtz Zentrum München bietet Empfehlungen zur Durchführung von Radonmessungen.

 

 

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In Österreich gibt es zum Thema

 "Messtechnische Aufgabenstellungen und Beurteilung" die ÖNORM S 5280-1_2017 02 14

 

 

Richtwerte- Grenzwerte- Referenzwerte

Wie auch bei allgemeinen Schadstoffen in Gebäuden gibt es gerade auch bei Radon sehr unterschiedliche gesundheitliche Bewertungen und damit auch unterschiedliche Grenz- und Referenzwerte. 

Richtlinie der Europäischen Union ab 2018

Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und zur Aufhebung der Richtlinien 89/618/Euratom, 90/641/Euratom, 96/29/Euratom, 97/43/Euratom und 2003/122/Euratom 

Amtsblatt der Europäischen Union, 17,1,2014

Artikel 74 (Seite 31)

Radonexposition in Innenräumen 

(1) Die Mitgliedstaaten legen nationale Referenzwerte für die Radonkonzentration in Innenräumen fest. Der Referenzwert für die Aktivitätskonzentration in der Luft im Jahresmittel darf 300 Bq m³ nicht überschreiten. 

Umsetzung 

(1)   Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts und Verwaltungs­vorschriften in Kraft, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie bis 6. Februar 2018 nachzukommen. 

Umsetzung in Deutschland

Am 3. Juli 2017 wurde das deutsche Strahlenschutzgesetz verkündet. Damit gibt es in Deutschland erstmals rechtliche Regelungen zum Radonschutz in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen. Das Gesetz tritt zusammen mit den ergänzenden Rechtsverordnungen im Dezember 2018 in Kraft.

Bundesgesetzblatt Strahlenschutzgesetz

Abschnitt 2 - § 124 "Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter. Spätestens zehn Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes legt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einen Bericht über die Entwicklung der Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung gegenüber Radonexpositionen, über deren Wirksamkeit und Kosten auf Bundes- und Länderebene vor.

Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates festzulegen, wie die Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen zu erfolgen hat."  

Entscheidend der § 124:

"Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter."

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung ignoriert

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS):

Zitat: "Oberhalb von 100 Becquerel pro Kubikmeter sollten immer Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration in Betracht gezogen werden." (Quelle: Radon in Gebäuden; BfS)

Zitat BfS:

"Die neue europäische Grundnormenrichtlinie für den Strahlenschutz, die bis Februar 2018 im deutschen Recht umgesetzt sein muss, sieht für Radon in Wohnhäusern und an Arbeitsplätzen einen Referenzwert von maximal 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft vor. Aus fachlichen Gesichtspunkten sprechen sich das BfS und die WHO für einen Wert von 100 Becquerel aus. Schon ab einer Konzentration von 100 Becquerel ist statistisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko nachweisbar. Die Diskussion um die Höhe eines deutschen Referenzwertes ist noch nicht abgeschlossen." (https://web.archive.org/web/20191109184140/https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2015/007.htmlQuellehttps://web.archive.org/web/20191109184140/https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2015/007.html)

Diskussion Referenzwert 100 oder 3000 Becquerel?

"Für den Arbeitsschutz sollen 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft als Jahresmittelwert akzeptiert werden. Den gleichen Wert sieht der Referentenentwurf neuerdings auch für die Bevölkerung vor, während im vorherigen Gesetz-Entwurf nur 100 Bq/m³ gelten sollten. Mit nun 300 Bq/m³ hätte die Bevölkerung ein ungleich höheres Lungenkrebsrisiko als Arbeitnehmer zu tragen, weil sich die normale Bevölkerung, bezogen auf die Lebensdauer, drei bis fünfmal länger in Innenräumen aufhält als ein Arbeitnehmer bei der Arbeit. 

Wegen des hohen Lungenkrebsrisikos durch Radon sprechen sich für 100 Bq/m³ als Referenzwert wichtige Fachorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO und deutsche Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, AIR (Ausschuss für Innenraumrichtwerte) aus sowie das Bundesamt für Strahlenschutz aus.

Die süddeutschen Bundesländer, wo Radonproblem in Gebäuden bekannter ist, wollen eher 300 Bq/m³.

Einige fürchten, 100 Bq/m³ sei bei Sanierungen schwer erreichbar, zu aufwändig und zu teuer. Neue Sanierungserfolge jedoch zeigen, dass 100 Bq/m³ machbar und bezahlbar sind. Beim Neubau sind 100 Bq/m mit entsprechenden Verfahren und Materialien kein Problem mehr". (B_I Medien)

Weitere Richtwerte und Empfehlungen – national und international

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt 

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Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte

Eine übersichtliche Zusammenfassung zum Thema "Gesetzliche Regelungen" veröffentlichte 2019 das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SWUL), gestaltet von GENESE:

 

"Gesetzliche Regelungen zum Radonschutz"

 

als Ergänzung zu einer Zusammenfassung "Radon – Wirkung- Schutz" (2019)

 

Wesentliche Aussagen:

 

"Der Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen ist in den §§ 121 – 132 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) vom 27. Juni 2017 sowie in den §§ 153 – 158 der Strahlenschutzverordnung vom 29. November 2018 geregelt. Die einzuhaltenden Werte und wesentlichen Pflichten sind in der oben erwähnten Zusammenfassung aufgelistet.

 

Der Referenzwert für Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen beträgt 300 Bq/m³ im Jahresmittel. Ein Referenzwert ist ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert.

 

Radonvorsorgegebiete sind Regionen, die aufgrund geologischer oder sonstiger Gegebenheiten erhöhte Radonkonzentrationen erwarten lassen.

 

Diese Gebiete werden bis zum 31. Dezember 2020 ausgewiesen und veröffentlicht.

 

Aufgelistet sind aber auch die Pflichten der Verantwortlichen für Arbeitsplätze mit dem Ziel der

·         Erfüllung der Anforderungen des beruflichen Strahlenschutzes am Arbeitsplatz und der

·         Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung der Exposition

 

Planer, Architekt, Bauträger- Hasftungsrisiko: 

Zahlreiche Gesetze sichern dem Verbraucher ein Gebäude ohne gesundheitlichen Risiken zu, (Rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit), vor allem hier die

 Landesbauordnung

Entscheidend sind bei den Landesbauordnungen bzw. auch in der Musterbauordnung bezüglich "Gesundheit" für den Verbraucher  vor allem die Forderungen:

§ 13 Schutz gegen schädliche Einflüsse (entspricht Punkt 11 bayerische LBO)

„Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere 

  • chemische, physikalische oder biologische Einflüsse
  • Gefahren oder
  • unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.      Allgemeine Anforderungen

Ergänzend dazu verweisen wir aber auch auf die entsprechende

1.1.1.2      Architektenhaftung:

In jedem Stadium seiner Leistungserbringung kann der Architekt damit beauftragt werden, sein Augenmerk besonders auf baubiologische und gesundheitliche Themen zu richten.

Bei der Grundlagenermittlung hat der Architekt die Interessenlage des Bauherrn zu erforschen. Er muss deshalb auch ohne besonderen Auftrag herausfinden:

• ob besondere energiesparende Maßnahmen gewünscht sind,

• ob der Bauherr bestimmte allergene Stoffe meiden möchte,

• ob er an einer guten Innenraumluftqualität besonderes Interesse hat und

• ob es wegen der besonderen Art der Nutzung bestimmter Lüftungsanlagen – über die anerkannten Regeln der Technik hinaus – und ähnlichem bedarf.

Was der Auftraggeber nicht bereits selbst vorgibt, muss der Architekt erfragen.

Er ist Sachwalter der Bauherreninteressen.

Quelle: Deutsches Architektenblatt, September 2015

 

Investor, Bauherr: 

Bei Sanierungen (vor allem auch energetischen) sollte ebenso wie bei Neubauten bereits jetzt auch im Hinblick auf die Vorgaben der künftigen Radon- Referenzwerte geachtet werden.

Wir empfehlen daher Bauherren bei Auftragserteilung bereits entsprechende Anforderungen bezüglich der künftig tolerierten Radonwerte zu definieren, vor allem um damit den Planer/ die ausführende Firma zu besonderer Sorgfalt im Hinblick auf eine "gasdichte" Fundamentplatte und einen ausreichenden Luftwechsel zu "sensibilisieren".

Ebenso wie jetzt bereits energetische Gebäudekennzahlen wird künftig die Angabe des Radongehaltes ein nicht zu unterschätzendes Bewertungskriterium für Immobilien darstellen.

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Radon- Beratungsstellen: Messung und Sanierung

Zahlreiche Institutionen befassen sich seit Jahren mit der Minimierung des gesundheitlichen Risikos dieser Strahlung durch Forschung und "Empfehlungen" (u.a. fachgerechte "Abdichtung" im Fundament, vor allem aber ausreichende Lüftungskonzepte.)

In einigen Bundesländern gibt es bereits Weiterbildungskurse/ Seminare "geschulte/ geprüfte" Fachberater und Prüfer für Radonbelastungen.

 

Unterschiedliche Messergebnisse ergeben sich aus den unterschiedlichen "Messsystemen" -Empfohlen sind Kernspurdetektoren – mit Vorteilen gegenüber "teilweise "vergesslichen" Aktivkohledosimetern - vor allem bei Langzeitmessungen. (Infos)

Wichtig auch: die Auswertung muss unbedingt durch ein dafür akkreditiertes (DIN ISO EN/IEC 17025) Labor erfolgen"

Hinweis:

Zunehmend werden Radonmessungen von entsprechenden "Fachpersonen" angeboten, von denen manche allerdings versuchen, vor allem "eigene Produkte" zu vermarkten.

Wir empfehlen grundsätzlich nur Prüfer, Berater auszuwählen, die ausschließlich ihre fachliche "Dienstleistung" - nicht vorrangig aber auch Produkte zum Verkauf anbieten! 

Warnung vor unseriösen Anbietern

 

Empfehlung für Auftragserteilung

Bitte unterscheiden Sie bei Auftragserteilungen streng zwischen

  • fachgerechter Beratung
  • qualifizierter Messung  und erst darauf aufbauend 
  • optimale Sanierung

Wir warnen vor uns inzwischen bekannten Akteuren in dieser relativ neuen "Szene", die vor allem "Angst erzeugen" und damit

  • teure Sanier- Maßnahmen und vor allem auch
  • eigene Produkte

mit überhöhten Preisen verkaufen wollen!   

Verlangen Sie im Vorfeld fachgerechte Messungen geschulter Fachleute mit geeichten Geräten, und erteilen Sie

einen Auftrag für eine Prüfung erst nach Vorliegen

  • eines schriftlichen Angebots mit Beschreibung der geplanten Prüfmethode/ Prüfdauer und Preis

und einen Auftrag für eine Sanierung erst nach Vorlage eines solchen 

  • Prüfberichts und 
  • eines schriftlichen Angebots mit detaillierter Beschreibung der geplanten Sanier- Maßnahmen!

Siehe auch: Suche nach qualifizierter Beratung

 

Informationsquellen:

 

Umweltbundesamt (Seite 12)

Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF)

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Bundesamt für Strahlenschutz

IBO Innenraumanalytik

Österreichisches Ökologieinstitut

Radon Info

Umweltinstitut München e.V. 

 

 

 

 

 

 

 

Adressen von Fachberatern - Beratungsstellen

Radonmessungen

In einigen Bundesländern gibt es bereits Weiterbildungskurse/ Seminare "geschulte/ geprüfte" Fachberater und Prüfer für Radonbelastungen.

Derzeit veröffentlicht aber kein  Bundesland mehr eine Liste der "ausgebildeten Radon Fachberater", zugesagt wurde uns von Sachsen in Kürze wieder eine solche Liste.

Daher verweisen wir derzeit auf eine Auflistung des VDB: Radon- Fachpersonen

Hinweis:

Zunehmend werden Radonmessungen von entsprechenden "Fachpersonen" angeboten, von denen manche allerdings versuchen, vor allem "eigene Produkte" zu vermarkten.

Wir empfehlen grundsätzlich nur Prüfer, Berater auszuwählen, die ausschließlich ihre fachliche "Dienstleistung" - nicht vorrangig aber auch Produkte zum Verkauf anbieten! 

Hier finden Sie eine Auflistung von "geschulten" Beratern; diese Auflistung gibt aber keinen Aufschluss über "Preispolitik" und "Geschäftsgebarung" der genannten Akteure.

Orientieren Sie sich bei Auftragserteilung an den oben angeführten Kriterien "Empfehlung für Auftragserteilung!".

1.1.1     Deutschland

 

Geprüfte bzw. qualifizierte Radon Fachpersonen (erstmals abgefragt 2017 – zwischenzeitlich zwar teilweise aktualisiert; Ergänzungen/ Korrekturen sind erbeten!) fanden wir in der Vergangenheit nur in Bayern und Sachsen "aufgelistet".

Die allgemeine Information zu Radon in Gebäuden unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern sehr stark – von vollständiger Ignoranz bis hin zu absolut empfehlenswerten Informationsportalen.

 

Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft bietet eine hervorragende Publikation zum Thema Radon, veröffentlicht aber auf seiner Homepage anders als Bayern und Sachsen keine Ansprechpartner für Radonmessungen.

 

Bayern

seit längerem befasst sich das Bayerische Landesamt für Umwelt sehr intensiv mit dem Thema, bildet Fachleute aus uns pflegt ein umfassendes "Radon- Netzwerk".

Bedauerlicherweise wird die Liste der vom Landesamt  ausgebildeten Fachleute zwischenzeitlich (aus rechtlichen Gründen?) nicht mehr publiziert - wir können nur auf eine veraltete Liste hinweisen,

in der auch Fachpersonen aus anderen Bundesländern ausgewiesen wurden.

Radonfachpersonen in Bayern 2016

Verwiesen wurden wir  auf eine mögliche "Internetsuche"  mit diversen angegebenen "Stichwörtern"– hier gibt es aber keine glaubwürdigen Kriterien, qualifizierte von nichtqualifizierten Bewerbern zu unterscheiden.

 

 

Berlin

Hier konnten wir keinerlei Hinweis außer auf eine "Strahlenmessstelle" auf eine Radonberatung/ Messungen für Verbraucher und Arbeitgeber finden!

 

Brandenburg

Wir konnten keine Informationen zu "Radon in Gebäuden" auf der Homepage des Umweltministeriums finden.

 

 

Bremen

Auf der Homepage konnten wir keine Aussagen zum Thema Radon finden. Einzige uns bekannte (private) Ansprechstelle:

Dipl.-Phys. Roland Wolff  https://wolff-roland.dgusv.de/

 

Hamburg

Keine Informationen zu Radon auf der Homepage der Umweltbehördedie Pressestelle der Stadt teilte uns auf unsere diesbezügliche Anfrage am 14.02.2019 lapidar mit: "es tut mir leid, aber da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen." Am 20.02.2019 erfuhren wir, dass die Ansprechstelle für Fragen zum Schutz der Bevölkerung vor Radon in Hamburg die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), Billstr. 80, 20539 Hamburg, Referat V23, Umwelt und Gesundheit ist.

Bezüglich unserer Frage nach Beratung und Messungen in Hamburg wurde auf die Liste der Radonfachpersonen Bayern verwiesen,

"In dieser Listen sind Fachberater beispielsweise auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein zu finden, die die Weiterbildung in Sachsen wahrgenommen haben.

Keine Adressen aus Hamburg – und richtig wäre: Bayern hat selbst Radonfachpersonen ausgebildet!


Hessen

Antwort auf unsere Anfrage, Juni 2020

"Eine eigene Liste mit hessischen Radonfachpersonen führen wir zurzeit noch nicht. Wir sind dabei, zusammen mit dem, sich in der Gründung befindlichen, Hessischen Radonzentrum (HeRaZ) zu eruieren, wie wir uns an der Ausbildung von Radonfachpersonen zukünftig beteiligen können. Ein Bedarf an Fachpersonen sehen wir auch. Bis zum Ende des Jahres werden wir diesbezüglich entschieden haben."

Landesamt für Umwelt und Geologie/ Stichwort Radon. (siehe auch "Radon in Hessen")

 

Mecklenburg-Vorpommern

Im Suchprogramm der Homepage des Umweltministeriums scheint das Wort Radon noch völlig unbekannt.

Das Ministerium verweist uns (2/2019) auf die Zuständigkeit für Strahlenschutz des Innenministeriums.Eine Liste von Beratungsstellen, Radonfachpersonen ist aber weder im Innen- noch im Umweltministerium bekannt.

 

 

Niedersachsen

 

Auch hier finden wir nur eine Kurzinformation zum Thema Radon-

Eine Einladung zu Radonmessungen in ganz Niedersachsen

aber keine Adressen von Fachleuten für Radonmessungen/ Sanierungen.

 

 

Nordrhein-Westfalen

Es findet sich eine Kurzinformation auf der Homepage des Umweltministeriums - aber keine regionalen  Ansprechpartner, Beratungsstellen zum Thema Radon.

Auf unsere Anfrage 2/2019 erhielten wir neben der "Begründung"

"Nordrhein-Westfalen ist aufgrund der geologischen Beschaffenheit seines Untergrundes von Radon weitaus weniger betroffen als zum Beispiel Bayern oder Sachsen" den Hinweis auf die bayerische Radon- Fachfachpersonen- Liste, in der "auch Personen aus Nordrhein-Westfalen zu finden" sind (zwei Adressen!) und auf die grundsätzlichen Hinweise auf der Homepage des BfS.

Auf der Radon- Karte des BfS finden sich allerdings durchaus auch relativ stark belastete Regionen in NRW.

 

Zu Radonfragen in Bezug auf "Bauen und Gebäude" wurden wir auf das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau- und Gleichstellung des Landes NRW verwiesen.

 

Wir empfehlen hier die Kontaktaufnahme mit

 

 

Sachverständigenbüro Dr. Kemski, Bonn

Unter anderem: anerkannte Stelle für Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen gemäß § 155 Abs. 4 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)

 

 

Rheinland-Pfalz

Bietet Infos auf der Homepage zum Thema Radon an eine Liste von Radon Mess- Stellen betrifft vor allem bundesweite Messstellen, leider aber keine nennenswerte Auswahl in Rheinland-Pfalz.

 

Saarland

Kurzinformation zu Radon auf der Homepage des Umweltministeriums, 1 Adresse einer Radonberatungsstelle.

 

Sachsen-Anhalt

Keine Radonfachpersonen benannt,  zuständig: Referat 45 (Strahlenschutz, Atomrecht)

https://mule.sachsen-anhalt.de/umwelt/strahlenschutz/radon-in-sachsen-anhalt/

 

Sachsen

Hier können wir inzwischen wieder eine aktuelle Liste  im Internet finden. Veröffentlicht wird diese Liste vom Institut Baubildung - derzeit findet sich hier aber die Liste (Juli 2020) Radon Fachpersonen 2020

Umfangreiche Informationen zu Radon gibt es auf der Homepage des Umweltministeriums!

http://www.radon.sachsen.de/

 

Schleswig-Holstein

Informationen auf der Homepage des Umweltministeriums

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein
Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
- Radonberatungsstelle -
Adolf-Westphal-Str. 4

24143 Kiel
Tel.: 0431 988-5530
E-Mail: 
radonberatung@melund.landsh.de
Web: 
www.schleswig-holstein.de/radon

  

Thüringen

Radon-Gesundheitsrisiko in Wohngebäuden

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz
Dezernat 32 - Umwelthygiene
Tel.: 0361 57-3815320
http://www.thueringen.de/th7/tlv/gesundheitsschutz/umwelthygiene/index.aspx

 


Wir freuen uns auf weitere Adressen und "Landes-Verzeichnisse" geprüfter Radon-Fachpersonen sowie über Korrekturen dieser Aufstellung 

und empfehlen, bei der Beraterauswahl zu prüfen, ob wirklich "neutrale (!)   Beratungen" und Messungen angeboten werden, oder ob die Betreffenden als Repräsentanten von Hersteller-Firmen vor allem Interesse am Vertrieb ihrer Produkte haben

Schulungen von Radonberatern bietet seit kurzem auch der Berufsverband der Baubiologen VDB an – erkundigen Sie sich, ob Sie in Ihrer Nähe bereits einen qualifizierten Prüfer finden können. 

 

1.1.2       Österreich:

 

Oberösterreich

bundesweit zuständige Institution

Ages

siehe dazu auch Radon in Oberösterreich 

 

Niederösterreich:

verweist auf die Fachstelle Ages in Oberösterreich und empfiehlt für Radonmessungen das

Institut für Innenraumanalytik (DI Bernhard Damberger) in Wien

 

Salzburg:

Informationen:

Dipl. Ing. Pankraz Schönleitner

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 6/31 – Maschinenbau und Elektrizitätswesen

Michael-Pacher-Straße 36

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 4431    Fax 0662 8042 4195

e-mail: pankraz.schoenleitner@salzburg.gv.at

 

Dr. Gerd Oberfeld

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 9/11 – Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin

Sebastian-Stief-Gasse 2

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 2969    Fax 0662 8042 3056

e-mail: gerd.oberfeld@salzburg.gv.at  

 

Messungen:

Fachbereich Materialforschung und Physik, Abt. Physik und Biophysik, 

Universität Salzburg

Hellbrunnerstraße 34

A 5020 Salzburg

Tel. 0662 8044 5700   Fax 0662 8044 150

e-mail: herbert.lettner@sbg.ac.at

 

1.1.3       Schweiz: 

 

Institut für Bauhygiene Schweiz (hier finden sich auch zahlreiche weiterführende Links zu Radon)

Radonfachpersonen in der Schweiz

Radonfachpersonen im Ausland

weitere Infos: Bundesamt für Gesundheit

 

 

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Weitere Informationen und Links


1.1      Radon

 

Februar 2021 – Bundesamt für Strahlenschutz warnt von Homeoffice im Keller

 

Umweltministerium Baden- Württemberg

"Schutz vor Radon"  dazu Publikation vom Mai 2018

 

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft -SMUL:

"Radonschutzmaßnahmen- Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten" (Herbst 2018)

 

Tagungsband der 12.Tagung Radonsicheres Bauen 6.09.2016

Infoblatt Bayerisches Landesamt für Umwelt "Radon in Gebäuden" (August 2017)

Radoninformationen Schweiz: was ist Radon

Eine informative Zusammenstellung von Informationen bietet seit Neuerem unter anderem auch das Schweizer Institut für Bauhygiene: ".LINK"

Infoblatt: Radon in Häusern

EU Richtlinie für weniger Strahlentote (VDI Nachrichten)

1.1.1     Videos: (ohne qualitative Wertung!)

 

Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten - "Zur Sache" 10.10.2018

Radioaktives Gas in Gebäuden Kommunen vor Sanierungswelle (Report München)

Video zu Radon in Häusern

Radonschutz Frontal 21

Gefahr für die Gesundheit

Radioaktiver Staub - Radon Nachweis

Radon- die unterschätzte Gefahr

Facts about Radon

Radon- the killer gas

Radon - what it is

Radon - how it affects you

What is Radon and why Should I care

How a Radon Mitigation System is installed

Risks of Radon Gas

Radon Gas Detection in Ireland

 

Weitere Videos

 

TV Bericht zu Radon 25.01.2018, Bayerisches Fernsehen

"Die unsichtbare Gefahr aus dem Untergrund"

 

1.2       Wohngesundheit allgemein

 

EGGBI Schriftenreihe

Schulen und Kitas

Gütezeichen für Baustoffe aus "gesundheitlicher" Sicht

Gesundheitsrisiken in Gebäuden

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

Rechtliche Grundlagen für "Wohngesundheit" und Definition

zurück zu Radonbelastungen in Gebäuden  

 

 

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Disclaimer und Datenschutz-Hinweis

 

 

Aktuelle Mitteilungen zum Thema "Wohngesundheit"

mit Diskussionsmöglichkeit

präsentieren wir auf unserer Facebook Seite

"Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene"

 

Übersicht weitere News 2021 und 2022

 

 

 

Juni 2022

Projekte "IndikuS"

Abschlussbericht publiziert  (Projekt, veranlasst vom bayerischen Landtag 2020 zur Erstellung einer "interdisziplinären Herangehensweise an Umweltattribuierte Symptomkomplexe" wie MCS, EHS, SBS...)

Kritische Stellungnahme zu den" Ergebnissen"

 

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16.02.2022 Parkinson`sche Krankheit durch Biozide?

Seit langem sind Biozide - hier vor allem Pflanzenschutzmittel - als möglicher Auslöser der Parkinson`schen Krankheit bekannt - Betroffene sind vor allem viele Landwirte.

"Ippen Investigativ" deckt nach umfangreichen Ermittlungen die unverantwortliche jahrelange Verschleppung einer "Anerkennung als Berufskrankheit" durch die Berufsgenossenschaft und das Bundesarbeitsministerium auf.

Der Grund dafür - wie bei zahlreichen weiteren Umwelterkrankungen sind eindeutig zu erwartende erhebliche Kosten im Falle einer Anerkennung solcher Berufskrankheiten. Pressebericht 16.02.2022

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite "Parkinson`sche Krankheit". Infos auch zu "Pestiziden im Schlafzimmer"

Erst allmählich werden die vielfachen gesundheitlichen Risiken durch zahlreiche - auch weitere Umweltgifte - auch in Innenräumen -  erkannt, das Fehlen flächendeckend qualifizierter Umweltmediziner führt dazu, dass nicht erkannte Zusammenhänge durch "oft diesbezüglich überforderte Allgemeinärzte" vielfach bewirken, allgemeine ("unerklärliche") Symptome, verursacht durch - oft auch andere - Umweltbelastungen  als "psychosomatisch begründet" zu deuten, dabei häufig sogar zu völlig fehlgerichteter, zusätzlich belastender Medikation auch von Psychopharmake zu greifen.

Das Umweltinstitut München fordert die neue Bundesregierung auf, endlich zumindest die Daten des Pestizideinsatzes offenzulegen.(Mitmachaktion)

 

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15.02.2022 "Die große Klimalüge" - nachhhaltiges Heizen mit Holz?

Mit einem eindrucksvollen Video nimmt "WeMove" Stellung  zum angeblich "CO2 neutralen, förderwürdigen" Heizen mit Holz - "die große Klimalüge". Link zum Video

EU und Bundesregierung stellen massive Fördermittel dafür zur Verfügung!

Auch das Umweltbundesamt würde gerne Holzheizungen verbieten - und hinterfragt mit Hinblick auf die damit verbundene Umweltbelastung die staatliche "Förderung" solcher "Alternativ"- Heizungen.

Siehe dazu auch: Holzheizungen - Schadstoffbelastungen in der Nachbarschaft

 

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05.02.2022 Radon im Boden - BfS publiziert neue hochauflösende Landkarte

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine neue Karte zur Radon-Situation in Deutschland veröffentlicht. Die Karte zeigt die zu erwartende Radon-Konzentration in der Bodenluft in einer Auflösung von 1×1 Kilometer

Mehr Infos zu Radon in der Raumluft

 

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31.01.2022

Neue Richtwerte des Umweltbundesamts

Der AIR (Ausschuss für Innenraumrichtwerte) hat eine neue Liste "Innenraumrichtwerte" RW I und RW II publiziert  (Liste Aktuell).

Neu - gegenüber der bisherigen Liste 2021 sind dabei Richtwerte für

Aceton          (CAS 67-64-1)  RW I  53 mg/m³  RW II 160 mg/m³

2-Propanol    (CAS 67-63-0)  RW I  22 mg/m³ RW II    45 mg/m³ 

Methanol       (CAS 67-56-1)  mit           60 Minutenwert  RW I  13 mg/m³ und RW II 40 mg/m³

Mehr Infos zu Richtwerten I und II

 

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16.12.2021

Anti-5G“-Produkte: Radioaktiver Abfall?

"Forschende der ANVS (Authority for Nuclear Safetay an Radiation Protection) in Den Haag haben sich den Schmuck genauer angeschaut und nun eine Warnung für zehn Produkte herausgegeben, die mit einem vermeintlichen „5G-Schutz“ beworben werden. Sie sind nicht nur vollkommen nutzlos, sondern geben selbst ionisierende Strahlung ab, die schädlich sein kann. Bei den Produkten handelt es sich unter anderem um Schlafmasken, Halsketten, Armbänder oder Anhänger. Einige werden speziell für Kinder angeboten." Bericht, 16.12.2021

Entsprechende Untersuchungen fanden nach unserer Information in Deutschland noch nicht statt.

Einen Überblick über das "umfangreiche in D erhältliche Marktangebot" von "Schutzartikeln" finden Sie hier

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02.12.2021

Publikation

"WOHNEN UND LEBEN MIT HOLZ"

In dieser Publikation der FNR finden sich gut recherchierte Informationen zu Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen - bedauerlicherweise mit teils sehr eigenwilligen Interpretationen der Ergebnisse bezüglich "völliger gesundheitlicher Unbedenklichkeit" von Holzemissionen.

Siehe dazu kritische Stellungnahme zu dieser Publikation (aus der EGGBI Schriftenreihe).

 

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16.11.2021

Lüften kann mit "Luftreinigern" nicht "ersetzt" werden

Die Verbraucherzentrale NRW weist in einer Presseaussendung darauf hin, dass mobile Luftreiniger nur zusammen mit- aber nicht stt ausreichender Lüftung eingesetzt werden sollten.

Pressebericht

mehr Infos zu den zu beachtenden Kriterien siehe auch Kapitel 8 unserer Zusammenfassung zu Lüftung und Luftfilter

 

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22.09.2021

 

Gesundheitsschädliche Pestizide in Europas Schlafzimmern

Nicht nur Biozide aus Fassadenfarben, Lacken, Fensterbeschichtungen, Holzprodukten

können massive gesundheitliche Risiken für die Bewohner darstellen - auch Pestizide aus der Landwirtschaft finden sich im Hausstaub von Gebäuden aus näherer Umgebung "besprühter"! Felder und Obstplantagen.

Dies ergab eine internationale Studie in 21 Ländern. Pressebericht vom 22.09.2021

Dazu ebenfalls passend:

"Südtirol hat ein Pestizidproblem"

"Südtiroler Pestizidprozess" (14.07.2021)

 

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06.09.2021

Aluminium in der Raumluft

Ursache von Alzheimer und anderen Erkrankungen?

BfR und Umweltbundesamt sehen hier laut aktuellem Schriftverkehr keinen aktuen Handlungsbedarf!

Natürlich ist Aluminium nicht die alleinige Ursache von Alzheimer - jahrelange Untersuchungen bestätigen aber zumindest "Zusammenhänge".

Alles zu den möglichen gesundheitlichen Folgen, Quellen und Behördeninformationen (Schriftverkehr- Kapitel:3.5) dazu:

Gesundheitliche Bewertung von Aluminium in der Raumluft

 

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09.07.2021

Mobile Luftreiniger sind keine Universallösung im Unterricht gegen Virenbelastungen

Studie der Universität Stuttgart bestätigt die Richtigkeit der Vorbehalte bezüglich "Luftreinigern" in allen Schulen und Kitas als Maßnahme gegen Corona- Infektionen.

Mehr Infos dazu

 

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17.06.2021

Lobby- Skandal im Deutschen Bundestag

Schweizer 5G- Mobilfunk- Lobby erstellt Risikostudie für Bundestag!

Offensichtlich wurde die Schweizer Mobilfunk-Lobby "Forschungsstiftung Strom und Mobilfunkkommunikation (FSM)" vom Büro für Technikfolgeabschätzung des Deutschen Bundestags (TAB)

mit einer Studie zu Gesundheitsgefahren von Mobilfunkstrahlungen beauftragt.

"Das Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages gab diesen Umstand auch in einem Schreiben zu."

Mehr Infos zu "Risikoforschung in Deutschland"

 

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25.05.2021

Weichmacher Bisphenol F verursacht niedrigen IQ

 

"Die Chemikalie Bisphenol F (in Kunststoffen enthalten) kann Veränderungen in einem Gen hervorrufen, das für die neurologische Entwicklung wichtig ist. Diese Entdeckung wurde von Forschern der Universitäten von Uppsala und Karlstad, Schweden, gemacht. Der Mechanismus könnte erklären, warum die Exposition gegenüber dieser Chemikalie während des fötalen Stadiums mit einem niedrigeren IQ im Alter von sieben Jahren zusammenhängt"

 

Mehr Infos: "Die Tricks mit Bisphenol A, S und F"

 

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24.04.2021

Trauriger Höhepunkt erfolgreicher Lobbyarbeit der Telkommunikations- Industrie auch bei den öffentlichen Sendern?

ARD - Quarks: Video 5G - Revolution oder Gefahr?

Noch nie hat dieser Sender, bisher bezüglich vieler gut recherchierter Beiträge geschätzt, so unverfroren und eindeutig Industrie- Stellung bezogen unter dem Mantel "wissenschaftlicher" Berichterstattung". Die Verantwortlichen fügen sich damit erfolgreich in die Reihe der bezüglich  5G lobbygesteuerten Politik und des ebenso  gesteuerten Bundesamts für Strahlenschutz(?) ein!
Selten wurde bisher Prävention so klein geschrieben wie bei 5G - eine massive, bewusste Verletzung des europäischen Vorsorgeprinzips angesichts weltweiter Warn- Appelle angesehener Ärzte, eine Verhöhnung von Menschen mit international anerkannter Krankheit EHS.

5G- Jahre der "Wahrheit" für die Politik

Antwort des WDR auf unsere Beschwerde

Trauriger noch die Antwort der Quarksredaktion:

Die Einschätzungen zu den Gefahren des Mobilfunks kommen seit bald zwei Jahrzehnten im Sinne des wissenschaftlichen Konsens zum Ergebnis, dass im Rahmen derzeit geltender Grenzwerte, die von internationalen Gremien festgelegt werden, keine schädigende Wirkung von Mobilfunk nachgewiesen werden kann. Link zum Antwortschreiben

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09.03.2021

Ein Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Umweltbelastungen und Covid-19 Erkrankungen gelang dem Helmholtz- Institut München zusammen mit der TU München am Beispiel

"Erhöhtes COVID 19 Risiko durch Pollenbelastungen"

 

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04.03.2021

 

Publikation des

AGÖF Leitfaden "Hausstaubuntersuchungen auf chemische Parameter"

Damit wird nicht nur Privatpersonen, sondern vor allem auch den Trägern öffentlicher Gebäude ein wertvolles Instrument für die Bewertung von Raumschadstoffbelastungen in die Hand gegeben - vor allem viele mittel- und schwerflüchtige Substanzen werden oft durch Raumluftmessungen nicht oder nur mangelhaft erfasst.

Mehr Infos zu Hausstaubuntersuchungen

 

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15.02.2021

Homeoffice im Keller - Gesundheitsrisiko Radon?

das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Homeoffice im Keller, und verweist auf das Risiko einer Radonbelastung.  (Pressebericht Februar 2021).

Radon stellt die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs dar - und wird nach wie vor bei der wohngesundheitlichen Betrachtung von Gebäuden zu wenig beachtet. Mehr Infos zu Radon

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25.01.2021

Duftstoffallergien?

Zwischenergebnis Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes daab (eine Teilnahme an der Befragung ist noch immer möglich!)

Siehe dazu auch die EGGBI Zusammenfassung: 
"Duftstoffallergiker und Beduftungen"


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21.01.2021

Diagnose Funk fordert  Aufklärung zum Strahlenschutz beim Homeschooling durch "Bundesamt für Strahlenschutz"

 

Während die Hersteller selbst in Gebrauchsanweisungen davor warnen, die mobilen Geräte körpernah zu benutzen, die Telekom sogar rät, WLAN-Router nicht in Aufenthaltsräumen, Schlaf- und Kinderzimmern aufzustellen, wird bei den laufenden Anstrengungen bezüglich Homeschooling unterlassen, auf einem verantwortungs- und  gesundheitsbewussten Umgang mit Tablets, Laptops und Handys in Coronazeiten hinzuweisen.

Aufforderung an die Präsidentin des BfS

Siehe dazu auch Kapitel 10 "Schulen" Elektrofelder und Wohngesundheit

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04.01.2021

Urlaub für Allergiker und Sensitive

Die Hoffnung auf einen Urlaub nach "Corona" veranlasst derzeit zahlreiche Anrufer der Hotline zu einer Frage nach allergikerfreundlichen, oft auch nach mcs- geeigneten Hotels.

Eine Recherche vor 3 Jahren bei über 100 derart beworbenen Hotels brachte nur wenige Antworten, erneute Recherchen bezüglich der Aussagekraft diverser "Gütezeichen, Zertifikate, Informationsportale" (Kapitel 14) für allergikerfreundliche Hotels bestätigten die vielfach gemeldeten "Probleme" Betroffener, dass zwar viele Hotels mit unterschiedlicher Qualität  Rücksicht auf Allergiker beim "Speiseangebot" nehmen - auf die sehr wesentliche Raumluftqualität bestenfalls noch im Hinblick auf "Pollen, Rauchen, Tierhaare, Bodenbelag (nur bezüglich Vermeidung langfloriger Teppiche) und Matratzen hingewiesen wird -

Fragen von Emissionen aus Einrichtung, Wandbelag, Bauprodukten allgemein in fast allen Fällen ignoriert werden, glaubwürdige und umfassende Schadstoffprüfberichte bezüglich VOCS, Formaldehyd, Weichmacher, Flammschutzmittel... kaum erhältlich sind. Siehe dazu "Fragebogen".

Wir laden erneut Hotels und andere Beherbungsbetriebe ein, uns für eine entsprechende Empfehlungsdatei entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, um eine seriöse, individuelle Beratung möglich zu machen. Mehr Infos dazu "emissionsarme Urlaubsquartiere".

 

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Dezember 2020

 

Schadstoffprobleme an Erkheimer Schule

 

Nachdem uns der Bürgermeister seit Monaten die Zusendung des letzten Schadstoffprüfberichts verweigert,

erschien nunmehr ein neuer Pressebericht mit einer "Stellungnahme des Landesgesundheitsamtes" zu den gefundenen Werten.

Aus diesem Pressebericht ergaben sich für uns statt einer "Klärung" aber zahlreiche weitere Fragen!

Siehe dazu Kapitel "Dezember 2020" in unserer Zusammenfassung "Erkheim".

 

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November 2020

IBN "baubiologie magazin"

"Schadstoffprobleme an Schulen"

Empfehlungen für Eltern und Lehrer - mehr Informationen

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Oktober 2020

 

Diskussionen um erhöhten Schadstoffwert an Mittelschule Erkheim

Seit Monaten sind erhöhte Formaldehydwerte und laut Aussage der Schulleitung gesundheitliche Probleme von Schülern bekannt; ein neuer Prüfbericht existiert bereits – er wird den Eltern aber mit dem Hinweis verweigert, er müsse erst durch das LGL (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) "bearbeitet" werden.

 

Auf Wunsch einer Familie begeleiten wir seit Jahresanfang die Probleme mit den Behörden und deren Versuche, die Angelegenheit zu bagatellisieren, unter anderem mit Bewertungen, die den Aussagen des Umweltbundesamtes völlig widersprechen.

Siehe dazu "Chronik- Schadstoffprobleme in Erkheimer Schule"  

 

Erstmals wurde nun die Öffentlichkeit durch einen Pressebericht informiert.

Allgäuer Zeitung, 05.10.2020

 

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Februar 2020

Bankrotterklärung der deutschen Umweltmedizin- Politik

"Eine flächendeckende umweltmedizinische Versorgung konnte bis zum heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht realisiert werden"

Mehr Infos und Zitate aus dem Gesundheitsblatt 202, 63:242-250

 

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