Radonbelastungen in Gebäuden

 

"Natürliche" Strahlung aus dem Boden und aus Baustoffen


"Radonia" ist die Radon-Superheldin des LfU. Mit ihrem Superwissen beantwortet sie alle Fragen rund um Radon.

Radonschutz – Radonia zeigt, wie es geht

 

 

Siehe auch Zusammenfassung aus der kostenfreien EGGBI Schriftenreihe:  

"Radonbelastungen in Gebäuden"

 

Aktuelle Publikationen:

 

Zusammenfassung Stand März 2019 (bayerisches Landesamt für Umwelt)

Wertvolle praktische Informationen für die Umsetzung möglichst "radonarmer" Gebäude bieten verschiedene Landesämter – unter anderem in Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen. Aktuell (Herbst 2018)

 "Radonschutzmaßnahmen- Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten" 

"Aktuelles zu rechtlichen Fragen zu Radon" (Umweltministerium Sachsen)

sowie die im Mai 2018 erscheine Publikation (Umweltministerium Baden Württemberg) "Schutz vor Radon"

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TV Bericht Februar 2019

"Radon- gefährliche Strahlung im Alltag"

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Seiteninhalt:

Natürliche Strahlung aus Boden und Baustoffen

Was ist Radon

Gesundheitliche Risiken

Radonbelastungen aus dem Boden

Radon aus Baustoffen

Radonbelastung aus Fliesen

Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Radonbelastungen an Schulen und Kitas

Radonmessungen

Richtwerte- Grenzwerte - Referenzwerte

Referenzwert für Deutschland beschlossen

rechtliche Situation

Beratung/ geprüfte Radon Fachpersonen Sanierung -  Radon Beratungsstellen in  D/A/CH

   Aktualisierte Zusammenfassung  "Radon im Gebäude"

                               des Bayerischen Landesamts für Umwelt

 

 

Mit 12.05.2017 wurde vom Bundesrat für Deutschland ein Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter beschlossen.

Damit soll laut Umweltministerium der Umgang mit dem radioaktiven Edelgas Radon zum Schutz der Bevölkerung in dem Gesetz umfassend geregelt werden. Radon, das aus dem Boden austritt, gilt nach Tabakrauch als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gesetz legt erstmals einen Referenzwert zur Bewertung der Radonkonzentration in Wohnräumen und Arbeitsplätzen fest. Anders als ein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf und bußbewehrt ist, bildet der Referenzwert den Maßstab für Schutzmaßnahmen, um unterhalb des Wertes zu bleiben. 

(Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

 

Mit diesem Beschuss wird eine jahrelange Forderung von Gesundheitsexperten – wenn auch nicht mit dem gewünschten "Wert" so weit erfüllt,

·        dass künftig bei der Bewertung von Immobilien auch das Thema Radon einfließen wird,

·         bei Neubau und Renovierungen das Thema wesentlich mehr Beachtung finden wird.

 

Vor allem in energetisch optimierten Häusern (Niedrigenergie-, Passiv- und EnergiePlus Häusern) kann es durch die bessere „Abdichtung“ und damit oft reduzierten Luftwechselraten zu erhöhten Konzentrationen kommen.

"Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. "Demnach werden europaweit ungefähr neun Prozent der Lungenkrebstodesfälle und zwei Prozent aller Krebstodesfälle durch Radon in Aufenthaltsräumen verursacht", sagte Wolfgang Weiss, Leiter des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit des BfS, der bereits 2005 die Ergebnisse der Studie vorstellte. Radon verursacht damit jährlich ungefähr 20.000 Lungenkrebstodesfälle in der Europäischen Union, davon etwa 3.000 in Deutschland." (Zitat: Bundesamt für Strahlenschutz)

Dennoch wird das Thema sowohl bei der universitären Ausbildung von Planern und Architekten, aber auch bei öffentlichen und privaten Ausschreibungen, Gebäudeplanungen in Deutschland nach wie vor in den meisten Fällen ignoriert, während im benachbarten Oberösterreich beispielsweise für Radonsanierungen sogar öffentliche Förderungen vergeben werden. 

Während die Thematik einerseits von sehr vielen Bauherren, Hausbesitzern noch immer unterschätzt wird,

tatsächliche Brisanz:     siehe z.B.: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

wird von manchen Medien plakativ bewusst oder unbewusst "Panikmache" betrieben

"verseuchte Häuser";    Krebsgefahr in Süddeutschland

 

Wir sind der Überzeugung, dass bei sorgfältiger Planung und Bauausführung bei Neubauten sogar mit nur relativ geringen Mehrkosten das Problem bewältigt werden kann- bei bereits belasteten Gebäuden es bewährte Saniermethoden gibt, um künftige gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Video zu Radon in Häusern

 

Was ist Radon

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es kann aus Gesteinen und Böden entweichen und in Gebäude eindringen. Neben der Beschaffenheit des Untergrunds spielt der Gebäudezustand eine wichtige Rolle für die Radonkonzentration im Inneren. Eindringmöglichkeiten für

Radon gibt es beispielsweise über Spalten und Risse entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen.

  • Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses radioaktives Edelgas.
  • Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon laut dem Bundesamt für Strahlenschutz die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs. Es kommt natürlicherweise im Erdreich vor, die Konzentration schwankt von Region zu Region. Besonders in älteren Gebäuden kann das Gas in Kellerräume und das Erdgeschoss eindringen.
  • Eine einfache Maßnahme gegen Radon in Innenräumen ist das häufige, stoßweise Lüften. Das Abdichten der Ausbreitungspfade für Radon vom Keller in die Wohnräume (z.B. Leitungsführungen, undichte Türen zwischen Keller und Wohnraum) kann ebenfalls die Radonkonzentration senken.
  • Aufwändigere Maßnahmen sind der Einbau von Kunststofffolien, Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich zur Errichtung einer radondichten Sperrschicht gegen den Untergrund oder der Einbau einer Abtrennung mit Dichtwirkung zwischen Keller und Wohnraum.
  • Radonvorsorgemaßnahmen bei Neubauten sind wesentlich einfacher, effektiver und langfristig kostengünstiger als eine nachträgliche Sanierung.
  • Die Radonkonzentration in Gebäuden lässt sich mit einem einfachen Exposimeter bestimmen. Dazu wird das Gerät mindestens drei Monate – besser ein ganzes Jahr – im Erdgeschoss, evtl. zusätzlich auch im Keller des Gebäudes aufgestellt. Ein Exposimeter zur Bestimmung der Radonkonzentration kostet 30 bis 50 Euro. Die Auswertung ist im Preis enthalten.  

Entstehung von Radon

Radon entsteht als Teil der Uranzerfallsreihe. Uran ist überall im Untergrund vorhanden.

Beim natürlichen Zerfall von Uran entsteht unter anderem Radium und daraus Radon. Radonatome können weiter zerfallen. Es entstehen Polonium, Wismuth und Blei. Diese sogenannten Radonfolgeprodukte sind auch radioaktiv und schweben in der Atemluft.

In Innenräumen lagern sie sich allmählich an Gegenständen, Staubpartikel und feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolen, an und können beim Einatmen in die Lunge gelangen. (Quelle)

Radon-Forschung 

 "Dass Radon Krebs erzeugen kann, ist seit langem bekannt: Bald nach Entdeckung des Elements (um 1900) wurde Radon in den Bergbaustollen im Erzgebirge nachgewiesen. Genaue Messungen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts führten zu der Hypothese, dass Radon die Ursache für den Lungenkrebs unter Arbeitern im Erzbergbau war – ein Krebs, der seit dem 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Schneeberger Krankheit“ bekannt war. In den fünfziger Jahren zeigten Tierexperimente und Studien an Arbeitern in Uranbergwerken, dass insbesondere Radon-Zerfallsprodukte Lungenkrebs verursachen können.

 

Wenige Jahre später erkannte man, dass auch für die allgemeine Bevölkerung ein Risiko durch Radon in Wohnräumen besteht. Seit den 1980er Jahren geben Messprogramme in West- und Ostdeutschland Aufschluss darüber, welche Radon-Konzentrationen in der Bodenluft und in Wohnräumen vorliegen. Daneben haben epidemiologische Studien genaue Abschätzungen des radonbedingten Lungenkrebsrisikos der Allgemeinbevölkerung ergeben. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass akute gesundheitliche Beschwerden, wie z. B. Kopfschmerzen und Asthma, nicht durch Radon verursacht werden." (Lungeninformationsdienst)

Eine sehr gute Information zu Radon bietet eine Animation des Bundesamtes für Strahlenschutz

 

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Gesundheitliche Risiken

"Über die Atmung nehmen wir Radon und die an winzige Partikel gehefteten Folgeprodukte auf. In der Lunge führt der radioaktive Zerfall zur Bestrahlung der Lungenzellen.

Je höher die Radonkonzentration in der Raumluft ist, und je länger wir uns dort aufhalten, desto höher wird das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Besonders gefährlich sind die an Partikel gebundenen Folgeprodukte: Die jeweilige Lebensdauer der Zerfallsprodukte und die Verweilzeit im Atemtrakt beeinflussen die Krebsentstehung.

Der Ort der Ablagerung und Anreicherung der Folgeprodukte ist entscheidend dafür, wo sich gegebenenfalls Lungenkrebs entwickelt. Bis zum tatsächlichen Ausbruch der Krankheit können jedoch Jahrzehnte vergehen." (Lungeninformationsdienst

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt  

 

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Radonbelastung aus dem Boden

Im geologischen Untergrund wird ständig das natürliche radioaktive Edelgas Radon gebildet, das teilweise in die luftgefüllten Porenräume der Gesteine und Böden freigesetzt wird. Aus dem Baugrund gelangt Radon ins Freie und auch in Gebäude. Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch die Radonbildung im Baugrund, die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und die Bauweise bestimmt. 

 

Die natürliche Radonbelastung unterscheidet sich regional teils erheblich - einen Überblick bieten beispielsweise die

"Radonkarte Deutschlands"       

"Radonkarte in Österreich"

"Radonkarte Schweiz"

"Radonkarte Südtirol"

        Die Radonkarte gibt eine Orientierung über die regionale Verteilung der Radonkonzentration in der Bodenluft einen Meter unter der Erdoberfläche.

·         Die Radonkarte Deutschland wurde auf der Grundlage von Messungen an insgesamt 2.346 geologisch repräsentativen Messorten und der geologische Karte Deutschlands im Maßstab 1:1.000.000 berechnet.

·         Aus ihr kann abgeleitet werden, in welchen Regionen und in welchem Umfang mit erhöhten Radonkonzentrationen in Gebäuden zu rechnen ist.

Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch

·         die Radonbildung im Baugrund,

·         die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und

·         die Bauweise bestimmt

 

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Radonbelastungen aus Baustoffen

Neben der Belastung aus dem Boden kann es aber auch zu erhöhten "Konzentrationen" kommen, wenn entsprechende "Baustoffe" eingesetzt werden.

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz:

"Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden in Deutschland keine Materialien zu Bauzwecken verwendet, die infolge erhöhter Thorium Konzentrationen zu aus der Sicht des Strahlenschutzes relevanten Expositionen durch das Gas Radon-220 (Thoron) und seine Zerfallsprodukte in Räumen führen könnten. Die Möglichkeit, dass ungebrannter Lehm als Baustoff in Einzelfällen zu erhöhten Thoronwerten in der Raumluft führen kann, lässt sich jedoch nicht gänzlich ausschließen."  (Quelle) 

 

Eine Brisanz erhielt dieses Thema erneut 2012 durch "provokante" Presseberichte -

unter anderem: "Forscher waren vor Krebsgefahr in Lehmhäusern" (Spiegel Online).

in denen, ausgehend von Untersuchungen in China und neuerdings (bislang) eines (!) Fachwerkhauses in Franken vor erhöhter Thoronbelastung in Lehmhäusern gewarnt wird.

Dazu Stellungnahme eines Lehmputzherstellers

EGGBI versucht seit langem durch umfangreiche internationale Recherchen, hier eine eigene sachliche "Bewertung" des Baustoffes "Lehm" aber auch zu Natursteine, Fliesen zu finden.

Diskutiert werden nach wie vor gerade Belastungen aus Natursteinen (Granit) und Fliesen

Ein umfangreicher Schriftverkehr mit zahlreichen Fliesenfachhändlern, Herstellern und Importeuren brachte leider nur wenige Antworten;

derzeit ist es nicht möglich, beim Kauf von Fliesen dezidierte Messwerte zur "Radioaktivität" der ausgewählten Produkte (selbst Informationen zum Herkunfts- Produktionsland sind oft nur schwer erhältlich) zu bekommen. 

Handlungsbedarf für Baustoffhersteller

Angesichts der immer besser gedämmten und damit dichteren Häuser ergibt sich künftig - spätestens bei Inkrafttreten der EU Referenzwerte ab 2018 für Gebäude hier noch ein Handlungsbedarf der Hersteller zu mehr Verbraucherinformationen zum "Strahlungsverhalten" ihrer Produkte. 

Handlungsbedarf Verbraucher, Architekten

Verbraucher, aber vor allem auch Architekten sind gut beraten, künftig bei der Produktauswahl auch entsprechende Werte von den Herstellern, Händlern, konkret zu den jeweils ausgewählten Produkten einzufordern und sich nicht mehr mit Allgemeinaussagen zu ganzen Produktgruppen zufriedenzugeben. 

Weiterführende Informationen zum Thema Bauprodukte

zum Thema Lehm und Thoron: 

Lehm als Baumaterial.

Aussagen zu Radon aus Bauprodukten:

Radon Info- Baumaterialien

Dissertation Dr. Bernd Hoffmann: Radon in Baustoffen und Bauwerkabdichtungen

Stiftung Warentest

 

Statusgespräch des BMU Forschung zum Problemkreis Radon 

 

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Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Empfehlung für Bauaufträge - Ausschreibungen 

Im Rahmen der Ausschreibung/ Auftragserteilung wird empfohlen, bereits jetzt mit Hinweis auf die künftigen europäischen Richtlinien folgende Passage mit aufzunehmen:

·         "Fundament, gegebenenfalls Kellerböden und Kellerwände sind auch im Hinblick auf künftige EU Radon-Referenzwerte entsprechend der DIN 18195 (Bauwerksabdichtung) sowohl in der Planung als in der baulichen Umsetzung (vor allem auch im Bereich von Durchgängen und "Boden-Wandübergängen") so auszuführen,

·         sowie entsprechende Lüftungskonzepte so zu planen und umzusetzen, dass eine Überschreitung des ab 2018 geltenden Referenzwertes von < 300 Bq m³ ausgeschlossen werden können

·         Die Einhaltung dieser Werte mittels einer anerkannten  Radonmessung  (DIN ISO 11665-8:2013-08; VDE 0493-1-6658:2013-08

ist nachzuweisen. 

Gerne vermitteln wir weiterführende Beratung zu Planung und Umsetzung dieser Vorgaben.

 

Fachinformationen für Bauherren, Planer und Baufirmen

Wertvolle praktische Informationen für die Umsetzung möglichst "radonarmer" Gebäude bieten verschiedene Landesämter – unter anderem in Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen.

Planungshilfen für Neubauten:

1) Dichte Bodenplatte

"Wichtig ist, die allgemein anerkannten Regeln der Technik gegen eindringendes Wasser und aufsteigende Feuchte sind einzuhalten. Bauwerke mit Aufenthaltsräumen sowie sonstige Bauwerke, deren Verwendungszweck dies erfordert, müssen in all ihren Teilen dauerhaft gegen das Eindringen und Aufsteigen von Wasser und Feuchtigkeit aus dem Boden geschützt werden.

Besonderes Augenmerk ist auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu legen. Erdsonden für Wärmepumpen stellen aufgrund ihrer Tiefe einen potenziellen Radoneintrittspfad dar. Es ist immer auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu achten – zum Beispiel durch ein Rohrdurchführungssystem (RDS)."

2) Luftdichte Gebäudehülle und kontrollierte Wohnraumlüftung:

"Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist ohne entsprechende Dichtheit der Gebäudehülle als umfangreiche Radonvorsorgemaßnahme bei Neubauten unzureichend. In diesem Fall ist der vorsorgliche Einbau einer Unterboden-Absaugung erforderlich. Eine ausreichende Dichtheit der Gebäudehülle ist gewährleistet, wenn die n50-Leckage-Rate kleiner als 0,6 h-1 ist (entsprechend verschiedener Energiesparhaus-Standards wie zum Beispiel Passivhaus, KlimaHaus Gold, Minergie-P). Die Belüftungsanlage ist druckneutral oder mit einem leichten Überdruck (wenige Pa) zu betreiben. Die Frischluftansaugung im Freien muss mindestens 80 cm über dem Boden platziert sein (keine Ansaugung beispielsweise aus Kellerfensterschächten)."

3) Unterboden-Absaugung (Radondrainage)

"Wenn umfangreichere Maßnahmen erforderlich sind:

Drainagerohre mit einem Durchmesser von 10 cm sind unter der durchgehenden Fundamentplatte beziehungsweise der Bodenplatte (bei Streifenfundament) zu verlegen.

Die Art der Rohrverlegung ist von der Durchlässigkeit des umgebenden Materials abhängig. Bei Einbau von Kies oder Schotter wird das Rohrsystem schlangenförmig mit einem Rohrabstand von bis zu 8 m verlegt und zu einer Abluftleitung (Vollwandrohr) zusammengeführt.

Bei Einbau des Rohrsystems direkt ins Erdreich (Rohrschutz durch Kies und/oder Vlies) ist ein geringerer Abstand von 1 bis 3 m erforderlich. Von den Außenmauern ist ein Mindestabstand von 1 bis 2 m einzuhalten. Damit im Radon-Drainagesystem ein Unterdruck aufgebaut werden kann, muss ein Zuströmen von Luft aus dem Wasser-Drainagesystem unterbunden werden (Trennung der Systeme beispielsweise durch Fundament oder Folie.) "

Quelle und weitere Informationen: "Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten"

 

Maßnahmen bei Bestandsbauten mit erhöhten Radonwerten

1) Verstärktes Lüften

"Die dauerhafte natürliche Lüftung des Kellers (offene oder gekippte Fenster) verringert die Radonkonzentration im Keller und damit auch im Wohnbereich. Es ist dabei auf eventuelle Frostgefahr und Schimmelbildung zu achten.

Im Wohnbereich erfolgt das Lüften je nach Höhe des Jahresmittelwertes durch 3- bis 10-maliges Quer- oder Stoßlüften für 5 Minuten beziehungsweise durch Lüften vor der Nutzung. Außerhalb der Heizperiode sollten die Fenster so oft als möglich geöffnet oder gekippt bleiben. Bemerkung: Schon ca. 2 Stunden nach dem Lüften kann die Radonkonzentration wieder auf dem vorherigen Niveau sein."

2) Umnutzung

"Die betroffenen Räume werden künftig zu anderen Zwecken mit geringen Aufenthaltszeiten von Personen verwendet. Auf diese Weise kann das Problem ohne Sanierung gelöst werden."

3) Radonsanierungen

"Radonsanierungsmaßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit Radonfachpersonen, Bausachverständigen und Ingenieurfirmen geplant werden."

a) Abdichtung zwischen Keller, Kriechkeller oder Hohlräumen und den bewohnten Gebäudeteilen
b) Verschließen von sichtbaren Öffnungen, Rissen etc. in den erdberührenden Gebäudeteilen
c)  Druckausgleich innen/außen

"Die radonhaltige Bodenluft wird durch einen im Gebäude entstehenden Unterdruck (Kamineffekt aufgrund von Temperaturdifferenzen zwischen Raumluft und Außenluft bzw. durch Winddruck) sowie Unterdruck aufgrund von Dunstabzugshauben und Abluftventilatoren in das Gebäude gesaugt. Eine Öffnung nach außen, knapp über dem Erdniveau, reduziert diesen Unterdruck. Ausführungsbeispiele: Außenluft-Durchlass (ALD), Luftschlitz im Fenster, Kernbohrung durch Außenwand mit Gitter."

d)  Unterdruckerzeugung im Kellergeschoß/Kriechkeller

"Mit einem kleinen Ventilator wird im Kellergeschoß oder Kriechkeller ein Unterdruck gegenüber dem Wohnbereich erzeugt und damit die Radonausbreitung vom Keller in den Wohnbereich reduziert. Damit ein Unterdruck aufgebaut wird, muss das Kellergeschoß/der Kriechkeller gegen den Wohnbereich und nach außen abgedichtet sein (geschlossene Fenster und Türen). Achtung: Die Radonkonzentration steigt in diesen Kellerräumen unter Umständen stark an. Diese Methode ist deshalb bei längeren Aufenthaltszeiten in den Kellerräumen nicht geeignet."

e) Unterboden-Absaugung

"Diese Maßnahme dient primär zur Erzeugung eines Unterdruckes unterhalb der Bodenplatte. Damit wird der konvektive Radoneintritt aus dem Boden in das Gebäude unterbunden. Die Unterboden-Absaugung kann überall dort erfolgreich eingesetzt werden, wo der Aufbau eines Unterdruckes möglich ist. Das kann zum Beispiel durch ein Schotterbett direkt unter der Bodenplatte und darunterliegenden dichten Boden erreicht werden."

 o Punktuelle Absaugung (Radonbrunnen) oder
 o Flächige Absaugung (Radondrainage)

4)  Mechanische Zuluftanlage

"Diese Methode ist für die Sanierung von einzelnen Räumen, Wohnungen und Wohngebäuden geeignet. Das Prinzip beruht neben der kontrollierten Frischluftzufuhr hauptsächlich auf der Erzeugung eines leichten Überdruckes von 1 bis 2 Pascal. Voraussetzung ist deshalb eine hohe Dichtheit der Türen, Fenster und anderer Öffnungen."

Quelle und weitere Informationen: Radon-Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Gebäuden

 

Radon- Messungen und Sanierungen 

Grundsätzlich empfehlen wir ebenso wie bei allgemeinen Schadstoffbelastungen, gerade auch bei Radonbelastungen professionelle Berater mit entsprechenden Referenzen auszuwählen - gerade für Sanierungen sollte auf Firmen mit entsprechender "Erfahrung" zurückgegriffen werden.

 

Siehe dazu das Kapitel Beratungsstellen.

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Radonbelastungen an Schulen - Kitas

Obwohl auch Schulen und Kitas vielfach mit Radon belastet sind, Schüler und Lehrer damit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ausgesetzt sind, finden entsprechende Untersuchungen nur in den wenigsten Fällen statt- entsprechend groß ist natürlich die Dunkelziffer. 

 

SWR TV Bericht Oktober 2018

"Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten"

 

Link zum Video

 

"Viele Schulen in Sachsen sind mit Radon belastet"

Pressebericht vom 19.10.2018

"Derzeit wird in 142 Schul- und Kindergartengebäuden in Sachsen die Konzentration von Radon gemessen. Die Ergebnisse der ein Jahr dauernden Messungen in 224 Schulen liegen dem sächsischen Umweltministerium schon vor. In 84 der Schulen, in denen seit 2015 Messungen durchgeführt wurden, tritt das radioaktive Edelgas stärker auf, als es der EU-Referenzwert erlaubt. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Petra Zais hervor."

 

Positiv zu erwähnen ist allerdings, dass in den meisten Bundesländern solche Untersuchungen gar nicht durchgeführt werden!

 

Radonwerte bis 2200 Becquerel an Zwickauer Schulen

13.06.2018

"Konkret betroffen sind acht Schulen in der Stadt Zwickau, jeweils zwei in Hartenstein und in Crimmitschau sowie eine in Meerane. Die größte gemessene Überschreitung im Freistaat Sachsen verzeichnet das Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium mit einem Jahresmittelwert von 2200 Becquerel pro Kubikmeter der Innenraumluft. Der ab 2019 geltende Referenzwert liegt bei 300 Becquerel, aktuell gilt noch der Wert 1000."

Beispiel Bayreuth

Eine jahrelange Auseinandersetzung gibt es zwischen Eltern und Lehrern unter anderem in Fichtelberg, Bayreuth:

Seit 2013 wurde in den Medien darüber berichtet - am 30.05. 2017 bringt Frontal 21 einen TV Bericht  

Beispiel Bad Wörishofen

 

Krebserkrankungen im "Umfeld der Schule" veranlassten im Herbst 2017 die Behörden zu einer Schadstoffprüfung- erfreulicherweise auch sofort auf Radon - dabei wurde tatsächlich neben erhöhten Formaldehydwerten auch erhöhte Radonwerte (bis zu 11100 Bq/m³) gemessen.

Beispiel Oberösterreich -Reihenuntersuchungen 

Bereits 2003 bis 2006 fanden an 926 oberösterreichischen Schulen Radonmessungen statt -

Schulprojekt in Oberösterreich

das Ergebnis bestätigt die Notwendigkeit solch präventiver Untersuchungen.

Ergebnis:

an 64 Schulen wurden mehr als 400 Bq/m³ festgestellt -

an 36 Schulen mehr als 600 Bq/m³

an 23 Schulen mehr als 1000 Bq/m³!

 

In Deutschland vermissen wir in vielen Bundesländern solche Präventivuntersuchungen.

Einige wenige Ausnahmen bisher:

1.3      Beispiel Radon- Schulmanagement in Nürnberg:

An 25 Schulen und Kitas in Nürnberg wurden Radonuntersuchungen durchgeführt - erhöhte Werte fanden sich hier nur in nicht permanent genutzten Lager- und Kellerräumen. Projektbericht Juni 2016

1.4      Schuluntersuchungen in Baden- Württemberg

Noch liegen die Endergebnisse der Untersuchungen an 1600 Schulen nicht vor – allerdigs bereits ein Zwischenbericht:

Der Durchschnitt der Radonkonzentration der bereits ausgewerteten

Schulräume beträgt 92 Bq/m³.

In 79 von 1141 Räumen wurde eine Radonkonzentration über dem neu definierten Referenzwert von 300 Bq/m³ festgestellt. (Zwischenbericht)

 

Wie auch bei anderen Schadstoffbelastungen wird behördenseits auch bei erhöhten Werten fast immer eine "Gesundheitsgefährdung", meist mit Berufung auf "gesetzliche Grenzwerte" ausgeschlossen.

 

Ignoriert werden dabei Empfehlungen, die dem präventiven Schutzanspruch gerade von Kindern entsprechen:

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS)

Nationale und internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um circa 10 Prozent pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft ansteigt. Wer sich über Jahre hinweg in Räumen aufhält, in denen Konzentrationen um die 1.000 Becquerel pro Kubikmeter gemessen werden, hat ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, als wenn er sich in Räumen mit einem Jahresmittelwert um 100 Becquerel pro Kubikmeter aufhält. Es ist daher ratsam, Häuser mit einer Radonbelastung über 100 Becquerel pro Kubikmeter zu sanieren. (Quelle: Maßnahmen zum Schutz vor Radon, BfS)

Einige weitere Presseberichte zu Radonbelastungen an Schulen: 

19.03.2019 Freyung Montessori Grundschule "Erhöhte Radonwerte" 

22.02.2019 Arnoldstein Erhöhte Radonwerte im Bildungszentrum

10.02.2019 Hermagor Erhöhte Radonwerte- Schule teil gesperrt

04.08.2018 Heidenheim Radonmessungen ergaben teilweise erhöhte Werte

12.06.2018 Chemnitz: jede 10.Schule aus sächsischem Messprogramm- mehr als 1000 Becquerel

31.12.2017 Baden Württemberg: 48 von 172 Schulen liegen über Radon Referenzwert

14.12.2017 Lörrach: zu hohe Radonwerte im Waldorfkindergarten

29.03.2017 Taufers: erhöhte Formaldehyd und Radonwerte im Klassenzimmer

18.01.2017 Lörrach: Eltern sind erbost über die Stadt Lörrach

09.09.2015 Plauen: Schimmel und Radon in Kita- trotzdem sagt Dresden Sanierung kurzfristig ab 

26.04.2014 Bischofsgrün: Radon Messungen in Schule dauern an

09.10.2013 Grabenstätt: Pfarrkindergarten: erhöhte Radonwerte

29.06.2013 Dresden: Schimmel und bedenkliche Radonwerte in "Horror-Kita"

24.06.2013 Bayreuth: Eltern boykottieren Schule wegen Radonbelastung

07.06.2013 Warmensteinach: Radon in Klassenzimmer

06.03.2012 Bad Schlemaerhöhte Radonwerte in Schule

30.01.2008 Freital: Radon-Alarm in Freitaler Mittelschule und Kita

 

Allgemeine Informationen zu Schadstoffbelastungen an Schulen und Kitas

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Radonmessungen

Grundsätzlich empfehlen wir ebenso wie bei allgemeinen Schadstoffbelastungen, gerade auch bei Radonbelastungen professionelle Berater mit entsprechenden Referenzen auszuwählen - gerade für Sanierungen sollte auf Firmen mit entsprechender "Erfahrung" zurückgegriffen werden.

 

Siehe dazu das Kapitel Beratungsstellen 

Messungen nach DIN empfiehlt VDI mit der DIN ISO 11665-8:2013-08

Teil 8: Methodik zur Erstbewertung sowie für zusätzliche Untersuchungen in Gebäuden

Allgemeine Empfehlungen gibt das bayerische Landesamt für Umwelt auf seiner Homepage, ebenso wie das Umweltministerium Baden Württemberg ( Publikation Anhang, Seite 24: Messung und Bewertung von Radon.)

Auch das Helmholtz Zentrum München bietet Empfehlungen zur Durchführung von Radonmessungen.

 

 

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In Österreich gibt es zum Thema

 "Messtechnische Aufgabenstellungen und Beurteilung" die ÖNORM S 5280-1_2017 02 14

 

 

Richtwerte- Grenzwerte- Referenzwerte

Wie auch bei allgemeinen Schadstoffen in Gebäuden gibt es gerade auch bei Radon sehr unterschiedliche gesundheitliche Bewertungen und damit auch unterschiedliche Grenz- und Referenzwerte. 

Richtlinie der Europäischen Union ab 2018

Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und zur Aufhebung der Richtlinien 89/618/Euratom, 90/641/Euratom, 96/29/Euratom, 97/43/Euratom und 2003/122/Euratom 

Amtsblatt der Europäischen Union, 17,1,2014

Artikel 74 (Seite 31)

Radonexposition in Innenräumen 

(1) Die Mitgliedstaaten legen nationale Referenzwerte für die Radonkonzentration in Innenräumen fest. Der Referenzwert für die Aktivitätskonzentration in der Luft im Jahresmittel darf 300 Bq m³ nicht überschreiten. 

Umsetzung 

(1)   Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts und Verwaltungs­vorschriften in Kraft, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie bis 6. Februar 2018 nachzukommen. 

Umsetzung in Deutschland

Am 3. Juli 2017 wurde das deutsche Strahlenschutzgesetz verkündet. Damit gibt es in Deutschland erstmals rechtliche Regelungen zum Radonschutz in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen. Das Gesetz tritt zusammen mit den ergänzenden Rechtsverordnungen im Dezember 2018 in Kraft.

Bundesgesetzblatt Strahlenschutzgesetz

Abschnitt 2 - § 124 "Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter. Spätestens zehn Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes legt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einen Bericht über die Entwicklung der Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung gegenüber Radonexpositionen, über deren Wirksamkeit und Kosten auf Bundes- und Länderebene vor.

Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates festzulegen, wie die Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen zu erfolgen hat."  

Entscheidend der § 124:

"Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter."

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung ignoriert

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS):

Zitat: "Oberhalb von 100 Becquerel pro Kubikmeter sollten immer Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration in Betracht gezogen werden." (Quelle: Radon in Gebäuden; BfS)

Zitat BfS:

"Die neue europäische Grundnormenrichtlinie für den Strahlenschutz, die bis Februar 2018 im deutschen Recht umgesetzt sein muss, sieht für Radon in Wohnhäusern und an Arbeitsplätzen einen Referenzwert von maximal 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft vor. Aus fachlichen Gesichtspunkten sprechen sich das BfS und die WHO für einen Wert von 100 Becquerel aus. Schon ab einer Konzentration von 100 Becquerel ist statistisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko nachweisbar. Die Diskussion um die Höhe eines deutschen Referenzwertes ist noch nicht abgeschlossen." (Quelle)

Diskussion Referenzwert 100 oder 3000 Becquerel?

"Für den Arbeitsschutz sollen 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft als Jahresmittelwert akzeptiert werden. Den gleichen Wert sieht der Referentenentwurf neuerdings auch für die Bevölkerung vor, während im vorherigen Gesetz-Entwurf nur 100 Bq/m³ gelten sollten. Mit nun 300 Bq/m³ hätte die Bevölkerung ein ungleich höheres Lungenkrebsrisiko als Arbeitnehmer zu tragen, weil sich die normale Bevölkerung, bezogen auf die Lebensdauer, drei bis fünfmal länger in Innenräumen aufhält als ein Arbeitnehmer bei der Arbeit. 

Wegen des hohen Lungenkrebsrisikos durch Radon sprechen sich für 100 Bq/m³ als Referenzwert wichtige Fachorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO und deutsche Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, AIR (Ausschuss für Innenraumrichtwerte) aus sowie das Bundesamt für Strahlenschutz aus.

Die süddeutschen Bundesländer, wo Radonproblem in Gebäuden bekannter ist, wollen eher 300 Bq/m³.

Einige fürchten, 100 Bq/m³ sei bei Sanierungen schwer erreichbar, zu aufwändig und zu teuer. Neue Sanierungserfolge jedoch zeigen, dass 100 Bq/m³ machbar und bezahlbar sind. Beim Neubau sind 100 Bq/m mit entsprechenden Verfahren und Materialien kein Problem mehr". (B_I Medien)

Weitere Richtwerte und Empfehlungen – national und international

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt 

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Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte

Eine übersichtliche Zusammenfassung zum Thema "Gesetzliche Regelungen" veröffentlichte 2019 das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SWUL), gestaltet von GENESE:

 

"Gesetzliche Regelungen zum Radonschutz"

 

als Ergänzung zu einer Zusammenfassung "Radon – Wirkung- Schutz" (2018)

 

Wesentliche Aussagen:

 

"Der Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen ist in den §§ 121 – 132 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) vom 27. Juni 2017 sowie in den §§ 153 – 158 der Strahlenschutzverordnung vom 29. November 2018 geregelt. Die einzuhaltenden Werte und wesentlichen Pflichten sind in der oben erwähnten Zusammenfassung aufgelistet.

 

Der Referenzwert für Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen beträgt 300 Bq/m³ im Jahresmittel. Ein Referenzwert ist ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert.

 

Radonvorsorgegebiete sind Regionen, die aufgrund geologischer oder sonstiger Gegebenheiten erhöhte Radonkonzentrationen erwarten lassen.

 

Diese Gebiete werden bis zum 31. Dezember 2020 ausgewiesen und veröffentlicht.

 

Aufgelistet sind aber auch die Pflichten der Verantwortlichen für Arbeitsplätze mit dem Ziel der

·         Erfüllung der Anforderungen des beruflichen Strahlenschutzes am Arbeitsplatz und der

·         Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung der Exposition

 

Planer, Architekt, Bauträger- Hasftungsrisiko: 

Zahlreiche Gesetze sichern dem Verbraucher ein Gebäude ohne gesundheitlichen Risiken zu, (Rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit), vor allem hier die

 Landesbauordnung

Entscheidend sind bei den Landesbauordnungen bzw. auch in der Musterbauordnung bezüglich "Gesundheit" für den Verbraucher  vor allem die Forderungen:

§ 13 Schutz gegen schädliche Einflüsse (entspricht Punkt 11 bayerische LBO)

„Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere 

  • chemische, physikalische oder biologische Einflüsse
  • Gefahren oder
  • unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.      Allgemeine Anforderungen

Ergänzend dazu verweisen wir aber auch auf die entsprechende

1.1.1.2      Architektenhaftung:

In jedem Stadium seiner Leistungserbringung kann der Architekt damit beauftragt werden, sein Augenmerk besonders auf baubiologische und gesundheitliche Themen zu richten.

Bei der Grundlagenermittlung hat der Architekt die Interessenlage des Bauherrn zu erforschen. Er muss deshalb auch ohne besonderen Auftrag herausfinden:

• ob besondere energiesparende Maßnahmen gewünscht sind,

• ob der Bauherr bestimmte allergene Stoffe meiden möchte,

• ob er an einer guten Innenraumluftqualität besonderes Interesse hat und

• ob es wegen der besonderen Art der Nutzung bestimmter Lüftungsanlagen – über die anerkannten Regeln der Technik hinaus – und ähnlichem bedarf.

Was der Auftraggeber nicht bereits selbst vorgibt, muss der Architekt erfragen.

Er ist Sachwalter der Bauherreninteressen.

Quelle: Deutsches Architektenblatt, September 2015

 

Investor, Bauherr: 

Bei Sanierungen (vor allem auch energetischen) sollte ebenso wie bei Neubauten bereits jetzt auch im Hinblick auf die Vorgaben der künftigen Radon- Referenzwerte geachtet werden.

Wir empfehlen daher Bauherren bei Auftragserteilung bereits entsprechende Anforderungen bezüglich der künftig tolerierten Radonwerte zu definieren, vor allem um damit den Planer/ die ausführende Firma zu besonderer Sorgfalt im Hinblick auf eine "gasdichte" Fundamentplatte und einen ausreichenden Luftwechsel zu "sensibilisieren".

Ebenso wie jetzt bereits energetische Gebäudekennzahlen wird künftig die Angabe des Radongehaltes ein nicht zu unterschätzendes Bewertungskriterium für Immobilien darstellen.

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Radon- Beratungsstellen: Messung und Sanierung

Zahlreiche Institutionen befassen sich seit Jahren mit der Minimierung des gesundheitlichen Risikos dieser Strahlung durch Forschung und "Empfehlungen" (u.a. fachgerechte "Abdichtung" im Fundament, vor allem aber ausreichende Lüftungskonzepte.)

In einigen Bundesländern gibt es bereits Weiterbildungskurse/ Seminare "geschulte/ geprüfte" Fachberater und Prüfer für Radonbelastungen.

 

Unterschiedliche Messergebnisse ergeben sich aus den unterschiedlichen "Messsystemen" -Empfohlen sind Kernspurdetektoren – mit Vorteilen gegenüber "teilweise "vergesslichen" Aktivkohledosimetern - vor allem bei Langzeitmessungen. (Infos)

Wichtig auch: die Auswertung muss unbedingt durch ein dafür akkreditiertes (DIN ISO EN/IEC 17025) Labor erfolgen"

Hinweis:

Zunehmend werden Radonmessungen von entsprechenden "Fachpersonen" angeboten, von denen manche allerdings versuchen, vor allem "eigene Produkte" zu vermarkten.

Wir empfehlen grundsätzlich nur Prüfer, Berater auszuwählen, die ausschließlich ihre fachliche "Dienstleistung" - nicht vorrangig aber auch Produkte zum Verkauf anbieten! 

Warnung vor unseriösen Anbietern

 

Empfehlung für Auftragserteilung

Bitte unterscheiden Sie bei Auftragserteilungen streng zwischen

  • fachgerechter Beratung
  • qualifizierter Messung  und erst darauf aufbauend 
  • optimale Sanierung

Wir warnen vor uns inzwischen bekannten Akteuren in dieser relativ neuen "Szene", die vor allem "Angst erzeugen" und damit

  • teure Sanier- Maßnahmen und vor allem auch
  • eigene Produkte

mit überhöhten Preisen verkaufen wollen!   

Verlangen Sie im Vorfeld fachgerechte Messungen geschulter Fachleute mit geeichten Geräten, und erteilen Sie

einen Auftrag für eine Prüfung erst nach Vorliegen

  • eines schriftlichen Angebots mit Beschreibung der geplanten Prüfmethode/ Prüfdauer und Preis

und einen Auftrag für eine Sanierung erst nach Vorlage eines solchen 

  • Prüfberichts und 
  • eines schriftlichen Angebots mit detaillierter Beschreibung der geplanten Sanier- Maßnahmen!

Siehe auch: Suche nach qualifizierter Beratung

 

Informationsquellen:

 

Umweltbundesamt (Seite 12)

Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF)

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Bundesamt für Strahlenschutz

IBO Innenraumanalytik

Österreichisches Ökologieinstitut

Radon Info

Umweltinstitut München e.V. 

 

 

Radonmessungen

In einigen Bundesländern gibt es bereits Weiterbildungskurse/ Seminare "geschulte/ geprüfte" Fachberater und Prüfer für Radonbelastungen

Hinweis:

Zunehmend werden Radonmessungen von entsprechenden "Fachpersonen" angeboten, von denen manche allerdings versuchen, vor allem "eigene Produkte" zu vermarkten.

Wir empfehlen grundsätzlich nur Prüfer, Berater auszuwählen, die ausschließlich ihre fachliche "Dienstleistung" - nicht vorrangig aber auch Produkte zum Verkauf anbieten! 

 

 

 

Hier finden Sie eine Auflistung von "geschulten" Beratern; diese Auflistung gibt aber keinen Aufschluss über "Preispolitik" und "Geschäftsgebarung" der genannten Akteure.

Orientieren Sie sich bei Auftragserteilung an den oben angeführten Kriterien "Empfehlung für Auftragserteilung!".

1.1.1     Deutschland

 

Geprüfte bzw. qualifizierte Radon Fachpersonen (erstmals abgefragt 2017 – zwischenzeitlich zwar teilweise aktualisiert; Ergänzungen/ Korrekturen sind erbeten!) finden wir bisher nur in Bayern und Sachsen "aufgelistet". Die allgemeine Information zu Radon in Gebäuden unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern sehr stark – von vollständiger Ignoranz bis hin zu absolut empfehlenswerten Informationsportalen.

 

Baden- Württemberg:

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft bietet eine hervorragende Publikation zum Thema Radon, veröffentlicht aber auf seiner Homepage anders als Bayern und Sachsen keine Ansprechpartner für Radonmessungen.

 

Bayern: 

seit längerem befasst sich das Bayerische Landesamt für Umwelt sehr intensiv mit dem Thema, bildet Fachleute aus uns pflegt ein umfassendes "Radon- Netzwerk".

Radonfachpersonen in Bayern

 

Berlin: 

Hier konnten wir keinerlei Hinweis außer auf eine "Strahlenmessstelle" auf eine Radonberatung/ Messungen für Verbraucher und Arbeitgeber finden!

 

Brandenburg:

Wir konnten keine Informationen zu "Radon in Gebäuden" auf der Homepage des Umweltministeriums finden.

 

Bremen:

Auf der Homepage konnten wir keine Aussagen zum Thema Radon finden. Einzige uns bekannte (private) Ansprechstelle:

Dipl.-Phys. Roland Wolff  https://wolff-roland.dgusv.de/

 

Hamburg:

Keine Informationen zu Radon auf der Homepage der Umweltbehördedie Pressestelle der Stadt teilte uns auf unsere diesbezügliche Anfrage am 14.02.2019 lapidar mit: "es tut mir leid, aber da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen." Am 20.02.2019 erfuhren wir, dass die Ansprechstelle für Fragen zum Schutz der Bevölkerung vor Radon in Hamburg die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), Billstr. 80, 20539 Hamburg, Referat V23, Umwelt und Gesundheit ist.

Bezüglich unserer Frage nach Beratung und Messungen in Hamburg wurde auf die Liste der Radonfachpersonen Bayern verwiesen,

"In dieser Listen sind Fachberater beispielsweise auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein zu finden, die die Weiterbildung in Sachsen wahrgenommen haben.

Keine Adressen aus Hamburg – und richtig wäre: Bayern hat selbst Radonfachpersonen ausgebildet!

 

Hessen: 

sah zumindest 2017 noch "keinen Bedarf entsprechende Listen" anzubieten und verweist auf eine spezielle Kontaktadresse das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie/ Stichwort Radon. (siehe auch "Radon in Hessen")

 

Mecklenburg-Vorpommern:

Im Suchprogramm der Homepage des Umweltministeriums scheint das Wort Radon noch völlig unbekannt.

Das Ministerium verweist uns (2/2019) auf die Zuständigkeit für Strahlenschutz des Innenministeriums.Eine Liste von Beratungsstellen, Radonfachpersonen ist aber weder im Innen- noch im Umweltministerium bekannt.

 

Niedersachsen:

Auch hier finden wir nur eine Kurzinformation zum Thema Radon- aber keine Ansprechpartner bzw. Informationsstellen.

 

Nordrhein-Westfalen:

Es findet sich eine Kurzinformation auf der Homepage des Umweltministeriums - aber keine regionalen  Ansprechpartner, Beratungsstellen zum Thema Radon.

Auf unsere Anfrage 2/2019 erhielten wir neben der "Begründung"

"Nordrhein-Westfalen ist aufgrund der geologischen Beschaffenheit seines Untergrundes von Radon weitaus weniger betroffen als zum Beispiel Bayern oder Sachsen" den Hinweis auf die bayerische Radon- Fachfachpersonen- Liste, in der "auch Personen aus Nordrhein-Westfalen zu finden" sind (zwei Adressen!) und auf die grundsätzlichen Hinweise auf der Homepage des BfS.

Auf der Radon- Karte des BfS finden sich allerdings durchaus auch relativ stark belastete Regionen in NRW.

Zu Radonfragen in Bezug auf "Bauen und Gebäude" wurden wir auf das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau- und Gleichstellung des Landes NRW verwiesen.

 

Rheinland-Pfalz:

Bietet Infos auf der Homepage zum Thema Radon an eine Liste von Radon Mess- Stellen betrifft vor allem bundesweite Messstellen, leider aber keine nennenswerte Auswahl in Rheinland-Pfalz.

 

Saarland:

Kurzinformation zu Radon auf der Homepage des Umweltministeriums, 2 Adressen von Radonmessstellen und Ankündigung einer "Stellenausschreibung"

 

Sachsen-Anhalt:

Referat 45 (Strahlenschutz, Atomrecht)

https://mule.sachsen-anhalt.de/umwelt/strahlenschutz/radon-in-sachsen-anhalt/

 

Sachsen:

Radonfachpersonen in Sachsen  (aktuelle Liste stets abrufbar auf dieser Seite- unter diesem Link)

Weitere Infos bei  Umwelt Sachsen, bzw. bei der Ausbildungsstelle Bauakademie Sachsen

Umfangreiche Informationen auf der Homepage des Umweltministeriums!

http://www.radon.sachsen.de/

Schleswig-Holstein

 Informationen auf der Homepage des Umweltministeriums

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein
Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
- Radonberatungsstelle -
Adolf-Westphal-Str. 4

24143 Kiel
Tel.: 0431 988-5530
E-Mail: 
radonberatung@melund.landsh.de
Web: 
www.schleswig-holstein.de/radon

  

Thüringen:

Radon-Gesundheitsrisiko in Wohngebäuden

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz
Dezernat 32 - Umwelthygiene
Tel.: 0361 57-3815320
http://www.thueringen.de/th7/tlv/gesundheitsschutz/umwelthygiene/index.aspx

 

Schleswig-Holstein:

Informationen auf der Homepage des Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein – aber keine Liste mit Radonfachpersonen.
Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
- Radonberatungsstelle -
Adolf-Westphal-Str.
4
24143 Kiel
Tel.: 0431 988-5530
E-Mail: 
radonberatung@melund.landsh.de
Web: 
www.schleswig-holstein.de/radon

 

Wir freuen uns auf weitere Adressen und "Landes-Verzeichnisse" geprüfter Radon-Fachpersonen sowie über Korrekturen dieser Aufstellung 

und empfehlen, bei der Beraterauswahl zu prüfen, ob wirklich "neutrale (!)   Beratungen" und Messungen angeboten werden, oder ob die Betreffenden als Repräsentanten von Hersteller-Firmen vor allem Interesse am Vertrieb ihrer Produkte haben

Schulungen von Radonberatern bietet seit kurzem auch der Berufsverband der Baubiologen VDB an – erkundigen Sie sich, ob Sie in Ihrer Nähe bereits einen qualifizierten Prüfer finden können. 

 

1.1.2       Österreich:

 

Oberösterreich

bundesweit zuständige Institution

Ages

siehe dazu auch Radon in Oberösterreich 

 

Niederösterreich:

verweist auf die Fachstelle Ages in Oberösterreich und empfiehlt für Radonmessungen das

Institut für Innenraumanalytik (DI Bernhard Damberger) in Wien

 

Salzburg:

Informationen:

Dipl. Ing. Pankraz Schönleitner

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 6/31 – Maschinenbau und Elektrizitätswesen

Michael-Pacher-Straße 36

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 4431    Fax 0662 8042 4195

e-mail: pankraz.schoenleitner@salzburg.gv.at

 

Dr. Gerd Oberfeld

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 9/11 – Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin

Sebastian-Stief-Gasse 2

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 2969    Fax 0662 8042 3056

e-mail: gerd.oberfeld@salzburg.gv.at  

 

Messungen:

Fachbereich Materialforschung und Physik, Abt. Physik und Biophysik, 

Universität Salzburg

Hellbrunnerstraße 34

A 5020 Salzburg

Tel. 0662 8044 5700   Fax 0662 8044 150

e-mail: herbert.lettner@sbg.ac.at

 

1.1.3       Schweiz: 

 

Institut für Bauhygiene Schweiz (hier finden sich auch zahlreiche weiterführende Links zu Radon)

Radonfachpersonen in der Schweiz

Radonfachpersonen im Ausland

weitere Infos: Bundesamt für Gesundheit

 

  

Weitere Informationen – Links     

1.1      Radon

Umweltministerium Baden- Württemberg

"Schutz vor Radon" Mai 2018

 

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft -SMUL:

"Radonschutzmaßnahmen- Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten" (Herbst 2018)

 

Tagungsband der 12.Tagung Radonsicheres Bauen 6.09.2016

Infoblatt Bayerisches Landesamt für Umwelt "Radon in Gebäuden" (August 2017)

Radoninformationen Schweiz: was ist Radon

Eine informative Zusammenstellung von Informationen bietet seit Neuerem unter anderem auch das Schweizer Institut für Bauhygiene: ".LINK"

Infoblatt: Radon in Häusern

Messung und Bewertung von Radon 

EU Richtlinie für weniger Strahlentote (VDI Nachrichten)

1.1.1     Videos: (ohne qualitative Wertung!)

 

Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten - "Zur Sache" 10.10.2018

Radioaktives Gas in Gebäuden Kommunen vor Sanierungswelle (Report München)

Video zu Radon in Häusern

Radonschutz Frontal 21

Gefahr für die Gesundheit

Radioaktiver Staub - Radon Nachweis

Radon- die unterschätzte Gefahr

Facts about Radon

Radon- the killer gas

Radon - what it is

Radon - how it affects you

What is Radon and why Should I care

How a Radon Mitigation System is installed

Risks of Radon Gas

Radon Gas Detection in Ireland

 

Weitere Videos

 

TV Bericht zu Radon 25.01.2018, Bayerisches Fernsehen

"Die unsichtbare Gefahr aus dem Untergrund"

 

1.2       Wohngesundheit allgemein

 

EGGBI Schriftenreihe

Schulen und Kitas

Gütezeichen für Baustoffe aus "gesundheitlicher" Sicht

Gesundheitsrisiken in Gebäuden

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

Rechtliche Grundlagen für "Wohngesundheit" und Definition

 

zurück zu Radonbelastungen in Gebäuden  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Überblick

Übersicht News 2018, 2019 und 2020

 

Besuchen Sie uns auch auf


Facebook/Wohngesundheit  - hier finden Sie künftig stets tagesaktuelle Informationen

Weitere News finden Sie auf unserer Seite "Aktuelles"

Archiv

Newsarchiv 2018

Newsarchiv 2017 

Newsarchiv 2016

Newsarchiv 2015 

Newsarchiv 2014 

Newsarchiv 2012 und 2013

Newsarchiv 2010 und 2011 

 

 

 

Februar 2020

Bankrotterklärung der deutschen Umweltmedizin

"Eine flächendeckende umweltmedizinische Versorgung konnte bis zum heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht realisiert werden"

Mehr Infos und Zitate aus dem Gesundheitsblatt 202, 63:242-250

 

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Aktuelle News 2019

15.12.2019

Die erweiterte Neuauflage der Informationsbroschüre mit umfangreichen Beitrag zum Thema "Wohngesundheit" und auch rechtlichen Fragen dazu (MVV-TB) ist soeben erschienen.

Kostenloser Download


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20.11.2019

Bayerischer Landtag:

Vielversprechender Antrag von CSU und Freie Wähler zum "Thema Umwelterkrankungen."

Mehr Infos dazu

 

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08.11.1950

Soeben erschienen

mit EGGBI beitrag zum Thema Wohngesundeheit (Seite 22)

Kostenloser Download

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29.10.2019

Hervorragende ARD Dokumentation zu Isothiazolinonen in Wandfarben und Kosmetik

"Wenn Konservierungsmittel in Wandfarben Allergien auslösen"

Mehr Informationen zu diesen Stoffen, die wir derzeit noch immer auch in "Blaue Engel" Wand-Farben finden:

" EGGBI -Konservierungsmittel Isothiazolinone"

 

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08.10.2019

Eigenpublikation mit persönlichen Erinnerungen

Fridays for Future

Wurden die globalen Umweltprobleme erst jetzt erkannt?

Mehr Infos

 

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06.10.2019

Positionspapier zur Sanierung von Schimmelbefall nach Wasserschäden in Krankenhäusern

Österreichisches Bundesministerium für Tourismus und Nachhaltigkeit, Arbeitskreis Innenraumluft (zum Positionspapier)

Wertvolle Informationen - nicht nur bezüglich Krankenhäusern

(EGGBI Infos zu Schimmel)

 

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26.09.2019

Hilfreiche Publikation des Verbands klinischer Umweltmediziner zu MCS

Informationen für Patienten, Angehörige, Arbeitskollegen und Vorgesetzte, Ärzte und Behörden

Download

auch auf Facebook

Mehr Infos zu MCS

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17.09.2019

"Chemiekeule in Kunststoffverpackungen"

Eien aktuelle Studie einer Forschungsgruppe bestätigt die hohe Schadstoffbelastung zahlreicher Kunststoffprodukte- selbst Lebensmittelverpackungen.

Dennoch wird nach wie vor auch im Wohnbaubereich "Recycling" vielfach beworben.

Mehr Infos dazu bei EGGBI Aktuelles und auf Facebook

 

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26.07.2019

Gerichtsurteil zu VOC Emissionen aus Holzwerkstoffen

Ein scheinbarer Sieg für die OSB Platten Hersteller führt zu erhöhter "Unsicherheit" bei Architekten.

Mehr zum Urteil und den Folgen

 

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11.07.2019

Gericht der EU (EuG) entscheidet:

Bisphenol A bleibt "besonders besorgniserregender Stoff" (Pressebericht).

Damit schmettert er eine Klage des mächtigen Industieverbands "Plastics Europe" ab!

Immer wieder finden wir Weichmacher auch in Schulen, Kitas und in Bauprodukten - dennoch verzichten die meisten "Gütezeichen" für Bauprodukte und auch Gebäudezertifikate auf zwingende, glaubhafte diesbezüglich Untersuchungen  und geben sich mit "Herstellererklärungen" zufrieden.

 

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25.06.2019

ARD Beitrag zu Polystyrol Fassaden

"Wie sicher sind gedämmte Häuser?"

Mehr Infos zum Thema

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12.06.2019

Meilenstein bei der "gesundheitlichen" Gebäudebewertung

Das VDB Gebäudezertifikat stellt die bisher strengsten Anforderungen an ein "gesundheiltiche Gebäudebewertung"!

Mehr Infos

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31.05.2019

Los Angeles klagt Monsanto wegen Spätfolgen von PCB

Pressebericht

Trotz der sehr "angsteinflössenden, bedenklichen"  "Kritikerliste des Konzerns"

vertreten wir offen die Ansicht, dass auch in Deutschland die Behörden Sanierkosten von PCB belasteten Schulen und Kitas bei den "Verursachern" einklagen sollten (Verursacherprinzip), statt Kinder und Lehrer oft jahrelang (meist sogar mit  "fachlicher" Unterstützung von Gesundheitsämtern) gesundheitlichen Risiken auszusetzen (Beispiele München, Esslingen), und das teilweise sogar krebserregende Gift PCB (dioxinähnliche PCBS) zu verharmlosen.

Auflistung PCB belasteter Schulen und Kitas allein aus den letzten Jahren.

Damit würde die Industrie gezwungen, zumindest für neue "Produkte" endlich das europäische Präventionsgesetz anzuwenden - zuerst Unbedenklichkeit "glaubhaft" (siehe: "gekaufte Wissenschaft") nachzuweisen - und erst dann Produkte zu verkaufen.

 

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30.05.2019

ACHTUNG

Neue Kennzeichnungen auch von Umwelterkrankungen durch WHO/ DIMDI ICD 1019

DIMDI WHO NEUE KENNZEICHNUNG


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23.05.2019

SWR - TV Bericht

 "Zur Sache - PCB– die unterschätzte Gefahr"

Berichtet wird über PCB Problemen in Ludwigsburg, in Esslingen und an der technischen Universität in Tübingen – das Landesgesundheitsamt ignoriert erneut die PCB118 Werte und behauptet "es besteht keine akute Gesundheitsgefahr" und "die Nutzung der Räume für einen begrenzten Zeitraum" ist aus toxikologischer Sicht unbedenklich.

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14.05.2019

ZDF- Leben ohne Power

hervorragende Dokumentation zum Chronischen Fatigue Syndrom (CFS).

Wichtigste Aussage: CFS ist keine psychische Krankheit, sie kann auch durch Umweltgifte mitverursacht, auf jeden Fall aber auch verstärkt werden.

Link zum Film (bis 13.06.2020 verfügbar)

Mehr Infos zu CFS

 

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19.03.2019

BfR bestätigt: Strahlenbelastung durch 5G muss erst untersucht werden!

Spät aber doch -

erstmals bestätigt das Bundesamt für Strahlenschutz die beisher nicht ausreichende Erforschung der gesundheiltichen Auswikrungen der neuen "Kommunikationstrechnologie" 5G.

Mehr Infos zum Pressebericiht

 

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08.02.2019

"Gedämmte Hauswände enthalten lebensgefährliche Biozide"

Pressebericht

Obwohl seit vielen Jahren bekannt -nach wie vor unterstützt der Staat "energetische Sanierungen" auch mit "gesundheits- und umweltgefährdenden" Produkten. Mehr Infos dazu "Biozide in Bauprodukten"

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02.02.2019

Freie Wähler Bayerns fordern mehr Anerkennung von Umwelterkrankungen

mehr Infos dazu

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17.01.2019

Baustoffverband gegen mehr Transparenz bei Bauprodukten?

Thekengespräch bei der Bau 2019 München

Wenig Unterstützung bietet offensichtlich der Bundesverband Baustoffe dem Institut für Bautechnuik bei mehr Transparenz für Architekten zur Einhaltung der MVV-TB...

mehr Infos dazu

 

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01.01.2019

TRGS 504: Neue Vorgabe für E-und A- Stäube ab 2019

Übergangszeit der TSG 504 2016 endete am 31.12.2018 

Mit dem Ziel, Gesundheitsrisiken durch Stäube zu reduzieren hat das Bundesarbeitsministerium (BMAS) den Arbeitsplatzgrenzwert für die einatembaren Stäube (E-Staub) und die noch feineren, alveolengängigen Stäube (A-Staub) – das sind vergleichsweise feine Stäube, die bis in die Lungenbläschen gelangen können – gesenkt. Bis zum Jahresende 2018 galt dafür zwar noch eine Übergangsfrist für die verpflichtende Einhaltung des Grenzwertes von 1,25 mg/m³. Doch diese ist nun ausgelaufen. Außerdem wurde im Jahr 2017 ein neuer Beurteilungsmaßstab für Quarzstaub – dem Auslöser der Silikose – verabschiedet. (Deutsche Handwerkszeitung)

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11.12.2018

EU Parlament stimmt für neue Grenzwerte am Arbeitsplatz

"Die Europäer sollen künftig an Arbeitsplätzen in der Chemieindustrie, der Autobranche oder im Bergbau besser vor Krebs geschützt werden. Das EU-Parlament stimmte mit großer Mehrheit für eine Überarbeitung der EU-Richtlinie für Karzinogene und Mutagene.

Damit werden Grenzwerte für acht weitere krebsverdächtige Stoffe eingeführt, darunter Dieselabgase. Krebs ist nach Angaben des EU-Parlaments die häufigste Todesursache im Zusammenhang mit der Arbeit.

Mehr Infos dazu

 

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03.12.2018

Selbsthilfegruppe Umwelterkrankter

trifft sich in Pfarrkirchen mit Behindertenbeauftragten.

EGGBI Referat zum Thema "Bauen für Umwelterkrankte", MCS und EHS

Pressebericht

 

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02.12.2018

Soeben erscheinen:

Seit 1979 das unabhängige Magazin für Menschen, die gesünder, umweltbewusster und schöner wohnen und leben wollen. Das ideale Forum mit fachlich fundierten, aktuellen Beiträgen.

EGGBI Thema des Heftes Nr. 169/ Dezember 2018

  • OSB-Platten für gesundes Wohnen?

 

Weitere Infos und Bestellung

Leseprobe

 

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06.11.2018

Schadstoffe in Europäischen Teppichböden

Bei aktuellen Untersuchungen europäischer Teppichböden fanden die Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), das Ecology Center (USA) und die Notre Dame University (USA) chlorierte Flammschutzmittel, hormonaktive Substanzen und krebsverdächtige Stoffe. Pressebericht und DUH Info

Verwiesen wird in diesem Artikel auf diverse "Gütezeichen" wie dem Blauen Engel - obwohl bei den meisten Gütezeichen bezüglich gerade der erwähnten Stoffe in der Regel keine Prüfnachweise gefordert werden, die Herstellererklärungen meist ausreichen. Siehe dazu  Bewertung von Gütezeichen für gesundheitliche Aussagen 

Mehr Infos dazu auch: Bodenbeläge, mögliche Schadstoffe

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30.10.2018

Frankreich: Rätsel um Neugeborene ohne Arme und Hände

Bayerischer Rundfunk

Streit um Ursachen - fehlendes Interesse der Behörden an Aufklärung - sicherlich nicht neu:

siehe dazu auch: 

   Beispiele jahrzehntelanger Ignoranz

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28.10.2018

"Dieselgate der EU Chemiebranche"

Mindestens ein Drittel der seit 2010 in Europa hergestellten oder importierten 1.814 Chemikalien mit einem hohen Produktionsvolumen (mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr) verstößt gegen die europäische Chemikalienverordnung (REACH) und ist damit nach EU-Recht illegal. Pressebericht (Originalbericht Englisch)

Die Europäische Union verschließt auch hier die Augen- die Industrielobby setzt sich wie so oft in der  Vergangenheit  erneut durch. Zahlreiche Beispiele oft jahrzehntelanger Ignoranz.

Informationen zu Reach

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23.10.2018

"Mögliche Schadstoff-Belastung in Kita: Kirche soll erst spät informiert haben"

Wie so oft werden auch hier die Werte von Seiten der Behörden "verharmlost" und damit Eltern und Mitarbeiter "ruhiggestellt". Inzwischen meldete sich bei uns bereits eine besorgte Mutter - wir werden versuchen, den Schadstoffprüfbericht zu erhalten. Pressebericht

Infos zur "üblichen" Bagatellisierung von Schadstoffprüfberichten

 

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19.10.2018

"Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten" 

(SWR TV Bericht vom 4.10. 2018; Beispiel Heidenheim) und

"Viele Schulen in Sachsen mit Radon belastet"

(SZ Pressebericht vom 19.10.2018

Bedauerlicherweise wird nur in den seltensten Fällen überhaupt in Schulen und Kitas auf Radon untersucht, in den meisten Bundesländern stellt man sich zu diesem Thema immer noch "ahnungslos".

Mehr Informationen zu Radon in Gebäuden (Kapitel 8: Radon in Schulen und Kitas)

zum Seitenanfang

 

 

11.10.2018

EU weitet Schutz vor krebserzeugenden Stoffen am Arbeitsplatz aus
Die Liste der als krebserzeugend anerkannten chemischen Stoffe am Arbeitsplatz wird um acht weitere Stoffe, zu denen auch Dieselabgase gehören, erweitert. Das Europäische Parlament und der Rat haben heute (Donnerstag) eine Einigung über den zweiten Vorschlag: 
Auflistung der nun beschlossenen  "neuen" Stoffe  

der Kommission zur Liste der als krebserzeugend anerkannten chemischen Stoffe am Arbeitsplatz erzielt.

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10.10.2018

Wegweisendes Gerichtsurteil in Frankreich für Elektrosensitive:

Anerkennung von Elektrosensitivität als Berufskrankheit  (Arbeitsunfall) durch ein Gericht für soziale Sicherheit (Tass) von Yvelines nach mehrjähriger Prozessführung ist eine Premiere in Frankreich. 

Mehr Infos

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04.10.2018 SWR

SWR Zur Sache Baden-Württemberg

Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten

In Heidenheimer Schulen wird seit Mitte September die Konzentration von Radon gemessen. Das radioaktive Gas gilt als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Zum Video

Mehr Infos zu Radon

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27.09.2018

Bayerischer Landtag fordert Staatsregierung zum Handeln auf

Nachdem bisher Anträge bezüglich Feststellung von gesundheitlichen Beduftungen in öffentlichen Gebäuden bisher von der CSU Mehrheit mit "unerträglichen" Argumenten abgeschmettert wurden, konnte der erneute Antrag der Freien Wähler am 27.09.2018 eine Mehrheit im Landtag finden.

"Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Ausschuss für Gesundheit und Pflege zeitnah darüber zu berichten, in welchem Umfang in öffentlichen und staatlichen Einrichtungen Duftstoffe verwendet werden, um welche Substanzen es sich handelt und welche gesundheitlichen Auswirkungen diese haben können; darüber hinaus ist gegebenenfalls eine Aufklärungskampagne von Seiten der Staatsregierung notwendig, um auf das Thema Duftstoffe und deren Auswirkungen aufmerksam zu machen." Beschluss

Mehr Infos zu Duftstoffen

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AKTUELL Produktprüfungen sind neu zu bewerten!

Forschungsergebnisse führen zu neuer "Produkt- Bewertung"

Eine neue Prüfnorm - die DIN EN 16516 beunruhigt derzeit Holzwerkstoffhersteller, da sich damit völlig neue Grundlagen zur Feststellung der Formaldehydemissionen ergeben.

Bisherige Messergebnisse (Formaldehydwerte) nach der EN 717-1 sind demnach künftig mit dem Faktor 2 zu multiplizieren - zahlreiche Produkte werden damit bisherige "Grenzwerte" beispielsweise für Gütezeichen aber auch die AgBB Werte nicht mehr einhalten. Siehe EGGBI Formaldehyd

Auch für Essigsäure/ Ameisensäure werden inzwischen neue Prüfgrundlagen empfohlen - bisherige Produktprüf- und Raumluftmessberichte sind somit neu zu "bewerten"!.

In Frage gestellt wird bei der derzeit üblichen Analytik aktuell konkret die noch übliche praktizierte Erfassung mit Tenax.

Erforderlich wäre bei der Probenahme an Stelle der Erfassung mit Tenax eine Anpassung an die VDI Richtlinie 4301 Blatt 7

 

Auch für Prüfkammeruntersuchung sollte künftig zusätzlich diese Analytik für Alkansäuren angewandt werden. Siehe EGGBI Essigsäure

Zusammenfassung zum Thema Neubewertung 2018 

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Formaldehyd in Spanplatten - Produktwarnung

Rückruf- Aktion für Spanplatten auf Grund zu hoher Formaldehydwerte!

Mehr Infos

Erneut fordern wir  strengere Kennzeichnung und Richtlinien für die Verwendung  von Formaldehyd- basierten Einsatzstoffen!

EGGBI Schriftenreihe: Raumschadstoff Formaldehyd

 

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25.09.2018

Bayerische Staatsregierung erklärt MCS als unwissenschaftlich begründbare Selbstdiagnose!

Mehr Infos dazu

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08.08.2018

Umweltbundesamt publiziert überarbeitete AgBB Richtlinien.

Mehr Infos unter "Aktuelles"

 

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28.07.2018

Nach vier Jahren Verzögerung soll nun mit der Sanierung der Kita Wahlstedt begonnen werden - trotz gemeldeter gesundheitlicher Beschwerden bereits 2014! Erst in zwei Jahren soll dann die Sanierung abgeschlossen sein. Wer ist für solche Verzögerungen verantwortlich? Pressebericht

Mehr Infos

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14.06.2018

Umweltbundesamt bestätigt uns neue Richtlinien für "Blaue Engel Logo- Nutzung":

Während bisher des Blaue Engel Logo bisher auch angeben musste, für welche Eigenschaften dieser dem jeweiligen Produkt vergeben wurde, muss nunmehr der Hersteller nur mehr die "zuständige UZ" angeben - der Verbraucher muss sich nunmehr selbst im Internet schlau machen, ob es bei den jeweiligen Kriterien um Lärmarmut, Emissionsreduktion, Energieeffizienz, klimaschützend, Ressourcenschonung, Recycling, "Angeln ohne Blei" - vielleicht auch primär um "Gesundheit?"...) geht.

Falsch somit die grundsätzliche Blaue Engel Marketingaussage zum Gesundheitsschutz:

"Klare und eindeutige Botschaft

Die Nutzung des BLAUER ENGEL Logos auf Ihren Produkten ist ein klares und verlässliches Erkennungsmerkmal mit konkretem Informations- und Vermarktungswert. Durch die Nutzung des BLAUER ENGEL Logos signalisieren Sie Ihren Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und anderen Akteuren, dass Sie verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen und dass Ihnen Umwelt- und Gesundheitsschutz am Herzen liegen."  Mehr Infos

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06.06.2018

PCB in Hildener Schule -

jahrelang verschwanden Prüfberichte in den Schubladen und wurden Schüler und lehrer einer gesundheitlichen Belastung ausgesetzt. Pressebericht: 

Hilden- Die Stadt hat Hausaufgaben nicht gemacht RP Online 

Mehr Infos zu PCB und PCB in Schulen und Kitas

 

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31.05.2018

Veröffentlichung eines aufsehenerregenden Urteils zu Schadstoffbelastung Schule - MCS -  Lehrer

Nach vieljährigem Kampf konnte eine engagierte Lehrerin durch ein Gerichtsurteil erwirken, dass ihre Zwangspensionierung wegen MCS aufgehoben wurde und die Schulbehörden aufgefordert wurden, ihre einen "barrierefreien" Arbeitsplatz entsprechend Ihrer Qualifiaktion zu suchen und anzubieten.

Das Urteil sollte für alle weiteren Lehrer(Innen), die Probleme mit der Anerkennung ihrer Krankheit bei ihren Schulbehörden haben, ermutigen, den "Kampf" aufzunehmen, sämtliche Hilfen (unter anderem auch der Lehrergewerkschaft) in Anspruch zu nehmen und vor allem - nicht aufzugeben.

Link zum Urteil

Natürlich ist es eines Rechtsstaates unwürdig, dass sich Behörden entgegen der UN Behindertenrechtskonvention nur gerichtlich "zwingen" lassen, diese Konvention einzuhalten (Barrierefreiheit für Umwelterkrankte) - vor allem aber sich meist gar nicht bemühen, Schadstoffbelastungen an Schulen ohne öffentlichen Druck abzustellen.Schulen und KITAS 

Weiterhin aber eine unzumutbare Diskriminierung- trotz dieses Urteils vom Februar 2018 wird dieses offensichtlich nach wie vor von den Behörden ignoriert und auch im Mai 2018 werden noch immer nur die gekürzten Ruhestand-Bezüge ausbezahlt.

 

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16.05.2018

Vergiftet in der Wohnung

Durch eine unprofessionelle Wohnungsreinigung durch den Wohnungsbesitzer wurde die Existenz der Mieterin gesundheitlich und wirtschaftlich zerstört - seit Jahren führt Sie einen  Kampf gegen Vermieter, Jobcenter, Krankenkasse, Staatsanwaltschaft, Richter...

Es fehlt bei den befassten Juristen jegliches Wissen um Umwelterkrankungen!

Beitrag zu finden bei Abschnitt 22:25 in der Mediathek RTL Beitrag Punkt 12

Siehe auch

Negativbeispiele bei MCS: "unsoziale Gerichtsentscheidungen"

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09.05.2018

Skandalöses Gerichtsurteil in Berlin

Gericht ignoriert ärztliche Gutachten....

SAT 1 Frühstücksfernsehen

Erneut müssen wir feststellen, wie unzureichend die Ausbildung vieler Juristen zu Fragen von Schadstoffbelastungen und Umwelterkrankungen sein kann... 

Siehe dazu "Negative Beispiele von Urteilen"

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03.05.2018

TV Bericht Galileo berichtet über Elektrosensitivität EHS

zum TV Bericht

Mehr Infos zu EHS

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04.04.2018

Schadstoffe (PCB) an Pädagogischer Hochschule Freiburg

Pressebericht

Wie immer- keine "gesundheitliche Bedenken" seitens der Behörden; dennoch offenbar doch nicht ganz unbedenklich?

Siehe dazu auch umweltmedizinische Bewertung von Grenzwerten sowie unsere Stellungnahme zu PCB

 

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28.03.2018

"Der Albtraum von den eigenen vier Wänden"

Bauherrin kämpft seit Jahren mit Baufirma wegen Schadstoffbelastung. (Pressebericht

Für uns ein typisches Beispiel mangelhafter "Umwelt"- bzw. "Gesundheits"- Ausbildung von Juristen - (Anwälte + Richter!) die offensichtlich meist keinerlei Kenntnis von Landesbauordnungen und Architektenhaftung besitzen.
Nur in wenigen Fällen finden sich qualifizierte Anwälte, die in der Lage sind, hier wirklich die Rechte der Bauherren vor Gericht durchzusetzen.

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08.03.2018

TV Bericht zu Schadstoffbelastungen mit EGGBI Beteiligung auch im Neubau.

Mehr Infos

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28.02.2018

Iothiazolinone künftig beim Blauen Engel verboten?

Der Blaue Engel wird ab sofort keine Wandfarben mit Isothioazolinonen mehr auszeichnen! Pressemeldung


Der Verbraucher ist aber nach wie vor mit einer Unzahl Produkten in den Baumarktregalen konfrontiert, die diese Konservierungsstoffe enthalten - aber zugleich den Blauen Engel tragen!  

 

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26.02.2018

Schadstoffarme Schulmöbel

Mit einem Betrag von 125.000 Euro beteiligt sich die Bundesstiftung Umwelt an einem Projekt zur Herstellung nachhaltiger, aber auch schadstoffminimierter Schulmöbel. Weitere Infos

 

 

25.01.2018

Grosser Erfolg des "mutigen" bayerischen Datenschutzbeauftragten, Verbraucherschützern, Bürgerinitiativen

Aktuelle Meldung zum Thema "versuchte" Zwangseinführung von Funk- Wasserzählern in Bayern

CSU Mehrheit beugt sich dem öffentlichen Druck

Mehr Info zur Landtagssitzung

 

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Übersicht

28.02.2020 Bankrotte Umweltmedizin

15.12.2019 FNR Neuauflage

20.11.2019 MCS Antrag bayerischer Landtag

08.11.2019 MedAmbiente EGGBI Beitrag

29.10.2019 ARD Isothiazolinone

08.10.2019 "Fridays for Future"

26.09.2019 MCS Flyer DBU

17.09.2019 "Chemiekeule in Kunststoffen"

26.07.2019 "OSB Urteil"

11.07.2019 Bisphenol A bleibt besorgniserregend

25.06.2019 Polystyrol- wie sicher?

12.06.2019 VDB Zertifikat

31.05.2019 Monsanto PCB Klage

30.05.2019 Neue Kennzeichnungen von Krankheiten WHO-DIMDI

23.05.2019 Esslingen TV Bericht

14.05.2019 CFS ZDF

19.03.2019 BfR bestätigt Forschungsbedarf

08.02.2019 Biozide in Fassade 

02.02.2019 "Freie Wähler" - mehr Anerkennung für "Umwelterkrankte"

17.01.2019 Baustoffverband gegen mehr Transparenz? 

01.01.2019 TRGS 504 Staub am Arbeitsplatz

11.12.2018 Neue EU Grenzwerte für Arbeitstplatz

02.12.2018 IBN OSB-Platten

06.11.2018 Schadstoffe in Teppichen

30.10.2018 Frankreich - Mißgeburten

28.10.2018 Reach - Dieselgate

23.10. 2018 Schadstoffe in Kita Stade

19.10.2018 Radon in Schulen Sachsen

11.10.2018 Krebserzeugende Stoffe

10.10. 2018 Elektrosmogurteil Frankreich

Radon in Schulen

Oktober Formaldehyd neue Bewertung!

Rückruf Spanplatten

27.09.2018 Duftstoffe freie Wähler

25.09.2018 Bayerische Staatssregierung definiert MCS 

08.08.2018 AGBB Richtlinien 2018

28.07.2018 Wahlstedt Kita

14.06.2018 Blauer Engel Logo

06.06.2018 PCB in Hilden

31.05.2018 Urteil Schule München

16.05.2018 Krank durch vergiftete Wohnung

09.05.2018 Skandalöses Gerichtsurteil

03.05.2108 Galileo berichtet über EHS

04.04.2018 PCB an Freiburger PH

28.03.2018 Albtraum Haus

08.03.2018 Odysso

28.02.2018 Blauer Engel Konservierungsstoff

26.02.2018 Schulmöbel

25.01.2018 Landtagssitzung Funkwasserzähler

 

  

Newsarchiv 2018

Newsarchiv 2017

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