Trinkwasserleitungen - gesundheitsverträglich?

 

Welche Trinkwasserleitungen sind "empfehlenswert"?

Allgemeine Informationen zu Trinkwasserleitungen

Edelstahl

PVC Leitungen

PE (PEX) Leitungen

Stellungnahmen zu Anfrage an UBA und DVGW

ummantelte Kupferrohre

Installationsmaterial, Armaturen

EU versus  Verbraucherschutz

rechtliche Regelungen zur Trinkwasserqualität (Anforderung an Trinkwasserleitungen)

Umweltbundesamt "Rund um das Trinkwasser"

 

Allgemeiner rechtlicher Hinweis zu unserem Informationsportal 

 

Grundsätzliche Empfehlung:

Verlötungen, Verschweissungen sollten bei Projekten für besonders "sensitive Bauherren"unbedingt vermieden werden.

Empfohlen: Stecksysteme, Isolierverschraubungen, Klemmverschraubung, "Verpressung".

Nickelallergiker sollten besondere Vorsicht bei der Auswahl der Armaturen an den Tag legen. 

 

 

Edelstahlleitungen

Während aus 

Edelstahlleitungen  - unsere Empfehlung!  

(Preisfrage) mit Sicherheit keine nennenswerten "chemischen" Belastungen des Trinkwassers zu erwarten sind,

  

("Der für Personen mit Chrom-Nickel-Allergie bedeutsame Nickel-Eintrag ist zumeist den Armaturen sowie Rohrverbindungen und nicht den Edelstahlrohren zuzuschreiben, es sei denn, die Anlage wurde nicht fachgerecht installiert.
Zudem stehen seit geraumer Zeit nickelfreie, für die Verwendung in Trinkwasserinstallationen zugelassene Edelstahlrohre zur Verfügung."

"Die Passivität kann nur durch hohe Chloridgehalte im Wasser aufgehoben werden, denn Chlor- und Chlorid-Ionen können Edelstahl tatsächlich zum Korrodieren bringen. Dann aber auch nur in so hohen Konzentrationen, die bei einer Chlorierung von Trinkwasser eigentlich nicht erreicht werden sollen. Wenn überhaupt sind davon in erster Linie auch nur minderwertige Stähle betroffen."  Quelle )

 

stoßen wir bei der Bewertung von Kunststoffleitungen auf wesentliche kritische Fragen:

 

 

PVC Leitungen

Abgelehnt werden unsererseits derzeit  

PVC Rohre, "Reliningrohre (mit Epoxidharzen)" da wir dazu bis heute von keinem Hersteller  (außer diversen Zertifikaten bzgl. Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte) verbindliche Nachweise erhalten konnten, dass nicht Weichmacher Bisphenol A  (BPA)  und andere kritische Substanzen das Trinkwasser belasten.

 

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PE Leitungen (PEX)

 

Obwohl  reines PE (Polyethylen) grundsätzlich als  hygienisch unbedenklich gilt, ergeben sich bei der genaueren Produktbetrachtung immer wieder nicht unerhebliche Risiken  (siehe auch Diskussionsseite zu PE Folien).

Bei Trinkwasserleitungen verwirren den Verbraucher  Zusatzbezeichnungen wie

PEX  (vernetzt):

PEXa (Peroxid Vernetzung - bei unseren Projekten bestenfalls für Heizungsleitungen einsetzbar!)

PEXb  (Silan Vernetzung)

PEXc (Strahlenvernetzung)

und PEXd (Azovernetzung)

 

Einzig PEXc erfolgt ohne Einsatz von Chemikalien - bei den übrigen Vernetzungsmethoden ist es sehr schwer, von Herstellern wissenschaftliche Nachweise (nicht nur diverse Zertifikate) gesundheitlicher Unbedenklichkeit zu erhalten. 

Für Verunsicherung sorgte auch bereits 2010 ein Verbotsantrag von PEX Rohren in Kalifornien - und dies ohne Unterscheidung der verschiedenen Vernetzungsmöglichkeiten.

Nach unserem bisherigen Informationsstand hielten wir mit "fälschlicherweise" Akzeptanz von entsprechenden Herstelleraussagen  bis vor kurzem auf jeden Fall Rohre aus PEXc unbedenklicher, (Siehe dazu auch Link)

es liegen uns allerdings dazu Untersuchungen vor mit dem Nachweis von tert-Butanol, MTBE und ETBE und wir erhielten zwischenzeitlich Kenntnis von Reklamationen bezüglich teils massiver Geruchsproblem, die sogar zu einem Austausch der gesamten Trinkwasserleitungen in einem Gebäude führten.

 

Forschungsberichte zu PEX Rohren - Bewertungen

Zitat aus einem Forschungsbericht:

"Die vernetzten PE-Rohrtypen wiesen eine mehr oder weniger hohe Konzentration an 2-Methyl-2-propanol (tert-Butanol) auf: „Bis auf eine Ausnahme fanden sich in den Migraten der PE-X-Rohrtypen tert-Butylmethylether (MTBE) und/oder tert-Butylethylether (ETBE)“, sagt Koch. Dabei und auch beim 2-Methyl-2-propanol handle es sich wahrscheinlich um Reaktionsprodukte des als Initiator für die radikalische Polymerisation zugegebenen Di-tert-butylperoxids. In verschiedenen Prüfwässern von Verbundrohren fand Koch auch Toluol.  Siehe dazu Bericht "

MTBE = Methyl-tert-butylether                       CAS: 1634-04-4

H315: Verursacht Hautreizungen.                                         Gestis Stoffdatenbank

ETBE = Ethyl-tert-butylether                            CAS 637-92-3

H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen   Gestis Stoffdatenbank

2-Methyl-2-propanol                                        CAS 75-65-0

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
H335: Kann die Atemwege reizen.                                       
Gestis Stoffdatenbank

DTBE Di-tert-butyl peroxid                              CAS 110-05-4

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.     Gestis Stoffdatenbank

 

 "Damit Leitungsrohre uns das Wasser nicht vergiften" (2007)

 

 

Bedauerlicherweise konnte wir von keiner "Forschungsstelle in Deutschland" aktuellere Stellungnahmen zu dieser Problematik erhalten - allerdings gibt es eine

interessante Studie zum Thema aus den USA (2014):

"In the September study, drinking water was tested from a PEX plumbing system in a “net-zero energy” building in Maryland six months after the system had been installed. The testing revealed the presence of 11 chemicals that were PEX pipe ingredients and ingredient degradation products. Research with PEX pipes in the laboratory also showed that six brands caused drinking water to exceed the U.S. Environmental Protection Agency's maximum recommended drinking water odor limit, Whelton said"

("In der Studie September wurde Trinkwasser aus einem PEX Sanitär-System in einem "Netto-Null-Energie" Gebäude in Maryland getestet - sechs Monate nach der das System installiert worden war. Die Prüfung ergab die Anwesenheit von 11 Chemikalien, sie waren Rohr Inhaltsstoffe und Inhaltsstoff-Abbauprodukte der PEX Rohre.  

Untersuchungen von PEX-Rohren im Labor zeigten auch, dass sechs Marken die Maximal Grenzwerte der US Environmental Protection Agency für Wassergeruch von Trinkwasser überschritten, sagte Whelton.")

Aussagen November 2016 einer Internationealen Konferenz 2016:

Trinkwasser-Verunreinigungen, die aus Haushaltswasserleitungen und Rohrleitungsmaterialien entstehen

Während Schwermetalle aus Metallrohren und -kupplungen stammen, können neue Kunststoff-Polyethylenrohre auch verschiedene organische Verbindungen auslaugen, die die Geruchs- und Geschmackseigenschaften von Wasser beeinflussen und sogar für den Verbraucher schädlich sein können.

In diesem Projekt wurde die Wirkung von vernetzten Polyethylen (PEX) - Rohren auf die Wasserqualität in Laboratorien und in Wohngebäuden mit Trinkwasserrohren aus verschiedenen Rohrmaterialien untersucht.

Bei PEX-Rohren wurden in den Labortests und im untersuchten Haus mehrere organische flüchtige Verbindungen, wie Methyl- und Ethyl-tert-butylether (MTBE und ETBE) und tert-Butylalkohol (TBA), im Wasser ausgewaschen. Wasser, das in den Rohren im Labor inkubiert wurde, löste anti-androgene und antiretinoide X-artige Verbindungen.

Der Wassermetallgehalt wurde nicht durch PEX-Rohre beeinflusst, sondern durch die Kupplungen und andere Netzwerkmaterialien.

Die Risiken ausgelaugter Verbindungen waren gering und beeinflussten hauptsächlich den Geschmack und den Geruch von Wasser. Metallkupplungen und andere metallische Netzwerkmaterialien im Haushalt können die schädliche Metallbelastung der Bewohner erhöhen.

Schlüsselwörter: Trinkwasser, Wasserleitungen, PEX, flüchtige Verbindungen, MTBE, ETBE, TBA, Schwermetalle, antihormonelle Aktivität

 

Die aktuellsten Informationen aus 2018:

Kunststoffrohre und Trinkwasser: zwei wissenschaftliche Studien hinterfragen die Verträglichkeit von Pex und Polypropylen

 

Auch im Sanitärjournal findet sich 2018 eine Diskussion zum Thema - (LINK) nach wie vor fehlen uns aber Untersuchungsberichte zu den genannten möglichen belastungen aus deutschland aoder zu europäischen Produkten.

Entsprechend konnten wir bisher von keinem Hersteller wirklich umfassende Schadstoffberichte zu entsprechenden PE Rohren erhalten - wir freuen uns über jede wissenschaftlich fundierte Stellungnahme (mit Nachweisen) , die es uns künftig ermöglicht, wirklich gesundheitlich unbedenkliche PE Trinkwasserleitungen zu empfehlen.

 

Bedauerlich aber vor allem, dass  sich einige Hersteller überhaupt nicht der Diskussion zu diesem Thema stellen -  

(Zitat fränkische Rohrwerke: "wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir diesem Sachverhalt bzw. Aussage nicht weiter kommentieren werden".)

einige sich auf die Zusendung von Urkunden (ohne den erbetenen eigentlichen Prüfergebnissen) bzgl. Aussagen über die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen beschränken. 

In einem Reklamationsfall (uns liegen auch weitere Reklamationen vor!) sprach der Hersteller von  "nur" sensorischen Belastungen bei nachgewiesenem ETBE!

(Gestis Stoffdatenbank: ETBE CAS-Nummer  637-92-3 "Gefahrenhinweis:   H336 Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen" )
  

Zitat1: "Eine zweite Analyse erbrachte dann den Nachweis von ETBE in sämtlichen Zapfstellen der Trinkwasseranlage (jedoch nicht im Hausanschluß). Vom Hersteller der Leitungen wurde lediglich von einer sensorischen Belastung gesprochen.“  

Zitat 2: "Reklamationen der Nutzer über Geschmack/Geruch des Trinkwassers, v.a. nach einer Stagnationszeit von 12 Stunden oder mehr. Betroffen ist Warm- wie Kaltwasser. Das Symptom wird mit der Dauer der Auslaufzeit deutlich geringer um dann nach erneuter Stagnationszeit wieder massiver zu werden." 

Zwischenzeitlich (1.7.2015)  hatten wir uns an das Umweltbundesamt und  am DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) mit der Bitte um Stellungnahmen zu entsprechenden "Grenzwerten, Kriterien und Überwachung derselben gewandt und erhielten auch entsprechende Stellungnahmen.

 

 

 

 

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Stellungnahmen von UBA und DVGW

Ergebnis dieser unserer Anfragen

Wie immer, erhielten wir eine sehr umfassende Antwort des

Umweltbundesamtes:

Bezugnehmend auf die KTW Leitline mit leider nur „empfehlendem Charakter“ und dem Hinweis auf die BfR (ebenfalls nur) Empfehlung XLVI. Vernetztes Polyethylen“ zur Beurteilung des Vernetzungsmittels. wurde auf die Zuständigkeit der Gesundheitsämter im individuellen Reklamationsfall verwiesen - wertvoll vor allem aber auf die rechtlichen Situation auf Grund der Trinkwasserverordnung.   (Stellungnahme des UBA)

 

Weniger aussagekräftig war die Antwort auf unsere Nachfrage bezüglich Zertifizierung  durch die

DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) 

Die Zertifikate dieses Vereines(!) werden von sämtlichen Herstellern stets als Nachweis völliger Unbedenklichkeit vorgelegt:

DVGW selbst verwies uns auf diverse Regelwerke und Empfehlungen(!) als Grundlage der Zertifizierung - wirklich wichtig für uns ist aber die Stellungnahme zu ETB in Trinkwasserleitungen:

"Bei Kunststoffrohren im Trinkwasserbereich ist ETBE zurzeit noch nicht hygienisch auffällig geworden."

Siehe dazu Bericht  - hier wird dies anders dargestellt.

 

"Eine zielgerichtete Untersuchung dieser Substanz im Prüfwasser der Migrationsversuche in der KTW-Prüfung wird bisher nicht durchgeführt. Es ist zu vermuten, dass diese Substanz ein Reaktionsprodukt (Abbauprodukt) sein könnte. Sollte sich dieser Stoff übergreifend als hygienisch relevant herausstellen, ist es sinnvoll, die Positivlisten und die KTW-Leitlinie dahingehend anzupassen. Dies liegt in der Oberaufsicht des Umweltbundesamtes."

Link zur Antwortmail der DVGW

Wir sind der Auffassung, zertifizierende Stellen sind selbst für die Kriterienerstellung zuständig und sollten nicht auf Ämter und Behördenerlasse warten. 

 

Leider können wir für den Neubau - Sanierungen  "ungeprüfte" PEX Leitungen - auch mit der bereits angeführten DVGW Zertifizierung - angesichts der uns bereits bekannten Reklamationsfälle derzeit - ohne ausreichenden Prüfberichten mit tatsächlichen Messwerten- (wichtig für die meist sehr sensitiven Anrufer unserer Hotline) nicht empfehlen, ohne spätere Probleme zu riskieren.

 

 

Bei nachträglichen Reklamationen empfiehlt das UBA, bei Geschmacks- Geruchsproblemen die lokalen Gesundheitsämter zu konsultieren. Wir empfehlen aber zudem bei entsprechender unkooperativer Reaktion von Verarbeiter und Hersteller möglichst frühzeitig einen Anwalt und ein entsprechend anerkanntes Fachlabor zur Beweissicherung in Anspruch zu nehmen - natürlich nicht ohne dem vorherigen Versuch natürlich einer gütlichen Einigung (mit Hinweis auf die ansonsten entstehenden Folgekosten - incl. Imageproblemen bei entsprechender Medieninformation).

.

 

 

Von sämtlichen angeschriebenen Herstellern konnten wir bis heute keinerlei umfassenden Prüfberichte erhalten - alle berufen sich auf die "Einhaltung gesetzlicher Verordnungen/Richtwerte" und auf die "Zulassung durch die DVGW". (EGGBI Stellungnahme allgemein zu gesetzlichen Richt/ Grenzwerten)

 

 

Verarbeitern empfehlen wir, entsprechende Unbedenklichkatsnacheise von ihren Lieferanten einzufordern, um entsprechende Rechtssicherheit zu erhalten.

Wir laden Sie ein, bei ähnlichen Problemen (Geruch aus PE Leitungen) mit uns Kontakt aufzunehmen!

 

EU gegen Verbraucherschutz - Freihandel contra Gütesiegel bei Trinkwasserleitungen

 

"Die EU sorgt sich nicht um Verbraucherschutz. Gütesiegel werden wertlos. Zunehmende Gleichschaltung und niedrig Löhne in allen Bereichen. Die diktatorische Krake breitet sich weiter aus und will alles Regulieren. Die Frage ist nur noch, wann die europäischen Völker sich geschlossen gegen die Diktatur vereinen."  (Plus Minus)

 

Quellen, weiterführende Links:

Trinkwasser aus dem Hahn

Thieme Römpp

Trinkwasserrohre aus PE Xc sind unbedenklich

flächendeckende Hormone im Trinkwasser? 

 

Hinweis:

Namentliche "Produkt/Herstellerbenennungen" erfolgen - aus Gründen der Aktualität, derzeit fehlender umfassender Nachweise und aber auch im Hinblick auf die stets individuelle Beratung (ph Wert des Trinkwasser, besondere gesundheitliche Anforderungen, Allergien etc...) derzeit nicht auf der Homepage sondern nur im Rahmen unserer schriftlichen Projektberatungen/Produktlisten

 

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Ummantelte Kupferrohre:

 

Als Vorsichtsmaßnahme sollten nach längerer Stagnationsdauer, am Morgen, nach dem Urlaub usw., einige Liter Wasser entnommen und als Putz- oder Giesswasser genutzt werden

Generell: Kupfer bei einem pH Wert des Trinkwassers < 7,3 nicht einsetzen !

Mehrwöchige bis mehrmonatige Expositionen gegenüber mehr als zwei Milligramm Kupfer pro Liter sind für Neugeborene und Säuglinge möglicherweise gesundheitsschädlich.

Kinder und Erwachsene sind nicht gefährdet, lehnen jedoch ein Trinkwasser mit mehr als drei Milligramm Kupfer pro Liter oft aus geschmacklichen Gründen ab. Bei einem Gehalt von mehr als drei Milligramm Kupfer pro Liter ist kurzfristig auch mit Magen-/Darmbeschwerden zu rechnen.

Fittings

Zu beachten:

Bei Nickelallergie: 

keine Rotgußfittings

Armaturen: Auch im Stagnationswasser verchromter Armaturen können hohe Löslichkeiten von Nickel auftreten

 

Grundsätzliche Mindestanforderung: (aber nicht ausreichend für EGGBI Empfehlungen)

nur DVGW zertifizierte Produkte in der Trinkwasserinstallation einsetzen

 

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Installationszubehör, Armaturen

Auch hier fehlen in den meisten Fällen nähere Angaben beispielsweise zu den Legierungsbestandteilen (Prozentangaben zu Kupfer. Zinn, Blei, Aluminium, Eisen, Nickel) die bei besonderen Sensitivitäten - je nach "direktem Kontakt" mit dem Trinkwasser zu Unverträglichkeiten führen können.

Anbieter sind daher angehalten, entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Besonders bei Nickelallergie ist hier auf entsprechende Zusammensetzungen grundsätzlich zu achten; wenn möglich, sollte hier auf Edelstahlalternativen ausgewichen werden.

"DVGW warnt:

Nickel im Trinkwasser

Erhöhte Nickelfreisetzung bei verchromten Armaturen

Laut einer Untersuchung des DVGW überschreitet die Nickelabgabe verchromter Armaturen häufig den gesetzlich zulässigen Grenzwert. Neue Vorgaben sollen nun die negative Beeinflussung der Trinkwasserbeschaffenheit eindämmen."

Quellen unter anderem:

Nickelfrei

Puteus

 

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EU versus Verbraucherschutz - Freihandel contra Gütesiegel:

 

Aktuell gibt es auch keine ausreichenden verbindlichen EU Regeln bezüglich der Schadstoffemissionen aus Trinkwasserleitungen. 

Ein wesentlicher Kernpunkt der Trinkwasserverordnung ist ihr Bezug zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Sie umfassen nationale (z. B. DINhttps://www.beuth.de/de/technische-regel/din-cen-iso-ts-21003-7/297624215DVGW, VDI: betrifft Hygiene, Legionellen) und internationale (z. B. CENISO) Normen zur fachgerechten Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser.(Umweltbundesamt)

Zwar spricht man in den Trinkwasser- Richtlinien wieder von Anforderungen an Rohrleitungen und Armaturen –

Uns fehlen derzeit aber nach wie vor Kriterien, die eine umfassende Produktprüfung auch im Hinblick beispielsweise auf  Stoffe wie MTBE, ETBE, DTBE und andere…

"Elementar ist, dass der Rat den von der Kommission gestrichenen „Artikel 10“ wieder aufgenommen hat. Er verhindert, dass die Trinkwasserqualität aufgrund von nicht geeigneten Materialien leidet. „Bauteile wie Rohrleitungen und Armaturen sind mit Lebensmittelverpackungen zu vergleichen. Diese müssen so beschaffen sein, dass sie das Lebensmittel Nummer 1 schützen. Umso unverständlicher ist es, dass die EU-Kommission dieses Ziel, hygienische Anforderungen für Materialien in Kontakt mit Trinkwasser in der EG-Trinkwasserrichtlinie EU-weit einheitlich und klar zu definieren, immer wieder in Frage stellt“, so Jörg Höhler, „zumal diese dem EU-weiten gesundheitlichen Verbraucherschutz dienen und den freien Warenverkehr im EU-Binnenmarkt fördern.“

Gut ist auch, dass erstmals ein risikobasiertes Management etabliert werden soll. Das bedeutet, dass alle Verantwortlichen vom Wassereinzugsgebiet bis zum Wasserhahn in die Pflicht genommen werden, Gefährdungen zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikobeherrschung anzuwenden." (Zitat: DVGW)

 

 

Wir haben inzwischen beim Europäischen  Rat um Informationen bezüglich aktueller Grenzwerte, Kriterien allgemein, Nachweise gebeten (Februar 2020) und werden die Antworten natürlich hier veröffentlichen!

Wie auch bei den Richtlinien für eine bauaufsichtliche Zulassung fehlen nach unserem informationsstand nach wie vor ausreichende "gesundheitsrelevante" Anforderungen, bei Baustoffen beispielsweise werden mühsam erkämpfte deutsche Qualitätsstandards internationelen Handelsabkommen - zum Schaden der Verbraucher rücksichtslos geopfert. (Freihandel versus Verbraucherschutz).

 

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Rechtssicherheit für den Verbraucher und den Verarbeiter

Für den Verbraucher gibt es eine eindeutige Regelung in der Trinkwasserverordnung: 

Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch      (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001)

§ 17 Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser

 

(1) Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser sind mindestens nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben.

 

(2) Werkstoffe und Materialien, die für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser verwendet werden und Kontakt mit Trinkwasser haben, dürfen nicht

1. den nach dieser Verordnung vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit unmittelbar oder mittelbar mindern,

2. den Geruch oder den Geschmack des Wassers nachteilig verändern oder

3. Stoffe in Mengen ins Trinkwasser abgeben, die größer sind als dies bei Einhaltung der allgemein

anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar ist.

 

Der Unternehmer und der sonstige Inhaber von Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser haben sicherzustellen, dass bei der Neuerrichtung oder Instandhaltung nur Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die den in Satz 1 genannten Anforderungen entsprechen.

Literaturquelle  (Seite 14)

 

Verarbeitern als erster Ansprechpartner bei Reklamationen empfehlen wir zu entsprechender Vorsicht bei der Produktauswahl unter anderem im Hinblick auf die Landesbauordnungen:

Musterbauordnung:

§ 13 Schutz gegen schädliche Einflüsse

„Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen. 

 

http://www.lexsoft.de/normensammlung/166765,17          Gerüche wurden bereits wiederholt vor Gericht als "unzumutbare Belästigungen anerkannt.

 

 

 

 

Siehe auch allgemeine "gesetzliche Grundlagen für Wohngesundheit"

 

 

 

 

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Es handelt sich hier um die Wiedergabe von uns zur Verfügung gestellten Informationen – Korrekturwünsche werden nach Möglichkeit umgehend berücksichtigt, für die Meldung von sachlichen Fehlern und nicht funktionierender Links sind wir dankbar.

 

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Mittwoch,         01.07.2020

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