Produktinformationen - Gütezeichen

 

Gütezeichen, Baustoffdatenbanken und Prüfberichte aus Sicht einer "gesundheitlichen Bewertung"

 

"Freiwillige"  und gesetzliche Kennzeichnungen von Bauprodukten

 

 

Produktbewertungen

Produktbewertungen - Gütezeichen - Zertifikate

Ökotest Kompass Gütesiegel

Goldenes M

Greenwashing  und Beispiele "Einzige raumgesunde Farbe";   "Gütezeichen mit "beschränktem" Prüfumfang";  "allergikerfreundlicher Urlaub";  Woolit;  "unglaubwürdige Prüfberichte" (z.B. emissionsfreie Holzwerkstoffe);  "umstrittene Abschirmprodukte gegen Elektrosmog"; "gewünschte Missverständnis durch unseriöse Gütezeichenverwendung;  widerrechtliche Gütezeichennutzung 

 

Prüfberichte

Datenbanken

Greenbuildingproducts.de

DGNB Navigator

BNB "Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen" für öffentliche Gebäude

ÖKOBAUDAT 

Leed

Cradle to Cradle

Ökologische Produktdeklarationen (EPDs)

"Volldeklaration" der Inhaltsstoffe durch die Hersteller

Österreichisches Umweltzeichen

Blauer Engel  und Blauer Engel/ Laserdrucker

EU Eco Label

Reach Deklaration

GEV Emicode EC Zeichen

Sicherheitsdatenblätter

Bauaufsichtliche Zulassung

zukünftige Entwicklungen- offene Fragen zu "bauaufsichtlichen Zulassungen"

AgBB und "internationaler Vergleich" 

Raumluftempfehlungen des Umweltbundesamtes

Gesetzliche "Grenzwerte", offizielle  "Richtwerte", "Vorsorgewerte" - Glaubwürdigkeit an den Beispielen Asbest, Holzschutzmittel, Formaldehyd, Weichmacher  (BisphenolA) u.a. 

Bagatellisierung von Risiken durch Internationale Organisationen

Grundsätzliche Hinweise

 

Produktbewertungen - Gütezeichen - Zertifkate

 

Die Auswahl "gesundheitlich" empfehlenswerter Produkte sollte sich vor allem an den Inhaltsstoffen und am Emissionsverhalten orientieren.

In vielen Fällen ist es nach wie vor aber sehr schwierig, von den Herstellern nachvollziehbare Inhaltsdeklarationen und vor allem verwertbare Emissionsprüfberichte nach inzwischen internationalen Standards (28 d Prüfkammeruntersuchungen durch iso - zertifizierte Institute) zu erhalten.(siehe dazu auch Seite 3: EGGBI Datenblatt)

Eine Fülle von Gütezeichen verunsichert den Verbraucher und Planer oftmals mehr, als wirklich Entscheidungshilfen zu bieten; zu unterschiedlich und meist wenig transparent sind sehr oft Prüfmethoden, Prüfkriterien, Zertifizierungsstellen dazu. Zahlreiche Gütezeichen werden von Herstellerzusammenschlüssen oder "herstellernahen" Institutionen selbst "verliehen" - meist ist es in diesen Fällen nahezu unmöglich, die eigentlichen Prüfberichte mit den Einzelwerten für eine individuelle MCS/ Allergikerberatung zu erhalten

Zertifkate

ohne den entsprechenden Prüfberichten können für individuelle Beratungen von Allergikern, vor allem aber Chemikaliensensitiven in keiner Weise herangezogen werden, da sie meist nur die Einhaltung diverser "freiwilliger, von den Vergabestellen selbst erstellter Grenzwerte" bestätigen, keine Information über Pürfumfang, Prüfmethodik, Probenahmeverfahren, oft auch Akkreditierung der entsprechenden Prüfinstitute  und vor allem Emissions-Einzelwerte geben.

 

Beispiele von "Produktauflistungen" die eine umfassende "gesundheitliche Bewertung" derzeit nicht ermöglichen (zahlreiche weitere entsprechend gekennzeichnet mit "wenig  oder nicht hilfreich für den Verbraucher" im Ökotest Kompass Gütezeichen)

  • GEV - EC1 Prüfberichte: eine Weitergabe der eigentlichen Emissionswerte kann zu einem Verlust des Zeichens führen! (LINK)
  • DGNB Navigator (2013 aktualisiert):  Produktauflistung "nachhaltiger" Bauprodukte - leider ohne detaillierten Emissionsangaben; Informationen werden von den Herstellern selbst (!) eingestellt. (Link)
  • Diverse Wollsiegel  Hinweis: "Pyrethroide sind in Holzschutzmitteln und in Textilien enthalten. Wollteppiche und als Dämmstoff eingesetzte Wolle werden mit Permethrin und Cyfluthrin1 gegen Motten und Teppichkäfer geschützt
  • Für das Zeichen „Wollsiegel Qualität“ ist ein Motten- und Käferschutz vorgeschrieben". Zitat greanpeace
    Verbraucherinitiative Labelvergleich vergab in der Vergangenheit für  das Zeichen "woolmark" die Note "nicht empfehlenswert" (Begründung 2012 siehe auch link)

      • Green Brands:  

      derzeit sind nach wie vor  keinerlei Informationen zu den tatsächlichen Prüfverfahren, Prüfkriterien erhältlich  (Link) die eine "gesundheitliche" Bewertung das Labels entsprechend den EGGBI  Anforderungen ermöglichen würden.

      Die Bewertung erfolgt nach unserem Informationsstand größtenteils an Hand von Eigenaussagen der Hersteller, deren Kontrolle zwar Green Brands laut "Antragsformular" "möglich" ist - die Art dieser Kontrollen (Umfang/Prüfstellen) ist aber in keiner Weise beschrieben. Fragen nach der "Gesundheitsverträglichkeit" werden nicht aufgeführt, es wird lediglich gefragt, ob für Mensch und Umwelt "gefährliche Stoffe" (Definition?) eingesetzt werden. Wir konnten aber keine stofflichen Ausschliessungsgründe (weder qualitativ, noch quantitativ) finden, wie sie bei echten Gütezeichen natürlich definiert sind.  Der Anspruch in den Firmenzielen, das "führende Nachhaltigkeitszeichen" in Europa zu werden wäre aus unserer Sicht begrüssenswert, wenn die Kriterien für die Errlangung ebenso "anspruchsvoll" wären. 

      An weiterführenden Kriterien wird nach Anfragen unsererseits seit Juni 2013! laut Aussagen im Oktober 2013 gearbeitet (?)- weitere Anfragen dazu blieben bisher aber unbeantwortet. (Stand März 2016!). Das Zeichen kann damit für unsere besonders gesundheitsrelevanten Beratungen bis heute keinesfalls  als Empfehlungsgrundlage herangezogen werden. (Der diesbezügliche Schriftverkehr ist jederzeit abrufbar)

      Die Auflistung einer Reihe von renommierten Jurymitgliedern und Lieferanten von "Statements" kann leider nicht die aus unserer Sicht nach wie vor  mangelhaften Kriterien  "verbessern".

       

      • Ecocontrol: "zeichnet" ebenfalls diverse Reinigungsmittel, Kosmetik "aus".  Keine Informationen für eine gesundheitliche Bewertung! Auf Anfrage wurde uns mitgeteilt, dass  das "nachhaltige Handeln" des Herstellers ausgezeichnet wird; die "ökologische Qualität" wird über die Zertifizierung des belgischen "Bioforums" ("Ecogarantie", zertifiziert durch Certisiys) nachgewiesen; eine gesundheitliche Bewertung vor allem für sensitive Anwender ist für die solcherart ausgezeichneten Produkte, bei denen sich ein Zertifikat jeweils auf ein weiteres andere beruft, wirkliche Prüfberichte aber nicht erhältlich sind,  definitiv  nicht möglich!   
      • Ecogarantie: "zeichnet" diverse Reinigungsmittel, Kosmetik "aus". Kriterien
      • Zitat: "Konsumenten können darauf vertrauen, dass Produkte, die das Ecogarantie-Siegel tragen, strenge Bedingungen erfüllen mit dem Ziel Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit für die kommenden Generationen sicherzustellen."        

        EGGBI Bewertung:   Sehr strenge ökologische Anforderungen !

        Informationen/ Kriterien  für eine umfassende  gesundheitliche Bewertung sind derzeit leider nur "empfohlen":                

                  Zitate aus den Kriterien:  "low VOC percentage: recommended"     "low emissions: recommended"

         

         

      Positive Beispiele

          Seriöse Gütezeichen veröffentlichen in der Regel ihre Kriterien und Ausschliessungsgründe - Beispiele: eco-Institut Labelnatureplus,  QUL; deren qualitative Bewertung (Vollständigkeit) ist somit dem kritischen Verbraucher daher jederzeit möglich. 

          Beispiel Möbel: 

      • ÖkoControl (Möbel):  Die Prüfanforderungen sind (ähnlich auch beim Goldenen  M) umfassend und die Werte   – mit Ausnahme von Formaldehyd  (48 µg/m³angesichts der Neueinstufung als krebserzeugend durch die EU sollten hier möglichst umgehend strengere, optimal ähnliche Werte wie für die französisch Emissionsklasse A+ mit 10 µg/m³ bzw. wie auch in Russland:  http://www.eggbi.eu/aktuelles-literatur/#c219   angestrebt werden)

      Bei   ÖkoControl Möbeln kann grundsätzlich von guter „Verträglichkeit“ ebenso wie beim eco-Institut Label für Möbel (konkret hier angepasst die gleichen Laborprüfanforderungen) ausgegangen werden – es sollten allerdings beim Kauf vom Hersteller jeweils die eigentlichen Prüfberichte angefordert werden.

      Kriterien entsprechen größtenteils den Anforderungen des

      • Eco-Institut Label  für Möbel  (Kriterien)


      Ökotest - Kompass und verschiedene Gütezeichen

      Einen kleinen, aber sehr sorgfältig recherchierten Überblick über den Dschungel an Gütezeichen und deren Aussagekraft und somit deren Wertigkeit für den Verbraucher/Anwender bietet für den Bereich Bauprodukte der 

      Ökotest - Kompass Gütesiegel

      Als besonders "hilfreich" für den Verbraucher wurden dabei bewertet: 

      natureplus  

      eco Institut-Label

      ------------------------------------------------------------

      Aussagen zu weiteren Gütezeichen:

      Hohe Qualitätsanforderungen garantieren im Bereich Naturtextilfasern

      "Global Organic Textile Standard"  

      (Kontakt)

      und

      "Naturtextil IVN zertifiziert BEST"  

      (IVN BEST)

      Sehr strenge TVOC Anforderungen stellt auch die Zertifizierung

      Eurofins Indoor Air Comfort Gold

      Leider wird auch hier nur auf VOC, Formaldehyd -   aber ähnlich GEV nicht auf Flammschutzmittel, Phthalate, Schwermetalle .... untersucht.

      Umfangreicher ist der Prüfbereich inzwischen beim Zeichen

      IBR Rosenheim 

      prüft inzwischen (ab Kriterien 2013) - auch Schwermetalle, Weichmacher, Radioaktivität, Biozide - (erstmals auch in den Prüfanforderungen 2014 in diesem Umfang veröffentlicht) - dabie liegen uns aber Werte vor, die für uns nicht nachvollziehbar (akkreditiertes Prüfinstitut, Prüfmethodik?) sind.

      Firmen, die mit IBR werben, nennen leider häufig weder Prüfdatum noch Prüfnummer. (Beispiel -damit hat der Verbraucher keinerlei Information, nach welchen Kriterien geprüft wurde, wie "alt" und vor allem "wertig"  das Zertifikat bereits ist), werben mit längt "überholten Urkunden (Beispiel 2007; damals wurde nach wesentlich großzügigeren Kriterien geprüft).

      Derzeit liegen uns aber leider auch Prüfberichte mit nicht nachvollziehbaren "Nullwerten"  TVOC und Formaldehyd  bei Holzwerkstoffen vor, die uns eine "gesundheitliche" Produktbewertung an Hand dieser Prüfberichte damit auf keinen Fall ermöglichen.

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      Sehr strenge Richtlinien bezüglich Emissionen für Möbel hat das Gütezeichen

       

       

       

      Goldenes M

       

      leider verweigern auch hier die meisten Hersteller die Herausgabe der eigentlichen Prüfberichte mit Einzelwerten, die für eine umfassende Verträglichkeitsbewertung vor allem im Individualfall Voraussetzung wären. Zudem liegen  die Grenzwerte für das krebserzeugende Formaldehyd   (60 µg/m³) aus unserer Sicht wesentlich zu hoch. 

      "Goldenes M" 

      Vergleich

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      Greenwashing

      Sehr oft versuchen Hersteller, aber auch Händler - mit teilweise selbst initiierten Gütezeichen, aufwändigen Marketingaktivitäten zu "Teilbereichen" der Produktbetrachtung die "Nachhaltigkeit", "Wohngesundheit" und teilweise sogar "luftreinigenden Eigenschaften"  ihrer Produkte zu kommunizieren - meist aber, ohne wirklich glaubwürdige Prüfberichte, Messergebnisse diesen Aussagen anfügen zu können.

      Sehr stark verbreitet ist diese Praxis derzeit unter anderem bei Reinigungsmitteln und sogenannter Naturkosmetik. Mittels umfangreicher "Ökobewerbung" und oftmals leicht erhältlicher, teils "internationaler" "Gütezeichen" (häufig mehrere gleichzeitig!) werden hier dem Verbraucher umfangreiche Prüfungen suggeriert -

      weiterführende Fragen vor allem zum Emissionsverhalten sind absolut unerwünscht und Anfragen werden in vielen Fällen überhaupt nicht beantwortet.

      Ähnliches gilt für sehr viele "Naturfarben", "Naturlacke", "Naturöle/-wachse" die mit - für den Verbraucher  unkontrollierbaren "Volldeklarationen" Transparenz vortäuschen, sehr oft aber unter Sammelbegriffen wie "Konservierungsmittel", "Trockner", "Additive" durchaus kritische Stoffe verbergen können - beispielsweise verbirgt sich unter "Antoxidans" in manchen Fällen auch das gesundheitsschädliche Butanonoxim.

      (Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt. (H312); verursacht schwere Augenschäden. (H318); kann allergische Hautreaktionen verursachen. (H317); kann vermutlich Krebs verursachen. (H351)) 

      Glaubwürdige Informationen zu den Kriterien, Ausschliessungsgründen, Aussagen zur Probenahme, Messmethodik, Überwachung diverser "internationaler Gütezeichen", die sich teilweise mit von den Herstellern selbst ausgefüllten Fragebögen begnügen, sind in der Regel auch von den Vergabestellen dieser Gütezeichen ebenso wenig wie von den damit werbenden Herstellern erhältlich.

      EGGBI ist beispielsweise nach wie vor auf der Suche nach wirklich umfassend geprüften Pflege- und Reinigungsmitteln, die vor allem auch für die Endreinigung von Neubauten, aber auch deren späterer Nutzung sensitiven Bauherren mit größtmöglicher Sicherheit empfohlen werden können. Selbst die Hersteller sogenannter "Naturbodenbeläge" waren bisher nicht in der Lage, uns solche "für ihre Produkte geeigneten " und entsprechend geprüften Reiniger und Pflegemittel zu benennen, soferne solche erforderlich sind.  EGGBI-Suche nach Reinigungsmitteln

      Siehe dazu auch "Greenwashing durch Berufsbezeichnungen"

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      Beispiel 1 "Einzige(!) Raumgesunde Wandfarbe"

      Wandfarben

       

      Händler von Produkten wie eine "Raumgesundfarbe ?!"  reagieren seit Monaten nicht auf Bitten um weiterführende Informationen - die Vertriebsfirma wirbt vielmehr mit rechtlich zumindest grenzwertigen Aussagen wie:

      "Raumgesundheit bietet ausschließlich (!) greenday®!"

      Dazu eine Aussage auf der Homepage:

      "Raumgesundheit heißt, dass Materialien eingesetzt werden, die keine Emissionen in den Raum geben oder in der Lage sind, Raumbelastungen abzubauen. Link November 2015

      Unsere Stellungnahme dazu:

      Zahlreiche Organisationen, Institute, Baustoffhändler, Baubiologen bemühen sich seit vielen Jahren ernsthaft, "Beratung" und auch Produkte im Bereich "Wohngesundheit" glaubwürdig zu benennen bzw. auch anzubieten.

      Trotz einer inzwischen sehr umfassenden Datenbank ist es uns bis heute nicht möglich ein Sortiment "emissionsfreier" Produkte zu benennen, - wir freuen uns über jedes möglichst "emissionsarme" Produkt, das uns zur gesundheitlichen Bewertung benannt wird.

      Weitere Aussagen auf der Homepage:

      "Der erste Schritt zur Nachhaltigkeit als erfolgreiches Geschäftsmodell ist die Glaubwürdigkeit. Mit den Beratungstools werden Sie das erreichen. Für mehr
      Informationen sprechen Sie uns bitte direkt an. "
      Link August 2015

      "In enger Zusammenarbeit mit unabhängigen Umweltinstituten haben wir die angebotenen Produkte und deren Zertifikate geprüft." Link November 2015

      Unsere Stellungnahme:

      Wenn mit Glaubwürdigkeit geworben wird - warum ist es nicht möglich, glaubhafte und umfassende Prüfberichte zu den beworbenen Produkten zu erhalten?

      Unsere Anfragen seit Dezember 2013 beispielsweise zur "einzigen Raumgesundfarbe" blieben bis heute unbeantwortet!

      Immerhin wird aber versucht, mit nicht geringen Renditezusagen Investoren zu finden: Link August 2015

      Gerne lassen wir uns nach wie vor dazu eines "Besseren" belehren und empfehlen Produkte mit glaubwürdig nachgewiesener Emissionsarmut.

      ___________________________________________

      "Schadstoff-freie" und chemiefreie Wandfarben bietet auch die Firma "Graphenstone" unter Berufung auf Prüfungen des eco-Instituts.

      Wir konnten bisher aber nur feststellen, dass ein einziges Produkt (und dieses nur) auf VOCs und Formaldehyd geprüft worden ist - die vom eco-Institut  beispielsweise für das eco-Label geforderten übrigen Parameter  (= wirklich umfassende Schadstoffprüfung) aber überhaupt nicht zur Prüfung beauftragt waren.

      Zitat: 

      „Da wir uns bewusst sind, wie wichtig Umweltschutz ist, und wir möglichst wenig Spuren hinterlassen wollen, sind unsere Produkte ökologisch und unsere Verpackungen aus recyceltem Material. Sie enthalten 0,00% giftige Substanzen, die die Umwelt schädigen, was von führenden Laboratorien wie ECOINSTITUT, gemäß Bericht B50028-001, zertifiziert wurde,

      wobei keine Substanzen gemäß den internationalen Qualitätsnormen ASTM D2369-10 und CA01350 entdeckt wurden (IQNet)“.  Quelle  (Letzteres ist natürlich richtig, bekanntlich sind aber viele Qualitätsnormen nicht unbedingt verbrauchergerecht!)    

      Hinweis dazu: Die Norm ASTM D 2369-10 bezieht sich ebenso wie die CA01350 ausschließlich auf VOCs und nicht auf umfassende völlige Schadstoffprüfungen, erstere sogar mit der Ergänzung:

      1.9  Diese Norm erhebt nicht den Anspruch, alle Sicherheitsbedenken auszuräumen, vor alle solche, die mit ihrer Anwendung verbunden sind.. Es liegt in der Verantwortung des Anwenders dieser Norm , geeignete Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen zu ergreifen und die Anwendbarkeit der regulatorischen Einschränkungen vor Gebrauch festzustellen.

      Zur Aussage "enthalten keine chemischen(?) Stoffe"    

      Inhaltsstoffe am Beispiel Kalkfarbe:

      „Wasser, Hydroxyethylcellulose, alkoxylierte Diamine, alkalische Phosphate, Calciumkarbonat, Talkum, Calciumhydroxid, Styrolacrylatdispersion (frei von APEO und Butylglykol) 0% laut DIN-Norm 18.363, ätherische Öle, Tenside, Graphenfasern, Stabilisatoren und spezielle Dispersionsmittel.“  

      Gerade letztere sollten zumindest namentlich definiert werden um die Aussage

      "Enthält keine chemischen Stoffe, absorbiert CO2, reinigt die Umgebung, ist kondensationsabweisend und schafft einen gesunden Wohnbereich!"   (Frage nach Definition "chemisch"?)

      wirklich nachvollziehen zu können.

      In beiden Fällen freuen wir uns, wenn wir in absehbarer Zeit von der "Richtigkeit" der getätigten Aussagen überzeugt werden und werden in diesem Falle auch gerne die genannten Produkte in unsere Empfehlungsdatenbank mit aufnehmen.

       

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      Beispiel 2 Gütezeichen mit "beschränktem Prüfumfang"

      Die meisten Gütezeichen beschränken sich auf VOC und Formaldehydprüfungen - auf EOX/AOX Prüfungen wird in den meisten Fällen verzichtet - damit verbleibt bei vielen "ausgezeichneten Produkten" ein nicht unterschätzbares gesundheitliches Restrisiko. (Natureplus und ECO Label fordern grundsätzlich auch diese Prüfung). 

      Selbst ein internationales Gütezeichen wie  der Nordic Swan  wurde in der Vergangenheit heftig attackiert, als  er beispielsweise keine ausreichenden Kriterien für AOX bei Papierprodukten forderte  und es wurde von  Kundentäuschung und „Greenwashing“ gesprochen. 

      “The European Environmental Paper Network (EEPN) is deeply concerned about the Nordic Swan’s proposal for a new emissions allowance for AOX (organic halogens such as dioxin), signalling Nordic Swan’s retreat on this issue in face of industry pressure. This proposal takes Nordic Swan another step away from being a reliable consumer tool to determine sustainability of paper products and threatens to put the label in the category of ‘greenwash.’”

      “The Stockholm Convention on Persistent Organic Pollutants (POP’s) aims to ‘reduce the total release of the byproducts dioxin and furans from man made sources with the goal ofcontinuing minimization and where feasible, their ultimate elimination’. These POP’s such asdioxins, furans and other chlorinated compounds are being outlawed because they poseunacceptable risks to human and ecosystem health. Elemental Chlorine Free (ECF) technology continues to produce and release some of these POP’s described as AOX – albeit the best technologies can achieve AOX levels of 0.04kg/ADT.” (Quelle: 2012; shrinkpaper/ nordic swan lobbying letter)

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      Beispiel 3 "allergikerfreundlicher Urlaub"

      Immer mehr Hotels und ganze Ferienregionen werben mit "allergikerfreundlichen" Urlaubsquartieren, Hotels -

      und verweisen dabei auch auf diverse "Gütezeichen".

      Unsere Nachfragen zu den eigentlichen Kriterien dieser Gütezeichen und Marketingaussagen ergaben bisher stets, dass zwar einige Aspekte der "Allergikerverträglichkeit" "gefordert" werden (und dies meist ohne Kontrollen; dabei werden viele Gütezeichen nur auf Grund der "Eigenaussagen" der Hotels vergeben!), 

      die sehr wesentlichen Fragen zur Raumluftqualität (Emissionsverhalten der eingesetzten Baustoffe, Kleber, Dichtmassen, Bodenbeläge, Möbel, Textilien etc.) bleiben aber durchwegs unbeachtet. "Sensitive" Urlauber erleben dann oft vor Ort eine unangenehme Überraschung. 

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      Beispiel 4 Woolit

      Trotz bereits langjähriger Hinweise unsererseits auf das gesundheitliche Risiko von Recyclingprodukten im Wohnungsbau - konkret auch dieses Produktes (unter anderem ausgezeichnet  mit dem  TTN Kooperationspreis/ 3.Platz ) verwiesen auch zahlreiche offizielle Stellen, selbst Umweltämter lange Zeit auf die positiven Verwertung von Mineralfasern für "neue" Dämmstoffe bzw. Ziegel durch Woolrec.  

      Die "Recyclinglüge" um Woolrec - das Produkt "Woolit"  beschäftigt zwischenzeitlich bereits die Staatsanwaltschaft - schutzlos und hilflos sehen sich nach wie vor die Anrainer des Firmengeländes mitten in einem Wohngebiet.  

      Diskussionsseite zu Woolit und "Nachfolgeprodukten?", staatlicher Untätigkeit  und sehr kritisch diskutierten Gutachten 

       

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      Beispiel 5 Unglaubwürdige Prüfberichte

      Beispiel: "emissionsfreie?" Holzprodukte

      Einen schlechten Dienst erweisen dem "Baustoff Holz" sogenannte Prüfberichte, Gütezeichen, die mit NULL-Emissionswerten beispielsweise für diverse  Holzdämmprodukte "werben". (LINK)

       

      "Gesundheitsverträgliche Möbel"

      Begründetes Mißtrauen gilt auch  gegenüber zahlreichen zahlreiche Möbelherstellern, die sich medienwirksam mit umfangreichen jährlichen "Nachhaltigkeitsberichten" schmücken  (z.B. Ikea),

      seit Jahren aber die Weitergabe der eigentlichen Emissionsprüfberichte für unsere sehr individuelle Verträglichkeitsbewertung  (Allergiker, Chemikaliensensitive) ohne Begründung(!)  verweigern und damit keineswegs konsumentenfreundlich massive Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen gesundheitlichen Unbedenklichkeit hinterlassen. 

      Selbst einige Möbelhersteller, die mit dem industrieeigenen "Gütezeichen" Goldenes M  und/oder anderen "Qualitätszeichen" werben, verweigern diese Informationen. die grundsätzlich ja kein "Firmengeheimnis darstellen können", da bekanntlich jeder Verbraucher, Mitbewerber - natürlich leider mit entsprechenden Kosten, solche Emissionsprüfberichte bei jedem qualifizierten Institut in Auftrag geben - in der Folge sogar veröffentlichen kann......

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      Beispiel 6 Abschirmprodukte gegen Elektrosmog

      Umstrittene Abschirmprodukte gegen Elektrosmog (Aufkleber auf Handys etc.) z.B. eFilter ( u.a. vom TÜV Nord "positiv bewertet?"  - siehe dazu auch Diskussion: "Elektrosmog-Schutzprodukte" und "Die Strahlenschützer taugen nichts")

      weitere diverse "Strahlenschützer" für Handys und Computer: Bioguard; Bioshield; VIta Chip; BIO Active (IGEF "zertifiziert"), Isis-Ray-Harmony-Chip; Somavedic (IGEF "zertifiziert")

      Auch die "Filter" von

      Proenergetic (YCTInside®-Technologie) - Energie-Chips sollen helfen, die Schlafqualität zu verbessern (LINK) und  elektrische Felder zu "harmonisieren" (LINK)- nicht ganz unumstritten das hier als Referenz angegebene Institut.

      Vor allem vermissen wir aber eine seriöse wissenschaftliche Beschreibung der Funktionalität sowohl physikalisch als auch beim Anwender (Reihenuntersuchungen auch mit "Blindtests").

       

      Gabriel-Chip - Hersteller versucht mit einer Zertifizierung vom TÜV Süd  zu werben: 

      Dazu eine Richtigstellung des TÜV:

      „Das TÜV-Siegel etwa bescheinigt dem Aufkleber nur, dass er keine anderen Endgeräte stört. "Eine Prüfung der Produktleistung wurde von uns nicht durchgeführt. Ebenso wenig fand eine Zertifizierung für dieses Produkt statt", erläutert Kristina Wegner vom TÜV Süddeutschland. "Es ist nicht unser Anliegen, über Bauernfängerei oder nicht zu urteilen." Der TÜV habe lediglich die elektromagnetische Unverträglichkeit überprüft. Kunststück, amüsiert sich der Strahlen-Experte Jiri Silny von der Technischen Hochschule Aachen: Bei einem Chip, der nichts bewirke, sei es kein Wunder, dass er keine anderen Geräte störe.“    Quelle: "Zeit-Online"

       

      Zitat zu diversen "Abschirmprodukten":

      "Mit der gewählten Verkaufs- Schiene, verbunden mit Botschaften der Angst und Desinformation, glauben die Vertreiberfirmen offenbar eine Goldgrube entdeckt zu haben. Bei den Werbeveranstaltungen werden die Behauptungen der meist schlecht informierten Verkäufer durch Gutachten zweifelhafter „Institute“ wie der sogenannten „Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung“, auf die bei kritischen Fragen verwiesen wird, gestützt".  Zitat aus: "Betrug durch Abschirmmatten im Schlafbereich" (INNENRAUM MESS- & BERATUNGSSERVICE; Gütezeichen(?) IGEF)

       

      "Vorsicht bei Abschirmprodukten" (Zitat: "Betrügerische Gutachten"....)

      Offensichtlich tummeln sich hier nicht als Prüflabor akkreditierte Institute mit nicht "nachvollziehbaren" Qualitätsaussagen.

       

      Siehe  auch: "Abschirmprodukte" 

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      Beispiel 7 "gewünschtes Missverständnis"

      Manche Hersteller werben unmittelbar auf ihren Produktblättern mit der Mitgliedschaft bei Trägervereinen von Gütezeichen, einer Mitgliedschaft, die keineswegs mit einer Prüfung der Produkte zu tun hat.

      Diese Mitgliedschaft als "Logo" zwischen diversen echten Zertifikaten (CE, FSC) zu "arrangieren" hat beispielsweise Anrufer unserer Hotline zu der Annahme verleitet, das nachstehende Produkt

      Magripol

      als "natureplusgeprüft" zu bewerten.

      Wer käme schon auf die Idee, der Hersteller wäre "nur" Mitglied des internationalen Vereines natureplus, hätte aber bisher (Oktober 2015) kein einziges Produkt "geprüft"? 

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      Beispiel 8 Widerrechtliche Nutzung von Gütezeichen

      So warb beispielsweise ein Hersteller von Schul- und Bürocontainern bis vor kurzem mit dem Logo das Blauen Engels auf seinen Prospekten (Stand 20.3.2015).  

      Wie uns das Umweltbundesamt bestätigte, gibt es derzeit aber gar keine Zeichenvergabe für Schul- und Bürocontainer.

      Nach einer entsprechenden Abmahnung wird nun damit geworben, dass "ausschließlich" Produkte mit Blauem Engel eingesetzt werden.

      "Bei den Raummodulen von FAGSI kommen ausschließlich geprüfte und emissionsarme Materialien zum Einsatz, die das Gütesiegel „Blauer Engel“ tragen. Die VOC- und TVOC-Werte in FAGSI-Gebäuden unterschreiten die einschlägigen Richtwerte und üblichen Raumluftkonzentrationen deutlich. Ein optimales Klima zum Lernen und Arbeiten ist somit jederzeit garantiert."http://www.fair-news.de/pressemitteilung-956853.html 

      Wer sich nur ansatzweise mit dem Umfang der entsprechend geprüften Produkte mit dem Blauen Engel auskennt, muss leider feststellen, dass es derzeit nach wie vor sehr schwer möglich, komplette Projekte mit ausschließlich(!) geprüften "Blaue Engel" Produkte umzusetzen - zudem aber auch das Zeichen keine absolute Sicherheit bezüglich "Gesundheitsverträglichkeit" garantieren(!) kann. (Hinweise dazu

      Bis heute war es uns trotz mehrfacher Bitten an den Hersteller nicht  möglich, glaubwürdige und umfassende Prüfberichte (Nachweise der "deutlichen Richtwertunterschreitung") oder aber auch nur eine Auflistung tatsächlich sämtlicher eingesetzter Materialien zu erhalten.

      Allgemein zu Containern: Gerade zum Thema  Schul- und Kitacontainer erhalten wir immer "Beschwerden" besorgter Eltern bezüglich der Gesundheitsgefährdung ihrer Kinder (siehe dazu auch Presseberichte), erhalten aber auch von anderen Herstellern in der Regel bestenfalls!  Prüfberichte zu Formaldehyd und VOCS, aber beispielsweise nicht zu den hormonell wirksamen Weichmachern, Flammschutzmitteln....

      Wir würden uns freuen, künftig auch zu Beispielen dieser "Produktgruppe" Empfehlungen aussprechen zu können!                                      ______________________________________________________________________________________ 

      Weitere Infos zu Greenwashing:

      Vorsicht Greenwashing

      Eine Spurensuche

      Umweltbrief

       

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      Beispiel 9 "Katalytische" Reinigung ohne "Rückstände"

      Immer wieder finden sich in Prospekten und auf Internetseiten Aussagen zur "photokatalytischen Oxidation" mittel Titandioxid. (Beispiel)

      Interessant dazu Aussagen wie:

      Zitat: „Das eignet sich zur Entfernung von flüchtigen organischen Substanzen (VOC), etwa Lösemittel oder Weichmachersubstanzen also, die sich in ihrer Wirkung kumulieren und dann das Sick-Building-Syndrome auslösen können. Im Prinzip lassen sich sämtliche organische Substanzen wie Bakterien und Viren in der Luft und auf Oberflächen durch Photokatalyse abbauen.“ 

      "Keine innenwändige Reinigung der Reaktorkammer erforderlich, übrig bleiben nur noch die Restprodukte Kohlendioxid und Wasser."

      Da wir gerade im Zusammenhang mit Titandioxid-Katalyse immer wieder mit der Frage nach möglicherweise kritischen "Abbauprodukten" konfrontiert werden, stellt sich natürlich die Frage wie man z.B. Bakterien abbauen kann - mit lediglich den Restprodukten Kohlendioxid und Wasser? Siehe dazu auch Nano.Titandioxid 

      Nach unserem Wissensstand gilt diese Aussage der theoretisch vollständigen Abbaubarkeit ausschließlich für den Abbau von Kohlenwasserstoffen!  

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      Prüfzeugnisse - Gütezeichen

      Unverständlich, dass auch manche Gütezeichen durchaus gesundheitsschädliche, bzw. manchmal auch "nur" allergenisierende Stoffe wie IsothiazolinonePyrethroide und Phthanalsäureanhydrid "akzeptieren" und teilweise diese Produkte explizit sogar als "allergikergeeignet" deklarieren. 

      Ähnlich schwierig wie die Beurteilung von Gütezeichen ist für den Verbraucher auch der Vergleich von Prüfzeugnissen -

      so erhalten wir seit Jahren von OSB Plattenherstellern "unaufgefordert" Emissionsberichte zu Lindan, PCP (Einsatz seit 20 Jahren ohnedies in D verboten) - von keinem einzigen aber umfassende Emissionsberichte (glaubwürdig auch unter anderem durch eine "kontrollierte Probenahme" der Prüfmuster!) 

      bezüglich VOCS (z.B. geruchsintensives Hexanal u.a.) und anderer möglicher Belastungen.

      (Siehe dazu beispielsweise transparent veröffentlichte Kriterien und Prüfanforderungen, Probenahmeanleitung von natureplus, eco-Label)

      Beurteilung von  "Prüfberichten"aus "Ausbau mit nachwachsenden Rohstoffen, FNR" (Seite 63)

       

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      Datenbanken

      Datenbanken

      Zahlreiche Datenbanken bemühen sich zwischenzeitlich mehr oder weniger, in ihren Produktbeschreibungen auch gesundheitliche Informationen zu integrieren.

       

       

      Öffentlich zugängliche Produktdatenbanken:

      Allgemein umfassende Produktinformationen mit teilweise sehr aussagekräftigen Bewertungen zur Nachhaltigkeit (leider nur sehr wenige mit Aussagen zum Emissionsverhalten und damit abgeleitet" nachvollziehbar gesundheitlichen Bewertungen"!) verbunden mit oftmals intensiven technischen Informationen bieten unter anderem die nachfolgenden öffentlich zugängigen Datenbanken

      Baubook           hochwertige ökologische Informationen, keine Aussagen zum Emissionsverhalten für gesundheitliche Bewertung

      Gute Baustoffe umfassende Dokumentation "nachhaltiger" Daten, bietet keine Informationen über Emissionsverhalten - Einzelwerte 

      Natureplus       umfassende Emissionsprüfungen und Deklarationen, beschränkt sich aber leider nur auf "reine" Naturbaustoffe  und bietet somit kein umfassendes Bausortiment; die eigentlichen Prüfberichte sind  Eigentum der Auftraggeber; einige Hersteller verweigern(?) die Weitergabe dieser Prüfberichte (z.B. Zellulose, Linoleum...)

      Positivlisten       sehr strenge Anforderungen  (Selbstauskünfte der Hersteller) an Inhaltsstoffdeklarationen  (nach Reach); keine Aussagen zum Emissionsverhalten der Produkte;

      Wecobis             liefert sehr interessante Informationen zu Rohstoffen, Nachhaltigkeit, Marktdaten, aber keine relevanten Daten  für eine umfassende gesundheitliche Bewertung

      Ökobau.dat         ausschließlich "Ökobilanzen"

      DGNB:                siehe DGNB Navigator    nur Deklarationen- keine Kriterien- keine Bewertung!

      LEED     strenge Anforderungen an Raumluftwerte und Forderung nach niedrigen Emissionswerten der Bauprodukte; die eigentlichen Emissionsprüfberichte (z.B. für Allergikerberatung) mussten  aber  nach Herstelleraussagen(!)                         bisher nicht zur Verfügung gestellt werden. Anders wird dies in den Leed Richtlinien dargestellt: siehe CDPH V1.1.

      Überblick siehe auch Link 

      Datenbanken - Zugriff gegen Gebühr: 

      Sentinel-Haus Institut Datenbank  

      Die eigentlichen Messergebnisse können auch hier nicht weitergegeben werden (Eigentum der Hersteller).

       

      Wünschenswert wären Produktgütezeichen, die den Herstellern vorschreiben, die Messwerte auch zu kommunizieren. 

      ___________________

      Immer wieder werben Hersteller leider auch mit "geprüften" Eigenschaften ihrer Produkte, speziellen Eintragungen in Positivlisten und Datenbanken, die für den Verbraucher aber nicht immer zugänglich sind und selbst deren Kriterien für eine Aufnahme meist nicht erhältlich sind.

      Beispiel:

      Werbeaussage: "Gelistet in der PRONOTA Positivliste" für Bauprodukte, geeignet für DGNB® - zertifizierte Bauwerke 

      Weitere Datenbanken mit Aussagen wie "1. Datenbank für bewertete Produkte nach DGNB" (Beispiel).    (Leider sind  uns keine DGNB Produktkriterien bisher bekannt - DGNB Aussage dazu: "Das DGNB System bewertet keine einzelnen Maßnahmen, sondern die Gesamtperformance eines Gebäudes"

      Vom DGNB haben wir zwischenzeitlich um eine Stellungnahme zu solche" Aussagen der DGNB Eignung" - ebenso wie von "greenbuildingproducts" gebeten. Greenbuildingproducts verweigerte uns allerdings die Zustimmung der Veröffentlichung der Antwort.

      Nicht öffentliche Produkt-Datenbanken 

      EGGBI:

      Die EGGBI Datenbank enthält zahlreiche Informationen der Hersteller, die nur nach Ausstellung einer Vertraulichkeitsverpflichtung erhältlich waren; diese Informationen dienen vor allem der Beratung von Allergikern und Chemikaliensensitiven (in vertraulicher Absprache mit dem behandelnden Arzt). Allgemeine Empfehlungsanfragen zu Einzelprodukten werden aber von EGGBI im Rahmen der gemeinnützigen Beratungstätigkeit zur Verfügung gestellt. 

      Produktdatenbanken mit umfassenden diesbezüglichen Informationen unterliegen leider sehr oft Verschwiegenheitsverpflichtungen gegenüber vielen Herstellern, so dass die vorliegenden Informationen nicht veröffentlicht, sondern ausschließlich für "interne" Bewertungen und darauf basierend Empfehlungen genutzt werden können.

      Vor allem für Allergiker, Chemikaliensensitive ist es aber erforderlich, die eigentlichen Emissionswerte zu kennen, und nicht nur Zertifikate über die Einhaltung von "zeichenbedingten" Grenzwerten als "Summenwerte VOC" etc. zu erhalten. EGGBI versucht seit Jahren, eine gesetzliche Veröffentlichungspflicht von Emissionsdaten zu erreichen.

      So befinden sich in der (internen) EGGBI Empfehlungs-Datenbank bereits über 2500 umfassend bewertete Baustoffe aus allen Produktsegmenten.

      Bei Abschluss von Vertraulichkeitsvereinbarungen mit der Verpflichtung von EGGBI, die Daten ausschließlich zur gesundheitlichen Bewertung zu nutzen sehen glücklicherweise zunehmend Hersteller auch keinen Grund mehr, uns mit dem Hinweis auf

      verbraucherfeindliche "Gütezeichenverträge mit dem ohnedies durch nichts begründbarem Verbot, Emissionswerte weiterzugeben- z.B. GEV"  

      Informationen zu verweigern, die ohnedies unter entsprechendem Kostenaufwand  (Untersuchungsauftrag an beliebiges Institut) für jeden verfügbar sind!

       

      Hersteller von emissionsarmen Produkten sind nach wie vor herzlich eingeladen, entsprechende Produkte für unsere individuellen "Empfehlungen" zu melden:

      Bitte senden Sie uns dazu die für uns erforderlichen Infos/Nachweise. 

      link:  Anforderungen "Wir suchen emissionsarme Bauprodukte" 

      link:  Reinigungsmittel 

      link:  Möbel 

      link:  Haustechnik 

       

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      greenbuildingproducts.eu

      Publiziert zu den jeweils eingestellten Produkten die Aussage: "erfüllt LEED und DGNB Kriterien". Beispiel

      Obwohl uns DGNB Produktkriterien bisher unbekannt sind (auch der DGNB Navigator bietet nur Deklarationen der Hersteller selbst) werden hier offensichtlich bereits Produkte als "DGNB kriterienkonform" dargestellt.

      Bekanntlich fordert der DGNB in seinen Gebäuden auch die Einhaltung von Emissionshöchstgrenzen - entsprechend stellt sich die Frage, wie weit bei dieser Produktauflistung auch das Emissionsverhalten der Produkte glaubwürdig überprüft und bewertet worden ist (Kriterienkatalog?)

      Selbst namhafte Hersteller werben "nur" damit, "die gelisteten Produkte und Systeme wie zum Beispiel Gipsplatten, Metallständerwände oder Plattendecken tragen zur Erreichung von Punkten (?!) im LEED und DGNB System bei." (Beispiel)

      Von den meisten der hier eingestellten Herstellern konnte EGGBI in den letzten Jahren allerdings keinerlei Produktinformationen für eine ernsthafte gesundheitliche Bewertung erhalten. 

      Siehe dazu auch: Stellungnahme des DGNB

      Es gibt keine „DGNB zertifizierten“ oder „DGNB konformen“ Produkte wie es fälschlicherweise öfter am Markt zu lesen ist. Produkte, die mit einer so genannten „Produktkonformität gemäß DGNB“ werben, versuchen gezielt den Eindruck einer Verbindung zur DGNB zu erwecken. Derartige Angebote sind nicht mit der DGNB abgestimmt und zielen mit ihrer Botschaft am Leitmotiv des DGNB Systems vorbei: der grundsätzlichen Orientierung an der Gesamtleistung des Gebäudes. Quelle

      weitere Infos:  Datenbanken

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      DGNB Navigator - Datenbank für nachhaltiges Bauen

      Anlässlich der Bau 2013 präsentierte die Deutsche Gesellschaft Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) im Rahmen einer Pressekonferenz den überarbeiteten   DGNB Navigator -

      mit der Aussage: "Volle Transparenz für Architekten und Planer" und "Orientierung bei der Produktauswahl(?)".

      Richtig und begrüßenswert ist, dass damit an Hand zahlreich eingestellter EPDs (Ökologische Produktdeklarationen) für eine Reihe von Produkten  sehr umfassende  und hervorragende Informationen bezüglich deren Umweltverträglichkeit  (Rohstoffe/Energie/Entsorgung u.v.a.) abrufbar sind. Klarzustellen ist aber auch, dass es sich dabei um "Deklarationen" handelt - und eine EPD auf keinen Fall eine "Bewertung" bzw. eine "Gütezeichen" darstellt. So gibt es EPDs auch für durchaus kritische Produkte  (z.B. Polystyrolschaumprodukte mit Inhaltsstoffen die als besonders besorgniserregend eingestuft sind - z.B. Flammschutzmittel HBCD und durchaus möglichen Styrolemissionen) und  deren  indirekte Bewerbung durch die Präsentation im Navigator für einen Einsatz in "wohngesundheitlich optimierten Gebäuden" mit den DGNB Prinzipien

      "Gesund Wohnen - mit der DGNB auf der sicheren Seite" zu überdenken wäre.

      Zum Beispiel Polystyrol Produkte ein ergänzendes Zitat:

      "Styrolnachweise in Gebäuden":
      "In neu errichteten Gebäuden wird Styrol vergleichsweise häufig (bei Freigabemessungen in ca. 62% aller geprüften Innenräume) nachgewiesen, wobei Freisetzungen aus unterschiedlichen Polyesterharzanwendungen und auch aus Polystyroldämmungen maßgeblich sind."
      Handbuch Gebäude-Schadstoffe und gesunde Innenraumluft (Zwiener/Lange 2011; Seite 255)

      Vorteile des Navigators:

      Im Gegensatz zu manchen anderen Datenbanken  (Zugang gegen Bezahlung) finden sich beim DGNB  Navigator korrekterweise  keine Aussagen wie z.B. "DGNB Produktkriterienerfüllung".

      Er bietet je nach Kommunkationsoffenheit der Hersteller zahlreiche "orientierende" Daten, die von diesen freiwillig zur Verfügung gestellt werden, leider in der Regel aber nicht umfassende Emissionsinformationen.  

      Grundsätzlich findet sich die Frage "Wohngesundheit" bei den Kriterien der

       

      DGNB    (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V. Stand 10/2015) 

      erst an sehr nachgereihter und punktemäßig nicht sehr "hochbewerteter"   Stelle unter "soziokulturelle und funktionale Qualität" ("Innenraumqualität" - auch hier nachgereiht nach "thermischen Komfort": 5 Punkte = 4 %) in den Bewertungs- Kriterien für zertifizierte Gebäude mit einem Bedeutungsfaktor  von 2,4 %!   (3 Punkte) 

      und dies

      1. ohne aussagekräftiger Definition bezüglich der ohnedies sehr großzügigen Anforderungen an "Einzelemissions-Höchstwerte",
      2. sich zudem beschränkend auf  nicht näher definierte Summenwerte = TVOC Werte (erlaubt bei DGNB  max. 3000 µg/m³; 1000 µg/m³ = bereits auffällig nach UBA Empfehlungen)
      3. und 120(!) µg/m³ des krebserzeugenden Formaldehyds 
      4. ohne Berücksichtigung von "zu kontrollierenden Schadstoffbelastungen beispielsweise der hormonell wirksamen und in vielen Bauprodukten enthaltenen Weichmacher und Flammschutzmittel 

      Siehe dazu auch BNB

       

      Ebenso schade, dass insgesamt in den DGNB "Navigator" die Daten von den Herstellern selbst eingestellt und seitens DGNB nur auf deren "Plausibilität" überprüft werden - eine echte Verifizierung der Industrieaussagen ist dem Planer, dem Bauunternehmer, dem Verbraucher daher nicht möglich. Vor allem in der Kritik steht aber die Tatsache, dass die für eine gesundheitliche Bewertung erforderlichen - überprüfbaren - Aussagen, vor allem echte Emissionsdaten größtenteils überhaupt fehlen (sich bestenfalls erneut auf industrie-eigene Gütezeichen wie GEV - EC1..; GUT etc. berufen,) die eigentlichen Emissionszeugnisse nicht vorgelegt/ veröffentlicht werden müssen.

      Da wir von zahlreichen Herstellern, die hier ihre Produkte präsentieren, seit Jahren vergeblich versuchen, Schadstoff-Prüfberichte zu erhalten stellt sich die Frage, ob diese mit ihrer Aktivität im Navigator nicht nur versuchen, ihren Produkten ein "nachhaltiges Image" zu verleihen, ohne sich mit Fragen der "Gesundheitsverträglichkeit" auseinandersetzen zu müssen. 

      Label für das Einstellen von Informationen 

      Für solcherart von den Herstellern selbst eingestellte, keineswegs verifizierbare und auch nicht umfassende Informationen ein Label zu vergeben  (DGNB Navigator Label) reiht sich in die Gruppe von "Zertifizierungen" ein, die zu Recht von vielen Verbraucherorganisationen nur mehr als zumindest "verwirrend" bezeichnet werden kann.

      Mit der Produktauflistung "gelabelter Produkte" im  Navigator Label wird der Eindruck besonderer Nachhaltigkeit selbst für XPS Produkte mit dem inzwischen weltweit geächteten HBCD als Flammschutzmittel (Stand 1/2014) vermittelt.(Im DGNB Datenblatt "nicht erwähnt")

      Positiv: auf Nachfrage im Rahmen der Pressekonferenz (Bau 2013!) wurde auf die derzeitige "Aufbauphase" des Navigators verwiesen und festgestellt, dass höhere künftige Anforderungen bzgl. Emissions Aussagen der Hersteller auch im Navigator geplant sind. Von einer "Verbesserung könne wir aber auch 2015 (Oktober) nach wie vor nichts feststellen.

      Symptomatisch für die Wertigkeit des Navigators im Hinblick auf Wohngesundheit: Immer wieder melden sich auch DGNB Auditoren bei unserer (kostenlosen) Hotline mit Fragen zum Emissionsverhaltener einzelner Produkte/ Produktgruppen - da sie vor der Aufgabe stehen, eine "Emissionsziel" nicht zu überschreiten -  keinerlei dafür geeignetes Instrument aber für die Produktauswahl in die Hand zu erhalten.

       

       

       

      BNB "Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen" für Bundesgebäude

      BNB orientiert sich sehr stark an den Bewertungsrichtlinien der DGNB - für eine "Zertifizierung" bedarf es ebenfalls eines "Auditors" der eine diesbezügliche Qualifizierung nachweisen muss. Eine "Nutzung" des BNB Bewertungssystems   bedarf der Zustimmung durch BNB.

      Auch hier geht es vor allem um eine komplexe Nachhaltigkeitsbewertung- der Faktor Innenraumluftqualität stellt nur ein sehr nachrangig (auch punktemäßig) behandeltes Detail dar - ebenfalls ohne wirklicher Hilfestellung für die baubegleitenden Auditoren für eine emissionsarme Produktauswahl

      Hier finden sich nur sehr allgemeine Ratschläge:

      "Durch die Auswahl ausgewiesen emissionsarmer Bauprodukte (z.B. geprüft nach AgBB oder Blauer Engel) kann die Grundlage für Innenräume mit niedrigen Immissionkonzentrationen an flüchtigen organischen Verbindungen und dem sehr flüchtigen Formaldehyd geschaffen werden."

      Keine Hinweise finden sich hier, wie beispielsweise der Eintrag von Weichmachern, Flammschutzmitteln (bei AgBB ebenso wie Formaldehyd überhaupt nicht gemessener Bestandteil vieler Produkte) vermieden werden kann.

      Die für die Planung/Produktbewertungen  gewünschten EPDs und Sicherheitsdatenblätter bieten bekanntlich ebenfalls nur in ganz wenigen Fällen (nur auf freiwliiger Basis!) etwas umfassendere Informationen zum Emissionsverhalten der Einzelprodukte.  

      Bewertung der Inneraumlufthygiene:

      Sehr großzügig (Beispiel) bei der Bewertung der Innenraumluftqualität erschein uns bereits immer  die Anforderung von maximal 3000 g/m³ TVOC (vom Umweltbundesamt immerhin bereits als "auffällig bezeichnet.

      Zitat UBA:

      Stufe 3: TVOC-Wert >1–3 mg/m3 : hygienisch auffällig, befristet (<12 Monate) als Obergrenze für Räume, die für einen längerfristigen Aufenthalt bestimmt sind. 

      Strengere Gebäudezertifikate  (auch international) wie S Cert, TÜV Toxproof, Sentinel  erlauben maximal 1000 µg/m³ - Anforderungen, die erfolgreich umgesetzt werden. Dies allerdings nur, wenn sich die Planer nicht auf Sicherheitsdatenblättern, Herstelleraussagen, oft unglaubwürdige Gütezeichen verlassen, sondern tatsächlich von den Herstellern glaubwürdige und umfassende  Emissionsprüfberichte mit Einzelwerten fordern! Noch strenger zeigt sich diesbezüglich das Zertifkat LEED mit TVOC Höchstwerten  von 500 µg/m³ und Formaldehyd 32,5 mg/m³.

      Auch die zwischenzeitlich erfolgte Einstufung von Formaldehyd als krebserzeugend findet bei DGNB und BNB noch nicht wirklich Berücksichtigung - auch hier sind Höchstwerte von 30 µg/m³ nachgewiesenermaßen jederzeit einhaltbar - hier müssen allerdings auch andere Gebäudezertifikate sich erst "anpassen".

      Hier gab es in der Überarbeitung vom 12.11.2015  eine Korrektur:

      "Anpassung der Mindestanforderungen im 1. Teilkriterium „VOC und Formaldehyd“ an erforderliche Auslegung der ArbStättV (gesundheitlich einträgliche Raumluft = hygienisch unbedenklich = 1 mg/m³ VOC ) und im 2. Teilkriterium „Kohlendioxid“ an die aktuelle Anforderung der ASR 3.6 (CO2: max. 1000 ppm). " Quelle

      Nicht verbessert hat sich der % Anteil der Gewichtung Innenraumlufthygiene  bei der Gesamtbewertung:    2,93% (!)  (Quelle)

       

      Anläßlich der CONSENS 2012 (Veranstalter: DGNB)  wurde eine Gegenüberstellung von Raumluftqualitäten international bezüglich Formaldehyd präsentiert:

      Sehr gut:       < 10 µg/m³

      Gut:              < 30 µg/m³

      Befriedigend:  30 bis 60 µg/m³ (Seite 11: Präsentation)

      Warum sich Gebäudezertiffikate wie BNB und DGNB mit "befriedigenden Anforderungen" zufriedengeben, ist sicherlich zu hinterfragen - für Schulen und Kindergärten (besonderes Schutzbedürfnis der Gebäudenutzer) aber sicher nicht zufriedenstellend.

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      Leed

      Leadership in Energy and Environmental Design

      Internationales Bewertungssystem - Zertifikat für nachhaltig gestaltete Bauwerke.

      Entwickelt 1998 vom U.S. Green Building Council (USGCB), hat sich das LEED - Gebäudeklassifizierungsprogramm zu einer der weltweit wichtigsten, freiwilligen Qualitätsprüfungen im Bereich des umweltfreundlichen, schadstoff- und emissionsarmen und nachhaltigen Bauens entwickelt. 

      Das LEED-Zertifikat wird ausschließlich für Gebäude, nicht für Bauprodukte vergeben, es werden aber für Baustoffe und Systeme Anforderungen (auch bezüglich Emissionen) gestellt. Baustoffhersteller können bei entsprechenden Nachweisen ihre "Leedskonformität" nachweisen und damit auch Marketing betreiben. 

      VOC und Formaldehyd Emissionen und VOC Gehalt:

      Raumluft:

      Folgende Schadstoffkonzentrationen dürfen nicht überschritten werden:

      • Formaldehyd: 27 ppb (Messmethode IP-6 oder ISO 16000-3)   = 32,5 µg/m³

      • Partikel (PM10): 50 µg/m³ (Messmethode IP-10 oder ISO 7708)

      • Summe der flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC): 500 µg/m³ (Messmethode IP-1 oder ISO 16000-6)

      • 4-Phenylcyclohexene (4-PHC): 6,5 µg/m³ (Messmethode IP-1 oder ISO 16000-6) nur erforderlich, wenn Teppiche und Stoffe mit Unterfläche aus Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) Teil des Gebäudes sind

      • Carbonmonoxid (CO): 9 ppm und nicht mehr als 2 ppm über dem Wert außerhalb des Gebäudes (Messmethode IP-3 oder ISO 4224)

      Umrechnung:     

      27 ppb = 0,027 ppm = 32,4 µg/m³

      0,01 ppm  =120 mg/m³

      Quellenangabe

       

      Produkte:

      Produkte werden nicht LEED zertifiziert - es gibt aber LEED Konformitätserklärungen:

      Offensichtlich nicht allen Herstellern bekannt:

      Bei Hersteller Angaben zur Leeds Konformität müssen Abläufe, Kriterien und Daten gemäß der CDPH Methode V1.-1-2010 interessierten Parteien und der Öffentlichkeit auf Anfrage offengelegt werden!

      CDPH V1.1 Standard Method for the Testing & Evaluation of VOC Emissions: 

      "The manufacturer or certification/verification organization shall establish the schedule for routine laboratory retesting of samples appropriate to provide representative products.  Often, the minimum frequency is dictated by building rating systems that award credits for using products with low VOC emissions.  Biennial or even annual retesting often is required. The full retesting of samples may be less frequent if a certification/verification organization implements a robust routine quality control testing program and demonstrates its equivalency to full test for the purpose of substantiating manufacturers’ claims. Detailed evidence of such equivalency shall be documented. The documentation shall be available to program participants, the public and any other interested parties. In addition, changes in formulation, manufacturing process, or supplier that can alter the VOC emissions characteristics of a product shall trigger additional retesting to maintain the validity of a claim based on the method. Quelle (Punkt 8.8 Retesting).

      Gesundheit:

      es fehlen Kriterien bezüglich Prüfungen zu Weichmachern, Flammschutzmitteln, Pyrethroide etc. sowohl für Produkte als auch Gebäude.  

       

       

       

       

      ÖKOBAUDAT (Datenbank des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

      aus Sicht der gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten:

      Diese Datenbank listet unter der Bezeichnung "ÖKO" eine Reihe von Bauprodukten auf, mit der Aussage "Beschreibung ihrer ökologischen Wirkung". Link zur Datenbank

      Auf Nachfrage handelt es sich allerdings um eine nur produktgruppenbezogene (nicht mit namentlich aufgeführten Einzelprodukten) Auflistung von einzelnen Basisdaten (keine umfassende ökologische Betrachtung) wie sie beispielsweise für die Erstellung von EPDs benötigt werden. (Lebenszyklusdaten, Treibhauspotential...)   

      Als Grundlage dienen derzeit offensichtlich ebenso wie beim DGNB Navigator bereits vorhandene  "ökologische" Produktdeklarationen  (EPDs); diese sicherlich wertvollen Informationen zum "ökologischen Fußabtritt" ermöglichen im Vergleich unter anderem die Auswahl von Produkten mit besserer CO2 Bilanz.   

       

      Keinerlei Informationen finden sich allerdings
      zur  für uns entscheidenden "ökologischen Auswirkung" :

      (Begriffsdefinition Ökologie: "biologische Wechselbeziehung zwischen Organismen und ihrer natürlichen Umwelt")

      Lebensbereich "Innenraum" mit dem Schwerpunkt "Raumlufthygiene". 

      Das Emissionsverhalten der diversen Bauprodukte - wesentlich für den "Lebensraum" der späteren Gebäudenutzer wird als zwingender Faktor vollständig ignoriert. Bei den EPDs steht es den Herstellern ohnedies frei, Emissionsdaten anzugeben, Emissionseinzeldaten (wichtig für die Beratung von Allergikern, Chemikaliensensitiven) finden sich in den wenigsten EPDs, bei "ÖKOBAUDAT" ist eine Angabe dieser Werte offensichtlich überhaupt nicht vorgesehen(!).  

      Aufgelistet werden allerdings auch  "ökologisch kritische" Produktgruppen wie z.B. Harnstoff-Formaldehydharz Ortschaum; in einer Ökodatenbank würde auch bereits im Hinblick auf die Basisstoffe  hier der Hinweis reichen: abzulehnen -(Informationen dazu); hervorragende "ökologische" Bauprodukte wie zum Beispiel  Schafwolle, werden ignoriert ebenso wie z.B. die vielgenutzte - inzwischen marktführende Holzweichfaser hergestellt im Trockenverfahren; bewertet wird nur Holzweichfaser  hergestellt im Nassverfahren.

      Insgesamt erscheinen "nachwachsende Rohstoffe" wenig präsent - vielleicht sollte bei einer Ökodatenbank (ausgehend von der Bezeichnung "ÖKO"!) überhaupt auch auf das umfangreiche, langjährig gesammelte know how der Fachagentur nachwachsende Rohstoffe,  aber auch bereits jahrelang Baustoff-prüfender europäischer Institutionen wie "natureplus"  (hier hat  vor allem auch die "biologische Wechselwirkung mit Organismen wie "Mensch" und dessen Gesundheit einen wesentlichen Stellenwert) zurückgegriffen werden.

      Für den Architekten, der ein wirklich "nachhaltiges" - und damit auch wohngesundes Gebäude errichten möchte,

      der definierte Raumluftwerte für eine Gebäudezertifizierung (u.a. auch DGNB) erreichen möchte oder muss (Anforderung in der Ausschreibung), und dafür natürlich die Emissionswerte der Einzelprodukte benötigt, 

      stellt diese Datenbank derzeit (12/2014) dafür(!) somit keinerlei Planungshilfe dar, sie dient gewissermassen vorwiegend für "akademische" Energiebilanzierungen von Gebäuden.

      Die Datenbank bietet allerdings ebenso wie der DGNB Navigator der "großen" Industrie (kleine Naturbaustoffhersteller können sich in der Regel teure EPDS gar nicht leisten) eine Plattform ihre - größtenteils keineswegs  "ÖKO" Produktgruppen in einer "Nachhaltigkeits- Datenbank" zu präsentieren" - ohne wirklich wesentliche Informationen für eine gesundheitliche Bewertung zur Verfügung stellen zu müssen.

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      Cradle to Cradle

      Das System orientiert sich an sehr  engagierten Zielen zur Ressourcenschonung  durch Anforderungen an die Wiederverwertbarkeit von Produkten mit insgesamt auch strengen Anforderungen  an die stoffliche Qualität - auch im Hinblick auf die "wohngesundheitlich" relevanten Anforderungen bzgl. Schadstoffgehalt und vor allem auch Emissionen - unter anderem sehr anspruchsvollen Formaldehydwerten (9 µg/m³) Seite 11 der Produkt Standards

      Für unsere sehr anspruchsvollen Beratungen  (Allergiker, Umwelterkrankte) fehlt uns aber leider die Verpflichtung der  Hersteller, die tatsächlichen Emissionsdaten auch dem Verbraucher zur Verfügung zu stellen - bei diesen Beratungen geht es bekanntlich nicht nur um eine Minimierung toxischer Stoffe, sondern auch um die "Kenntnis" aller Emissionen (und dies nicht nur bezüglich Prüfnachweise für VOCs und Formaldehyd sondern auch solche geforderten Nachweise = definierte Prüfberichtanforderungen  bzgl. Weichmacher, Flammschutzmittel, Antistatika, Konservierungsstoffe, Schwermetalle  u.v.a.)  zur Einschätzung eines eventuell ("nur") individuellen Sensibilisierungs-  Potentials. 

      Die Liste der "verbotenen Stoffe" ist sehr umfangreich und ebenfalls anspruchsvoll - nicht ersichtlich aus den Kriterien ist aber die Art der tatsächlichen Nachweispflicht (Beschreibung der erforderlichen "neutralen" Prüfberichte/ Prüfmethodik).

      So konnten wir bis heute von keinem der ausgezeichneten "Reinigungsmittel" entsprechende Emissionsprüfberichte mit den tatsächlichen Einzelwerten erhalten. 

      Wiederverwertbarkeit der Produkte- Recycling:

      Kritisch zu betrachten ist  bei allen Bereichen des Recyclings vor allem mit möglicherweise  Wiedereinsatz in Innenräumen, wie weit eine wirklich durchgehende Stoffeingangskontrolle bei Recyclingprodukten überhaupt durchgeführt werden kann, um Sekundär- Kontaminationen bei einzelnen Chargen der recycelten Produkte (z.B. nachträgliche Behandlungen von Bodenbelägen, die bei der Wiederverwertung relevant werden könnten) sicher ausschließen zu können. (Korrekturen dieser vorläufigen EGGBI Bewertung sind ausdrücklich erwünscht!) 

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      Ökologische Produktdeklarationen (EPDs)

      Wie bereits im Abschnitt DGNB Navigator beschrieben, handelt es sich bei EPDs keineswegs um Zertifikate, sondern einzig um Deklarationen nach vorgegebenen Richtlinien. 

      Immer wieder werden diese PDs auch fälschlich als "Ökolabel" bezeichnet - eine Deklaration stellt aber keineswegs ein "Label" dar.

      Zitat FEB Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge e.V.:  Die EPDs nach europäischen Normen für elastische Bodenbeläge liegen seit Anfang April 2013 in aktualisierter Form vor und gelten bis Frühjahr 2018. Sie geben Aufschluss über die nachhaltigen Eigenschaften dieser wichtigen Produktgruppe. EPDs sind weltweit anerkannte Öko-Label vom Typ-III-Umweltdeklarationen für Bauprodukte.

       

      Bedauerlich aus Sicht gesundheitsbezogener Produktbetrachtung (Produktauswahl) sind vor allem die fehlenden oder unrichtigen Emissionsdaten (umfassend ermittelt durch neutrale Institutionen und mit nachgewiesen externer, neutraler Probenahme) bei zahlreichen Produkten.

      Zwar werden (zum Beispiel in den Richtlinien Holzwerkstoffe Seite 13) unter 9.6. VOC Angaben gefordert - definiert: Prüfverfahren nach AgBB Schema -

      in den von den Herstellern publizierten EPDs sind diese Werte aber überhaupt nicht dargestellt -

      bzw. von manchen Herstellern mit dem Hinweis auf "fehlende anerkannte (???)  Prüf- und Bewertungsverfahren  einfach "ausgelassen" (Beispiel OSB Platte)

      "7.4 VOC Emissionen: Der VOC-Nachweis steht noch aus, da kein anerkanntes Prüf- und Bewertungsverfahren existiert."

      Handelt es sich bei den für zahlreiche Produktgruppen bereits  für bauaufsichtliche Zulassungen geforderten AgBB Prüfungen etwa  um "nicht anerkannte Prüfverfahren?"

      Entsprechende Anfragen auch an das ausstellende Institut konnten bisher (Stand August 2015, Anfragen werden nicht beantwortet!!!) nicht zu unserer Zufriedenheit beantwortet werden.

      Selbst eine Publizierung der TVOC Werte in den EPDs würde aber keinerlei Aussagen über tatsächliche spätere Belastungen durch zahlreiche bei AgBB Prüfungen nicht identifizierbare SVOCs, Flammschutzmittel, Weichmacher... erlauben. (Es fehlt beispielsweise in den Leitlinien eine Forderung nach den sehr wesentlichen EOX/AOX Prüfungen, Prüfungen auf Weichmacher, Pyrethroide, Holzschutzmittel, SVOCs..., aber auch nach einer seriösen externen Probeentnahme und zu vermeiden, dass der Hersteller beispielsweise lange "abgelagerte" Produktmuster prüfen lässt.)

      "Produktgruppen EPDS"

      Keine gesundheitliche Bewertung ist möglich, wenn herstellerübergreifend Produktgruppen bewertet werden, da erfahrungsgemäß sich die Werte von Hersteller zu Hersteller, vor allem aber auch von Produktionsstätte zu Produktionsstätte (Extrem!- Beispiel Gipskarton aus China, siehe auch Bericht Wirtschaftswoche) oft sehr wesentlich unterscheiden.

      Beispiel: Gips  Hier ergibt sich bereits beim Formaldehydgehalt 5 verschiedener Proben nach 28 Tagen ein Unterschied mit dem Faktor 1:6 (2 bis 12 µg/m³) - bei den TVOC Werten fehlen die Einzelbezeichnungen, um eventuell "individuell sensibilisierende Stoffe" bei der Projektberatung Chemikaliensensitiver ausschließen zu können.

      Empfohlen können daher nur Produkte werden, die durch "herstellerbeauftragte Eigenuntersuchungen bei anerkannten Instituten" (Beispiel Fermacell) tatsächliche Werte produktbezogen liefern können - auszuschließen aber auch hier "Gütezeichen" die häufig bei den unterschiedlichsten Produkten, selbst Holzwerkstoffen  vollkommen realitätsfern bei VOC und Formaldehydwerten durchgehend Einzelwerte mit <1 µg/m³ angeben; aus dem Vergleich mit anderen Prüfzeugnissen können wir solche Ergebnisse als "unglaubwürdig" definieren. Beispiel: unglaubwürdige Aussagen

      Ergänzende Kritik an EPDs:

      Uns liegt eine EPD vor, in denen TVOC Werte 0 µg/m³ 28d  ausgewiesen werden; bei Überprüfung der tatsächlichen Emissionsprüfberichte mußten wir aber feststellen, dass dank relativ(!)  niedriger Summenwerte entsprechend den AgBB Abbruchkriterien(!) 28 Tage gar nicht gemessen worden sind, die Angaben somit definitiv falsch sind, und dem Verbraucher somit fälschlicherweise ein vollkommen "emissionsfreies" Produkt vorgespielt wird. 

      IBU Umwelt Produktdeklaration Ausstellungsdatum: 16.04.2013 (trotz entsprechenden Hinweis unsererseits nie korrigiert, unbeantwortete Mail vom Mi 09.10.2013)

      Prüfberichte, Datum: xxxx 2011 Ergebnis: Die Prüfung des VOC Gehaltes erfolgte nach AgBB-Schema AgBB-Ergebnisüberblick (28 Tage)

      [A] TVOC (C6-C16) = 0 µg/m³

      [B] ? SVOC (C16-C22) = µg/m³

      [C] R (dimensionslos) = µg/m³ [D] VOC o.

      NIK = 0 ug/m3 [E] Cancerogene = µg/m³

       

      Insgesamt stellt die EPD  ebenso wie der DGNB Navigator zwar ein sehr wertvolles Instrument für eine allgemeine Nachhaltigkeitsbewertung dar, aber kein ausreichendes Werkzeug bei der Auswahl von Bauprodukten zur Erreichung der  seitens zahlreicher Zertifikate für Gebäude geforderten Emissionshöchstwerte (teilweise nur als TVOC Summenwert wie z.B. von DGNB gefordert, teilweise aber auch mit zusätzlich  differenzierten Einzelhöchstwerten  wie z.B. beim Schweizer Zertifikat S-Cert und beim Gesundheitspass des Sentinel-Haus Instituts Freiburg für bestimmte Emissionen; für derartige Gebäudeplanungen bedarf es ohnedies der Kenntnis der umfassenden Emissionseinzelwerte der einzelnen Produkte und nicht nur von Summenwerten =TVOC).  

      Vor allem stellt eine EPD aber keinerlei "Zertifikat" und damit "Bewertung", sondern lediglich eine Deklaration(!) verschiedener Eigenschaften, deren Quellen zudem mehr oder weniger (in manchen Fällen überhaupt nicht!) nachvollziehbar sind.

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      "Volldeklarationen" der Inhaltsstoffe durch die Hersteller

      Zahlreiche Hersteller- vor allem aus dem Naturbaustoffbereich verweigern seit Jahren Emissionsprüfungen mit dem Hinweis auf ihre "Volldeklaration" der Inhaltsstoffe.

      So wertvoll grundsätzlich Volldeklarationen sind -

      sie sind einerseits ohne entsprechender Produktionsstättenbesichtigung, Lieferscheineinsicht  (wie beispielsweise bei natureplus vorgeschrieben) keineswegs überprüfbar -

      oft verstecken sich unter für den Verbraucher "nichtssagenden" Ausdrücken wie Topfkonservierer, Hautverhinderer, Antioxidantien, organische Säuren, Trockenstoffe durchaus auch "bedenkliche Stoffe" (so fanden sich in Öko-Holzölen Stoffe wie Butanonoxim; selbst in reinen "Kalkputzen" wurden bereits bei Emissionsprüfungen nichtdeklarierte Phtahalatsäureester nachgewiesen.)

      Damit erlauben Volldeklarationen  keine gesicherte Aussage über das tatsächliche Emissionsverhalten dieser Produkte- sie ersetzen daher keineswegs umfangreiche Laborprüfungen auf VOC, SVOC, Formaldehyd...

      siehe auch "lösemittelfreie" Produkte

      Beispiel:

      Ökotest März 2016

      "Hautverhinderer und Trocknungsbeschleuniger.

      Lösemittelbasierte Produkte enthalten oft Stoffe, die eine Hautbildung verhindern sollen, wenn das Produkt längere Zeit steht. In diesem Test wies das Labor nur noch in einer einzigen Rezeptur, der Naturhaus Holzlasur, das krebsverdächtige Hautverhinderungsmittel Butanonoxim nach.

      Schlimm: Der Hersteller verschwieg das in der Liste der Inhaltsstoffe und sparte sich auch den notwendigen Warnhinweis "Enthält Butanonoxim. Kann allergische Reaktionen hervorrufen". Denn in dieser Menge muss auf dieses Risiko hingewiesen werden. Vor allem kann der Stoff auch die Raumluft belasten.

      Ebenfalls problematisch sind Kobaltsalze, die die Trocknung beschleunigen sollen. Auch sie sind allergieauslösend und müssen ab bestimmten Mengen mit einem Warnhinweis versehen werden. In zwei lösemittelbasierten Holzlasuren wurden entsprechende Mengen an Kobalt nachgewiesen, doch Naturhaus hält wieder einmal mit einer Warnung hinterm Berg. "

      Ökotestbericht

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      Österreichisches Umweltzeichen

      Auch dieses "Gütezeichen" beschränkt sich auf sehr strenge Bewertung der "ökologischen" Eigenschaften- verlässt sich aber bei Fragen der "Wohngesundheit"  auf Hersteller- Inhaltsdeklarationen ohne beispielsweise  unabhängige Emissionsnachweise, Laborprüfberichte  einzufordern. (Beispiel Dämmstoffe)

      Eine Grundlage für Freigaben bei Projekten für Allergiker, Chemikaliensensitive stellt dieses Zeichen somit in keiner Weise dar - es hilft auch Planern nicht, die z.B. vordefinierte Gebäude TVOC Höchstwerte nicht überschreiten dürfen (DGNB Zertifizierung...)

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      Blauer Engel

      Als eines der ersten "öffentlichen" Umweltzeichen weltweit hat der "Blaue Engel" zweifellos wesentlich zu mehr "Umweltbewusstsein" der Hersteller beigetragen.

      Leider bietet er bis heute - trotz extrem engagierter Mitarbeiter des Umweltbundesamtes, die sich um mehr Transparenz bemühen - in vielen Bereichen nach wie vor keine ausreichenden Aussagen für eine umfassende "gesundheitliche Bewertung". 

      Zu stark werden offensichtlich Herstellerinteressen auch von der Jury des Blauen Engel bei der Kriterien- Erstellung berücksichtigt und Verbraucherwünsche nach mehr Information, Deklarationspflicht zu Inhaltsstoffen und vor allem Emissionen  (entscheidend für Allergiker, Chemikalien- Sensitive, denen es nicht um die Einhaltung diverser "Grenzwerte" geht, sondern um die grundsätzliche Kenntnisse der Emissionen, die von Produkten ausgehen) vollständig ignoriert.

      So reichen in vielen Bereichen Herstellererklärungen(!!!), werden allergenisierende Stoffe wie Isothiazolinone, Schadstoffe wie Pyrethroide  bis zu einem gewissen Grad toleriert (selbst wenn es bereits "bessere Produkte auf dem Markt gibt - beispielsweise Dispersionsfarben auch ohne Konservierungsstoffen wie Isothiazolinone!), und werden die Zeichenträger nicht verpflichtet, glaubwürdige Emissionsprüfberichte (glaubwürdig auch bereits im Hinblick auf  eine "kontrollierte Probenahme" von Produkten aus der laufenden Produktion, nicht vom Hersteller ausgewählte, möglicherweise schon lange "ausemittierte" Produkte) auch transparent dem Verbraucher zur Verfügung zu stellen.

      Dabei handelt es sich ohnedies nicht um "Firmengeheimnisse" - jeder Mitbewerber, Verbraucher kann - bei entsprechender finanziellem Aufwand - auch selbst solche Emissionsprüfungen beauftragen. "Vorbildhafte" Firmen, die nichts zu verbergen haben, stellen ihre umfassenden Prüfergebnisse sogar auf Ihre Homepage! Beispiel)

      Offenbar sind die "Kriterienersteller" (Jury?) bemüht, möglichst viele Produkte auszeichnen zu können- und nicht, wie von einem "Gütezeichen" erwartet, die jeweils "Besten" einer Produktgruppe zu kennzeichnen.

      Anders als beispielsweise bei natureplus,  dem eco- Institut Label  fehlen bei den meisten Produktgruppen verpflichtende(!)  Laboruntersuchungen  zu Weichmachern, Flammschutzmitteln; in der RAL UZ 76 "emissionsarme Holzwerkstoffplatten"  (wird beispielsweise anders als bei der RAL UZ 38) bisher auf Angaben zu den  sehr raumluftrelevanten VOC überhaupt verzichtet.

      Dazu liegt zwar inzwischen eine Änderung vor -

      alle derzeit  (2016) ausgezeichneten Holzplatten nach dieser RAL UZ 76 (auch für OSB Platten) mit diesem Gütezeichen und der nachfolgenden definitv falschen ("emissionsarm" - obwohl gar nicht geprüft!) Aussage "Umwelt und Gesundheit" -Zitat aus der Homepage (Ral UZ 76, Juni 2016):

      Holzwerkstoffe mit dem Blauen Engel sind  emissionsarm.

      Vorteile für Umwelt und Gesundheit

      1. keine bedenkliche Freisetzung von Schadstoffen
      2. Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft
      3. frei von halogenorganischen Verbindungen

       

      wurden überhaupt nicht auf VOCS (OSB Platten enthalten unter anderem bekanntlich sehr geruchsintensive Aldehyde) geprüft!!!

      Die Definition "nicht bedenklich" stellt für Allergiker (beispielsweise laut UBA, Aussage im HR 2 Millionen Duftstoffallergiker in D) sicherlich keine wirklich hilfreiche Auskunft dar.

      Dies führt dazu, dass unter anderem auch OSB Platten mit erhöhten (über 100 µg/m³) Hexanalwerten (besonders geruchsintensiv) und auch Terpenwerten durchaus mit dem Blauen Engel als "emissionsarm" beworben werden können - obwohl das Umweltbundesamt auch auf der eigenen Homepage darauf hinweist:

      „Fazit: Die Untersuchungen zeigen, dass bei einer gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten nach dem AgBB-Schema viele OSB-Platten wegen zu hoher VOC-Emissionen durchfallen, insbesondere wegen zu hoher Emissionen ungesättigter Aldehyde. Die Holzwerkstoffindustrie ist gefordert, hier tätig zu werden.“    (Quelle UBA)

       

      Dies gilt sogar für Produkte mit nicht einheitlicher "Rohstoffzusammensetzung"(z.B. Kiefer- Fichte OSB Platte)  - auch in deren EPDS finden sich im Übrigen keine TVOC Werte. Beispiel 

      In den EPDS verweigern die OSB Hersteller VOC Werte unter anderem mit dem Argument,

      "7.4 VOC Emissionen: Der VOC-Nachweis steht noch aus, da kein anerkanntes Prüf- und Bewertungsverfahren existiert".

      Auch wenn wir mit den Grenzwerten bei AgBB aus unserer zugegeben sehr präventiven oft individuell klientelbezogenen Bewertungsweise (entsprechend unserer Klientel Allergiker, MCS Kranke, junge Familien mit erhöhten Anforderungen) nicht in allen Bereichen (z.B. bzgl. Formaldehyd)  übereinstimmen - zumindest das AgBB Prüfverfahren bezüglich VOCs ist aus unserer Sicht allgemein, auch international anerkannt!

       

      Formaldehyd: Der beim „Blauen Engel“ für Holzwerkstoffe  nach wie vor genannte generelle Höchstwert für Formaldehyd von 60 μg/m³ (0,05 ppm) erscheint angesichts von Formaldehydwerten anderer Gütezeichen und auch beispielsweise der französischen VOC Verordnung, Kennzeichnung A+ (10 μg/m³) für eine Bewerbung als „emissionsarm“ zumindest außerordentlich „großzügig“ – dies vor allem angesichts der EU Neueinstufung von Formaldehyd als „krebserzeugend und mutagen 2“ - da  bekanntlich inzwischen ein großteil der aktuellen Holzwerkstoffe wesentlich niedrigere Werte ohne Probleme erreicht!

       

      Fragwürdig war bis vor kurzem auch die Auszeichnung von "Zellulosedämmstoffen"   mit dem "Blauen Engel". Trotz vielfach festgestellter wesentlich erhöhter VOC Werte, Weichmacher, Benzol u.v.a. in Recycle--Zelluloseprodukten (auch Dämmstoffen! Link- Seite 4 und 5,  IBP Fraunhofer Studie zu Dämmstoffen, Seite 71-74) wurden hier Produkte gelabelt, die keineswegs den allgemeinen Schadstoffanforderungen an Baustoffe entsprechen. Nach unseren Recherchen  (Mai 2015) findet sich die RAL UZ 36 aber inzwischen nicht mehr auf der Homepage des Blauen Engels, offenbar wurde die Zertifiziermöglichkeit zurückgenommen.

      Trotz dieser anhaltenden Diskussion zu Schadstoffen aus  "Recyclingzellulose" und deren Einsatz vor allem in Innenräumen wird aber beispielsweise von Raufasertapeten nach wie vor ein möglichst hoher "Zellulose-Recyclinganteil" verlangt, um den "Blauen Engel" zu erhalten:  

      3.1.1  "Ohne Berücksichtigung von eingearbeiteten Holzfasern muss der eingesetzte Altpapieranteil bei Papiertapeten mindestens 600 kg Altpapier pro 1.000 kg gefertigten Neupapiers (Gewicht lutro) betragen." RAL UZ-35. Trotz zahlreicher Nachweise von Schadstoffbelastungen in Recyclingzellulose wird für Tapeten vom "Blauen Engel" keinerlei Emissionsprüfung- VOC/Formaldehydnachweis gefordert! Siehe auch Diskussion: Recycling von Bauprodukten (Es wird aber richtigerweise auch nicht das Logo Gesundheit verwendet!)

      Keine zufriedenstellende Aufklärung der Hersteller erhielten wir bisher zu Medienberichten im Zuge der"Woolit, Woolrec" Berichterstattungen:

      Blauer Engel und Deckenplatten mit Recycle-Mineralfasern?

       

      Blauer Engel als Garant für "gesündere" Produkte?

      Verwirrend(!)  für den Verbraucher ist aber vor allem auch die unterschiedliche Aussagekraft das Labels im Hinblick auf Bewertungskriterien:

      So ist zu unterscheiden zwischen den Labels (nahezu identisch aussehend) 

       

      • "Schützt Umwelt und Gesundheit" weil schadstoffarm
      • "Schützt Umwelt und Gesundheit" weil emissionsarm
      • "schützt das Klima" weil energieeffizient und ressourcenschonend  (fordert bezüglich Schadstoffen beispielsweise bei Computern lediglich die Einhaltung der allgemeinen EU Richtlinien),
      • "schützt das Wasser" weil Reinigung ohne Chemikalien,
      • "schützt die Ressorucen" weil Mehrweg-Transportverpackungen.
      • "schützt die Ressorucen" weil wiederaufbereitet und emissionsarm,
      • "schützt die Ressorucen" weil emissionsarm und recyclinggerecht (Mobiltelefone - auch hier reichen "Erklärungen" der hersteller und werden keine regelmässigen Schadstoffprüfberichte gefordert))
      • "schützt Umwelt und Gesundheit" weil schadstoffarme Schädlingsbekämpfung,
      • "schützt Umwelt und Gesundheit" weil lärmarm 

       

      und andere.....

      Der "unbedarfte" Verbraucher, der Blauer Engel auch mit Gesundheit identifiziert und nicht genau das Logo liest, fühlt sich hier mit Recht "irritiert". 

      Hersteller werben gerne mit dem "Blauen Engel" - es liegt aber am Verbraucher zu prüfen, wofür dieser im konkreten Falle überhaupt vergeben wird.

       

      Der Blaue Engel für Papiertapeten  ("weil überwiegend aus Papierrecycling") gibt somit beispielsweise keinerlei Info zum Schadstoffgehalt

      Der "gesundheitsbewußte Verbraucher", der glaubt, Blaue Engel Produkte seien zugleich alle auch "gesundheitsverträglich", liegt somit völlig falsch!

       

      Blauer Engel und Laserdrucker

      Auch zur Labelung von Druckern stellt der WDR in der Sendung Markt die Frage, warum Produkte mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, die die Tonerstaubbelastung um ein Tausendfaches des bereits Möglichen überschreiten! WDR-Markt 26.1.2015  Zitat: "Hier wurde der Bock zum Gärtner gemacht"

      Dazu grundsätzliche Aussage (Forschungsbericht):

      Unter Berücksichtigung der für Drucker und Kopierer in Prüfkammern ermittelten spezifischen Emissionsraten für VOC und Gase kann festgestellt werden, dass in Abhängigkeit von Druckertyp, Druckprozess und Raumbeschaffenheit insbesondere die TVOC- und Ozonkonzentrationen in der Innenraumluft kurzfristig akute irritative Schwellenwerte überschreiten können. Nicht berücksichtigt sind dabei synergistische Wirkungen emittierter Substanzen sowie Reaktionsprodukte (z.B. von Ozon) mit anderen, in der Innenraumluft vorkommenden Stoffen, die derzeit im Zentrum internationaler, innenraumtoxikologischer Forschungen stehen. Unabhängig von weiteren Klärungen pathophysiologischer Beziehungsgefüge sollte daher angestrebt werden, Drucker und Kopiergeräte – insbesondere bei hohem Druck- und Kopieraufkommen – aus präventivmedizinischen Gründen in separaten, belüfteten Räumen aufzustellen. (Seite 296/Dr. Gminski- Dr.Mersch-Sundermann)

      Fernsehbericht (Lungenkrebs durch Tonerstaub)

      Siehe auch EGGBI Diskussionsseite zu Tonerstäuben

       

      Blauer Engel und Farben:

      Kritisiert wird seit langem von diversen Institutionen die Tolerierung unter anderem  in der RAL UZ 192 von "allergenisierenden" Isothiazolinonen als Konservierungsstoff in verschiedenen Farben, vor allem auch in Wandfarben: weitere Infos

      Der blaue Engel - ein Umweltzeichen, aber kein grundsätzliches Zeichen für schadstofffreie (besser schadstoffarme) Produkte

       

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      EU Eco Label

      Auch hier reichen als Nachweise Sicherheitsdatenblätter und Konformitätserklärungen der Hersteller als Nachweis für den Nichteinsatz  (ohnedies gesetzlich) definierter Stoffe an Stelle glaubwürdiger Nachweise regelmäßiger Schadstoffprüfungen durch akkreditierte Institute:

       

      Beispiel Lacke - SVOCs

      "Die zuständigen Stellen  können(!) eine Prüfung des SVOC-Gehaltes verlangen, um die  (üblicherweise ausreichenden) Berechnungen zu überprüfen."

      Bei Konservierungsmitteln und anderen Inhaltsstoffen reicht stets für die Prüfung:

       

      "Erklärung des Antragstellers und seines Bindesmittellieferanten einschließlich der CAS NuUmmern und Einstufungen der Wirkstoffe im Endprodukt und seinem Bindemittel.Kriterienkataloge  Allgemeine Richtlinien

       

      Selbst für Lösungsmittel reicht die Vorlage einer Erklärung einschließlich der CAS Nummern durch den Antragsteller (und seiner Rohstofflieferanten).

       

      Vor allem für Allergiker, Chemikaliensensitive ergibt sich keine Möglichkeit, tatsächliche Emissionswerte für eine individuelle Verträglichkeitsbewertung  einzufordern, auch wenn der Hersteller mit diesem Gütezeichen Werbung betreibt,

      wenn dieser gar nicht verpflichtet ist, entsprechende umfassende, und zeitnahe Schadstoffprüfberichte bei seinem Antrag vorzulegen.

       

      Beispiel Computer:

      Nachweisanforderungen bezüglich Schadstoffen:

      Beurteilung und Prüfung: Für jedes Teil mit einem Gewicht von mehr als 10 g muss der Antragsteller eine Erklärung über die Erfüllung dieses Kriteriums nebstentsprechenden Nachweisen vorlegen, etwa von den Lieferanten von Stoffen unterzeichnete Konformitätserklärungen und Kopien der maßgeblichen Sicherheitsdatenblätter gemäß Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 für Stoffe oder Gemische.

      Die Konzentrationsgrenzwerte müssen in den Sicherheits- Datenblättern gemäß Artikel 31 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 für Stoffe und Gemische angegeben werden. Quelle  (Kriterium 5)

      Dass gesetzliche Regelungen – vor allem wenn es um EU Regelungen geht, immer den gesundheitlichen Erkenntnissen um Jahre «nachhinken» ist zwischenzeitlich sicherlich allgemein bekannt.

      Siehe dazu auch

      Gesetzliche Grenzwerte- Glaubwürdigkeit

      Bagatellisierung von Risiken durch internationale Organisationen

       

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      .

       

       

      Reach Deklaration

      Grundsätzlich werden Dank der EU- REACH-Verordnung, die 2007 in Kraft trat, tausende Stoffe nun erstmals systematisch unter die Lupe genommen.

      Auch hier wollen aber viele Hersteller dem Verbraucher mit einer „Deklaration“ bereits eine „allgemeine gesundheitliche Bewertung“ suggerieren.

      Eine "Reach-Deklaration" von Herstellern im Zusammenhang mit Bauprodukten  bestätigt aber  lediglich, ob- wie viele „registrierungspflichtige“ „toxische“ Stoffe (abhängig allerdings unter anderem von deren jährlichen Produktionsmenge!?!) enthalten sind, sie bietet aber keinerlei VerbraucherInformation über die allgemein stoffliche Zusammensetzung des Produktes und eventuelle Emissionen und damit auch keinerlei Grundlage für eine allgemeine „gesundheitliche Bewertung“ - geschweige denn eine Möglichkeit von individueller Verträglichkeitsabschätzung für Allergiker, MCS Betroffenen nach EGGBI Standard vor allem im Hinblick auf „nur“ allergenisierende oder sensibilisierende Stoffe.

      Unter der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (im folgenden REACH-Verordnung genannt) müssen Hersteller und Importeure von Stoffen als solchen oder in Zubereitungen diese Stoffe bei der Chemikalienagentur registrieren, wenn die Jahresmenge des Stoffes jeweils über 1 Tonne liegt.

      Darüber hinaus müssen Stoffe, die zu mehr als 1 Tonne pro Jahr und Hersteller oder Importeur in Erzeugnissenenthalten sind und bestimmungsgemäß freigesetzt werden sollen, ebenfalls registriert werden.  Textquelle

      Das BfR      (Bundesinstitut für Risikobewertung) stellt  mit dem Hinweis auf die modernen Methoden einer umfassenden Risikokommunikation folgende Forderungen an REACH:

      • Da REACH primär auf den Umweltschutz und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern angelegt ist, wird der allgemeine gesundheitliche Verbraucherschutz zu wenig berücksichtigt. Dieses Defizit mit Blick auf die Sicherheit aller Verbraucher muss behoben werden.

      • Risikokommunikation ist Teil der Risikoanalyse und der Regulation von Chemierisiken und muss deshalb gestärkt werden.

      Dies mit dem Hinweis:

      „Warum eine besondere Betonung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und wann sind chemische Stoffe oder Produkte im Sinne eines heute diskutierten Verbraucherschutzes als hinreichend sicher zu beurteilen?

      Es gilt, den Verbraucher vor gesundheitlichen Schäden, die aus der Verwendung von chemischen Produkten resultieren können, zu bewahren. Hierfür sollte aus ethischen Gründen das Prinzip des individuellen Schutzes – zumindest so weit wie möglich – angestrebt werden. Dabei muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Allgemeinbevölkerung ein sehr heterogenes Kollektiv ist, das neben Gesunden auch Kranke, Alte, Schwangere und Kinder umfasst.

      Deshalb sollte aus der Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes der Begriff eines umfassenden Verbraucherschutzes nicht mit der Akzeptanz bestimmter Risikoquoten verbunden oder mit besonderen Risiko-Nutzen-Abwägungen verknüpft werden.

      Dies wäre keine wissenschaftliche, sondern eine politische Aufgabe, die aus dem gesamten sozio-ökonomischen Umfeld heraus zu lösen ist. Das Vorsorgeprinzip ist aus Sicht des BfR noch nicht ausreichend im REACH-Prozess verankert und sollte für einen umfassenden Verbraucherschutz zukünftig Eingang finden.“Textquelle

      Die allgemeinen Schwächen von Reach hat  sehr übersichtlich der BUND Naturschutz mit einem Positionspapier () zusammengefasst – unter anderem mit Feststellungen wie:

      REACH birgt Lücken in der Regulierung von Chemikalien, die eine hormonelle Wirkung besitzen sowie in der Regulierung von Nanomaterialien. Für die besonderen Eigenschaften dieser Stoffe ist REACH bisher noch zu grobmaschig.  Textquelle

       

      Siehe auch Aktuelles (22.Juli 2015)

      Die stets  als verlässlicher Informant für stoffliche und vor allem gesundheitsrelevante Vewertungen für Chemikalien beworbene Datenbank "Reach" stellt sich als zahnloser "Papiertiger" dar:-

      Bei einer Untersuchung von 1814 Registerierungsdosiers aus 2010 (5 % aller Registrierungen) haben 58 % die Anforderungen nicht erfüllt- nur ein einziges Produkt war "konform".

      "Bezogen auf die geprüften Endpunkte erfüllten bis zu 45 % der Dossiers die REACHAnforderungen. Besonders selten entsprachen die Endpunkte Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität (5 %) sowie Aquatische Toxizität (4 %) den REACHStandardanforderungen. Für den Endpunkt Mutagenität entsprachen 28 % der Dossiers nicht den REACHStandardanforderungen. "

       

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      GEV Emicode EC Zeichen

      • GEV - EC1 Prüfberichte - eine Weitergabe der eigentlichen Emissionswerte kann zu einem Verlust des Zeichens führen!

                Zitat: "Soweit nicht anders gesetzlich vorgeschrieben, ist ordentlichen Mitgliedern die Weitergabe von Prüfzeugnissen oder Prüfergebnissen aus Emissionsprüfungen zu werblichen oder verkaufsfördernden Zwecken nicht gestattet". 

      http://www.emicode.com/fileadmin/redaktion/pdf/ZeichenSatzung_16_01_2012.pdf (Seite 3/Punkt 8).

      Dieser Punkt wird von einem Teil der GEV Mitglieder als sehr fadenscheinige  Begründung angegeben, auch EGGBI für die Beratung von Chemikaliensensitiven, Allergikern etc. diese wichtigen Informationen - trotz Angebot von Vertraulichkeitsverpflichtungen (= ausschließliche Verwendung für gesundheitliche Beratungen) durch EGGBI  zu verweigern. Es drängt sich daher der Verdacht auf, dass sich innerhalb der zugegebenermaßen niedrigen Summenwerte sehr wohl doch "unangenehme" Einzelemissionen finden können, die bei Addition mit ähnlichen Werten aus  anderen Bauprodukten im Gebäude sehr schnell auch durchaus  gesundheitlich relevant werden können.

      Der sehr häufige ebenfalls verwendete Hinweis auf "unverzichtbare Geheimhaltung" der "Rezeptur" erscheint im Zusammenhang mit der Bitte um Emissionsprüfberichte indiskutabel, da  jeder Verbraucher aber auch "Mitbewerber"  bei jedem Prüfinstitut mit im Handel erworbener Ware solche Emissionsprüfungen  zu jeder Zeit beauftragen kann - allerdings natürlich  mit entsprechendem finanziellen Aufwand. 

      Damit stellt sich ein wirklich hervorragender Ansatz der Hersteller, weniger Emissionen anzustreben und dies auch transparent zu kommunizieren als nur halbherzig -

      für die zunehmende Zahl von Chemikalien- Sensitiven und Allergikern sogar als extrem "verbraucherfeindlich" dar, da diesen bereits vorhandene(!) für sie sehr wichtige Produktinformationen  bewusst verweigert werden. 

      Zu den GEV Kriterien:

      Die Qualität der von der GEV geforderten VOC Prüfkammeruntersuchung entspricht absolut dem heutigen "Stand der Technik" für  VOC Untersuchungen (unter anderem AgBB Standard), die erlaubten Summenwerte sind  vor allem für EC1 Plus tatsächlich sehr anspruchsvoll, bzw. teilweise viel anspruchsvoller als bei zahlreichen anderen "Gütezeichen"; Einzelwerte  individuell (!) möglicherweise belastender (sensibilisierender) Stoffe sind aber für den Verbraucher nicht erhältlich.

      Vergleich  der  sehr strengen GEV- TVOC Anforderungen mit Blauem Engel, AgBB/DIBt (Seite 2)

      Untersuchungen auf Weichmacher und andere gesundheitsrelevante Stoffe, (z.B. auch bestimmte Flammschutzmittel ) durch die von EGGBI beispielsweise ebenfalls geforderten  EOX/AOX Untersuchungen, Untersuchungen auf Phthalate 

      finden nach unserem Informationsstand  bei dieser "gesundheitlichen Bewertung" leider nicht statt.

      Zu beachten ist auch der immer wieder aufzufindende Zusatz "R"  - dann anzuwenden, wenn diese Produkte:

       

      • nach den EU-Richtlinien 67/548/EWG (Stoff-Richtlinie) und 45/1999/EG Zubereitungs-Richtlinie) oder der CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 einschließlich ihrer Änderungen kennzeichnungspflichtig sind
      • oder Warnhinweise oder Gefahrenhinweise (z. B. R- oder H-Sätze) tragen
      • oder im Verwendungsland als gefährliche Gemische zu kennzeichnen sind und deshalb gegebenenfalls besondere Maßnahmen für den Arbeitsschutz erfordern (z. B. Reaktionsharze, zementhaltige Produkte)
      • oder sie reaktionsbedingt VVOC abspalten und freisetzen (wie z. B. silanfunktionelle Reaktionsharze). (Einstufungskriterien Seite 4, Punkt 3.1.3)

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      Sicherheitsdatenblätter

      Aufgaben des Sicherheitsdatenblattes:

      Sie dienen dem gesundheitlichen Schutz des Verarbeiters, geben aber keine Informationen über verbraucherrelevante Langzeitemissionen und ermöglichen so keine "gesundheitliche Verträglichkeitsbewertung" vor allem für Allergiker, Chemikaliensensitive. 

      Aktualität:

      Zahlreiche Hersteller verwenden noch heut Sicherheitsdatenblätter aus der Zeit vor 2007:

      Diese entsprechen nicht den aktuellen Reach Anforderungen 

      gemäß 1907/2006/EG  (ab 1.Juni 2007)

       

      "Die Regelungen zum Sicherheitsdatenblatt sind in der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 festgelegt, die seit dem 1.Juni 2007 gilt. Die Anforderungen an die Erstellung von Sicherheitsdatenblätter befinden sich im Anhang II REACH-Verordnung, der mit der Verordnung (EU) Nr. 453/2010 geändert und durch die Verordnung (EU) 2015/830 angepasst wurde, die ab dem 1. Juni 2015 gilt. Informationen zu REACH finden Sie hier. Weitere Änderungen bezüglich der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen erfolgen durch die CLP- oder EG-GHS-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die am 20.01.2009 in Kraft getreten ist. Informationen zu GHS finden Sie hier."

      Quelle BG Bau

      Wir empfehlen, unabhängig von weiteren Informationsanforderungen an den jeweiligen Produktverkäufer auf jeden Fall auch ein gültiges, aktuelles Sicherheitsdatenblatt einzufordern!  


      Zitate: 

      ______________________________

      "Sicherheitsdatenblätter liefern dem beruflichen Verwender von Chemikalien wichtige Informationen zu folgenden Merkmalen:

      ______________________________

       

       

      „In den Sicherheitsdatenblättern der Produkte müssen Hersteller und Vertreiber u. a. kennzeichnungspflichtige Stoffe nennen. Verarbeitungshinweise und weitere Produktinformationen befinden sich in den Technischen Merkblättern.

       Zum Emissionsverhalten sind in diesen Datenblättern meist keine ausreichenden Informationen zu finden.“  (Leitfaden für die Innenraumhygiene in Schulgebäuden, Umweltbundesamt, Seite 30)

      _______________________

      EGGBI Bewertung:

      Sicherheitsdatenblätter stellen einen wertvollen und wesentlichen Bestandteil der "Produktdokumentation" dar - müssen sie doch  für den Verarbeiter Angaben zu gesundheitsrelevanten Inhaltsstoffen liefern.

      Sie geben dem Verbraucher aber keine Auskunft über

       

      • Langzeitemissionen,
      • zahlreiche mögliche sensibilisierende und viele allergenisierende Emissionen

      und erlauben  daher keinen Rückschluss auf eventuelle Additions-/und Reaktionsergebnisse mit Emissionen anderer eingesetzter Baustoffe.

      Für EGGBI liefern sie daher in manchen Fällen präventiv grundsätzliche "Ausschliessungsgründe" im Falle von Angaben zu enthaltenen  kennzeichnungspflichtigen  bedenklichen Stoffen  in entsprechender "Menge"- (vor allem wenn keine Nachweise für  eventuelle tatsächliche Emissionen dieser Stoffe im verarbeiteten Zustand vorliegen).

      aber keine Freigabebegründung bei Fehlen solcher Angaben.

       

       

      __________________________________

      Beispiel - Auszug aus einem Sicherheitsdatenblatt:

      2.3. Sonstige Gefahren  Es wurde keine Prüfung zur Bestimmung von PBT und vPvB durchgeführt. 

      Dazu Informationsportal Reach

      Derzeit wird noch vielfach diskutiert, ob eine solche Prüfung  nach PBT, vPvB nicht zwingend erforderlich wäre.

      In der Praxis ist unter REACH die Identifizierung so vorgesehen: Für Stoffe mit einem Herstellungs- oder Importvolumen von mehr als 10 t/a ist ein Stoffsicherheitsbericht (Chemi-cal Safety Report) vorzulegen, der eine Beurteilung der PBT- und vPvB-Eigenschaften ent-hält (Art. 13(3) lit. d)). Besteht ein Verdacht auf PBT- oder vPvB-Eigenschaften, so muss der Anmelder vorschlagen, wie der Verdacht überprüft werden soll. Eine Verpflichtung, diesem Verdacht eigenständig durch Beschaffung weiterführender Informationen nachzugehen, besteht allerdings nicht. Hier existiert eine Lücke in dem REACH-Vorschlag, die geschlossen werden muss. Denn: Erst die ab 100 t/a obligatorisch vorzulegenden Daten erlauben eine belastbare Entscheidung, ob ein Stoff persistent, bioakkumulierend und toxisch ist und des-halb zulassungspflichtig wird. (Umweltbundesamt)

      Erläuterung:

      PBT   = persistent, bioakkumulierbar und toxisch

      vPvB = sehr persistent und sehr bioakkumulierbar 

      ____________________________________

       

      Pflicht zur Herausgabe von Sicherheitsdatenblättern an den Verbraucher:

      Kommunikationsoffene Hersteller, die diesbezüglich "nichts zu verbergen haben" stellen Ihre Sicherheitsdatenblätter zur freien Verfügung auf ihre Homepage.

      Rechtslage:

      Leider sind Hersteller nur verpflichtet, dem Anwender Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung zu stellen. 

      Privatpersonen:

      "Einer Privatperson, die ein gefährliches Produkt bezieht und verwendet, muss das Verkaufspersonal auf Nachfrage ein SDB aushändigen.

      Andere Privatpersonen haben keinen Rechtsanspruch auf ein Sicherheitsdatenblatt, können es aber oft auf dem Kulanzweg erhalten. Viele Firmen haben ihre Sicherheitsdatenblätter – unabhängig von der Lieferpflicht an ihre Kundinnen/Kunden – auch ins Internet gestellt." Quelle: Umweltbundesamt

       

       

       

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      Bauaufsichtliche Zulassung

      "Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt als deutsche Zulassungsstelle allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) für Bauprodukte und Bauarten und europäische technische Zulassungen (ETA) für Bauprodukte und Bausätze.

      Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen werden für solche Bauprodukte und Bauarten im Anwendungsbereich der Landesbauordnungen erteilt, für die es allgemein anerkannte Regeln der Technik, insbesondere DIN Normen, nicht gibt oder die von diesen wesentlich abweichen. Sie sind zuverlässige Verwendbarkeitsnachweise von Bauprodukten bzw. Anwendbarkeitsnachweise von Bauarten in Hinblick auf bautechnische Anforderungen an Bauwerke.

      Europäische technische Zulassungen werden für Bauprodukte im Anwendungsbereich des Bauproduktengesetzes erteilt; sie dokumentieren verlässlich die Brauchbarkeit eines Bauproduktes."

      http://www.bazdigital.de/homepage.html 

      Gesundheitsschutz als Bestandteil der bauaufsichtlichen Zulassung:

      Grundsätzlich drüfen bauaufsichtlich zugelassene Produkte die Gesundheit nicht gefährden. 

      Erst in den letzten Jahren werden   im Rahmen der Prüfung bei den ersten Produktgruppen (Beispiel: Bodenbeschichtungssysteme  ab 2014: Wandbeläge) auch entsprechende Nachweise (Prüfung nach AgBB)  gefordert - nach wie vor gibt es aber eine Mehrheit von Produkten, für die eine solche Prüfung  leider noch nicht vorgeschrieben ist.

      Der gesundheitsschutz wird bei bauaufsichtlichen ZUlassungen  in den nächsten Jahren erhöhte Bedeutung finden.(DIBT-Gesundheitsschutz-Tabelle ) 

      Das Institut für Bautechnik  bewertet (anders als AgBB) Formaldehyd schon lange im Zulassungsverfahren für alle relevanten Produkte, die zugelassen werden, also nicht nur Holzwerkstoffe, wo es ja gesetzlich geregelt ist, in der Weise, dass es im Emissionstest die 125µg/m³ (0,1 ppm) nicht überschreiten darf.(Link)

      Obwohl diese Werte aus unserer Sicht für die besondere  EGGBI Klientel (Bauherren mit besonderen gesundheitlichen, individuellen Ansprüchen) viel zu hoch liegen und entsprechend der Neueienstufung als "krebserzeugend" sicherlich in absehbarer Zeit reduziert werden, sehen wir darin aber bereits einen sehr wichtigen und wertvollen Beitrag des DIBT für einen verbesserten Gesundheitsschutz. 

      Weitere Zitate: 

      Für die Verwendung von Bauprodukten gelten in Deutschland die Bestimmungen der Landesbauordnungen. Danach sind bauliche Anlagen so zu errichten und instand zu halten, dass „Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden“ (§ 3 Musterbauordnung, [MBO, 2002]). Bauprodukte, mit denen Gebäude errichtet oder die in solche eingebaut werden, haben diese Anforderungen insbesondere in der Weise zu erfüllen, dass „durch chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen" (§ 13 MBO). 

      "Die Europäische Kommission hat die bislang unzureichende Umsetzung der Anforderungen an den Gesundheitsschutz auf Bauproduktebene erkannt und einen Auftrag (Mandat) an CEN erteilt. Das Mandat1 sieht die Entwicklung von horizontalen Prüfmethoden für gefährliche Stoffe in und deren Emissionen aus Bauprodukten vor. Zu diesem Zweck hat CEN das technische Komitee CEN TC 351 gegründet. Die dort zu erarbeitenden horizontalen Prüfmethoden sollen die Grundlage für die technischen Spezifikationen von Bauprodukten bei der Normung und bei der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung bilden.

      Als Ergebnis der Normungsarbeit ist die Veröffentlichung einer VOC-Prüfmethode für Bauprodukte als eine Technische Spezifikation (CEN/TS) im Jahr 2013 und als Europäische Norm (EN) ca. zwei Jahre danach zu erwarten."

      "Bei Einhaltung der im Schema vorgegebenen Prüfwerte werden die Mindestanforderungen der vorgenannten Bauordnungen zum Schutz der Gesundheit im Hinblick auf VOC Emissionen erfüllt. Gleichwohl werden Initiativen der Hersteller, emissionsärmere Produkte herzustellen, unterstützt. Hersteller können deshalb bessere Leistungsparameter (VOCEmissionen) ihrer Produkte z.B. mit Hilfe von Gütesiegeln deklarieren [ECA, 2005; ECA 2012]. "

      Quelle: Umweltbundesamt, AgBB (Seite3)

      EGGBI Bewertung

      Für EGGBI war eine bauaufsichtliche Zulassung  bereits immer ein unverzichtbarer Bestandteil der Freigabeanforderungen - bietet diese doch ein sehr hohes Maß an Sicherheit bezüglich der technischen Eignung von Bauprodukten.

      Eine bauaufsichtliche Zulassung alleine reicht aber auf keinen Fall für eine umfassende gesundheitliche Bewertung für die besonders anspruchsvolle (präventive) EGGBI Produktberatung:

      • Nur bei einem Teil der Bauprodukte überhaupt sind derzeit Emissionsprüfungen Bestandteil der Zulassung
      • AgBB Prüfungen reichen nicht für eine umfassende gesundheitliche "präventive" Bewertung für die Zielgruppen  Allergiker, Chemikaliensensitive - aber auch Kleinkinder, Schwangere, Ältere mit geschwächtem Immunsystem
      • das DIBt fordert von den Herstellern Rezepturen zur Überprüfung weiterer, in den AgBB Prüfungen nicht erfasster Schadstoffe - diese von den Herstellern ohnedies selbst erstellten Inhaltsdeklarationen liegen aber dem Verbraucher (vor allem bei Nachfrage nach möglicherweise "nur" sensibilisierenden Inhaltsstoffen) nicht zur Verfügung.

      Die hier geforderten Emissionsprüfungen werden  von EGGBI sehr gerne als wertvolle zusätzliche Informationsquelle  berücksichtigt, sofern der eigentliche Prüfbericht - incl. der aussagekräftigen ADAM Maske vorliegt.   

      1. Die Anforderungen/Grenzwerte sind aber bei EGGBI wesentlich anspruchsvoller als bei AgBB (ähnlich wie auch bei zahlreichen Gütezeichen, z.B. natureplus, Eurofins Indoor Gold, eco Gütezeichen) und orientieren sich an präventiven Orientierungswerten wie z.B. von AGÖF. (Prüfmethodik und Anforderungen an die prüfenden Institute entsprechen den EGGBI Anforderungen)
      2. Es fehlt der aus jahrelanger Erfahrung unverzichtbare Nachweis  einer "neutralen" Probenahme der Produkte (Hersteller könnten willkürlich "abgelagerte, ausemittierte Warenmuster zur Prüfung einsenden).
      3. Die Prüfung beschränkt sich auf allgemeine VOC Prüfungen und vernachlässigt beispielsweise Flammschutzmittel und andere gesundheitsrelevante - mögliche - Belastungen. (z.B. halogenorganische Phosphor Flammschutzmittel)

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      Zukünftige Entwicklungen - offene Fragen zu bauaufsichtlichen Zulassungen

      Große Unsicherheit besteht derzeit bei allen Akteuren der Bauwirtschaft bezüglich der "Zukunft" von bauaufsichtlichen Zulassungen auf Grund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes  EuGH-Urteil vom 16. Oktober 2014 (Rechtssache C-100/13)

      "Die deutsche Praxis, dass Bauprodukte über sogenannte Bauregellisten zusätzliche nationale Genehmigungen haben müssen, auch wenn sie bereits über eine CE-Zeichen verfügen und in anderen Mitgliedstaaten rechtmäßig vermarktet werden, verstoßen gegen die europäischen Regeln des freien Warenverkehrs." Zitat

      Unter der neu verabschiedeten Bauproduktverordnung (BauPVo)  (305/2011/EU) sind die Mitgliedstaaten befugt, Leistungsanforderungen für Bauprodukte festzulegen – allerdings unter der Bedingung, dass die Mitgliedstaaten nicht den freien Verkehr von CE-gekennzeichneten Produkten behindern. Denn deren ordnungsgemäße Funktion wird bereits von harmonisierten europäischen Normen gewährleistet.

      Dies betrifft somit Rechtslage bei Neuanträgen auf Erteilung oder Verlängerung der Geltungsdauer von allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für Bauprodukte im Geltungsbereich harmonisierter Spezifikationen.

      Das Institut für Bautechnik versucht in zwei Stellungnahmen (13.04.2015 und zuletzt am 15.12.2015) etwas Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen (Stellungnahme).

      "Vorab möchten wir klarstellen, dass allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für Bauprodukte, die nicht in den Geltungsbereich harmonisierter Spezifikationen fallen, von der Stellungnahme nicht erfasst werden. Die Zulassungserteilung im nichtharmonisierten Bereich ist von dem o.g. EuGH-Urteil nicht betroffen."

       

      Nicht beseitigt ist damit allerdings die nicht gänzlich unbegründete Befürchtung, ob derzeit gültige Anforderungen an gewisse Baustoffgruppen bzgl. einer AgBB Prüfung weiterhin Bestand haben können, vor allem aber ob eine ursprünglich geplante Erweiterung dieser Anforderungen auf weitere Produktgruppen (auch mit CE Kennzeichnung) nach diesem Urteil noch möglich sein werden.

      Aus unserer Sicht müßten definierte Anforderungen an alle Bauprodukte bezüglich deren Emissionsverhalten und Inhaltsstoffen grundsätzliche Voraussetzung für jede Zulassung in Europa sein.

       

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      AgBB (Ausschuß zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten)

      AgBB Bewertungsschema, internationale Vergleiche:

      Vorgehensweise bei der gesundheitlichen Bewertung der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC und SVOC) aus Bauprodukten 

      neu seit Februar 2015: AgBB Schema 2015 siehe dazu auch "Aktuelles"

      Dabei wurden erstmals auch die VVOCs Butanal, Acetaldehyd, Formaldehyd und Aceton berücksichtigt - sie werden zwar nicht dem TVOC zugerechnet - es wurden aber NIK-Werte eingeführt - diese fließen in die R-Wert-Berechnung mit ein. 

      AgBB Prüfungen sind zwischenzeitlich für verschiedene erste Baustoffgruppen (Fußböden, seit 1.1.2014 auch Wandbeläge)  Voraussetzung für eine bauaufsichtliche Zulassung.(Informationen)

      Eine bauaufsichtliche Zulassung dieser Produkte reicht aber nicht für eine ganzheitliche gesundheitliche Bewertung, da nicht alle gesundheitsrelevanten Komponenten abgeprüft werden, die Zulassungsurkunde aber auch keine Informationen über die Einzelemissionen gibt, sondern nur die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zertifiziert. Für eine gesundheitliche Bewertung dieser Emissionsprüfung benötigt EGGBI auch die sogenannte ADAM Maske.

      Information zur Auswertung von VOC Prüfergebnissen (ADAM Maske)

      Die AgBB Anforderungen beziehen sich zudem leider vorwiegend auf VOCs und enthalten ebenso wie zahlreiche andere "Gütezeichen"  NICHT auch  die Forderung nach weiteren Prüfungen (u.a. EOX, AOX Untersuchungen) entsprechend den EGGBI Kriterien an Produktinformationen. (= optimale Dokumentenaufstellung; wir bitten aber stets zumindest um die "verfügbaren" Informationen)

      Dies betrifft vor allem Untersuchungen auf Schwermetalle, SVOCs, Flammschutzmittel, Weichmacher, Pyrethroide und weitere Schadstoffe sowie allergieauslösende Stoffe  (u.a. Konservierungsmittel). Solche Stoffe finden sich beispielsweise im Bereich Fußböden unter anderem auch immer wieder in den Beschichtungen, aber auch den dazu benötigten Klebern und Grundierungen.

      AgBB allgemein:

      Mit diesem - ständig aktualisiertem Regelwerk wurde erstmals eine gesetzliche Grundlage für eine gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten geschaffen - mit hervorragenden Vorgaben  bzgl. einheitlicher Prüf- und (Beispiel EGGBI Anforderungen dazu: Seite 3: Auswertungsmethodik.)

      Die vorgegebenen Werte orientieren sich allerdings an "allgemeinen" Empfehlungen und Ableitungen aus wissenschaftlich ermittelten Richtwerten für einzelne Emissionen. Diese Werte können aber seitens EGGBI nicht grundsätzlich  übernommen  werden für die besondere Klientel von Allergikern, Chemikaliensensitiven und Bauherren mit erhöhten präventiven Ansprüchen an die Wohngesundheit.

      So werden beispielsweise aber auch die teilweise bis zu gewissen Werte gesundheitlich wesentlich weniger relevanten "natürlichen" Terpene aus Holzwerkstoffen im selben "TVOC Summenwert" gleichgesetzt mit wesentlich "kritischeren" Stoffgruppen/ es fehlt beim Summenhöchstwert an einer Differenzierung.

      Kritik - Formaldehyd

      Nicht geprüft werden mussten bis 2015  im Rahmen  von AgBB Prüfungen  das "krebserzeugende" Formaldehyd; die Angabe der Formaldehydwerte  für ("AgBB" pflichtige) Baustoffe wurde lediglich "empfohlen".

      Inzwischen muss auch hierzu gemessen werden:

      Zitat:

      "Durch den Einsatz der DNPH-Methode werden zusätzlich zu den Aldehyden, die in die Klasse der VOC fallen, auch einige sehr flüchtige VOC (VVOC) wie Butanal, Aceton, Formaldehyd und Acetaldehyd quantitativ erfasst. (gestrichen wurde: "deren Bestimmung zwar im AgBB-Bewertungsschema nicht gefordert wird, deren Erfassung aber für die Produktbewertung zusätzliche Informationen liefert." (Quelle; Seite 27;) 

      Im AgBB Schema 2015 ist zwar zwischenzeitlich  die Prüfung  auf Formaldehyd vorgeschreiben, es wurde aber kein "Grenzwert"  für diesen als Carc. 1B  gekennzeichneten Stoff vorgegeben, sondern lediglich ein NIKWert,,  der über einen sogenannten R Wert eine Beschränkung bedeutet - allerdings stets in Addition mit anderen Schadstoffen, und daher im Extremfall bis zu 100 (99) µg/m³   (Ri =< 1) erlaubt.  

      Anders sieht dies in der französischen VOC Verordnung aus - hier gelten gerade für Formaldehyd für die Kennzeichnung A+ extrem strenge Grenzwerte (10 µg/m³) (Quelle), leider sind auch hier die TVOC Werte insgesamt aus unserer Sicht zu hoch  (1000 µg/m³  - im Vergleich: eco-Institut  Label: 300 µg/m³) 

      Kritik auch an den  Abbruchriterien bei der AgBB Emissionsprüfung:

      Aus präventiver Beratungssicht  sind auch die Abbruchkriterien, die eine vorzeitige Beendigung der Prüfkammeruntersuchungen erlauben zu großzügig:

      Die Prüfung kann frühestens nach 7 Tagen nach Beladung abgebrochen werden, wenn die ermittelten Werte unterhalb der Hälfte der Anforderungen für die 28-Tage-Werte liegen und im Vergleich zur Messung am 3. Tag kein signifikanter Konzentrationsanstieg einzelner Substanzen festzustellen ist. Die Erfüllung dieser Kriterien ist durch die Prüfstelle hinreichend darzulegen. 

      Dies bedeutet: 500 µg/m³ TVOC nach 7 Tagen erlauben bereits einen Abbruch - dies ist wesentlich mehr, als strengere Gütezeichen (Eurofins, natureplus, eco) für die 28 Tage Untersuchung insgesamt erlauben. (natureplus erlaubt einen 7d Abbruch nur bei 150 µg/m³ TVOC).

      Besonders kritisch ist dabei anzumerken, dass vor allem schwerer flüchtige Stoffe  (SVOC) überhaupt normalerweise erst nach längerer Prüfkammerverweildauer  (und nicht schon nach wenigen Tagen) identifiziert werden können.

      Zitat aus AgBB:

      "4) Emissionen schwerflüchtiger organischer Verbindungen mit einer Retentionszeit >C16 (Hexadecan) können bei Kammer- oder Zellenmessungen über 28 Tage (!!!) mit heutigen modernen Analysengeräten bis zu einer dem Dokosan (C22-Alkan, Siedepunkt 369 °C) vergleichbaren Flüchtigkeit quantitativ bestimmt werden. Für noch schwerer flüchtige organische  Verbindungen werden nach dem derzeitigen Kenntnisstand mit der Methode der Tenax-"Probenahme und anschließender Thermodesorption bei Kammermessungen zunehmend Schwierigkeiten auftreten.  

      Ungerechtfertigt ist dann natürlich aber auch, wenn  eine (uns vorliegende)  EPD, basierend auf diesen  AgBB Prüfkriterien bei Anwendung der AgBB Abbruchkriterien einen  28d "Nullwert TVOC" deklariert, nur weil bei vorzeitigem Abbruch natürlich keine 28 Tage Werte vorliegen!

       

      Wesentlich strengere Grenzwerte- vor allem im Bereich Formaldehyd weist die französische VOC Verordnung auf (nicht zu verwechseln mit der  "freiwilligen "AFFSET Bewertung".

      Vor allem gibt es aber in Frankreichseit 2011 (!)  eine verpflichtende Angabe der VOC Emissionsklasse für sämtliche "in Innenräumen verwendeten Bauprodukte, Wand und Bodenbeläge, Farben und Lacke. Quelle

       

       

      Europäische Harmonisierung der Kriterien

      Auf europäischer Ebene wird seit langem an einer "Harmonisierung" dieser Werte gearbeitet einen Überblick über aktuelle Einzelstoffbewertungen gibt es ab Seite 46 von

      Harmonisation framework for health based evaluation of indoor emissions from constructionproducts in the European Union using the EU-LCI concept 

       

      Allgemeine Infos für gesunde Raumluft in Schulen:

      Leitfaden des Umweltbundesamtes: Innenraumhygiene in Schulgebäuden

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      Raumluftempfehlungen des Umweltbundesamtes

      Eine sehr wertvolle und wesentliche Entscheidungshilfe - auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen wegen zu hohen Belastungen in Räumen stellen die Empfehlungen des Umweltbundesamtes bezüglich sehr guter, verträglicher oder nicht akzeptabler Raumluftwerte dar. (Siehe dazu auch EGGBI-VOC)

      Diese Empfehlungen sind zu finden unter:

      http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Handreichung.pdf  

      https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Basisschema_2012.pdf 

      https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3689.pdf

       

      Kritikpunkte:

      1. Es fehlen der neuen Einstufung von Formaldehyd als Carc. 1B (kann Krebs erzeugen) entsprechende "Richtwerte" für Formaldehyd
      2. es fehlen klare Definitionen bezüglich Untersuchungen/ Bewertungen von Weichmachern, Flammschutzmitteln;  gerade in Schulen und KITAS stellen diese dauerhaft hormonell wirksamen Stoffe ein enormes gesundheitliches Risiko dar!
      3. die Summenwerte TVOC berücksichtigen nicht die aktuelle "toxische" Bewertung der natürlichen Terpene bei Holzwerkstoffen und setzen sie mit  zahlreichen "kritischen" Stoffen gleich - der in manchen Fällen geforderte und grundsätzlich sehr gut begründete und begrüßenswerte "Zielwert" einer guten Raumluft von 300 µg/m³ bewirkt derzeit, dass bei entsprechenden Ausschreibungen mit diesen hohen Anforderungen Architekten aus Sicherheitsgründen (aus gesundheitlicher Sicht nicht gerechtfertigt!)  oft generell auf Holzwerkstoffe gänzlich verzichten.

      Hier wäre eine gesonderte Bewertung dieser Stoffgruppe  mit  höheren Werten (besipielsweise  2000 bis max. 3000 µg/m³, wird demnächst noch im Rhamen eines FNR Projektes weiter erforscht) aus humantoxikologischer Sicht absolut vertretbar.

       

      Grundsätzlich zu unterscheiden:

      AgBB Werte gelten für Produkte, geprüft nach genau definierten Vorgaben in der Prüfkammer (28 Tage)

      die Raumluftempfehlungen des Umweltbundesamtes betreffen die "Raumluft"

       

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      .

      Grundsätzliche Hinweise

       

      Unsere Aussagen berufen sich auf unseren derzeitigen Informationsstand und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

      Es handelt sich hier um Diskussionsansätze - verbunden mit der Einladung an Hersteller und Institutionen, Kritik, Ergänzungen und "Einsprüche" an uns zu senden. 

      Grundlage unserer Bewertung ist stets eine erhöhte Bewertung "möglicher, derzeit noch diskutierter" Risiken - bedingt durch die besondere Klientel von EGGBI (vor allem Allergiker, MCS Kranke) mit Anspruch auf besonders anspruchsvolle Präventionsempfehlungen.

      Wichtig:

      Die Auszeichnung von Bauprodukten - auch mit hervorragend bewerteten Gütezeichen - bedeutet nicht, dass diese Produkte unbedingt auch  MCS  bzw. Allergiker  geeignet sind - für diese Bauherren sind unbedingt auch individuelle Sensitivitäten mit dem behandelnden Arzt zu klären, die auch "nichttoxische" Stoffe betreffen.

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      19.-21.09.2016

      Am 20. September findet in der lettischen Hauptstadt Riga eine Deutsch-Baltische Konferenz zum Thema

      "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

      statt. Die Reise wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

      EGGBI wird dabei Fragen zur Wohngesundheit präsentieren und beantworten.

      Link

      Weitere Termine

      ___________________________

      Sentinel-Haus Institut    

      Termine zum Thema "Wohngesundheit"

      __________________________

      Umwelt-Medizin-Gesellschaft

      Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

      __________________________

      Umweltbundesamt          

      Veranstaltungen-Termine

      ___________________________

      AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

      Veranstaltungen

      ___________________________

      IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

      Veranstaltungen und Kongresse

      ___________________________

      Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

      Baubiologie-Termine

      ___________________________ 

      IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

      Seminare Termine

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       Veranstaltungen

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      23.03.2016 Plus Minus

      | 21:45 Uhr | DasErste

      Billiger Baustoff mit bösen Spätfolgen

      Seit 2001 ist der Weichmacher PCB in Baumaterialien verboten. Doch immer noch gelangen in Schulen, Turnhallen und öffentlichen Gebäuden jedes Jahr Tonnen der krebsverdächtigen Chlorverbindung in die Luft. Link zur Sendung

      Wiederholungen:

      • 24.03.2016 | 05:00 Uhr | DasErste
      • 24.03.2016 | 22:15 Uhr | tagesschau24
      • 25.03.2016 | 12:45 Uhr | EinsPlus
      • 26.03.2016 | 09:45 Uhr | EinsPlus
      • 26.03.2016 | 15:30 Uhr | tagesschau24


      siehe dazu auch Raumschadstoff PCB,    

      "Umwelterkrankungen und Krebs"   und "gesetzliche Grenz- und  Richtwerte...."

       

       

       

      Montag 15.02.2016

      WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

      VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

       

      Giftiger Holzschutz

       

      Keine Hilfe für Betroffene

      Weitere Sendungen

      ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

      ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

      Infos ZDF       Video

      dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

      EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

       

       

      30.11.2015

      Deutsches Institut für Menschenrechte

      Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

      Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

      Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

      EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

       

       

      16.11.2015

      NDR Sendung "45 Minuten"

      Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

      Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

      Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr

       

      Siehe dazu auch Aktuelles und

      "Raumschadstoff Styrol"

       

      zum Seitenanfang 

      ======================

       

      17.11.2015

      »Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
      Online-Seminar

       

      Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

      Veranstaltungsort  Online-Seminar

      Datum   17.11.2015

      15 - 16 Uhr

      Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

      Anmeldeformular

       

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      07.08.2015

      3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

      ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

      Giftmüll für den Wohnungsbau

      ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

      zur Sendung

      zum Video (verfügbar bis 28.07.2016)

      Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

      Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

      Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

      Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

      Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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      23. bis 24. September 2015

      „Licht und die Innere Uhr in Weimar

      Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

      Programm und Anmeldung

      9./10.Juli 2015

      Baukultur Werkstätten 2015

      Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

      Programm

      24.04.2015

      Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

      Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

      Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

      Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

      Programm und Anmeldung

       

       

      10.04.2015

      Handy- strahlendes Risiko

      Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

      (Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

      Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

      Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

      Mehr zum Thema

      11.3.2015

      5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

      Bayerisches Landesamt für Umwelt

      Augsburg

      Mittwoch, 11.03.2014

      Programm

      11.10.2014

      Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

      Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

      Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

      Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

      Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

       

      30.09.2014

      Radon in Gebäuden

      Bayerisches Landesamt für Umwelt

      Programm

       

       

      3./4.November 2014

      2. VDB-Baubiotagung

      "Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

      in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

      Seminarprogramm

      vorgeschalteter Workshop

       

      21.09.2014

      Präsenzveranstaltung in Neuss

       

      Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
      ARCHITEKTUR UND UMWELT

      SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

      Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

      Inhalte

       

       

      04.08.2014 ARD 21:40

      Der große Deal

      Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

      "Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

      Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

      Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

       

       

      1. und 2. Juli 2014

       

       

      Internationale Fachmesse und Kongress für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben

      Programm

      Es besteht die Möglichkeit, am Rande der Veranstaltung Temrinvereinbarungen mit EGGBI zu machen; Termin-Planung erfolgt nur per Mail (beratung@eggbi.eu).

       

       

      7.und 8.5.2014

      2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

      Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

      Bauhaus-Universität Weimar

      Programm

      Pressebericht

      EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

       

       

      5./6.4.2014

      Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

      In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

      2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

      Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

      Veranstaltungshinweise

       

       

      02.04.2014

      Eurofins Webinar

      Marketing emissionsarmer Produkte

      • Gesetzliche Anforderungen
      • Gütezeichen, Ökolabel
      • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
      • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

      Mehr Informationen

       

       

      01.04.2014

      Eurofins Webinar

      LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

      • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
      • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
      • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
      • Nachweis der LEED-Konformität  

    • Mehr Informationen

       

       

      31.03. 2014

      Eurofins Webinar

      Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

      • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
      • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
      • BREEAM, LEED
      • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
      • Finnisches M1-Gütezeichen

      Mehr Informationen

       

       

      26.03.2014

      3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

      bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

      Programm

       

       

      20./21.3.2014

      Tag der Holzforschung Braunschweig

      Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

      – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

      Stadthalle Braunschweig

      Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

      Pressebericht 

      18.03.2014

      WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

      Presselink

       

       

      26.02.2014

      Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

      Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

      Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

      Programm

       

       

       

      18.02.2014

      Bautec 2014 Berlin

      BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

      Themen:

      • Holz im Bauwesen
      • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
      • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

      Programm

      EGGBI Referat

      weitere Veranstaltungen der FNR

       

       

      13.12.2013

      Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

      Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

      Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

      Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

      Beginn: 9 Uhr 45

       

       

      30.10.2013

      BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

      Krankenhaus Waldfriede
      Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

      Programm

      22.10.2013

      Energieeffizientes Bauen und Sanieren

      Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

      Deutsch baltische Handelskammer

      Einladung

      18.9.2013

      Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

      8seasons München

      Einladung

       

       

      17.09.2013

      2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

      beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

      Tagungsort Bauzentrum München

      Willy-Brandt-Allee

      81829 München

      Beginn: 14 Uhr

      Weitere Infos und Anmeldeformular

       

       

      11. bis 26.7.2013

      Nawaro Event: Internationales Wollkunstfestival

      Workshops, Aktionen und Informationen rund um die Schafwolle; Präsentation eines Wollkompetenzzentrums beim Hersteller des natureplusgeprüften Dämmstoffes Isolena

      Link zur Pressemeldung

      Link zur Veranstaltung

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      18.6.2013

      DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

      DGNB Impuls –

      Aufbruch der Ideen

      18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

      ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

      Infos

      8. Juli 2013

      Deutsches Museum ZNT

      Nanotechnologie heute - Risiko oder Innovationsmotor

      Infos, Anmeldung

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      6.5.2013   21:00

      NDR -   Die Tricks der Baumärkte

      Wiederholung am Mittwoch, 08.05.2013 um 06:35 Uhr 

      Laboruntersuchungen zeigen , dass Inhaltsstoffe in manchen Produkten wie Bodenbeläge, Farben und Baustoffe giftig sind. Sie werden verkauft, obwohl die Substanzen besorgniserregend sind und bei der Verwendung in Innenräumen gesundheitliche Probleme verursachen können. 

      weitere Infos -EGGBI News 6.5.2013

      Presse

      Link zum TV Bericht 

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      24. - 26. April 2013

      Technische Universität München

      Umsetzung von Nachhaltigkeit - Barrieren und Chancen

      Ort: Audi -Dome München

      Programm  und Anmeldung

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      21.03.2013

      Bauzentrum München 

      Fachforum   "Wärmedämmung mit Qualität"

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      31.01.2013

      Fachagentur nachwachsende Rohstoffe

      Fachgespräch "Emissionen aus Holz- und Holzprodukten - Auswirkungen auf die Innenraumluftqualität"

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      Bayerisches Landesamt für Umwelt

      Augsburg

      Programm

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      13. bis 19.01.2013

      Terminvereinbarungen mit EGGBI am 15.1. möglich

       

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      14./15.11.2012  Frankfurt

      Fachtagung "Zukunftsfähige Vereine - nachhaltiger Sportstättenbau"

      im Rahmen der 4. sportinfra - Sportstättenmesse 2012

      Programm

       

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      20.09.2012 Nürnberg

      Netzwerktag 2012 des Chemie Cluster Bayern

      Wissenschaftler und Entwickler, Vertreter von Mittelständlern und Global Playern berichten aus laufenden Projekten und pflegen den interdisziplinären Austausch. Fragen von Nachhaltigkeit und  auch Wohngesundheit gewinnen  dabei eine zunehmende Bedeutung.

      Informationen

      Programm und Anmeldung

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      Sentinel-Haus Stiftungs e.V. erstmals bei 

      NordBau in Neumünster 

      Deutschlands Kompaktmesse des Bauens

      an drei Messetagen

      7. bis 9. September 2012 

      bietet EGGBI

      eine spezielle Verbraucherberatung vor allem auch für Allergiker und chemikaliensensitive Bauherren am Messestand des Sentinel-Haus Instituts

       Halle 9 direkt am Eingang Süd 

      siehe dazu auch link

       

       

      21.6.2012

      Zentrum für Seltene Krankheiten ULM

      Gründungsfeier - Universitätsmedizin Ulm

      Eröffnungsansprachen u.a. durch Prof. Dr. Annette Schavan, Bundemsinisterium für Forschung und Bildung und

      Eva Luise Köhler, Schirmherrin der Achse e.V. (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen)

      In der EU werden Krankheiten mit einer Prävalenz von ≤5:10.000 Menschen als SE definiert. Etwa 7.000 der ca. 30.000 bekannten Krankheiten sind somit SE. Wegen dieser großen Zahl sind in Europa etwa 30 Mio. und in Deutschland etwa 4 Mio. Menschen betroffen. Viele der Betroffenen haben keine endgültige Diagnose. Mehr als 80% der SE sind genetisch bedingt und führen somit zu lebenslangen Erkrankungen. Außerdem trägt die meist späte Diagnosestellung und das häufige Fehlen einer Therapie zu schweren Krankheitsverläufen bei. Wegen der kleinen Patientenzahlen wäre die Entwicklung eines Pharmakons unrentabel.

      Infos


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      19.-20.6.2012

      Consense Stuttgart 2012

      Internationale Fachmesse und Kongress
      für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben

      Infos

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      19.6.2012

      WKI-Online-Seminar am 19.6.: „Emissionsuntersuchungen von Bauprodukten“

      Am 19.6.2012 dreht sich beim 6. WKI-Webinar alles um Emissionsunter­suchungen von Bauprodukten in kleinen und begehbaren Prüfkammern. Typische Messpara­meter sind Emissionen von Formaldehyd, VOC und SVOC. Neuerdings stehen auch Geruchsemissionen sowie mögliche Partikelemissionen im Fokus des Interesses.

      Mehr Infos/ Anmeldung

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      5. und 6. Juni 2012 Schloss Bellevue/ Park Berlin

      Woche der Umwelt

      Der Bundespräsident lädt am 5. und 6. Juni 2012 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur vierten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein und führt damit die Tradition dieses besonderen Ausstellungs- und Informationsformats für zukunftsweisende Umweltprojekte fort.

      Mehr Infos

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      10.05.2012  Hochschule Augsburg

      Chemie-Cluster Bayern GmbH

      Chemie trifft Ausbau

      fachlicher Austausch von Chemie-Cluster Mitgliedern aus den Bereichen Farben, Lacke, Klebstoffe und Schäume mit öffentlichen Bauherren, Architekten und Bauunternhmen.

      Programm und Anmeldung

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      Ecobau Live 2012

      27. bis 29. März 2012 mit zahlreichen Fachvorträgen und 

      Podiumsdikussionen  (auch zum Thema "Wohngesundheit")

      ARD PCB

      Riga 2016

      ARD PCP

      Link

      Vorschau

      WISO Holzschutz

      Menschenrechte

      Sondermüll Polystyrol

      17.11.2015 WKI VVOC Seminar

      ARD Das Erste 

      Baukultur

      Holzbautag Wismar

      Braunschweig

      fnr

      Estland

      Lichtkongress Weimar

      Eurofins Webinar

      TTIP