Bauen für Allergiker

Gesundheitliche Folgen bei Belastungen während der Schwangerschaft

Raumschadstoffe können maßgeblichen Anteil an der Entstehung von Allergien haben -

Beispiel: VOC Belastungen bereits während der Schwangerschaft (UFZ) als Ursache für Allergien,

sie stellen aber vor allem für Allergiker in vielen Fällen sehr wesentliche zusätzliche Belastungen dar.

Neben VOCs aus Renovierungstätigkeiten können aber auch beispielsweise

neue Bodenbeläge

aber auch Glykole Ursache für gesundheitliche Spätfolgen darstellen.  

 

Auswirkungen  von Weichmachern auf Kinder bereits bei Belastungen während der Schwangerschaft

2017 wurden erneut Forschungsergebnisse veröffentlicht, wonach Phthalate bereits während der Schwangerschft spätere Krankehiten (Allergien, Neurodermitis) beim Kind verursachen können. Studienergebnisse

 

Eine emissionsarme Raumluft sollte daher grundsätzlich  - nicht nur für Allergiker - oberste Priorität bei sämtlichen baulichen Maßnahmen, Anschaffungen von Einrichtungsgegenständen darstellen.

Weitere Beispiele:

 

 

 

Irreführende Werbung

Zunehmend werben Haushersteller, Baufirmen, Hersteller von Haustechnik (vor allem Lüftungsanlagen) und Baustoffhersteller ebenso wie Hotels nicht nur mit der Aussage  "wohngesund" sondern auch mit der wesentlich anspruchsvollerenen Aussage "allergikergerecht" - sehr oft mit dem gleichzeitigen Hinweis auf die "ausschließliche Verwendung" von "Naturbaustoffen".

Völlig ignoriert werden dabei vor allem auch wettbewerbsrechtliche Vorgaben zum Thema "Werbung mit Gesundheit".

 

Selbst Kliniken stellen manchmal in die Werbung, der Einsatz "biologischer" Baustoffe würde gleichzeitig "Allergikereignung" bedeuten.

Beispiele solcher Aussagen:

"Die Klinik ist durch die Verwendung biologischer Baustoffe allergiegeeignet."(= aktuelles Internet-Zitat einer Klinik)

"Außerdem geben Naturbaustoffe in der Regel keine Schadstoffe ab, so dass sie besonders für Allergiker geeignet sind." (© WELT-ONLINE - erschienen am  08.10.2011)

Dazu Kommentar EGGBI: Es muß sich nicht um "Schadstoffe" handeln, oft sind es - wie auch im Bereich der Lebensmittel, der Kosmetik absolut "natürliche" Stoffe, die Allergien auslösen können!

Ebenso kritisch zu bewerten sind die  verallgemeinernde Aussagen :

"Ein Boden aus Kork ist sehr strapazierfähig, wärmeisolierend und behaglich fußwarm. Er dämmt den Schall, ist hygienisch und ausgesprochen allergikergeeignet. Entgegen landläufiger Annahme ist Kork wasserfest und leicht zu pflegen." Link  

"Das macht Kork auch antibakteriell und für Allergiker als Bodenbelag besonders reizvoll"

Dazu Aus „Dämmstoffvergleich“; Ökotest 10 2009; Seite 143

Weiteres Zitat: "Bei beiden versiegelten Korkbodenbelägen – besonders bei der Korkplatte – fiel die Emission von Benzophenon auf, die innerhalb des Beobachtungszeitraumes von 28 Tagen auch nur wenig abnahm. Benzophenon ist ein Bestandteil des Versiegelungslackes und startet die UV-Härtung. Diese Substanz steht im Verdacht, bei höherer Konzentration hormonähnliche Wirkungen zu besitzen. Das „unverbrauchte“ Benzophenon, das der saugfähige Kork beim Lackieren aufnahm, diffundierte offenbar langsam aus dem Kork durch die Lackschicht und gaste aus." Umweltbundesamt

Aus diesem Blickwinkel verständlich, dass es für EGGBI bis heute (Juni 2016) nicht möglich ist,

für zahlreiche „besonders allergikergeeignet“ oder „ökologisch“ beworbene „Naturbaustoffe“ – zum Beispiel  auch nur eine einzige OSB Platte, für die meisten „Naturfarben“, für Korkdämmstoffe und für zahlreiche Korkböden, für ein auch nur ein einziges Linoleum , den Großteil sogenannter "lösemittelfreier Bodenöle und Lacke" neutrale, zeitnahe und hersteller- zuordenbare, umfassende Emissionszeugnisse  mit "neutraler Probenahme"  (Beispiel) -  mit den für Allergiker erforderlichen Einzelwerten, nach heute aktuellem Prüf-Standard wie z.B. AgBB, „eco-Institut Label“,  natureplusEurofins  Indoor Gold

zu erhalten.

 

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"Gütezeichen" und "Allergikergerechtes Bauen"

Selbst bei den meisten Gütezeichen ist zu beachten, ob beispielsweise auch auf schwer identifizierbare SVOCs, Weichmacher, Pyrethroide, Flammschutzmittel  (EOX/AOX Prüfungen..) untersucht worden ist. (Siehe auch "Greenwashing")

Nicht ausreichend sind nach unserer Auffassung aber auch "Allergikereignung- Bewertungen" "nach Datenlage"  bei denen basierend auf den Aussagen der Hersteller selbst (!) ohne neutraler Kontrollmessung in der Prüfkammer " Empfehlungen" ausgesprochen werden, ebenso wie zahlreiche sogenannte "Gütezeichen",

die beispielsweise den Einsatz von

Pyrethroiden (u.a. Permethrin) als Insektenschutz, u.a. als Mottenschutz in Teppichböden,

Zitat:  "Während die gesunde Haut kaum pyrethroiddurchlässig zu sein scheint, zeigt vorgeschädigte Haut (Verletzungen, Narben, Allergien, Hauterkrankungen etc.) ein davon abweichendes Verhalten. In einer Stellungnahme hierzu wurde vom Bundesgesundheitsamt 1987 betont: „Bei Hautverletzungen oder allergisch bedingten Hauterkrankungen sollte ein Hautkontakt (...) grundsätzlich vermieden, gegebenenfalls gänzlich auf den Umgang mit diesen Stoffen verzichtet werden.“

„Als chemisch stabile Verbindungen sind chronische Belastungen prinzipiell auch nach einmaliger Anwendung möglich-vor allem bei Menschen mit direktem Hautkontakt, da die Wirkstoffe bei Verletzung der Wollfasern verstärkt freigesetzt und aufgenommen werden können.

 

"In diesem Sinne lässt sich ein behandelter Teppichboden als ständig mobilisierbare Belastungsquelle für Kleinkinder im Krabbelalter begreifen." (Literaturquelle: Dr.Daunderer, klinische Umwelttoxikologie 116.Erg.-Lfg. 4/97) siehe auch Präsentation "Surecon, Schweiz" "allergikergerecht"

oder von 

Isothiazolinonen


aus Farben, Klebern, Grundierungen

ausdrücklich tolerieren:

Zitat:

"Verbraucherinnen und Verbraucher können in der Regel nicht wissen, in welchen Produkten Isothiazolinone enthalten sind. Auch Farben und Lacke mit dem Umweltzeichen dürfen diese Stoffe enthalten; es muss lediglich auf der Verpackung auf enthaltene Isothiazolinone und ein Informationstelefon hingewiesen werden. Dass damit ein höchst problematischer Innenraumschadstoff quasi den Segen des blauen Engels erhält, wird von vielen Fachmenschen scharf kritisiert. Angesichts des potenziellen gesundheitlichen Risikos und der zunehmenden Verbreitung der Isothiazolinone kommt der Innenraumanalytik als wichtigem Diagnoseinstrument eine besondere Bedeutung zu. (Link - Schadstoffinfo Alab Berlin)

Zitat 2

"Vom Hersteller wird die von uns verwendete Farbe als "Emissions- und Lösemittelfrei" beworben, und ihre "raumlufthygienische Unbedenklichkeit" wird durch das Gutachten der Abteilung Hygiene und Arbeitsmedizin einer deutschen Technischen Hochschule bestätigt. Unsere Analysen belegen jedoch eindeutig, dass von Emissionsfreiheit, und "raumlufthygienischer Unbedenklichkeit" zumindest für sensibilisierte Personen, keine Rede sein kann. Eine solche Deklaration kann aufgrund der dargestellten Ergebnisse als irreführend für den Käufer angesehen werden. Die Identität und der prozentuale Anteil von Konservierungsstoffen in Dispersionsfarben sollte daher bei deren Einsatz auf den Gebinden ausgewiesen werden." (Link Arguk Produktinfos Isothiazolone)

Siehe dazu auch EGGBI  Diskussionsseite 

 

Ökohäuser und Allergien

 

Richtigerweise sorgen viele Naturbaustoffe  für ein emissionsarmes, oft(!) auch allergikerverträgliches, hervorragendes Raumklima.

Tatsächlich können aber gerade auch Naturprodukte bekanntlich häufig nicht unbedeutende Allergene enthalten.

Sehr oft ist dies ohnedies auch mit entsprechenden stark wahrnehmbaren Gerüchen verbunden, die von Vielen (Gesunden) als durchaus angenehm empfunden werden (z.B. Harzgeruch  in Blockhäusern, Orangengeruch bei manchen Naturfarben) und in den meisten Fällen keinerlei "grundsätzlich" gesundheitsgefährdendes Potential besitzen,

zumindest für manche(!) Allergiker sich aber geradezu als absolut unverträglich erweisen, bei entsprechender KOnzentration aber sogar Gebäude "unbewohnbar" machen.("Schadstoffe im Ökokindergarten")

 

Nach unseren Erfahrungen gibt es ebenso wenig wie

"die Allergie"

(die Sensitivität stellt sich nahezu bei jedem Betroffenen - vor allem im Hinblick auf mögliche "Kreuzreaktionen" unterschiedlich dar)

"das" Allergikerhaus. Nur eine individuelle Planung ermöglicht hier bestmögliche "Verträglichkeits"-Sicherheit.

 

Bauberatung für Allergiker

Aus diesem Grunde berät EGGBI Allergiker (soferne es sich um Unverträglichkeit gegenüber Gerüchen, Emissionen in der Raumluft handelt) auch grundsätzlich erst nach Vorliegen einer umfassenden ärztlichen Anamnese und versucht dann optimal alle konkret erforderlichen Maßnahmen bezüglich

  • Grundstücksauswahl
  • Planung
  • Produktauswahl
  • Verarbeitung
  • Haustechnik

in der Beratung zu berücksichtigen.

Oberste Maxime dabei ist bei Allergikern stets die präventive Minimierung sämtlicher(!) Emissionen - unabhängig von deren "offizieller" toxischen Bewertung.

Abhängig von der Art der Allergie liegen die Beratungschwerpunkte bei

  • Grundstücksauswahl  (Vegetation der Umgebung, Schimmelbelastung der Außenluft durch Moor, Pollenbelastung, Belastungen mit Radon,  Elektromagnetische Felder durch Sendemasten, Hochspannungsleitungen, Umspannwerke in der Umgebung ...)
  • Hausplanung  (Heiz- und Lüftungstechnik, Pollenfilter, zentrale Staubsauganlage, Raumeinteilung...)
  • Produktauswahl (bei chemischen Sensitivitäten) siehe Produktauswahl MCS
  • Verarbeitung der Baustoffe/ Reinigung/ Pflege

Fragen wie Vermeidung/Reduktion von "Elektrosmog", Radonbelastungen, optimierte Beleuchtungskonzepte, Farben, sowie des Schallschutzes werden individuell mit dem Bauherren abgeklärt.

Falschinformationen gibt es auch immer wieder zu Fragen der Lüftungstechnik:

unkorrekte Aussagen von Planern und Herstellern bzgl. Anforderungen an Filter, mittels Nanosilber "sterile" Lüftungsrohre, unrichtige Aussagen zum tatsächlichen Energiebedarf von Anlagen, verwendeten (schadstoffbelasteten) Schalldämmstoffen, zum "anlagegerechten" Lüftungsverhalten der Nutzer (u.a. Einstellungen der Anlage), Schadstoffabbau mittels Titandioxid.....

 

Nicht zu unterschätzen sind aber auch bereits bekannte Zusammenhänge zwischen Emissionsbelastungen gerade während  der Schwangerschaft  und dadurch verursachte spätere Allergien bei den Kindern. (Siehe dazu auch link)

 

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Allergikerfreundlicher Tourismus

Angesichts der zunehmenden Anzahl von Allergikern  werben Fremdenverkehrsbetriebe und auch ganze Tourismusregionen vermehrt mit "allergikerfreundlichem Urlaub".

Leider erfolgt dies meist nur unter Betrachtung einzelner Aspekte - vollkommen vernachlässigt wird in sehr vielen Fällen und bei zahlreichen diesbezüglichen "Gütezeichen" die Frage nach kontrollierter "Innenraumluftqualität" für Allergiker - nur zu erreichen unter anderem durch gewissenhafte Produktauswahl für Baustoffe, Möbel, Fußböden..... (siehe dazu auch Urlaub für Allergiker).

Meist wird hier auch "ökologisches Bauen" fälschlicherweise mit "allergikergerechtem Bauen" verwechselt.

Entsprechend sind die meisten solcher Aussagen Marketingsprüche, die eindeutig dem Begriff "Greenwashing" zuzuordnen sind.

 

 

Gütezeichen und "Allergikergerechtes Bauen"

Selbst bei den meisten Gütezeichen ist zu beachten, ob beispielsweise auch auf schwer identifizierbare SVOCs, Weichmacher, Pyrethroide, Flammschutzmittel  (EOX/AOX Prüfungen..) untersucht worden ist. (Siehe auch "Greenwashing")

Nicht ausreichend sind nach unserer Auffassung aber auch "Allergikereignung- Bewertungen" "nach Datenlage"  bei denen basierend auf den Aussagen der Hersteller selbst (!) ohne neutraler Kontrollmessung in der Prüfkammer " Empfehlungen" ausgesprochen werden, ebenso wie zahlreiche sogenannte "Gütezeichen",

die beispielsweise den Einsatz von Pyrethroiden (u.a. Permethrin) als Insektenschutz, u.a. als Mottenschutz in Teppichböden,

Zitat:  "Während die gesunde Haut kaum pyrethroiddurchlässig zu sein scheint, zeigt vorgeschädigte Haut (Verletzungen, Narben, Allergien, Hauterkrankungen etc.) ein davon abweichendes Verhalten. In einer Stellungnahme hierzu wurde vom Bundesgesundheitsamt 1987 betont: „Bei Hautverletzungen oder allergisch bedingten Hauterkrankungen sollte ein Hautkontakt (...) grundsätzlich vermieden, gegebenenfalls gänzlich auf den Umgang mit diesen Stoffen verzichtet werden.“

„Als chemisch stabile Verbindungen sind chronische Belastungen prinzipiell auch nach einmaliger Anwendung möglich-vor allem bei Menschen mit direktem Hautkontakt, da die Wirkstoffe bei Verletzung der Wollfasern verstärkt freigesetzt und aufgenommen werden können.

 

"In diesem Sinne lässt sich ein behandelter Teppichboden als ständig mobilisierbare Belastungsquelle für Kleinkinder im Krabbelalter begreifen." (Literaturquelle: Dr.Daunderer, klinische Umwelttoxikologie 116.Erg.-Lfg. 4/97) siehe auch Präsentation "Surecon, Schweiz" "allergikergerecht"

oder von Isothiazolinonen aus Farben

ausdrücklich tolerieren:

Zitat:

"Verbraucherinnen und Verbraucher können in der Regel nicht wissen, in welchen Produkten Isothiazolinone enthalten sind. Auch Farben und Lacke mit dem Umweltzeichen dürfen diese Stoffe enthalten; es muss lediglich auf der Verpackung auf enthaltene Isothiazolinone und ein Informationstelefon hingewiesen werden. Dass damit ein höchst problematischer Innenraumschadstoff quasi den Segen des blauen Engels erhält, wird von vielen Fachmenschen scharf kritisiert. Angesichts des potenziellen gesundheitlichen Risikos und der zunehmenden Verbreitung der Isothiazolinone kommt der Innenraumanalytik als wichtigem Diagnoseinstrument eine besondere Bedeutung zu. (Link - Schadstoffinfo Alab Berlin)

Zitat 2

"Vom Hersteller wird die von uns verwendete Farbe als "Emissions- und Lösemittelfrei" beworben, und ihre "raumlufthygienische Unbedenklichkeit" wird durch das Gutachten der Abteilung Hygiene und Arbeitsmedizin einer deutschen Technischen Hochschule bestätigt. Unsere Analysen belegen jedoch eindeutig, dass von Emissionsfreiheit, und "raumlufthygienischer Unbedenklichkeit" zumindest für sensibilisierte Personen, keine Rede sein kann. Eine solche Deklaration kann aufgrund der dargestellten Ergebnisse als irreführend für den Käufer angesehen werden. Die Identität und der prozentuale Anteil von Konservierungsstoffen in Dispersionsfarben sollte daher bei deren Einsatz auf den Gebinden ausgewiesen werden." (Link Arguk Produktinfos Isothiazolone)

Siehe dazu auch EGGBI  Diskussionsseite 

Richtigerweise sorgen viele Naturbaustoffe  für ein emissionsarmes, oft auch allergikerverträgliches, hervorragendes Raumklima.

Tatsächlich können aber gerade auch Naturprodukte bekanntlich oft nicht unbedeutende Allergene enthalten.

Sehr oft ist dies ohnedies auch mit entsprechenden  stark wahrnehmbaren Gerüchen verbunden, die von Vielen als durchaus angenehm empfunden werden (z.B. Harzgeruch  in Blockhäusern, Orangengeruch bei manchen Naturfarben) und in den meisten Fällen  keinerlei gesundheitsgefährdendes Potential besitzen,

für manche(!) Allergiker sich aber geradezu als absolut unverträglich erweisen.

Nach unseren Erfahrungen gibt es ebensowenig wie

"die Allergie"

(die Sensitivität stellt sich nahezu bei jedem Betroffenen - vor allem im Hinblick auf mögliche "Kreuzreaktionen" unterschiedlich dar)

"das" Allergikerhaus.

Aus diesem Grunde berät EGGBI Allergiker auch grundsätzlich erst nach Vorliegen einer umfassenden ärztlichen Anamnese und versucht dann optimal alle konkret erforderlichen Maßnahmen bezüglich

  • Grundstücksauswahl
  • Planung
  • Produktauswahl
  • Verarbeitung
  • Haustechnik

in der Beratung zu berücksichtigen.

Oberste Maxime dabei ist bei Allergikern stets die präventive Minimierung sämtlicher(!) Emissionen - unabhängig von deren "offizieller" toxischen Bewertung.

Abhängig von der Art der Allergie liegen die Beratungschwerpunkte bei

  • Grundstücksauswahl  (Vegetation der Umgebung, Schimmelbelastung der Außenluft durch Moor, Pollenbelastung, Belastungen mit Radon,  Elektromagnetische Felder durch Sendemasten, Hochspannungsleitungen, Umspannwerke in der Umgebung ...)
  • Hausplanung  (Heiz- und Lüftungstechnik, Pollenfilter, zentrale Staubsauganlage, Raumeinteilung...)
  • Produktauswahl (bei chemischen Sensitivitäten) siehe Produktauswahl MCS
  • Verarbeitung der Baustoffe/ Reinigung/ Pflege

Fragen wie Vermeidung/Reduktion von "Elektrosmog", Radonbelastungen, optimierte Beleuchtungskonzepte, Farben, sowie des Schallschutzes werden individuell mit dem Bauherren abgeklärt.

Falschinformationen gibt es auch immer wieder zu Fragen der Lüftungstechnik:

unkorrekte Aussagen von Planern und Herstellern bzgl. Anforderungen an Filter, mit Nanosilber "sterile" Lüftungsrohre, unrichtige Aussagen zum tatsächlichen Energiebedarf von Anlagen, verwendeten (schadstoffbelasteten) Schalldämmstoffen, zum "anlagegerechten" Lüftungsverhalten der Nutzer (u.a. Einstellungen der Anlage).....

 

 

Nicht zu unterschätzen sind aber auch bereits bekannte Zusammenhänge zwischen Emissionsbelastungen gerade während  der Schwangerschaft  und dadurch verursachte spätere Allergien bei den Kindern. (Siehe dazu auch link)

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Allergien und Politik

Auch wenn sich die Politik mit einem Abschlussbericht  des Aktionsplanes Allergien  (2007-2012) gerne selbst "lobt", konnte für zahlreiche  Allergiker mit dem Aktionsplan wenig "Konkretes" umgesetzt werden - das Aktionsportal wurde zwischenzeitlich wieder geschlossen.

Nach wie vor fehlen  in vielen Bereichen des täglichen  Lebens definitive Auszeichnungsverpflichtungen für allergenisierende Inhaltsstoffe (Beispiel: Bauprodukte; selbst der blaue Engel toleriert unter anderem die allergieauslösenden Isothiazolinone in "gelabelten" Produkten); ebenso fehlt nach wie vor  eine Kennzeichnungspflicht für öffentliche Räume mit "Beduftungen"; selbst in Bahn und sogar Schulen werden derartige Beduftungen  toleriert.

Der Allergiker hat auch nach Abschluss des Aktionsplanes weiterhin nur wenig "Verbraucherrechte"; die Hersteller-Lobbyarbeit funktioniert offensichtlich nach wie vor hervorragend.

Angesichts von einem Anteil von über 30 % Allergikern in der Bevölkerung müsste auch bei der Errichtung von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern wesentlich mehr darauf geachtet werden, dass bei der Baustoffauswahl nicht nur eine Reduzierung von Schadstoffen angestrebt wird, sondern auch allergenisierende und sensibilisierende Stoffe möglichst vermieden werden sollten.(Bestandteil der Ausschreibungen!)

Dies würde aber eine entsprechende "Kennzeichnungspflicht" (ähnlich wie bei Lebensmitteln) auch für jene Hersteller voraussetzen, die sich derzeit unter anderem bereits mittels selbstinitiierter Gütezeichen  massiv gegen eine Herausgabe von Emissions Einzelwerten wehren.(Beispiel)

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kostenloses Internet-Informationsportal des Netzwerkes

Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene – 

European Society for healthy building and indoor air quality

 

beratung@eggbi.eu

Postanschrift:

EGGBI

 

Josef Spritzendorfer

 

Mitglied im Deutschen Fachjournalistenverband DFJV

 

 

Geschäftsstelle

Am Bahndamm 16

93326 Abensberg

 

Telefon:

(nur zu den angegebenen Beratungszeiten, siehe "Service")

09443 700 169

Fax:

09443 700 171