2 Klassenmedizin für MCS Kranke?

 

Derzeit gibt es in Deutschland zwar eine Reihe hervorragender Umweltmediziner  - eine qualitative Versorgung bleibt dennoch den meisten MCS Betroffenen verwehrt. 

Krankenkassen (gesetzliche, aber auch "private") verweigern nach wie vor die Übernahme der Behandlungskosten mit Hinweis auf längst überholte Studien (RKI 2002).

Umweltmedizin bleibt daher nur Patienten vorbehalten, die sich als "Privatpatienten" auch ohne Kostenersatz durch ihre "Krankenkasse" eine solche Behandlung leisten können.

Dieses Verhalten der Krankenkassen widerspricht auch vollständig den Erkenntnissen der Behindertengesetzgebung - welche grundsätzlich MCS als körperliche"Behinderung" anerkennt - eine Verweigerung  einer adäquaten medizinischen Behandlung einer solchen "Behinderung" widerspricht somit dem Rechtsanspruch auf einen grundgesetzlich garantierten Anspruch.

Wir bezeichnen dies als "2 Klassen Medizin" einerseits  für Vermögende und andererseits für "Normalbürger" und eine "soziale und medizinische Diskriminierung", die sich auch durch die Verweigerung unverzichtbarer Leistungen bei Jobcentern, Wohnungsämter und Beihilfestellen fortsetzt.

 

Themenübersicht

Manko bei ärztlicher Beratung - Kooperation mit Ärzten? 

Gesundheitsministerium verweigert schriftliche Stellungnahme

Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Umweltbundesamt

Robert Koch Institut- MCS Studie

Verletzung des Grundgesetzes durch Krankenkassen und Jobcenter?

Verweigerung von Mehrbedarf durch Jobcenter

"umweltmedizinische Kenntnisse" mancher Gutachter und Amtsärzte

Definition "Härtefall"

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Stellungnahmen von Krankenkassen

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer

Rentenversicherungsanstalt - kein medizinischer Nachweis von MCS?

Anfragen an Sozialverbände

Bioethik-Kommission Bayern

Offene Briefe an "Gesundheitspolitiker" und Parteizentralen

Offener Brief an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung

Zusammenfassung zu den sehr spärlichen  Antworten

Politische Verantwortung für die Ursachen von MCS- Menschenrechtsverletzung?

Politische Einzelinitiativen "pro MCS" und deren Ergebnisse  (Anfrage an Landesregierung Schleswig Holstein)

(Um-) Weltmedizin - oder: Was heilt die Welt

Buchprojekt "2 Klassen Medizin"

 

 

 

Manko bei ärztlicher Beratung für Chemikaliensensitive?

Manko bei ärztlicher Beratung - Kooperation mit Ärzten

Die sehr aufwändige Beratung von chemikaliensensitiven Bauherren wird wesentlich erleichtert, wenn diese in Kooperation mit einem behandelnden Arzt erfolgen kann.

In den meisten Fällen klagen die Betroffenen aber darüber, dass in "erreichbarer" Nähe meist keine Ärzte zu finden sind, die sich überhaupt jemals mit Themen wie MCS, CFS, SBS auseinandergesetzt haben - wenn überhaupt, dann aber ohne "Verrechnungsmöglichkeit" umweltmedizinischer Leistungen mit den gesetzlichen - aber auch (zumindest mit den meisten) privaten Krankenkassen.  

Seit Beginn 2014 versandte EGGBI daher zahlreiche „Offene Briefe“ an Behörden und Institutionen auf der Suche nach „bezahlbaren“ Beratungen bei Umwelterkrankungen (MCS und andere,  auch nur  teilweise umweltbedingte Krankheiten) 

Obwohl beispielsweise UNEP  (United Nations Environment Programme)

in einem am   22.02.2013 veröffentlichten Bericht „Kosten des Nichtstun“ die Gesundheitskosten für Chemikalienbelastung  weltweit mit 4,5 Billionen (= 4.500 Milliarden) US-Dollar beziffert (3), im Jahr 2004 knapp 5 Millionen Todesfälle weltweit auf Umweltbelastungen zurückgeführt werden, in Europa 86 % aller Hauterkrankungen und 36 % aller Atemwegserkrankungen nachweislich auf Luftverschmutzung mit Chemikalien beruhen, werden diese Zusammenhänge weiterhin in Frage gestellt.

Vor allem die zwischenzeitlich in vielen Ländern anerkannte Umwelterkrankung Multiple Chemikaliensensitivität (MCSwird von vielen  Ärzten in D, Ö, CH noch als „psychosomatisch“ bagatellisiert, Betroffene finden kaum Möglichkeiten einer „krankenkassenbezahlten“ qualifizierten Diagnostik, geschweige Therapierung.

Das Umweltbundesamt empfiehlt auf der homepage unter dem Begriff MCS eine Anzahl von umweltmedizinischen  „Beratungsstellen“ (Adressen von ecomed)  als Anlaufstelle für MCS Kranke.

Ein offenes Schreiben von EGGBI  an die genannten Adressen brachte bisher wenig Hoffnung für MCS Betroffene:

Die wenigsten dieser Stellen fühlten sich für eine umfassende  MCS Beratung zuständig;  nur wenige bieten überhaupt entsprechende Beratung – eine umfassende Behandlung auf Krankenschein scheint derzeit nicht möglich. (Eine Liste der Antworten wird in Kürze veröffentlicht).

Siehe auch Arztsuche 2015 durch EGGBI 

Die bezüglich MCS größtenteils  sehr engagierten und  erfahrenen „Umweltärzte“ des DBU  (Berufsverband der Umweltmediziner e.V.) werden seitens des Umweltbundesamtes auf der homepage des UBA gar nicht erwähnt.

Auch diese beklagen aber vielfach die fehlende  Akzeptanz der Krankheit durch viele Behörden und  Krankenkassen, die "Nur-Kassenpatienten" stark benachteiligt/ belastet - eine adäquate in diesen Fällen sehr aufwändige Kostengründen "nur auf Krankenschein" oft unmöglich macht.

Zitat: "Klären Sie bitte vor dem Erstkontakt ab, ob Sie einen speziellen Termin zur Umweltsprechstunde benötigen und informieren Sie sich über die Kosten, da umweltmedizinische Beratungen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind und den sog. "IGeL"-Leistungen unterliegen.“ www.dbu-online.de/index.php

In einem ebenfalls offenen Brief bittet daher EGGBI auch die mehrfach in Antworten auf das Anschreiben zitierte „Kommission Umweltmedizin“ des Robert Koch Instituts und des Umweltbundesamtes um qualitative Adressen von Ansprechstellen für Chemikaliensensitive und Umwelterkrankte allgemein, in denen diese

Ø  nicht vorweg als psychosomatisch "erkrankt" therapiert werden,

Ø  in denen auch Behandlungen in „verträglichen“ Räumen (nicht parfümierte Reinigungsmittel, emissionsarme Raumausstattung, nicht parfümierte Mitarbeiter) stattfinden

Ø  und in denen diese Behandlungen auch für Nicht- Privatpatienten möglich sind. 

      Adäquate Antworten, Reaktionen und auch Nichtreaktionen von kassenärztlichen Vereinigungen, UBA, Krankenkassen, Institutionen werden in Kürze veröffentlicht. Wir bitten auch Umwelterkrankte und vor allem MCS Betroffene, uns für die nächste Publikation der Redaktion "Nachhaltigkeit-Bau entsprechende positive und negative Erfahrungen bei ihrer Arztsuche mitzuteilen. 

       Erste spärliche Reaktionen brachte unter anderem ein Schreiben an Bundesparteizentralen und Bundes-Patientenbeauftragten.

       Keine echte Hilfestellung gibt es für MCS Kranke von einem einstens auch als "Verbraucherschutzministerium" mit "Allergieprävention" befassten - nunmehr "nur mehr"  Ministerium für  Ernährung und Landwirtschaft" (auf der Startseite im Internet findet sich auch kein Wort mehr von "Verbraucherschutz"!). Hier wurde - in einer sehr kompetenten und freundlichen Weise -   auf die nunmehr anderen "verantwortlichen" Ministerien weiterverwiesen.

Beispiele einer "endlosen" Suche nach kompetenter ärztlicher Diagnose/ Beratung: 

Astridur Wordpress

MCS Patient: mit Herzinfakt ins Krankenhaus

Berichte zum "Bedarf an MCS verträglichen Klinikzimmern"

"Verträgliche" Krankenzimmer für "Chemikalienssensitive" bietet (nach unserem derzeitigen Informationsstand) erst eine einzige Klinik (leider ohne umweltmedizinischer Behandlung) an: Flyer

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Schriftliche Stellungnahme des Gesundheitsministers verweigert

Keine offizielle (mehrmals erbetene schriftliche!) /Stellungnahme gab es bisher vom "Gesundheitsministerium"  (mündliche Aussage:"Verantwortung liegt bei Ärzteschaft und Krankenkassen") - keine Antwort gab es vom persönlich angeschriebenen "Gesundheitsminister" Gröhe....

Die zuständige Sachbearbeiterin verweigerte jede schriftliche Stellungnahme - die ebenfalls angeschriebene Staatssekretärin Widmann-Mauz  fand unser Anschreiben überhaupt keiner Reaktion wert. 

Aufschlußreich dagegen offizielle Stellungnahmen des Ministeriums: 

 

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Schreiben an die Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Der Versuch, von der Bundeskanzlerin als Vorsitzende der CDU eine qualifizierte Antwort zu erhalten, verlief ebenfalls erfolglos:

Unsere allgemeine Anfrage wurde als "persönliche Bittstellung um Hilfe" verstanden mit dem Hinweis, mich an die Caritas(!) zu wenden. 

Auch hier fanden wir somit keinerlei Bereitschaft, politische Verantwortung für die derzeitige Diskriminierung der Umwelterkrankten zu finden. 

Offensichtlich hat das Bundeskanzleramt kein Interesse, sich für jene Minderheiten einzusetzen, die in den meisten Fällen durch schwere Versäumnisse der Umwelt- und Gesundheitspolitik überhaupt erst in diese Situation gebracht wurden/ werden.

Schriftverkehr

Wir haben dazu keine Antwort mehr erhalten.

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Umweltbundesamt und Umweltministerium

Ansprechpartner für Umwelterkrankte, für MCS Betroffene

(vor allem für "Nur- Kassenpatienten")

Im Gegensatz zu anderen Ministerien bemüht sich das Umweltministerium grundsätzlich zusammen mit dem Umweltbundesamt unsere Verbraucheranfragen tatsächlich immer ernst zu nehmen.

 

Mit Hinweis auf entsprechende Aussagen auf der UBA Homepage zu MCS wandten wir uns auch an das Umweltbundesamt zum Thema "Ansprechpartner" für Umwelterkrankte:

Informationsstand Oktober 2016

Mit Verweis auf die Kommission  "Umweltmedizin und Public Health"  hat als bisher einziges Ministerium das Umweltministerium geantwortet und am 23.6. 2016 

die Thematik "unbürokratische" Hilfe für MCS Erkrankte auf die Tagesordnung dieser Kommission gesetzt.

Ergänzender Hinweis: "Auch das UBA hat angekündigt, seine unterstützenden Informationen im Internet zu aktualisieren"

 

Aktuelle Aussagen des Umweltbundesamtes    

Zitat: „Bei MCS handelt es sich um einen umfassenden Symptomenkomplex, unter dem die Betroffenen häufig stark leiden. 

"Je nach persönlicher Situation können Betroffene Informationen und Hilfe in umweltmedizinischen Ambulanzen und Beratungsstellen, bei den Gesundheitsämtern sowie bei niedergelassenen Umwelt- und Allgemeinmedizinern erhalten." Quelle 

Leider berichten uns Betroffene durchwegs, bei diesen Stellen keine adäquate, von den Kassen ersetzte Hilfe zu erhalten - entsprechende Umfragen unererseits bei über 100 solcher Adressen ergaben das selbe Ergebnis.

Das UBA empfahl auch bereits in der Vergangenheit die Vermittlung der Betroffenen an eine umweltmedizinische Ambulanz (Zusammenstellung in der Zeitschrift „Umweltmedizin in Forschung und Praxis“) mit der Möglichkeit einer interdisziplinären Abklärung der Symptome, um so eine optimale Betreuung zu gewährleisten.    Liste Adressen 

und verwies auch auf eine Liste von Ansprechpartnern, die von der Kommission Umweltmedizin als zuständig benannt wurde.

Zitat: „Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am Robert Koch-Institut (RKI) die Kommission Umweltmedizin neu berufen. (Quelle)

Leider ist es dem Umweltbundesamt, welches uns grundsätzlich bei der Beschaffung von Informationen bezüglich Bauprodukten stets beispielhaft unterstützt, bezüglich der medizinischen Ansprechpartner für Umwelterkrankte (nach unserer Meinung wäre dies ohnedies primär Aufgabe des diesbezüglich untätigen Gesundheitsministeriums!) derzeit aber noch nicht möglich, hier konkrete Ansprechstellen für Betroffene zu benennen.

Das Gesundheitsministerium wiederum verweigert jegliche schriftliche Antwort auf unsere Fragen!)

Früherer EGGBI Schriftverkehr mit Umweltbundesamt (UBA)  siehe auch APUG (Aktionsprogramm Umwelt/Gesundheit)

 

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Robert Koch Institut MCS Studie

Grundlage aller Ablehnungen durch Krankenkassen, Sozialgerichte, beim Patientenbeauftragten und Politikern sind stets die

viel zitierten MCS Studien des Robert Koch-Insituts aus den Jahren 1999 bis 2004(!). (Link)

Auf eine Anfrage unsererseits erklärte das RKI am 13. Februar 2015:

"Studien zu MCS sind am Robert Koch-Institut nach den von Ihnen erwähnten (Anmerkung der Redaktion: fertiggestellt 2004!, dazu Hinweisenicht weiter erfolgt, daher gibt es auch keine Änderung zu den dort getroffenen Aussagen.

Gemeinsame  Stellungnahme   des Berufsverband der Umweltmediziner (DBU), Ökologischen Ärztebundes, der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED) und der deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie zur RKI Studie

Bewertung der Studien durch den Umwelttoxikologen  Dr. Hill

.

Weiteres Zitat von RKI:

Die von Ihnen angesprochene Liste zu Umweltambulanzen auf den Seiten des EcoMed-Verlags wird auch von der Kommission Umweltmedizin als veraltet angesehen. Die Aktualisierung ist im Gange."

Offensichtlich dauert diese "Aktualisierung" länger als 12 Monate - nach wie vor (März 2016) haben wir keine Adressen erhalten, an die wir MCS Kranke verweisen können- vor allem auch dann, wenn sie nicht "Privatpatienten" sind.

Zum gerne - von Kassen, Behörden zitierten RKI - MCS Bericht eine Stellungnahme der Bundessärztekammer bezüglich RKI und Umweltmedizin:

"In diesem Zusammenhang wurde die zwischenzeitlich neu berufene Kommission „Umweltmedizin“ am Robert-Koch-Institut begrüßt. Jedoch wurde auch festgestellt, dass diese Kommission der Intention, die Umweltmedizin zu stärken, nicht dienlich ist, da die Ausrichtung hier erkennbar epidemiologisch und nicht klinisch sei. " (Seite 362, Jahresbericht 2012 Bundesärztekammer)"

Unser Fragebogen für Ärzte/Kliniken, die als Anlaufstellen benannt werden könnten.

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.

Verletzung des Grundgesetzes durch Krankenkassen und Jobcenter?

Krankenkassen verweigern Anspruch auf adäquate gesundheitliche Versorgung

 

Bereits 2008 wurde im Deutschen Ärzteblatt eine umfassende Auflistung notwendiger Maßnahmen für eine qualitative Anamnese von MCS publiziert. (Übersichtsarbeit "Klinische Umweltmedizin")

"Zitat: Neben der Anamnese, klinischen Untersuchung und Differenzialdiagnose sind nach strenger Indikationsstellung Analysen von Körperflüssigkeiten, Ortsbegehungen und Umgebungsanalysen in die Bewertung miteinzubeziehen." 

Leider konnten wir patientenseits bis heute keine Stelle benannt erhalten, an der MCS Kranke als "Kassenpatienten" eine derartige Anamnese erlebt haben - verwiesen wird stets auf die Tatsache, dass Kassen keine umweltmedizinschen Behandlungen finanzieren.  

.....................

Einzige uns bekannte Ausnahme laut Selbstauskunft der Klinik:

Zitat:

"Unsere universitäre umweltmedizinische Poliklinik steht Kassen- und Privatpatienten gleichermaßen zur Verfügung.." 

"Unser Vorgehen orientiert sich an den Prinzipien, die im beigefügten Artikel skizziert sind - der Artikel ist schon aus dem Jahre 2008, aber prinzipiell weiterhin gültig."

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

WHO Collaborating Centre for Occupational Health
Klinikum der Universität München
Ziemssenstr. 1,

D-80336 München

Nicht nachvollziehen können wir aber beispielsweise Aussagen aus diesem Haus zu Umweltschadstoffen wie PCB in Schulen

„Es gilt als gesichert, dass mit akuten Gesundheitsschäden bei Aufenthalt in PCB-belasteten Gebäuden nicht zu rechnen ist. Nur bei sehr hohen unfallartigen Expositionen können Vergiftungssymptome auftreten. Derartige Vergiftungen sind z. B. von Unfällen mit kontaminiertem Reisöl in Japan und Taiwan bekannt.“  

 

Gerade bei Schulen geht es nicht nur um "akute" Gesundheitsschäden, sondern vor allem um mögliche Langzeitfolgen, die es um jeden Preis zu verhindern gilt! Mit dieser PCB Bewertung würden sämtliche Grenz- und Eingreifwerte ad absurdum geführt! 

Von einem " Institut für Umweltmedizin" ist eigentlich eine erhöhte Sensibilität gegenüber Umweltgiften erwarten.

.......................................

Andere Kliniken antworteten überhaupt nicht auf unsere diesbezüglichen Anfragen - für eine Klinik wurden uns seitens der Patientenbeauftragten von Berlin zwei Telefonnummern bereits für die Anmeldung benannt (Privat-oder Kassenpatienten).

Laut Homepage des Berufsverbandes der Umweltmediiziner werden umweltmedizinische Leistungen nicht von den Kassen bezahlt. 

Zitat zu den Aufgabenbereiche der Kassen durch Ruhr Universität Bochum:

"Verfassungsrechtliche Grundlagen“ 

„Gesundheit ist ein grundlegendes Gut von existentiellem Stellenwert; es ist eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen zur Umsetzung von Lebensentwürfen und zur Wahrnehmung grundrechtlich garantierter Freiheiten.

Dabei herrscht in unserer Gesellschaft ein weitgehender Konsens, dass die Chance auf Heilung und Linderung nicht vom Geldbeutel des Erkrankten abhängen darf.

Entsprechend sind der Schutz der Gesundheit und die Gewährleistung einer medizinischen Versorgung, die unabhängig vom individuellen finanziellen Leistungsvermögen und für alle Bürger diskriminierungsfrei zugänglich ist, eine essentielle Grundaufgabe des Sozialstaates, oder besser: der Solidargemeinschaft.

Diese Verpflichtung spiegelt sich verfassungsrechtlich wider, denn unter den Verfassungspositionen besitzen die Grundrechte des Kranken eine herausragende Stellung.

So garantiert das Grundrecht des Art. 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz (GG) das Leben und die körperliche Unversehrtheit. 

Es gewährleistet neben seiner Abwehrdimension, also dem Schutz vor Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit, ein Recht auf Teilhabe an einem leistungsfähigen und diskriminierungsfrei zugänglichen Gesundheitswesen.

Daneben ergibt sich aus dem verfassungsrechtlichen Sozialstaatsgebot (Art. 20 Abs. 1 und 28 Abs. 1 GG) die Verpflichtung zur Daseinsvorsorge, wozu auch die Krankenversorgung zählt. Mit seiner sogenannten Hartz IV-Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht in jüngerer Zeit klargestellt, dass aus der Garantie der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) ein unmittelbarer, individueller Leistungsanspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums gegen die Solidargemeinschaft erwächst. Dazu gehören auch Leistungen der medizinischen Versorgung (BVerfG, Urt. v. 09.02.2010, Rdn. 135).Quelle

Mit der Verweigerung einer adäquaten medizinischen Behandlung von Umwelterkrankungen, MCS, der permanenten Verleugnung der "physischen Krankheit MCS" werden allerdings die Betroffenen derzeit offensichtlich diskriminiert und nicht im Sinne des Gesetzgebers behandelt. 

Als richtungsweisend könnte auch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (allgemein- nicht MCS konkret betreffend) gelten:

Nach leider sehr aufwändigem Rechtsweg wurde hier ein Urteil des Bundessozialgerichtes aufgehoben, welches dem Beschwerdeführer, der an einer "seltenen" Krankheit litt, das Recht auf einen Kostenersatz einer adäquaten aber noch nicht "anerkannten" Behandlung durch seine Krankenkasse verweigert hatte.

"Das angegriffene Urteil des Bundessozialgerichts genügt jedoch nicht den Anforderungen aus Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip sowie aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG und verletzt den Beschwerdeführer in seinem Recht auf eine Leistungserbringung durch die gesetzliche Krankenversicherung, die dem Schutz seines Lebens gerecht wird." Urteil

Eine Verletzung der Grundrechte sehen wir aber auch bei den immer wieder stattfindenden Ablehnungen von Mehrbedarf bei Hartz 4 für eine "verträgliche" Wohnung (schimmel-geruchs- und emissionsarm), vor allem aber auch für erhöhte Ausgaben für verträgliche Lebensmittel- selbst bei Vorlage entsprechender ärztlicher Atteste. 

 

 

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Abweisung von Mehrbedarf durch Jobcenter

 

Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber für Hartz IV auch die Gewährung für Mehrbedarf vor:

Hartz IV Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die krankheitsbedingt kostenaufwändige Ernährung benötigen, können hierfür einen Mehrbedarf erhaltenQuelle

Die Jobcenter berufen sich dabei vielfach auf eine keineswegs "vollständige Liste" (Aufzählung von Krankheiten) des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, der gegenüber EGGBI zum Thema MCS wie folgt Stellung nimmt:

"Jedoch wurden Nahrungsmittelallergien im Allgemeinen und MCS im Besonderen nicht auf einen möglichen Mehrbedarf geprüft. Aussagen zu einem möglichen Mehrbedarf bei Nahrungsmittelallergien konnten insbesondere deshalb nicht getroffen werden, da aufgrund der Komplexität der einzelnen Allergien eine pauschale Empfehlung nicht möglich ist. Es ist dem Deutschen Verein deshalb auch leider nicht möglich, eine Stellungnahme zu einem möglichen Mehrbedarf bei MCS abzugeben."

Siehe dazu auch: Aussagen von Sozialverbänden  

Auf Grund der Tatsache, dass bei manchen Krankheiten der Mehrbedarf von diesem Verein nicht pauschal festgelegt werden kann, einen solchen seitens des Jobcenters (offensichtlich ohne ausreichendem medizinischen Kenntnissen bzgl. MCS und Umwelterkrankungen generell) -  grundsätzlich abzulehnen, selbst wenn ärztliche Atteste zum Mehrbedarf vorliegen (ein aktuelles Beispiel vom Jobcenter Dortmund - konkrete Ablehnung ohne Benennung des für den Bescheid zuständigen medizinischen Gutachters! - mehr dazu wird in Kürze hier publiziert!) nur weil MCS nicht in der Liste dieses deutschen Vereins(!) aufgelistet ist, widerspricht jeglichem Rechtsempfinden! 

 

Pestizide in Lebensmitteln

stellen für Umwelterkrankte eine unzumutbare Belastung dar -

der Erwerb "pesitzidfreier Lebensmittel" stellt den Verbraucher aber grundsätzlich von nahezu unüberwindbare Herausforderungen.

Wie vermeide ich Pestizide in Lebensmitteln (Verbraucherzentrale)

"Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau sind weitgehend rückstandsfrei und daher zu bevorzugen" -

Es müsste den Bearbeitern in Jobcentern sehr wohl bewusst sein, dass solche Produkte durchwegs teurer sind als normale Handelsware.

Besser Bio-Lebensmittel als Pestizide (Zentrum der Gesundheit)

Essen ohne Pestizide (Greenpeace)

 

 

Hartz IV Mehrbedarf in Härtefällen

Leistungen für unabweisbare, laufende besondere Bedarfe in Härtefällen

 

 

Mehrbedarf

Darüber hinaus können Mehrbedarfe abgedeckt werden. Sie werden bestimmten Personen als Aufschlag zu der Regelleistung bewilligt (§ 21 SGB II). Das gilt jeweils für

·         Schwangere ab der 13.Schwangerschaftswoche

·         Alleinerziehende von Minderjährigen

·         behinderte Menschen, die bestimmte Leistungen nach dem SGB IV der SGB XII erhalten

·         Personen, die aus medizinischen Gründen kostenaufwendigere Ernährung benötigen (hier entscheidet offensichtlich ein Verein(!) wer solche Leistungen erhält!)

·         Personen mit unabweisbaren, laufenden besonderen Bedarf in Härtefällen

Personen mit Mehrbedarf für dezentrale Warmwasserversorgung

Die unabweisbaren, laufenden besonderen Bedarfe in Härtefällen wurden ab 2011 neu im SGB II Abs. 6 geregelt. Die hier aufgeführten Informationen stammen von den SGB II Verwaltungsvorschriften der Bundesagentur für Arbeit. 

 

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Definition "Härtefall"

Wann liegt ein besonderer Bedarf (Härtefall) vor?

Ein besonderer Bedarf (Härtefall) liegt vor, wenn er neben den durchschnittlichen Bedarfen, die mit dem Regelbedarf (oder Sozialgeld) abgedeckt sind, in einer atypischen Lebenslage besteht (atypischer Bedarf). Der Bedarf ist unabweisbar, wenn er entweder in einer Sondersituation auftritt und seiner Art nach nicht vom Regelbedarf erfasst ist bzw. einen atypischen Ursprung hat (qualitativer Mehrbedarf) oder zwar grundsätzlich im Regelbedarf enthalten ist, aber im konkreten Einzelfall erheblich überdurchschnittlich ist (quantitativer Mehrbedarf). Quelle 

Ein ärztlich bestätigter Bedarf an einer "nicht gesundheitsschädlichen Wohnung" (z.B. bei Antrag wegen nachgewiesener Schimmel- und/oder Schadstoffbelastung im aktuellen Wohnbereich) stellt aus unserer Sicht absolut einen unabweisbaren Härtefall vor - der Leistungsempfänger ist (nicht nur, aber vor allem besonders bei  MCS auf Grund seiner Beschwerden) nicht in der Lage, länger in derartigem Wohnraum zu leben und benötigt Hilfe und Kostenersatz für die Suche und den Mehrbedarf  im Falle höherer Wohnungskosten für gesundheitlich konkret "zumutbarem Wohnraum!"

Eine Verweigerung stellt einen schweren Verstoß auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz dar. 

 

ALLGEMEINE DEFINITION "HÄRTEFALL" UNI HAMBURG


Viele Sozialleistungsgesetze, zum Beispiel das Bundessozialhilfegesetz (BSHG), sehen Härtefallregelungen vor, die von den Sozialleistungsträgern, etwa den gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen im konkreten Fall beachtet werden müssen. Bei dem Begriff Härtefall (oder auch Härte) handelt es sich um einen unbestimmten, das heißt im Gesetz nur allgemein formulierten Rechtsbegriff, dessen Interpretation einer Überprüfung durch die Rechtsprechung unterliegt. Beispiele dafür sind auch Begriffe wie "angemessen", "erforderlich", "zumutbar".

Laut Bundesverwaltungsgericht fällt unter den Begriff Härtefall ein atypischer Sachverhalt. Dieser muss sich aus dem Regelungsinhalt der betreffenden Vorschrift in Verbindung mit den Besonderheiten des Einzelfalls ergeben. Dabei muss eine objektive Härte feststellbar sein. Diese liegt aber nicht schon dann vor, wenn eine Entscheidung von dem betroffenen Bürger als zu hart empfunden wird. So können zum Beispiel die gesetzlichen Krankenversicherungen bestimmte Gruppen von Versicherten, deren Bruttoeinkommen unterhalb einer Einkommensgrenze liegt, aufgrund der Bestimmungen in den §§61 und 62 Sozialgesetzbuch 5. Buch (SGB V) per Härtefallregelung von der Zuzahlung und Eigenbeteiligung etwa bei Medikamenten oder Kuren ganz oder teilweise befreien

.

Der Begriff Härtefall wird noch gesteigert durch den Zusatz "besonderer" oder "unbilliger" Härtefall. Hier ist zusätzlich zu prüfen, ob durch die Anwendung der Vorschrift der Hilfesuchende oder die unterhaltspflichtige Person (Unterhaltspflicht) in seiner oder ihrer besonderen Situation besonders hart getroffen würde.“ Quelle

 

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"umweltmedizinischen Kenntnisse" mancher Gutachter und Amtsärzte

Hilflos fühlen sich MCS und allgemein Umwelterkrankte bei den Behörden, wenn es um ärztliche Gutachten für die Gewährung von Renten, von Sozialleistungen, aber auch Mehrbedarf für den wesentlich "kostenaufwändigeren" Lebensunterhalt (möglichst schadstoffarme Kleidung, Kosmetik, Reinigungsmittel und vor allem Ernährung!) geht.

Hier zeigt sich neben oft unbegreiflicher Arroganz bei manchen Gutachtern,  Klinik und Amtsärzten  häufig auch absolute Unkenntnis (oder handelt es  sich um auftraggeberfreundliche Stellungnahmen?) auch längst anerkannter Forschungsergebnisse zumindest aber um fehlende Sensitivität gegenüber tatsächlich kranken Personen. 

Aussagen wie 

"MCS gerechte Ernährung"  (= möglichst "schadstoffarm")

.die Amtsärztin des Kreises Lippe ist zu dem Ergebnis gekommen, dass bei Ihrem vorliegenden Krankheitsbild eine geeignete und notwendige Ernährung erforderlich, die zwar durch Auswahl der Lebensmittel und eventuell andere Zubereitungsart mehr Aufwand erfordert, aber im Vergleich zu einer optimalen und gesunden Mischkost nicht mit Mehrkosten verbunden ist." (Bescheid liegt uns vor)

Der Ärztin scheint nicht bekannt sein, das bei MCS gerade die Lebensmittelauswahl ein wesentliches Problem darstellt, da die Betroffenen auch auf Schadstoffe weit unterhalb gesetzlicher Grenzwerte bereits heftig reagieren, wirklich schadstoffarme Lebensmittel aber nur schwer - und dann (Beispiel wirkliche Bio-Lebensmittel ohne Pestiziden) nur zu wesentlich höheren Preisen zu finden sind. Berichte über Schadstoffbelastungen liefert dankenswerterweise regelmäßig beispielsweise "foodwatch"

 

Weitere Aussagen, die vor allem für Chemikaliensitive absolut nicht nachvollziehbar sind:

Es sei auch umstritten, ob allergische Reaktionen auf Formaldehyd über die Luft ausgelöst werden könnten(???),(Quelle)

oder "von PCB gehe keine Gefährdung für die nächsten Generationen aus"(Quelle)

stellen alle Aussagen auch des Umweltbundesamtes als unrichtig dar.

 

 

Siehe dazu   "umweltmedizinische Kennntnisse" ;  medizinische Gutachten und Bagatellisierung

 

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Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - "Anti- Diskriminierungsgesetz"

Eine Verweigerung entsprechender Unterstützung in Härtefällen stellt auch einen schweren Verstoß auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz dar. 

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

"Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung,

einer Behinderung,

des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

§ 2 Anwendungsbereich:

Punkt 5: den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,.

Punkt 6. die sozialen Vergünstigungen,

Punkt 8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum"

Siehe weitere Beiträge zur Benachteiligung:

2 Klassen Medizin  für MCS Kranke

Behindertengesetzgebung

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Stellungnahmen von Krankenkassen

Ende August 2015 erhielten eine Reihe von Krankenkassen - unter anderem sämtliche 11 selbständigen AOK Landeskassen und der AOK Bundesverband eine Anfrage unsererseits mit der Bitte um Auskunft: 

Ø  Bitte um Information ob Ihr Haus bei entsprechenden ärztlichen Gutachten, Versicherten  -und zwar  in welchem Ausmaß - die aus der Krankheit entstehenden Mehrkosten  ersetzt. (Erforderliche Mehrkosten für

o   angepasste Ernährung, 

o   andere Medikation,

o   umweltmedizinische Betreuung und Therapierung sowie

o   Unterstützung bei einer qualitativen Wohnungssuche, nachdem vor allem eine „schadstoffminimierte Wohnumgebung“ wesentlich zu einer Verbesserung der Symptome und möglicherweise auch zu einer Wiedereingliederung in die Arbeitswelt beitragen kann) Link zur Mail

Wir werden versuchen, die Antworten hier zu veröffentlichen:

AOK Bundesverband/ Pressestelle:

Am 28.12.2015 erhielten wir dankenswerter Weise eine umfangreiche Antwort der AOK Bundespressestelle - leider beruft sich die AOK ebenfalls auf die auch von Behörden stets gerne  herangezogenen, längst überholten Studien des RKI aus 2002. Antwort AOK  dazu Erwiderung EGGBI 

 

keine Antworten kamen auf unsere Anfragen bisher von den AOK  Landesstellen vom August 2015:

AOK Baden Württemberg: 

AOK Bayern:

AOK Bremen/Bremerhaven:

AOK Hessen:

AOK Niedersachsen:

AOK Nordost:

AOK Nordwest:

AOK Sachsen und Thüringen

AOK Rheinland/Hamburg:

AOK Rheinland Pfalz/Saarland:

AOK Sachsen-Anhalt:

Securvita 

ähnliche Anfragen haben wir auch gestellt an:

"DEUTSCHLANDS BESTE KRANKENKASSE"

Die SECURVITA ist "Deutschlands beste Krankenkasse". http://www.securvita.de/

bisher  (März 2017) keine Antwort auf Anfragen vom 28.08.2015 18.11.; 18.12. 2015 

 

Weitere Anfragen werden wir in Kürze versenden.

Wir ersuchen MCS kranke Besucher unserer Homepage, die zu solchen Fragen bereits abschlägige Bescheide erhielten, uns diese für unsere Aktivitäten und  Publikationen zur Verfügung zu stellen. natürlich werden wir die Namen der Betroffenen nicht weitergeben.  

 

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Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Anfragen an die Patienten-Infoline und an den Pressesprecher bereits im April und November 2014(!) sowie Januar 2016 blieben bis heute völlig unbeantwortet! 

Konträr zu dieser "Informationspolitik" die Homepage Aussage:

"Die KBV organisiert zusammen mit den KVen die flächendeckende ambulante Gesundheitsversorgung. Rund 72 Millionen gesetzlich Krankenversicherte erhalten deutschlandweit die gleiche hochwertige medizinische Betreuung....."

(Quelle: KBV Unsere Ziele

 

 

 

Die Bundesärztekammer

hat sehr zeitnah und ausführlich geantwortet,

auf unsere Anfrage nach Umweltmedizinern, auf die Homepageseite "Ärztesuche" verwiesen,

zu unserer dezidierten Fragestellung bezüglich Adressen, die auch  MCS Kranke adäquat behandeln würden, besitzt sie allerdings derzeit keine bundesweite Übersicht.

 

Auf der benannten Homepageseite  gibt es eine Möglichkeit einer Arztsuche auch nach 

"Fachärzten für Hygiene und Umweltmedizin". 

Wir erhielten auch eine Auflistung von "Umweltmedizinern in Deutschland " - demnach führen 174 Ärzte die Bezeichnung "Umweltmedizin".

 

Bei unserer Recherche auf dieser Homepageseite  erheilten wir bereits  in den letzten 2 Jahren auf zahlreiche Anschreiben durchwegs keine Antworten, bei Anrufen in zahlreichen der angegeben Praxen  erhielten wir die Antwort, 

dass sie keine umweltmedizinischen Behandlungen für Chemikaliensensitive auf Krankenschein durchführen können,

vor allem bereits bei der Anmeldung  im Hinblick auch auf verträgliche, „emissionsminimierte“ Warte- und Behandlungsräume als Grundlage überhaupt einer „Besuchsmöglichkeit“ – keine Voraussetzungen vorhanden sind.  

 

Auch bei Nachfragen, wie weit die Kenntnisse, Erfahrungen beispielsweise bezüglich einzelner Raumschadstoffe, Wohnraumgifte und deren gesundheitlichen Relevanz vorlägen, erhielten wir abschlägige Antworten.

Bei namhaften Kliniken gibt es zudem bereits unterschiedliche Telefonnumnern zur Terminvereinbarung für Kassen- und Privatpatienten.

 

Dies alles trotz einer entsprechenden Klassifizierung  von MCS als „organische und nicht psychische Krankheit“

„Vom DIMDI (deutsches Institut für medizinische Dokumentation; Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit) wurde bereits vor längerer Zeit schriftlich bestätigt, dass die MCS unter der Kennziffer T 78.4 von der WHO im ICD-10 klassifiziert wird. Unter dieser Kennziffer werden Erkrankungen klassifiziert, die als „Allergien, nicht näher bezeichnet“ angegeben werden. Bestätigung durch DIMDI

Die Kennziffer T 78.4 gehört dabei zum Kapitel 10 des ICD-10-GM, in welchem „Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen klassifiziert werden. (DIMDI 2015)

Ausdrücklich hat das DIMDI auch bestätigt, dass diese Klassifizierung im ICD-10-GM (GM = German Modification) die nach dem Sozialgesetzbuch V (gesetzliches Krankenversicherungsrecht) in der Bundesrepublik Deutschland vorgeschriebene Diagnoseklassifikation ist.

Ebenfalls hat das DMDI bestätigt, dass MCS nicht dem Kapitel 5 zugeordnet wurde, in welchem psychische Störungen und Verhaltensstörungen klassifiziert wurden.

 

 

Wir fanden auf der Homepage der Bundesärztekammer zudem eine sogenanntes "strukturiertes curriculäres Fortbildungs Curriculum "Umweltmedizin" aus 2006 -

die Frage nach Ausbildungsmöglichkeiten wird hier beantwortet mit: 

"Der Facharzt für Hygiene und "Umweltmedizin ist in der (Muster-)Weiterbildungsordnung verankert."

Nach wie vor wissen wir aber nicht, wo - von wem - und in welchem Umfang eine solche Weiterbildung überhaupt angeboten wird - MCS ist aber offensichtlich kein Bestandteil dieser Ausbildung.

im Musterkursbuch Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin wurde allerdings bereits 2004 unter 6.10 Umweltmedizinische Aspekte der praktischen Arbeitsmedizin bei 6.10.3. durchaus auch bereits SBS, CFS und MCS zumindest aufgelistet. 

 

 

Kein Wunder, dass bei der derzeitigen "Ignoranz" dieser Krankheit  im Alltag, durch Krankenkassen und Sozialgerichte und dazu offenbar fehlender qualitativer und wirklich umfassender Ausbildungsmöglichkeiten (auch bei Juristen, Verwaltungsangestellten, Jobcenter) -

 

immer öfter Patienten "fehldiagnostiziert" als psychosomatisch - selbst an "ausbildenden" Unikliniken - abgewiesen werden.

20.08.2016 Tübinger mit MCS 

Bagatellisierung von Messergebnissen

Umweltbelastungen und medizinische Gutachten

Psychopharmaka statt Therapie

Bedauerlich, wenn selbst Amtsärzte noch 2016 schadstoffbelastete Schulen "begutachten" mit Aussagen wie:

 "es sei auch umstritten, ob allergische Reaktionen auf den Stoff Formaldehyd über die Luft ausgelöst werden könnten". 

und dies trotz anderslautender Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits 2006! Siehe dazu: "Bagatellisierung von Prüfberichten durch Ärzte und Gutachter"


 

 

Literaturempfehlung:

"Die Umweltmedizin ist tot- lang lebe die Umweltmedizin!"

(2008, UMG Verlag

 

Wir verweisen auf unser Statement zu Umwelterkrankungen und Umweltmedizin

Siehe auch Link: Arztsuche

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Rentenversicherungsanstalt - kein medizinischer Nachweis(?)

Auch die  Rentenversicherungsanstalt kann oder will  (anders als einige erste Sozialgerichte und auch DIMDI) MCS nicht als physische Krankheit anerkennen.

Sie kann laut Zitat: "MCS in ihren Richtlinien zur Begutachtung nicht den organischen Erkrankungen zuordnen, da bis heute kein wissenschaftlicher Beweis erbracht werden konnte (!), der einen eindeutigen Zusammenhang zwischen den in der Umwelt oder Wohnungen vorkommenden kleinsten Schadstoffmengen und einer organischen Krankheit zeigen

______________________________________________

Dazu wertvolle Aussagen der rechtlichen Bewertung (Wilhelm Krahn-Zembol:

"Nach Aussage der DRV ist MCS deshalb eine psychische Störung bzw. Verhaltensstörung"....

"Die Aussage der DRV steht im Widerspruch zu einer schriftlichen Bestätigung des deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), welches zum geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit gehört" 

Bewertung der Leitlinien der Deutschen Rentenversicherung für die sozialmedizinische Begutachtung)  weitere Publikationen

______________________________________________

Zitat einer "Allgemeinaussage" in einem Bescheid zu einem  MCS  Rentenantrag. 

(Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation, Januar 2015)

Eine ähnliche Erfahrung hat offensichtlich auch der Berufsverband der Umweltmediziner e.V. bereits seit Jahren - in der Ausgabe 4/2015 der UMG

findet sich ein "offener Brief"  an die leitende Ärztin der DRV Bund Frau Dr. Weinbrenner.

Auch hier beklagen die unterzeichnenden Ärzte aus dem DBU Vorstand Dr.med. Peter Ohnsorge und Dr.med. Kurt E. Müller fehlende Antworten des DRV auf bereits seit Jahren mehrmals gestellte Fragen.

Link zum Brief

Zusammenfassung daraus:

„Sehr geehrte Frau Dr. Weinbrenner, bereits am 18. Juni 2013, also vor mehr als zwei Jahren, haben wir uns an Sie gewandt mit der Bitte, uns einen Gesprächstermin einzuräumen, zur Erörterung neuer klinischer Aspekte umweltassoziierter chronischer Erkrankungen und deren zielgerichtete Rehabilitation. Sie haben damals sehr harsch jegliche Diskussion darüber abgelehnt mit dem Argument „es sei doch erwiesen“, dass es sich hier eindeutig um psychosomatische Krankheitsbilder handelt”. Im weiteren Verlauf des Schriftverkehres hatten Sie sich weiteren Kontakt unsererseits ausdrücklich verbeten.“

 

Eine Bitte von EGGBI um Stellungnahme vom 3.6.2015 und 23.11.2015  wurde offenbar im Dezember 2015 - aber mit falschem Adressat - nunmehr am 28.1.2016 erfüllt - damit offensichtlich auch des Schreiben der Umweltmediziner "beantwortet".

Antwort der Rentenversicherungsanstalt - hier wird auf "neue" Literatur  zu MCS verwiesen mit der Aussage, eine Zuweisung einer Diagnose MCS sei im naturwissenschaftlichen Sinne nicht möglich! Leider wurde diese uns "neue" Literatur nicht benannt!

Bisher beziehen sich alle uns bekannten „ähnlichen Zitate“ stets nur auf die eine - längst überholte und allgemein sehr kritisch ( http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/rki_mcs.html ) zu betrachtende MCS Studie des RKI. 

Bekanntlich geben diese RKI Studien noch keinen endgültigen Aufschluss über die "Bewertung" von MCS und verweisen auf den weiterhin bestehenden Forschungsbedarf:

Zitat:

"Die RKI Studie hat weder dazu geführt, dass die beteiligten Zentren zu einer übereinstimmenden Ansicht darüber gelangt sind, wann genau von einer bestehenden MCS auszugehen ist, noch wurden sich die an der Studie Beteiligten darüber einig, ob Umweltnoxe für diese Krankheit verantwortlich sind. Das Ergebnis der RKI Studie läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Es besteht weiterer Forschungsbedarf." (Quelle)

Siehe dazu auch: RKI Studie zu MCS;  Umwelt-Medizin-Gesellschaft

============================================================

Aussage DIMDI – Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - 2008(!): 

MCS wird in der DIMDI klassifiziert unter T78/4----Allergie, nicht näher bezeichnet; Kapitel 19 (Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte anderen Folgen äußerer Ursachen) Abschnitt T66-T78 (Sonstige und nicht näher bezeichnete Schäden durch äußere Ursachen),

Eine Zuordnung der MCS zum Kapitel 5 (Psychische und Verhaltensstörungen) ist seitens der ICD-10 nicht vorgesehen.

  

Dieses Haltung  der Rentenversicherungsanstalt widerspricht auch extrem der Behindertengesetzgebung. Auch hier  wird definitiv die Krankheit als MCS als Behinderung anerkannt. 

Die durch eine "MCS" bedingten Funktionseinschränkungen somatischer und psychischer Art können in Deutschland - gem. eines Beschlusses des Ärztlichen Sachverständigenrates, Sektion Versorgungsmedizin, im Bundesministerium für Arbeit - grundsätzlich als Behinderung nach dem Schwerbehindertenrecht berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit besteht bereits seit 1997 (Antwort der Bundesregierung mit Bundestags-Drucksache Nr. 13/6324, Ziff. 15). Inzwischen ist die MCS in die Gutachterleitlinie der Versorgungsämter (Anlage zur Versorgungsmedizin-Verordnung) aufgenommen. (DGMCS)

Rolle der Gutachter die zu  "Ablehnungen" von Rentenanträgen führen:

"Die von den Gerichten bestellten Gutachten, die von „anerkannten“ Vertretern der Umweltmedizin aus Universitäten oder meist industrienahen Instituten erstellt werden,  lehnen in der Regel einen Umweltzusammenhang der in Frage stehenden Erkrankung ab und verweisen betroffene Patienten in psychiatrische Behandlung, oft mit verheerenden Folgen einer Fehltherapie mit Psychopharmaka.

Zudem ist der Erkenntnisgewinn der Forschung zu umweltbedingten Krankheiten an Universitäten und anderen Forschungsinstituten in Deutschland, wir z.B. Robert-Koch-Institut, eindeutig von speziellen wirtschaftlichen Interessen abhängig, da diese Institute zunehmend von Drittmitteln aus der Industrie abhängig sind und folglich viele Zusammenhänge chronischer Krankheiten mit Umwelteinflüssen von vornherein und grundsätzlich ablehnen und grundsätzlich zwischen  organisch und psychisch/psychosomatisch bedingten Krankheiten unterscheiden. Diese Trennung ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft jedoch obsolet. " (Quelle  erstellt von Dr. Hans-Ulrich Hill. Wiesbaden

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Anfragen an Sozialverbände, Patientengewerkschaft u.a.

Ebenso wie die Rentenversicherungsanstalt  wurden unterschiedliche Sozialverbände, Institutionen, Vereine  in den letzten Monaten unsererseits kontaktiert, ob und in welchem Umfang sie in der Vergangenheit bereits unterstützt haben oder für die Zukunft geplant haben,  Umwelterkrankte, MCS Betroffene bei ihren schwierigen Auseinandersetzungen mit Behörden, Krankenkassen, Sozialgerichten, Jobcentern zu unterstützen. 

In manchen Fällen ist bei diesen Institutionen jede Hilfestellung mit einer Mitgliedschaft verbunden (Mitgliedsbeiträge über 50 Euro im Jahr sind vor allem für Hartz 4 Empfänger illusorisch).

Manche Verbände  haben beispielsweise auf unsere Anfragen  bis heute nicht geantwortet - wir haben daher nunmehr begonnen, auch  einzelnen Landesverbände solcher Organsiationen anzuschreiben.

VDK

Hier erhielten wir bisher eine sehr positive Antwort vom

VDK Hamburg und VDK Baden Württemberg - der eine Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen zusicherte (allerdings ebenfalls nur für Mitglieder; Jahresbeitrag 72.- Euro) 

aber auch  vom Bundesverband des VDK, mit der grundsätzlichen Aussage, VDK Mitglieder auch bei Umwelterkrankungen bei Auseinandersetzungen mit Behörden, Versicherungen gerne zu unterstützen.

Antwort erhielten wir inzwischen von der  Deutschen Patientengewerkschaft,  die wir bereits Ende September um aktuelle Erfahrungen mit der Sozialgerichtsbarkeit  baten, nachdem wir auf deren Homepage eine sehr informative Aussage zu MCS gefunden hatten. Es fehlt offensichtlich aber auch hier an finanziellen und personellen Ressourcen, um wirklich erfolgreiche "politische Lobbyarbeit" leisten zu können.

 

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

"Mit unserer Erfahrung und Expertise begleiten und gestalten wir die Kinder-, Jugend-, und Familienpolitik, die Grundsicherungssysteme, die Altenhilfe, die Pflege und Rehabilitation, das Bürgerschaftliche Engagement, die Planung und Steuerung der sozialen Arbeit und der sozialen Dienste, sowie die internationale und europäische Sozialpolitik und das Sozialrecht. Zitat

In einem Gerichtsverfahren (Sozialgericht Bremen) beruft sich die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Intergation und Soziales als "Prozess-Gegnerin" eines MCS Kranken auf den Deutschen Verein mit der Aussage: 

„Darauf wies die Antragsgegnerin den Widerspruch als unbegründet zurück. Zur Begründung heißt es, in den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge von 2008 sei die Erkrankung der Antragstellerin

(unter "Empfehlungen des deutschen Vereines zur Gewährung von Krankenkostzulagen")

nicht genannt.

Nach dem Gutachten des ärztlichen Dienstes sei daher bei der angegebenen Gesundheitsstörung „in der Regel“ ein krankheitsbedingt erhöhter Ernährungsaufwand zu verneinen.“

Glücklicherweise orientierte sich das Gericht im konkreten Fall nicht an diesem Einwand.

Wir baten darauf den Deutschen Verein um Information, ob zwischenzeitlich angesichts der Zunahme von Umwelterkrankten und MCS Betroffenen diese Krankheit  zumindest "nominell" aufgenommen" worden ist.

Antwort:

Der Deutsche Verein hat am 10. Dezember 2014 neue Empfehlungen zur Gewährung von Krankenkostzulagen in der Sozialhilfe verabschiedet. Die aktuellen Empfehlungen wurden auf den Bereich der Nahrungsmittelintoleranzen erweitert, insbesondere wurden Aussagen zur Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption getroffen. Jedoch wurden Nahrungsmittelallergien im Allgemeinen und MCS im Besonderen nicht auf einen möglichen Mehrbedarf geprüft. Aussagen zu einem möglichen Mehrbedarf bei Nahrungsmittelallergien konnten insbesondere deshalb nicht getroffen werden, da aufgrund der Komplexität der einzelnen Allergien eine pauschale Empfehlung nicht möglich ist. Es ist dem Deutschen Verein deshalb auch leider nicht möglich, eine Stellungnahme zu einem möglichen Mehrbedarf bei MCS abzugeben.Anhang Empfehlungen

Auch bei den übrigen Krankheiten gibt es allerdings keine pauschalen Empfehlungen der "Mehrkosten" - somit wäre auch bei MCS der Hinweis auf eine natürlich erforderliche Einzelfallprüfung wie bei den anderen Krankheiten ausreichend.

Nachdem die Empfehlungen des Deutschen Vereines in vielen Fällen bei entsprechenden Anträgen/ Verhandlungen offensichtlich  als Grundlage herangezogen werden, bedauern wir, dass MCS und Umwelterkrankungen allgemein in keiner Weise auch nur erwähnt werden - obwohl uns ärztliche Atteste vorliegen, in denen ausdrücklich spezielle (kostenintensive) Ernährungsanweisungen bestätigt werden- Anweisungen, die für Sozialhilfeempfänger unfinanzierbar sind. 

 

DGMCS Deutsche Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity e.V.

auch dieser Verein muss sich leider ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanzieren (keine öffentlicher Förderung) und steht damit nur Mitgliedern beratend zur Seite. Homepage

 

 

Wir bedanken uns bereits im Voraus für jede Information über persönliche Erfahrungen von Betroffenen mit solchen Institutionen (positiv aber auch negativ) , die wir nach Möglichkeit auch gerne hier - unter anderem aber auch in der Publikation (Buchprojekt) veröffentlichen werden (natürlich auf Wunsch auch anonymisiert, wenn uns die Richtigkeit der Aussagen nachgewiesen wird). 

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Bioethik-Kommission der bayerischen Staatsregierung

Auf Vorschlag einer MCS Erkrankten baten wir auch ein Mitglied der Bioethikkommission der bayerischen Staatsregierung um eine Stellungnahme zur „Nichtanerkennung“ von „international anerkannten“ Umwelterkrankungen wie MCS in einem „Sozialstaat“ und die entsprechende Diskriminierung von Betroffenen durch Gesundheitswesen und Behörden.

Aussage auf der Homepage der Kommission:

"Die Bioethik-Kommission wird auf Veranlassung der Staatsregierung tätig, 

kann aber auch aus eigener Initiative Stellungnahmen abgeben."

 

Die Bioethik-Kommission setzt sich zusammen aus sechzehn Vertretern der Fachdisziplinen Medizin, Biologie, Theologie, Philosophie, und Rechtswissenschaften, eines Behindertenverbands, der Wohlfahrtspflege, der katholischen und evangelischen Kirche und der israelitischen Kultusgemeinde.

Trotz des hier offensichtlich gebündelten Sachverstandes mit ethischer Verantwortung teilte uns ein Kommissionsmitglied mit:

"Die in der Bioethik-Kommission verhandelten Themen 

werden nicht von den Teilnehmern bestimmt, sondern von der bayerischen Staatsregierung und dem bayerischen Landtag vorgeschlagen".

Welche Aussage stimmt nun?

 

Wie kann eine Ethikkommission zusehen, wenn die Beschwerden schwerstkranker Mitglieder der Gesellschaft ohne ausreichenden eigenen finanziellen Mitteln weder von einem pharmaindustriegesteuerten Gesundheitswesen, noch von Behörden, Ärztekammern, Kassenverbänden anerkannt werden und die Betroffenen von niemandem dahingehend unterstützt werden, einen adäquaten Ansprechpartner und qualitative Behandlung zu erhalten. (Schriftverkehr).

Unabhängig von der "fachlichen" Zuständigkeit stellt sich die Frage, warum hier die Ablehnung (Zuständigkeit) ausschließlich an Staatsregierung und Landtag abgeschoben wird? 

Nach unserer Auffassung fehlt in dieser Kommission auch ein Verbrauchervertreter!

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Offener Brief an Bundesparteizentralen

Offener Brief an Bundesparteizentralen/ deren Pressestellen 

Hinweis:
EGGBI vertritt grundsätzlich keine politische Partei, sondern wendet sich in der Regel mit den "Anliegen" Umwelterkrankter an alle parlamentarischen Parteien- leider mit sehr geringem Erfolg - vor allem auf Bundesebene. Hier wird wenig von politischer Verantwortung für die Betroffenen gehalten -  vom Büro der CDU Bundesvorsitzenden Angela Merkel wurden wir sogar an die Caritas als "zuständig" verwiesen. 

Unser Brief an die Parteizentralen vom 12.9.2014: Bitte um schriftliche Stellungnahme 

Wir weisen darauf hin, dass es uns bei dieser Umfrage nicht um

  • eventuelle grundsätzliche "Nachweise", schon einmal von den Problemen gehört zu haben ("Goodwillaussagen" wie beispielsweise das Positionspapier  2009 von Bündnis 90//Grüne) oder um

  • Einzelaktivitäten  (Anfragen bezüglich Holzschutzmittel, Polystyrol, PCB etc.)
  • gelegentliche natürlich grundsätzlich begrüßenswerte lokalpolitisch motivierte Initiativen politischer Funktionäre zu örtlichen Schadstoff- Problemen  (Holzschutzmitttel, PCB oder andere aktuelle Belastungen beispielsweise in Schulen, Kitas vor Ort) geht,

sondern um

  • definitive "Aktivitäten" in Form von aktiver Öffentlichkeitsarbeit zum Gesamtthema Umwelterkrankungen und Umweltmedizin und vor allem

  • parlamentarischer Aktivitäten in Form von (gerne auch regelmäßigen) Anfragen an die Bundes- Regierungsmitglieder zum Thema Umweltmedizin und Umwelterkrankungen als "grundsätzliches umfassendes Thema mit Handlungsbedarf" seitens dieser Bundesregierung entsprechend unserer Fragestellung bzw. um

  • zielführende legislative Initiativen der Regierungsparteien.

 

Dazu können wir leider aus den letzten Jahren keine einzige wirklich umfassende Aktivität auch nur bei einer einzigen Partei feststellen - die von uns gestellten Fragen blieben bis heute unbeantwortet. Damit bestätigen sich Aussagen des Umweltmediziners Dr. Kurt Müller, der bereits 2011 feststellte:  "Die Umweltmedizin spielt in der Gesundheitspolitik der Parteien keine Rolle ".(Bericht)  

 

 

 

Reaktionen (aktueller Stand 28.02.2017) 

1) CDU Bundesgeschäftsstelle17.10.2014

Zitate:  

"Es bleibt unklar, ob es sich bei MCS um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt."

Link zur Stellungnahme (CDU Bundesgeschäftsstelle)

Antwort zu diesem Schreiben

Wir empfehlen hierzu aktuellere internationale Literatur und Aussagen namhafter Umwelt-Ärzte zu zu MCS berücksichtigen, und sich nicht immer nur auf Studien  aus den Jahren 2002 einiger vom Umweltbundesamt beauftragter Institute und Kliniken zu berufen, die gebetsmühlenartig  stets betonen, es gäbe keinen eindeutigen Nachweise eines eigenständigen Krankheitsbildes.

Verweis im Schreiben auf Beratungsstellen, vom UBA publiziert:  sämtliche dabei angegeben Adressen wurden unsererseits bereits im Frühjahr 2014 angeschrieben und fühlten sich nahezu sämtlich nicht zuständig  bzw. in der Lage MCS Betroffenen Kassenpatienten(!) adäquate medizinische Behandlung anzubieten.

Unsere Frage um eventuelle Weichenstellungen:

Kernaussagen (leider kein Bezug zu Umweltmedizin, MCS)

"Die CDU Deutschlands setzt sich mit großen Anstrengungen für die Förderung der medizinischen Forschung ein." 

"Personen, die an MCS-Symptomen leiden, können eine Palette unterschiedlicher Versorgungsangebote wahrnehmen."

Kommentar:

Wir haben in unserer Antwort um eine Auflistung zumindest einiger solcher konkreter Versorgungsangebote(?)   gebeten - bisher kennen wir vor allem für "Nur" Kassenpatienten nach wie vor  keine "flächendeckenden" qualitativen Beratungsangebote.

CSU: keine Antwort auf zahlreiche Anfragen! 

 

 

2) SPD, CSU überhaupt keine Antwort auf zahlreiche Anfragen

 

Das teilweise wirklich gesundheitliche und soziale Elend zahlreicher Chemikaliengeschädigter, mit denen wir ständig konfrontiert werden, (keine für diese Krankheit qualifizierten Ärzte auf Krankenschein, keine Unterstützung bei Wohnungs- und Jobsuche, keine Hilfe der Krankenkassen für geeignete Medikation und Lebensmittelmehrkosten)  stellt offensichtlich  keine Herausforderungen für Parteien dar, die das Wort "sozial"  (auch eine Form des "Greenwashing") im Namen führen. 

Unbeantwortete Mails an SPD Bundesparteileitung, "Gesundheitssprecher" und zahlreiche Mandatare zuletzt 21.02.2017

Unbeantwortete Mails an CSU Pressestelle (mit Kopien an zahlreiche "Mandatare") zuletzt 21.02.2017

 

 

 

 

 

 

Besonders enttäuschend, da wir von einer "Umweltpartei" hier mehr Engagement erhofft hätten und wiederholt unsere Erfahrungen und Informationen zur Thematik angeboten haben:

3) Bündnis 90/Die Grünen (Politische Unterstützung für "Umweltkranke")

Hier finden wir zwar sehr viel Verständnis und auch Unterstützung bei einigen Landesparteizentralen  (z.B. Bayern, NRW),

die Bundesparteizentrale zeigt sich aber ebenfalls in keiner Weise engagiert in diesen - eigentlich für eine Umweltpartei entscheidenden Fragen!

 

Hier gibt es zwar sinnvolle Forderungen in einem Positionspapier aus 2009(!) - seit Jahren vermissen wir aber Aktivitäten zur Umsetzung dieser "Programmpunkte".

Als eine der ersten offiziellen Stellungnahmen auf unseren zahlreichen Anfragen an Institutionen, Politiker zur Frage "Manko bei ärztlicher Versorgung für Chemikaliensensitive" 

erhielten wir  eine Auflistung von "Forderungen???" der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN:

"Der Bundestag ist nicht dafür zuständig im Detail zu regeln, welche konkrete Behandlung von den Krankenkassen finanziert wird. Es ist jedoch völlig klar, dass Menschen, die durch chemische Belastungen geschädigt wurden, nicht allein gelassen werden dürfen. Sie müssen auf die Solidarität der Gemeinschaft und eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung zählen dürfen.

Um Umwelterkrankungen besser erkennen und behandeln zu können, fordern wir:

- verstärkte Forschung zu Ursachen und zur Diagnostik von Umwelterkrankungen,

- Weiterbildung für Ärzte in der Umweltmedizin,

- eine bessere Aufklärung niedergelassener Ärzte und insbesondere Hausärzte über den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft in Bezug auf schadstoffinduzierte Erkrankungen und damit in Zusammenhang stehende Symptombilder,

- die Erstellung eines regelmäßigen epidemiologischen Berichtes zu Umwelterkrankungen durch das Robert-Koch-Institut.

Die Leitlinien für Gutachterinnen und Gutachter zum Umgang mit Umwelterkrankten (MCS/CFS) müssen so gefasst werden, dass eine psychische Stigmatisierung der Betroffenen ausbleibt und die Begutachtung der Krankheit nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft erfolgt." (Büro Dr. Anton Hofreiter MdB, 8.7.2014)

 

Diese "Goodwill Aussagen" ohne Hinweise auf tatsächliche Aktivitäten dazu in den letzten Jahren erhielten wir  zusammen mit dem erwähnten 

Positionspapier 

Leider stammt das Positionspapier aus dem Jahre 2009 - 

Nachfrage nach tatsächlichen aktuellen "Aktivitäten" zur Umsetzung dieser Forderungen blieben ebenso wie alle anderen bisherigen Recherchen bei zahlreichen Institutionen und Ministerien unsererseits nach "Ansprechpartnern" für "Sozial Schwächere"  Umwelterkrankte, die sich bei Kostenersatz-Verweigerung Ihrer Kassen nicht auf eigene Kosten umweltmedizinische Behandlungen leisten können, ergebnislos - von zahlreichen Anschreiben an Mitglieder der Bundesparteileitung blieben seit 2014 sämtliche unbeantwortet...

Auch 2 entsprechende Direktanfragen an Simone Peter  (18.08. und  14.09.) blieben bis heute (Februar 2017) ohne Antwort!

 

 

 

4) Die Linke

 

Hier erhielten wir  zwar eine(!) Antwort -  allerdings vollkommen sinnfremd zu unserer Anfrage zum Thema MCS eine Antwort zu : 

"BfR zu der Problematik von Schadstoffen in Holz-Verpackungen (Kisten)" ???

Immerhin sind aber einige Abgeordnete aktiv beispielsweise zum Thema "Holzschutzmittelgeschädigte".

Link zu Anfrage und Antworten

Schriftverkehr seit 2014 http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/MCS_Mail_Linke.pdf

 

5) FDP

Schreiben vom 12.09.2014, 09.10.2014 blieben völlig unbeantwortet.

 

6) AFD

 

Schreiben vom 12.09.2014: Rückmeldung, automatische Antwort, es würde einige Zeit bis zur Beantwortung dauern. 

 

 

Zusammenfassung:

Die Antworten  der Bundesregierung aber auch an das Büro der CDU Vorsitzenden Angela Merkel auf diese aktuelle Anfrage sind wie erwartet nichtssagend und enttäuschend-

seitens der Bundesregierung besteht ebenso wie bei den Bundesparteizentralen offensichtlich keinerlei Interesse, Umwelterkrankte wie z.B. die Holzschutzmittelgeschädigten  (viele davon MCS krank) sei es auch nur durch Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen  für eine entsprechende medizinische Versorgung, definitiv zu unterstützen. Siehe dazu Statement zu Umwelterkrankungen (EGGBI)

 

 

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Patientenbeauftragter der Bundesregierung

       für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege (12.11.2014):

 

Eine schriftliche Antwort  liegt dankenswerterweise zwischenzeitlich vom Bundes- Patientenbeauftragten Karl-Josef Laumann vor - ebenso wie das Gesundheitsministerium liegt demnach die Verantwortung bei den kassenärztlichen Vereinigungen, die dafür zu sorgen hätten, "dass in den Bundesländern genügend spezialisierte Umweltmediziner zur ärztlichen Versorgung zur Verfügung stehen".

      Er verweist auch darauf, dass "Kassenleistungen  gesetzlich Krankenversicherten nicht vorenthalten werden dürfen".

 

      Dem steht entgegen die Aussage des Berufsverbandes der Umweltmediziner, der darauf verweist "dass umweltmedizinische Beratungen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind und den sog. "IGeL"-Leistungen unterliegen.“     http://www.dbu-online.de/arztsuche.html (Stand 08.03.2016)

 

Somit besteht sicherlich ein "politischer Handlungsbedarf" umweltmedizinische Leistungen in den Katalog der Kassenleistungen aufzunehmen.

 

Der Verweis an Selbsthilfegruppen erscheint uns nicht zielführend, da gerade die zahlreichen Selbsthilfegruppen von Chemikaliensensitiven mit denen wir seit Jahren in Kontakt stehen, selbst auf der Suche nach  entsprechenden "Ansprechpartnern" für eine qualitative Beratung und Behandlung von MCS Kranken sind und vor allem bereits bei der Frage nach Kliniken  über fehlende Einrichtungen mit entsprechender "Berücksichtigung" von deren Sensitivitäten gegenüber emissionsbelasteten Behandlungsräumen  (Möbel, Bodenbeläge, Raumtextilien, Reinigungsmittel, Deos der Mitarbeiter....) klagen - und immer wieder davon berichten, dass die meisten Ärzte MCS als "psychosomatisch" einstufen und entsprechend eine psychiatrische Behandlung mit entsprechender Medikation empfehlen.

 

Auch die beteiligten Behörden des im Schreiben angesprochenen Arbeitskreises  "APUG" waren bisher nicht in der Lage, uns eine aktuelle Liste mit qualifizierten medizinischen Ansprechpartnern für chemikaliensensitive Kassenpatienten  zur Verfügung zu stellen;  auch unsere Anfrage an die Institutionen, die vom Umweltbundesamt auf der Homepage zum Thema MCS  nach wie vor angeführt werden, ergab keine diesbezüglich hilfreichen Antworten. 

Reaktion auf Anfragen von Patienten: 

Auch bei Anfragen von Patienten erhalten diese stets die gleichen Antworten mit den Hinweisen

  • auf die sehr alten, bereits bei Publizierung 2002/2003 vielfach in Frage gestellten RKI - Studien, es handle sich um keine wissenschaftlich begründbaren Mechanismen zur Krankheitsentstehung von MCS und damit dem Zweifel, ob es sich bei MCS überhaupt um eine "eigenständige" Krankheit handelt (diese Zitate stehen offensichtlich sämtlichen Ministerien, Versicherungen und Behörden als gerne benutzter Textbaustein für Ablehnungen zur Verfügung) 
  • auf das Umweltbundesamt, welches den Besuch einer umweltmedizinischen Ambulanz empfiehlt (eine mehrfache Umfrage unsererseits bei diesen Adressen ergab die Feststellung, dass es hier offensichtlich für Kassenpatienten keine adäquate MCS Beratung/ Behandlung gibt - bzw. daran keinerlei Interesse besteht!)

Wenig tröstlich die Aussage im gleichen Schreiben an eine Patientin  (liegt uns vor) im Auftrag des Patientenbeauftragten der Bundesregierung: "Für Ihre Schilderung und Ihre Anregung ist er Ihnen daher sehr dankbar. Die aufsichtsrechtliche Prüfung von Einzelfällen gehört hingegen nicht zu den Aufgaben des Beauftragten!

Zu den sehr umfassend und fachlich hervorragenden Antwortschreiben dazu an den Patientenbeauftragten mit zahlreichen "Argumenten" gab es  seit 26.11.2015 nach unserem Informationsstand keinerlei Reaktion mehr! (Schriftverkehr liegt uns vor). 

 

"Ziel ist es, dass der oder die Beauftragte in unabhängiger und beratender Funktion darauf hinwirkt, dass die Belange der Patienten in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen beachtet werden. Er oder sie soll die Weiterentwicklung der Patientenrechte unterstützen und Sprachrohr für Patienteninteressen in der Öffentlichkeit sein." Zitat

 

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Zusammenfassung der "politischen Stellungnahmen"

Fast immer wird von Regierungskreisen, Kassen, Patientenbeauftragten auf drei Studien (RKI Studien 1999-2004) mit 200 Patienten  verwiesen, in deren Ergebnisbeschreibung  MCS   als eigenständiges Krankheitsbild negiert wird. Von vielen Umweltmedizinern werden diese Studien keineswegs  als aktuell, repräsentativ und als  belastbare  Grundlage für eine "rechtliche Einstufung" von MCS anerkannt.

Trotz des daraus  resultierenden  Forschungsbedarfes wurden zwischenzeitlich offensichtlich in den letzten 10 Jahren keine weiteren Studien mehr durchgeführt

"Ergebnis" der Studien:

„Zusammenfassend konnten die insgesamt drei durchgeführten Studien keine wissenschaftlich begründbaren Mechanismen zur Krankheitsentstehung von MCS aufzeigen. Insbesondere wurde kein Zusammenhang mit einer spezifischen Chemikalienbelastung oder Substanzklasse nachgewiesen. Es bleibt weiterhin unklar, ob es sich bei MCS um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt. Deutlich ist, dass psychosomatische, ebenso wie soziale Faktoren eine nicht unbedeutende Rolle bei der Entstehung der Krankheitssymptome spielen." Quelle UBA

Eine Bewertung dieser Studien seitens Umweltmediziner, Anwälte

"Der Forschungsansatz einschließlich der mageren Ergebnisse zeige deutlich, "wie dringend es ist, bei der Gestaltung weiterer Projekte stärker als bisher auf das vorhandene know how derer zurückzugreifen, die mit MCS-Kranken langjährige Erfahrungen und in ihren pathogenetischen Überlegungen sowie ihren diagnostischen und therapeutischen Strategien deutlich mehr Kreativität entwickelt haben, kommentiert K. Müller vom Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner."

http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/rki_mcs.html

"Die RKI-Studie hat weder dazu geführt, dass die beteiligten Zentren zu einer übereinstimmenden Ansicht darüber gelangt sind, wann genau von einer bestehenden MCS auszugehen ist, noch wurden sich die an der Studie Beteiligten darüber einig, ob Umweltnoxe für diese Krankheit verantwortlich sind. Das Ergebnis der RKI-Studie lässt sich in dem Satz zusammenfassen: Es besteht weiterer Forschungsbedarf"! (Rechtliche Konsequenzen)

 

Nicht zur Kenntnis genommen wird, dass es bereits seit 1990 erste offizielle "Anerkennungen" von MCS als  "Behinderung" seitens diverser Versorgungsämter gibt, diesen Anerkennungen aber in der Regel jahrelange "leidvolle" Auseinandersetzungen der Betroffenen mit Kassen, Kassenärzten und Behörden vorausgingen. 

 

Politische Verantwortung für die Ursachen von MCS - Menschenrechtsverletzung?

In den meisten Fällen sind die Ursachen an MCS und Umwelterkrankungen allgemein in groben Versäumnissen der Politik zu suchen - grenzenloses "Gutachter" Vertrauen und Lobbyarbeit der Industrie schaffen es seit Jahrzehnten,  Grenzwerte so großzügig wie möglich zu halten - und neue Produkte ohne ernsthafter "Risikobetrachtung" nicht nur zu genehmigen (Beispiel Holzschutzmittel, Asbest) , sondern teilweise auch noch staatlich zu fördern.  (Woolit, Polystyroldämmungen mit hochtoxischem HBCD)  

Stellungnahmen des BfR zur Wiederzulassung des "krebs"- verdächtigen Pflanzenschutzmittels  Glyphosat,  international verglichen zu hohe Grenzwerte für Formaldehyd, ebenfalls vom BfR seit Jahren verteidigt ; zu hohe Grenzwerte für elektromagnetische Belastungen  durch das BfS; fehlende Risikoforschung in der Nanotechnologie und viele weitere Beispiele 

bewiesen, dass die Gesundheit der Allgemeinheit  nicht nur in der Vergangenheit  seiten Politik und vieler Behörden  Wirschaftsinteressen hintangestellt wird.

Ein verunsicherter Verbraucher, dem beispeilsweise von Industrieverbänden Emissionswerte von Klebstoffen, Dichtmassen verwehrt werden (die Weitergabe der Prüfberichte führt zur Aberkennung des "Güte"?Zeichens) sieht sich bei vielen Produkten Falschaussagen  von Herstellern, fragwürdigen Gutachten und Gütezeichen gegenüber -

im Krankheitsfall werden ihm aber von den "Verantwortlichen" adäquate medizinische Betreuung (spätestens als "nur"-Kassenpatient) verwehrt. 

Wenn als "Geschädigter" dann arbeitslos,  fühlt sich aber auch  die Arbeitsagentur für nicht "zuständig", ihm als Hartz 4 Bezieher die erhöhten Lebenshaltungskosten zu ersetzen, keine Behörde ist bereit ihm bei der Suche nach verträglichen Wohnraum zu unterstützen. Sozialverbände  unterstützen in der Regel nur "Mitglieder"; "Bagatellbeträge" von 70 bis 100 Euro Mitglieds-Jahresbeitrag" stellen für diese Betroffenen aber keineswegs eine Bagatelle dar.  

Wir sehen daher in der gesamtpolitischen (Nicht-) Behandlung dieser Thematik eine massive Verletzung der Menschenrechte, die zu einem totalen sozialen "Absturz" der Betroffenen in vielen Fällen führt  (bis hin zu uns bekannten Suizidabsichten!) und der sich bisher kein uns bekannter Gesundheits-, Umwelt- und Sozialpolitiker mit den erforderlichen Anstrengungen stellt.

Eine offensichtlich lobbygesteuerte politische "Elite" eines "Sozialstaates"  ist offensichtlich auch 2015 noch nicht bereit, Verantwortung für ihre verfehlte Umweltpolitik mit einer jahrzehntelang zunehmenden konsequenten toxischen Belastung unserer Umwelt zu übernehmen und zumindest den dadurch eindeutig "Geschädigten" zu helfen, wenigstens aus dem sozialen Out wieder zu entkommen.

EGGBI - Statement zu Umwelterkrankungen und Menschenrechte

Prof. Erich Schöndorf: "Wenn die Umwelt krank macht, ... muss die Politik handeln"

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Politische Einzelinitiativen "pro MCS" und deren Ergebnisse

Keine zufriedenstellenden Ergebnisse ergeben auch leider Einzelinitiativen von politischen Mandataren in Form von "Anfragen"- beispielsweise  an Regierungsstellen:

"Kleine Anfrage des Abgeordneten Karsten Jasper (CDU) und Antwort der Landesregierung Schleswig Holstein (März 2015)  - Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung" (Anfrage und Antwort) 

dazu EGGBI Stellungnahme

Wir versuchten vom Initiator Antworten zu unserer Frage bezüglich weiterer Aktivitäten zum Thema zu erhalten - leider blieben sämtliche unserer diesbezüglichen Mails 2.11.2015, 4.12.2015; 17.02.2016, 07.03.2016 gänzlich unbeantwortet - die Fragestellung ist offensichtlich seitens der Parteileitung nicht erwünscht? 

Von Seiten der CDU Bundes-Leitung (Antwort auf Schreiben an die Bundeskanzlerin) erhielten wir als Antwort, MCS Betroffene sollten sich an die Caritas wenden (so viel zu politischer Verantwortung).

Siehe dazu auch "Reaktionen" auf Offene Briefe an "Gesundheitspolitiker" und Parteizentralen 

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(Um-) Weltmedizin - oder: Was heilt die Welt

In einer äußerst umfangreichen Stellungnahme nimmt der bei Umweltpatienten bekannte Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Krahn-Zembol  in der Ausgabe  4/2015 Stellung zum derzeit noch immer fehlenden Verständnis der Umweltmediuin in Wissenschaft, Medizin und Recht. 

 Beitrag Seite 301 bis 314

Siehe auch "Offener Brief der Umweltmediziner" an die Deutsche Rentenversicherung in der selben Ausgabe.(Seite 318 nis 319)

Link zum Brief

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Buchprojekt zu "2 Klassen- Medizin für Umwelterkrankte"

Zahlreiche  weitere Reaktionen und vor allem auch "Nichtreaktionen" von "Gesundheits"politikern und auch regionalen Abgeordneten sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen sind noch in Bearbeitung!

Buchprojekt

Für möglichst zeitnahe Briefe, Negativbescheide von Kassen, Behörden und Stellungnahmen von "Gesundheitspolitikern"  (Briefkopien)  und persönliche Erfahrungsberichte (letztere möglichst "kurz und aussagekräftig")  wären wir dankbar!

Eine erste Zusammenfassung mit zahlreichen weiterführenden Links findet sich bereits in unserer Dokumentation 

EGGBI Statement Umwelterkrankungen und Umweltmedizin

 

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02.05.2017

Vorträge zum "barrierefreien Bauen" im Aventinum Abensberg

19 Uhr

Christine Harnest, Innenarchitektin

„Barrierefreies" Bauen im privaten und öffentlichen Raum

Josef Spritzendorfer, Baustoffexperte

„Barrierefreies Bauen" für Allergiker und Umwelterkrankte

Schadstoffe in Baustoffen und Gebäuden

Pressebericht

Gesamtprogramm zur Veranstaltungsreihe und zur Ausstellung "Barrierefreie Gemeinde" 

 

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Allgemeine Termine

Ökologischer Ärztebund

Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

___________________________

AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

Veranstaltungen

___________________________

Sentinel-Haus Institut    

Termine zum Thema "Wohngesundheit"

__________________________

Umweltbundesamt          

Veranstaltungen-Termine

___________________________

IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

Veranstaltungen und Kongresse

___________________________

Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

Baubiologie-Termine

___________________________ 

IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

Seminare Termine

___________________________

MCS + CFS - Intiative NRW e.V.

Veranstaltungen

___________________________

 

 Veranstaltungen

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MCS + CFS Initiative NRW e.V.

 

 

 

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22.03.2017

Eltern informieren zum Schadstoff-Fall Rebstock

Nachdem seitens der Behörden bis heute keinerlei Schadstoffprüfergebnisse publiziert werden, Anfragen auch der Presse nicht beantwortet  werden:  allerdings musste der Tagungsort geändert werden, da die Räume seit heute nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weiter Infos

 

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02.03.2017

WDR  22 Uhr 40

Menschen hautnah: Der Mann, der im Wald lebt
Aus dem Leben eines Elektrosensiblen
Ein Film von Marcus Lenz und Patrick Waldmann

Programmvorschau

Wiederholungen:

Samstag, 4.03.2017 19 Uhr       ONE 1

Montag, 06.03.2017 10 Uhr 15  ONE 1

Mehr Infos zu Elektrosensitivität 

Besuchen Sie uns auch auf Facebook

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Gift im Klassenzimmer - ZDF Bericht

Bereits online

Deutsche Erstausstrahlung: (Youtube)

So 20.11.2016 ZDF 16:30 bis 17:00

Wiederholung:

Mo 21.11.2016     04.05. - 04:35

Unterricht an Deutschlands Schulen ist gefährlich: Asbest, PCB und Formaldehyd verpesten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden. Täglich setzen sich Kinder und Lehrer Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Die Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Krankheiten treten erst Jahre später auf. 

Auch EGGBI ist seit Jahren mit diesem Problem befasst (siehe auch Presseberichte zu Schadstoffbelastungen in Schulen) und berichtet über eigene Erfahrungen mit Eltern und Behörden.  Mehr Infos

 

 

27./28.1.2017

Unternehmerschulung 2017 in Weiden

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

Programm und Anmeldung

Referenten 

 

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23.09 -25.09.2016

Präsenzveranstaltung im Rahmen des

Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

aktuell mit den Themenschwerpunkten

1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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19.-21.09.2016

Am 20. September findet in der lettischen Hauptstadt Riga eine Deutsch-Baltische Konferenz zum Thema

"Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

statt. Die Reise wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

EGGBI wird dabei Fragen zur Wohngesundheit präsentieren und beantworten. Für Hersteller nachhaltiger und wohngesunder Produkte bietet sich hier eine hervorragende Präsentationsmöglichkeit. (2012 Vilnius; 2014 Talinn)

Link

Konferenz am 20.09.2016 Programm

 

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23.03.2016 Plus Minus

| 21:45 Uhr | DasErste

Billiger Baustoff mit bösen Spätfolgen

Seit 2001 ist der Weichmacher PCB in Baumaterialien verboten. Doch immer noch gelangen in Schulen, Turnhallen und öffentlichen Gebäuden jedes Jahr Tonnen der krebsverdächtigen Chlorverbindung in die Luft. Link zur Sendung

Wiederholungen:

  • 24.03.2016 | 05:00 Uhr | DasErste
  • 24.03.2016 | 22:15 Uhr | tagesschau24
  • 25.03.2016 | 12:45 Uhr | EinsPlus
  • 26.03.2016 | 09:45 Uhr | EinsPlus
  • 26.03.2016 | 15:30 Uhr | tagesschau24


siehe dazu auch Raumschadstoff PCB,    

"Umwelterkrankungen und Krebs"   und "gesetzliche Grenz- und  Richtwerte...."

 

 

 

Montag 15.02.2016

WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

 

Giftiger Holzschutz

 

Keine Hilfe für Betroffene

Weitere Sendungen

ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

Infos ZDF       Video

dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

 

 

30.11.2015

Deutsches Institut für Menschenrechte

Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

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16.11.2015

NDR Sendung "45 Minuten"

Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr   Youtube

 

Siehe dazu auch Aktuelles und

"Raumschadstoff Styrol"

 

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17.11.2015

»Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
Online-Seminar

 

Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

Veranstaltungsort  Online-Seminar

Datum   17.11.2015

15 - 16 Uhr

Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

Anmeldeformular

 

zum Seitenanfang ♦

 

 

07.08.2015

3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

Giftmüll für den Wohnungsbau

ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

zur Sendung

zum Video (verfügbar bis 28.07.2016)

Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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23. bis 24. September 2015

„Licht und die Innere Uhr in Weimar

Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

Programm und Anmeldung

9./10.Juli 2015

Baukultur Werkstätten 2015

Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

Programm

24.04.2015

Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

Programm und Anmeldung

 

 

10.04.2015

Handy- strahlendes Risiko

Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

(Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

Mehr zum Thema

11.3.2015

5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Augsburg

Mittwoch, 11.03.2014

Programm

11.10.2014

Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

 

30.09.2014

Radon in Gebäuden

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Programm

 

 

3./4.November 2014

2. VDB-Baubiotagung

"Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

Seminarprogramm

vorgeschalteter Workshop

 

21.09.2014

Präsenzveranstaltung in Neuss

 

Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
ARCHITEKTUR UND UMWELT

SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

Inhalte

 

 

04.08.2014 ARD 21:40

Der große Deal

Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

"Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

 

 

7.und 8.5.2014

2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

Bauhaus-Universität Weimar

Programm

Pressebericht

EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

 

 

5./6.4.2014

Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

Veranstaltungshinweise

 

 

02.04.2014

Eurofins Webinar

Marketing emissionsarmer Produkte

  • Gesetzliche Anforderungen
  • Gütezeichen, Ökolabel
  • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
  • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

Mehr Informationen

 

 

01.04.2014

Eurofins Webinar

LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

    • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
    • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
    • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
    • Nachweis der LEED-Konformität  

  • Mehr Informationen

     

     

    31.03. 2014

    Eurofins Webinar

    Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

    • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
    • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
    • BREEAM, LEED
    • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
    • Finnisches M1-Gütezeichen

    Mehr Informationen

     

     

    26.03.2014

    3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Programm

     

     

    20./21.3.2014

    Tag der Holzforschung Braunschweig

    Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

    – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

    Stadthalle Braunschweig

    Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

    Pressebericht 

    18.03.2014

    WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

    Presselink

     

     

    26.02.2014

    Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

    Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

    Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

    Programm

     

     

     

    18.02.2014

    Bautec 2014 Berlin

    BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

    Themen:

    • Holz im Bauwesen
    • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
    • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

    Programm

    EGGBI Referat

    weitere Veranstaltungen der FNR

     

     

    13.12.2013

    Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

    Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

    Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

    Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

    Beginn: 9 Uhr 45

     

     

    30.10.2013

    BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

    Krankenhaus Waldfriede
    Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

    Programm

    22.10.2013

    Energieeffizientes Bauen und Sanieren

    Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

    Deutsch baltische Handelskammer

    Einladung

    18.9.2013

    Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

    8seasons München

    Einladung

     

     

    17.09.2013

    2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

    Tagungsort Bauzentrum München

    Willy-Brandt-Allee

    81829 München

    Beginn: 14 Uhr

    Weitere Infos und Anmeldeformular

     

     

    11. bis 26.7.2013

    Nawaro Event: Internationales Wollkunstfestival

    Workshops, Aktionen und Informationen rund um die Schafwolle; Präsentation eines Wollkompetenzzentrums beim Hersteller des natureplusgeprüften Dämmstoffes Isolena

    Link zur Pressemeldung

    Link zur Veranstaltung

    ____________________________

    18.6.2013

    DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

    DGNB Impuls –

    Aufbruch der Ideen

    18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

    ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

    Infos

    8. Juli 2013

    Baltikum 2016

    Deutsches Museum ZNT

    Nanotechnologie heute - Risiko oder Innovationsmotor

    Infos, Anmeldung

    _____________________________

     

    6.5.2013   21:00

    NDR -   Die Tricks der Baumärkte

    Wiederholung am Mittwoch, 08.05.2013 um 06:35 Uhr 

    Laboruntersuchungen zeigen , dass Inhaltsstoffe in manchen Produkten wie Bodenbeläge, Farben und Baustoffe giftig sind. Sie werden verkauft, obwohl die Substanzen besorgniserregend sind und bei der Verwendung in Innenräumen gesundheitliche Probleme verursachen können. 

    weitere Infos -EGGBI News 6.5.2013

    Presse

    Link zum TV Bericht 

    _____________________________

    24. - 26. April 2013

    Technische Universität München

    Umsetzung von Nachhaltigkeit - Barrieren und Chancen

    Ort: Audi -Dome München

    Programm  und Anmeldung

    _____________________________

    21.03.2013

    Bauzentrum München 

    Fachforum   "Wärmedämmung mit Qualität"

    _____________________________

    31.01.2013

    Fachagentur nachwachsende Rohstoffe

    Fachgespräch "Emissionen aus Holz- und Holzprodukten - Auswirkungen auf die Innenraumluftqualität"

    _________________________

    Bayerisches Landesamt für Umwelt

    Augsburg

    Programm

    _______________

    13. bis 19.01.2013

    Terminvereinbarungen mit EGGBI am 15.1. möglich

     

    ____________

    14./15.11.2012  Frankfurt

    Fachtagung "Zukunftsfähige Vereine - nachhaltiger Sportstättenbau"

    im Rahmen der 4. sportinfra - Sportstättenmesse 2012

    Programm

     

    ________________

    20.09.2012 Nürnberg

    Netzwerktag 2012 des Chemie Cluster Bayern

    Wissenschaftler und Entwickler, Vertreter von Mittelständlern und Global Playern berichten aus laufenden Projekten und pflegen den interdisziplinären Austausch. Fragen von Nachhaltigkeit und  auch Wohngesundheit gewinnen  dabei eine zunehmende Bedeutung.

    Informationen

    Programm und Anmeldung

    _______________

    Sentinel-Haus Stiftungs e.V. erstmals bei 

    NordBau in Neumünster 

    Deutschlands Kompaktmesse des Bauens

    an drei Messetagen

    7. bis 9. September 2012 

    bietet EGGBI

    eine spezielle Verbraucherberatung vor allem auch für Allergiker und chemikaliensensitive Bauherren am Messestand des Sentinel-Haus Instituts

     Halle 9 direkt am Eingang Süd 

    siehe dazu auch link

     

     

    21.6.2012

    Zentrum für Seltene Krankheiten ULM

    Gründungsfeier - Universitätsmedizin Ulm

    Eröffnungsansprachen u.a. durch Prof. Dr. Annette Schavan, Bundemsinisterium für Forschung und Bildung und

    Eva Luise Köhler, Schirmherrin der Achse e.V. (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen)

    In der EU werden Krankheiten mit einer Prävalenz von ≤5:10.000 Menschen als SE definiert. Etwa 7.000 der ca. 30.000 bekannten Krankheiten sind somit SE. Wegen dieser großen Zahl sind in Europa etwa 30 Mio. und in Deutschland etwa 4 Mio. Menschen betroffen. Viele der Betroffenen haben keine endgültige Diagnose. Mehr als 80% der SE sind genetisch bedingt und führen somit zu lebenslangen Erkrankungen. Außerdem trägt die meist späte Diagnosestellung und das häufige Fehlen einer Therapie zu schweren Krankheitsverläufen bei. Wegen der kleinen Patientenzahlen wäre die Entwicklung eines Pharmakons unrentabel.

    Infos


    _______________

    19.-20.6.2012

    Consense Stuttgart 2012

    Internationale Fachmesse und Kongress
    für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben

    Infos

    _______________

    19.6.2012

    WKI-Online-Seminar am 19.6.: „Emissionsuntersuchungen von Bauprodukten“

    Am 19.6.2012 dreht sich beim 6. WKI-Webinar alles um Emissionsunter­suchungen von Bauprodukten in kleinen und begehbaren Prüfkammern. Typische Messpara­meter sind Emissionen von Formaldehyd, VOC und SVOC. Neuerdings stehen auch Geruchsemissionen sowie mögliche Partikelemissionen im Fokus des Interesses.

    Mehr Infos/ Anmeldung

    ________________________

    5. und 6. Juni 2012 Schloss Bellevue/ Park Berlin

    Woche der Umwelt

    Der Bundespräsident lädt am 5. und 6. Juni 2012 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur vierten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein und führt damit die Tradition dieses besonderen Ausstellungs- und Informationsformats für zukunftsweisende Umweltprojekte fort.

    Mehr Infos

    ________________________

    10.05.2012  Hochschule Augsburg

    Chemie-Cluster Bayern GmbH

    Chemie trifft Ausbau

    fachlicher Austausch von Chemie-Cluster Mitgliedern aus den Bereichen Farben, Lacke, Klebstoffe und Schäume mit öffentlichen Bauherren, Architekten und Bauunternhmen.

    Programm und Anmeldung

    __________________

    Ecobau Live 2012

    27. bis 29. März 2012 mit zahlreichen Fachvorträgen und 

    Podiumsdikussionen  (auch zum Thema "Wohngesundheit")

    Barrierefrei 2.5.2017

    Rebstock 22.03.2017

    WDR Elektrosmog 2.3.2017

    ARD PCB

    Riga 2016

    ARD PCP

    Link

    Vorschau

    WISO Holzschutz

    Menschenrechte

    Sondermüll Polystyrol

    17.11.2015 WKI VVOC Seminar

    ARD Das Erste 

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