Gesetzliche "Grenzwerte", "offizielle Richtwerte", "Vorsorgewerte" - Glaubwürdigkeit

 

 

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·         Bahnbrechendes Urteil zu "Berufskrankheiten"

·         Allgemeine Hinweise zu Richt- und Grenzwerten

·         Sonderbetrachtung Schulen Kitas

·         Additions- und Kumulationseffekte

·         Beispiele jahrzehntelanger Ignoranz 

·         Umweltmedizinische Bewertung von gesetzlichen Grenzwerten

 

Definition Richtwerte, Orientierungswerte:

·         Richtwert I und II

·         NIK und Mak Werte

·         LCI Werte

·        AGÖF Orientierungswerte

·         R- Wert (Risikofaktor)

 

 

 

 

Bahnbrechendes Urteil zu Berufskrankheiten

MAK-Werte: Einhaltung steht Anerkennung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung als Berufskrankheit nicht entgegen

Arbeitsbedingte  Atemwegserkrankungen können auch durch toxisch-irritative Stoffe im Niedrigkonzentrationsbereich verursacht werden.

Dies hat das Sozialgericht Karlsruhe nunmehr in seiner Entscheidung bekanntgegeben.

Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 14.12.2016 S 1 U 3686/15 -  Pressemitteilung

 

Mit diesem Urteil verabschiedet sich die "Rechtssprechung" von der bisherigen strikten Orientierung an oft  viel zu hohen Grenzwerten und erkennt an, dass viele Schadstoffe auch im Niedrigkonzentrationsbereich bei Langzeitbelastungen Auslöser einer Berufskrankheit sein können.

Zitat:

" Auf der Grundlage des Gutachtens eines Arbeitsmediziners und Facharztes für Lungen- und Bronchialheilkunde hat das Gericht entscheiden, dass arbeitsbedingte Atemwegserkrankungen auch durch toxisch-irritative Schadstoffe im Niedrigkonzentrationsbereich verursacht werden könnten. Der Arbeitsplatzgrenzwert gebe nach der gesetzlichen Definition allein an, bis zu welcher Konzentration eine Gesundheitsgefahr für Versicherte "im Allgemeinen" nicht bestehe, schließe aber schädliche Auswirkungen im Einzelfall nicht von vorn herein aus."

 

Voraussetzungen für Berufskrankheit erfüllt 

 

"Die Klägerin erfülle auch die medizinische Voraussetzungen der streitigen BK. Insbesondere bestehe mit Wahrscheinlichkeit ein ursächlicher Zusammenhang zwischen ihrer schwergradigen Lungenerkrankung und den beruflichen Schadstoffeinwirkungen, nachdem der Sachverständige alle im konkreten Fall in Betracht kommenden unversicherten Konkurrenzursachen mit überzeugender Begründung ausgeschlossen habe.

Schließlich bejahte das Gericht auch den Zwang zur Aufgabe der versicherten Tätigkeit, weil die Klägerin nach einem für den Träger der gesetzlichen Rentenversicherung erstellten Gutachten selbst leichte Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch weniger als drei Stunden täglich verrichten könne."

Das Urteil bestätigt auch den Bedarf umweltmedizinisch erfahrener Gutachter, die sich auch mit Schadstoff- Belastungen unabhängig gesetzlicher Grenzwerte, MAK Werte auseinandersetzen und neben der Anerkennung unterschiedlicher individueller Sensitivitäten unter anderem auch mögliche Wechselwirkungen einzelner Schadstoffe ("unterhalb" gerne herangezogener "Grenzwerte") untereinander wie in diesem Fall berücksichtigen.

 

Auflistung positiver und negativer Gerichtsurteile für Umwelterkrankte

Fachlich bestätigt wird dieses Gerichtsurteil seit langem (1996!) auch durch die Ergebnisse von Studien der Universität Oldenburg:

Fatale Kombinationswirkungen erfordern zusätzliche Untersuchungsverfahren 

 

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Allgemeine Hinweise, Definitionen zu Richt/ Grenz/ und Orientierungswerten

Für unsere sehr individuellen Beratungen gehen wir  von(Un)- Verträglichkeiten auch für Risikogruppen wie Schwangere, Kleinkinder, Allergiker, MCS Kranken aus, deren Schutz wir in vielen Fällen durch diese Werte in keiner Weise gewährleistet sehen

Diese präventive Bewertung unsererseits wird bestätigt durch zahlreiche Studien des UFZ, bei denen immer wieder Langzeitfolgen auch relativ geringer Belastungen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3  aber auch durch weitere internationale Studien  

     

    Siehe auch EGGBI Diskussionsseiten und geforderte Konsequenzen

     

    Richtwert: Wert den man einhalten soll, ohne dass ein Zwang besteht oder Strafen drohen; er ist eine Empfehlung, aber mit gewissem Nachdruck. (Siehe auch Seite 15; VOC)

    Grenzwert: muss eingehalten werden, bei Überschreitungen muss saniert werden. 

    Daneben gibt es auch Bezeichnungen wie "Vorsorgewerte, Warn- oder Indikatorwerte, Orientierungswerte, Besorgnis- Leit- oder Eingreifwerte, Gefahrenwerte"...   Übersicht des Umweltbundesamtes 

    Seit Jahrzehnten gelingt es der Industrie, mittels exzellenter Lobbyarbeit nationale und internationale Zulassungen, gesetzliche Grenzwerte ihren Wünschen (dem leicht Machbaren) anzupassen; die Medizin benötigt ebenso Jahrzehnte, um die gesundheitlichen Risiken so nachzuweisen, dass der Gesetzgeber erst mit unverantwortlicher Verspätung (absolut Ignoranz des Vorsorgeprinzips) zum Handeln gezwungen wird.

    Siehe auch

    "Die Fragwürdigkeit von Grenzwerten"

     

    Hinweis:

    Unsere Kritik an der Handhabung diverser "Grenzwerte" ergibt sich aus jahrelangen praktischen Beispielen  von nachgewiesenen  "Unverträglichkeiten" "Umwelterkrankter" und "Sensitiver" (u.a. auch Kleinkinder)- die Kritik gilt in manchen Fällen sicher nicht bei Projekten für gesunde Menschen mit intaktem Immunsystem vor allem bei relativ "kurzfristigen" Belastungen.

    Viele dieser Werte stellen auf jeden Fall im Allgemeinen eine wertvolle Entscheidungshilfe bei Produktentscheidungen dar.

     

     

     

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    Sonderbetrachtung Schulen und Kitas

    (Häufung von Beschwerden an Schulen und Kitas)

    Hier erleben wir sehr oft, dass massive Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen mit "Teil-Schadstoffprüfungen"  (beispielsweise nur VOC, Formaldehyd; nur PCB; nur Schimmel) und dem Hinweis auf "Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte"   "abgeschmettert" werden. Weitere "mögliche" Gesundheitsrisiken wie z. B. durch WeichmacherFlammschutzmittel,Radon oder übermäßige elektromagnetische Belastungen werden fast immer(!) bewusst nicht einbezogen. (Linkedin Beitrag)

    Vernachlässigt werden dabei die Tatsachen:

     

     

     

    Additions- und Kumulationseffekte

    • Die Notwendigkeit, ein Monitoringkonzept interdisziplinär und Sektor übergreifend zu gestalten, ergibt sich auch aus folgenden Effekten, die durch eine reine, den Gesamtzusammenhang nicht berücksichtigende Gefahrenabwehr nicht erfasst werden:
    • Kumulations- oder Matrixeffekte (sich gegenseitig verstärkende verschiedene Wirkungen, die von Stoffen oder gentechnisch veränderten Organismen ausgehen können),
    • Additionseffekte (Summation mehrerer gleichartiger Wirkungen),
    • Räumliche und zeitliche Distanz von Wirkungen
    • Systemische Wirkungen: Effekte, die in einem Bereich entstehen, verursachen Auswirkungen nicht nur in diesem, sondern ebenfalls in anderen Bereichen. Dabei sind Interaktionen nicht immer linear und vor allem schwer vorhersehbar  (Medienübergreifendes Monitoring aus Umweltgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen).http://www.presse.uni-oldenburg.de/f-aktuell/24810.html

    siehe auch  Kombinationseffekte

     

     

    Wirkliche Kritik ist aber zu üben gegenüber Behörden und Gremien, die jahrelange Warnungen von präventiv agierenden Medizinern bewusst ignorieren:

     

    "Hersteller und Behörden versuchen immer wieder in harmonischer Zusammenarbeit gesundheitliche Risiken von Produkten - seien  es Medikamente, Pflanzenschutzmittel Elektrogeräte und deren "Stäube" (Laserdrucker) und elektromagnetischen Belastungen, aber auch Schadstoffe in und aus Bauprodukten, auch aus Verpackungen und in Lebensmitteln so lange als möglich zu "bagatellisieren" - mittels großzügiger Grenz-, Richt-, Schwellenwerten, fragwürdiger Stellungnahmen  eine Zulassung von Produkten zu legitimieren."

    Eine herausregende Stellung nimmt dabei das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) ein, welches laut Presseberichten zum Beispiel für wissenschaftliche Studien sogar Leserbriefe von Industriemitarbeitern betroffener Firmen als "Quellen" heranzieht.(Süddeutsche Zeitung).

     

    "Unabhängige" Gutachter beeinflussen die Gesetzgebung und werden dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

    Beispiel Helmut Greim (beriet die Bundesregierung bei vielen Entscheidungen- von Risikobewertungen für Holzschutzmittel über Dioxin, PCB bis hin zu Glyphosat)

     

    Auch bei Gutachten zu Schadstoffen stoßen wie immer wieder auf "Verharmlosungen"

    Beispiel Medizin - PCB Bewertung  "Experte mit "G`schmäckle"

    Siehe auch "Bagatellisierung von Messergebnissen"  und "Untersuchungen bei Kindern und Lehrern" und "umweltmedizinische Bewertung von Grenzwerten"

     "

     

    Interessens- Überschneidungen von Kommissionsmitgliedern, zahlreiche zweifelhafte Stellungnahmen (Beispiel: Glyphosat) haben zu einem massiven Reputationsverlust geführt.  ("Das Märchen von den Grenzwerten")

    Die Glaubwürdigkeit amtlicher Bewertungen und  Aussagen, Grenzwerte wurde bereits vielfach widerlegt; fast immer musste es aber im Vorfeld zu massiven gesundheitlichen Schäden von Verbrauchern führen.

    Unverständlich aber auch, dass aus Datenschutzgründen Behörden in der Regel auch die Namen von Verursachern möglichst lange verheimlichen - dies stets zum Nachteil der Verbraucher. (Beispiel: Formaldehydbelastungen an Schulen)

     

     

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    Umweltmedizinische Bewertung von Grenzwerten

    Prof. Wolfgang Wildführ, ehemals Direktor des Institutes für Hygiene der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig

     

    „Grenzwerte haben nur einen eingeschränkten Aussagewert. Wichtig für eine Therapie ist, was der Mensch in sich hat“

     „Wir haben derzeit in der Umweltmedizin das Problem, dass man es bei den Schadfaktoren, die in Frage kommen, mit Konzentrationen zu tun hat, die weit unter einem Schwellenwert liegen. ·        


    • Im menschlichen Körper passiert bei niedrigen Konzentrationen über lange Zeit nichts.  
    • Dann kommt die Anpassung,
    •  dann wird eine Schwelle erreicht, wo man erste Veränderungen sieht,
    • dann kommt wieder lange nichts,
    • dann kommt der administrativ festgelegte Grenzwert
    • und dann erst geht’s wirklich in den pathologischen Bereich.

    Und diese großen Spannen werden in den Medien nicht vermittelt, können gar nicht vermittelt werden.

    Erst eine Grenzwertüberschreitung ist eine Nachricht, die was wert ist, ob das nun von Bedeutung ist oder nicht.

    Den Medien fehlt ganz einfach oft das Hintergrundwissen, das man für die Interpretation solcher Dinge braucht.

    In der umweltmedizinischen Praxis haben Grenzwerte nur einen eingeschränkten Aussagewert, weil für eine Therapie eigentlich nur die innere Exposition ausschlaggebend ist, d.h. also das, was der Mensch in sich hat und nicht das, was von außen auf ihn einwirkt.

    Die einzelnen Stoffe werden doch recht unterschiedlich resorbiert und metabolisiert.

    Die Bestimmung der inneren Exposition bedeutet messen, messen mit hoch komplexer Analytik, die kostenaufwändig ist.

    Liegt dann ein Befund vor, so und soviel Mikrogramm von dem Stoff sind im Organismus drin, so ist die Umweltmedizin längst noch nicht so weit, dass man in jedem Fall weiß, wie eine Therapie auszusehen

    hat.  (Literaturquelle  Seite 11)

     

    Grenzwerte sind daher stets unter dem Aspekt zu betrachten, dass sie sich auf nur einen Stoff beziehen

    aber nicht Kombinationseffekte, die sich in vielen Fällen aus der Addition verschiedener Stoffe - jeweils für sich im "Niedrigdosisbereich" - ergeben, die bisher kaum erforscht werden.

    Forschungsprojekte an Universitäten benötigen in der Regel den "Nachweis" von Fremdmitteln (Mitfinanzierung beispielsweise von Industrieunternehmen, Ministerien oder Landesämtern) - es gibt aber kaum ausreichend finanzstarke Unternehmen, die an solchen Forschungsprojekten wirklich interessiert wären.

    Zu beachten ist gerade bei Raumschadstoffen aber auch die "Langzeitbelastung",

    deren Auswirkungen gerade bei Schwangeren, Säuglingen und Kindern in keiner Weise ausreichend bisher erforscht worden ist.

    "Haber`sche Regel"

    "Bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Zusammenhang zwischen der Dauer einer Exposition und der Menge einer toxischen Substanz erkannt, so stellten Flury und Heubner 1919 das Gesetz von der konstanten Wirkung bei konstantem Produkt aus Konzentration (c) und Dauer (t) auf."

    Siehe dazu auch Forschungsergebnisse des UFZ Leipzig Allergien und VOC

    Dazu kommen heftige Diskussion innerhalb der Medizin - "konservativ contra Umweltmediziner", die nicht zur Beruhigung der Verbraucher beitragen.

     

    Nulltoleranzen

    "Vor allem für krebserzeugende, genschädigende und fruchtschädigende Stoffe kann keine Dosis angegeben werden, unter der eine (schädliche) Wirkung ausgeschlossen werden kann. Zwar gilt auch hier, dass höhere Belastungen ein höheres Risiko bedeuten, ein Nullrisiko gäbe es jedoch nur bei vollständiger Abwesenheit des Stoffes bzw. der Umweltnoxe. Hier muss ein gesellschaftlicher Konsens über Vor- und Nachteile der Nutzung bzw. des Verzichts auf den gegebenen Stoff gefunden werden." (Quelle)

     

     

    siehe auch

    Niedirgdosiseffekte aus Sicht der chemischen Industrie (VCI Vorlage) und

    Dr. Tino Merz:

    Kenngrößen, Definitionen, Risikoabschätzungen

    Bedeutung von Niedrigdosis

     

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    Geforderte Konsequenz:

    Wirkungen von Substanzen in sehr niedrigen Konzentrationen besser vorhersehen  

    Sehr oft wird – auch bei krebserregenden Stoffen gerne von „Schwellenwerten“ gesprochen, bei deren Unterschreitung keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. (Beispiel: aktuelle NIK Werte für Formaldehyd).

     

     

     

    Die Rechtfertigung solcher „Schwellenwerte“ wird durch neue Untersuchungsmethoden des UFZ Leipzig am Beispiel Benzo(a)pyren (aus der Gruppe PAK, siehe auch UBA) in Frage gestellt:

     

    PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

    Neue Omics-Methoden verbessern Analyse der zellulären Wirkung am Beispiel 

    Benzo[a]pyren:

    "Die Wissenschaftler haben die Wirkung von Benzo[a]pyren als Modellsubstanz in Zellkulturen genauer untersucht. Benzo[a]pyren ist eine der am längsten bekannten und untersuchten krebserregenden Substanzen. Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gibt es keine Dosis ohne Wirkung, d.h. dass jede Menge schädlich sein kann.

    Idealerweise sollten Verbraucher mit solchen Stoffen überhaupt nicht in Kontakt kommen."

    Bericht

     

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    Weitere Beispiele jahrelang unterschätzter Gefahren: 

     

    PCB - deutsche Richtwerte liegen um den Faktor 50 über den WHO Empfehlungen

     

    Entwarnung gibt Bayerns Verbraucherminister 2009 für Tausende Gebäude

    Sinner verglich das Gesundheitsrisiko durch die PCB-Altlasten mit dem Rauchen einer Zigarette pro Jahr.  Pressemeldung

     Siehe dazu auch: Bagatellisierung von Messergebnissen an Schulen und KITAS

    Umweltbundesamt, Jochen Flasbarth 20.08.2013:

    "PCBs sind ein Negativbeispiel für unzureichendes, zu spätes Chemikalienmanagement: Mehr als 60 Jahre sind von den ersten Hinweisen bis zur Unterzeichnung der Stockholm-Konvention vergangen. So lange darf es bei heute bekannten besonders Besorgnis erregenden Stoffen mit ähnlichem Gefahrenprofil nicht dauern!"  Rede zum PCB Management

     

    Ein beunruhigendes  Bild ergaben 2016 Recherchen von Plus Minus:

    PCB-haltiges Material in jeder dritten Schule

    Große Mengen PCB befinden sich in Gebäuden, die vor 40 bis 50 Jahren errichtet wurden. Circa 50 bis 80 Prozent der PCB-haltigen Fugenmassen und Farbanstriche wurden bis heute nicht entfernt. Das geht aus einer Analyse für das Umweltbundesamt hervor. Demnach befindet sich in jeder dritten Schule in Deutschland PCB-haltiges Material.

    Richtlinie erlaubt hohe PCB-Konzentration


    Ob ein Gebäude saniert werden muss, entscheiden Experten gemäß PCB-Richtlinie. Sie orientiert sich an Einschätzungen aus dem Jahr 1994 und verharmlost die Gefahren von PCB, heißt es in einer Analyse für das Bundesumweltamt. Die aktuell gültige PCB-Richtlinie mutet Raumnutzern eine PCB-Konzentration in der Atemluft zu, die um den Faktor 50 über dem Wert liegt, den die Weltgesundheitsorganisation WHO seit 2003 für tolerabel hält.

    Eine Anfrage von Plusminus zur veralteten PCB-Richtlinie wurde im März auf der Bundesbauministerkonferenz behandelt. Doch keine der gestellten Fragen konnte die Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz beantworten. Das Gremium, das die PCB-Richtlinie damals ausarbeitete, sei zwischenzeitlich aufgelöst worden. Eine fachlich fundierte Stellungnahme sei daher nicht möglich. Die inhaltliche Aktualität der Richtlinie wolle man überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen veranlassen.

     

    Anders sah dies bereits 1992 das Amtsgericht Wiesbaden: 

    Jäger weist nun zusätzlich auf zwei Urteile des Verwaltungsgerichts Wiesbaden  vom  26. August und 7. September 1992 hin (Az III/ 1 G 398/91 und Az III /1 G 1011/91, die beide das gleiche feststellen: Ab 1000 Nanogramm PCB-Konzentration in der Innenluft müsste sofort die Bauaufsicht einschreiten. Also ab einem Wert, der unter den 3000 der hessischen PCB-Richtlinie liege.Textquelle

     

     

    Aussage Plus Minus zu Sendung am 23.03.2016      Sendung Youtube

    "Grenzwerte nach Machbarkeit bei PCB" 6.12.2014

     

     

     

    Siehe dazu auch Termine ,

    Umwelterkrankungen und Krebs und  

    EGGBI_ Raumschadstoff PCB)

     

     

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    Holzschutzmittel

    Lange Zeit gesetzlich sogar vorgeschriebener Holzschutz erwies sich im Holzschutzmittelprozess (bisher größter deutscher Umweltprozess) als Verursacher von unzähligen dauerhaften gesundheitlichen Schädigungen)

    http://www.zeit.de/1993/22/der-dritte-durchbruch

    Auch die Holzschutzmittel "Neu" enthalten an Stelle der inzwischen verbotenen Wirkstoffe Lindan, PCP nach wie vor äußerst umstrittene Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Propiconazol.

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    Weichmacher

    Beispiel: Bisphenol A

    1) Stellungnahme 17.4.2003 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

    "Bisphenol A wird gegenwärtig auf europäischer Ebene im Hinblick auf ein gesundheitliches Risiko bewertet. Im Vordergrund stehen dabei seine östrogene Aktivität als sogenannter „endocrine disruptor“ sowie mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung des männlichen Reproduktionssystems.

    BPA hat eine geringe akute Giftigkeit, es gibt weder Hinweise auf Krebs auslösende noch auf Frucht schädigende Eigenschaften. Erbgut schädigende (genotoxische) Wirkungen waren bislang nur aus Zellkultur-Versuchen, nicht aber aus Tierversuchen bekannt. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union (SCF) hat BPA deshalb als nicht genotoxisch eingestuft." Quelle

    2) Stellungnahme 22.05.2005 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

    "Bisphenol A hat eine geringe akute Giftigkeit, es gibt weder Hinweise auf Krebs auslösende noch auf Frucht schädigende Eigenschaften. Die Substanz gehört aber zu den sogenannten „endocrine disruptors“, das sind Stoffe, die im Organismus östrogen wirken können. (Quelle)

    3) Stellungnahme 29.07.2010 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

    "Aus Sicht des BfR lässt sich aus den beiden neuen Studien kein Verdacht auf ein spezifisches schädigendes Potenzial von Bisphenol A für Verhalten und neurologische Entwicklung ableiten." 

    Trotz jahrelanger Warnungen beispielsweise des BUND kommt es erst schrittweise ab 2015 zu einer europaweiten Grenzwertsenkung - und in manchen Ländern zu Einsatzverbot (Beispiel Frankreich: Verbot für Lebensmittelverpackungen) in definierten Produktgruppen,

    Noch 2007 erhöhte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Grenzwert von BPA von 10 µg pro kg Körpergewicht auf 50 µg/kg Körpergewicht! (Quelle)

    4) Stellungnahme 19.02.2015 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

     

    Kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher durch Bisphenol A-Exposition - BfR unter- stützt die Einschätzung der EFSA-Neubewertung 

    (Quelle BfR)          siehe dazu auch TV Bericht

     

     

     

    Eine gänzlich andere Einstufung macht der BUND aber auch das Umweltbundesamt

    Nach wie vor finden sich viele dieser Stoffe nicht nur in Kunststoffen (PVC) sondern auch in Lacken, Farben und anderen Produkten. 

    Siehe auch EGGBI Gesundheitsrisiken aus PVC und Weichmachern

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    Pyrethroide - Permethrin

    ".......lässt sich bei fachgerechter

    Ausrüstung von Teppichen und Teppichböden eine nennenswerte Exposition für die Bewohner nicht ableiten. Das BfR sieht unter diesen Bedingungen kein Gesundheitsrisiko für die Bewohner".(Quelle)

     

    Zitat Schadstoffberatung Tübingen:

    "Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist vom Kauf oder der Verwendung von Teppichen oder Teppichböden mit vorbeugender Ausrüstung abzuraten. Beim Kauf sollte ggf. eine entsprechende schriftliche Bestätigung gefordert werden.

    Als problematisch ist die Tatsache anzusehen, dass für die Vergabe des Qualitätszeichens "Wollsiegelqualität" eine vorbeugende Motten- und Käferschutzausrüstung (meist auf Pyrethroidbasis) erforderlich ist." (Quelle SChadstoffberatung Tübingen)

    "Eine Belastung der Luft bzw. des Hausstaubs kann durch Faserabrieb erfolgen. Vor allem krabbelnde Kleinkinder können über den Haut- oder Hand-Mund-
    Kontakt diese Stoffen ausgesetzt sein." (Quelle: WWF Studie "Pestizide im Haushalt"; Seite 15)

     

    Wir gehen bei unseren Beratungen und Produktempfehlungen von einem erhöhten Schutzbedürfnis unserer Klientel (junge Familien mit Kleinkindern im "Krabbelalter", Allergiker, Chemikaliensensitive, Umwelterkrankte) aus und lehnen daher den Einsatz von Pyrethroiden grundsätzlich ab.

    EGGBI Stellungnahme zu Pyrethroiden

     

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    Formaldehyd

    Lange eingesetzt in vielen Klebern, Holzwerkstoffen; erst jetzt erfolgt eine relevante Einstufung bezüglich „Krebsverdacht“. – noch 2006 hatten Umweltbundesamt und das Bundesamt für Risikobewertung eine Verschärfung der Formaldehydrichtwerte als nicht erforderlich bezeichnet. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Formaldehyd.pdf .

    Im selben Jahr forderte natureplus, (ein Zusammenschluss internationaler Fachinstitute) bereits strengere Richtwerte.

    http://www.natureplus.de/fileadmin/user_upload/pdf/press-service/natureplus_Fachpressedienst_08-06.pdf

    Immerhin wurde inzwischen der Richtwert minimal reduziert:

    "Ausgehend von einer NOAEC von 0,63 mg/m3 für Reizwirkungen beim Menschen, eines Faktor von 1 für die Zeitextrapolation sowie eines Faktor von 5 für die interindividuelle Variabilität leitet der Ausschuss einen Richtwert I (Vorsorgewert) von 0,1 mg Formaldehyd/m3 Innenraumluft ab. Nach Auffassung des Ausschusses sollte die Konzentration von 0,1 mg Formaldehyd/ m3 Innenraumluft auch kurzzeitig, bezogen auf einen Messzeitraum von einer halben Stunde, nicht überschritten werden." Bundesgesundheitsblatt 2016 · 59:1040–1044

    Gerade in Schulen, Kitas werden aber Werte um die 100 µg/m³ nach wie vor von manchen Gutachtern, Amtsärzten und Gesundheitsämtern als gesundheitlich völlig unbedenklich dargestellt, obwohl die Belastung hier auf jeden Fall mehrer Stunden am Tag betrifft.

    Infos zu international teilweise wesentlich strengeren Werten bzgl. Baustoffemissionen und Raumluftbelastung

     

     

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    Flammschutzmittel (am Beispiel HBCD)

    für die es teilweise trotz höchster gesundheitsgefährdender Einstufung jahrelange "Ausnahmeregelungen" zum allgemeinen Verbot gibt - aber auch für die "Ersatzstoffe" beispielsweise von HBCDD sind bis heute nicht entsprechende gesundheitlich bewertbare Informationen erhältlich. (Flammschutzmittel)

    Noch 2005 behaupteten Umweltbundesamt und Bundesinstitut für Risikobewertung:

    "Rückstände von Flammschutzmitteln in Muttermilch sind für gestillte Säuglinge in Deutschland kein Gesundheitsrisiko. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erstellt wurde." Quelle 

    Etwas anders präsentiert sich die Einschätzung von HBCD in einer Internetaussage des Umweltbundesamtes vom 29.05.2013:

    „Die drei am häufigsten verwendeten bromierten Flammschutzmittel waren im Jahr 2008 Tetrabrombisphenol A (TBBPA), Decabromdiphenylether (DecaBDE) und Hexabromcyclododecan (HBCD). Alle drei Chemikalien sind in der entlegenen Polarregion und der Muttermilch nachweisbar und sollten aus Sicht des Umweltbundesamtes nicht eingesetzt werden. Darüber hinaus sind sie in unterschiedlichem Maß giftig für Gewässerorganismen und haben möglicherweise langfristig schädliche Wirkungen auf Mensch oder Umwelt“ Quelle

    siehe auch

     

     

    und Lobbyarbeit contra Gesundheitspolitik

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    Asbest

    Langzeitwirkung - jahrzehntelang wurden "Warnungen" nicht ernstgenommen - erst 1993 reagierte der Gesetzgeber in Deutschland mit einem Verbot, 2005 die EU. 

    Gerade in den letzten Jahren – viele Jahre nach dem Verbot von Asbestprodukten – treten erst jetzt die meisten Fälle von Asbestose auf

    siehe auch

    ARD TV Bericht 15.08.2016: "Asbest- die tödliche Gefahr"

    http://www.onmeda.de/weitere-ratgeber/asbest.html 

    http://www.welt.de/gesundheit/article106291129/Der-getarnte-Killer-Asbest-ist-allgegenwaertig.html 

    Auch die Einstufung der "Biolöslichkeit" der Mineralfaser "Neu" stößt bei manchen Umweltmedizinern auf Kritik - hier wird es erneut wieder sehr lange dauern, um eine "eventuelle" verbleibende Gesundheitsgefährdung nachzuweisen - zumal es im Bereich Forschung meist auch an den finanziellen Mitteln für solche Projekte fehlt, die nicht im Interesse einer zur Mitfinanzierung gewünschten (erforderlichen) Industrie liegen.

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    Isocyanate

    In den technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) wird hingewiesen, dass es bei manchen Schadstoffen

    (als Beispiel aufgeführt werden dabei Isocyanate: diese werden unter anderemauch bei der Verklebung von OSB Platten eingesetzt; eine Messung auf möglicherweise freigesetzte Isocyanate ist daher bei OSB- Emissionsprüfungen unverzichtbar)

    auch bereits bei geringsten Dosierungen zu Erkrankungen kommen kann. Zitat:: 

    „Es wurden auch Erkrankungsfälle beschrieben, bei denen eine Exposition messtechnisch nicht nachgewiesen werden konnte. Bereits sensibilisierte Personen können auf Expositionen deutlich unterhalb der Arbeitsplatzgrenzwerte reagieren. Für einige Isocyanate liegen Hinweise auf krebserzeugende und mutagene Wirkungen vor“. (Seite 4 TRGS)

    Siehe dazu auch EGGBI Diskussionsseite 

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    Isothiazolinone

    Jahrelang besteht bereits eine Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von Isothiazolinonen ("allergenisierend") - bei den Richtwerten, LCI, AgBB wurde zwar ein strenger Satz bei CMIT/MIT festgelegt (1 µg/m³) BIT und MIT wurden aber "verharmlost" (100 µg/m³!).

    Diese Differenzierung in der gesundheitlichen Bewertung für Bauprodukte in der Prüfkammer

    wurde aber von vielen Gutachtern auch bei der Bewertung von Raumluftwerten praktiziert.

    Bei erhöhten Konzentrationen und damit  verbundenen gesundheitlichen Beschwerden von Gebäudenutzern sahen selbst "Universitätsinstitute" und Gesundheitsämter bei BIT und vor allem ("nur") MIT oft  auf Grund dieser "Unterscheidung" bei der Bewertung keinerlei Handlungsbedarf.

    Uns liegt ein Patientenbericht vor, bei der einer schwangere Büroangestellten mit Beschwerden im nachgewiesen MIT belasteten Büro "Einbildung" seitens der Klinik vorgehalten wurde.

    Offensichtlich war man in der Vergangenheit auch hier bei den "Richtwerten" viel zu großzügig:

    Die Unterscheidung war offensichtlich nicht gerechtfertigt!

    Zitat:

    Aufgrund tierexperimenteller Ergebnisse war bislang eine unterschiedliche Wirkungsstärke von CMIT und MIT angenommen worden. Der Europäische Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (EU-SCCS 2015) kam jedoch aufgrund epidemiologischer Beobachtungen zur Häufigkeit einer Kontaktdermatitis zu dem Schluss, das MIT und CMIT als etwa gleich stark wirkend angesehen werden können. Im Hinblick auf die Ableitung von Richtwerten eröffnet sich damit die Möglichkeit, Richtwerte für die Summe CMIT und MIT in der Innenraumluft (anstelle eine festen Gemisches, das in der Innenraumluft jedoch nicht mehr vorkommt) abzuleiten.Quelle UBA

    Offen bleibt für den Verbraucher derzeit die Frage, wie Hersteller und "Gütezeichen" künftig mit diesen "Neuerkenntnissen" umgehen werden.

    Weitere Infos zu Isothiazolinone

     

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    Trinkwasserleitungen

    Trotz Einsatz geprüfter "Leitungen" (DVGW; TVO) gibt es auch in Neubauten immer wieder Geruchs- und Geschmacksprobleme beim Trinkwasser - aktuell liegen uns noch ungeklärte Reklamationsfälle bei diversen Kunststoffleitungen vor. Siehe auch: Gesundheitsverträgliche Trinkwasserleitungen

    Auch hier empfehlen wir, unabhängig von diversen "Zertifikaten" tatsächliche aktuelle(!) Prüfberichte zu fordern und spätere Reklamationen zu vermeiden.

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    Elektromagnetische Belastungen

    Nur schrittweise werden dazu die gesundheitlichen Risiken eingeräumt - unterschiedlichste "Grenzwerte" in den verschiedenen Ländern beweisen die massive Einflussnahme der Industrie in die Politik.

    Anders als manche Landes- Umweltministerien versucht hier beispielsweise des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)gesundheitliche Risiken zu bagatellisieren und mittels "Forschungsberichten" eine Senkung von Grenzwerten so lange als möglich im Interesse der Industrie hinauszuzögern. 

    Zitat:

    "Die in der Umwelt vorkommenden Feldintensitäten liegen im Mittel weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Bei Einhaltung der Grenzwerte ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen. Dies gilt auch für ungeborene Kinder."(BfS, Seite 27)

    Mobilfunk

    Allgemein kann man sagen, dass Mobiltelefone kein geeignetes Spielzeug für Säuglinge und Kleinkinder darstellen – schon wegen des ungeeigneten Materials und eventuell verschluckbarer Kleinteile. Die Frage, ob Kinder gegenüber den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks empfindlicher als Erwachsene sind, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Nach dem derzeitigen Stand des Wissens sind gesundheitsschädliche Wirkungen durch Mobilfunkfelder nicht zu befürchten. Dies gilt für die Benutzung von Mobiltelefonen genauso wie für den Fall, dass sich die Wohnung in der Nähe eines Mobilfunkmastes befindet.(UBA, BfS, BfR, Seite 75)

    Kein gesundheitsrelevanter Einfluss (BfR Homepage Juni 2016)

     

     

    Erst unter dem Druck der Öffentlichkeit wurde im Juli 2015 erstmals seitens des BfS eine tumorbeschleunigendes Potential der Mobilfunkstrahlung zugegeben!

     

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    WOOLIT

    Hier wurde ein Produkt mit öffentlichen Mitteln entwickelt (gefördert vom Umweltbundesamt und unterstützt von zahlreichen Behörden aus Hessen) welches letztendlich "Giftmüll" in Tausende von Häusern eingebracht hat. (Infos dazu)

     

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    Radon

    Seit Jahrzehnten als krebserzeugend erkannt, (zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs nach Nikotin) gibt es - anders als in der Schweiz erst ab 2018 EU weite Grenzwerte für Radonbelastungen in Gebäuden. Mehr Infos

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    Grobe Fehleinschätzung von gesundheitlichen Risiken incl. staatlicher Beschwichtigungen zuständiger Institutionen gibt es aber auch immer wieder bei vielen anderen Produkten des Alltags, bei Pflanzengiften, Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen, Medikamenten, Elektrogeräten

    Aktuelles Beispiel 2015/2016 Diskussion um ein Pflanzenschutzmittel:

    Glyphosat

    Siehe dazu auch:

    Glyphosat- Beispiel erfolgreichen Lobbyismus

     

     

     

    Mit nicht verantwortbarer Begründung wird derzeit versucht, eine erneute europäische Zulassung für das "Pflanzenschutzmittel" Glyphosat zu rechtfertigen:

    Obwohl die Internationale Krebsforschungsagentur IARC in einem umfassenden Bericht zum Ergebnis kam 

    "dass es beim Menschen Non-Hodgkin-Lymphome und Lungenkrebs hervorrufen und aufgrund „überzeugender Evidenz“ dafür, dass es bei Tieren Krebs erregen kann."  

    (siehe dazu auch: Q&A on Glyphosate)

    und in die Kategorie 2A (wahrscheinlich krebserregend) einstufte, zerstreut das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Bedenken mit der Aussage: 

    dass „nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis bei bestimmungsgemäßer Anwendung von

    Glyphosat kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen zu erwarten ist“.

    ebenso wie die kanadische Behörde "Health Canada": 

    es sei „unwahrscheinlich“, dass Glyphosat ihrer Gesundheit schade, „wenn sie es vorschriftsgemäß anwenden“.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nutzte für seinen Bewertungsbericht über das Pflanzengift Glyphosat offenbar auch Leserbriefe(!) von MitarbeiterInnen des Konzerns Monsanto als "Studien". (22.7.2015 Umweltinstitut München)   

    Nach wie vor wird dieser Bericht des BfR an die Europäische Kommission trotz Aussagen zu voller Transparenz  "nicht veröffentlicht" -  siehe dazu EGGBI Schriftverkehr mit BfR

    Von EFSA erhielten wir eine Antwort (mit noreply Mail-Adresse) mit einer Reihe von Links - leider alle nicht aufrufbar.

     

    Muss es auch hier erneut nach jahrzehntelanger Diskussion zu massiven gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung (der Einzelverbraucher kann die "zitierte bestimmungsgemäße Anwendung" ja überhaupt nicht beeinflussen, der Gesetzgeber bei der großflächigen Anwendung keineswegs garantieren!) kommen? - mit

    "Glyphosat in Muttermilch" /Süddeutsche Zeitung, 26.6.2015) und als Krebserreger (siehe auch Artikel "Krebserreger Glyphosat") - nur um einem Konzern mit offensichtlich guten Verbindungen zu Politik und Behörden auch in Zukunft Milliardengewinne zu sichern - und dies mit "staatlicher Unterstützung" (Duldung) anstatt das Vorsorgeprinzip gelten zu lassen? („Ärzte gegen Glyphosat“ )

    Erstaunlich im Zusammenhang mit der „Geheimsache Glyphosat“  (Süddeutsche Zeitung) die Aussagen des BfR: 

    Die Bewertung von Glyphosat durch das BfR ist transparent und unterlag sowohl einem „Peer Review“ durch die zuständigen Behörden der anderen EU-Mitgliedsstaaten als auch einem öffentlichen Konsultationsverfahren. Im Februar 2015, also vor der Einstufung durch die IARC, fand eine Expertendiskussion der EU unter Leitung der europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) statt. Dabei wurde die Bewertung des BfR diskutiert, einschließlich der Bewertung von Glyphosat als nicht krebserzeugend.“  (Zitat aus Quelle BfR)

    Bei solcher "Transparenz" dürfte es wohl - anders als bei der SZ beschrieben - kein Problem sein, den kritisierten Bericht offenzulegen  - nicht erst unter Berufung auf das  „Informationsfreiheitsgesetzes“ http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ifg/gesamt.pdf

    Eine ähnliche Verharmlosung durch das BfR finden wir auch bei Aussagen in der Vergangenheit zu Formaldehyd,  aber vor allem auch zu Weichmacher (Bisphenol A ) und Flammschutzmittel  (HBCD) .

     

    Noch immer wird von zahlreichen Herstellern versucht, dem Verbraucher mit dem Hinweis auf "Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte", "Reachkonfomität" etc. eine seriöse Produktinformationen mit kontrollierten Inhaltsdeklarationen und glaubwürdigen Emissionsaussagen (Einzelwerte!) zu verweigern. 

    «Gesetzlich festgelegte Grenzwerte beschreiben nicht die Grenze zwischen giftig und nicht giftig», erklärt Hensel. «Es sind politisch gemachte Handelsstandards, die aber selbstverständlich gesundheitliche Aspekte berücksichtigen.» (Prof. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin)  ?????   Quelle 

     

     

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    Grenzwerte für Quecksilber

    Quecksilber ist bekanntlich ein wesentlicher Verursacher von Umwelterkrankungen bis hin zu MCS - und Belastungen des Gehirns; (Gift fürs Gehirn) entsprechend kritisch sollten hier Gesetzgeber bei der Ermittlung von grenzwerten sein.

    Nunmehr will die EU die aktuellen Grenzwerte sogar noch erhöhen:

    Warum also will die EU-Kommission die Quecksilber-Grenzwerte trotzdem abschwächen? Wahrscheinlich ahnen Sie schon die Antwort: Es sind vor allem wirtschaftspolitische Gründe. Denn der im Moment geltende Grenzwert für größere Raubfische (1 Milligramm pro Kilogramm Fisch) führt aufgrund der tatsächlich hohen Belastung der Fische dazu, dass etwa die Hälfte dieser Fische nicht verkauft werden darf. Die Lösung der EU-Kommission: Man verdoppelt diesen Grenzwert einfach auf zwei Milligramm pro Kilogramm Fisch - und schon dürfen die meisten Fische legal verkauft werden. Im Gegenzug soll der Grenzwert für einige kleinere, insbesondere Plankton fressende, Fische verschärft werden. Ein klares Ablenkungsmanöver: Denn diese Fische sind ohnehin deutlich weniger mit Quecksilber belastet. Weder den derzeit geltenden noch den geplanten niedrigeren Grenzwert werden sie überschreiten. Quelle Foodwatch, 17.03.2017

    Dazu Aussagen des Umweltbundesamtes:

    Um Raubtiere zu schützen, die sich ausschließlich von mit Quecksilber belasteten Fischen ernähren, wurde das Umweltqualitätsziel der Wasserrahmenrichtlinie für Quecksilber in Fischen auf 20 Nanogramm/Gramm Frischgewicht festgelegt. Also auf einen Wert, der deutlich niedriger ist als die Quecksilber-Lebensmittelgrenzwerte für Fische. Quecksilber schädigt das Nervensystem, daher können Folgen dieser chronischen Belastungen Verhaltensveränderungen der Tiere sein. Auch verminderte Fortpflanzungsraten durch Quecksilberbelastung sind bekannt.

     

    Zum Schutz dieser Spitzenprädatoren hat die Wasserrahmenrichtlinie für Quecksilber eine Umweltqualitätsnorm von 20 Nanogramm pro Kilogramm Fisch festgelegt. Fast alle Fische in Deutschland überschreiten diesen Wert. Ein Risiko für Spitzenprädatoren, die sich ausschließlich von Fischen ernähren, kann also derzeit nicht ausgeschlossen werden. (Quelle)   

    20 Nanogramm = 

    0.00002 Milligramm    pro kg      in Fischen für Raubtiere UBA Zielwert

    1,0000   Milligramm    pro kg       in Fischen für Menschen = bisheriger Grenzwert –

    künftig 2 mg?

    Umrechnungstabelle

     

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    Tonerstäube

    Gefährliche Desinformation: Bundesanstalt bestreitet Krebsgefahr durch Toner 

    Weitere Infos zum Thema Gesundheitsrisiko durch Tonerstäube und Laserdrucker 

     

    Hier ist es offensichtlich der Industrielobby wiederholt gelungen, eine "kritischen" Satz zu entfernen -

    Beispiele

    • In der Version 22.11.2016  einer Information der Bundesregierung  wurde ein wichtiger Hinweis auf Laserdrucker aus der Originalversion vom 25.08.2016 bereits gelöscht.

    Originalversion:

    "Der meiste Feinstaub entsteht durch Abrieb von Kupplungen, Bremsbelägen und Reifen. Gefahr lauert jedoch auch in Innenräumen: Kerzen, schlecht gewartete Staubsauger und Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei - die besonders gefährlich ist.

    Er dringt in Bronchien und Lungenbläschen vor. Die ultrafeinen Partikel schaffen es sogar in den Blutkreislauf. Die Folgen reichen von Atemwegsentzündungen über Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs."

    (Bundesregierung - Luftverschmutzung macht krank25.08.2016

     

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    Falsche Einschätzung des Gesetzgebers gab/ gibt es bekanntlich auch immer wieder bei Medikamenten:

     

     

    Contergan

    galt viele Jahre als „unbedenklich“–

    Bericht auf youtube

    Der Fall Contergan (ARD)

     

    In all diesen Fällen wurden seitens zahlreicher „Fachleute“, vor allem aber auch Behörden die gesundheitlichen Risiken bagatellisiert, warnende Ärzte als „nicht relevant“ dargestellt. 

     

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    Schadstoffe im Olivenöl

    Die Wirksamkeit  staatlicher Institutionen hat sich erneut im aktuellen Olivenölskandalbewiesen  (das Vorgängerinstitut des BfR - Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz) hatte bereits 1995 zum gleichen Problem Stellung bezogen - bis heute ist es aber offenbar Bundesinstituten und Politik nicht notwendig erschieinen, hier regelmäßige staatliche Kontrollen einzuführen.

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    Schadstoffe in Adventkalender

    Erneut wurden bei Kontrollen von Adventkalendern im Dezember 2015 unter anderem krebserzeugende Mineralölrückstände gefunden; die Behörde versuchte aber, die Bekanntgabe der Namen der betroffenen Produkte und Hersteller möglichst über die Weihnachtszeit hinaus zu verzögern, um den Abverkauf der Ware nicht zu verhindern. Pressebericht.

    Bereits 2012 publizierte die Stiftung Warentest ähnliche Ergebnisse (Bericht "Mineralöl aus der Schokolade")

    Als Hauptquelle der Schadstoffbelastung wurde damals Recyclingpapier aus der Verpackung festgestellt:

    Zitat: 

    Der Übergang von Mineralölkohlenwasserstoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel Schokolade sei deshalb grundsätzlich unerwünscht und sollte vermieden werden. Wie die Stiftung Warentest bereits bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des Adventskalendertests berichtet hat, besteht zurzeit in Deutschland jede zweite Kartonverpackung für Lebensmittel aus recyceltem Altpapier. Quelle

    EGGBI empfiehlt bereits seit Jahren, auch bei Baustoffen für den Wohnungs,Schul- und Kitabau auf Recyclingprodukte zu verzichten - dennoch wird beispielsweiseRecyclingzellulose noch immer vielfach als besonders ökologischer Dämmstoff und Rohstoff für Tapeten - hier sogar Voraussetzung für "Blauen Engel" - beworben.

    Erst unter massivem Druck vor allem von "Foodwatch" wurden vom bayerischen Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz am 16.12. die Produktnamen veröffentlicht!  Pressebericht 

    Eine Klage des Discount Netto gegen die Veröffentlichung wurde erfreulicherweise vom Gericht abgewiesen - offen bleibt die Frage,

    warum das bayerische "Verbraucherschutz"ministerium (bekannt für "unternehmensfreundliche Verzögerungen"!) die Namen nicht sofort nach Feststellung der Belastungen zum Schutz der Verbraucher (Kinder!) veröffentlichte.

     

    23.11.2016 Erneut: "Gefährliches Mineralöl in Adventkalendern"

     

     

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    Überblick diverser Richtwerte

     

     

     

    Definition Richtwerte I und II

    erstellt vom Ausschuss für Innenraumrichtwerte vormals Ad Hoc Arbeitsgruppe, Umweltbundesamt: 

     

    Richtwert I (RW I)

    Der Richtwert I ist die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft, bei der im Rahmen einer Einzelstoffbetrachtung nach gegenwärtigem Kenntnisstand auch bei lebenslanger Exposition von empfindlichen Personen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Eine Überschreitung ist mit einer über das übliche Maß hinausgehenden, hygienisch unerwünschten Belastung verbunden. Aus Vorsorgegründen besteht auch im Konzentrationsbereich zwischen RW I und RW II Handlungsbedarf. Der RW I kann als Sanierungszielwert dienen. Er soll nicht ausgeschöpft, sondern nach Möglichkeit unterschritten werden.

    Richtwert II (RW II)

    Der Richtwert II ist ein wirkungsbezogener, begründeter Wert, der sich auf die toxikologischen und epidemiologischen Kenntnisse zur Wirkungsschwelle eines Stoffes unter Einführung von Extrapolationsfaktoren stützt. Bei dem Richtwert II handelt es sich in der Regel um einen Langzeitwert, er kann aber auch als Kurzzeitwert abgeleitet sein und wird in diesem Fall entsprechend gekennzeichnet (RW IIK). Der Richtwert II stellt die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft dar, bei deren Erreichen bzw. Überschreiten unverzüglich Handlungsbedarf besteht, da diese Konzentration geeignet ist, insbesondere bei Daueraufenthalt in den Räumen die Gesundheit empfindlicher Personen einschließlich Kindern zu gefährden. Der Handlungsbedarf ist als unverzüglicher Prüfbedarf zu verstehen, z. B. im Hinblick auf Sanierungsentscheidungen zur Verringerung der Exposition. Eine Empfehlung zur Schließung von Räumen kann daher notwendig sein.

    Quelle: Umweltbundesamt/ Richtwerte Basisschema (Seite 280)

    Bisher wurden bereits für eine Reihe von Produkten für die Innenraumluft Richtwerte festgelegt -

    Aktuelle Protokolle zu Einzelstoffen

    Auflistung Richtwerte (wird immer wieder aktualisiert) - siehe dazu auch Protokolle der Innenraumluftkommission    bis 2014    ab 2015

    Wie entstehen diese Richtwerte:

    Toxikologisch abgeleitete Bewertungen führen zur Bildung von Richtwerten, die gesundheitsbezogene Fragestellungen beantworten sollen. Im Experiment werden Versuchstiere verschiedenen hohen Substanzkonzentrationen ausgesetzt um die Konzentrationen zu finden, die keine erkennbaren Effekte auslösen. Ein alternativer Ausgangspunkt für die Ableitungen von Richtwerten sind Erfahrungen aus Arbeitsplatzuntersuchungen, bei denen Menschen relativ hohen Konzentrationen ausgesetzt sind. Um die Wirkungen von Expositionen im Niedrigdosisbereich des Innenraums für empfindliche Bevölkerungsgruppen (Kleinkinder, kranke Menschen) abzubilden, wird mit sog. Unsicherheitsfaktoren gearbeitet. Eine detaillierte Darstellung des Vorgehens für die Ableitung von Richtwerten der sog. Ad-hoc-AG wurde 19969 veröffentlicht.

    Umrechnungstabelle häufig verwendeter Maßeinheiten

    Offene Fragen

    Bei diesen toxikologischen Ableitungen bleibt offen, in wieweit unspezifische Gesundheitsstörungen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen etc. in einem Tierexperiment oder bei Untersuchungen an Laborarbeitsplätzen erkennbar sind.

    Bei Innenraumbelastungen stellen unspezifische Beschwerden die am häufigsten genannten gesundheitlichen Probleme dar. In der Innenraumluft liegen in der Regel Substanzgemische vor, die durch die toxikologische Ableitung allein nicht bewertet werden können. Die Festlegung von Unsicherheitsfaktoren wie z.B. dem Hundertfachen ist nicht mehr toxikologisch begründbar und beruht auf Konventionen. Der vergleichsweise hohe Aufwand für die toxikologische Begründung ist ein wesentlicher Grund für die geringe Zahl der zur Verfügung stehenden Richtwerte. Dieses Konzept reicht nicht aus, um für die Vielzahl der Substanzen in der Innenraumluft eine gesicherte Bewertung zu ermöglichen. Es ist aber ein wichtiges Hilfsmittel, um die Frage nach gesundheitlicher Gefährdung für die Allgemeinbevölkerung zu beantworten.

    Zitiert aus http://www.agoef.de/orientierungswerte/agoef-voc-orientierungswerte.html#c545

     

     

    Weitere Begriffe:

     

    NIK und MAK Werte

    Bewertung von Emissionen aus Bauprodukten (Bewertungsschema)

    NIK-Werte sind die niedrigsten toxikologisch interessierenden Konzentrationen (engl.: LCI = Lowest Concentration of Interest) für Innenräume im privaten und öffentlichen Bereich; sie beziehen sich nicht auf Arbeitsplatzbelastungen.

    MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) beschreiben die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die auch nach täglicher achtstündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, im Allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt.

    NIK-Werte dienen ausschließlich der Beurteilung der Emission aus Bauprodukten auf der Basis von Prüfkammermessungen. Im Hinblick auf das von Bauprodukten in Innenräumen erzeugte Vielstoffgemisch stellen die NIK-Werte auf Grund ihrer Herleitung und Anwendung eine adäquate Konkretisierung der baurechtlich geforderten Kriterien zur Abwehr von Gesundheitsgefahren durch flüchtige organische Verbindungen dar.  

    Allgemeine Hinweise zu Grenzwerten, Richtwerten, Definitionen

     

     

    Internationale Entwicklung:

     

    LCI Werte

    Im Rahmen der Harmonisierung europäischer Produktgesetze werden derzeit auf wissenschaftlicher Basis neue "Werte" erarbeitet:

    "Für eine europaweit geltende Begrenzung oder Kennzeichnung von Materialausgasungen sind einheitliche Messmethoden und Bewertungen der Messergebnisse erforderlich, um fundierte Anforderungen zum Schutz der Verbraucher zu treffen. Deutschland und Frankreich haben sogenannte Niedrigste Interessierende Konzentrationen (NIK-Werte, engl. LCI, franz. CLI) entwickelt, die in den nationalen rechtlichen Regelungen zur Bewertung von Emissionen aus Bauprodukten in die Raumluft herangezogen werden. Belgien hat kürzlich seine Regelung zur Begrenzung der Emissionen aus Bauprodukten bei der Kommission notifiziert und angeregt, zur Bewertung eine harmonisierte Liste mit europäischen LCI-Werten zu erstellen. Bis dahin solle die deutsche NIK-Liste als Bewertungsmaßstab dienen. Mittlerweile hat auch Litauen ein ähnliches Vorgehen angekündigt.

    Eine Expertengruppe aus zehn europäischen Ländern hat zur Harmonisierung der verschiedenen Bewertungen eine gemeinsame europäische Liste mit Stoffen und den dazugehörigen Emissionsgrenzen (EU-LCI Werte) erarbeitet. Die neue Vorgehensweise der EU-LCI-Arbeitsgruppe bei der Ableitung von diesen Europäischen Referenzwerten für Bauproduktemissionen in die Innenraumluft ist mit allen Stakeholdern abgestimmt und im ECA-Bericht Nr. 29 publiziert." (Quelle: UBA)

    “EU-LCI values are health-based reference concentrations for inhalation exposure used to assess emissions after 28 days from a single product during a laboratory test chamber procedure as defined in the Technical Specification TS 16516 of the horizontal testing method developed by CEN TC 351/WG 2. EU-LCI values areapplied in product safety assessment with the ultimate goal to avoid health risks from long-term exposure of the general population and they are usually expressed as μg/m³. [EUROPEAN COLLABORATIVE ACTION, Report No 29]:  

    Lists of substances and EU-LCI values

    The substances and their values are presented in four separate lists as follows

    1.    A) EU-LCI Master List - all the substances identified requiring an EU-LCI value

    EU-LCI master list_Dec15.pdf

    2.    B) Substances with Insufficient Data - will not be progressed until further data are available

    Substances with insufficient data_Dec15.pdf

    3.    C) EU-LCI Working List - substances currently being progressed

                                   EU-LCI working list_Dec15.pdf

    4.    D) Agreed EU-LCI Values - substances and their established EU-LCI values

                                   Agreed EU-LCI values_Dec15.pdf 

    Note to the Tables EU-LCI ‘derived’ value: The EU-LCI value of a compound derived de novo  using the EU-LCI protocol:

    EU-LCI ‘ascribed’ value: The EU-LCI value given to a compound that has identical or very similar (differing by 20% or less)

    LCI values in the ANSES and AgBB lists.      (Quelle)

    Ergänzungen zum AgBB Schema 2015 bzgl. EU-LCI Werte

    EGGBI Zusammenfassung VOC, AgBB und Richtwerte

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    AGÖF Orientierungswerte

    us der jahrzehntelangen Praxis der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) resultiert ein Erfahrungswissen über das Vorkommen von VOC und damit verbundenen gesundheitlichen und geruchlichen Auffälligkeiten. Als Hilfestellung für die Bewertung von Innenraumluftmessungen wurden daraus statistisch abgeleitete Auffälligkeitswerte für die Raumluft ermittelt und 2004 zum ersten Mal als AGÖF-Orientierungswerte einer Fachöffentlichkeit vorgestellt.  Anhand von Orientierungswerten können Messergebnisse bezüglich einer statistischen Wahrscheinlichkeit eingestuft und damit in ihrer Relevanz für die Suche nach Ursachen gesundheitlicher Beschwerden gewichtet werden. Die Bewertung eines konkreten gesundheitlichen Risikos ist mit den Orientierungswerten nicht möglich. HInweise dazu

    Überblick:

    ·                    AGÖF VOC-Orientierungswerte

    ·                    AGÖF Hausstaub-Orientierungswerte

    ·                    AGÖF Geruchsleitfaden

    ·                    AGÖF Geruchstest

    ·                    AGÖF VOC-Datenbank

    ·                    AGÖF Laborvergleiche

     

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    R-Wert (Risiko-Faktor)

    Neben der Bewertung der Emissionen eines Produktes über den Summenwert TVOC ist die Bewertung von einzelnen flüchtigen organischen Verbindungen erforderlich. Hierzu werden in der Analyse der Kammerluft zunächst alle Verbindungen, deren Konzentration 1 µg/m³ erreicht oder übersteigt, identifiziert und mit der Angabe ihrer CAS-Nr. ausgewiesen sowie je nach Zugehörigkeit quantifiziert:

    Berechnung R-Wert

    Bewertbare Stoffe:

    Gilt bei Betrachtung aller VVOC, VOC, SVOC  mit NIK  (inklusive Kanzerogene mit NIK Werten)

    R = å Ci /NIKi < 1 (Anforderung bei AgBB Prüfungen)

     

    Einzelstoffbewertung 

    Neben der Bewertung der Emissionen eines Produktes über den Summenwert TVOC ist die Bewertung von einzelnen besonders gesundheitsrelevanten flüchtigen organischen Verbindungen erforderlich. Hierzu werden in der Analyse der Kammerluft zunächst alle Verbindungen, deren Konzentration 1 µg/m³ erreicht oder übersteigt, identifiziert und mit der Angabe ihrer CAS-Nr. ausgewiesen sowie je nach Zugehörigkeit quantifiziert:

    1.1.1      VVOC, VOC und SVOC mit Bewertungsmaßstäben nach NIK

    Für eine Vielzahl von innenraumrelevanten flüchtigen organischen Verbindungen sind im Anhang als gesundheitsbezogene Hilfsgrößen sogenannte NIK-Werte (niedrigste interessierende Konzentrationen) gelistet. Im Vorwort zur NIK-Werte-Liste sind die Details ihrer Ableitung dokumentiert. Hier gelistete Stoffe, deren Konzentration in der Prüfkammer ≥ 5 µg/m³ beträgt, gehen in die Bewertung nach NIK ein. Ihre Quantifizierung erfolgt substanzspezifisch.

    Zur Bewertung wird für jede Verbindung i das in folgender Gleichung  definierte Verhältnis Ri gebildet.

    Ri = Ci / NIKi .

    Hierin ist Ci die Stoffkonzentration in der Kammerluft.

    Es wird angenommen, dass keine Wirkung auftritt, wenn Ri den Wert 1 unterschreitet. Werden mehrere Verbindungen mit Konzentrationen ≥ 5 µg/m³ festgestellt, so wird Additivität der Wirkungen angenommen und festgelegt, dass R, also die Summe aller Ri , den Wert 1 nicht überschreiten darf.

    R = Summe aller Ri = Summe aller Quotienten (Ci / NIKi) ≤ 1 

    Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, wird das Produkt bei AgBB abgelehnt. 

    1.1.2      VOC ohne Bewertungsmaßstäbe nach NIK

    Um zu vermeiden, dass ein Produkt positiv bewertet wird, obwohl es größere Mengen an nicht bewertbaren VOC emittiert, wird für VOC, die nicht identifizierbar sind oder keinen NIK-Wert haben, eine Mengenbegrenzung festgelegt, die für die Summe solcher Stoffe 10 % des zulässigen TVOC-Wertes ausmacht.

     

    Ein Produkt erfüllt die Kriterien, wenn die nicht bewertbaren VOC ab einer Konzentration von > 5 µg/m³ in ihrer Summe 0,1 mg/m³ nicht übersteigen. Höhere Werte führen zur Ablehnung.

    Quellenangabe:  https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/355/dokumente/agbb-bewertungsschema_2015_2.pdf 


    Siehe dazu auch AgBB

    Leider wurde die Prüfpflicht für zahlreiche Bauprodukte in Deutschland nach AgBB für die bauaufsichtliche Zulassung durch ein Gerichtsurteil der Europäischen Gerichtshofes aufgehoben – damit wird es für Planer, Architekten künftig noch wesentlich schwieriger, Informationen bezüglich des Emissionsgehaltes von Bauprodukten zu erhalten – andererseits steigt die Anzahl an Ausschreibungen, in denen- entsprechend den Landesbauordnungen Anforderungen an die spätere Raumluftqualität definiert werden.

    Abhilfe soll in der Zukunft (?) dazu das europäische CE Zeichen schaffen – dies wird aber von vielen derzeit sehr skeptisch bewertet!

    Siehe dazu auch: Bauaufsichtliche Zulassungen in Deutschland

     

    Aussagen Umweltbundesamt zu NIK Werten:

    Die Hilfsgrößen der gesundheitsbezogenen Einzelstoffbewertung bei der Produktemissionsprüfung, die sog. NIK-Werte, werden ausschließlich durch die NIK-Arbeitsgruppe des AgBB festgelegt und in einem ca. zweijährlichem Turnus aktualisiert. Um Missinterpretationen vorzubeugen, werden sie nur innerhalb des kompletten Textes des AgBB-Bewertungsschemas veröffentlicht. Die Aktualität ist an der Jahreszahl sichtbar. In der Bearbeitungsliste finden Sie die zurzeit diskutierten oder bereits beschlossenen Änderungen zu Ihrer Information vor dem nächsten Update. Für noch nicht gelistete Stoffe besteht die Möglichkeit, die Ableitung eines NIK-Wertes beim AgBB unter Vorlage vorhandener Daten zu beantragen (NIK-Antrag). Das Gleiche gilt für begründete Anträge auf Änderung eines bestehenden NIK-Wertes.

     

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    17.10.2017

    Neues zu "Glyphosat"...Sendung nicht versäumen!

    Link zur Sendungsankündigung

    Sendetermin:

    Arte, 17.10.2017; 20:15

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    Allgemeine Termine

    Ökologischer Ärztebund

    Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

    ___________________________

    AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

    Veranstaltungen

    ___________________________

    Sentinel-Haus Institut    

    Termine zum Thema "Wohngesundheit"

    __________________________

    Umweltbundesamt          

    Veranstaltungen-Termine

    ___________________________

    IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

    Veranstaltungen und Kongresse

    ___________________________

    Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

    Baubiologie-Termine

    ___________________________ 

    IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

    Seminare Termine

    ___________________________

    MCS + CFS - Intiative NRW e.V.

    Veranstaltungen

    ___________________________

     

     Veranstaltungen

    =========================

    MCS + CFS Initiative NRW e.V.

     

     

     

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    02.09.2017

    Gift im Container

    ZDF Beitrag

    In deutschen Häfen werden jährlich rund 15 Mio. Container umgeschlagen. Etwa ein Fünftel davon ist mit gesundheits- und umweltschädlichen Gasen belastet.(Video- youtube)

    Ein (!) Beispiel: "Die Toxikologin Prof. Lygia Budnik vom Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in Hamburg hat das Ausgasen verschiedener Produkte untersucht. Die meisten Schuhcontainer überschritten die Grenzwerte verschiedener giftiger Chemikalien um ein Vielfaches. "

    Wiederholung:  Phoenix: Di, 05.09. 18:00 Uhr

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    12.07.2017

    exakt - Die Story | MDR FERNSEHEN | 12.07.2017 | 20:45 Uhr

    "Es ist mein Recht"
    exakt – Die Story zeigt Menschen, die in Deutschland noch immer an ihre Grenzen stoßen - weil sie behindert sind. Und das, obwohl es seit fast zehn Jahren klare Richtlinien gibt: die UN-Behindertenrechtskonvention.

    zur Ankündigung     und Link zum Bericht

    spannendes Thema- auch für Umwelterkrankte: weitere Informationen zu Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

     

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    02.05.2017

    Vorträge zum "barrierefreien Bauen" im Aventinum Abensberg

    19 Uhr

    Christine Harnest, Innenarchitektin

    „Barrierefreies" Bauen im privaten und öffentlichen Raum

    Josef Spritzendorfer, Baustoffexperte

    „Barrierefreies Bauen" für Allergiker und Umwelterkrankte

    Schadstoffe in Baustoffen und Gebäuden

    Pressebericht

    Gesamtprogramm zur Veranstaltungsreihe und zur Ausstellung "Barrierefreie Gemeinde" 

     

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    22.03.2017

    Eltern informieren zum Schadstoff-Fall Rebstock

    Nachdem seitens der Behörden bis heute keinerlei Schadstoffprüfergebnisse publiziert werden, Anfragen auch der Presse nicht beantwortet  werden:  allerdings musste der Tagungsort geändert werden, da die Räume seit heute nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Weiter Infos

     

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    02.03.2017

    WDR  22 Uhr 40

    Menschen hautnah: Der Mann, der im Wald lebt
    Aus dem Leben eines Elektrosensiblen
    Ein Film von Marcus Lenz und Patrick Waldmann

    Programmvorschau

    Wiederholungen:

    Samstag, 4.03.2017 19 Uhr       ONE 1

    Montag, 06.03.2017 10 Uhr 15  ONE 1

    Mehr Infos zu Elektrosensitivität 

    Besuchen Sie uns auch auf Facebook

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    Gift im Klassenzimmer - ZDF Bericht

    Bereits online

    Deutsche Erstausstrahlung: (Youtube)

    So 20.11.2016 ZDF 16:30 bis 17:00

    Wiederholung:

    Mo 21.11.2016     04.05. - 04:35

    Unterricht an Deutschlands Schulen ist gefährlich: Asbest, PCB und Formaldehyd verpesten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden. Täglich setzen sich Kinder und Lehrer Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Die Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Krankheiten treten erst Jahre später auf. 

    Auch EGGBI ist seit Jahren mit diesem Problem befasst (siehe auch Presseberichte zu Schadstoffbelastungen in Schulen) und berichtet über eigene Erfahrungen mit Eltern und Behörden.  Mehr Infos

     

     

    27./28.1.2017

    Unternehmerschulung 2017 in Weiden

    mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

    mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

    Programm und Anmeldung

    Referenten 

     

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    23.09 -25.09.2016

    Präsenzveranstaltung im Rahmen des

    Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

    aktuell mit den Themenschwerpunkten

    1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

    2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

    3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

    4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

    5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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    Montag 15.02.2016

    WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

    VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

     

    Giftiger Holzschutz

     

    Keine Hilfe für Betroffene

    Weitere Sendungen

    ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

    ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

    Infos ZDF       Video

    dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

    EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

     

     

    30.11.2015

    Deutsches Institut für Menschenrechte

    Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

    Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

    Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

    EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

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    16.11.2015

    NDR Sendung "45 Minuten"

    Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

    Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

    Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr   Youtube

     

    Siehe dazu auch Aktuelles und

    "Raumschadstoff Styrol"

     

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    17.11.2015

    »Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
    Online-Seminar

     

    Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

    Veranstaltungsort  Online-Seminar

    Datum   17.11.2015

    15 - 16 Uhr

    Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

    Anmeldeformular

     

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    07.08.2015

    3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

    ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

    Giftmüll für den Wohnungsbau

    ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

    zur Sendung

    zum Video

    Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

    Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

    Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

    Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

    Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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    23. bis 24. September 2015

    „Licht und die Innere Uhr in Weimar

    Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

    Programm und Anmeldung

    9./10.Juli 2015

    Baukultur Werkstätten 2015

    Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

    Programm

    24.04.2015

    Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

    Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

    Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

    Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

    Programm und Anmeldung

     

     

    10.04.2015

    Handy- strahlendes Risiko

    Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

    (Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

    Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

    Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

    Mehr zum Thema

    11.3.2015

    5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

    Bayerisches Landesamt für Umwelt

    Augsburg

    Mittwoch, 11.03.2014

    Programm

    11.10.2014

    Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

    Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

    Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

    Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

    Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

     

    30.09.2014

    Radon in Gebäuden

    Bayerisches Landesamt für Umwelt

    Programm

     

     

    3./4.November 2014

    2. VDB-Baubiotagung

    "Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

    in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

    Seminarprogramm

    vorgeschalteter Workshop

     

    21.09.2014

    Präsenzveranstaltung in Neuss

     

    Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
    ARCHITEKTUR UND UMWELT

    SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

    Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

    Inhalte

     

     

    04.08.2014 ARD 21:40

    Der große Deal

    Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

    "Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

    Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

    Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

     

     

    7.und 8.5.2014

    2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

    Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

    Bauhaus-Universität Weimar

    Programm

    Pressebericht

    EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

     

     

    5./6.4.2014

    Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

    In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

    2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

    Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

    Veranstaltungshinweise

     

     

    02.04.2014

    Eurofins Webinar

    Marketing emissionsarmer Produkte

    • Gesetzliche Anforderungen
    • Gütezeichen, Ökolabel
    • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
    • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

    Mehr Informationen

     

     

    01.04.2014

    Eurofins Webinar

    LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

    • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
    • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
    • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
    • Nachweis der LEED-Konformität  

  • Mehr Informationen

     

     

    31.03. 2014

    Eurofins Webinar

    Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

    • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
    • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
    • BREEAM, LEED
    • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
    • Finnisches M1-Gütezeichen

    Mehr Informationen

     

     

    26.03.2014

    3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Programm

     

     

    20./21.3.2014

    Tag der Holzforschung Braunschweig

    Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

    – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

    Stadthalle Braunschweig

    Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

    Pressebericht 

    18.03.2014

    WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

    Presselink

     

     

    26.02.2014

    Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

    Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

    Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

    Programm

     

     

     

    18.02.2014

    Bautec 2014 Berlin

    BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

    Themen:

    • Holz im Bauwesen
    • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
    • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

    Programm

    EGGBI Referat

    weitere Veranstaltungen der FNR

     

     

    13.12.2013

    Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

    Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

    Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

    Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

    Beginn: 9 Uhr 45

     

     

    30.10.2013

    BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

    Krankenhaus Waldfriede
    Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

    Programm

    22.10.2013

    Energieeffizientes Bauen und Sanieren

    Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

    Deutsch baltische Handelskammer

    Einladung

    18.9.2013

    Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

    8seasons München

    Einladung

     

     

    17.09.2013

    2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

    Tagungsort Bauzentrum München

    Willy-Brandt-Allee

    81829 München

    Beginn: 14 Uhr

    Weitere Infos und Anmeldeformular

     

     

    18.6.2013

    DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

    DGNB Impuls –

    Aufbruch der Ideen

    18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

    ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

    Infos

     

    Termin EXAKT Menschenrechte

    Termin Menschenrechte