Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen

 

Traditionsbaustoff Holz

Aktuelle Buchempfehlung aus der Reihe Gebäudeschadstoffe und Innerumluft zum Thema Holzemissionen

 

Seit Jahrtausenden wird Holz als angenehmer, wohlriechender Baustoff geschätzt

und eingesetzt; die Bewohner von Holzhäusern erleben in der Regel Ihr Wohnumfeld als angenehm und "wohngesund".

In den letzten Jahrzehnten kam es aber immer wieder auch zu "Reklamationsfällen"

verursacht durch

·      Schadstoffe aus Holzwerkstoffen (Verklebungen, Oberflächenbehandlungen, Holzschutzmittel) die nicht dem Produkt Holz selbst zuzuschreiben sind, allerdings zu teils erheblichen gesundheitlichen Belastungen geführt haben (z.B. Formaldehydaus Spanplatten, PCP, Lindan u.a. aus Holzschutzmitteln)

·     als (zumindest) belästigend empfundene übermäßige Geruchsbelastung – aus

o   Holzwerkstoffen, verursacht durch herstellungsbegründete Verfahren, beispielsweiseübermäßige Erhitzungen bei der Plattenproduktion mit entsprechender "Aldehydbildung" (u.a. geruchsintensives Hexanal)

o   holzartbedingt erhöhte "Terpenwerte" vor allem bei harzreichen Holzsorten mit ebenfalls intensiver Geruchsentwicklung.

Diese in manchen Fällen als "störend" empfundenen Gerüche stellen bei üblichen Konzentrationen keinerlei gesundheitliches Risiko dar; bei wesentlich erhöhten Werten werden manche dieser Terpene allerdings als "zumindest" sensibilisierend, u.a. 3Caren auch als "Allergen" eingestuft.

·   ebenfalls holzartspezifische Konzentrationen von Essig- und Ameisensäure, die bei erhöhten Werten durchaus zumindest für Chemikaliensensitive ein "störendes" Potential besitzen können. Bezüglich eines unbestritten toxischen Potentials bei wesentlich erhöhten Werten liegen auch hier derzeit noch extrem widersprüchliche Bewertungen vor. Hier findet zudem vor allem auch eine Diskussion bezüglich der Aussagekraft der aktuellen "normgerechten" Analytik statt.

Marketingaussagen zum Thema "Gesundheit und Holz" sind daher nicht grundsätzlich abzulehnen, sollten aber ohne entsprechenden "Nachweisen" entsprechend der diesbezüglichen Rechtslage zu Werbeaussagen sorgfältig erwogen werden.

Bedingt durch die zunehmend strengeren Energieeinsparverordnungen, die zu immer „dichteren“ Häusern führen – leider sehr oft ohne ausreichenden angepassten Lüftungskonzepten dazu,

können erhöhte Emissionen dazu führen, dass sich Bewohner in ihren Häusern – unabhängig von der Bauweise (Ziegel, Holz, Beton) nicht mehr wohlfühlen – belastende Emissionen auch zu gesundheitlichen Beschwerden führen können.

Siehe dazu auch:  Werbung mit "Gesundheit"

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Emissionsprüfberichte berücksichtigen nicht ausreichend Essig- und Ameisensäure!

"Mangelhafte" Prüfberichte 

Nach wie vor werden bei den meisten Produkt- und Raumluft- Prüfberichten, sogar derzeit nach unserem Informationstand bei allen Gütezeichen diese beiden, durchaus gesundheitsrelevanten Stoffe überhaupt nicht richtig erfasst!

Dies, obwohl auch die VDI Richtlinie 4301 Blatt 1 ausdrücklich darauf verweist, dass es mit der Tenax-Methode zu Mindererfassungen kommt!

Bei Parallelmessungen mit Silicagel- Sammlern erhielten wir bis zu nahezu 3 fache Essigsäure-Werte!

Für den Architekten ist dies  unbedingt zu beachten, um nicht mit "ausgezeichneten" Produkten Grenzwertüberschreitungen im Sinne der Landesbauordnungen  (Architektenhaftung) zu verursachen.

Glaubwürdige Emissionsprüfberichte sind leider derzeit nur von den wenigsten Herstellern erhältlich- entsprechend kommet es auch immer wieder zu "Schadensfällen" und sogar  Produktwarnungen.

 

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Rechtliche Situation "wohngesunde Holzhäuser":

Insgesamt gibt es zahlreiche Landes/Bundes und EU Verordnungen im Hinblick auf Anforderungen an eine gesundheitliche Unbedenklichkeit von Bauprodukten und Gebäuden.

Siehe dazu: Rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit

 

Ausdrücklich erwähnt sind in der Landes- Musterbauverordnung auch

„unzumutbare Belästigungen“-

somit keineswegs nur „gesundheitsgefährdende! -

durch chemische und biologische Einflüsse.

 

Bewertung der "Gesundheitsverträglichkeit eines Gebäudes"

Zwar sind gesundheitsgefährdende Belastungen in Gebäuden grundsätzlich unter anderem auch durch die Bauprodukteverordnung "ausgeschlossen",

es gibt aber noch keine gesetzlichen“ Grenzwerte“ für allgemeine Emissionen in Gebäuden.

Das Umweltbundesamt gibt aber Empfehlungen (Seite 996), mit Wertangaben zu tolerierbaren Lösemittelbelastungen (VOCs), die zwischenzeitlich auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen gerne als Maßstab herangezogen werden.

Dabei werden VOC Belastungen über

  3.000 μg/m³ als bedenklich, über

10.000 μg/m³ als unakzeptabel definiert.

Auch VOC Werte über 1000 μg/m³ gelten dabei allerdings bereits als „auffällig“ – ohne Berücksichtigung der Frage, um welche „VOCs“ es sich dabei überhaupt handelt.

Enthalten sind in diesen Summenwerten oftmals bei Auswertungen neben toxischen Stoffen wie Styrol leider auch die natürlichen „Terpene“ und weitere arttypische Emissionen des Holzes, die laut einer umfangreichen toxikologischen Studie in „üblichen“(!) Konzentrationen noch in keiner Weise als „gesundheitskritisch“ eingestuft werden können.

(Siehe Zusammenfassung der Studie:  "keine Gefahr durch VOC aus Holz“)

 

Schlussfolgerungen dieser Studie:

„Auf Basis der jetzt durchgeführten umfangreichen Studien ist eine Gefährdung des Menschen durch Freisetzung holz- bzw. holzwerkstofftypischer VOC in die Raumluft

bei praxisüblicher und sachgerechter Verbauung von Hölzern und Holzwerkstoffen nicht zu erkennen.“

Dazu wird näher definiert:

„Zieht man die Ergebnisse der mittlerweile zahlreichen Studien zum Vorkommen von VOC in privaten Wohnungen oder Häusern heran, so bedeuten Terpen- Konzentrationen von etwa 10 mg/m3 eine Überschreitung innenraumbezogener Mittelwerte um das 100bis 1000fache.“

Daraus abzuleiten: Derart überhöhte Werte (Einzelfälle) sind nicht primär dem Baustoff Holz zuzuschreiben, sondern einer unsachgemäßen Verarbeitung!

 

Unbestritten können Terpene, Essigsäure allerdings ähnlich vielen auch anderen grundsätzlich unbedenklichen Produkten aus der Lebensmittelbranche (z.B. Nüsse), der Kosmetik und allen anderen Lebensbereichen 

auch bei wesentlich geringeren Belastungen für Allergiker bereits sensibilisierend wirken, für Chemikaliensensitive sogar absolut unverträglich sein!

Daraus aber grundsätzliche gesundheitliche Unverträglichkeit des Holzes und seines natürlichen Geruches abzuleiten, ist natürlich keineswegs gerechtfertigt.

 

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Handlungsbedarf zur „Förderung“ des „Holzhausbaues“

 Der Einsatz nachhaltiger Baustoffe ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung – die „Nachhaltigkeit“ des Produktes Holz wird sicherlich von niemandem in Frage gestellt.

1.1   Neubewertung natürlicher Emissionen 

Die allgemeinen Empfehlungen des Umweltbundesamtes zur Innenraumlufthygiene werden zunehmend als Grenzwerte – zumindest als Orientierung - für Gebäudezertifizierungen verwendet – (DGNB, BNB, S-Cert - Tabelle 4, Toxproof); bei den meisten Gebäudezertifikaten sollten dabei Werte von 1000 µg/m³ TVOC nicht überschritten werden.

Die Empfehlungen werden aber auch teilweise bereits vor Gericht als Grundlage für die Bewertung von "Mängeln" herangezogen.

Die Gleichbehandlung natürlicher Emissionen aus dem Holz mit Schadstoffen allgemein bei diesen Summenwertempfehlungen hat dazu geführt, dass viele Planer aus Angst vor Überschreitungen (siehe dazu auch: "rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit" auf den Einsatz von Holzwerkstoffen verzichten – eine Entwicklung die sicherlich nicht im Sinne nachhaltiger Baustoffauswahl liegen kann, und die auch durch die derzeit bereits publizierten toxikologische Bewertungen von Terpenen keineswegs gerechtfertigt ist.

Im Gegenteil – diese Bewertung wird sogar (bei "sachgerechter Verbauung von Holz" und "typischen Raumluftkonzentrationen" - siehe dazu auch "negative Ausnahmefälle") als keinesfalls begründbar dargestellt . 

Unabhängig von rechtlichen und toxikologische Bewertungen wurde schon in zahlreichen Pilotprojekten, bereits 2006/2007 unter anderem auch durch ein Forschungsprojekt, gefördert durch die  Bundesstiftung Umwelt nachgewiesen, dass es durchaus bei sorgsamer Baustoffauswahl und fachgerechter Umsetzung möglich ist, Holzhäuser sogar mit unter 200 bzw. 100 µ/m³ Gesamt-VOC Emissionen zu errichten (Beispiel 1: DBU-Projekt Freiburg, Vogelnest; Beispiel 2: DBU Projekt Wohnhaus Ahrensburg). Ähnliches beweist auch des Gemeindezentrum Ludesch mit 60 µg/m³ TVOC (Bericht, Seite 47), ein Vorzeigeprojekt von Holzarchitektur und baulicher Umsetzung ebenso wie auch die meisten gewissenhaft geplanten und ausgeführten Holzhäuser insgesamt, mit Bewohnern, die sich in ihren Häusern äußerst wohlfühlen.

 

Vor allem bei der Zertifizierung von Gebäuden sollte künftig die toxikologische Bewertung natürlicher Emissionen, getrennt von der allgemeinen TVOC Bewertung

(höhere praxisgerechte Toleranzgrenzen, angepasst an aktuelle Forschungsergebnisse zur toxikologischen Relevanz dieser Einzelstoffe) 

berücksichtigt werden, um dem Holzhausbau und auch anderen Holzprodukten (Böden, Möbel) nicht weiterhin mit diesen Bewertungen ungerechtfertigte Barrieren zu setzen. 

Eine ausreichende Kennzeichnung und Information für Allergiker, Chemikaliensensitive im Rahmen individueller Beratung ist dabei natürlich wie auch im übrigen "Allergikerbau" natürlich unverzichtbar.

 

1.2   Eingreifen der Politik in die Bewertung von Emissionen 

Aussagen des Umweltministers Franz Untersteller von Baden-Württemberg in Beantwortung einer Anfrage zum Thema Emissionen aus Holz –

„Die Landesregierung setzt sich bei der laufenden Fortschreibung der MVV TB und der technischen Regel AGB dafür ein, dass in der ABG explizit diejenigen Produktgruppen benannt werden, die die Luftqualität von Aufenthaltsräumen beeinträchtigen können, und dass an natürliche VOC-Emissionen aus unbehandelten Hölzern keine Anforderungen gestellt werden. Im Übrigen wird auf die Antwort auf Frage 2 verwiesen.“

Wir fragen uns, ob dieser Umweltminister auch die Haftung übernimmt, wenn Verbraucher gegen den Architekt vor Gericht ziehen, weil "übermäßige(!)" Terpen- oder Essigsäurebelastungen deren Haus (wir kennen einige solcher Fälle - ärztlich bestätigt!) "unbewohnbar" machen, und der Architekt oder Generalunternehmer wegen "Nichteinhaltung der MVV-TB" für den Schaden aufkommen muss - obwohl er nur angeblich "unbedenkliche Produkte" eingesetzt hat? 

Will der Umweltminister in einem nächsten Schritt auch Fliegenpilze, Tollkirschen und Kugelfische als unbedenklich erklären, nur weil deren "Gift" natürlichen Ursprungs ist?

Gerade weil die gesundheitlichen Auswirkungen der Holzemissionen bei sachgemäßem, verantwortungsbewussten Einsatz natürlich in keiner Weise mit solchen Giften zu vergleichen sind, sollten solche Argumente wie Unbedenklichkeit auf Grund "natürlichen Ursprungs" vermieden werden und  

gesundheitliche Bewertungen  in der Hand einer neutralen Wissenschaft und vor allem Umweltmedizin bleiben- und nicht einer lobbygesteuerten Politik. 

Auch wir begrüssen

alle Maßnahmen zur Förderung eines verantwortungsbewussten Holzhausbaues -

Handlungsbedarf zur "Förderung" des Holzhausbaues

dies aber an Hand

  • wissenschaftlich begründeter Bewertungen und Neueinstufungen
  • und vor allem klarer Informationen der Hersteller für den Architekten bezüglich des Emissionsverhaltens "aller Baustoffe" um Haftungsansprüche gegenüber diesen möglichst zu vermeiden!!  Siehe dazu "Aktuelles Bau München 2019

Mit Klagen der OSB Hersteller gegen strengere Anforderungen bezüglich Pflicht zur Angabe von VOC Werten ist den Tausenden verantwortungsbewußten Architekten und Holzhaus- Bauunternehmen kein "Dienst" erweisen!

 

1.3   Kostenvergleich Holzbau Massivbau

Nicht uneingeschränkt berechtigt sind viele Argumente in der jahrelangen Auseinandersetzung zwischen Massiv- und Holzbauweise.

Während einerseits beispielsweise mit öffentlichen Mitteln das bayerische Bauministerium mit kostenintensiven Image-Publikationen einseitig für die Holzbauweise Partei ergreift (ohne qualitativen Aussagen z. B. zum Thema "Wohngesundheit" - wird seitens Teilen der Massivbauindustrie immer wieder versucht, mit einseitigen Aussagen den Holzhausbau generell zu diskreditieren (u.a. Pauschalaussagen zu den Holz-Emissionen, zu  "höheren Baukosten".......).

Wir empfehlen hier - vollkommen "herstellerneutral" eine sachliche und faire Darstellung - mit beiden Bauweisen ist es möglich(!), "nachhaltige" Gebäude mit hervorragenden Innenraumluft- Werten zu durchaus allgemein erschwinglichen Preisen zu errichten.

Wir sehen hier die große Gefahr einer ungerechtfertigten "Beeinflussung" der Verbraucher mit falschen Aussagen oder pauschalen Imageaktivitäten von Herstellern, Baufirmen aber auch  mit nicht vertretbaren einseitigen staatlichen "Subventionen" durch dafür nicht zuständige(!) Ministerien. 

In allen Fällen - bei allen Bauweisen -  ist es erforderlich, die Produkte sorgfältig auszuwählen, um übermäßige Geruchs- und/oder Schadstoffbelastungen zu vermeiden.

Kostenvergleich: 

Dazu gibt es aktuelle Untersuchungen an Hand von Modellberechnungen die beweisen, dass es durchaus möglich ist, Holzhäuser auch preisgleich mit Massivgebäuden – und zumindest gleicher- teilweise auch besserer CO2 Bilanz - zu errichten. 

Sehe dazu:    Vergleichsrechnungen zeigen: Holzbau kann günstiger sein als Standardbauweise  (Holger König; Entwickler der Bau-Software Legep)

Überblick über Emissionen aus Holzwerkstoffen (Dr. Kuebart, eco Institut) aus 2009 mit immer noch aktuellem Handlungsbedarf (Seite 47/49) 

 

 

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Auflistung der wichtigsten holztypischen Emissionen

Terpene

 

Terpene finden wir vor allem in Nadelhölzern- wesentlich erhöhte Werte vor allem bei der Kiefer.

Zu Terpenen gibt es bereits sehr viel an Fachliteratur- aktuell laufen aber unter Federführung der Universität Freiburg intensive weitere Forschungen zur toxikologischen Bewertung von Holzwerkstoffen, im Besonderen aber erneut der Terpene

Neue Bewertungsgrundlage für Terpene gefordert

Vor allem bei der Zertifizierung von Gebäuden sollte künftig die toxikologische Bewertung natürlicher Emissionen, getrennt von der allgemeinen TVOC Bewertung (höhere praxisgerechte Toleranzgrenzen, angepasst an aktuelle Forschungsergebnisse zur toxikologischen Relevanz dieser Einzelstoffe)  berücksichtigt werden, um dem Holzhausbau und auch anderen Holzprodukten (Böden, Möbel) nicht weiterhin mit diesen Bewertungen ungerechtfertigte Barrieren zu setzen.  

Bis zu einer umfassenden wissenschaftlichen toxikologischen Neudefinition begründbarer „neuer“ Richtwerte für Terpene  (unter anderem aktuelles Forschungsprojekt der FNR zur toxikologischen Neubewertung von Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen), dabei ein Projekt unter Federführung des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg (unter Mitarbeit auch von AGÖF, EGGBI u.a.) wäre eine  höhere, gesamtsummenbegrenzte Orientierung  für Terpene wesentlich realitätsnäher, wünschenswert und sicherlich auch aus gesundheitlicher Sicht vertretbar - aus der Sicht der Förderung nachhaltiger Bauprodukte mehr als wünschenswert - bei Betrachtung der wesentlich industriefreundlicheren Sonderbehandlung von "krebserzeugendem" Formaldehyd aber auch mehr als gerecht.

Natürlich sind aber Terpen-Einzelwerte weit über 1000 µg/m³ (wir fanden Werte bis zu 20.000 µg/m³ in – dadurch unbewohnbaren – Gebäuden) aber trotz "ihrer Natürlichkeit" über mehrere Monate nicht tolerabel.

Unabhängig von der aktuellen toxikologischen Bewertung der Terpenemissionen:

Eine ausreichende Kennzeichnung und Information aller Bauprodukte (natürlich auch Holzwerk- Stoffe) inklusive glaubwürdiger Emissionsnachweise für eine individuelle Verträglichkeitsbewertung für Allergiker, Chemikaliensensitive im Rahmen individueller Beratung ist dabei wie auch im allgemeinen "Allergikerbau" natürlich unverzichtbar.

 

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Essigsäure

Allgemeine Infos zu Essigsäure 

(Synonyme: Ethansäure, Acetylsäure, Acetic Acid, Methancarbonsäure, Acetasol, E 260, Eisessig)

CAS 64-19-7

Vielleicht lange Zeit zu wenig beachtet, anders als die seit langem vieldiskutierten Terpene wurden bei der Betrachtung natürlicher Holz- Emissionen die teilweise in sehr hohen Konzentrationen auftretende Werte von Essigsäure, in wesentlich geringerem Maße auch der Ameisensäure. 

Zitat VDI:

Carbonsäuren sind gesundheitlich relevant, da sie bereits bei geringen Konzentrationen Kopfschmerzen auslösen. Daher stehen sie auch auf der Prioritätenliste der UBA-ad-hoc-AG "Innenraumrichtwerte". Die Richtlinie beschreibt die Probenahme und Analytik von Carbonsäuren (C1-C8) in der Innenraumluft und in Materialproben.(Einleitung zur VDI-DIN 4301, Blatt 7; 2018-10)

"Die Richtlinie 4301, Blatt 7 soll Handlungsanweisungen für die Probenahme und Analyse der C1- bis C8-Carbonsäuren geben. Die C1- bis C8-Carbonsäuren sind mittels konventioneller VOC-Analytik gemäß ISO 16000-6 nur schwierig bestimmbar, weil erfahrungsgemäß für diese Carbonsäuren unter anderem bei Verwendung von Tenax TA® als Sorbens Minderbefunde erhalten werden.  Aus der VDI Richtlinie

Bereits 2008 wurde in einer AGÖF Publikation für das Umweltbundesamt anlässlich der WaBoLu im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt "Datenbank" zitiert:

 

"Zu den Substanzen, die in etwa 90 % der Räume gefunden wurden, gehören neben den Terpenen a-Pinen und Limonen 1-Butanol, n-Pentanal, Aceton, Essigsäure, nUndecan, Ethylbenzol und 1,2,4-Trimethylbenzol". Die höchsten Medianwerte (> 20 µg/m³) erreichten Aceton, Essigsäure, Formaldehyd und Propanal.  (Publikation Seite 49)

Die Richtlinie soll Handlungsanweisungen für die Probenahme und Analyse der C1- bis C8-Carbonsäuren geben. Die C1- bis C8-Carbonsäuren sind mittels konventioneller VOC-Analytik gemäß ISO 16000-6 nur schwierig bestimmbar, weil erfahrungsgemäß für diese Carbonsäuren unter anderem bei Verwendung von Tenax TA® als Sorbens Minderbefunde erhalten werden. 

 

Dennoch wurden bei der Betrachtung natürlicher Holz- Emissionen, die teilweise in sehr hohen Konzentrationen auftretende Werte von Essigsäure, in wesentlich geringerem Maße auch der Ameisensäure lange Zeit zu wenig beachtet, anders als die seit langem viel diskutierten Terpene.

Vor allem in Schul- und Bürocontainern wurden die Carbonsäuren bisher in der Regel nicht ausreichend exakt gemessen, bereits erste Symptome wie Kopfschmerzen einfachheitshalber einem schlechten Luftwechsel mit entsprechenden mangelhaften CO2 Werten zugeschrieben.

Produktprüfungen:

So liegen uns Emissionsprüfberichte auch aus Fichtenprodukten mit Essigsäure- Emissionswerten von 1800 μg/m³ nach 3 Tagen, immerhin noch über 600 nach 28 Tagen vor und dies mit der nicht aussagekräftigen TENAX Methode.

Unbewohnbares Haus

Selbst fanden wir in einem konkreten Fall noch nach einem Jahr (bei massiven gesundheitlichen Beschwerden der Bewohner) in einem Haus eine wesentliche RWII Überschreitung (19.01.2017: 1740 μg/m³; TVOC: 2800 μg/m³); bei einer Nachmessung (Silikagel-Trägerr) am 4. August 2017: nur Essigsäure: 3290 µg/m³

Die Familie benötigt bis zur gerichtlichen Klärung,

(auf Grund fehlender "garantierter" Saniermethode; vor allem auch im Hinblick auf die inzwischen eingetretene generelle Sensibilisierung der Bauherrin auf Essigsäure) bis zu einer (geforderten) Rückabwicklung neben allgemeinen Schadenersatz eine Ersatzwohnung!

Der Hausherrin ist selbst im Januar 2018 (Aufnahmen für einen TV Bericht:  siehe Youtube) ein Betreten des Hauses nicht möglich.

Medizinisches Gutachten LMU Klinikum der Universität München zu diesen Messergebnissen: 27.02.2017

"Eine Quellenidentifizierung durch einen Bau- oder Umweltingenieur und eine anschließende fachgerechte Sanierung sind dringend erforderlich"…
"Grundsätzlich ist festzuhalten, dass auf Grund der dokumentierten Messwerte auf jeden Fall eine fachgerechte Sanierung erforderlich ist, unabhängig ob bei den Hausbewohnern gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen oder nicht. "

Dabei wurden die im Sommer gemessenen, noch wesentlich höheren Werte noch nicht berücksichtigt.

Auch im April 2018 waren die Messwerte noch über dem Vorschlag für den „Gefahrenwert“ Richtwert II (400 µg/m³) und dem „Vorsorgewert von 160 µg/m³ und lagen tatsächlich in den gemessenen Räumen zwischen  1110 und 1710 µg/m³.  

Die Baufirma verweigerte aus Kostengründen selbst die vorgeschlagene "Quellenidentifizierung" der von ihr eingebrachten (verdächtigen) Produkte um durch Austausch derselben eine zeitnahe Sanierung durchführen zu können und zieht eine "gerichtliche Klärung" vor.

Als "mögliche(!)" Essigsäure - Emissionsquellen im konkreten Fall (Haus unmöbliert) angenommen:

Eichenparkett massiv, OSB Platte, Fichtenkonstruktion, Decke, Holzweichfaserdämmung – die Einzelemissionswerte der eingebrachten Produkte wurden nicht geprüft, somit ist unklar, welches dieser Produkte in welchem Ausmaß am überhöhten Summen-Wert (abhängig auch von der "Raumbeladung" mit den einzelnen Produkten) beigetragen hat.

Für den Bauherren ist eine Produktzuordnung letztendlich ohnedies unwesentlich, da sämtliche  dieser Produkte von dieser einen Baufirma eingebracht worden sind  - die Firma laut Landesbauordnung und Architektenhaftung gegenüber dem Bauherrn ausschließlich für das mit Recht reklamierte Ergebnis "Haus" und nicht für Eigenschaften einzelner von ihm (auch  in gutem Glauben) eingebrachter Produkte haftet.

Eventuell interessant für die Baufirma könnte eine Quellensuche aber sein, um bei beträchtlichen Belastungen aus einem bestimmten Produkt möglicherweise Regressforderungen gegenüber dem Hersteller entsprechend Produktsicherheitsgesetz und EU Bauprodukteverordnung stellen zu können.

 

Dies erscheint aber wenig aussichtsreich, wenn sich die erhöhte Gebäudebelastung aus der Summe der Emissionen mehrerer verschiedener Produkte unterschiedlicher Hersteller ergibt, die einzeln möglicherweise nicht reklamationsfähig sind.

Wir verweisen auf die Folge eines für Baufirmen und Architekten "verheerenden" Urteils des Europäischen Gerichtshofes "zum Schutz der Baustoffindustrie" zu bis dahin in D "vorgeschriebenen" Schadstoffprüfungen für bauaufsichtliche Zulassungen von relevanten Produkten, wodurch die Gesamtverantwortung derzeit mangels ausreichender gesetzlich garantierter Produktinformationen ausschließlich wieder bei Baufirma und Architekten liegt, dem für eine gewissenhafte Planung wesentliche Informationen von den Herstellern aber  größtenteils vorenthalten werden...

 

 

Allgemeines Zitat ARGUK:

"Essigsäure stellt ein typisches Abbauprodukt aus Holz dar und ist deshalb auch bekannt als sogenannte Holzsäure. Möglicherweise ist die Emission an Essigsäure deutlich mehr am Auftreten von Schleimhautreizungen beteiligt, als bisher angenommen. Ein wesentliches Vorkommen an Essigsäure betrifft Fertighäuser ältere Modelle sowie interessanterweise auch neuere Fertighäuser – aber auch andere Innenräume, und ist im Wesentlichen auf die Emission aus Pressspan oder MDF Platten zurückzuführen.

Die Bestimmung von Ameisen- und Essigsäure als Holzsäuren sollte deshalb bei keiner gutachterlichen Bewertung fehlen.

Bei Brandereignissen können ebenfalls hohe Konzentrationen an Essigsäure als korrosive Substanz in der Raumluft auftreten." ARGUK – News 20.01.2015

Bestätigt werden die Aussagen häufiger "Grenzwertüberschreitungen" auch durch Gutachten und Studien zu älteren Fertighäusern:

Fertighaus Baujahr 1970:

"Die vorgefundenen Raumluftkonzentrationen für Ameisensäure und Essigsäure lagen
deutlich über den zulässigen Grenzwerten. Ameisen- und Essigsäure sind schleimhautreizende Substanzen. Bei längerem Kontakt mit diesen Säuren über die Atemluft kommt es zu Beschwerden der Atemwegsschleimhäute. Die Herkunft der
Carbonsäuren ist vorwiegend der Emission aus Pressspan zuzuschreiben. Als Quelle kommen die Pressspan-Bauteile des Fertighauses in Betracht."

Ameisen- und Essigsäure in Fertighäusern - eine IfAU-Studie:

"Das Vorkommen von Ameisen- und Essigsäure in der Innenraumluft stellt einen zusätzlichen Bestandteil der typischen Schadstoffproblematik älterer Fertighäuser der siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts dar, die bisher durch Emissionen von Formaldehyd, Holzschutzmittel und Chloranisole bekannt ist. Durch die mangelnden Emissionsregularien wie auch dem als ungeeignet zur Emissions- und Immissionsmessung der Essigsäure bisher verwendeten TENAX-Verfahren nach DIN ISO 16000 Bl. 6 zuzuschreibenden Missbefund konnte bisher das Belastungsausmaß durch die „Holzsäuren“ Ameisen- und Essigsäure in der Raumluft nicht erkannt werden. Die vorliegende Studie zeigt auf Grundlage einer neu entwickelten Analytik das Ausmaß des Schadstoffaufkommens an diesen niederen Carbonsäuren."

 

Belastungsquellen:

Anders als bei Terpenen (vor allem Kiefer) kann(!) häufig der hohe Einsatz von Eiche, Fichte und Buche bei Boden, Wänden, Dcken, in der Konstruktion und bei Möbeln in der Addition zu wesentlich erhöhten Essigsäure- Werten führen. Spanplatten und auch Holzweichfaserplatten können ebenfalls in der Summe erhöhte Emissionen bewirken. 

Rückblick – siehe auch Kapitel  Analytik und Zuordnung

"Es besteht der hinreichende Verdacht, dass Emissionsprüfungen am Holzwerkstoff wie auch Immissionsmessungen zur Gebäudeprüfung auf Grund eines bisher verwendeten

Analyseverfahrens erhebliche Minderbefunde bis hin zur Unbrauchbarkeit der Messwerte

geliefert haben. Die weitere Forschung zum Vorkommen der gesundheitlich relevanten

Reizstoffe Ameisen und Essigsäure in der Raumluft und zu den emissionsbeeinflussenden Parametern sind zur Absenkung des Belastungsniveaus zwingend geboten."

 

ARGUK Forschung 2016: "Ameisen und Essigsäure in der Raumluft..."

 

Carbonsäuren und Lüftung

Zitat aus Gebäudeschadstoffe und Innenraumluft, Band 6

 

"Während nutzungsübliches Lüften zu deutlichen Reduzierungen der Raumluftkonzentrationen von Terpenen und längerkettigen Aldehyden führt, sind die Lüftungseffekte für Formaldehyd sowie für Ameisensäure und Essigsäure wesentlich schwächer ausgeprägt. Infolge der Lüftung kann es sogar zu einem Konzentrationsanstieg kommen."(Dipl.-Chem. Dr. Wigbert Maraun)

 

 

Richt-, Vorsorge- und Orientierungswerte

 

1)   Bewertung von Bauprodukten

 

a) NIK Werte

NIK Wert lt. AgBB 1200 μg/m³  (MVVTB 1250 µg/m³?) 

b)  LCI Wert:

LCI (Lowest concentration of Interest =EU Bewertung):  1200 µg/m³

c)   Sonderbetrachtung der Essigsäure bei natureplus

 

Mit der Einzelstoffbewertung von Essigsäure bei der Zertifizierung von Holzprodukten mit eigenem Grenzwert (600 μg/m³) und damit "Herausnahme" aus dem TVOC Grenzwert beschreitet natureplus (abweichend von AgBB) einen grundsätzlich(!) mutigen Schritt im Hinblick auf eine toxikologisch neu ausgerichtete Bewertung von Holzprodukten. Newsletter natureplus

Zu häufig wird zwischenzeitlich der Einsatz von Holzprodukten von Architekten "präventiv" vermieden bzw. reduziert, wenn der Bauherr (z.B. für ein angestrebtes Gebäudesiegel) die Einhaltung strenger Grenzwerte bezüglich des Summenwertes von VOCs (TVOC) (für den Zeitpunkt der Fertigstellung- noch vor Abnahme - des Gebäudes) vertraglich fordert.

Diskutiert wird und zu prüfen ist allerdings bei der Essigsäure:

·         ob und wie dieser neue natureplus Grenzwert toxikologisch begründet wird (?)

·         und ob die derzeit allgemein angewandte Prüfmethodik nach Norm überhauptEssigsäure ausreichend identifiziert,

·         ob der Planer bei der Produktauswahl die möglichen "Additionseffekte" mit weiteren Essigsäure- emittierenden Produkten immer ausreichend berücksichtigt; für die Bewertung der Innenraumluft und die Einhaltung der Landesbauordnung (Haftung bei Überschreitung) interessieren nicht die Produkteinzelwerte sondern die Addition sämtlicher Emissionen (gilt natürlich auch für die Terpene) im Gebäude.  (Siehe auch Architektenhaftung)

 

Essigsäure und Gütezeichen allgemein

Manche "Gütezeichen" wie EC1 (GEV) vermeiden eine Einbeziehung und Angabe der Essigsäurewerte in ihren Summenangaben TVOC - sie täuschen damit oftmals eine nicht gerechtfertigte Emissionsarmut vor.

vermutlich ist dies einer der Gründe, warum den Herstellern mit dem "Gütezeichen" verboten wird, die eigentlichen Prüfberichte weiterzugeben. 

Zitat: "Da Essigsäure nach EN 16516 mit dieser Prüfmethode nicht quantitativ bestimmt werden kann, werden Ergebnisse für Essigsäure nicht in den TVOC und in den R-Wert eingerechnet."(Seite 7

Prüfinstitute wie das eco-Institut verweisen in den EMICODE Prüfberichten (unbedingt zu unterscheiden von Prüfberichten für das eco-Institut Label!) ausdrücklich darauf: "in der Bewertung für den Emicode findet Essigsäure keine Berücksichtigung". (Seite 3 Fußzeile 5)

Für Chemikalienssensitive ist daher die Verweigerung umfassender  Prüfberichte ein hohes Verträglichkeitsrisiko- für uns ein Ausschließungsgrund für Empfehlungen.

 

 

2) Bewertung Innenraumluft

a) AIR Arbeitsgruppe 

Ausschuss für Innenraumrichtwerte (vormals adhoc Gruppe) am Umweltbundesamt

Protokoll 55042-2/1    07.05.2018

Der AIR legt für die Gruppe der C1-C8-Alkansäuren einen

Summenrichtwert II von 1 mg/m3 und einen

Summenrichtwert I von 0,3 mg/m3 fest.

 

Die Beschränkung der Richtwerte auf C8 -Alkane dient der Anpassung an die VDI Richtlinie 4301 Blatt 7. Der AIR weist darauf hin, dass bei der Ableitung dieser Richtwerte eine geruchliche Wirkung nicht betrachtet wurde. 

 

b)  AGÖF Orientierungswert (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)

AGÖF:  88 μg/m³  (Auffälligkeitswert)

 

c) ARGUK

AGÖF:  88 μg/m³  (Auffälligkeitswert)

ARGUK leitet aus langjährigen Untersuchungen eigene Vorsorgewerte für Essig- und Ameisensäure ab.

Arguk Vorsorgewerte, nutzungsüblich: 100 μg/m³

AIR Gefahrenwert: 400 μg/m³

Quelle: Langversion der ARGUK Untersuchungen Seite 15 

 

 

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Analytik und Zuordnung Carbonsäuren; Essigsäure, Ameisensäure...

In Frage gestellt wird aktuell konkret die derzeit vorwiegend praktizierte Erfassung mit Tenax.

Erforderlich wäre bei der Probenahme an Stelle der Erfassung mit Tenax eine Anpassung an die VDI Richtlinie 4301 Blatt 7

Auch für Prüfkammer- Untersuchungen soll künftig zusätzlich diese Analytik für Alkansäuren angewandt werden.

Zitat:

 

"Die C1- bis C8-Carbonsäuren sind mittels konventioneller VOC-Analytik gemäß ISO 16000-6 nur schwierig bestimmbar, weil erfahrungsgemäß für diese Carbonsäuren unter anderem bei Verwendung von Tenax TA® als Sorbens Minderbefunde erhalten werden. Für die empfindliche quantitative Bestimmung der C2- bis C8-Carbonsäuren eignet sich die Probenahme durch Adsorption auf Thermodesorptionsröhrchen, die mit geeigneten Sorbentien gefüllt sind. Die analytische Bestimmung erfolgt durch Thermodesorption mit Gaschromatografie-Massenspektrometrie (TDS-GC-MS). Alternativ kann die Bestimmung auch nach Adsorption an Silicagel mit anschließender, Flüssigextraktion und GC/MS erfolgen. Methansäure kann mit den oben erwähnten Methoden gaschromatografisch nicht bestimmt werden, sondern nur ionenchromatografisch."

Die Richtlinie beschreibt die Probenahme und Analytik von Carbonsäuren (C1-C8) in der Innenraumluft und in Materialproben.(Einleitung zur VDI-DIN 4301, Blatt 7; 2018-10)

 

Bedauerlicherweise werden diese Erkenntnisse derzeit (Oktober 2018)  auch noch von den diversen "Gütezeichen" nicht umgesetzt!

 

Zuordnung Essigsäure zu den VOCS:

Nahezu alle Institute ordnen derzeit bereits bei der Summenberechnung (TVOC) Essigsäure den VOCS und nicht den VVOCS zu:

 

Aussage Umweltbundesamt zur Zuordnung TVOC:

Es sei ergänzend darauf verwiesen, dass in einem solchermaßen ermittelten TVOC Konzentrationswert nicht alle in der Raumluft befindlichen VOC erfasst sind.

Insbesondere niedermolekulare Aldehyde, Amine und stark polare VOC sind mit den zur Zeit für die gaschromatographische Bestimmung von VOC in Luft üblichen Verfahren nur bedingt analysierbar und müssen unter Verwendung geeigneter Verfahren gesondert bestimmt werden. (Seite 278 Quelle)

Die Bestimmung der Essigsäure funktioniert nicht bei einer unpolaren Säule und muss daher mit einem geeigneten Verfahren analysiert werden. Und damit gibt es einen Messwert einer identifizierten Substanz, der zum TVOC zählt.

Siehe dazu auch

"Essigsäure ist den VOC (Retentionsbereich C6C16) zuzuordnen, obwohl es sich dabei um eine kurzkettige Carbonsäure handelt. Sie ist daher Bestandteil des TVOC Werts." (Baubook)

Abweichend von der strengeren Einstufung bezüglich RW I und RW II durch das UBA wurde unverständlicherweise im AgBB Schema 2012 (Bewertung von Bauprodukten) der NIK Wert für Essigsäure von 500 μg/m³ auf 1250 μg/m³ erhöht!  Eco Institut news 9.7.2012

 

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Ameisensäure

CAS 64-18-6

(Synonyme: Formylsäure, Formalinsäure, Methansäure, Actium formicum, Hydrocarbonsäure, E 236)

 

Nach der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe geht von der Ameisensäure ein mehr als zweimal so großes Gefährdungspotential aus. Während die Essigsäure mit einem AGW (Arbeitsplatzgrenzwert) von 10 ppm (25 mg/m³) geführt wird, ist für die Ameisensäure ein

AGW von 5 ppm (9,5 mg/m³) festgelegt.

 

Daraus abgeleitet:

Arguk Vorsorgewert, nutzungsüblich: Ameisensäure: 40 μg/m³

Arguk Gefahrenwert, nutzungsüblich: Ameisensäure: 150 μg/m³

Quelle: Langversion der ARGUK Untersuchungen (Seite 15)

 

Gefahrenhinweise:

Gefahrenhinweise - H-Sätze:
H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
H331: Giftig bei Einatmen. (Gestis Stoffdatenbank)

 

weitere Aussagen:

toxische Bewertung

Carbonsäuren und Lüftung

Zitat aus Gebäudeschadstoffe und Innenraumluft, Band 6

 

"Während nutzungsübliches Lüften zu deutlichen Reduzierungen der Raumluftkonzentrationen von Terpenen und längerkettigen Aldehyden führt, sind die Lüftungseffekte für Formaldehyd sowie für Ameisensäure und Essigsäure wesentlich schwächer ausgeprägt. Infolge der Lüftung kann es sogar zu einem Konzentrationsanstieg kommen."(Dipl.-Chem. Dr. Wigbert Maraun)

 

weitere Infos zur Ameisensäure

 

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Acetaldehyd

CAS: 75070

Bewertung der Innenraumluft

Mitteilung der Adhoc Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte der Kommission Innenraumlufthygiene und der Obersten Landesgesundheitsbehörden (October 2013)

"Zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung setzt die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte der Kommission Innenraumlufthygiene und der Obersten Landesgesundheitsbehörden Richtwerte für die Innenraumluft fest. Für eine gesundheitliche Bewertung von Acetaldehyd in der Luft liegen keine hinreichend aussagekräftigen Humanstudien vor. In einer gut dokumentierten und als zuverlässig eingestuften subchronischen Inhalationsstudie an Ratten wurden lokale Reizeffekte in den nasalen Epithelien beobachtet, insbesondere im olfaktorischen Epithel mit einem Verlust olfaktorischer Neurone.

Aus dieser Studie ergibt sich eine LOAEC für kontinuierliche Exposition von 48 mg Acetaldehyd/m³ für den Endpunkt nasale Epithelschädigung."

"Mit einem Extrapolationsfaktor von 1 für Interspeziesunterschiede, von 10 für interindividuelle Variabilität sowie einem Faktor von 2 zur Berücksichtigung der im Vergleich mit Erwachsenen höheren Atemrate von Kindern ergibt sich ein

Richtwert II (Gefahrenrichtwert) von 1 mg/m3 (= 1000 μg/m³) Acetaldehyd/m3 und ein

Richtwert I (Vorsorgerichtwert) von 0,1 mg/m³ (=100μg/m³) Acetaldehyd/m3 Raumluft." (Quelle) 

Bewertung Bauprodukte:

Natureplus setzt bei den meisten Produkten (gleich wie für Formaldehyd)  einen Grenzwert von 36 µg/m³ Acetaldehyd fest.

Beispiel: Kriterien für Spanplatten

 

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Formaldehyd

Diese Zusammenfassung erfasst sich ausschließlich mit den natürlichen Emissionen des Holzes; aus der Verarbeitung ergeben sich aber nach wie vor bei Holzwerkstoffen Probleme mit "zugefügtem" Formaldehyd, die teilweise zu massiven Erhöhungen der Innenraumbelastungen führen können. Auch hier werden aktuell bisherige Produktprüfungen bezüglich deren "Bewertung" in Frage gestellt. (Quelle)

 

 

Siehe dazu Publikation Raumschadstoff Formaldehyd

 

Unabhängig von – vor allem in der Vergangenheit, aber unter anderem auch bei osteuropäischen Produktionsstätten noch immer eingesetzten "formaldehydhaltigen Klebern" für Holzwerkstoffe

emittiert Holz auch in geringen Mengen "natürliches Formaldehyd".

Auch unbehandeltes "Naturholz" emittiert geringe Mengen von Formaldehyd, die allerdings in der Regel aus gesundheitlicher Bewertung nicht für das Raumklima als relevant betrachtet werden. 

2 Zitate:

1) "Die nachfolgende Auflistung zeigt die Formaldehydabgabe von natürlich gewachsenem Holz. Die Emissionswerte sind bei allen Holzarten derart gering, dass sie für die Belastung von Innenräumen vernachlässigt werden können.

Die Werte liegen im ppb Bereich: 1 ppb = 0,001 ppm"

 

Seite 17 von "Holzwerkstoffe in Innenräumen" (technische Dokumentation der LIGNUM)

E1 Richtwert im Vergleich: 0,1 ppm!

2) "Die in der Literatur (1) angegebenen Werte für Formaldehyd Abgabe von natürlich gewachsenem Holz in der Prüfkammer sind nach DIN V ENV 7171 zwischen 0,009 ppm bei Eiche und bis 0,002 bei Buche; Douglasie, Fichte und Kiefer liefern Werte zwischen 0,003 und 0,004 ppm." (Quelle) 

 

Kritische Raumbelastungen entstehen vor allem durch den Einsatz von formaldehydhaltigen Klebern und Lacken. Seit vielen Jahren (2006) fordert natureplus auf Grund der Einstufung als "krebserzeugend" bereits strengere Grenzwerte für Formaldehyd. (Pressedienst).

Aussagen und Gütezeichen beispielsweise zu vollkommen "formaldehydfreien" Holzprodukten sind daher grundsätzlich sehr kritisch zu hinterfragen. (Richtig wäre: "formaldehydfrei verleimt").

 

Weitere "natürliche Emissionen aus Holz

Neben den aufgeführten wesentlichen holzeigenen Emissionen finden sich auch- je nach Holzart eine Reihe weiterer Stoffe, die aber auf Grund der geringen Konzentrationen aus unserer Sicht einer präventiven gesundheitlichen Bewertung auch für Sensitive in der Regel nicht relevant sind.

  • Alkohole und Ether (z.B. 1-Butanol,  3-Hydroxy-4-methyl-pentan-2-on)
  • Aromatische Kohlenwasserstoffe  (z.B Toluol)
  • Aldehyde (z.B. Pentanal, Hexanal)
  • Isoalkane

Grundsätzlich weist die Kiefer in der Regel die höchsten VOC Emissionen auf, wesentlich geringere Werte zeigen Tanne und Buche, die niedrigsten Werte finden wir bei der Pappel. (Quelle1 Seite 22 und Quelle 2 Seite 77)

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Aktuelle Richtwerte I und II als Handlungsempfehlung des Umweltbundesamtes:

Innenraumluft-Richtwerte für einzelne Stoffe erarbeitet die „Ad-hoc-Arbeitsgruppe“, die aus Mitgliedern der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) beim Umweltbundesamt sowie der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) besteht. Grundlage ist ein 1996 im Bundesgesundheitsblatt veröffentlichtes „Basisschema“. Es gibt zwei Richtwert-Kategorien: Richtwert II (RW II) ist ein wirkungsbezogener Wert, der sich auf die gegenwärtigen toxikologischen und epidemiologischen Kenntnisse zur Wirkungsschwelle eines Stoffes unter Einführung von Unsicherheitsfaktoren stützt. Er stellt die Konzentration eines Stoffes dar, bei deren Erreichen beziehungsweise Überschreiten unverzüglich zu handeln ist. Diese höhere Konzentration kann, besonders für empfindliche Personen bei Daueraufenthalt in den Räumen, eine gesundheitliche Gefährdung sein. Je nach Wirkungsweise des Stoffes kann der Richtwert II als Kurzzeitwert (RW II K) oder Langzeitwert (RW II L) definiert sein. 

Richtwert I (RW I - Vorsorgerichtwert) beschreibt die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft, bei der bei einer Einzelstoffbetrachtung nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch dann keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist, wenn ein Mensch diesem Stoff lebenslang ausgesetzt ist. Eine Überschreitung ist allerdings mit einer über das übliche Maß hinausgehenden, unerwünschten Belastung verbunden. Aus Gründen der Vorsorge sollte auch im Konzentrationsbereich zwischen Richtwert I und II gehandelt werden, sei es durch technische und bauliche Maßnahmen am Gebäude (handeln muss in diesem Fall der Gebäudebetreiber) oder durch verändertes Nutzerverhalten. RW I kann als Zielwert bei der Sanierung dienen.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ad-hoc-arbeitsgruppe-innenraumrichtwerte

Quelle:

http://www.wohnbehagen.eu/wp-content/uploads/Bauen-und-Leben-mit-Holz-Informationsdienst-Holz.pdf  (Seite 23)

Eine "Überarbeitung" dieser Richtwerte im Hinblick auf die natürlichen holzeigenen Emissionen wäre im Interesse eines jahrtausendealten bewährten Baustoffes dringend erforderlich!

 

Presseartikel:

Baustoff Holz  "Emissionen – Gesundheitsrisiko oder Panikmache?" (kompletter Artikel  beim Verlag kostenpflichtig, bei EGGBI abrufbar)

 

 

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Holz als positiver Gesundheitsfaktor

 

Grundsätzlich vermeidet EGGBI den Begriff „gesunder Baustoff“, da es in der Regel nicht die Funktion von Baustoffen sein kann, „gesund“ zu machen oder zu sein – unsere Anforderung ist es, dass Baustoffe nicht „krank machen“ dürfen.

Dennoch gibt es auch Aussagen zum Baustoff Holz, die diesem in besonderen Fällen „gesundheitsfördernde Eigenschaften“ nachsagen:

1.1   Positive Auswirkung von holzeigenen Emissionen am Beispiel Zirbelkiefer:

Die Universität Graz (Joanneum) untersuchte dabei

„Evaluation der Auswirkungen eines Zirbenholzumfeldes auf Kreislauf, Schlaf, Befinden und vegetative Regulation“ (Link: Zirbelstudie –Joanneum Graz)

„Die Studien sprechen eine deutliche Sprache.

Alle voran stehen die umfangreichen Studien, die die HOLZFORSCHUNG AUSTRIA, Wien, und die Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH (Institut für Nichtinvasive Diagnostik [IND], Weiz) durchgeführt haben. Sie belegen einerseits die deutliche toxische, antibakterielle Wirkung des zirbeneigenen Terpens Pinosylvin gegen Schadorganismen, wie Pilze und Bakterien. 

Andererseits wurde eine ausgeprägte Belastungs- und Erholungsfähigkeit bei Versuchspersonen festgestellt. Psychische und physische Belastungssituationen im Labor und über 24 Stunden in Alltagssituationen ergaben eine niedrigere Herzrate in körperlichen und mentalen Belastungssituationen. In Ruhephasen konnte zudem ein beschleunigter vegetativer Erholungsprozess festgestellt werden.

Das JOANNEUM RESEARCH Graz betreute in diesem Zusammenhang 30 gesunde Erwachsene über Monate hindurch medizinisch und untersuchte die Wirkung des Zirbenholzes in Belastungstests und Schlafstudien gleichermaßen. Bei Belastung verzeichnete man deutlich kürzere Regerationsphasen der Testpersonen, die in Zirbenzimmern trainierten.

Die gemessenen Herzfrequenzen lagen zudem deutlich niedriger. Die Schlafstudien zeigten ebenfalls gravierend Positives. Viel vitaler und ausgeruhter kamen die Testschläfer aus den Zirbenholzbetten.“

Auch die TU Wien befasste sich mit der Zirbelkiefer

„Untersuchungen des Kompetenzzentrums Holz GmbH und der TU Wien belegen deutlich, dass der ZirbenLüfter ein potentieller Schadstoff-Absorber ist. Das Zusammenspiel des Holzgehäuses mit den innenliegenden Zirbenlamellen und des Wassers sorgen für eine deutliche Reduktion von Schadstoffen und für eine entscheidende Verbesserung des Raumklimas.“ http://www.zirbenluefter.at/zirbenlufter-erfolgreich-gegen-luftschadstoffe/

 

Leider ist die Zirbel-Studie des Joanneums (Auftraggeber bzw. Projektpartner vor allem aus dem Bereich der Waldwirtschaft und der Holzverarbeitung) nicht "unbestritten"; die "wissenschaftliche Themenbearbeitung" wird teilweise in Frage gestellt.

Dazu auch eine Ergänzung EGGBI: 

Für Allergiker, Chemikaliensensitive (MCS) kann aber gerade auch das Zirbenholz auf Grund des kieferntypischen, natürlichen hohen Terpengehaltes ein nicht zu unterschätzendes Belastungsrisiko darstellen!  

 

1.2   Psychologischer Effekt

Viele Bauherren fühlen sich einfach wohl in einer natürlichen Umgebung mit "angenehm" riechenden Holz – auch in Zusammenhang mit "gemütlichem Ambiente".

 

Auch dazu bestünde sicherlich noch "Forschungsbedarf", um diese Effekte möglicherweise nicht nur auf "psychologisches Empfinden" einschränken zu müssen, sondern auch eventuelle "chemische, neurologische" Interreaktionen diesbezüglich wissenschaftlich unterlegen zu können. 

 

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Negative Ausnahmefälle

mit durchaus „allergie- und gesundheitskritischer“ Relevanz auch für „Nichtsensitive“ und sehr hoher wirtschaftlicher Relevanz für Holzhaus Bauunternehmen:

(Gewährleistungsfragen/ Reklamationen wegen "nicht sachgerechter Ausführung", nachweisbar störenden Geruchsbelastungen, weit überhöhten TVOC Werten)

1   "natürliche" Belastungen aus "Naturholz" allgemein

Es fanden sich in der Vergangenheit immer wieder vereinzelt Holzhäuser mit mehr als 10.000 µg/m³ TVOC, größtenteils

Terpene

daneben vor allem Aldehyde und/oder Essigsäure. Unter anderem findet sich erhöhten terpenwerten auch in einer Publikation des deutschen Holzwirtschaftsbeirates DHWR  Bauen und Leben mit Holz (Seite 26 bis 28) der Hinweis, dass solch massiv erhöhte Werte

keineswegs mehr „realistischen Innenraumkonzentrationen“ entsprechen und offensichtlich auf „nicht sachgerechte Verbauung“ rückschließen lassen.

Vor allem OSB Platten als Verursacher finden sich immer wieder in den Medien mit Berichten über "nicht akzeptable" Raumluftbelastungen - meist verursacht durch den unsachgemäßen Einsatz (nicht emissionsgeprüfter Holzwerkstoffe)  Beispiel: KITA Wallerfangen, 3 Jahre unbenutzbar, nun Sanierung mit enormen Kostenaufwand (17. Januar 2017 und  "Neubau" 18.Januar 2017)  

Mögliche Ursache für "unerwünschte (wesentlich überhöhte) Belastungen":

  • Verwendung von Sturmholz mit erhöhten Terpenwerten verursacht durch möglicherweise Behandlung mit (auch "biologischem") Holzschutz (z.B.:Terpentinöl; ein Indikator dafür wären erhöhte Alkohol, Xoluolanteile bei  der Emissionenmessung....),
  • überdurchschnittlicher Einsatz von Kiefernholz-Werkstoffen mit erhöhter Terpen- und Aldehydbelastung (OSB)
  • zu feuchtes Bauholz
  • definitive Falschangaben des Lieferanten wie z.B. "formaldehydfrei verleimtes Holz"
  • Bläueschutz gegen "Vergrauen" vor allem bei Buchenholz bereits im Sägewerk

Verarbeiter und auch Möbelbauer sollten sich stets im eigenen Interesse (Rechtssicherheit!)  schriftlich am Auftrag/Lieferschein bestätigen lassen, dass das gelieferte Holz ausreichend getrocknet und in keiner Weise "behandelt" worden ist - bei Holzwerkstoffen entsprechende Emissionsprüfberichte mit Einzelwerten einfordern.

 

Aussagen in der zitierten Studie Bauen und Leben mit Holz:

„Mehrere unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass für die die Gruppe der Monoterpene, d.h. im Wesentlichen α-Pinen und 3-Caren, die typischen Raumluftkonzentrationen im Bereich von ca. 0,01- 0,1 mg/m³  (=10 bis 100 µg/m³) liegen. Der RW 1 von 0,2 mg/m3 (200 µg/m³) wird unter normalen Wohnbedingungen nur selten erreicht bzw. überschritten.

Folgerung:

Gemessen an den in Realräumen auftretenden holzwerkstoffspezifischen VOC sind auf der Basis der jetzt durchgeführten Untersuchungen gesundheitliche Risiken für die Bewohner nicht zu erkennen, zumal bei sachgerechter Verbauung die Konzentrationen spezifischer VOC deutlich niedriger sind als in der Studie und zumeist rasch abklingen (Mersch Sundermann, Marutzky,2011)   Seite 27

Somit bestätigt sich die EGGBI Forderung nach gewissenhafter Planung und „sachgerechter Bauausführung“ – dies gilt allerdings ohnedies für sämtliche Bauarten!

Essigsäure 

Beispiel "unbewohnbares Haus durch Essigsäurebelastung"

 

1.2   Holzwerkstoffe

Vor allem für Holzwerkstoffe (Plattenware) fordert EGGBI seit Jahren mehr Kommunikationsoffenheit der Hersteller im Hinblick auf deren Emissionen, bedingt durch diverse Verklebungen, Oberflächenbehandlungen aber auch Produktionsprozesse mit erhöhten Aldehydwerten. Dies gilt vor allem auch für die teilweise sehr emissionsreichen OSB Platten.

Die Vorlage von Emissionsprüfberichten solcher Produkte würde auch dem Architekten vor allem bei zu zertifizierenden Gebäuden (z.B. DGNB Zertifizierung) die derzeit größtmögliche Planungssicherheit im Hinblick auf nicht zu überschreitende TVOC Raumluftwerte geben.

Unverantwortlich dass vor allem beim KITA und Schulbau immer wieder "emissionsintensive" Produkte eingesetzt werden, die in der Folge dem Holzhausbau insgesamt ungerechtfertigterweise ein absolut negatives Image bescheren. Beispiele 2016: GrundschuleKita

 

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Unglaubwürdige Aussagen und Prüfberichte - "emissionsfreie?" Holzprodukte

Einen schlechten Dienst erweisen dem "Baustoff Holz"  sogenannte Prüfberichte, Gütezeichen, die mit NULL-Emissionsaussagen  beispielsweise für diverse  Holzdämmprodukte "werben".

Naturprodukte sind nicht emissionsfrei (dies ist grundsätzlich natürlich auch keineswegs aus gesundheitlicher Sicht erforderlich, entscheidend ist ja stets nur die Art und die Quantität der Emissionen) - Gütezeichen wie natureplus erlauben daher selbstverständlich  auch gewisse Mengen an natürlichen Emissionen (z.B. aktuell VOC - natureplus: 300 µg/m³; sicherlich wären hier beispielsweise bei Terpenen auch höhere Werte aus rein gesundheitlicher Sicht!  durchaus vertretbar).

Natürliche Emissionen aus verschiedenen Holzarten:

Quelle: http://literatur.vti.bund.de/digbib_extern/dk040782.pdf (Seite 23)

 

Weitere Aussagen dazu:

Emissionen aus Holz Schieweck, Alexandra; Salthammer, Tunga  Seiten: 147-155: "Auch die mit einem Gütezeichen versehenen Holzwerkstoffe sind nicht emissionsfrei"

Flächenspezifische Emissionsraten von Holzfaserplatten 8.3.2. ibp Fraunhofer

Bei Prüfberichten, die daher von "emissionsfrei!" oder  "nicht feststellbaren VOC Werten"   für diverse  Holzprodukte sprechen, muss in der Regel davon ausgegangen werden, es

  • wurden entweder "sehr alte, abgelagerte" Materialproben getestet  (die meisten Gütezeichen  fordern allerdings Produkte - nachgewiesen -  aus laufender Produktion)
  • es stimmt etwas mit der  Analytik des prüfenden Instituts nicht  (handelt es sich überhaupt um ein für Emissionsprüfungen akkreditiertes Institut wie z.B. Eurofins, natureplus, eco Institut, Bremer Umweltinstitut, TÜV, DEKRA, ALAB u.v.a.?) Nichteinhaltung inzwischen allgemein anerkannter  Standards?
  • oder aber  handelt es   sich um "preiswerte"  "Gefälligkeitsgutachten" oder "unseriöse" Marketingaussagen (siehe dazu auch "Greenwashing")

 

Das selbe gilt für Formaldehyd - und Aussagen wir "formaldehydfrei";  auch unbehandeltes Holz enthält (in diesen Mengen gesundheitlich absolut unbedenklich) grundsätzlich "natürliches" Formaldehyd.

siehe dazu auch Vortrag Dr. Kuebart: Emissionen aus Holz (Seite 5) bzw. natürliches Formaldehyd

 

Bei der Veröffentlichung solcher Prüfberichte stellt sich natürlich die Frage nach  "lauterem Wettbewerb" und Prospektwahrheit - vor allem für

Architekten, Planer und Handwerker, die sich bei Vertragsabschluss zur Einhaltung definierter Raumluftwerte verpflichtet haben, gibt die  Wertung unglaubwürdiger Prüfberichte (und damit Einsatz solcher Produkte) natürlich ein falsches Sicherheitsgefühl und damit ein  erhöhtes Haftungsrisiko dar.

Es stellt sich beispielsweise die Haftungsfrage, wenn als "formaldehydfrei" deklarierte Produkte in der Folge  (Beispiel: Grundschule Obermenzing) zu massiver Gesundheitgefährdung und oft enormen Sanierungskosten führt.

(Mangelnde Sorgfaltspflicht des Planers bei der Ausschreibung; Haftung des Bauunternehmens aus "Landesbauordnungen", Produkthaftung des Herstellers "Produktsicherheitsgesetz", Haftung aus Strafgesetzbuch "Baugefährdung",  aus bürgerlichem Gesetzbuch "Sach- und Rechtsmangel" . siehe "rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit")

 

Zu unterscheiden ist vor allem bei Holzwerkstoffen zwischen der in vielen Fällen korrekte Bezeichnung:

 

  • "formaldehydfrei verklebt" (in diesen Fällen erfolgt die Verklebung meist mit PU Klebern
  • und der absolut unseriösen Definition "formaldehydfrei".

 

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Beispiele unglaubwürdiger Aussagen und Messwerte

Immer wieder wird von "emissionsfreien Produkten" gesprochen  bzw. nachgewiesen, dass das prüfende Labor weder VOCs noch Formaldehyd nachweisen konnte...

Link 1 ("emissionsfreie" Holzwerkstoffe)

 

Beispiel 2: IBR Zeugnis für Steico Holzweichfaser, gültig bis 12/2015 (Seite 9 und 10 "VOC und Formaldehyd nicht nachweisbar"). Diese Null Werte waren natürlich für Architekten ein Grund, diese Produkte anderen, realistisch geprüften Produkten (mit natürlich VOC und Formaldehyd Emissionen!)
vorzuziehen.

In einem aktuelleren  Bericht (gleiches Prüfinstitut/gleicher Hersteller, gültig bis 2019)  sind zwar  VOC Summenwerte angegeben; VOC Emissionen plötzlich doch vorhanden, aber im Vergleich zu üblichen Holzweichfaser- Werten (mehrerer anderer Hersteller, geprüft von natureplus) unglaubwürdig niedrige TVOC Summenwerte),  - aber keinerlei Einzelwertangaben, um welche VOCs es sich bei den  mit Gütezeichen "ausgezeichneten" unterschiedlichen Produkten überhaupt handelt. Üblicherweise enthalten umfassend geprüfte Holzweichfaserprodukte beispielsweise alleine schon ein Vielfaches  an natürlicher Essigsäure, als die VOC Gesamtsummenwerte in diesem Bericht vorgeben. (Ein Grund, warum natureplus für Essigsäure die Grenzwerte wesentlich erhöht hat).

Die hier "zertifizierten Messergebnisse sind daher aus unserer Erfahrung - vor allem aber für unsere Bewertungen angesichts einer besonders "schützenswerten Klientel" (Allergiker, Chemikaliensensitive, junge Familien mit Kleinkindern, Schulen/Kitas) nicht nachvollziehbar. Gibt es einen Grund warum der Hersteller bis 2012 bei "natureplus" prüfen ließ, und diese Prüfergebnisse aber jahrelang verweigerte? 

 

Link 3 ("emissionsfreie" Laminatböden)

Beispiel 4: nicht nachvollziehbare VOC Angaben in manchen EPDs

Benachteiligt werden dadurch aber auch Firmen, die sich jährlich strengen Wiederholungsprüfungen ernsthafter Gütezeichen- Vergabestellen wie z.B. natureplus stellen - bei "Prüfberichtvergleichen" auf Grund unterschiedlicher "Seriosität" der Prüfergebnisse aber ungerechtfertigterweise ins Hintertreffen gelangen. 

Vor allem aber für Chemikaliensensitive, Allergiker, die auf seriöse Emissionsinformationen angewiesen sind, stellen solche Aussagen eine unzumutbare Irreführung und somit Gefährdung dar.   

 

Besonders "kritisch" wird die Rechtslage vor allem dann, wenn Hersteller Produkte unterschiedlicher Herstellungsorte/ Herstellungsländer und unterschiedlicher Emissionswerte unter einem Namen und ohne Hinweis an den Kunden auf den jeweiligen Produktionsstandort der gelieferten Ware vermarkten und es dadurch beispielsweise in der Folge zu erhöhten Formaldehydbelastungen kommt.  Beispiel

Bitte beachten Sie die allgemeinen fachlichen und rechtlichen Hinweise zu

EGGBI  Empfehlungen und Stellungnahmen

 

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Schadstoffe in Holzwerkstoffen

Neben den natürlichen Emissionen aus Holz, die bei sachgemäßer Anwendung zumindest für "Nicht- Allergiker oder  Nicht- Chemikaliensensitive in der Regel keinerlei gesundheitliches Risiko darstellen,

sind viele Holzwerkstoffe durch

·         Verklebungen,

·         Oberflächenbehandlung und

·         "Holzschutz", aber auch durch entsprechende

·         Produktionsprozesse (Erhitzung/ Druck…)

mit unterschiedlichsten Chemikalien bzw. Emissionen, Gerüchen belastet.

Hier ist es besonders wichtig, sich über alle "eingesetzten" Komponenten Klarheit zu beschaffen, von den Herstellern entsprechende glaubwürdige Nachweise einzufordern.

Sanierungen, so überhaupt möglich (vielfach konstruktive Bauteile) sind oft sehr kostenintensiv - sei es der spätere Rückbau emissionsintensiver Spanplatten (z.B. in der Vergangenheit  oftmals mit Formaldehyd belastet) , geruchsintensiver OSB Platten (Aldehyde u.a.), von Konstruktionsholz; von tragenden Elemente - belastet mit Holzschutzmittel (früher PCP, Lindan, heute andere Stoffe wie Propiconazol) , Austausch von Produkten mit belasteten Oberflächenbehandlungen (Farben, Lacke, Öle, Wachse, Lasuren). 

Dabei ist auch die Aussage lösemittelfrei ebenso wie viele zahlreiche aussagearme Gütezeichenunglaubwürdige Prüfberichte kein Garant für "Gesundheitsverträglichkeit" . (Siehe auch "Greenwashing" und Beispiele unglaubwürdiger Messwerte). 

Vor allem der Einsatz von Holzschutzmitteln sollte so weit als möglich vermieden werden  (Verwendung entsprechender jeweils "richtiger" Holzarten, konstruktiver Holzschutz).

Eine gewissenhafte Produktauswahl ermöglicht aber natürlich den Einsatz von Holzwerkstoffen in allen Bereichen von Bau-  und Inneneinrichtung zur Schaffung eines von vielen gewünschten besonderen positiven "Wohnklimas".

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Klebesysteme für Holzwerkstoffe

Neben den natürlichen Holzemissionen sind natürlich auch die Informationen zu diversen Klebesystemen wichtig - dies vor allem bei oft großflächig verbauten (hohe Raumbeladung) Mehrschichtplatten.

Üblich sind bei Mehrschichtplatten entweder

 

1.    Melaminharzverklebungen

Melamin-Urea-Phenol-Formaldehyd Leime (MUPF Leime)

die je nach Hersteller, Zusammensetzung unterschiedliche Formaldehyd abgeben und bestenfalls in der Regel den E1 Status erreichen;

Kennzeichnung von Holzwerkstoffplatten nach Formaldehydgehalt

     

oder Verklebungen mit

 

2.    PU Klebern (Polyurethankleber)

mit in der Regel sehr geringen Formaldehydwerten, aber vor allen den ökologischen Nachteilen von PUR Produkten (Isocyanate...)

         Isocyanate und PU Produkte -

im ausgehärteten Zustand meist(!) sehr emissionsarm und bezüglich Formaldehydklasse E 0.

Eine gesundheitliche Bewertung ist aber in beiden Fällen nur dann seriös, wenn umfassende, glaubwürdige Prüfberichte vorliegen.

Entscheidend sind dabei aber auch die LINK: natürlichen Emissionen der jeweiligen Holzart, abhängig auch von Alter und Feuchte- Gehalt des Holzes..

 

Daneben werden neuerdings auch - laut Herstelleraussage „emissionsarme“ -

 

3.    MU Leime

 

„Melaminleim ohne freies Formaldehyd“

eingesetzt, ein angeblich VOC armes Melaminleimsystem – mit angeblich nur 11 µg/m³ Formaldehyd (Werbeaussage), aber keinen Angaben zu VOC Werten und anderen möglicherweisen sensibilisierenden Inhaltsstoffen.

 

Glaubwürdige Produktberichte (akkreditiertes Institut, kompletter Prüfumfang, kontrollierte Probenahme) wurden uns bisher leider – ebenso wie bei OSB Platten - bis heute noch von keinem Plattenhersteller  vorgelegt; der Kleberhersteller Akzo Nobel verweigert uns grundsätzlich Emissionsprüfberichte.

 

Der Härter enthält relativ hohe Anteile Ameisensäure“,  (10 bis 25 % laut Sicherheitsdatenblatt!)

wie stark diese beim fertigen Produkt noch feststellbar ist, ließe sich korrekt nicht durch eine normale TVOC Kammeruntersuchung, sondern durch eine entsprechende Analytik nachweisen.

Die Richtlinie VDI DIN 4301 Blatt 7 beschreibt die Probenahme und Analytik von Carbonsäuren (C1-C8) in der Innenraumluft und in Materialproben.(Einleitung zur VDI-DIN 4301, Blatt 7; 2018-10)

Angaben aus dem Sicherheitsdatenblatt zum Härter:

H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H318 Verursacht schwere Augenschäden.

H331 Giftig bei Einatmen

 

Gesundheitliche Bewertung der drei Systeme:

Da sich die Kleber je nach Hersteller stark unterscheiden – daneben unterschiedliche Hölzer sehr unterschiedliche Eigenemissionen besitzen, abhängig auch von Holzfeuchte und Alter der Platten, machen wir generell keine allgemeine gesundheitliche „Bewertung“, sondern erstellen solche erst nach Vorlage bzw. Prüfung umfassender und glaubwürdiger Prüfberichte. 

 

Weitere Infos - Formaldehyd aus Klebstoffen 

 

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Anforderungen an Prüfberichte für eine umfassende "gesundheitliche Bewertung" von Holzwerkstoffen

Wiederholt erhalten wir an Stelle von umfassenden Emissions- Prüfberichten diverse Unterlagen ohne ausreichender Aussagekraft;

  • Muster werden vom Hersteller selbst ausgewählt und eingesandt (Aussage eines Vertriebsleiters eines OSB Herstellers: "Eine Entnahme einer Probe aus laufender Produktion durch einen "Externen Probenehmer" wäre für die Firma ablauftechnisch unzumutbar.)

Gütezeichen wie natureplus, eco-Institut-Label praktizieren dies seit mehr als 15 Jahren erfolgreich, um die Einsendung "abgelagerter, weitgehend aus- emittierter" Ware für Messungen mit dadurch unrealistischen Mess- Werten zu verhindern.

  • Es werden nur Teilprüfungen bei renommierten Instituten beauftragt (nur Formaldehyd; nur PCP/Lindan/Schwermetalle etc.) um mit dem "Namen" dieser Institute dann den Eindruck einer umfassenden Schadstoffprüfung zu erwecken.
  • Prüfumfang und Analytik entsprechen nicht dem aktuellen Stand
  • Vor allem erhalten wir meist nur diverse Zertifikate von Gütezeichen, die oft nur eine beschränkte, oft aber auch gar keine Aussagekraft für gesundheitliche Bewertungen besitzen. 

Grundvoraussetzung für eine seriöse Bewertung:

  • externe Probenahme (Probenahme durch Institut oder einem vom Institut Beauftragten, z.B. örtlicher Notar) 
  • umfassender Prüfauftrag (Beispiel)
  • zeitgemäße Analytik (unter anderem auch bezüglich Essig- und Ameisensäure) und Bewertung (Neue Normen und Bewertungsweisen 2018)
  • genaue Angabe Fertigungsort des Produktes und Produktbezeichnung im Prüfbericht, die mit der Handelsbezeichnung des Produktes übereinstimmt, andernfalls bestätigte Konformitätsbestätigung! 
  • Prüfung durch dafür akkreditierte Institute

 

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Pellets aus Abfallholz der Holzwerkstoff- Industrie

Beunruhigend aus gesundheitlicher Sicht sind  Informationen, dass manche Pellet- Hersteller auch Restholz aus der Holzwerkstoffindustrie mit teilweise bezüglich Brandverhalten kritischer Verklebungen zur Pellet- Herstellung einsetzen sollen(!)- in normalen "Hausheizungen" somit unter anderem bedenkliche Isocyanatbelastungen und halogenhaltige Rückstände entstehen können.

Wir haben den  Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)  sowie zahlreiche Hersteller um eine entsprechende Stellungnahme gebeten, ob und wodurch der Verbraucher abgesichert wird, nicht als "Entsorger" von kritischen Abfällen missbraucht zu werden..

Der DEPV teilte uns unmittelbar nach unserer Anfrage mit, dass von einem solchen Einsatz in Deutschland angesichts strenger Norm- unterstützter Qualitätsansprüche nicht auszugehen ist - entsprechende gesicherte Informationen auch zu entsprechenden Reaktionen des Verbandes führen würden; wir werden uns zugesicherte weitere Informationen dazu sorgfältig prüfen.

 

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12.06.2019

Meilenstein bei der "gesundheitltichen" Gebäudebewertung

Das VDB Gebäudezertifikat stellt die bisher strengsten Anforderungen an ein "gesundheiltiche Gebäudebewertung"!

Mehr Infos

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31.05.2019

Los Angeles klagt Monsanto wegen Spätfolgen von PCB

Pressebericht

Trotz der sehr "angsteinflössenden, bedenklichen"  "Kritikerliste des Konzerns"

vertreten wir offen die Ansicht, dass auch in Deutschland die Behörden Sanierkosten von PCB belasteten Schulen und Kitas bei den "Verursachern" einklagen sollten (Verursacherprinzip), statt Kinder und Lehrer oft jahrelang (meist sogar mit  "fachlicher" Unterstützung von Gesundheitsämtern) gesundheitlichen Risiken auszusetzen (Beispiele München, Esslingen), und das teilweise sogar krebserregende Gift PCB (dioxinähnliche PCBS) zu verharmlosen.

Auflistung PCB belasteter Schulen und Kitas allein aus den letzten Jahren.

Damit würde die Industrie gezwungen, zumindest für neue "Produkte" endlich das europäische Präventionsgesetz anzuwenden - zuerst Unbedenklichkeit "glaubhaft" (siehe: "gekaufte Wissenschaft") nachzuweisen - und erst dann Produkte zu verkaufen.

 

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30.05.2019

ACHTUNG

Neue Kennzeichnungen auch von Umwelterkrankungen durch WHO/ DIMDI ICD 1019

DIMDI WHO NEUE KENNZEICHNUNG


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23.05.2019

SWR - TV Bericht

 "Zur Sache - PCB– die unterschätzte Gefahr"

Berichtet wird über PCB Problemen in Ludwigsburg, in Esslingen und an der technischen Universität in Tübingen – das Landesgesundheitsamt ignoriert erneut die PCB118 Werte und behauptet "es besteht keine akute Gesundheitsgefahr" und "die Nutzung der Räume für einen begrenzten Zeitraum" ist aus toxikologischer Sicht unbedenklich.

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14.05.2019

ZDF- Leben ohne Power

hervorragende Dokumentation zum Chronischen Fatigue Syndrom (CFS).

Wichtigste Aussage: CFS ist keine psychische Krankheit, sie kann auch durch Umweltgifte mitverursacht, auf jeden Fall aber auch verstärkt werden.

Link zum Film (bis 13.06.2020 verfügbar)

Mehr Infos zu CFS

 

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19.03.2019

BfR bestätigt: Strahlenbelastung durch 5G muss erst untersucht werden!

Spät aber doch -

erstmals bestätigt das Bundesamt für Strahlenschutz die beisher nicht ausreichende Erforschung der gesundheiltichen Auswikrungen der neuen "Kommunikationstrechnologie" 5G.

Mehr Infos zum Pressebericiht

 

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08.02.2019

"Gedämmte Hauswände enthalten lebensgefährliche Biozide"

Pressebericht

Obwohl seit vielen Jahren bekannt -nach wie vor unterstützt der Staat "energetische Sanierungen" auch mit "gesundheits- und umweltgefährdenden" Produkten. Mehr Infos dazu "Biozide in Bauprodukten"

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02.02.2019

Freie Wähler Bayerns fordern mehr Anerkennung von Umwelterkrankungen

mehr Infos dazu

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17.01.2019

Baustoffverband gegen mehr Transparenz bei Bauprodukten?

Thekengespräch bei der Bau 2019 München

Wenig Unterstützung bietet offensichtlich der Bundesverband Baustoffe dem Institut für Bautechnuik bei mehr Transparenz für Architekten zur Einhaltung der MVV-TB...

mehr Infos dazu

 

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01.01.2019

TRGS 504: Neue Vorgabe für E-und A- Stäube ab 2019

Übergangszeit der TSG 504 2016 endete am 31.12.2018 

Mit dem Ziel, Gesundheitsrisiken durch Stäube zu reduzieren hat das Bundesarbeitsministerium (BMAS) den Arbeitsplatzgrenzwert für die einatembaren Stäube (E-Staub) und die noch feineren, alveolengängigen Stäube (A-Staub) – das sind vergleichsweise feine Stäube, die bis in die Lungenbläschen gelangen können – gesenkt. Bis zum Jahresende 2018 galt dafür zwar noch eine Übergangsfrist für die verpflichtende Einhaltung des Grenzwertes von 1,25 mg/m³. Doch diese ist nun ausgelaufen. Außerdem wurde im Jahr 2017 ein neuer Beurteilungsmaßstab für Quarzstaub – dem Auslöser der Silikose – verabschiedet. (Deutsche Handwerkszeitung)

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11.12.2018

EU Parlament stimmt für neue Grenzwerte am Arbeitsplatz

"Die Europäer sollen künftig an Arbeitsplätzen in der Chemieindustrie, der Autobranche oder im Bergbau besser vor Krebs geschützt werden. Das EU-Parlament stimmte mit großer Mehrheit für eine Überarbeitung der EU-Richtlinie für Karzinogene und Mutagene.

Damit werden Grenzwerte für acht weitere krebsverdächtige Stoffe eingeführt, darunter Dieselabgase. Krebs ist nach Angaben des EU-Parlaments die häufigste Todesursache im Zusammenhang mit der Arbeit.

Mehr Infos dazu

 

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03.12.2018

Selbsthilfegruppe Umwelterkrankter

trifft sich in Pfarrkirchen mit Behindertenbeauftragten.

EGGBI Referat zum Thema "Bauen für Umwelterkrankte", MCS und EHS

Pressebericht

 

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02.12.2018

Soeben erscheinen:

Seit 1979 das unabhängige Magazin für Menschen, die gesünder, umweltbewusster und schöner wohnen und leben wollen. Das ideale Forum mit fachlich fundierten, aktuellen Beiträgen.

EGGBI Thema des Heftes Nr. 169/ Dezember 2018

  • OSB-Platten für gesundes Wohnen?

 

Weitere Infos und Bestellung

Leseprobe

 

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06.11.2018

Schadstoffe in Europäischen Teppichböden

Bei aktuellen Untersuchungen europäischer Teppichböden fanden die Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), das Ecology Center (USA) und die Notre Dame University (USA) chlorierte Flammschutzmittel, hormonaktive Substanzen und krebsverdächtige Stoffe. Pressebericht und DUH Info

Verwiesen wird in diesem Artikel auf diverse "Gütezeichen" wie dem Blauen Engel - obwohl bei den meisten Gütezeichen bezüglich gerade der erwähnten Stoffe in der Regel keine Prüfnachweise gefordert werden, die Herstellererklärungen meist ausreichen. Siehe dazu  Bewertung von Gütezeichen für gesundheitliche Aussagen 

Mehr Infos dazu auch: Bodenbeläge, mögliche Schadstoffe

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30.10.2018

Frankreich: Rätsel um Neugeborene ohne Arme und Hände

Bayerischer Rundfunk

Streit um Ursachen - fehlendes Interesse der Behörden an Aufklärung - sicherlich nicht neu:

siehe dazu auch: 

   Beispiele jahrzehntelanger Ignoranz

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28.10.2018

"Dieselgate der EU Chemiebranche"

Mindestens ein Drittel der seit 2010 in Europa hergestellten oder importierten 1.814 Chemikalien mit einem hohen Produktionsvolumen (mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr) verstößt gegen die europäische Chemikalienverordnung (REACH) und ist damit nach EU-Recht illegal. Pressebericht (Originalbericht Englisch)

Die Europäische Union verschließt auch hier die Augen- die Industrielobby setzt sich wie so oft in der  Vergangenheit  erneut durch. Zahlreiche Beispiele oft jahrzehntelanger Ignoranz.

Informationen zu Reach

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23.10.2018

"Mögliche Schadstoff-Belastung in Kita: Kirche soll erst spät informiert haben"

Wie so oft werden auch hier die Werte von Seiten der Behörden "verharmlost" und damit Eltern und Mitarbeiter "ruhiggestellt". Inzwischen meldete sich bei uns bereits eine besorgte Mutter - wir werden versuchen, den Schadstoffprüfbericht zu erhalten. Pressebericht

Infos zur "üblichen" Bagatellisierung von Schadstoffprüfberichten

 

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19.10.2018

"Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten" 

(SWR TV Bericht vom 4.10. 2018; Beispiel Heidenheim) und

"Viele Schulen in Sachsen mit Radon belastet"

(SZ Pressebericht vom 19.10.2018

Bedauerlicherweise wird nur in den seltensten Fällen überhaupt in Schulen und Kitas auf Radon untersucht, in den meisten Bundesländern stellt man sich zu diesem Thema immer noch "ahnungslos".

Mehr Informationen zu Radon in Gebäuden (Kapitel 8: Radon in Schulen und Kitas)

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11.10.2018

EU weitet Schutz vor krebserzeugenden Stoffen am Arbeitsplatz aus
Die Liste der als krebserzeugend anerkannten chemischen Stoffe am Arbeitsplatz wird um acht weitere Stoffe, zu denen auch Dieselabgase gehören, erweitert. Das Europäische Parlament und der Rat haben heute (Donnerstag) eine Einigung über den zweiten Vorschlag: 
Auflistung der nun beschlossenen  "neuen" Stoffe  

der Kommission zur Liste der als krebserzeugend anerkannten chemischen Stoffe am Arbeitsplatz erzielt.

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10.10.2018

Wegweisendes Gerichtsurteil in Frankreich für Elektrosensitive:

Anerkennung von Elektrosensitivität als Berufskrankheit  (Arbeitsunfall) durch ein Gericht für soziale Sicherheit (Tass) von Yvelines nach mehrjähriger Prozessführung ist eine Premiere in Frankreich. 

Mehr Infos

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04.10.2018 SWR

SWR Zur Sache Baden-Württemberg

Radioaktives Radon in Schulen und Kindergärten

In Heidenheimer Schulen wird seit Mitte September die Konzentration von Radon gemessen. Das radioaktive Gas gilt als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Zum Video

Mehr Infos zu Radon

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27.09.2018

Bayerischer Landtag fordert Staatsregierung zum Handeln auf

Nachdem bisher Anträge bezüglich Feststellung von gesundheitlichen Beduftungen in öffentlichen Gebäuden bisher von der CSU Mehrheit mit "unerträglichen" Argumenten abgeschmettert wurden, konnte der erneute Antrag der Freien Wähler am 27.09.2018 eine Mehrheit im Landtag finden.

"Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Ausschuss für Gesundheit und Pflege zeitnah darüber zu berichten, in welchem Umfang in öffentlichen und staatlichen Einrichtungen Duftstoffe verwendet werden, um welche Substanzen es sich handelt und welche gesundheitlichen Auswirkungen diese haben können; darüber hinaus ist gegebenenfalls eine Aufklärungskampagne von Seiten der Staatsregierung notwendig, um auf das Thema Duftstoffe und deren Auswirkungen aufmerksam zu machen." Beschluss

Mehr Infos zu Duftstoffen

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AKTUELL Produktprüfungen sind neu zu bewerten!

Forschungsergebnisse führen zu neuer "Produkt- Bewertung"

Eine neue Prüfnorm - die DIN EN 16516 beunruhigt derzeit Holzwerkstoffhersteller, da sich damit völlig neue Grundlagen zur Feststellung der Formaldehydemissionen ergeben.

Bisherige Messergebnisse (Formaldehydwerte) nach der EN 717-1 sind demnach künftig mit dem Faktor 2 zu multiplizieren - zahlreiche Produkte werden damit bisherige "Grenzwerte" beispielsweise für Gütezeichen aber auch die AgBB Werte nicht mehr einhalten. Siehe EGGBI Formaldehyd

Auch für Essigsäure/ Ameisensäure werden inzwischen neue Prüfgrundlagen empfohlen - bisherige Produktprüf- und Raumluftmessberichte sind somit neu zu "bewerten"!.

In Frage gestellt wird bei der derzeit üblichen Analytik aktuell konkret die noch übliche praktizierte Erfassung mit Tenax.

Erforderlich wäre bei der Probenahme an Stelle der Erfassung mit Tenax eine Anpassung an die VDI Richtlinie 4301 Blatt 7

 

Auch für Prüfkammeruntersuchung sollte künftig zusätzlich diese Analytik für Alkansäuren angewandt werden. Siehe EGGBI Essigsäure

Zusammenfassung zum Thema Neubewertung 2018 

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Formaldehyd in Spanplatten - Produktwarnung

Rückruf- Aktion für Spanplatten auf Grund zu hoher Formaldehydwerte!

Mehr Infos

Erneut fordern wir  strengere Kennzeichnung und Richtlinien für die Verwendung  von Formaldehyd- basierten Einsatzstoffen!

EGGBI Schriftenreihe: Raumschadstoff Formaldehyd

 

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25.09.2018

Bayerische Staatsregierung erklärt MCS als unwissenschaftlich begründbare Selbstdiagnose!

Mehr Infos dazu

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08.08.2018

Umweltbundesamt publiziert überarbeitete AgBB Richtlinien.

Mehr Infos unter "Aktuelles"

 

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28.07.2018

Nach vier Jahren Verzögerung soll nun mit der Sanierung der Kita Wahlstedt begonnen werden - trotz gemeldeter gesundheitlicher Beschwerden bereits 2014! Erst in zwei Jahren soll dann die Sanierung abgeschlossen sein. Wer ist für solche Verzögerungen verantwortlich? Pressebericht

Mehr Infos

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14.06.2018

Umweltbundesamt bestätigt uns neue Richtlinien für "Blaue Engel Logo- Nutzung":

Während bisher des Blaue Engel Logo bisher auch angeben musste, für welche Eigenschaften dieser dem jeweiligen Produkt vergeben wurde, muss nunmehr der Hersteller nur mehr die "zuständige UZ" angeben - der Verbraucher muss sich nunmehr selbst im Internet schlau machen, ob es bei den jeweiligen Kriterien um Lärmarmut, Emissionsreduktion, Energieeffizienz, klimaschützend, Ressourcenschonung, Recycling, "Angeln ohne Blei" - vielleicht auch primär um "Gesundheit?"...) geht.

Falsch somit die grundsätzliche Blaue Engel Marketingaussage zum Gesundheitsschutz:

"Klare und eindeutige Botschaft

Die Nutzung des BLAUER ENGEL Logos auf Ihren Produkten ist ein klares und verlässliches Erkennungsmerkmal mit konkretem Informations- und Vermarktungswert. Durch die Nutzung des BLAUER ENGEL Logos signalisieren Sie Ihren Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und anderen Akteuren, dass Sie verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen und dass Ihnen Umwelt- und Gesundheitsschutz am Herzen liegen."  Mehr Infos

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06.06.2018

PCB in Hildener Schule -

jahrelang verschwanden Prüfberichte in den Schubladen und wurden Schüler und lehrer einer gesundheitlichen Belastung ausgesetzt. Pressebericht: 

Hilden- Die Stadt hat Hausaufgaben nicht gemacht RP Online 

Mehr Infos zu PCB und PCB in Schulen und Kitas

 

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31.05.2018

Veröffentlichung eines aufsehenerregenden Urteils zu Schadstoffbelastung Schule - MCS -  Lehrer

Nach vieljährigem Kampf konnte eine engagierte Lehrerin durch ein Gerichtsurteil erwirken, dass ihre Zwangspensionierung wegen MCS aufgehoben wurde und die Schulbehörden aufgefordert wurden, ihre einen "barrierefreien" Arbeitsplatz entsprechend Ihrer Qualifiaktion zu suchen und anzubieten.

Das Urteil sollte für alle weiteren Lehrer(Innen), die Probleme mit der Anerkennung ihrer Krankheit bei ihren Schulbehörden haben, ermutigen, den "Kampf" aufzunehmen, sämtliche Hilfen (unter anderem auch der Lehrergewerkschaft) in Anspruch zu nehmen und vor allem - nicht aufzugeben.

Link zum Urteil

Natürlich ist es eines Rechtsstaates unwürdig, dass sich Behörden entgegen der UN Behindertenrechtskonvention nur gerichtlich "zwingen" lassen, diese Konvention einzuhalten (Barrierefreiheit für Umwelterkrankte) - vor allem aber sich meist gar nicht bemühen, Schadstoffbelastungen an Schulen ohne öffentlichen Druck abzustellen.Schulen und KITAS 

Weiterhin aber eine unzumutbare Diskriminierung- trotz dieses Urteils vom Februar 2018 wird dieses offensichtlich nach wie vor von den Behörden ignoriert und auch im Mai 2018 werden noch immer nur die gekürzten Ruhestand-Bezüge ausbezahlt.

 

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16.05.2018

Vergiftet in der Wohnung

Durch eine unprofessionelle Wohnungsreinigung durch den Wohnungsbesitzer wurde die Existenz der Mieterin gesundheitlich und wirtschaftlich zerstört - seit Jahren führt Sie einen  Kampf gegen Vermieter, Jobcenter, Krankenkasse, Staatsanwaltschaft, Richter...

Es fehlt bei den befassten Juristen jegliches Wissen um Umwelterkrankungen!

Beitrag zu finden bei Abschnitt 22:25 in der Mediathek RTL Beitrag Punkt 12

Siehe auch

Negativbeispiele bei MCS: "unsoziale Gerichtsentscheidungen"

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09.05.2018

Skandalöses Gerichtsurteil in Berlin

Gericht ignoriert ärztliche Gutachten....

SAT 1 Frühstücksfernsehen

Erneut müssen wir feststellen, wie unzureichend die Ausbildung vieler Juristen zu Fragen von Schadstoffbelastungen und Umwelterkrankungen sein kann... 

Siehe dazu "Negative Beispiele von Urteilen"

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03.05.2018

TV Bericht Galileo berichtet über Elektrosensitivität EHS

zum TV Bericht

Mehr Infos zu EHS

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04.04.2018

Schadstoffe (PCB) an Pädagogischer Hochschule Freiburg

Pressebericht

Wie immer- keine "gesundheitliche Bedenken" seitens der Behörden; dennoch offenbar doch nicht ganz unbedenklich?

Siehe dazu auch umweltmedizinische Bewertung von Grenzwerten sowie unsere Stellungnahme zu PCB

 

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28.03.2018

"Der Albtraum von den eigenen vier Wänden"

Bauherrin kämpft seit Jahren mit Baufirma wegen Schadstoffbelastung. (Pressebericht

Für uns ein typisches Beispiel mangelhafter "Umwelt"- bzw. "Gesundheits"- Ausbildung von Juristen - (Anwälte + Richter!) die offensichtlich meist keinerlei Kenntnis von Landesbauordnungen und Architektenhaftung besitzen.
Nur in wenigen Fällen finden sich qualifizierte Anwälte, die in der Lage sind, hier wirklich die Rechte der Bauherren vor Gericht durchzusetzen.

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08.03.2018

TV Bericht zu Schadstoffbelastungen mit EGGBI Beteiligung auch im Neubau.

Mehr Infos

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28.02.2018

Iothiazolinone künftig beim Blauen Engel verboten?

Der Blaue Engel wird ab sofort keine Wandfarben mit Isothioazolinonen mehr auszeichnen! Pressemeldung


Der Verbraucher ist aber nach wie vor mit einer Unzahl Produkten in den Baumarktregalen konfrontiert, die diese Konservierungsstoffe enthalten - aber zugleich den Blauen Engel tragen!  

 

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26.02.2018

Schadstoffarme Schulmöbel

Mit einem Betrag von 125.000 Euro beteiligt sich die Bundesstiftung Umwelt an einem Projekt zur Herstellung nachhaltiger, aber auch schadstoffminimierter Schulmöbel. Weitere Infos

 

 

25.01.2018

Grosser Erfolg des "mutigen" bayerischen Datenschutzbeauftragten, Verbraucherschützern, Bürgerinitiativen

Aktuelle Meldung zum Thema "versuchte" Zwangseinführung von Funk- Wasserzählern in Bayern

CSU Mehrheit beugt sich dem öffentlichen Druck

Mehr Info zur Landtagssitzung

 

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Übersicht

12.06.2019 VDB Zertifikat

31.05.2019 Monsanto PCB Klage

30.05.2019 Neue Kennzeichnungen von Krankheiten WHO-DIMDI

23.05.2019 Esslingen TV Bericht

14.05.2019 CFS ZDF

19.03.2019 BfR bestätigt Forschungsbedarf

08.02.2019 Biozide in Fassade 

02.02.2019 "Freie Wähler" - mehr Anerkennung für "Umwelterkrankte"

17.01.2019 Baustoffverband gegen mehr Transparenz? 

01.01.2019 TRGS 504 Staub am Arbeitsplatz

11.12.2018 Neue EU Grenzwerte für Arbeitstplatz

02.12.2018 IBN OSB-Platten

06.11.2018 Schadstoffe in Teppichen

30.10.2018 Frankreich - Mißgeburten

28.10.2018 Reach - Dieselgate

23.10. 2018 Schadstoffe in Kita Stade

19.10.2018 Radon in Schulen Sachsen

11.10.2018 Krebserzeugende Stoffe

10.10. 2018 Elektrosmogurteil Frankreich

Radon in Schulen

Oktober Formaldehyd neue Bewertung!

Rückruf Spanplatten

27.09.2018 Duftstoffe freie Wähler

25.09.2018 Bayerische Staatssregierung definiert MCS 

08.08.2018 AGBB Richtlinien 2018

28.07.2018 Wahlstedt Kita

14.06.2018 Blauer Engel Logo

06.06.2018 PCB in Hilden

31.05.2018 Urteil Schule München

16.05.2018 Krank durch vergiftete Wohnung

09.05.2018 Skandalöses Gerichtsurteil

03.05.2108 Galileo berichtet über EHS

04.04.2018 PCB an Freiburger PH

28.03.2018 Albtraum Haus

08.03.2018 Odysso

28.02.2018 Blauer Engel Konservierungsstoff

26.02.2018 Schulmöbel

25.01.2018 Landtagssitzung Funkwasserzähler

 

  

Newsarchiv 2018

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