Fehlende Förderprogramme für "gesünderes Bauen und Renovieren"

 

Forderung nach Berücksichtigung gesundheitlicher Kriterien bei Förderprogrammen

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Forderung nach Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte

Schadstoffarme und möglichst "barrierefreie"Schulen, Kiotas, Sportstätten

Fördermittel für Sportstätten

Barrierefreies Bauen für Umwelterkrankte - Förderung?

Förderungen nur für Energetisches Sanieren?

 

 

Nachdem  ein bereits grundsätzlich funktionierendes "Punktesystem" für die Bewertung derzeit vor allem "nachhaltiger Gebäude" (BNB, DGNB) das Thema Innenraumhygiene und damit  "Wohngesundheit" mit nur unter 3 % als nahezu bedeutungslos berücksichtigt, bestünde angesichts zunehmender Umwelterkrankungen, Allergien ein massiver Bedarf,

"wohngesünderes" Bauen mittels eines mehrjährigen Förderprorgramms  (KfW?) in den Fokus der Bauwirtschaft zu stellen.

Die aktuellen Kosten durch Arbeitsausfälle (SBS; Sick-Building-Syndrom) bis  hin zu Kranken- und Rentenkosten "schadstoffbedingt Erkrankter" würden auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ein solches Förderprogramm rechtfertigen. Gesundheitsrisiken in Gebäuden

 

 

Langfristige hormonelle Schäden (Biozide aus Fassadenfarben, WeichmacherFlammschutzmittel sowie viele andere Verursacher z.B. in Schulen, Kitas und Sportstätten) sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

 

Da die Industrie derzeit nur in sehr wenigen Fällen bereit ist, umfassende Schadstoffprüfungen ihrer Produkte zu kommunizieren und sich lieber mit oft nicht nachvollziehbaren Zertifikaten, von den Industrieverbänden selbst geschaffenen und vergebenen Gütezeichen und Falschaussagen wie "erfüllt DGNB Kriterien" schmücken,

damit vor allem Planern und Bauausführenden die Verantwortung unter anderem der Einhaltung der Landesbauordnungen ohne geeigneten Instrumenten zur umfassenden "Emissionsplanung" überlässt, könnte durch ein Förderprogramm für "emissionsarme Neubauten und Renovierungen" der Druck seitens der Bauwirtschaft aufgebaut werden, eine neue Kommunikationskultur der Baustoffindustrie einzuleiten.

Nach wie vor outen sich Vorstände von Baustoffverbänden bei öffentlichen Veranstaltungen (z.B. Thekengespräch bei der Bau München 2019) mit Kritik an den Bestrebungen des Instituts für Bautechnik, für Planer und Bauausführende mehr Informationen zu den gesundheitlichen Eigenschaften ihrer Produkte (Emissionswerte) zwingend zur Verfügung zu stellen. 

Bau-Verbände (Fertighausindustrie u.a.) aber auch Architektenkammern hätten damit auch einen wirtschaftlichen, rechtsrelevanten und marketingbezogenen Anreiz sich mit einer umfassend "emissionsorientierten Produktpolitik" auseinanderzusetzen und damit die dazu erforderlichen Informationen mit jener "Marktbedeutung" einzufordern, die bisher den freiwilligen diesbezüglichen  Initiativen fehlt.

Voraussetzung wäre für ein Förderprogramm

  • ein umfassender Kriterienkatalog "wohngesundes Gebäude", der sich nicht nur auf VOC- und Formaldehyd-Aussagen beschränkt, sondern möglichst sämtliche Aspekte der "Wohngesundheit" und damit "wohngesunder Gebäude" umfasst,
  • sowie eine den Richtlinien der VDI entsprechende Abschluss- Messung nach Fertigstellung des Neubaus bzw. der Sanier- Maßnahme als Voraussetzung für die Förderung mit offen kommunizierten" Prüfberichten, die damit auch Umwelterkrankten und Allergikern Informationen zur Abschätzung individueller "Verträglichkeit" des Gebäudes bietet. (Siehe dazu Kapitel 7.4.5 vom Statement "Umwelterkrankungen)

Derzeit gibt es bedauerlicherweise ledigliche beschränkte steuerliche Abschreibemöglichkeiten bei "gesundheitsbedingten" Renovierungen.

 

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Schadstoffarme - und "möglichst" barrierefreie Schulen, Kitas, Sportstätten

 

Ein besonderer Schwerpunkt sollte die Berücksichtigung gesundheitlicher Kriterien bei Errichtung und Sanierungen von Schulen, Kitas, Sportstätten sein. 

Präventiver Gesundheitsschutz wird hier in vielen Fällen sträflich vernachlässigt; bei Schadstoffproblemen werden Sanierungen meist unter Berufung auf gesetzliche Grenzwerte verweigert.

Nach zahlreichen Schadstoffen wird aus wirtschaftlichen Gründen meist gar nicht gesucht (dauerhaft hormonell wirksame Schadstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel, Stoffe wie Radon, PCB, Schwermetalle werden oft gar nicht oder mit unzureichenden - oder nicht normgemäßen oder inzwischen "üblichen"  Methoden erfasst - Beispiel: EssigsäureSchwermetalle).

Gerade im Hinblick auf die besondere Schutzwürdigkeit von Kindern wären Fördermöglichkeiten von seriösen Schadstoffsanierungen unbedingt erforderlich.

Dazu auch: Barrierefreie Schulen, Kitas, Sporthallen

 

 

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Fördermittel für Sporteinrichtungen

Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Projektaufruf 2018

Ein Bundesprogramm für die Sanierung "kommunaler Sporteinrichtungen" ignoriert ebenfalls strengere Anforderungen an Förderkriterien bezüglich gesundheitlicher Unbedenklichkeit.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 

sieht hier offenbar keinen Handlungsbedarf.

Es verweist uns in einem Schreiben vom 7.08.2018 als Antwort auf eine Anfrage unsererseits, ob und in welchem Ausmaß "gesundheitliche Kriterien" bei künftigen Förderungen in diesem Bereich zum Tragen kämen,

dass ohnedies nur bauaufsichtlich zugelassene Produkte verwendet werden dürfen - sowie "möglichst (?) ökologisch unbedenkliche" - 

dass die Eigenschaft "ökologisch" nicht immer in unmittelbarem Zusammenhang mit "Verträglichkeit" steht (z.B. natürliche Allergene aus vielen Ökoprodukten...).

Dass inzwischen bereits mehr als 30 % der Jugendlichen unter Allergien leiden, hat sich im Ministerium offenbar noch nicht herumgesprochen.

 

 

Verwiesen wurden wir auch auf den Leitfaden "nachhaltig Bauen"

Zitat aus diesem Leitfaden:

Als größter öffentlicher Bauherr in Deutschland hat der Bund eine Vorbildfunktion. Für den Bundesbau wurde deshalb der Leitfaden Nachhaltiges Bauen verbindlich eingeführt. Er enthält neben den Anforderungen an die Energieeffizienz weitere Qualitätsvorgaben für zukunftsfähige Gebäude. Dies betrifft etwa die Verminderung von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen…

auch hier wird aber lediglich auf zu erfolgende Raumluftmessungen auf VOCs und Formaldehyd verwiesen:

"Die erfolgreiche Verwendung emissionsarmer Bauprodukte wird nach Fertigstellung des Gebäudes im Rahmen einer Innenraumluftmessung überprüft (BNB 3.1.3)." 

Weitere mögliche Schadstoffe werden "ignoriert", die Einhaltung der hier beschriebenen  VOC- und Formaldehyd Grenzwerte für die höchste Qualitätsstufe stellen zudem keinerlei Kriterium für eine Förderung dar.

 

Unterschiedliche Qualitätsgruppen bezüglich Raumschadstoffen:

Zumindest bei Schulen und Kitas sollten nach unserer Ansicht bei diesen beiden Produktgruppen die "Grenzwerte" für das Qualitätsniveau (QN) 2 als Förderkriterium eingehalten werden (Formaldehyd 30 µg/m³, TVOC 300 µg/m³Seite A3).

Gesundheitsämter und Umweltbundesamt geben sich aber bei Schulen, Kitas, Sportstätten  noch immer mit Formaldehyd 100 µg/m³ und bis zu 1000 µg/m³ TVOC zufrieden.

 

 

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Barrierefreies Bauen für Umwelterkrankte

Gefördert werden sollten dringend künftig auch Baumaßnahmen im Hiblick auf "Barrierefreies Wohnen für umwelterkrankt Behinderte"

Einbezogen müssten somit künftig  - auch laut UN Behindertenrechtskonvention (Beispiel Kanada) Fragen der Emissionsminimierung in Wohnungen und am Arbeitsplatz auch in sämtliche Förderprogramme für "barrierefreies Bauen" -

Umwelterkrankungen wie MCS stellen eine tatsächliche, anerkannte Behinderung dar - werden aber bisher nur in Schleswig Holstein auch offiziell als Behinderung aufgelistet.

Siehe dazu auch Punkt 9 "Barrierefreiheit für Umwelterkrankte"

 

Bisher gibt es aber keine ernsthafte Beratung für umwelterkrankte Behinderte - vor allem bei Fragen von Wohnungsbau, Sanierung weder von entsprechenden Behindertenbeauftragten auf regionaler, Landes- oder Bundesebene noch kennen wir eine entsprechende andere Beratungsstelle für umwelterkrankt Behinderte.

Architektenkammern verweisen in der Regel bei Anfragen auf - für MCS Kranke in keiner Weise relevantes - "ökologisches Bauen"!

 

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Förderungen für energetisches Sanieren, Energiesparmaßnahmen im Neubau

Umfangreiche Förderprogramme gibt für baulicxhe Maßnahmen zur CO2 Einsparung.

 

Fragen der Schadstoffarmut und Emissionsreduktion sollten unabhängig davon aber auch ein Kriterium bei Förderprogrammen für energetisches Sanieren sein.

Es kann nicht sein, dass der Staat ein Einhüllen von Gebäuden mit "Sonderabfall", Produkte mit nach wie vor kritischen Flammschutzmitteln,  wie in der Vergangenheit auch noch mit Milliarden fördert, obwohl es auch wirklich nachhaltige, umfassend geprüfte schadstoffarme Dämmstoffe gibt.

Aber auch umweltbelastende Produkte mit Bioziden, die über Auswaschungen auch in den Nahrungskreislauf gelangen, wie beispielsweise bei Gebäudedämmungen  verwendeten Putzen und vor allem Fassadenfarben sollten von Förderprogrammen ausgeschlossen werden. 

Siehe auch:

Instrumente für Entscheidungsträger

 

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Kostenlose Kurzberatung für Allergiker, MCS Kranke, umweltsensitive Bauherren

 

EGGBI -

Kostenloses internationales Beratungsportal

Sämtliche "Lobbytätigkeit" und Öffentlichkeitsarbeit für Umwelterkrankte und MCS Betroffene, Allergiker erfolgt ebenso wie die Pflege dieses Informationsportals sowie die Beratungen im Rahmen der Hotline ausschließlich ehrenamtlich und ohne öffentlicher Förderung. Es sind daraus keine Rechts- oder Haftungsansprüche abzuleiten!  EGGBI kann und darf weder Rechtsberatungen noch medizinische Beratungen erteilen.

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Mittwoch,         11.12.2019

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Mittwoch,         30.10.2019

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Montag,            30.12.2019

Donnerstag,     02.01.2020

Mittwoch,         08.01.2020

Mittwoch,         15.01.2020

Mittwoch,         22.01.2020

Dienstag,         29.01.2020

Mittwoch,         05.02.2020

 

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