2 Klassenmedizin für MCS Kranke?

 

Februar 2020 - Robert-Koch Institut bestätigt mangelhafte umweltmedizinische Versorgung in Deutschland!

Dazu unsere Stellungnahme: "Bankrotterklärung der umweltmedizinischen Versorgung in Deutschland!"

 

Derzeit gibt es in Deutschland zwar eine Reihe hervorragender Umweltmediziner  - eine qualitative Versorgung bleibt dennoch den meisten umwelterkrankt Betroffenen verwehrt; es fehlt am Willen (und meist auch "Können") zu wirklich umfassender umweltmedizinischer Anamnese-  leichter- und pharmaindustriefreundlicher  ist es, die Betroffenen  als "psychisch krank" mit Psychopharmaka "ruhigzustellen". 

Dies betrifft nicht nur MCS sondern auch EHS, ME/CFS und viele andere durch Umweltgifte mitverursachte Krankheiten. 

Ärzte und Kliniken

Siehe dazu aus unserer Schriftenreihe:

Umwelterkrankungen und Umweltmedizin - ein Statement

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

Duftstoffallergiker und Beduftungen

 

Elektrosmog - Elektro- und elektromagnetische Felder

Krankenkassen (gesetzliche, aber auch "private") verweigern nach wie vor die Übernahme der Behandlungskosten mit Hinweis auf längst überholte Studien (RKI 2002).

Umweltmedizin bleibt daher nur Patienten vorbehalten, die sich als "Privatpatienten" auch ohne Kostenersatz durch ihre "Krankenkasse" eine solche Behandlung leisten können. Unsere diesbezüglichen zahlreichen Anfragen bei  Bundes- Landespolitikern aller Parteien ergeben ein Bild völliger Ignoranz bei nahezu allen "Spitzenpolitikern" und lassen auch eine sogenannte "christliche Leitkultur" im Umgang mit Umwelt und Menschen vermissen.

 

Das Verhalten der Krankenkassen widerspricht auch vollständig den Erkenntnissen der Behindertengesetzgebung - welche grundsätzlich MCS als körperliche"Behinderung" anerkennt - eine Verweigerung  einer adäquaten medizinischen Behandlung einer solchen "Behinderung" widerspricht somit dem Rechtsanspruch auf einen grundgesetzlich garantierten Anspruch.

Wir bezeichnen dies als "2 Klassen Medizin" einerseits  für Vermögende und andererseits für "Normalbürger" und eine "soziale und medizinische Diskriminierung", die sich auch durch die Verweigerung unverzichtbarer Leistungen bei Jobcentern, Wohnungsämter und Beihilfestellen fortsetzt.

 

Themenübersicht 

Manko bei ärztlicher Beratung - Kooperation mit Ärzten? 

Gesundheitsministerium verweigert schriftliche Stellungnahme

Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Umweltbundesamt

Psychopharmaka, Neuroleptika für MCS Patienten

Robert Koch Institut- MCS Studie

Verletzung des Grundgesetzes durch Krankenkassen und Jobcenter?

Verweigerung von Mehrbedarf durch Jobcenter

"umweltmedizinische Kenntnisse" mancher Gutachter und Amtsärzte

Definition "Härtefall"

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Stellungnahmen von Krankenkassen

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer

Rentenversicherungsanstalt - kein medizinischer Nachweis von MCS?

Anfragen an Sozialverbände

Bioethik-Kommission Bayern

Offene Briefe (und Antworten) an "Gesundheitspolitiker" und Parteizentralen

Antworten CDU/CSU

Antworten SPD

Bündnis 90/die Grünen, Linke, FDP...

Bayerischer Landtag - schriftliche Anfrage

Offener Brief an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung

Zusammenfassung zu den sehr spärlichen  Antworten

Politische Verantwortung für die Ursachen von MCS- Menschenrechtsverletzung?

Politische Einzelinitiativen "pro MCS" und deren Ergebnisse  (Anfrage an Landesregierung Schleswig Holstein)

So sehen manche "Umweltmediziner" MCS

(Um-) Weltmedizin - oder: Was heilt die Welt

Buchprojekt "2 Klassen Medizin"

 

 

 

Manko bei ärztlicher Beratung für Chemikaliensensitive?

Manko bei ärztlicher Beratung - Kooperation mit Ärzten

Die sehr aufwändige Beratung von chemikaliensensitiven Bauherren wird wesentlich erleichtert, wenn diese in Kooperation mit einem behandelnden Arzt erfolgen kann.

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Umweltmedizin
Die Zusatz-Weiterbildung Umweltmedizin umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen, die mit Umweltfaktoren in Verbindung gebracht werden (zum Beispiel Wasser-, Boden-, Luft- oder Lebensmittelverschmutzungen, Bau- und Siedlungshygiene einschließlich Lärmschutz, Schutz vor ionisierender Strahlung, gesundheitlicher Verbraucherschutz) sowie die Erstellung umweltmedizinischer Gutachten. Die Zusatzbezeichnung Umweltmedizin kann gemäß neuer Muster-Weiterbildungsordnung der Bundes-Ärztekammer nicht mehr erworben werden. 
Redaktion Deutsche Medizinerauskunft, Datum der letzten Änderung: 6. April 2009

Aussage Dr. Daunderer München:

 

Umweltmedizin Ausbildung war reine Psychiatrie:

"Auf meine Anregung wurde die Zusatzbezeichnung "Umweltmedizin" geschaffen. Als Autor des einzigen, mehrbändigen Umweltgifte Handbuchs der Welt erhielt ich die erste Urkunde - unterschrie ben von Zilker, der stets in der Vorlesung vor Studenten behauptet: "es gibt keine chronische Vergiftung". Es konnte also nicht gut gehen. Allen alten Umweltärzten schrieb ich ein Zeugnis mit dem sie die Urkunde erhielten. Sie sind alle bereits in Pension.

Die "Ausbildung" der jungen Ärzte lag in der Hand von Giftverherrlichern, die ausnahmslos die Meinung vertraten, dass kein Gift Grenzwerte überschreite und Kranke seien nur eingebildete Kranke, die ausnahmslos in die Psychiatrie gehörten. Nachweisverfahren wurden verheimlicht.

Logischerweise wurde Umweltmedizin zur Privatleistung abgestempelt..

Psychiater zählen Umweltvergiftete zu den Psychotikern, die solange eingesperrt gehören, bis sie von ihrem Wahn ablassen.

Da die wertlosen Fortbildungskurse jeweils mehrere tausend Mark kosteten und als Ergebnis nur eine Abgabe des Patienten an Psychiater stand, gab es plötzlich keine Kursbesucher mehr und der gesamte Firlefanz wurde 2004 begraben. Jetzt gibt es ehrlicherweise keine Umweltärzte mehr. Die Psychiatrie muß sich ihre Kundschaft anders besorgen. "Quelle

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In den meisten Fällen klagen die Betroffenen aber darüber, dass in "erreichbarer" Nähe meist keine Ärzte zu finden sind, die sich überhaupt jemals mit Themen wie MCS, CFS, SBS, EHS und anderen schadstoff-relevanten Krankeheiten auseinandergesetzt haben - wenn überhaupt, dann aber ohne "Verrechnungsmöglichkeit" umweltmedizinischer Leistungen mit den gesetzlichen - aber auch (zumindest mit den meisten) privaten Krankenkassen.  

Seit Beginn 2014 bereits versandte EGGBI daher zahlreiche „Offene Briefe“ an Behörden und Institutionen auf der Suche nach „bezahlbaren“ Beratungen bei Umwelterkrankungen (MCS und andere,  auch nur  teilweise umweltbedingte Krankheiten) 

Obwohl beispielsweise UNEP  (United Nations Environment Programme)

in einem am   22.02.2013 veröffentlichten Bericht „Kosten des Nichtstun“ die Gesundheitskosten für Chemikalienbelastung  weltweit mit 4,5 Billionen (= 4.500 Milliarden) US-Dollar beziffert (3), im Jahr 2004 knapp 5 Millionen Todesfälle weltweit auf Umweltbelastungen zurückgeführt werden, in Europa 86 % aller Hauterkrankungen und 36 % aller Atemwegserkrankungen nachweislich auf Luftverschmutzung mit Chemikalien beruhen, werden diese Zusammenhänge weiterhin in Frage gestellt.

Vor allem die zwischenzeitlich in vielen Ländern anerkannte Umwelterkrankung Multiple Chemikaliensensitivität (MCSwird von vielen  Ärzten in D, Ö, CH noch als „psychosomatisch“ bagatellisiert, Betroffene finden kaum Möglichkeiten einer „krankenkassenbezahlten“ qualifizierten Diagnostik, geschweige Therapierung.

Das Umweltbundesamt empfiehlt auf der homepage unter dem Begriff MCS eine Anzahl von umweltmedizinischen  „Beratungsstellen“ (Adressen von ecomed)  als Anlaufstelle für MCS Kranke.

Ein offenes Schreiben von EGGBI  an die genannten Adressen brachte bisher wenig Hoffnung für MCS Betroffene:

Die wenigsten dieser Stellen fühlten sich für eine umfassende  MCS Beratung zuständig;  nur wenige bieten überhaupt entsprechende Beratung – eine umfassende Behandlung auf Krankenschein scheint derzeit nicht möglich. (Eine Liste der Antworten wird in Kürze veröffentlicht).

Siehe auch Arztsuche seit 2015 durch EGGBI 

Die bezüglich MCS größtenteils  sehr engagierten und  erfahrenen „Umweltärzte“ des DBU  (Berufsverband der klinischen Umweltmediziner e.V.) werden seitens des Umweltbundesamtes auf der homepage des UBA gar nicht erwähnt.

Auch diese klinischen Umweltmediziner beklagen aber vielfach die fehlende  Akzeptanz der Krankheit durch viele Behörden und  Krankenkassen, die "Nur-Kassenpatienten" stark benachteiligt/ belastet - eine adäquate in diesen Fällen sehr aufwändige Kostengründen "nur auf Krankenschein" oft unmöglich macht.

Zitat: "Klären Sie bitte vor dem Erstkontakt ab, ob Sie einen speziellen Termin zur Umweltsprechstunde benötigen und informieren Sie sich über die Kosten, da umweltmedizinische Beratungen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind und den sog. "IGeL"-Leistungen unterliegen.“ DBU Homepage 2019

In einem ebenfalls offenen Brief bittet daher EGGBI auch die mehrfach in Antworten auf das Anschreiben zitierte „Kommission Umweltmedizin“ des Robert Koch Instituts und des Umweltbundesamtes um qualitative Adressen von Ansprechstellen für Chemikaliensensitive und Umwelterkrankte allgemein, in denen diese

Ø  nicht vorweg als psychosomatisch "erkrankt" therapiert werden,

Ø  in denen auch Behandlungen in „verträglichen“ Räumen (nicht parfümierte Reinigungsmittel, emissionsarme Raumausstattung, nicht parfümierte Mitarbeiter) stattfinden

Ø  und in denen diese Behandlungen auch für Nicht- Privatpatienten möglich sind. 

      Adäquate Antworten, Reaktionen und auch Nichtreaktionen von kassenärztlichen Vereinigungen, UBA, Krankenkassen, Institutionen werden in Kürze veröffentlicht. Wir bitten auch Umwelterkrankte und vor allem MCS Betroffene, uns für die nächste Publikation der Redaktion "Nachhaltigkeit-Bau entsprechende positive und negative Erfahrungen bei ihrer Arztsuche mitzuteilen. 

       Erste spärliche Reaktionen brachte unter anderem ein Schreiben an Bundesparteizentralen und Bundes-Patientenbeauftragten.

       Keine echte Hilfestellung gibt es für MCS Kranke von einem einstens auch als "Verbraucherschutzministerium" mit "Allergieprävention" befassten - nunmehr "nur mehr"  Ministerium für  Ernährung und Landwirtschaft" (auf der Startseite im Internet findet sich auch kein Wort mehr von "Verbraucherschutz"!). Hier wurde - in einer sehr kompetenten und freundlichen Weise -   auf die nunmehr anderen "verantwortlichen" Ministerien weiterverwiesen.

Beispiele einer "endlosen" Suche nach kompetenter ärztlicher Diagnose/ Beratung: 

"Verträgliche" Krankenzimmer für "Chemikalienssensitive" bietet (nach unserem derzeitigen Informationsstand) erst eine einzige Klinik (leider ohne umweltmedizinischer Behandlung) an: FlyerVe

 

Bevorzugter Einsatz von Antidepressiva bei fehldiagnostizierten Umwelterkrankungen und deren "Wirksamkeit":  (Deutschlandfunkkultur: "Antidepressiva und ihre Wirksamkeit")

 

Gerade Umwelterkrankte erleben vielfach eine "Ignoranz" bezüglich anerkannter Krankheiten wie MCS, EHS wenn es um Fragen des Sozialrechtes geht (Arbeiotsgerichte, Sozialgerichte), weil die Ihnen zugewiesenen Gutachter mit gleichlautenden "Textbausteinen" nach wie vor diese Krankheiten leugnen und in den Bereich der Psychiatrie verweisen.

geht es hier um witschaftlich begründeten Opportismus?

Pressebericht 16.04.2019: "Gekaufte medizinische Gutachter fertigen massenweise unrichtige Gesundheitszeugnisse für Behörden und Gerichte an" OpenPR

 

 

 

 

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Keine Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums?

Schriftliche Stellungnahme des "Gesundheits" - Ministers Gröhe verweigert

Keine offizielle (mehrmals erbetene schriftliche!) /Stellungnahme gab es  vom "Gesundheitsministerium"  (mündliche Aussage:"Verantwortung liegt bei Ärzteschaft und Krankenkassen") - keine Antwort gab es vom persönlich angeschriebenen "Gesundheitsminister" Gröhe....

Die zuständige Sachbearbeiterin verweigerte jede schriftliche Stellungnahme - die ebenfalls angeschriebene Staatssekretärin Widmann-Mauz  fand unser Anschreiben überhaupt keiner Reaktion wert. 

Ebenfalls keine Hilfestellung ergab bisher der Schriftverkehr mit Minister Spahn - für sein Ministerium ist die Welt auch für Umwelterkrankte in Ordnung.

Mehr Infos dazu 

 

 

Zitate aus der Homepage des Gesundheitsministers:

"Ein weiterer Schwerpunkt des Ministeriums im Gesundheitsbereich ist der Gesundheitsschutz, die Krankheitsbekämpfung und die Biomedizin."

 

"Ziel ist es, die Qualität des Gesundheitssystems weiterzuentwickeln, die Interessen der Patientinnen und Patienten zu stärken, die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten und die Beitragssätze zu stabilisieren." (Siehe dazu die Stellungnahmen des Ministeriums zu konkreten Fragen einzelner  EHS Kranker und MCS- Betroffener)

Erneute keine Zuständigkeit erklärt der Minister auch zu den gesundheitlichen Risiken bzw. einer zumindest erforderlichen Risikoforschung zu möglichen gesundheitlichen Gefahren der neuen 5G Telekommunikastionstechnik, die bereits jetzt in Berlin getestet wird. (Keine Zuständigkeit des Gesundheitsministers?")

 

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Schreiben an die Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Der Versuch, von der Bundeskanzlerin als Vorsitzende der CDU (was bedeutet das C?) eine qualifizierte Antwort zu erhalten, wieso weder von der CDU Pressestelle, vom Gesundheitsminister und weiteren politischen Verantwortlichen ihrer Partei Fragen der Umwelterkrankungen und deren mangelhafter medizinischer Versorgung,  ihrer Diskriminierung  (beigefügter Link zum Statement "Umwelterkrankungen und Umweltmedizin) auf entsprechende Schreiben geantwortet wird - verlief ebenfalls erfolglos:

Unsere allgemeine Anfrage wurde als "persönliche Bittstellung um Hilfe" verstanden mit dem Hinweis, mich an die Caritas(!) zu wenden. 

Auch hier fanden wir somit keinerlei Bereitschaft, politische Verantwortung für die derzeitige Diskriminierung der Umwelterkrankten zu übernehmen. 

Offensichtlich hat das Bundeskanzleramt kein Interesse, sich für jene Minderheiten einzusetzen, die in den meisten Fällen durch schwere Versäumnisse der Umwelt- und Gesundheitspolitik und einer fehlenden "Sozialpolitik" überhaupt erst in diese Situation gebracht wurden/ werden.

Wie in vielen anderen Fällen wird die "Verantwortung" an ehrenamtliche Institutionen "weitergegeben".

Schriftverkehr

Wir haben dazu keine Antwort mehr erhalten.

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Umweltbundesamt und Umweltministerium

Ansprechpartner für Umwelterkrankte, für MCS Betroffene

(vor allem für "Nur- Kassenpatienten")

Im Gegensatz zu anderen Ministerien bemüht sich das Umweltministerium grundsätzlich zusammen mit dem Umweltbundesamt unsere Verbraucheranfragen tatsächlich immer ernst zu nehmen.

 

Mit Hinweis auf entsprechende Aussagen auf der UBA Homepage zu MCS wandten wir uns auch an das Umweltbundesamt zum Thema "Ansprechpartner" für Umwelterkrankte:

Informationsstand Oktober 2016

Mit Verweis auf die Kommission  "Umweltmedizin und Public Health"  hat als bisher einziges Ministerium das Umweltministerium geantwortet und am 23.6. 2016 

die Thematik "unbürokratische" Hilfe für MCS Erkrankte auf die Tagesordnung dieser Kommission gesetzt.

Ergänzender Hinweis: "Auch das UBA hat angekündigt, seine unterstützenden Informationen im Internet zu aktualisieren"

 

Aktuelle Aussagen des Umweltbundesamtes    

Zitat: „Bei MCS handelt es sich um einen umfassenden Symptomenkomplex, unter dem die Betroffenen häufig stark leiden. 

"Je nach persönlicher Situation können Betroffene Informationen und Hilfe in umweltmedizinischen Ambulanzen und Beratungsstellen, bei den Gesundheitsämtern sowie bei niedergelassenen Umwelt- und Allgemeinmedizinern erhalten." Quelle 

Leider berichten uns Betroffene durchwegs, bei diesen Stellen keine adäquate, von den Kassen ersetzte Hilfe zu erhalten - entsprechende Umfragen unererseits bei über 100 solcher Adressen ergaben das selbe Ergebnis.

Das UBA empfahl auch bereits in der Vergangenheit die Vermittlung der Betroffenen an eine umweltmedizinische Ambulanz (Zusammenstellung in der Zeitschrift „Umweltmedizin in Forschung und Praxis“) mit der Möglichkeit einer interdisziplinären Abklärung der Symptome, um so eine optimale Betreuung zu gewährleisten.    Liste Adressen 

und verwies auch auf eine Liste von Ansprechpartnern, die von der Kommission Umweltmedizin als zuständig benannt wurde.

Zitat: „Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am Robert Koch-Institut (RKI) die Kommission Umweltmedizin neu berufen. (Quelle)

Leider ist es dem Umweltbundesamt, welches uns grundsätzlich bei der Beschaffung von Informationen bezüglich Bauprodukten stets beispielhaft unterstützt, bezüglich der medizinischen Ansprechpartner für Umwelterkrankte (nach unserer Meinung wäre dies ohnedies primär Aufgabe des diesbezüglich untätigen Gesundheitsministeriums!) derzeit aber noch nicht möglich, hier konkrete Ansprechstellen für Betroffene zu benennen.

Das Gesundheitsministerium wiederum verweigert jegliche schriftliche Antwort auf unsere Fragen!)

Früherer EGGBI Schriftverkehr mit Umweltbundesamt (UBA)  siehe auch APUG (Aktionsprogramm Umwelt/Gesundheit)

 

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Psychopharmaka, Neuroleptika für MCS- Patienten

Siehe dazu

Stellungnahme

"Psychopharmaka für Umwelterkrankte"

 

 

 

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Robert Koch Institut MCS Studie

Grundlage aller Ablehnungen durch Krankenkassen, Sozialgerichte, beim Patientenbeauftragten und Politikern sind stets die

viel zitierten MCS Studien des Robert Koch-Insituts aus den Jahren 1999 bis 2004(!). (Link)

Auf eine Anfrage unsererseits erklärte das RKI am 13. Februar 2015:

"Studien zu MCS sind am Robert Koch-Institut nach den von Ihnen erwähnten (Anmerkung der Redaktion: fertiggestellt 2004!, dazu Hinweisenicht weiter erfolgt, daher gibt es auch keine Änderung zu den dort getroffenen Aussagen.

Stellungnahme des Berufsverband der Umweltmediziner (DBU),

Bewertung der Studien durch den Umwelttoxikologen  Dr. Hill

Weiteres Zitat von RKI:

Die von Ihnen angesprochene Liste zu Umweltambulanzen auf den Seiten des EcoMed-Verlags wird auch von der Kommission Umweltmedizin als veraltet angesehen. Die Aktualisierung ist im Gange."

Offensichtlich dauert diese "Aktualisierung" länger als 12 Monate - nach wie vor (März 2016) haben wir keine Adressen erhalten, an die wir MCS Kranke verweisen können- vor allem auch dann, wenn sie nicht "Privatpatienten" sind.

Zum gerne - von Kassen, Behörden zitierten RKI - MCS Bericht eine Stellungnahme der Bundessärztekammer bezüglich RKI und Umweltmedizin:

"In diesem Zusammenhang wurde die zwischenzeitlich neu berufene Kommission „Umweltmedizin“ am Robert-Koch-Institut begrüßt. Jedoch wurde auch festgestellt, dass diese Kommission der Intention, die Umweltmedizin zu stärken, nicht dienlich ist, da die Ausrichtung hier erkennbar epidemiologisch und nicht klinisch sei. " (Seite 362, Jahresbericht 2012 Bundesärztekammer)"

Unser Fragebogen für Ärzte/Kliniken, die als Anlaufstellen benannt werden könnten.

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Verletzung des Grundgesetzes durch Krankenkassen und Jobcenter?

Krankenkassen verweigern Anspruch auf adäquate gesundheitliche Versorgung

 

Bereits 2008 wurde im Deutschen Ärzteblatt eine umfassende Auflistung notwendiger Maßnahmen für eine qualitative Anamnese von MCS publiziert. (Übersichtsarbeit "Klinische Umweltmedizin")

"Zitat: Neben der Anamnese, klinischen Untersuchung und Differenzialdiagnose sind nach strenger Indikationsstellung Analysen von Körperflüssigkeiten, Ortsbegehungen und Umgebungsanalysen in die Bewertung miteinzubeziehen." 

Leider konnten wir patientenseits bis heute keine Stelle benannt erhalten, an der MCS Kranke als "Kassenpatienten" eine derartige Anamnese erlebt haben - verwiesen wird stets auf die Tatsache, dass Kassen keine umweltmedizinschen Behandlungen finanzieren.  

.....................

Einzige uns bekannte Ausnahme laut Selbstauskunft der Klinik:

Zitat:

"Unsere universitäre umweltmedizinische Poliklinik steht Kassen- und Privatpatienten gleichermaßen zur Verfügung.." 

"Unser Vorgehen orientiert sich an den Prinzipien, die im beigefügten Artikel skizziert sind - der Artikel ist schon aus dem Jahre 2008, aber prinzipiell weiterhin gültig."

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

WHO Collaborating Centre for Occupational Health
Klinikum der Universität München
Ziemssenstr. 1,

D-80336 München

Nicht nachvollziehen können wir aber beispielsweise Aussagen aus diesem Haus zu Umweltschadstoffen wie PCB in Schulen

„Es gilt als gesichert, dass mit akuten Gesundheitsschäden bei Aufenthalt in PCB-belasteten Gebäuden nicht zu rechnen ist. Nur bei sehr hohen unfallartigen Expositionen können Vergiftungssymptome auftreten. Derartige Vergiftungen sind z. B. von Unfällen mit kontaminiertem Reisöl in Japan und Taiwan bekannt.“  

 

Gerade bei Schulen geht es nicht nur um "akute" Gesundheitsschäden, sondern vor allem um mögliche Langzeitfolgen, die es um jeden Preis zu verhindern gilt! Mit dieser PCB Bewertung würden sämtliche Grenz- und Eingreifwerte ad absurdum geführt! 

Von einem " Institut für Umweltmedizin" ist eigentlich eine erhöhte Sensibilität gegenüber Umweltgiften erwarten.

.......................................

Andere Kliniken antworteten überhaupt nicht auf unsere diesbezüglichen Anfragen - für eine Klinik wurden uns seitens der Patientenbeauftragten von Berlin zwei Telefonnummern bereits für die Anmeldung benannt (Privat-oder Kassenpatienten).

Laut Homepage des Berufsverbandes der Umweltmediiziner werden umweltmedizinische Leistungen nicht von den Kassen bezahlt. 

Zitat zu den Aufgabenbereiche der Kassen durch Ruhr Universität Bochum:

"Verfassungsrechtliche Grundlagen“ 

„Gesundheit ist ein grundlegendes Gut von existentiellem Stellenwert; es ist eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen zur Umsetzung von Lebensentwürfen und zur Wahrnehmung grundrechtlich garantierter Freiheiten.

Dabei herrscht in unserer Gesellschaft ein weitgehender Konsens, dass die Chance auf Heilung und Linderung nicht vom Geldbeutel des Erkrankten abhängen darf.

Entsprechend sind der Schutz der Gesundheit und die Gewährleistung einer medizinischen Versorgung, die unabhängig vom individuellen finanziellen Leistungsvermögen und für alle Bürger diskriminierungsfrei zugänglich ist, eine essentielle Grundaufgabe des Sozialstaates, oder besser: der Solidargemeinschaft.

Diese Verpflichtung spiegelt sich verfassungsrechtlich wider, denn unter den Verfassungspositionen besitzen die Grundrechte des Kranken eine herausragende Stellung.

So garantiert das Grundrecht des Art. 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz (GG) das Leben und die körperliche Unversehrtheit. 

Es gewährleistet neben seiner Abwehrdimension, also dem Schutz vor Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit, ein Recht auf Teilhabe an einem leistungsfähigen und diskriminierungsfrei zugänglichen Gesundheitswesen.

Daneben ergibt sich aus dem verfassungsrechtlichen Sozialstaatsgebot (Art. 20 Abs. 1 und 28 Abs. 1 GG) die Verpflichtung zur Daseinsvorsorge, wozu auch die Krankenversorgung zählt. Mit seiner sogenannten Hartz IV-Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht in jüngerer Zeit klargestellt, dass aus der Garantie der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) ein unmittelbarer, individueller Leistungsanspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums gegen die Solidargemeinschaft erwächst. Dazu gehören auch Leistungen der medizinischen Versorgung (BVerfG, Urt. v. 09.02.2010, Rdn. 135).Quelle

Mit der Verweigerung einer adäquaten medizinischen Behandlung von Umwelterkrankungen, MCS, der permanenten Verleugnung der "physischen Krankheit MCS" werden allerdings die Betroffenen derzeit offensichtlich diskriminiert und nicht im Sinne des Gesetzgebers behandelt. 

Als richtungsweisend könnte auch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (allgemein- nicht MCS konkret betreffend) gelten:

Nach leider sehr aufwändigem Rechtsweg wurde hier ein Urteil des Bundessozialgerichtes aufgehoben, welches dem Beschwerdeführer, der an einer "seltenen" Krankheit litt, das Recht auf einen Kostenersatz einer adäquaten aber noch nicht "anerkannten" Behandlung durch seine Krankenkasse verweigert hatte.

"Das angegriffene Urteil des Bundessozialgerichts genügt jedoch nicht den Anforderungen aus Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip sowie aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG und verletzt den Beschwerdeführer in seinem Recht auf eine Leistungserbringung durch die gesetzliche Krankenversicherung, die dem Schutz seines Lebens gerecht wird." Urteil

Eine Verletzung der Grundrechte sehen wir aber auch bei den immer wieder stattfindenden Ablehnungen von Mehrbedarf bei Hartz 4 für eine "verträgliche" Wohnung (schimmel-geruchs- und emissionsarm), vor allem aber auch für erhöhte Ausgaben für verträgliche Lebensmittel- selbst bei Vorlage entsprechender ärztlicher Atteste. 

 

 

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Abweisung von Mehrbedarf durch Jobcenter

 

Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber für Hartz IV auch die Gewährung für Mehrbedarf vor:

Hartz IV Mehrbedarf für kostenaufwändigere Ernährung

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die krankheitsbedingt kostenaufwändige Ernährung benötigen, können hierfür einen Mehrbedarf erhaltenQuelle

Die Jobcenter berufen sich dabei vielfach auf eine keineswegs "vollständige Liste" (Aufzählung von Krankheiten) des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, der gegenüber EGGBI zum Thema MCS wie folgt Stellung nimmt:

"Jedoch wurden Nahrungsmittelallergien im Allgemeinen und MCS im Besonderen nicht auf einen möglichen Mehrbedarf geprüft. Aussagen zu einem möglichen Mehrbedarf bei Nahrungsmittelallergien konnten insbesondere deshalb nicht getroffen werden, da aufgrund der Komplexität der einzelnen Allergien eine pauschale Empfehlung nicht möglich ist. Es ist dem Deutschen Verein deshalb auch leider nicht möglich, eine Stellungnahme zu einem möglichen Mehrbedarf bei MCS abzugeben."

Siehe dazu auch: Aussagen von Sozialverbänden  

Auf Grund der Tatsache, dass bei manchen Krankheiten der Mehrbedarf von diesem Verein nicht pauschal festgelegt werden kann, einen solchen

seitens des Jobcenters 

(offensichtlich ohne ausreichenden medizinischen Kenntnissen bzgl. MCS und Umwelterkrankungen generell) -  grundsätzlich abzulehnen, selbst wenn ärztliche Atteste zum Mehrbedarf vorliegen (ein aktuelles Beispiel vom Jobcenter Dortmund - konkrete Ablehnung ohne Benennung des für den Bescheid zuständigen medizinischen Gutachters! - mehr dazu wird in Kürze hier publiziert!) nur weil MCS nicht in der Liste dieses deutschen Vereins(!) aufgelistet ist, widerspricht jeglichem Rechtsempfinden! 

So wird Neurodermitis als "Überempfindlichkeit von Haut und Schleimhäuten auf genetischer Basis" bezeichnet -  obwohl Experten durchaus auch Umwelteinflüsse, Schadstoffe als Verursacher oder verstärkende Komponente von Neurodermitis bezeichnen. 

 

 

 

Pestizide in Lebensmitteln

der Erwerb möglichst "pesitzidfreier Lebensmittel" stellt den Verbraucher aber grundsätzlich von nahezu unüberwindbare Herausforderungen.

Wie vermeide ich Pestizide in Lebensmitteln (Verbraucherzentrale)

"Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau sind weitgehend rückstandsfrei und daher zu bevorzugen" -

Es müsste den Bearbeitern in Jobcentern

ebenso wie Finanzämtern bei der Anerkennung von gesundheitlich bedingtem "Mehraufwand" sehr wohl bewusst sein, dass solche Produkte durchwegs teurer sind als normale Handelsware.

Besser Bio-Lebensmittel als Pestizide (Zentrum der Gesundheit)

Diese Lebensmittel sollten Sie besser BIO kaufen (Handelsblatt)

Essen ohne Pestizide (Greenpeace)

Manche Jobcenter  argumentieren auch bei Ablehnungen, es gäbe gar keine offiziell anerkannten Kennzeichnungen für "Bioökologische Produkte"

Für Bio Lebensmittel gibt es aber sehr wohl nationale und internationale  Kennzeichnungen

Codenummer

In Deutschland lautet die Codenummer: DE-ÖKO-022

Da kein genauer Wortlaut für den "Bio"-Hinweis festgelegt ist, ist die Öko-Kennzeichnung erst mit der Codenummer der Kontrollstelle vollständig. Das gilt EU-weit, denn nur wer am Kontrollverfahren teilnimmt, darf auch auf "Bio" hinweisen. (VO 834/2007, Artikel 24)

Die Angabe der Codenummer der Kontrollstelle ist deshalb auf Etiketten verarbeiteter und abgepackter Bio-Produkte zusammen mit dem EU-Bio-Logo gesetzlich vorgeschrieben. Auch auf Rechnungen und Lieferscheinen von Bio-Produkten muss neben dem üblichen Bio-Hinweis (z.B. "Jungpflanzen aus ökologischem Anbau") die Codenummer der Kontrollstelle angegeben werden.

Diese Produkte unterliegen auch regelmäßigen Kontrollen 

EU-Bio Logo

Das EU-Bio-Logo muss bei der Kennzeichnung prominent, z.B. in der Verkehrsbezeichnung, als Öko-Produkt ausgelobter vorverpackter Lebensmittel angegeben werden (so genannte 95%-Produkte).

Als "vorverpackte" Lebensmittel bezeichnet man dabei solche, die ohne weitere Verarbeitung an Verbraucher abgegeben werden und so "verpackt" sind, dass der Inhalt nur verändert werden kann, wenn die Verpackung geöffnet wird. Das Lebensmittel muss also nicht vollständig von der Packung umschlossen sein, es reicht z.B. eine feste Banderole mit einem Biohinweis.

Merkblatt mit Hinweisen zur Verwendung des EU Bio Logos

https://www.kontrollverein.de/zertifizierungen/eu-oeko-verordnung/interessenten/oeko-kennzeichnung/

 


 

 

 

 

 

Hartz IV Mehrbedarf in Härtefällen

Leistungen für unabweisbare, laufende besondere Bedarfe in Härtefällen

 

 

weitere Infos zum "Mehrbedarf"

Darüber hinaus können Mehrbedarfe abgedeckt werden. Sie werden bestimmten Personen als Aufschlag zu der Regelleistung bewilligt (§ 21 SGB II). Das gilt jeweils für

·         Schwangere ab der 13.Schwangerschaftswoche

·         Alleinerziehende von Minderjährigen

·         behinderte Menschen, die bestimmte Leistungen nach dem SGB IV der SGB XII erhalten

·         Personen, die aus medizinischen Gründen kostenaufwendigere Ernährung benötigen (hier entscheidet offensichtlich ein Verein(!) wer solche Leistungen erhält!)

·         Personen mit unabweisbaren, laufenden besonderen Bedarf in Härtefällen

Personen mit Mehrbedarf für dezentrale Warmwasserversorgung

Die unabweisbaren, laufenden besonderen Bedarfe in Härtefällen wurden ab 2011 neu im SGB II Abs. 6 geregelt. Die hier aufgeführten Informationen stammen von den SGB II Verwaltungsvorschriften der Bundesagentur für Arbeit. 

 

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Definition "Härtefall"

Wann liegt ein besonderer Bedarf (Härtefall) vor?

Ein besonderer Bedarf (Härtefall) liegt vor, wenn er neben den durchschnittlichen Bedarfen, die mit dem Regelbedarf (oder Sozialgeld) abgedeckt sind, in einer atypischen Lebenslage besteht (atypischer Bedarf). Der Bedarf ist unabweisbar, wenn er entweder in einer Sondersituation auftritt und seiner Art nach nicht vom Regelbedarf erfasst ist bzw. einen atypischen Ursprung hat (qualitativer Mehrbedarf) oder zwar grundsätzlich im Regelbedarf enthalten ist, aber im konkreten Einzelfall erheblich überdurchschnittlich ist (quantitativer Mehrbedarf). Quelle 

Ein ärztlich bestätigter Bedarf an einer "nicht gesundheitsschädlichen Wohnung" (z.B. bei Antrag wegen nachgewiesener Schimmel- und/oder Schadstoffbelastung im aktuellen Wohnbereich) stellt aus unserer Sicht absolut einen unabweisbaren Härtefall vor - der Leistungsempfänger ist (nicht nur, aber vor allem besonders bei  MCS auf Grund seiner Beschwerden) nicht in der Lage, länger in derartigem Wohnraum zu leben und benötigt Hilfe und Kostenersatz für die Suche und den Mehrbedarf  im Falle höherer Wohnungskosten für gesundheitlich konkret "zumutbarem Wohnraum!"

Eine Verweigerung stellt einen schweren Verstoß auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz dar. 

 

ALLGEMEINE DEFINITION "HÄRTEFALL" UNI HAMBURG


Viele Sozialleistungsgesetze, zum Beispiel das Bundessozialhilfegesetz (BSHG), sehen Härtefallregelungen vor, die von den Sozialleistungsträgern, etwa den gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen im konkreten Fall beachtet werden müssen. Bei dem Begriff Härtefall (oder auch Härte) handelt es sich um einen unbestimmten, das heißt im Gesetz nur allgemein formulierten Rechtsbegriff, dessen Interpretation einer Überprüfung durch die Rechtsprechung unterliegt. Beispiele dafür sind auch Begriffe wie "angemessen", "erforderlich", "zumutbar".

Laut Bundesverwaltungsgericht fällt unter den Begriff Härtefall ein atypischer Sachverhalt. Dieser muss sich aus dem Regelungsinhalt der betreffenden Vorschrift in Verbindung mit den Besonderheiten des Einzelfalls ergeben. Dabei muss eine objektive Härte feststellbar sein. Diese liegt aber nicht schon dann vor, wenn eine Entscheidung von dem betroffenen Bürger als zu hart empfunden wird. So können zum Beispiel die gesetzlichen Krankenversicherungen bestimmte Gruppen von Versicherten, deren Bruttoeinkommen unterhalb einer Einkommensgrenze liegt, aufgrund der Bestimmungen in den §§61 und 62 Sozialgesetzbuch 5. Buch (SGB V) per Härtefallregelung von der Zuzahlung und Eigenbeteiligung etwa bei Medikamenten oder Kuren ganz oder teilweise befreien

.

Der Begriff Härtefall wird noch gesteigert durch den Zusatz "besonderer" oder "unbilliger" Härtefall. Hier ist zusätzlich zu prüfen, ob durch die Anwendung der Vorschrift der Hilfesuchende oder die unterhaltspflichtige Person (Unterhaltspflicht) in seiner oder ihrer besonderen Situation besonders hart getroffen würde.“ Quelle

 

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"Umweltmedizinische Kenntnisse" mancher Gutachter und Amtsärzte

Hilflos fühlen sich MCS und allgemein Umwelterkrankte bei den Behörden, wenn es um ärztliche Gutachten für die Gewährung von Renten, von Sozialleistungen, aber auch Mehrbedarf für den wesentlich "kostenaufwändigeren" Lebensunterhalt (möglichst schadstoffarme Kleidung, Kosmetik, Reinigungsmittel und vor allem Ernährung!) geht.

Hier zeigt sich neben oft unbegreiflicher Arroganz bei manchen Gutachtern,  Klinik und Amtsärzten  häufig auch absolute Unkenntnis (oder handelt es  sich um auftraggeberfreundliche Stellungnahmen?) auch längst anerkannter Forschungsergebnisse zumindest aber um fehlende Sensitivität gegenüber tatsächlich kranken Personen. 

Aussagen wie 

"MCS gerechte Ernährung"  (= möglichst "schadstoffarm")

.die Amtsärztin des Kreises Lippe ist zu dem Ergebnis gekommen, dass bei Ihrem vorliegenden Krankheitsbild eine geeignete und notwendige Ernährung erforderlich, die zwar durch Auswahl der Lebensmittel und eventuell andere Zubereitungsart mehr Aufwand erfordert, aber im Vergleich zu einer optimalen und gesunden Mischkost nicht mit Mehrkosten verbunden ist." (Bescheid liegt uns vor)

Der Ärztin scheint nicht bekannt sein, das bei MCS gerade die Lebensmittelauswahl ein wesentliches Problem darstellt, da die Betroffenen auch auf Schadstoffe weit unterhalb gesetzlicher Grenzwerte bereits heftig reagieren, wirklich schadstoffarme Lebensmittel aber nur schwer - und dann (Beispiel wirkliche Bio-Lebensmittel ohne Pestiziden) nur zu wesentlich höheren Preisen zu finden sind. Berichte über Schadstoffbelastungen liefert dankenswerterweise regelmäßig beispielsweise "foodwatch"

 

Weitere Aussagen, die vor allem für Chemikaliensitive absolut nicht nachvollziehbar sind:

Es sei auch umstritten, ob allergische Reaktionen auf Formaldehyd über die Luft ausgelöst werden könnten(???),(Quelle)

oder "von PCB gehe keine Gefährdung für die nächsten Generationen aus"(Quelle)

stellen alle Aussagen auch des Umweltbundesamtes als unrichtig dar.

 

 

Siehe dazu   "umweltmedizinische Kennntnisse" ;  medizinische Gutachten und Bagatellisierung

 

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Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - "Anti- Diskriminierungsgesetz"

Eine Verweigerung entsprechender Unterstützung in Härtefällen stellt auch einen schweren Verstoß auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz dar. 

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

"Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung,

einer Behinderung,

des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

§ 2 Anwendungsbereich:

Punkt 5: den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,.

Punkt 6. die sozialen Vergünstigungen,

Punkt 8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum"

Siehe weitere Beiträge zur Benachteiligung:

2 Klassen Medizin  für MCS Kranke

Behindertengesetzgebung

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Stellungnahmen von Krankenkassen

In den letzten Jahren erhielten wir zahlreiche Meldungen von Diskriminierung Umwelterkrankter, bei dnen Krankenkassen Atteste anerkannter Umweltmediziner einfach ignorierten, von diesen teils als unverzichtbar vorgeschriebene Laboruntersuchungen, Behandlungen völlig ablehnten.  Auch entsprechende Medienberichte halten die Kassen nicht davon ab,  Umwelterkrankungen trotz deren grundsätzlich offizieller Anerkennung völlig zu ignorieren und Betroffenen notwendige Behandlungen, Kuraufenthalte etc. zu verweigern. 

Beispiel: Barmer verweigert Blutwäsche

Gerade Umwelterkrankte sind aber meist nicht in der Lage, die Kosten für umweltmedizinische Behandlungen selbst zu tragen - leider aber auch nicht die entsprechenden Gerichtskosten zur Einklagung aufzubringen.

 

 

Bereits Ende August 2014  (in der Zwischenzeit Anlass- bedingt immer wieder weitere Anfragen) erhielten eine Reihe von Krankenkassen - unter anderem sämtliche 11 selbständigen AOK Landeskassen und der AOK Bundesverband eine Anfrage unsererseits mit der Bitte um Auskunft: 

Ø  Bitte um Information ob Ihr Haus bei entsprechenden ärztlichen Gutachten, Versicherten  -und zwar  in welchem Ausmaß - die aus der Krankheit entstehenden Mehrkosten  ersetzt. (Erforderliche Mehrkosten für

o   angepasste Ernährung, 

o   andere Medikation,

o   umweltmedizinische Betreuung und Therapierung sowie

o   Unterstützung bei einer qualitativen Wohnungssuche, nachdem vor allem eine „schadstoffminimierte Wohnumgebung“ wesentlich zu einer Verbesserung der Symptome und möglicherweise auch zu einer Wiedereingliederung in die Arbeitswelt beitragen kann) Link zur Mail

Wir werden versuchen, die Antworten hier zu veröffentlichen:

AOK Bundesverband/ Pressestelle:

Am 28.12.2015 erhielten wir dankenswerter Weise eine umfangreiche Antwort der AOK Bundespressestelle - leider beruft sich die AOK ebenfalls auf die auch von Behörden stets gerne  herangezogenen, längst überholten Studien des RKI aus 2002. Antwort AOK  dazu Erwiderung EGGBI 

 

keine Antworten kamen auf unsere Anfragen bisher von den AOK  Landesstellen vom August 2015:

AOK Baden Württemberg: keine Antowrt

AOK Bayern: ditto

AOK Bremen/Bremerhaven: ditto 

AOK Hessen:  ditto

AOK Niedersachsen:  ditto 

AOK Nordost: ditto 

AOK Nordwest:  ditto 

AOK Sachsen und Thüringen  ditto

AOK Rheinland/Hamburg:  ditto 

AOK Rheinland Pfalz/Saarland: ditto 

AOK Sachsen-Anhalt:  ditto 

 

Techniker Krankenkasse:

Weder von der Bundesstelle, als auch von der ebenfalls angeschriebenen Landeszentrale Bayern wurden uns Stellungnahmen zur Verfügung gestellt.

 

Securvita 

ähnliche Anfragen haben wir auch gestellt an:

"DEUTSCHLANDS BESTE KRANKENKASSE"

Die SECURVITA ist "Deutschlands beste Krankenkasse". http://www.securvita.de/

bisher  (März 2017) keine Antwort auf Anfragen vom 28.08.2015 18.11.; 18.12. 2015 

 

Weitere Anfragen bleiben ebenfalls bis heute (2018) unbeantwortet.

 

Wir ersuchen MCS kranke Besucher unserer Homepage, die zu solchen Fragen bereits abschlägige Bescheide erhielten, uns diese für unsere Aktivitäten und  Publikationen zur Verfügung zu stellen. natürlich werden wir die Namen der Betroffenen nicht weitergeben.  

 

Wertvolle Informationen bei der Verweigerung von Therapien, Medikamenten durch die Kassen 

 

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Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Anfragen an die Patienten-Infoline und an den Pressesprecher bereits im April und November 2014(!) sowie Januar 2016 blieben bis heute völlig unbeantwortet! 

Konträr zu dieser "Informationspolitik" die Homepage Aussage:

"Die KBV organisiert zusammen mit den KVen die flächendeckende ambulante Gesundheitsversorgung. Rund 72 Millionen gesetzlich Krankenversicherte erhalten deutschlandweit die gleiche hochwertige medizinische Betreuung....."

(Quelle: KBV Unsere Ziele

 

 

 

Die Bundesärztekammer

hat sehr zeitnah und ausführlich geantwortet,

auf unsere Anfrage nach Umweltmedizinern, auf die Homepageseite "Ärztesuche" verwiesen,

zu unserer dezidierten Fragestellung bezüglich Adressen, die auch  MCS Kranke adäquat behandeln würden, besitzt sie allerdings derzeit keine bundesweite Übersicht.

 

Auf der benannten Homepageseite  gibt es eine Möglichkeit einer Arztsuche auch nach 

"Fachärzten für Hygiene und Umweltmedizin". 

Wir erhielten auch eine Auflistung von "Umweltmedizinern in Deutschland " - demnach führen 174 Ärzte die Bezeichnung "Umweltmedizin".

 

Bei unserer Recherche auf dieser Homepageseite  erheilten wir bereits  in den letzten 2 Jahren auf zahlreiche Anschreiben durchwegs keine Antworten, bei Anrufen in zahlreichen der angegeben Praxen  erhielten wir die Antwort, 

dass sie keine umweltmedizinischen Behandlungen für Chemikaliensensitive auf Krankenschein durchführen können,

vor allem bereits bei der Anmeldung  im Hinblick auch auf verträgliche, „emissionsminimierte“ Warte- und Behandlungsräume als Grundlage überhaupt einer „Besuchsmöglichkeit“ – keine Voraussetzungen vorhanden sind.  

 

Auch bei Nachfragen, wie weit die Kenntnisse, Erfahrungen beispielsweise bezüglich einzelner Raumschadstoffe, Wohnraumgifte und deren gesundheitlichen Relevanz vorlägen, erhielten wir abschlägige Antworten.

Bei namhaften Kliniken gibt es zudem bereits unterschiedliche Telefonnumnern zur Terminvereinbarung für Kassen- und Privatpatienten.

 

Dies alles trotz einer entsprechenden Klassifizierung  von MCS als „organische und nicht psychische Krankheit“

„Vom DIMDI (deutsches Institut für medizinische Dokumentation; Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit) wurde bereits vor längerer Zeit schriftlich bestätigt, dass die MCS unter der Kennziffer T 78.4 von der WHO im ICD-10 klassifiziert wird. Unter dieser Kennziffer werden Erkrankungen klassifiziert, die als „Allergien, nicht näher bezeichnet“ angegeben werden. Bestätigung durch DIMDI

Die Kennziffer T 78.4 gehört dabei zum Kapitel 10 des ICD-10-GM, in welchem „Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98) klassifiziert werden. (DIMDI 2018)

 

Ausdrücklich hat das DIMDI auch bestätigt, dass diese Klassifizierung im ICD-10-GM (GM = German Modification) die nach dem Sozialgesetzbuch V (gesetzliches Krankenversicherungsrecht) in der Bundesrepublik Deutschland vorgeschriebene Diagnoseklassifikation ist.

Ebenfalls hat das DMDI bestätigt, dass MCS nicht dem Kapitel 5 zugeordnet wurde, in welchem psychische Störungen und Verhaltensstörungen klassifiziert wurden.

 

 

Wir fanden auf der Homepage der Bundesärztekammer zudem eine sogenanntes "strukturiertes curriculäres Fortbildungs Curriculum "Umweltmedizin" aus 2006 -

die Frage nach Ausbildungsmöglichkeiten wird hier beantwortet mit: 

"Der Facharzt für Hygiene und "Umweltmedizin ist in der (Muster-)Weiterbildungsordnung verankert."

Nach wie vor wissen wir aber nicht, wo - von wem - und in welchem Umfang eine solche Weiterbildung überhaupt angeboten wird - MCS ist aber offensichtlich kein Bestandteil dieser Ausbildung.

im Musterkursbuch Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin wurde allerdings bereits 2004 unter 6.10 Umweltmedizinische Aspekte der praktischen Arbeitsmedizin bei 6.10.3. durchaus auch bereits SBS, CFS und MCS zumindest aufgelistet. 

 

 

Kein Wunder, dass bei der derzeitigen "Ignoranz" dieser Krankheit  im Alltag, durch Krankenkassen und Sozialgerichte und dazu offenbar fehlender qualitativer und wirklich umfassender Ausbildungsmöglichkeiten (auch bei Juristen, Verwaltungsangestellten, Jobcenter) -

 

immer öfter Patienten "fehldiagnostiziert" als psychosomatisch - selbst an "ausbildenden" Unikliniken - abgewiesen werden.

20.08.2016 Tübinger mit MCS 

Bagatellisierung von Messergebnissen

Umweltbelastungen und medizinische Gutachten

Psychopharmaka statt Therapie

Bedauerlich, wenn selbst Amtsärzte noch 2016 schadstoffbelastete Schulen "begutachten" mit Aussagen wie:

 "es sei auch umstritten, ob allergische Reaktionen auf den Stoff Formaldehyd über die Luft ausgelöst werden könnten". 

und dies trotz anderslautender Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits 2006! Siehe dazu: "Bagatellisierung von Prüfberichten durch Ärzte und Gutachter"


 

 

Literaturempfehlung:

"Die Umweltmedizin ist tot- lang lebe die Umweltmedizin!"

(2008, UMG Verlag

 

Wir verweisen auf unser Statement zu Umwelterkrankungen und Umweltmedizin

Siehe auch Link: Arztsuche

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Rentenversicherungsanstalt - kein medizinischer Nachweis(?)

Auch die  Rentenversicherungsanstalt kann oder will  (anders als einige erste Sozialgerichte und auch DIMDI) MCS nicht als physische Krankheit anerkennen.

Sie kann laut Zitat: "MCS in ihren Richtlinien zur Begutachtung nicht den organischen Erkrankungen zuordnen, da bis heute kein wissenschaftlicher Beweis erbracht werden konnte (!), der einen eindeutigen Zusammenhang zwischen den in der Umwelt oder Wohnungen vorkommenden kleinsten Schadstoffmengen und einer organischen Krankheit zeigen

______________________________________________

Dazu wertvolle Aussagen der rechtlichen Bewertung (Wilhelm Krahn-Zembol:

"Nach Aussage der DRV ist MCS deshalb eine psychische Störung bzw. Verhaltensstörung"....

"Die Aussage der DRV steht im Widerspruch zu einer schriftlichen Bestätigung des deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), welches zum geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit gehört" 

Bewertung der Leitlinien der Deutschen Rentenversicherung für die sozialmedizinische Begutachtung)  weitere Publikationen

______________________________________________

Zitat einer "Allgemeinaussage" in einem Bescheid zu einem  MCS  Rentenantrag. 

(Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation, Januar 2015)

Eine ähnliche Erfahrung hat offensichtlich auch der Berufsverband der Umweltmediziner e.V. bereits seit Jahren - in der Ausgabe 4/2015 der UMG

findet sich ein "offener Brief"  an die leitende Ärztin der DRV Bund Frau Dr. Weinbrenner.

Auch hier beklagen die unterzeichnenden Ärzte aus dem DBU Vorstand Dr.med. Peter Ohnsorge und Dr.med. Kurt E. Müller fehlende Antworten des DRV auf bereits seit Jahren mehrmals gestellte Fragen.

Link zum Brief

Zusammenfassung daraus:

„Sehr geehrte Frau Dr. Weinbrenner, bereits am 18. Juni 2013, also vor mehr als zwei Jahren, haben wir uns an Sie gewandt mit der Bitte, uns einen Gesprächstermin einzuräumen, zur Erörterung neuer klinischer Aspekte umweltassoziierter chronischer Erkrankungen und deren zielgerichtete Rehabilitation. Sie haben damals sehr harsch jegliche Diskussion darüber abgelehnt mit dem Argument „es sei doch erwiesen“, dass es sich hier eindeutig um psychosomatische Krankheitsbilder handelt”. Im weiteren Verlauf des Schriftverkehres hatten Sie sich weiteren Kontakt unsererseits ausdrücklich verbeten.“

 

Eine Bitte von EGGBI um Stellungnahme vom 3.6.2015 und 23.11.2015  wurde offenbar im Dezember 2015 - aber mit falschem Adressat - nunmehr am 28.1.2016 erfüllt - damit offensichtlich auch des Schreiben der Umweltmediziner "beantwortet".

Antwort der Rentenversicherungsanstalt - hier wird auf "neue" Literatur  zu MCS verwiesen mit der Aussage, eine Zuweisung einer Diagnose MCS sei im naturwissenschaftlichen Sinne nicht möglich! Leider wurde diese uns "neue" Literatur nicht benannt!

Bisher beziehen sich alle uns bekannten „ähnlichen Zitate“ stets nur auf die eine - längst überholte und allgemein sehr kritisch ( http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/rki_mcs.html ) zu betrachtende MCS Studie des RKI. 

Bekanntlich geben diese RKI Studien noch keinen endgültigen Aufschluss über die "Bewertung" von MCS und verweisen auf den weiterhin bestehenden Forschungsbedarf:

Zitat:

"Die RKI Studie hat weder dazu geführt, dass die beteiligten Zentren zu einer übereinstimmenden Ansicht darüber gelangt sind, wann genau von einer bestehenden MCS auszugehen ist, noch wurden sich die an der Studie Beteiligten darüber einig, ob Umweltnoxe für diese Krankheit verantwortlich sind. Das Ergebnis der RKI Studie läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Es besteht weiterer Forschungsbedarf." 

Siehe dazu auch: RKI Studie zu MCS;  Umwelt-Medizin-Gesellschaft

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Aussage DIMDI – Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - 2008(!): 

MCS wird in der DIMDI klassifiziert unter T78/4----Allergie, nicht näher bezeichnet; Kapitel 19 (Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte anderen Folgen äußerer Ursachen) Abschnitt T66-T78 (Sonstige und nicht näher bezeichnete Schäden durch äußere Ursachen),

Eine Zuordnung der MCS zum Kapitel 5 (Psychische und Verhaltensstörungen) ist seitens der ICD-10 nicht vorgesehen.

  

Dieses Haltung  der Rentenversicherungsanstalt widerspricht auch extrem der Behindertengesetzgebung. Auch hier  wird definitiv die Krankheit als MCS als Behinderung anerkannt. 

Die durch eine "MCS" bedingten Funktionseinschränkungen somatischer und psychischer Art können in Deutschland - gem. eines Beschlusses des Ärztlichen Sachverständigenrates, Sektion Versorgungsmedizin, im Bundesministerium für Arbeit - grundsätzlich als Behinderung nach dem Schwerbehindertenrecht berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit besteht bereits seit 1997 (Antwort der Bundesregierung mit Bundestags-Drucksache Nr. 13/6324, Ziff. 15). Inzwischen ist die MCS in die Gutachterleitlinie der Versorgungsämter (Anlage zur Versorgungsmedizin-Verordnung) aufgenommen. (DGMCS)

Rolle der Gutachter die zu  "Ablehnungen" von Rentenanträgen führen:

"Die von den Gerichten bestellten Gutachten, die von „anerkannten“ Vertretern der Umweltmedizin aus Universitäten oder meist industrienahen Instituten erstellt werden,  lehnen in der Regel einen Umweltzusammenhang der in Frage stehenden Erkrankung ab und verweisen betroffene Patienten in psychiatrische Behandlung, oft mit verheerenden Folgen einer Fehltherapie mit Psychopharmaka.

Zudem ist der Erkenntnisgewinn der Forschung zu umweltbedingten Krankheiten an Universitäten und anderen Forschungsinstituten in Deutschland, wir z.B. Robert-Koch-Institut, eindeutig von speziellen wirtschaftlichen Interessen abhängig, da diese Institute zunehmend von Drittmitteln aus der Industrie abhängig sind und folglich viele Zusammenhänge chronischer Krankheiten mit Umwelteinflüssen von vornherein und grundsätzlich ablehnen und grundsätzlich zwischen  organisch und psychisch/psychosomatisch bedingten Krankheiten unterscheiden. Diese Trennung ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft jedoch obsolet. " (Quelle  erstellt von Dr. Hans-Ulrich Hill. Wiesbaden)

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Anfragen an Sozialverbände, Patientengewerkschaft u.a.

Ebenso wie die Rentenversicherungsanstalt  wurden unterschiedliche Sozialverbände, Institutionen, Vereine  in den letzten Monaten unsererseits kontaktiert, ob und in welchem Umfang sie in der Vergangenheit bereits unterstützt haben oder für die Zukunft geplant haben,  Umwelterkrankte, MCS Betroffene bei ihren schwierigen Auseinandersetzungen mit Behörden, Krankenkassen, Sozialgerichten, Jobcentern zu unterstützen. 

In manchen Fällen ist bei diesen Institutionen jede Hilfestellung mit einer Mitgliedschaft verbunden (Mitgliedsbeiträge über 50 Euro im Jahr sind vor allem für Hartz 4 Empfänger illusorisch).

Manche Verbände  haben beispielsweise auf unsere Anfragen  bis heute nicht geantwortet - wir haben daher nunmehr begonnen, auch  einzelnen Landesverbände solcher Organsiationen anzuschreiben.

VDK

Hier erhielten wir bisher eine sehr positive Antwort vom

VDK Hamburg und VDK Baden Württemberg - der eine Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen zusicherte (allerdings ebenfalls nur für Mitglieder; Jahresbeitrag 72.- Euro) 

aber auch  vom Bundesverband des VDK, mit der grundsätzlichen Aussage, VDK Mitglieder auch bei Umwelterkrankungen bei Auseinandersetzungen mit Behörden, Versicherungen gerne zu unterstützen.

Antwort erhielten wir inzwischen von der  Deutschen Patientengewerkschaft,  die wir bereits Ende September um aktuelle Erfahrungen mit der Sozialgerichtsbarkeit  baten, nachdem wir auf deren Homepage eine sehr informative Aussage zu MCS gefunden hatten. Es fehlt offensichtlich aber auch hier an finanziellen und personellen Ressourcen, um wirklich erfolgreiche "politische Lobbyarbeit" leisten zu können.

 

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

"Mit unserer Erfahrung und Expertise begleiten und gestalten wir die Kinder-, Jugend-, und Familienpolitik, die Grundsicherungssysteme, die Altenhilfe, die Pflege und Rehabilitation, das Bürgerschaftliche Engagement, die Planung und Steuerung der sozialen Arbeit und der sozialen Dienste, sowie die internationale und europäische Sozialpolitik und das Sozialrecht. Zitat

In einem Gerichtsverfahren (Sozialgericht Bremen) beruft sich die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Intergation und Soziales als "Prozess-Gegnerin" eines MCS Kranken auf den Deutschen Verein mit der Aussage: 

„Darauf wies die Antragsgegnerin den Widerspruch als unbegründet zurück. Zur Begründung heißt es, in den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge von 2008 sei die Erkrankung der Antragstellerin

(unter "Empfehlungen des deutschen Vereines zur Gewährung von Krankenkostzulagen")

nicht genannt.

Nach dem Gutachten des ärztlichen Dienstes sei daher bei der angegebenen Gesundheitsstörung „in der Regel“ ein krankheitsbedingt erhöhter Ernährungsaufwand zu verneinen.“

Glücklicherweise orientierte sich das Gericht im konkreten Fall nicht an diesem Einwand.

Wir baten darauf den Deutschen Verein um Information, ob zwischenzeitlich angesichts der Zunahme von Umwelterkrankten und MCS Betroffenen diese Krankheit  zumindest "nominell" aufgenommen" worden ist.

Antwort:

Der Deutsche Verein hat am 10. Dezember 2014 neue Empfehlungen zur Gewährung von Krankenkostzulagen in der Sozialhilfe verabschiedet. Die aktuellen Empfehlungen wurden auf den Bereich der Nahrungsmittelintoleranzen erweitert, insbesondere wurden Aussagen zur Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption getroffen. Jedoch wurden Nahrungsmittelallergien im Allgemeinen und MCS im Besonderen nicht auf einen möglichen Mehrbedarf geprüft. Aussagen zu einem möglichen Mehrbedarf bei Nahrungsmittelallergien konnten insbesondere deshalb nicht getroffen werden, da aufgrund der Komplexität der einzelnen Allergien eine pauschale Empfehlung nicht möglich ist. Es ist dem Deutschen Verein deshalb auch leider nicht möglich, eine Stellungnahme zu einem möglichen Mehrbedarf bei MCS abzugeben.Anhang Empfehlungen

Auch bei den übrigen Krankheiten gibt es allerdings keine pauschalen Empfehlungen der "Mehrkosten" - somit wäre auch bei MCS der Hinweis auf eine natürlich erforderliche Einzelfallprüfung wie bei den anderen Krankheiten ausreichend.

Nachdem die Empfehlungen des Deutschen Vereines in vielen Fällen bei entsprechenden Anträgen/ Verhandlungen offensichtlich  als Grundlage herangezogen werden, bedauern wir, dass MCS und Umwelterkrankungen allgemein in keiner Weise auch nur erwähnt werden - obwohl uns ärztliche Atteste vorliegen, in denen ausdrücklich spezielle (kostenintensive) Ernährungsanweisungen bestätigt werden- Anweisungen, die für Sozialhilfeempfänger unfinanzierbar sind. 

 

DGMCS Deutsche Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity e.V.

auch dieser Verein muss sich leider ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanzieren (keine öffentlicher Förderung) und steht damit nur Mitgliedern beratend zur Seite. Homepage

 

 

Wir bedanken uns bereits im Voraus für jede Information über persönliche Erfahrungen von Betroffenen mit solchen Institutionen (positiv aber auch negativ) , die wir nach Möglichkeit auch gerne hier - unter anderem aber auch in der Publikation (Buchprojekt) veröffentlichen werden (natürlich auf Wunsch auch anonymisiert, wenn uns die Richtigkeit der Aussagen nachgewiesen wird). 

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Bioethik-Kommission der bayerischen Staatsregierung

Auf Vorschlag einer MCS Erkrankten baten wir auch ein Mitglied der Bioethikkommission der bayerischen Staatsregierung um eine Stellungnahme zur „Nichtanerkennung“ von „international anerkannten“ Umwelterkrankungen wie MCS in einem „Sozialstaat“ und die entsprechende Diskriminierung von Betroffenen durch Gesundheitswesen und Behörden.

Aussage auf der Homepage der Kommission:

"Die Bioethik-Kommission wird auf Veranlassung der Staatsregierung tätig, 

kann aber auch aus eigener Initiative Stellungnahmen abgeben."

 

Die Bioethik-Kommission setzt sich zusammen aus sechzehn Vertretern der Fachdisziplinen Medizin, Biologie, Theologie, Philosophie, und Rechtswissenschaften, eines Behindertenverbands, der Wohlfahrtspflege, der katholischen und evangelischen Kirche und der israelitischen Kultusgemeinde.

Trotz des hier offensichtlich gebündelten Sachverstandes mit ethischer Verantwortung teilte uns ein Kommissionsmitglied mit:

"Die in der Bioethik-Kommission verhandelten Themen 

werden nicht von den Teilnehmern bestimmt, sondern von der bayerischen Staatsregierung und dem bayerischen Landtag vorgeschlagen".

Welche Aussage stimmt nun?

 

Wie kann eine Ethikkommission zusehen, wenn die Beschwerden schwerstkranker Mitglieder der Gesellschaft ohne ausreichenden eigenen finanziellen Mitteln weder von einem pharmaindustriegesteuerten Gesundheitswesen, noch von Behörden, Ärztekammern, Kassenverbänden anerkannt werden und die Betroffenen von niemandem dahingehend unterstützt werden, einen adäquaten Ansprechpartner und qualitative Behandlung zu erhalten. (Schriftverkehr).

Unabhängig von der "fachlichen" Zuständigkeit stellt sich die Frage, warum hier die Ablehnung (Zuständigkeit) ausschließlich an Staatsregierung und Landtag abgeschoben wird? 

Nach unserer Auffassung fehlt in dieser Kommission auch ein Verbrauchervertreter!

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Offene Briefe an Bundesparteizentralen

Offener Brief an Bundesparteizentralen/ deren Pressestellen 2014

Hinweis:
EGGBI vertritt grundsätzlich keine politische Partei, sondern wendet sich in der Regel mit den "Anliegen" Umwelterkrankter an alle parlamentarischen Parteien- leider mit sehr geringem Erfolg - vor allem auf Bundesebene. Hier wird wenig von politischer Verantwortung für die Betroffenen gehalten -  vom Büro der CDU Bundesvorsitzenden Angela Merkel wurden wir sogar an die Caritas als "zuständig" verwiesen. 

Unser Brief an die Parteizentralen vom 12.9.2014: Bitte um schriftliche Stellungnahme 

Wir weisen darauf hin, dass es uns bei dieser Umfrage nicht um

  • eventuelle grundsätzliche "Nachweise", schon einmal von den Problemen gehört zu haben ("Goodwillaussagen" wie beispielsweise das Positionspapier  2009 von Bündnis 90//Grüne) oder um

  • Einzelaktivitäten  (Anfragen bezüglich Holzschutzmittel, Polystyrol, PCB etc.)
  • gelegentliche natürlich grundsätzlich begrüßenswerte lokalpolitisch motivierte Initiativen politischer Funktionäre zu örtlichen Schadstoff- Problemen  (Holzschutzmitttel, PCB oder andere aktuelle Belastungen beispielsweise in Schulen, Kitas vor Ort) geht,

sondern um

  • definitive "Aktivitäten" in Form von aktiver Öffentlichkeitsarbeit zum Gesamtthema Umwelterkrankungen und Umweltmedizin und vor allem

  • parlamentarischer Aktivitäten in Form von (gerne auch regelmäßigen) Anfragen an die Bundes- Regierungsmitglieder zum Thema Umweltmedizin und Umwelterkrankungen als "grundsätzliches umfassendes Thema mit Handlungsbedarf" seitens dieser Bundesregierung entsprechend unserer Fragestellung bzw. um

  • zielführende legislative Initiativen der Regierungsparteien.

 

 

Dazu können wir leider aus den letzten Jahren keine einzige wirklich umfassende Aktivität auch nur bei einer einzigen Partei feststellen - die von uns gestellten Fragen blieben bis heute unbeantwortet. Damit bestätigen sich Aussagen des Umweltmediziners Dr. Kurt Müller, der bereits 2011 feststellte:  "Die Umweltmedizin spielt in der Gesundheitspolitik der Parteien keine Rolle ".(Bericht)  

 

Offener Brief an Bundesparteizentralen/ deren Pressestellen 2021

Im März 2021 versuchen wir erneut, definitive Stellungnahmen zu den Probelemen Umwelterkrankter zu erhalten - auch diese Anwtworten werden wir gerne wieder hier veröffentlichen.

 

 

 

Reaktionen (aktueller Stand)

 

 

 

 

1) CDU und CSU Stellungnahmen

Bundestagswahl 2021

"Für eine anstehende Publikation zur Thematik und einer erneuten Abfrage der Haltung der Bundestagsparteien zum Thema und möglicherweise Behandlung im Wahlprogramm bitte ich Sie um Stellungnahme –

Umwelterkrankungen-

wie  MCS. EHS, ME/CFS

mit der desaströsen gesundheitlichen

Umwelterkrankungen und "Umweltmedizin"

und sozialen Versorgung der Betroffenen

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

sowie dem Stiefkind

Umweltmedizin  deren Mängel selbst das Robert-Koch-Institut 2020 sehr eindeutig kommunizierte

Bankrotterklärung der Umweltmedizinischen Versorgung

 

Ob – und in welchem Umfang werden diese Themen für Ihre politische Arbeit – für das Wahlkampfprogramm 2021  - in Zukunft eine Rolle spielen?

 

  • Umwelterkrankungen wie oben erwähnt – Anerkennung in der Öffentlichkeit, bei Krankenkassen, bei Sozialgerichten
  • mehr Verbraucherschutz durch strengere Anforderungen an Bauprodukte und Baugesetze, um hier „barrierefreie Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten“ für Umwelterkrankte zu schaffen, Krankheiten präventiv zu vermeiden, (meine eigentliche Betätigung)
  • Forderungen nach einer qualitativen umweltmedizinischen Versorgung
  • Schaffung einer qualifizierten Kontaktstelle für Betroffene mit Hilfestellung bei sozialen Problemen (selbst die meisten Behindertenbeauftragten haben bis heute nicht von diesen „Behinderungen“ gehört!

 

 

Antworten werde ich hier kommunizieren!

 

Frühere Kommunikation

CDU- Bundesgeschäftsstelle: 17.10.2014

 

Zitate:  

"Es bleibt unklar, ob es sich bei MCS um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt."

 

Link zur Stellungnahme (CDU- Bundesgeschäftsstelle)

 

Antwort zu diesem Schreiben

 

Wir empfehlen hierzu aktuellere internationale Literatur und Aussagen namhafter Umwelt-Ärzte zu MCS berücksichtigen, und sich nicht immer nur auf Studien  aus den Jahren 2002 einiger vom Umweltbundesamt beauftragter Institute und Kliniken zu berufen, die gebetsmühlenartig  stets betonen, es gäbe keinen eindeutigen Nachweise eines eigenständigen Krankheitsbildes.

Verweis im Schreiben auf Beratungsstellen, vom UBA publiziert:  sämtliche dabei angegeben Adressen wurden unsererseits bereits im Frühjahr 2014 angeschrieben und fühlten sich nahezu sämtlich nicht zuständig  bzw. in der Lage MCS Betroffenen Kassenpatienten(!) adäquate medizinische Behandlung anzubieten.

Unsere Frage um eventuelle Weichenstellungen:

Kernaussagen (leider kein Bezug zu Umweltmedizin, MCS)

"Die CDU Deutschlands setzt sich mit großen Anstrengungen für die Förderung der medizinischen Forschung ein." 

"Personen, die an MCS-Symptomen leiden, können eine Palette unterschiedlicher Versorgungsangebote wahrnehmen."  ???

 

Kommentar dazu:

Wir haben in unserer Antwort um eine Auflistung zumindest einiger solcher konkreter Versorgungsangebote(?)   gebeten - bisher kennen wir vor allem für "Nur" Kassenpatienten nach wie vor  keine "flächendeckenden" qualitativen Beratungsangebote.

 

CSU: keine Antwort auf zahlreiche Anfragen! 

 

Es leigen mehrere unbeantwortete Mails an CSU- Pressestelle (mit Kopien an zahlreiche "Mandatare") zuletzt 21.02.2017 vor.

 

 

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2) SPD gab bisher überhaupt keine Antworten auf Anfragen

Das teilweise wirklich gesundheitliche und soziale Elend zahlreicher Chemikaliengeschädigter, mit denen wir ständig konfrontiert werden, (keine für diese Krankheit qualifizierten Ärzte auf Krankenschein, keine Unterstützung bei Wohnungs- und Jobsuche, keine Hilfe der Krankenkassen für geeignete Medikation und Lebensmittelmehrkosten)  stellt offensichtlich  keine Herausforderungen für Parteien dar, die das Wort "sozial"  (auch eine Form des "Greenwashing") im Namen führen. 

SPD

Unbeantwortete Mails an SPD Bundesparteileitung, "Gesundheitssprecher" und zahlreiche Mandatare zuletzt 21.02.2017

Erneute Anfrage vor der Wahl

Antwort am selben Tag - mit Hinweis auf geplante Bürgerversicherung zur Lösung finanzieller Probleme - kein Wort zu den grundsätzlichen Problemen der Umwelterkrankten: Schriftverkehr 07.09.2017

 

Bundestagswahl 2021

Für eine anstehende Publikation zur Thematik und einer erneuten Abfrage der Haltung der Bundestagsparteien zum Thema und möglicherweise Behandlung im Wahlprogramm bitte ich Sie um Stellungnahme –

Umwelterkrankungen-

wie  MCS. EHS, ME/CFS

mit der desaströsen gesundheitlichen

Umwelterkrankungen und "Umweltmedizin"

und sozialen Versorgung der Betroffenen

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

sowie dem Stiefkind

Umweltmedizin  deren Mängel selbst das Robert-Koch-Institut 2020 sehr eindeutig kommunizierte

 

Bankrotterklärung der Umweltmedizinischen Versorgung

 

Ob – und in welchem Umfang werden diese Themen für Ihre politische Arbeit – für das Wahlkampfprogramm 2021  - in Zukunft eine Rolle spielen?

Umwelterkrankungen wie oben erwähnt – Anerkennung in der Öffentlichkeit, bei Krankenkassen, bei Sozialgerichten

  • mehr Verbraucherschutz durch strengere Anforderungen an Bauprodukte und Baugesetze, um hier „barrierefreie Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten“ für Umwelterkrankte zu schaffen, Krankheiten präventiv zu vermeiden, (meine eigentliche Betätigung)
  • Forderungen nach einer qualitativen umweltmedizinischen Versorgung
  • Schaffung einer qualifizierten Kontaktstelle für Betroffene mit Hilfestellung bei sozialen Problemen (selbst die meisten Behindertenbeauftragten haben bis heute nicht von diesen „Behinderungen“ gehört!

 

Antworten werde ich hier kommunizieren!

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Weitere Stellungnahmen

3) Bündnis 90/Die Grünen (Politische Unterstützung für "Umweltkranke")

Hier finden wir zwar sehr viel Verständnis und auch Unterstützung bei einigen Landesparteizentralen  (z.B. Bayern, NRW),

die Bundesparteizentrale zeigt sich aber ebenfalls in keiner Weise engagiert in diesen - eigentlich für eine Umweltpartei entscheidenden Fragen!

 

Hier gibt es zwar sinnvolle Forderungen in einem Positionspapier aus 2009(!) - seit Jahren vermissen wir aber Aktivitäten zur Umsetzung dieser "Programmpunkte".

Als eine der ersten offiziellen Stellungnahmen auf unseren zahlreichen Anfragen an Institutionen, Politiker zur Frage "Manko bei ärztlicher Versorgung für Chemikaliensensitive" 

erhielten wir  eine Auflistung von "Forderungen???" der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN:

"Der Bundestag ist nicht dafür zuständig im Detail zu regeln, welche konkrete Behandlung von den Krankenkassen finanziert wird. Es ist jedoch völlig klar, dass Menschen, die durch chemische Belastungen geschädigt wurden, nicht allein gelassen werden dürfen. Sie müssen auf die Solidarität der Gemeinschaft und eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung zählen dürfen.

Um Umwelterkrankungen besser erkennen und behandeln zu können, fordern wir:

- verstärkte Forschung zu Ursachen und zur Diagnostik von Umwelterkrankungen,

- Weiterbildung für Ärzte in der Umweltmedizin,

- eine bessere Aufklärung niedergelassener Ärzte und insbesondere Hausärzte über den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft in Bezug auf schadstoffinduzierte Erkrankungen und damit in Zusammenhang stehende Symptombilder,

- die Erstellung eines regelmäßigen epidemiologischen Berichtes zu Umwelterkrankungen durch das Robert-Koch-Institut.

Die Leitlinien für Gutachterinnen und Gutachter zum Umgang mit Umwelterkrankten (MCS/CFS) müssen so gefasst werden, dass eine psychische Stigmatisierung der Betroffenen ausbleibt und die Begutachtung der Krankheit nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft erfolgt." (Büro Dr. Anton Hofreiter MdB, 8.7.2014)

 

Diese "Goodwill Aussagen" ohne Hinweise auf tatsächliche Aktivitäten dazu in den letzten Jahren erhielten wir  zusammen mit dem erwähnten 

Positionspapier 

Leider stammt das Positionspapier aus dem Jahre 2009 - 

Nachfrage nach tatsächlichen aktuellen "Aktivitäten" zur Umsetzung dieser Forderungen blieben ebenso wie alle anderen bisherigen Recherchen bei zahlreichen Institutionen und Ministerien unsererseits nach "Ansprechpartnern" für "Sozial Schwächere"  Umwelterkrankte, die sich bei Kostenersatz-Verweigerung Ihrer Kassen nicht auf eigene Kosten umweltmedizinische Behandlungen leisten können, ergebnislos - von zahlreichen Anschreiben an Mitglieder der Bundesparteileitung blieben seit 2014 sämtliche unbeantwortet...

2 entsprechende Direktanfragen an Simone Peter  (18.08. und 14.09.2016) blieben beispielsweise ebenso wie ein Anschreiben an Claudia Roth (31.08.2015) und Schreiben in den Folgejahren unter anderem auch an Hofreiter, Peter,Oezdemir (14.09.2016, 2017) ...an  (EGGBI Statement Umwelterkrankungen und Umweltmedizin)

alle ohne Antwort!

Im Sommer 2019 wurde ich mit einem sehr hoffnungsbereitenden Schreiben zu den Themen MCS, Umwelterkranklungen allgemein vom Büro Dr. Bettina Hoffmann kontaktiert - und stellte einen Reihe von Informationen zur Verfügung - seither gab es aber keine Feedback mehr, bis heute vermisse ich bis auf eine "persönliche Aussage" auf "abgeordnetenwatch"  jedes öffentliche - offizielle Partei - Statement; nach wie vor ist das Positionspapier aus 2009 einzige mir bekannte offizielle Erklärung der Partei zur Thematik. 

Im Hinblick auf aktuelle Anfragen - bezogen auf die Bundestagswahl 2021 stellte ich erneut nachfolgende Fragen:

 

Bundestagswahl 2021

Für eine anstehende Publikation zur Thematik und einer erneuten Abfrage der Haltung der Bundestagsparteien zum Thema und möglicherweise Behandlung im Wahlprogramm bitte ich Sie um Stellungnahme –

Umwelterkrankungen-

wie  MCS. EHS, ME/CFS

mit der desaströsen gesundheitlichen

Umwelterkrankungen und "Umweltmedizin"

und sozialen Versorgung der Betroffenen

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

sowie dem Stiefkind

Umweltmedizin  deren Mängel selbst das Robert-Koch-Institut 2020 sehr eindeutig kommunizierte

 

Bankrotterklärung der Umweltmedizinischen Versorgung

 

Ob – und in welchem Umfang werden diese Themen für Ihre politische Arbeit – für das Wahlkampfprogramm 2021  - in Zukunft eine Rolle spielen?

 

  • Umwelterkrankungen wie oben erwähnt – Anerkennung in der Öffentlichkeit, bei Krankenkassen, bei Sozialgerichten
  • mehr Verbraucherschutz durch strengere Anforderungen an Bauprodukte und Baugesetze, um hier „barrierefreie Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten“ für Umwelterkrankte zu schaffen, Krankheiten präventiv zu vermeiden, (meine eigentliche Betätigung)
  • Forderungen nach einer qualitativen umweltmedizinischen Versorgung
  • Schaffung einer qualifizierten Kontaktstelle für Betroffene mit Hilfestellung bei sozialen Problemen (selbst die meisten Behindertenbeauftragten haben bis heute nicht von diesen „Behinderungen“ gehört!

 

Anfrage 2021

Für eine anstehende Publikation zur Thematik und einer erneuten Abfrage der Haltung der Bundestagsparteien zum Thema und möglicherweise Behandlung im Wahlprogramm bitte ich Sie um Stellungnahme zum Thema

Umwelterkrankungen-

wie  MCS. EHS, ME/CFS

mit der desaströsen gesundheitlichen (Umwelterkrankungen und "Umweltmedizin")

und sozialen Versorgung der Betroffenen (Barrierefreiheit für Umwelterkrankte)

sowie dem Stiefkind

Umweltmedizin,  deren Mängel selbst das Robert-Koch-Institut 2020 sehr eindeutig kommunizierte (Bankrotterklärung der Umweltmedizinischen Versorgung)

 

Ob – und in welchem Umfang werden diese Themen für Ihre politische Arbeit – für das Wahlkampfprogramm 2021  - in Zukunft generell eine Rolle spielen?

  • Umwelterkrankungen wie oben erwähnt – Anerkennung in der Öffentlichkeit, bei Krankenkassen, bei Sozialgerichten
  • mehr Verbraucherschutz durch strengere Anforderungen an Bauprodukte und Baugesetze, um hier „barrierefreie Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten“ für Umwelterkrankte zu schaffen, Krankheiten präventiv zu vermeiden, (meine eigentliche Betätigung)
  • Forderungen nach einer qualitativen umweltmedizinischen Versorgung
  • Schaffung einer qualifizierten Kontaktstelle für Betroffene mit Hilfestellung bei sozialen Problemen (selbst die meisten Behindertenbeauftragten haben bis heute nicht von diesen „Behinderungen“ gehört!

 Antworten werde ich hier kommunizieren!

 

 

4) Die Linke

 

Hier erhielten wir  zwar eine(!) Antwort -  allerdings vollkommen sinnfremd zu unserer Anfrage zum Thema MCS eine Antwort zu : 

"BfR zu der Problematik von Schadstoffen in Holz-Verpackungen (Kisten)" ???

Immerhin sind aber einige Abgeordnete aktiv beispielsweise zum Thema "Holzschutzmittelgeschädigte".

Link zu Anfrage und Antworten

Schriftverkehr seit 2014 http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/MCS_Mail_Linke.pdf

 

5) FDP

Schreiben vom 12.09.2014, 09.10.2014 blieben völlig unbeantwortet.

 

6) AFD

 

Schreiben vom 12.09.2014: Rückmeldung, automatische Antwort, es würde einige Zeit bis zur Beantwortung dauern. 

 

 

Zusammenfassung:

Die Antworten  der Bundesregierung aber auch an das Büro der CDU Vorsitzenden Angela Merkel auf diese aktuelle Anfrage sind wie erwartet nichtssagend und enttäuschend-

seitens der Bundesregierung besteht ebenso wie bei den Bundesparteizentralen offensichtlich keinerlei Interesse, Umwelterkrankte wie z.B. die Holzschutzmittelgeschädigten  (viele davon MCS krank) sei es auch nur durch Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen  für eine entsprechende medizinische Versorgung, definitiv zu unterstützen. Siehe dazu Statement zu Umwelterkrankungen (EGGBI)

 

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Bayerischer Landtag - Beantwortung einer schriftlichen Anfrage

Nach sehr positiven Arbeitsgesprächen bei Besuchen Umwelterkrankter und EGGBI mit Abgeordneten von Bündnis 90/ Die Grünen im Landtag wurde von diesen eine sehr fachkundige schriftliche Anfrage gestellt  - die Antwort der Staatsregierung spiegelt deren völlige Unwissenheit (Ignoranz?) bezüglich Umwelterkrankter wieder:

Anfrage und Antworten 

Die Antworten spiegeln eine heile Welt wieder - sowohl was medizinische Ansprechpartner als auch Bezahlung umweltmedizinischer Leistungen durch die Kassen und umweltmedizinische Ausbildung betrifft.

Tatsächlich konnten wie bei unserer Umfrage in zahlreichen Selbsthilfegruppen und MCS Netzwerken nicht einen einzigen Patienten finden, dem an einer dieser Stellen eine wirklich umfassende umweltmedizinische Diagnose (incl. Betrachtung von Arbeits- und Wohnumfeld...) geboten wurde - geschweige auch nur ein einziger Patient, dem an diesen Stellen beispielsweise die grundsätzlich laut DIMDI anerkannte Krankheit MCS attestiert worden wäre. 

Auszug aus einer oftmals von den genannten Kliniken zitierten Übersichtsarbeit: Klinische Umweltmedizin

Obwohl in dieser Übersichtsarbeit auch behauptet wird, ein Großteil der Kranken hätten in Wirklichkeit psychosomatische Erkrankungen - wird hier immerhin auch das Arbeits- und Wohnumfeld als möglicher Auslöser mit einbezogen: 

"Ortsbegehung und Umweltmonitoring: Zur Quellensuche einer Exposition und zur genauen Bestimmung des Schadstoffes dienen die Ortsbegehung und das Umweltmonitoring. Dabei werden meist das private Umfeld des Patienten, seine Wohnung (Wohnraumbegehung) und seine Wohnumgebung untersucht und gegebenenfalls Analysen in Umweltmedien (Umweltmonitoring) durchgeführt"

Wir konnten aber bis heute keinen Umwelterkrankten finden, bei dem tatsächlich von den genannten Stellen solche Untersuchungen durchgeführt und eine daraus resultierend ein Umwelterkrankung diagnostiziert/attestiert wurde. Gerne lassen wir uns aber diesbezüglich eines Besseren belehren - es erscheint aber doch eigenartig, dass eine vom DIMDI anerkannte Krankheit (ausdrücklich nicht psychosomatisch!) an bayrischen Kliniken für Umweltmedizin  offenbar nicht "attestiert" werden kann.

Für eine diesbezügliche Meinungsänderung würden uns einige wenige MCS Atteste (natürlich anonymisiert) dieser Institute reichen.

DIMDI = Deutsches Institut für medizinische Dokumentation, Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

 

Vielmehr wurden beispielsweise (selbst beigebrachte!) wesentlich erhöhte Raumluftmesswerte bzgl. Isothiazolinonen (schwangere Arbeitnehmerin mit entsprechendem Prüfbericht vom Arbeitsplatz), grenzwertige PCB Belastungen (keine "akute" Gesundheitsgefährdung") bagatellisiert - in den meisten Fällen wird Umwelterkrankten präventiv eine psychiatrische Behandlung empfohlen. 

Grundlage sind auch hier immer wieder die längst überholten Studienergebnisse des RKI (1999-2004) bei deren Erstellung bewusst auf die Mitarbeit der praktizierenden, erfahrenen Umweltmediziner beispielsweise des DBU (Deutscher Berufsverband der Umweltmdiziner)verzichtet wurde. 

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Patientenbeauftragter der Bundesregierung

     Stellungnahme des Patienten-Beauftragten der Bundesregierung  

Oktober 2018

Während EGGBI noch auf eine Antwort des "neuen" Patientenbeauftragten Dr. Brauksiepe vom 10.07.2018 warten...

Antwort des Patientenbeauftragten an eine umwelterkrankte Patienten im Oktober, die sich auf der Suche nach einem "verträglichen" und für Umwelterkrankungen qualifizierten Krankenhaus an ihn wandte:

Mit der Arztsuche und Krankenhaussuche unterstützt die Weisse Liste Patienten und Angehörige bei der Suche nach einem geeigneten HAUSARZT, FACHARZT oder ZAHNARZT in Wohnortnähe und hilft ein passendes KRANKENHAUS zu finden.

 

www.weisse-liste.de [1]

Tatsächlich gibt es im Umkreis von 100 km kein entsprechend "umweltmedizinisch qualifiziertes Krankenhaus in dieser Liste einer "gemeinnützigen GmbH" - 

unter Patientenberatung versteht man hier offensichtlich nur die Weitergabe einer Liste, ohne sich mit der Anfrage selbst zu befassen!

Wie deckt sich dieses Verhalten mit der Aussage des Gesundheitsministers vom 13.09.2018 zum Thema ärztliche Versorgung Umwelterkrankter?

"Unabhängig von dieser Situation, haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern." (Schriftverkehr 2018)

      Patientenberatung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege (12.11.2014):

 

Eine schriftliche Antwort  liegt aus dieser Zeit  vom damaligen Bundes- Patientenbeauftragten Karl-Josef Laumann vor - ebenso wie das Gesundheitsministerium liegt demnach die Verantwortung bei den kassenärztlichen Vereinigungen, die dafür zu sorgen hätten, "dass in den Bundesländern genügend spezialisierte Umweltmediziner zur ärztlichen Versorgung zur Verfügung stehen".

      Er verweist auch darauf, dass "Kassenleistungen  gesetzlich Krankenversicherten nicht vorenthalten werden dürfen".

 

      Dem steht entgegen die Aussage des Berufsverbandes der Umweltmediziner, der darauf verweist "dass umweltmedizinische Beratungen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind und den sog. "IGeL"-Leistungen unterliegen.“    (DBU Homepage 2018) 

 

Somit besteht sicherlich ein "politischer Handlungsbedarf" umweltmedizinische Leistungen in den Katalog der Kassenleistungen aufzunehmen.

 

Der Verweis an Selbsthilfegruppen erscheint uns nicht zielführend, da gerade die zahlreichen Selbsthilfegruppen von Chemikaliensensitiven mit denen wir seit Jahren in Kontakt stehen, selbst auf der Suche nach  entsprechenden "Ansprechpartnern" für eine qualitative Beratung und Behandlung von MCS Kranken sind und vor allem bereits bei der Frage nach Kliniken  über fehlende Einrichtungen mit entsprechender "Berücksichtigung" von deren Sensitivitäten gegenüber emissionsbelasteten Behandlungsräumen  (Möbel, Bodenbeläge, Raumtextilien, Reinigungsmittel, Deos der Mitarbeiter....) klagen - und immer wieder davon berichten, dass die meisten Ärzte MCS als "psychosomatisch" einstufen und entsprechend eine psychiatrische Behandlung mit entsprechender Medikation empfehlen.

 

 

Ein eindringliches Schreiben an den "neuen Patientenbeauftragten" der Bundesregierung Dr. Brauksiepe mit der Bitte um Benennung einer kompetenten Ansprechstelle für Umwelterkankte bei Fragen qualifizierter Arzt- und Kliniksuche vom 10.07.2018  blieb bis heute unbeantwortet.
 

 

Auch die beteiligten Behörden des im Schreiben aus 2015 angesprochenen Arbeitskreises  "APUG" waren bisher nicht in der Lage, uns eine aktuelle Liste mit qualifizierten medizinischen Ansprechpartnern für chemikaliensensitive Kassenpatienten  zur Verfügung zu stellen;  auch unsere Anfrage an die Institutionen, die vom Umweltbundesamt auf der Homepage zum Thema MCS  nach wie vor angeführt werden, ergab keine diesbezüglich hilfreichen Antworten. 

Reaktion auf Anfragen von Patienten: 

Auch bei Anfragen von Patienten erhalten diese stets die gleichen Antworten mit den Hinweisen

  • auf die sehr alten, bereits bei Publizierung 2002/2003 vielfach in Frage gestellten RKI - Studien, es handle sich um keine wissenschaftlich begründbaren Mechanismen zur Krankheitsentstehung von MCS und damit dem Zweifel, ob es sich bei MCS überhaupt um eine "eigenständige" Krankheit handelt (diese Zitate stehen offensichtlich sämtlichen Ministerien, Versicherungen und Behörden als gerne benutzter Textbaustein für Ablehnungen zur Verfügung) 
  • auf das Umweltbundesamt, welches den Besuch einer umweltmedizinischen Ambulanz empfiehlt (eine mehrfache Umfrage unsererseits bei diesen Adressen ergab die Feststellung, dass es hier offensichtlich für Kassenpatienten keine adäquate MCS Beratung/ Behandlung gibt - bzw. daran keinerlei Interesse besteht!)

Wenig tröstlich die Aussage im gleichen Schreiben an eine Patientin  (liegt uns vor) im Auftrag des Patientenbeauftragten der Bundesregierung: "Für Ihre Schilderung und Ihre Anregung ist er Ihnen daher sehr dankbar. Die aufsichtsrechtliche Prüfung von Einzelfällen gehört hingegen nicht zu den Aufgaben des Beauftragten!

Zu den sehr umfassend und fachlich hervorragenden Antwortschreiben dazu an den Patientenbeauftragten mit zahlreichen "Argumenten" gab es  seit 26.11.2015 nach unserem Informationsstand keinerlei Reaktion mehr! (Schriftverkehr liegt uns vor). 

 

"Ziel ist es, dass der oder die Beauftragte in unabhängiger und beratender Funktion darauf hinwirkt, dass die Belange der Patienten in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen beachtet werden. Er oder sie soll die Weiterentwicklung der Patientenrechte unterstützen und Sprachrohr für Patienteninteressen in der Öffentlichkeit sein." Zitat

 

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Zusammenfassung der "politischen Stellungnahmen"

Fast immer wird von Regierungskreisen, Kassen, Patientenbeauftragten auf drei Studien (RKI Studien 1999-2004) mit 200 Patienten  verwiesen, in deren Ergebnisbeschreibung  MCS   als eigenständiges Krankheitsbild negiert wird. Von vielen Umweltmedizinern werden diese Studien keineswegs  als aktuell, repräsentativ und als  belastbare  Grundlage für eine "rechtliche Einstufung" von MCS anerkannt.

Trotz des daraus  resultierenden  Forschungsbedarfes wurden zwischenzeitlich offensichtlich in den letzten 10 Jahren keine weiteren Studien mehr durchgeführt

"Ergebnis" der Studien:

„Zusammenfassend konnten die insgesamt drei durchgeführten Studien keine wissenschaftlich begründbaren Mechanismen zur Krankheitsentstehung von MCS aufzeigen. Insbesondere wurde kein Zusammenhang mit einer spezifischen Chemikalienbelastung oder Substanzklasse nachgewiesen. Es bleibt weiterhin unklar, ob es sich bei MCS um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt. Deutlich ist, dass psychosomatische, ebenso wie soziale Faktoren eine nicht unbedeutende Rolle bei der Entstehung der Krankheitssymptome spielen." Quelle UBA

Eine Bewertung dieser Studien seitens Umweltmediziner, Anwälte

"Der Forschungsansatz einschließlich der mageren Ergebnisse zeige deutlich, "wie dringend es ist, bei der Gestaltung weiterer Projekte stärker als bisher auf das vorhandene know how derer zurückzugreifen, die mit MCS-Kranken langjährige Erfahrungen und in ihren pathogenetischen Überlegungen sowie ihren diagnostischen und therapeutischen Strategien deutlich mehr Kreativität entwickelt haben, kommentiert K. Müller vom Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner."

http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/rki_mcs.html

"Die RKI-Studie hat weder dazu geführt, dass die beteiligten Zentren zu einer übereinstimmenden Ansicht darüber gelangt sind, wann genau von einer bestehenden MCS auszugehen ist, noch wurden sich die an der Studie Beteiligten darüber einig, ob Umweltnoxe für diese Krankheit verantwortlich sind. Das Ergebnis der RKI-Studie lässt sich in dem Satz zusammenfassen: Es besteht weiterer Forschungsbedarf"! (Rechtliche Konsequenzen)

 

Nicht zur Kenntnis genommen wird, dass es bereits seit 1990 erste offizielle "Anerkennungen" von MCS als  "Behinderung" seitens diverser Versorgungsämter gibt, diesen Anerkennungen aber in der Regel jahrelange "leidvolle" Auseinandersetzungen der Betroffenen mit Kassen, Kassenärzten und Behörden vorausgingen. 

 

Politische Verantwortung für die Ursachen von MCS - Menschenrechtsverletzung?

In den meisten Fällen sind die Ursachen an MCS und Umwelterkrankungen allgemein in groben Versäumnissen der Politik zu suchen - grenzenloses "Gutachter" Vertrauen und Lobbyarbeit der Industrie schaffen es seit Jahrzehnten,  Grenzwerte so großzügig wie möglich zu halten - und neue Produkte ohne ernsthafter "Risikobetrachtung" nicht nur zu genehmigen (Beispiel Holzschutzmittel, Asbest) , sondern teilweise auch noch staatlich zu fördern.  (Woolit, Polystyroldämmungen mit hochtoxischem HBCD)  

Stellungnahmen des BfR zur Wiederzulassung des "krebs"- verdächtigen Pflanzenschutzmittels  Glyphosat,  international verglichen zu hohe Grenzwerte für Formaldehyd, ebenfalls vom BfR seit Jahren verteidigt ; zu hohe Grenzwerte für elektromagnetische Belastungen  durch das BfS; fehlende Risikoforschung in der Nanotechnologie und viele weitere Beispiele 

bewiesen, dass die Gesundheit der Allgemeinheit  nicht nur in der Vergangenheit  seiten Politik und vieler Behörden  Wirschaftsinteressen hintangestellt wird.

Ein verunsicherter Verbraucher, dem beispeilsweise von Industrieverbänden Emissionswerte von Klebstoffen, Dichtmassen verwehrt werden (die Weitergabe der Prüfberichte führt zur Aberkennung des "Güte"?Zeichens) sieht sich bei vielen Produkten Falschaussagen  von Herstellern, fragwürdigen Gutachten und Gütezeichen gegenüber -

im Krankheitsfall werden ihm aber von den "Verantwortlichen" adäquate medizinische Betreuung (spätestens als "nur"-Kassenpatient) verwehrt. 

Wenn als "Geschädigter" dann arbeitslos,  fühlt sich aber auch  die Arbeitsagentur für nicht "zuständig", ihm als Hartz 4 Bezieher die erhöhten Lebenshaltungskosten zu ersetzen, keine Behörde ist bereit ihm bei der Suche nach verträglichen Wohnraum zu unterstützen. Sozialverbände  unterstützen in der Regel nur "Mitglieder"; "Bagatellbeträge" von 70 bis 100 Euro Mitglieds-Jahresbeitrag" stellen für diese Betroffenen aber keineswegs eine Bagatelle dar.  

Wir sehen daher in der gesamtpolitischen (Nicht-) Behandlung dieser Thematik eine massive Verletzung der Menschenrechte, die zu einem totalen sozialen "Absturz" der Betroffenen in vielen Fällen führt  (bis hin zu uns bekannten Suizidabsichten!) und der sich bisher kein uns bekannter Gesundheits-, Umwelt- und Sozialpolitiker mit den erforderlichen Anstrengungen stellt.

Eine offensichtlich lobbygesteuerte politische "Elite" eines "Sozialstaates"  ist offensichtlich auch 2015 noch nicht bereit, Verantwortung für ihre verfehlte Umweltpolitik mit einer jahrzehntelang zunehmenden konsequenten toxischen Belastung unserer Umwelt zu übernehmen und zumindest den dadurch eindeutig "Geschädigten" zu helfen, wenigstens aus dem sozialen Out wieder zu entkommen.

EGGBI - Statement zu Umwelterkrankungen und Menschenrechte

Prof. Erich Schöndorf: "Wenn die Umwelt krank macht, ... muss die Politik handeln"

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Politische Einzelinitiativen "pro MCS" und deren Ergebnisse

Keine zufriedenstellenden Ergebnisse ergeben auch leider Einzelinitiativen von politischen Mandataren in Form von "Anfragen"- beispielsweise  an Regierungsstellen:

"Kleine Anfrage des Abgeordneten Karsten Jasper (CDU) und Antwort der Landesregierung Schleswig Holstein (März 2015)  - Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung" (Anfrage und Antwort) 

dazu EGGBI Stellungnahme

Wir versuchten vom Initiator Antworten zu unserer Frage bezüglich weiterer Aktivitäten zum Thema zu erhalten - leider blieben sämtliche unserer diesbezüglichen Mails 2.11.2015, 4.12.2015; 17.02.2016, 07.03.2016 gänzlich unbeantwortet - die Fragestellung ist offensichtlich seitens der Parteileitung nicht erwünscht? 

Von Seiten der CDU Bundes-Leitung (Antwort auf Schreiben an die Bundeskanzlerin) erhielten wir als Antwort, MCS Betroffene sollten sich an die Caritas wenden (so viel zu politischer Verantwortung).

Siehe dazu auch "Reaktionen" auf Offene Briefe an "Gesundheitspolitiker" und Parteizentralen 

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So sehen manche "Umweltmediziner" MCS

 

Aussagen in der Passauer neuen Presse, 21.11.2018

Einen eindrucksvollen Hinweis, wie "etablierte" Mediziner MCS einschätzen,  gibt eine Stellungnahme des Leiters des Instituts und der Poliklinik für Arbeits-, Sozial.- und Umweltmedizin Erlangen in der PNP mit dem Artikel

"Isolation macht es schlimmer"

Dabei nimmt er Stellung zu einem Bericht einer MCS/EHS Kranken "Ich darf gar nicht an die Zukunft denken", indem diese sehr "realistisch" ihre Alltagsprobleme schildert und dabei keineswegs den Eindruck einer "eingebildeten Kranken" vermittelt.

Er ist der Meinung, den Betroffenen klar machen zu müssen, dass diverse Gerüche sie "nicht krank machen", sie im Gegenteil die Konfrontation mit solchen Stoffen suchen sollen und durch Desensibilisierung das Problem gelöst werden könnte. 

Nachvollziehbar bei dieser Einstellung die Aussage, es waren schon einmal mehr "Hilfesuchende" bei ihm - zum Glück für viele Betroffene informieren vor allem diverse Selbsthilfegruppen darüber, wo Betroffene ohnedies nicht als physisch krank anerkannt werden!

 

Dazu unser "Leserbrief" als Gegendarstellung


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(Um-) Weltmedizin - oder: Was heilt die Welt

In einer äußerst umfangreichen Stellungnahme nimmt der bei Umweltpatienten bekannte Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Krahn-Zembol  in der Ausgabe  4/2015 Stellung zum derzeit noch immer fehlenden Verständnis der Umweltmediuin in Wissenschaft, Medizin und Recht. 

 Beitrag Seite 301 bis 314

Siehe auch "Offener Brief der Umweltmediziner" an die Deutsche Rentenversicherung in der selben Ausgabe.(Seite 318 nis 319)

Link zum Brief

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Buchprojekt zu "2 Klassen- Medizin für Umwelterkrankte"

Zahlreiche  weitere Reaktionen und vor allem auch "Nichtreaktionen" von "Gesundheits"politikern und auch regionalen Abgeordneten sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen sind noch in Bearbeitung!

Buchprojekt

Für möglichst zeitnahe Briefe, Negativbescheide von Kassen, Behörden und Stellungnahmen von "Gesundheitspolitikern"  (Briefkopien)  und persönliche Erfahrungsberichte (letztere möglichst "kurz und aussagekräftig")  wären wir dankbar!

Eine erste Zusammenfassung mit zahlreichen weiterführenden Links findet sich bereits in unserer Dokumentation 

EGGBI Statement Umwelterkrankungen und Umweltmedizin

 

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Disclaimer und Datenschutz-Hinweis

 

 

 

25.05.2021

Weichmacher Bisphenol F verursacht niedrigen IQ

 

"Die Chemikalie Bisphenol F (in Kunststoffen enthalten) kann Veränderungen in einem Gen hervorrufen, das für die neurologische Entwicklung wichtig ist. Diese Entdeckung wurde von Forschern der Universitäten von Uppsala und Karlstad, Schweden, gemacht. Der Mechanismus könnte erklären, warum die Exposition gegenüber dieser Chemikalie während des fötalen Stadiums mit einem niedrigeren IQ im Alter von sieben Jahren zusammenhängt"

 

Mehr Infos: "Die Tricks mit Bisphenol A, S und F"

 

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24.04.2021

Trauriger Höhepunkt erfolgreicher Lobbyarbeit der Telkommunikations- Industrie auch bei den öffentlichen Sendern?

ARD - Quarks: Video 5G - Revolution oder Gefahr?

Noch nie hat dieser Sender, bisher bezüglich vieler gut recherchierter Beiträge geschätzt, so unverfroren und eindeutig Industrie- Stellung bezogen unter dem Mantel "wissenschaftlicher" Berichterstattung". Die Verantwortlichen fügen sich damit erfolgreich in die Reihe der bezüglich  5G lobbygesteuerten Politik und des ebenso  gesteuerten Bundesamts für Strahlenschutz(?) ein!
Selten wurde bisher Prävention so klein geschrieben wie bei 5G - eine massive, bewusste Verletzung des europäischen Vorsorgeprinzips angesichts weltweiter Warn- Appelle angesehener Ärzte, eine Verhöhnung von Menschen mit international anerkannter Krankheit EHS.

5G- Jahre der "Wahrheit" für die Politik

Antwort des WDR auf unsere Beschwerde

Trauriger noch die Antwort der Quarksredaktion:

Die Einschätzungen zu den Gefahren des Mobilfunks kommen seit bald zwei Jahrzehnten im Sinne des wissenschaftlichen Konsens zum Ergebnis, dass im Rahmen derzeit geltender Grenzwerte, die von internationalen Gremien festgelegt werden, keine schädigende Wirkung von Mobilfunk nachgewiesen werden kann. Link zum Antwortschreiben

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09.03.2021

Ein Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Umweltbelastungen und Covid-19 Erkrankungen gelang dem Helmholtz- Institut München zusammen mit der TU München am Beispiel

"Erhöhtes COVID 19 Risiko durch Pollenbelastungen"

 

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04.03.2021

 

Publikation des

AGÖF Leitfaden "Hausstaubuntersuchungen auf chemische Parameter"

Damit wird nicht nur Privatpersonen, sondern vor allem auch den Trägern öffentlicher Gebäude ein wertvolles Instrument für die Bewertung von Raumschadstoffbelastungen in die Hand gegeben - vor allem viele mittel- und schwerflüchtige Substanzen werden oft durch Raumluftmessungen nicht oder nur mangelhaft erfasst.

Mehr Infos zu Hausstaubuntersuchungen

 

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15.02.2021

Homeoffice im Keller - Gesundheitsrisiko Radon?

das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Homeoffice im Keller, und verweist auf das Risiko einer Radonbelastung.  (Pressebericht Februar 2021).

Radon stellt die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs dar - und wird nach wie vor bei der wohngesundheitlichen Betrachtung von Gebäuden zu wenig beachtet. Mehr Infos zu Radon

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25.01.2021

Duftstoffallergien?

Zwischenergebnis Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes daab (eine Teilnahme an der Befragung ist noch immer möglich!)

Siehe dazu auch die EGGBI Zusammenfassung: 
"Duftstoffallergiker und Beduftungen"


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21.01.2021

Diagnose Funk fordert  Aufklärung zum Strahlenschutz beim Homeschooling durch "Bundesamt für Strahlenschutz"

 

Während die Hersteller selbst in Gebrauchsanweisungen davor warnen, die mobilen Geräte körpernah zu benutzen, die Telekom sogar rät, WLAN-Router nicht in Aufenthaltsräumen, Schlaf- und Kinderzimmern aufzustellen, wird bei den laufenden Anstrengungen bezüglich Homeschooling unterlassen, auf einem verantwortungs- und  gesundheitsbewussten Umgang mit Tablets, Laptops und Handys in Coronazeiten hinzuweisen.

Aufforderung an die Präsidentin des BfS

Siehe dazu auch Kapitel 10 "Schulen" Elektrofelder und Wohngesundheit

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04.01.2021

Urlaub für Allergiker und Sensitive

Die Hoffnung auf einen Urlaub nach "Corona" veranlasst derzeit zahlreiche Anrufer der Hotline zu einer Frage nach allergikerfreundlichen, oft auch nach mcs- geeigneten Hotels.

Eine Recherche vor 3 Jahren bei über 100 derart beworbenen Hotels brachte nur wenige Antworten, erneute Recherchen bezüglich der Aussagekraft diverser "Gütezeichen, Zertifikate, Informationsportale" (Kapitel 14) für allergikerfreundliche Hotels bestätigten die vielfach gemeldeten "Probleme" Betroffener, dass zwar viele Hotels mit unterschiedlicher Qualität  Rücksicht auf Allergiker beim "Speiseangebot" nehmen - auf die sehr wesentliche Raumluftqualität bestenfalls noch im Hinblick auf "Pollen, Rauchen, Tierhaare, Bodenbelag (nur bezüglich Vermeidung langfloriger Teppiche) und Matratzen hingewiesen wird -

Fragen von Emissionen aus Einrichtung, Wandbelag, Bauprodukten allgemein in fast allen Fällen ignoriert werden, glaubwürdige und umfassende Schadstoffprüfberichte bezüglich VOCS, Formaldehyd, Weichmacher, Flammschutzmittel... kaum erhältlich sind. Siehe dazu "Fragebogen".

Wir laden erneut Hotels und andere Beherbungsbetriebe ein, uns für eine entsprechende Empfehlungsdatei entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, um eine seriöse, individuelle Beratung möglich zu machen. Mehr Infos dazu "emissionsarme Urlaubsquartiere".

 

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Überblick

Übersicht News  2020 und 2021

 

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Dezember 2020

 

Schadstoffprobleme an Erkheimer Schule

 

Nachdem uns der Bürgermeister seit Monaten die Zusendung des letzten Schadstoffprüfberichts verweigert,

erschien nunmehr ein neuer Pressebericht mit einer "Stellungnahme des Landesgesundheitsamtes" zu den gefundenen Werten.

Aus diesem Pressebericht ergaben sich für uns statt einer "Klärung" aber zahlreiche weitere Fragen!

Siehe dazu Kapitel "Dezember 2020" in unserer Zusammenfassung "Erkheim".

 

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November 2020

IBN "baubiologie magazin"

"Schadstoffprobleme an Schulen"

Empfehlungen für Eltern und Lehrer - mehr Informationen

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Oktober 2020

 

Diskussionen um erhöhten Schadstoffwert an Mittelschule Erkheim

Seit Monaten sind erhöhte Formaldehydwerte und laut Aussage der Schulleitung gesundheitliche Probleme von Schülern bekannt; ein neuer Prüfbericht existiert bereits – er wird den Eltern aber mit dem Hinweis verweigert, er müsse erst durch das LGL (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) "bearbeitet" werden.

 

Auf Wunsch einer Familie begeleiten wir seit Jahresanfang die Probleme mit den Behörden und deren Versuche, die Angelegenheit zu bagatellisieren, unter anderem mit Bewertungen, die den Aussagen des Umweltbundesamtes völlig widersprechen.

Siehe dazu "Chronik- Schadstoffprobleme in Erkheimer Schule"  

 

Erstmals wurde nun die Öffentlichkeit durch einen Pressebericht informiert.

Allgäuer Zeitung, 05.10.2020

 

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Februar 2020

Bankrotterklärung der deutschen Umweltmedizin

"Eine flächendeckende umweltmedizinische Versorgung konnte bis zum heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht realisiert werden"

Mehr Infos und Zitate aus dem Gesundheitsblatt 202, 63:242-250

 

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