Radonbelastungen in Gebäuden

 

"Natürliche" Strahlung aus dem Boden und aus Baustoffen

 

Siehe auch Zusammenfassung aus der kostenfreien EGGBI Schriftenreihe:  

"Radonbelastungen in Gebäuden"

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Aktuelle Neupublikation 2017:

Radonschutzmaßnahmen

Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten
Radonschutzmaßnahmen [Download; *.pdf, 12 MB]

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Seiteninhalt:

Natürliche Strahlung aus Boden und Baustoffen

Was ist Radon

Gesundheitliche Risiken

Radonbelastungen aus dem Boden

Radon aus Baustoffen

Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Radonbelastungen an Schulen und Kitas

Richtwerte- Grenzwerte - Referenzwerte

Referenzwert für Deutschland beschlossen

rechtliche Situation

Beratung/ geprüfte Radon Fachpersonen Sanierung -  Radon Beratungsstellen in  D/A/CH

   Aktualisierte Zusammenfassung  "Radon im Gebäude"

                               des Bayerischen Landesamts für Umwelt

 

 

Mit 12.05.2017 wurde vom Bundesrat für Deutschland ein Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter beschlossen.

Damit soll laut Umweltministerium der Umgang mit dem radioaktiven Edelgas Radon zum Schutz der Bevölkerung in dem Gesetz umfassend geregelt werden. Radon, das aus dem Boden austritt, gilt nach Tabakrauch als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Gesetz legt erstmals einen Referenzwert zur Bewertung der Radonkonzentration in Wohnräumen und Arbeitsplätzen fest. Anders als ein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf und bußbewehrt ist, bildet der Referenzwert den Maßstab für Schutzmaßnahmen, um unterhalb des Wertes zu bleiben. 

(Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

 

Mit diesem Beschuss wird eine jahrelange Forderung von Gesundheitsexperten – wenn auch nicht mit dem gewünschten "Wert" so weit erfüllt,

·        dass künftig bei der Bewertung von Immobilien auch das Thema Radon einfließen wird,

·         bei Neubau und Renovierungen das Thema wesentlich mehr Beachtung finden wird.

 

Vor allem in energetisch optimierten Häusern (Niedrigenergie-, Passiv- und EnergiePlus Häusern) kann es durch die bessere „Abdichtung“ und damit oft reduzierten Luftwechselraten zu erhöhten Konzentrationen kommen.

"Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. "Demnach werden europaweit ungefähr neun Prozent der Lungenkrebstodesfälle und zwei Prozent aller Krebstodesfälle durch Radon in Aufenthaltsräumen verursacht", sagte Wolfgang Weiss, Leiter des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit des BfS, der bereits 2005 die Ergebnisse der Studie vorstellte. Radon verursacht damit jährlich ungefähr 20.000 Lungenkrebstodesfälle in der Europäischen Union, davon etwa 3.000 in Deutschland." (Zitat: Bundesamt für Strahlenschutz)

Dennoch wird das Thema sowohl bei der universitären Ausbildung von Planern und Architekten, aber auch bei öffentlichen und privaten Ausschreibungen, Gebäudeplanungen in Deutschland nach wie vor in den meisten Fällen ignoriert, während im benachbarten Oberösterreich beispielsweise für Radonsanierungen sogar öffentliche Förderungen vergeben werden. 

Während die Thematik einerseits von sehr vielen Bauherren, Hausbesitzern noch immer unterschätzt wird,

tatsächliche Brisanz:     siehe z.B.: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

wird von manchen Medien plakativ bewusst oder unbewusst "Panikmache" betrieben

"verseuchte Häuser";    Krebsgefahr in Süddeutschland

 

Wir sind der Überzeugung, dass bei sorgfältiger Planung und Bauausführung bei Neubauten sogar mit nur relativ geringen Mehrkosten das Problem bewältigt werden kann- bei bereits belasteten Gebäuden es bewährte Saniermethoden gibt, um künftige gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Video zu Radon in Häusern

 

Was ist Radon

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es kann aus Gesteinen und Böden entweichen und in Gebäude eindringen. Neben der Beschaffenheit des Untergrunds spielt der Gebäudezustand eine wichtige Rolle für die Radonkonzentration im Inneren. Eindringmöglichkeiten für

Radon gibt es beispielsweise über Spalten und Risse entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen.

  • Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses radioaktives Edelgas.
  • Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon laut dem Bundesamt für Strahlenschutz die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs. Es kommt natürlicherweise im Erdreich vor, die Konzentration schwankt von Region zu Region. Besonders in älteren Gebäuden kann das Gas in Kellerräume und das Erdgeschoss eindringen.
  • Eine einfache Maßnahme gegen Radon in Innenräumen ist das häufige, stoßweise Lüften. Das Abdichten der Ausbreitungspfade für Radon vom Keller in die Wohnräume (z.B. Leitungsführungen, undichte Türen zwischen Keller und Wohnraum) kann ebenfalls die Radonkonzentration senken.
  • Aufwändigere Maßnahmen sind der Einbau von Kunststofffolien, Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich zur Errichtung einer radondichten Sperrschicht gegen den Untergrund oder der Einbau einer Abtrennung mit Dichtwirkung zwischen Keller und Wohnraum.
  • Radonvorsorgemaßnahmen bei Neubauten sind wesentlich einfacher, effektiver und langfristig kostengünstiger als eine nachträgliche Sanierung.
  • Die Radonkonzentration in Gebäuden lässt sich mit einem einfachen Exposimeter bestimmen. Dazu wird das Gerät mindestens drei Monate – besser ein ganzes Jahr – im Erdgeschoss, evtl. zusätzlich auch im Keller des Gebäudes aufgestellt. Ein Exposimeter zur Bestimmung der Radonkonzentration kostet 30 bis 50 Euro. Die Auswertung ist im Preis enthalten.  

Entstehung von Radon

Radon entsteht als Teil der Uranzerfallsreihe. Uran ist überall im Untergrund vorhanden.

Beim natürlichen Zerfall von Uran entsteht unter anderem Radium und daraus Radon. Radonatome können weiter zerfallen. Es entstehen Polonium, Wismuth und Blei. Diese sogenannten Radonfolgeprodukte sind auch radioaktiv und schweben in der Atemluft.

In Innenräumen lagern sie sich allmählich an Gegenständen, Staubpartikel und feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolen, an und können beim Einatmen in die Lunge gelangen. (Quelle)

Radon-Forschung 

 "Dass Radon Krebs erzeugen kann, ist seit langem bekannt: Bald nach Entdeckung des Elements (um 1900) wurde Radon in den Bergbaustollen im Erzgebirge nachgewiesen. Genaue Messungen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts führten zu der Hypothese, dass Radon die Ursache für den Lungenkrebs unter Arbeitern im Erzbergbau war – ein Krebs, der seit dem 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Schneeberger Krankheit“ bekannt war. In den fünfziger Jahren zeigten Tierexperimente und Studien an Arbeitern in Uranbergwerken, dass insbesondere Radon-Zerfallsprodukte Lungenkrebs verursachen können.

 

Wenige Jahre später erkannte man, dass auch für die allgemeine Bevölkerung ein Risiko durch Radon in Wohnräumen besteht. Seit den 1980er Jahren geben Messprogramme in West- und Ostdeutschland Aufschluss darüber, welche Radon-Konzentrationen in der Bodenluft und in Wohnräumen vorliegen. Daneben haben epidemiologische Studien genaue Abschätzungen des radonbedingten Lungenkrebsrisikos der Allgemeinbevölkerung ergeben. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass akute gesundheitliche Beschwerden, wie z. B. Kopfschmerzen und Asthma, nicht durch Radon verursacht werden." (Lungeninformationsdienst)

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Gesundheitliche Risiken

"Über die Atmung nehmen wir Radon und die an winzige Partikel gehefteten Folgeprodukte auf. In der Lunge führt der radioaktive Zerfall zur Bestrahlung der Lungenzellen.

Je höher die Radonkonzentration in der Raumluft ist, und je länger wir uns dort aufhalten, desto höher wird das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Besonders gefährlich sind die an Partikel gebundenen Folgeprodukte: Die jeweilige Lebensdauer der Zerfallsprodukte und die Verweilzeit im Atemtrakt beeinflussen die Krebsentstehung.

Der Ort der Ablagerung und Anreicherung der Folgeprodukte ist entscheidend dafür, wo sich gegebenenfalls Lungenkrebs entwickelt. Bis zum tatsächlichen Ausbruch der Krankheit können jedoch Jahrzehnte vergehen." (Lungeninformationsdienst

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt  

 

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Radonbelastung aus dem Boden

Im geologischen Untergrund wird ständig das natürliche radioaktive Edelgas Radon gebildet, das teilweise in die luftgefüllten Porenräume der Gesteine und Böden freigesetzt wird. Aus dem Baugrund gelangt Radon ins Freie und auch in Gebäude. Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch die Radonbildung im Baugrund, die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und die Bauweise bestimmt (Infoblatt: Radon in Häusern).

 

Die natürliche Radonbelastung unterscheidet sich regional teils erheblich - einen Überblick bieten beispielsweise die

"Radonkarte Deutschlands"       

"Radonkarte in Österreich"

"Radonkarte Schweiz"

"Radonkarte Südtirol"

        Die Radonkarte gibt eine Orientierung über die regionale Verteilung der Radonkonzentration in der Bodenluft einen Meter unter der Erdoberfläche.

·         Die Radonkarte Deutschland wurde auf der Grundlage von Messungen an insgesamt 2.346 geologisch repräsentativen Messorten und der geologische Karte Deutschlands im Maßstab 1:1.000.000 berechnet.

·         Aus ihr kann abgeleitet werden, in welchen Regionen und in welchem Umfang mit erhöhten Radonkonzentrationen in Gebäuden zu rechnen ist.

Welche Radonkonzentrationen in einem Gebäude auftreten, wird durch

·         die Radonbildung im Baugrund,

·         die den Radontransport bestimmenden Eigenschaften der dort vorkommenden Materialien und

·         die Bauweise bestimmt

 

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Radonbelastungen aus Baustoffen

Neben der Belastung aus dem Boden kann es aber auch zu erhöhten "Konzentrationen" kommen, wenn entsprechende "Baustoffe" eingesetzt werden.

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz:

"Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden in Deutschland keine Materialien zu Bauzwecken verwendet, die infolge erhöhter Thorium Konzentrationen zu aus der Sicht des Strahlenschutzes relevanten Expositionen durch das Gas Radon-220 (Thoron) und seine Zerfallsprodukte in Räumen führen könnten. Die Möglichkeit, dass ungebrannter Lehm als Baustoff in Einzelfällen zu erhöhten Thoronwerten in der Raumluft führen kann, lässt sich jedoch nicht gänzlich ausschließen."  (Quelle) 

 

Eine Brisanz erhielt dieses Thema erneut 2012 durch "provokante" Presseberichte -

unter anderem: "Forscher waren vor Krebsgefahr in Lehmhäusern" (Spiegel Online).

in denen, ausgehend von Untersuchungen in China und neuerdings (bislang) eines (!) Fachwerkhauses in Franken vor erhöhter Thoronbelastung in Lehmhäusern gewarnt wird.

Dazu Stellungnahme eines Lehmputzherstellers

EGGBI versucht seit langem durch umfangreiche internationale Recherchen, hier eine eigene sachliche "Bewertung" des Baustoffes "Lehm" aber auch zu Natursteine, Fliesen zu finden.

Diskutiert werden nach wie vor gerade Belastungen aus Natursteinen (Granit) und Fliesen

Ein umfangreicher Schriftverkehr mit zahlreichen Fliesenfachhändlern, Herstellern und Importeuren brachte leider nur wenige Antworten;

derzeit ist es nicht möglich, beim Kauf von Fliesen dezidierte Messwerte zur "Radioaktivität" der ausgewählten Produkte (selbst Informationen zum Herkunfts- Produktionsland sind oft nur schwer erhältlich) zu bekommen. 

Handlungsbedarf für Baustoffhersteller

Angesichts der immer besser gedämmten und damit dichteren Häuser ergibt sich künftig - spätestens bei Inkrafttreten der EU Referenzwerte ab 2018 für Gebäude hier noch ein Handlungsbedarf der Hersteller zu mehr Verbraucherinformationen zum "Strahlungsverhalten" ihrer Produkte. 

Handlungsbedarf Verbraucher, Architekten

Verbraucher, aber vor allem auch Architekten sind gut beraten, künftig bei der Produktauswahl auch entsprechende Werte von den Herstellern, Händlern, konkret zu den jeweils ausgewählten Produkten einzufordern und sich nicht mehr mit Allgemeinaussagen zu ganzen Produktgruppen zufriedenzugeben. 

Weiterführende Informationen zum Thema Bauprodukte

zum Thema Lehm und Thoron: 

Lehm als Baumaterial.

Aussagen zu Radon aus Bauprodukten:

Radon Info- Baumaterialien

Dissertation Dr. Bernd Hoffmann: Radon in Baustoffen und Bauwerkabdichtungen

Stiftung Warentest

 

Statusgespräch des BMU Forschung zum Problemkreis Radon 

 

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Vermeidung und Reduzierung von Radonbelastungen in Gebäuden

Empfehlung für Bauaufträge - Ausschreibungen 

Im Rahmen der Ausschreibung/ Auftragserteilung wird empfohlen, bereits jetzt mit Hinweis auf die künftigen europäischen Richtlinien folgende Passage mit aufzunehmen:

·         "Fundament, gegebenenfalls Kellerböden und Kellerwände sind auch im Hinblick auf künftige EU Radon-Referenzwerte entsprechend der DIN 18195 (Bauwerksabdichtung) sowohl in der Planung als in der baulichen Umsetzung (vor allem auch im Bereich von Durchgängen und "Boden-Wandübergängen") so auszuführen,

·         sowie entsprechende Lüftungskonzepte so zu planen und umzusetzen, dass eine Überschreitung des ab 2018 geltenden Referenzwertes von < 300 Bq m³ ausgeschlossen werden können

·         Die Einhaltung dieser Werte mittels einer anerkannten  Radonmessung  (DIN ISO 11665-8:2013-08; VDE 0493-1-6658:2013-08

ist nachzuweisen. 

Gerne vermitteln wir weiterführende Beratung zu Planung und Umsetzung dieser Vorgaben.

 

Fachinformationen für Bauherren, Planer und Baufirmen

Wertvolle praktische Informationen für die Umsetzung möglichst "radonarmer" Gebäude bieten verschiedene Landesämter – unter anderem in Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen.

Planungshilfen für Neubauten:

1) Dichte Bodenplatte

"Wichtig ist, die allgemein anerkannten Regeln der Technik gegen eindringendes Wasser und aufsteigende Feuchte sind einzuhalten. Bauwerke mit Aufenthaltsräumen sowie sonstige Bauwerke, deren Verwendungszweck dies erfordert, müssen in all ihren Teilen dauerhaft gegen das Eindringen und Aufsteigen von Wasser und Feuchtigkeit aus dem Boden geschützt werden.

Besonderes Augenmerk ist auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu legen. Erdsonden für Wärmepumpen stellen aufgrund ihrer Tiefe einen potenziellen Radoneintrittspfad dar. Es ist immer auf eine dichte Durchführung der Leitungen durch die erdberührenden Bauteile zu achten – zum Beispiel durch ein Rohrdurchführungssystem (RDS)."

2) Luftdichte Gebäudehülle und kontrollierte Wohnraumlüftung:

"Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist ohne entsprechende Dichtheit der Gebäudehülle als umfangreiche Radonvorsorgemaßnahme bei Neubauten unzureichend. In diesem Fall ist der vorsorgliche Einbau einer Unterboden-Absaugung erforderlich. Eine ausreichende Dichtheit der Gebäudehülle ist gewährleistet, wenn die n50-Leckage-Rate kleiner als 0,6 h-1 ist (entsprechend verschiedener Energiesparhaus-Standards wie zum Beispiel Passivhaus, KlimaHaus Gold, Minergie-P). Die Belüftungsanlage ist druckneutral oder mit einem leichten Überdruck (wenige Pa) zu betreiben. Die Frischluftansaugung im Freien muss mindestens 80 cm über dem Boden platziert sein (keine Ansaugung beispielsweise aus Kellerfensterschächten)."

3) Unterboden-Absaugung (Radondrainage)

"Wenn umfangreichere Maßnahmen erforderlich sind:

Drainagerohre mit einem Durchmesser von 10 cm sind unter der durchgehenden Fundamentplatte beziehungsweise der Bodenplatte (bei Streifenfundament) zu verlegen.

Die Art der Rohrverlegung ist von der Durchlässigkeit des umgebenden Materials abhängig. Bei Einbau von Kies oder Schotter wird das Rohrsystem schlangenförmig mit einem Rohrabstand von bis zu 8 m verlegt und zu einer Abluftleitung (Vollwandrohr) zusammengeführt.

Bei Einbau des Rohrsystems direkt ins Erdreich (Rohrschutz durch Kies und/oder Vlies) ist ein geringerer Abstand von 1 bis 3 m erforderlich. Von den Außenmauern ist ein Mindestabstand von 1 bis 2 m einzuhalten. Damit im Radon-Drainagesystem ein Unterdruck aufgebaut werden kann, muss ein Zuströmen von Luft aus dem Wasser-Drainagesystem unterbunden werden (Trennung der Systeme beispielsweise durch Fundament oder Folie.) "

Quelle und weitere Informationen: "Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten"

 

Maßnahmen bei Bestandsbauten mit erhöhten Radonwerten

1) Verstärktes Lüften

"Die dauerhafte natürliche Lüftung des Kellers (offene oder gekippte Fenster) verringert die Radonkonzentration im Keller und damit auch im Wohnbereich. Es ist dabei auf eventuelle Frostgefahr und Schimmelbildung zu achten.

Im Wohnbereich erfolgt das Lüften je nach Höhe des Jahresmittelwertes durch 3- bis 10-maliges Quer- oder Stoßlüften für 5 Minuten beziehungsweise durch Lüften vor der Nutzung. Außerhalb der Heizperiode sollten die Fenster so oft als möglich geöffnet oder gekippt bleiben. Bemerkung: Schon ca. 2 Stunden nach dem Lüften kann die Radonkonzentration wieder auf dem vorherigen Niveau sein."

2) Umnutzung

"Die betroffenen Räume werden künftig zu anderen Zwecken mit geringen Aufenthaltszeiten von Personen verwendet. Auf diese Weise kann das Problem ohne Sanierung gelöst werden."

3) Radonsanierungen

"Radonsanierungsmaßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit Radonfachpersonen, Bausachverständigen und Ingenieurfirmen geplant werden."

a) Abdichtung zwischen Keller, Kriechkeller oder Hohlräumen und den bewohnten Gebäudeteilen
b) Verschließen von sichtbaren Öffnungen, Rissen etc. in den erdberührenden Gebäudeteilen
c)  Druckausgleich innen/außen

"Die radonhaltige Bodenluft wird durch einen im Gebäude entstehenden Unterdruck (Kamineffekt aufgrund von Temperaturdifferenzen zwischen Raumluft und Außenluft bzw. durch Winddruck) sowie Unterdruck aufgrund von Dunstabzugshauben und Abluftventilatoren in das Gebäude gesaugt. Eine Öffnung nach außen, knapp über dem Erdniveau, reduziert diesen Unterdruck. Ausführungsbeispiele: Außenluft-Durchlass (ALD), Luftschlitz im Fenster, Kernbohrung durch Außenwand mit Gitter."

d)  Unterdruckerzeugung im Kellergeschoß/Kriechkeller

"Mit einem kleinen Ventilator wird im Kellergeschoß oder Kriechkeller ein Unterdruck gegenüber dem Wohnbereich erzeugt und damit die Radonausbreitung vom Keller in den Wohnbereich reduziert. Damit ein Unterdruck aufgebaut wird, muss das Kellergeschoß/der Kriechkeller gegen den Wohnbereich und nach außen abgedichtet sein (geschlossene Fenster und Türen). Achtung: Die Radonkonzentration steigt in diesen Kellerräumen unter Umständen stark an. Diese Methode ist deshalb bei längeren Aufenthaltszeiten in den Kellerräumen nicht geeignet."

e) Unterboden-Absaugung

"Diese Maßnahme dient primär zur Erzeugung eines Unterdruckes unterhalb der Bodenplatte. Damit wird der konvektive Radoneintritt aus dem Boden in das Gebäude unterbunden. Die Unterboden-Absaugung kann überall dort erfolgreich eingesetzt werden, wo der Aufbau eines Unterdruckes möglich ist. Das kann zum Beispiel durch ein Schotterbett direkt unter der Bodenplatte und darunterliegenden dichten Boden erreicht werden."

 o Punktuelle Absaugung (Radonbrunnen) oder
 o Flächige Absaugung (Radondrainage)

4)  Mechanische Zuluftanlage

"Diese Methode ist für die Sanierung von einzelnen Räumen, Wohnungen und Wohngebäuden geeignet. Das Prinzip beruht neben der kontrollierten Frischluftzufuhr hauptsächlich auf der Erzeugung eines leichten Überdruckes von 1 bis 2 Pascal. Voraussetzung ist deshalb eine hohe Dichtheit der Türen, Fenster und anderer Öffnungen."

Quelle und weitere Informationen: Radon-Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Gebäuden

 

Radon- Messungen und Sanierungen 

Grundsätzlich empfehlen wir ebenso wie bei allgemeinen Schadstoffbelastungen, gerade auch bei Radonbelastungen professionelle Berater mit entsprechenden Referenzen auszuwählen - gerade für Sanierungen sollte auf Firmen mit entsprechender "Erfahrung" zurückgegriffen werden.

 

Siehe dazu das Kapitel Beratungsstellen.

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Radonbelastungen an Schulen - Kitas

Obwohl auch Schulen und Kitas vielfach mit Radon belastet sind, Schüler und Lehrer damit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ausgesetzt sind, finden entsprechende Untersuchungen nur in den wenigsten Fällen statt- entsprechend groß ist natürlich die Dunkelziffer. 

Beispiel Bayreuth

Eine jahrelange Auseinandersetzung gibt es zwischen Eltern und Lehrern unter anderem in Fichtelberg, Bayreuth:

Seit 2013 wurde in den Medien darüber berichtet - am 30.05. 2017 bringt Frontal 21 einen TV Bericht  (Text zum Beitrag Krebsgefahr durch Radon) 

Beispiel Bad Wörishofen

 

Krebserkrankungen im "Umfeld der Schule" veranlassten im Herbst 2017 die Behörden zu einer Schadstoffprüfung- erfreulicherweise auch sofort auf Radon - dabei wurde tatsächlich neben erhöhten Formaldehydwerten auch erhöhte Radonwerte (bis zu 11100 Bq/m³) gemessen.

Beispiel Oberösterreich -Reihenuntersuchungen 

Bereits 2003 bis 2006 fanden an 926 oberösterreichischen Schulen Radonmessungen statt -

Schulprojekt in Oberösterreich

das Ergebnis bestätigt die Notwendigkeit solch präventiver Untersuchungen.

Ergebnis:

an 64 Schulen wurden mehr als 400 Bq/m³ festgestellt -

an 36 Schulen mehr als 600 Bq/m³

an 23 Schulen mehr als 1000 Bq/m³!

 

In Deutschland vermissen wir in vielen Bundesländern solche Präventivuntersuchungen.

Einige wenige Ausnahmen bisher:

1.3      Beispiel Radon- Schulmanagement in Nürnberg:

An 25 Schulen und Kitas in Nürnberg wurden Radonuntersuchungen durchgeführt - erhöhte Werte fanden sich hier nur in nicht permanent genutzten Lager- und Kellerräumen. Projektbericht Juni 2016

1.4      Schuluntersuchungen in Baden- Württemberg

Noch liegen die Endergebnisse der Untersuchungen an 1600 Schulen nicht vor – allerdigs bereits ein Zwischenbericht:

Der Durchschnitt der Radonkonzentration der bereits ausgewerteten

Schulräume beträgt 92 Bq/m³.

In 79 von 1141 Räumen wurde eine Radonkonzentration über dem neu definierten Referenzwert von 300 Bq/m³ festgestellt. (Zwischenbericht)

 

Wie auch bei anderen Schadstoffbelastungen wird behördenseits auch bei erhöhten Werten fast immer eine "Gesundheitsgefährdung", meist mit Berufung auf "gesetzliche Grenzwerte" ausgeschlossen.

 

Ignoriert werden dabei Empfehlungen, die dem präventiven Schutzanspruch gerade von Kindern entsprechen:

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS)

Nationale und internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um circa 10 Prozent pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft ansteigt. Wer sich über Jahre hinweg in Räumen aufhält, in denen Konzentrationen um die 1.000 Becquerel pro Kubikmeter gemessen werden, hat ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, als wenn er sich in Räumen mit einem Jahresmittelwert um 100 Becquerel pro Kubikmeter aufhält. Es ist daher ratsam, Häuser mit einer Radonbelastung über 100 Becquerel pro Kubikmeter zu sanieren. (Quelle: Maßnahmen zum Schutz vor Radon, BfS)

Einige weitere Presseberichte zu Radonbelastungen an Schulen: 

30.01.2008 Freital: Radon-Alarm in Freitaler Mittelschule und Kita

06.03.2012 Bad Schlemaerhöhte Radonwerte in Schule

07.06.2013 Warmensteinach: Radon in Klassenzimmer

24.06.2013 Bayreuth: Eltern boykottieren Schule wegen Radonbelastung

29.06.2013 Dresden: Schimmel und bedenkliche Radonwerte in "Horror-Kita"

26.04.2014 Bischofsgrün: Radon Messungen in Schule dauern an

09.09.2015 Plauen: Schimmel und Radon in Kita- trotzdem sagt Dresden Sanierung kurzfristig ab  

18.01.2017 Lörrach: Eltern sind erbost über die Stadt Lörrach

 

29.03.2017 Taufers: erhöhte Formaldehyd und Radonwerte im Klassenzimmer

 

 

Allgemeine Informationen zu Schadstoffbelastungen an Schulen und Kitas

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Richtwerte- Grenzwerte- Referenzwerte

Wie auch bei allgemeinen Schadstoffen in Gebäuden gibt es gerade auch bei Radon sehr unterschiedliche gesundheitliche Bewertungen und damit auch unterschiedliche Grenz- und Referenzwerte. 

Richtlinie der Europäischen Union ab 2018

Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und zur Aufhebung der Richtlinien 89/618/Euratom, 90/641/Euratom, 96/29/Euratom, 97/43/Euratom und 2003/122/Euratom 

Amtsblatt der Europäischen Union, 17,1,2014

Artikel 74 (Seite 31)

Radonexposition in Innenräumen 

(1) Die Mitgliedstaaten legen nationale Referenzwerte für die Radonkonzentration in Innenräumen fest. Der Referenzwert für die Aktivitätskonzentration in der Luft im Jahresmittel darf 300 Bq m³ nicht überschreiten. 

Umsetzung 

(1)   Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts und Verwaltungs­vorschriften in Kraft, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie bis 6. Februar 2018 nachzukommen. 

Umsetzung in Deutschland

Am 3. Juli 2017 wurde das deutsche Strahlenschutzgesetz verkündet. Damit gibt es in Deutschland erstmals rechtliche Regelungen zum Radonschutz in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen. Das Gesetz tritt zusammen mit den ergänzenden Rechtsverordnungen im Dezember 2018 in Kraft.

Bundesgesetzblatt Strahlenschutzgesetz

Abschnitt 2 - § 124 "Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter. Spätestens zehn Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes legt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einen Bericht über die Entwicklung der Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung gegenüber Radonexpositionen, über deren Wirksamkeit und Kosten auf Bundes- und Länderebene vor.

Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates festzulegen, wie die Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen zu erfolgen hat."  

Entscheidend der § 124:

"Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter."

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung ignoriert

Empfehlung des Bundesinstituts für Strahlenforschung (BfS):

Zitat: "Oberhalb von 100 Becquerel pro Kubikmeter sollten immer Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration in Betracht gezogen werden." (Quelle: Radon in Gebäuden; BfS)

Zitat BfS:

"Die neue europäische Grundnormenrichtlinie für den Strahlenschutz, die bis Februar 2018 im deutschen Recht umgesetzt sein muss, sieht für Radon in Wohnhäusern und an Arbeitsplätzen einen Referenzwert von maximal 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft vor. Aus fachlichen Gesichtspunkten sprechen sich das BfS und die WHO für einen Wert von 100 Becquerel aus. Schon ab einer Konzentration von 100 Becquerel ist statistisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko nachweisbar. Die Diskussion um die Höhe eines deutschen Referenzwertes ist noch nicht abgeschlossen." (Quelle)

Diskussion Referenzwert 100 oder 3000 Becquerel?

"Für den Arbeitsschutz sollen 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft als Jahresmittelwert akzeptiert werden. Den gleichen Wert sieht der Referentenentwurf neuerdings auch für die Bevölkerung vor, während im vorherigen Gesetz-Entwurf nur 100 Bq/m³ gelten sollten. Mit nun 300 Bq/m³ hätte die Bevölkerung ein ungleich höheres Lungenkrebsrisiko als Arbeitnehmer zu tragen, weil sich die normale Bevölkerung, bezogen auf die Lebensdauer, drei bis fünfmal länger in Innenräumen aufhält als ein Arbeitnehmer bei der Arbeit. 

Wegen des hohen Lungenkrebsrisikos durch Radon sprechen sich für 100 Bq/m³ als Referenzwert wichtige Fachorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO und deutsche Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, AIR (Ausschuss für Innenraumrichtwerte) aus sowie das Bundesamt für Strahlenschutz aus.

Die süddeutschen Bundesländer, wo Radonproblem in Gebäuden bekannter ist, wollen eher 300 Bq/m³.

Einige fürchten, 100 Bq/m³ sei bei Sanierungen schwer erreichbar, zu aufwändig und zu teuer. Neue Sanierungserfolge jedoch zeigen, dass 100 Bq/m³ machbar und bezahlbar sind. Beim Neubau sind 100 Bq/m mit entsprechenden Verfahren und Materialien kein Problem mehr". (B_I Medien)

Weitere Richtwerte und Empfehlungen – national und international

Quelle:  Bayerisches Landesamt für Umwelt 

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Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte

Planer, Architekt, Bauträger- Hasftungsrisiko: 

Zahlreiche Gesetze sichern dem Verbraucher ein Gebäude ohne gesundheitlichen Risiken zu, (Rechtliche Grundlagen für Wohngesundheit), vor allem hier die

 Landesbauordnung

Entscheidend sind bei den Landesbauordnungen bzw. auch in der Musterbauordnung bezüglich "Gesundheit" für den Verbraucher  vor allem die Forderungen:

§ 13 Schutz gegen schädliche Einflüsse (entspricht Punkt 11 bayerische LBO)

„Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere 

  • chemische, physikalische oder biologische Einflüsse
  • Gefahren oder
  • unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.      Allgemeine Anforderungen

Ergänzend dazu verweisen wir aber auch auf die entsprechende

1.1.1.2      Architektenhaftung:

In jedem Stadium seiner Leistungserbringung kann der Architekt damit beauftragt werden, sein Augenmerk besonders auf baubiologische und gesundheitliche Themen zu richten.

Bei der Grundlagenermittlung hat der Architekt die Interessenlage des Bauherrn zu erforschen. Er muss deshalb auch ohne besonderen Auftrag herausfinden:

• ob besondere energiesparende Maßnahmen gewünscht sind,

• ob der Bauherr bestimmte allergene Stoffe meiden möchte,

• ob er an einer guten Innenraumluftqualität besonderes Interesse hat und

• ob es wegen der besonderen Art der Nutzung bestimmter Lüftungsanlagen – über die anerkannten Regeln der Technik hinaus – und ähnlichem bedarf.

Was der Auftraggeber nicht bereits selbst vorgibt, muss der Architekt erfragen.

Er ist Sachwalter der Bauherreninteressen.

Quelle: Deutsches Architektenblatt, September 2015

 

Investor, Bauherr: 

Bei Sanierungen (vor allem auch energetischen) sollte ebenso wie bei Neubauten bereits jetzt auch im Hinblick auf die Vorgaben der künftigen Radon- Referenzwerte geachtet werden.

Wir empfehlen daher Bauherren bei Auftragserteilung bereits entsprechende Anforderungen bezüglich der künftig tolerierten Radonwerte zu definieren, vor allem um damit den Planer/ die ausführende Firma zu besonderer Sorgfalt im Hinblick auf eine "gasdichte" Fundamentplatte und einen ausreichenden Luftwechsel zu "sensibilisieren".

Ebenso wie jetzt bereits energetische Gebäudekennzahlen wird künftig die Angabe des Radongehaltes ein nicht zu unterschätzendes Bewertungskriterium für Immobilien darstellen.

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Radon- Beratungsstellen: Messung und Sanierung

Zahlreiche Institutionen befassen sich seit Jahren mit der Minimierung des gesundheitlichen Risikos dieser Strahlung durch Forschung und "Empfehlungen" (u.a. fachgerechte "Abdichtung" im Fundament, vor allem aber ausreichende Lüftungskonzepte.)

Umweltbundesamt (Seite 12)

Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF)

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Bundesamt für Strahlenschutz

IBO Innenraumanalytik

Österreichisches Ökologieinstitut

Radon Info

Umweltinstitut München e.V. 

Radonmessungen

In einigen Bundesländern gibt es bereits Weiterbildungskurse/ Seminare "geschulte/ geprüfte" Fachberater und Prüfer für Radonbelastungen

Hinweis:

Zunehmend werden Radonmessungen von entsprechenden "Fachpersonen" angeboten, von denen manche allerdings versuchen, vor allem "eigene Produkte" zu vermarkten.

Wir empfehlen grundsätzlich nur Prüfer, Berater auszuwählen, die ausschließlich ihre fachliche "Dienstleistung" - nicht vorrangig aber auch Produkte zum Verkauf anbieten! 

1)    Deutschland

geprüfte Radon Fachpersonen (abgefragt 2015 - Ergänzungen- Korrekturen sind erbeten!):

Bayern: seit längerem befasst sich das Bayerische Landesamt für Umwelt sehr intensiv mit dem Thema.

Radonfachpersonen in Bayern

Sachsen:

Radonfachpersonen in Sachsen 

Weitere Infos bei  Umwelt Sachsen, bzw. bei der Ausbildungsstelle Bauakademie Sachsen 

Hessen: 

sieht derzeit "keinen Bedarf entsprechende Listen" anzubieten und verweist auf eine spezielle Kontaktadresse das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie/ Stichwort Radon. (siehe auch "Radon in Hessen")

Beispiel:

RADEA e.V. kann auf jahrelange Erfahrungen und zahlreiche Referenzen erfolgreicher Radonsanierungen verweisen, und bietet daneben unter anderem in der "Mediathek" wertvolle Informationen zum Thema Radon.

 

Wir freuen uns auf weitere (?)Landes-Verzeichnisse geprüfter Radon-Fachpersonen und empfehlen, bei der Beraterauswahl zu prüfen, ob wirklich "neutrale (!)   Beratungen" und Messungen angeboten werden, oder ob die Betreffenden als Repräsentanten von Hersteller-Firmen vor allem Interesse am Vertrieb ihrer Produkte haben. 

2)   Österreich:

Oberösterreich

bundesweit zuständige Institution

Ages

siehe dazu auch Radon in Oberösterreich 

Niederösterreich:

verweist auf die Fachstelle Ages in Oberösterreich und empfiehlt für Radonmessungen das

Institut für Innenraumanalytik (DI Bernhard Damberger) in Wien

Salzburg:

Informationen:

Dipl. Ing. Pankraz Schönleitner

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 6/31 – Maschinenbau und Elektrizitätswesen

Michael-Pacher-Straße 36

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 4431    Fax 0662 8042 4195

e-mail: pankraz.schoenleitner@salzburg.gv.at

 

Dr. Gerd Oberfeld

Amt der Salzburger Landesregierung Referat 9/11 – Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin

Sebastian-Stief-Gasse 2

5020 Salzburg

Tel. 0662 8042 2969    Fax 0662 8042 3056

e-mail: gerd.oberfeld@salzburg.gv.at  

 

Messungen:

Fachbereich Materialforschung und Physik, Abt. Physik und Biophysik, 

Universität Salzburg

Hellbrunnerstraße 34

A 5020 Salzburg

Tel. 0662 8044 5700   Fax 0662 8044 150

e-mail: herbert.lettner@sbg.ac.at

 

3)       Schweiz: 

 

Institut für Bauhygiene Schweiz (hier finden sich auch zahlreiche weiterführende Links zu Radon)

Radonfachpersonen in der Schweiz

Radonfachpersonen im Ausland

weitere Infos: Bundesamt für Gesundheit

 

Weitere Informationen – Links

Radon 

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft -SMUL:

Tagungsband der 12.Tagung Radonsicheres Bauen 6.09.2016

 

Radoninformationen Schweiz: was ist Radon

Eine informative Zusammenstellung von Informationen bietet seit Neuerem unter anderem auch das Schweizer Institut für Bauhygiene: ".LINK"

Infoblatt: Radon in Häusern

Video zu Radon in Häusern

Messung und Bewertung von Radon 

Wohngesundheit allgemein

EGGBI Schriftenreihe

Schulen und Kitas

Gütezeichen für Baustoffe aus "gesundheitlicher" Sicht

Gesundheitsrisiken in Gebäuden

Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

Rechtliche Grundlagen für "Wohngesundheit" und Definition

 

 

zurück zu Radonbelastungen in Gebäuden  

 

 

11.11.2017

Arte, 11.November 2017

21:55 Uhr

Rückgang des IQs, Zunahme von Autismus: Wissenschaftliche Tests decken eine erschreckende Wahrheit auf, die noch vor 20 Jahren niemand für möglich gehalten hätte: Die menschliche Intelligenz lässt nach. Erleben wir eine umgekehrte Evolution? Manche Forscher geben Umweltschadstoffen die Schuld ... Zum Film

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Allgemeine Termine

Ökologischer Ärztebund

Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

___________________________

AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

Veranstaltungen

___________________________

Sentinel-Haus Institut    

Termine zum Thema "Wohngesundheit"

__________________________

Umweltbundesamt          

Veranstaltungen-Termine

___________________________

IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

Veranstaltungen und Kongresse

___________________________

Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

Baubiologie-Termine

___________________________ 

IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

Seminare Termine

___________________________

MCS + CFS - Intiative NRW e.V.

Veranstaltungen

___________________________

 

 Veranstaltungen

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MCS + CFS Initiative NRW e.V.

 

 

 

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17.10.2017

Neues zu "Glyphosat"...Sendung nicht versäumen!

Link zur Sendungsankündigung

Sendetermin:

Arte, 17.10.2017; 20:15

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02.09.2017

Gift im Container

ZDF Beitrag

In deutschen Häfen werden jährlich rund 15 Mio. Container umgeschlagen. Etwa ein Fünftel davon ist mit gesundheits- und umweltschädlichen Gasen belastet.(Video- youtube)

Ein (!) Beispiel: "Die Toxikologin Prof. Lygia Budnik vom Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in Hamburg hat das Ausgasen verschiedener Produkte untersucht. Die meisten Schuhcontainer überschritten die Grenzwerte verschiedener giftiger Chemikalien um ein Vielfaches. "

Wiederholung:  Phoenix: Di, 05.09. 18:00 Uhr

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12.07.2017

exakt - Die Story | MDR FERNSEHEN | 12.07.2017 | 20:45 Uhr

"Es ist mein Recht"
exakt – Die Story zeigt Menschen, die in Deutschland noch immer an ihre Grenzen stoßen - weil sie behindert sind. Und das, obwohl es seit fast zehn Jahren klare Richtlinien gibt: die UN-Behindertenrechtskonvention.

zur Ankündigung     und Link zum Bericht

spannendes Thema- auch für Umwelterkrankte: weitere Informationen zu Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

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02.05.2017

Vorträge zum "barrierefreien Bauen" im Aventinum Abensberg

19 Uhr

Christine Harnest, Innenarchitektin

„Barrierefreies" Bauen im privaten und öffentlichen Raum

Josef Spritzendorfer, Baustoffexperte

„Barrierefreies Bauen" für Allergiker und Umwelterkrankte

Schadstoffe in Baustoffen und Gebäuden

Pressebericht

Gesamtprogramm zur Veranstaltungsreihe und zur Ausstellung "Barrierefreie Gemeinde" 

 

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22.03.2017

Eltern informieren zum Schadstoff-Fall Rebstock

Nachdem seitens der Behörden bis heute keinerlei Schadstoffprüfergebnisse publiziert werden, Anfragen auch der Presse nicht beantwortet  werden:  allerdings musste der Tagungsort geändert werden, da die Räume seit heute nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weiter Infos

 

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02.03.2017

WDR  22 Uhr 40

Menschen hautnah: Der Mann, der im Wald lebt
Aus dem Leben eines Elektrosensiblen
Ein Film von Marcus Lenz und Patrick Waldmann

Programmvorschau

Wiederholungen:

Samstag, 4.03.2017 19 Uhr       ONE 1

Montag, 06.03.2017 10 Uhr 15  ONE 1

Mehr Infos zu Elektrosensitivität 

Besuchen Sie uns auch auf Facebook

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Gift im Klassenzimmer - ZDF Bericht

Bereits online

Deutsche Erstausstrahlung: (Youtube)

So 20.11.2016 ZDF 16:30 bis 17:00

Wiederholung:

Mo 21.11.2016     04.05. - 04:35

Unterricht an Deutschlands Schulen ist gefährlich: Asbest, PCB und Formaldehyd verpesten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden. Täglich setzen sich Kinder und Lehrer Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Die Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Krankheiten treten erst Jahre später auf. 

Auch EGGBI ist seit Jahren mit diesem Problem befasst (siehe auch Presseberichte zu Schadstoffbelastungen in Schulen) und berichtet über eigene Erfahrungen mit Eltern und Behörden.  Mehr Infos

 

 

27./28.1.2017

Unternehmerschulung 2017 in Weiden

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

Programm und Anmeldung

Referenten 

 

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23.09 -25.09.2016

Präsenzveranstaltung im Rahmen des

Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

aktuell mit den Themenschwerpunkten

1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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Montag 15.02.2016

WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

 

Giftiger Holzschutz

 

Keine Hilfe für Betroffene

Weitere Sendungen

ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

Infos ZDF       Video

dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

 

 

30.11.2015

Deutsches Institut für Menschenrechte

Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

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16.11.2015

NDR Sendung "45 Minuten"

Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr   Youtube

 

Siehe dazu auch Aktuelles und

"Raumschadstoff Styrol"

 

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17.11.2015

»Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
Online-Seminar

 

Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

Veranstaltungsort  Online-Seminar

Datum   17.11.2015

15 - 16 Uhr

Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

Anmeldeformular

 

zum Seitenanfang ♦

 

 

07.08.2015

3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

Giftmüll für den Wohnungsbau

ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

zur Sendung

zum Video

Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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23. bis 24. September 2015

„Licht und die Innere Uhr in Weimar

Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

Programm und Anmeldung

9./10.Juli 2015

Baukultur Werkstätten 2015

Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

Programm

24.04.2015

Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

Programm und Anmeldung

 

 

10.04.2015

Handy- strahlendes Risiko

Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

(Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

Mehr zum Thema

11.3.2015

5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Augsburg

Mittwoch, 11.03.2014

Programm

11.10.2014

Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

 

30.09.2014

Radon in Gebäuden

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Programm

 

 

3./4.November 2014

2. VDB-Baubiotagung

"Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

Seminarprogramm

vorgeschalteter Workshop

 

21.09.2014

Präsenzveranstaltung in Neuss

 

Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
ARCHITEKTUR UND UMWELT

SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

Inhalte

 

 

04.08.2014 ARD 21:40

Der große Deal

Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

"Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

 

 

7.und 8.5.2014

2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

Bauhaus-Universität Weimar

Programm

Pressebericht

EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

 

 

5./6.4.2014

Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

Veranstaltungshinweise

 

 

02.04.2014

Eurofins Webinar

Marketing emissionsarmer Produkte

  • Gesetzliche Anforderungen
  • Gütezeichen, Ökolabel
  • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
  • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

Mehr Informationen

 

 

01.04.2014

Eurofins Webinar

LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

    • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
    • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
    • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
    • Nachweis der LEED-Konformität  

  • Mehr Informationen

     

     

    31.03. 2014

    Eurofins Webinar

    Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

    • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
    • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
    • BREEAM, LEED
    • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
    • Finnisches M1-Gütezeichen

    Mehr Informationen

     

     

    26.03.2014

    3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Programm

     

     

    20./21.3.2014

    Tag der Holzforschung Braunschweig

    Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

    – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

    Stadthalle Braunschweig

    Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

    Pressebericht 

    18.03.2014

    WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

    Presselink

     

     

    26.02.2014

    Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

    Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

    Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

    Programm

     

     

     

    18.02.2014

    Bautec 2014 Berlin

    BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

    Themen:

    • Holz im Bauwesen
    • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
    • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

    Programm

    EGGBI Referat

    weitere Veranstaltungen der FNR

     

     

    13.12.2013

    Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

    Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

    Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

    Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

    Beginn: 9 Uhr 45

     

     

    30.10.2013

    BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

    Krankenhaus Waldfriede
    Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

    Programm

    22.10.2013

    Energieeffizientes Bauen und Sanieren

    Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

    Deutsch baltische Handelskammer

    Einladung

    18.9.2013

    Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

    8seasons München

    Einladung

     

     

    17.09.2013

    2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

    Tagungsort Bauzentrum München

    Willy-Brandt-Allee

    81829 München

    Beginn: 14 Uhr

    Weitere Infos und Anmeldeformular

     

     

    18.6.2013

    DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

    DGNB Impuls –

    Aufbruch der Ideen

    18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

    ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

    Infos

     

    Termin EXAKT Menschenrechte

    Termin Menschenrechte