Weichmacher in Bauprodukten

 

Aktuelle Einstufungen

21.02.2017

Weichmacher von EU erstmals als hormonell wirksamer Stoff eingestuft

Vier toxische Phthalate wurden nunmehr von den EU Mitgliedsstaaten als endokrine Disruptoren  (EDC) für den Menschen eingestuft.

Es handelt sich dabei um die vier chemischen Stoffe DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat), DBP (Dibutylphthalat), DiBP (Diisobutylphthalat) und BBP (Benzylbutylphthalat), die somit unter REACH als EDCs klassifiziert werden. 

Phthalate sind Weichmacher, die dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) beigemischt werden, um diesen elastischer zu machen. Weichmacher sind seit 2015 in der EU zulassungspflichtig und dürfen nicht in Kinderspielzeug und Elektronikprodukten verwendet werden. Sie kommen nach wie vor in einer Vielzahl von Produkten vor, etwa in Bodenbelägen, Duschvorhängen, Elektrokabeln und Tapeten. (Quelle DNR)

Die europäische Umwelt-NGO Health and Environment Alliance bewertete die Entscheidung als historischen Schritt. 

 

19.07.2016

Bisphenol AA - Reproduktionstoxisch

Einstufung als reproduktionstoxisch Kategorie 1B (Stand: 19.07.2016)

Der REACH-Regelungsausschuss (EU-Kommission und Mitgliedstaaten) beschloss am 04.02. 2016, Bisphenol A als giftig für die Fortpflanzung (reproduktionstoxisch Kategorie 1B) einzustufen. Derart eingestufte Chemikalien dürfen EU-weit als Stoff oder Gemisch nicht an Verbraucher abgegeben werden. Die Verwendung von Bisphenol A in Erzeugnissen wie z.B. Kassenzetteln oder PVC-Artikeln bleibt davon allerdings unberührt. Mit der Veröffentlichung der Einstufung im EU-Amtsblatt am 19.07.2016 tritt die Einstufung zum 01.03.2018 in Kraft. Damit sind die Voraussetzungen für eine Identifizierung als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) nach Artikel 57 (c) der REACH-Verordnung erfüllt. [Siehe auch Beitrag zu besonders besorgniserregenden Stoffen: http://www.reach-info.de/svhc.htm]

Es bleibt zu hoffen, dass spätestens nunmehr Weichmacher auch bei diversen Gütezeichen für Bauprodukte aber auch Gebäude wesentlich mehr als in den meisten Fällen bisher berücksichtigt werden und als wesentliches "Ausschlusskriterium" auch darauf geprüft werden muss.

Bisher geben sich die meisten Gütezeichen bezüglich Weichmacher (ähnlich wie bei Flammschutzmitteln) mit sogenannten "Herstellererklärungen" zufrieden.

Gütezeichen für Baustoffe aus "gesundheitlicher" Sicht

Anforderungen an "wohngesunde Gebäude"

 

Auswirkungen auf Kinder bereits bei Belastungen während der Schwangerschaft

2017 wurden erneut Forschungsergebnisse veröffentlicht, wonach Phthalate bereits während der Schwangerschft spätere Krankehiten (Allergien, Neurodermitis) beim Kind verursachen können. Studienergebnisse

 

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Grenzwerte

Weichmacher und Flammschutzmittel in Schulen, Kitas: 

Nur in den seltensten Fällen wird bei Gesundheitsproblemen von Kindern und Lehrern an Schulen überhaupt auf diese Schadstoffe untersucht -meist wird nur auf VOCs und Formaldehyd geprüft.

Dennoch gibt es immer wieder Schadensfälle gerade mit diesen langfristig hormonell wirksamen Schadstoffen:

13.01.2017 Flammschutzmittel und Weichmacher - Unruhe im Badorfer Kollegium 

14.10.2014 Weichmacher in der Schule - Angst in Hainburg

 

Einstufungen

"Ab Februar 2015 dürfen die Weichmacher DEHP, DBP, DIBP und BBP nur noch mit einer besonderen Genehmigung nach der EU-Chemikalienverordnung REACH eingesetzt werden. In Importprodukten kann DEHP aber weiterhin enthalten sein."

Seit 2017 sind diese Stoffe von der EU als EDC (endokrine Disruptoren = hormonell wirksam" eingestuft.

Grenzwerte für Bedarfsgegenstände, Baustoffe

Grenzwerte im eigentlichen Sinne, die den Weichmachergehalt in Tapeten, Bodenbelägen usw. regeln, liegen nicht vor – Baustoffe werden in den meisten Fällen auch bei sogenannten "Gütezeichen" fast nie auf Weichmacher untersucht.  

Gesundheitsbezogene Werte (DEHP)

Mehrere Gremien und Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene haben sich mit der Ableitung von Werten für die tolerierbare tägliche DEHP-Aufnahme (TDI) befasst. Der TDI-Wert liegt je nach Institution, betrachteter Altersgruppe und Geschlecht zwischen 20 und 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag (siehe "Zusätzliche Informationen"). Quelle: ALLUM

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Weitere Informationen:

Grenzwerte für Massenchemikalie Bisphenol A (Umweltbundesamt,02.03.2015)

Vorsicht vor Weichmachern (Verbraucherschutz- Bundesregierung 10.02.2016)

Weichmacher, Grenzwerte, Verbote (weichmacher.de)

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Richtlinienentwurf zur Beschränkung von Phthalaten unter RoHS

Restriction of Hazardous Substances

Die Europäische Kommission (EK) hat einen Richtlinienentwurf zur Beschränkung von vier Phthalaten (DEHP, BBP, DBP und DIBP) unter der RoHS-Richtlinie (2011/65/EU) veröffentlicht Der Grenzwert soll 0,1 % für jede Verbindung betragen und die Richtlinie soll am 22. Juli 2019 (22. Juli 2021 für medizinische Geräte sowie Überwachungs- und Kontrollinstrumente) in Kraft treten.

Vor allem im Bauwesen wurde PCB oftmals als Weichmacher eingesetzt.

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Auffälligkeitswerte im Hausstaub in mg/kg (AGÖF):

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Weichmacher in Schulen, Kitas

Nicht nur "Plastikspielwaren" in Kitas (siehe auch hormonelle Auswirkungen) stellen Belastungsquellen dar- auch in Schulen finden sich  (sofern überhaupt danach geprüft wird!) immer wieder Weichmacher in besorgniserregender Konzentration.

Leider finden standardmäßige Schadstoff- Untersuchungen in Schulen bei Neubau/ Sanierungen ohnedies nur in wenigen Städten statt  (nach unserem Informationsstand: München, Nürnberg, Köln), Untersuchungen auf die hormonell wirksamen Weichmacher und Flammschutzmittel finden dabei aber nach unserem Wissensstand derzeit  (Juli 2016) auch dort nicht statt.

Bodenbeläge, Rollos, Vorhänge,  selbst in Putzen, Wandfarben aber auch Reinigungs- und Pflegemitteln können sich diese Produkte finden, werden mangels verpflichtender Untersuchungen oft nicht erkannt und stellen ein hohes gesundheitliches Langzeitrisiko für die betroffenen Kinder, aber auch Lehrer dar.

Gesundheitsgefährdung durch PVC Weichmacher in Schulen (GEW Hessen; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)

 

Beispiele:

  • Hainburg, Kreis Offenbach;

Die Geschichte hinter dem Bibber-Unterricht: Im Frühjahr 2014 wurde vom Kreis Offenbach eine Raumluft- und Materialuntersuchung mit dem Schwerpunkt Hausstaub für die Schule in Auftrag gegeben. Ergebnis: Erhöhte Messwerte für zwei Weichmacher, DEHP und TBEP.  (Pressebericht)

  • Brühl- Badorf - Weichmacher und Flammschutzmittel;  hier wurden die Verursacher der Schadstoffbelastungen  identifiziert: 

    • Wandfarben  (Weichmacher)

    • Bodenbeläge (Flammschutzmittel, Schwermetalle und Weichmacher!)
    • Fußleisten     (Flammschutzmittel, Weichmacher) 
    • Stuhllackierungen Klarlack; Stühle neu (Weichmacher) 
    • Fensterlack (Weichmacher)
    • möglicherweise Reinigungs- und Pflegemittel (erhöhte Werte 1-Propanol. 2-Propanol, Limonen) 

 

Schulen der Landeshauptstadt Wiesbaden - "Innenraumluft" (umwelt-medizin-gesellschaft)

Lösemittel und Weichmacher - "Leichter als gedacht zum schadstoffarmen Klassenraum" (Pressebericht)

 

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Hormonelle Auswirkungen und andere Krankheiten durch Weichmacher und PVC Produkte

Weichmacher stellen eines der größten gesundheitlichen Langzeitrisiko in Bauprodukten, Verpackungsmaterialien (unter anderem aus PVC)  und vielen Gebrauchsgegenständen, vor allem auch Spielwaren dar.

Kitas stark mit Weichmachern belastet (Weichmacher in allen 200 vom BUND geprüften hausstaub-Proben aus Kitas!)

"Analysen des BUND haben ergeben, dass viele Kitas hoch mit gesundheitsschädlichen Phthalaten belastet sind, das sind PVC-Weichmacher. Bundesweit wurden über 200 Hausstaubproben aus Kitas analysiert. Das Ergebnis war erschreckend: Im Durchschnitt waren die untersuchten Kitas dreifach höher als normale Haushalte mit diesen Stoffen belastet"

"Ergebnisse KITA Untersuchungen" 

Phthalate- Auswirkungen auf DNA  (deutsches Ärzteblatt/2016)

 

Unfruchtbar durch Weichmacher

Gesundheitsgefährdung durch Weichmacher

 

 

Sie finden sich in zahlreichen Bauprodukten (Lacke, Putze, Farben, Kunststoffprodukten) und werden leider noch bei vielen Schadstoffprüfungen - auch bei manchen "Gütezeichen" weitestgehend  "ignoriert"  (zumindest nicht ausreichend untersucht) obwohl deren Gesundheitsrelevanz umfassend nachgewiesen ist.

 

EGGBI fordert daher - analog zu den Prüfkriterien  beispielsweise von "natureplus",  (Beispiel: Seite 3 Kriterien Wandfarben) "eco Institut Label"  ( Beispiel Seite 4 Kriterien Bauprodukte) seit langem bei Produktprüfungen neben den allgemeinen VOC Prüfungen auch entsprechende  Inhaltsstoffanalysen auf Weichmacher  (Position 4- EGGBI Datenblatt) 

 

"Kinder, insbesondere Kleinkinder, können mit DEHP stärker belastet sein als Jugendliche und Erwachsene. Sie nehmen Weichmacher nicht nur über die Nahrung, sondern auch vermehrt über den Hausstaub auf sowie über viele Dinge, die sie in den Mund stecken. Untersuchungen im Rahmen des Kinder-Umwelt-Surveys des UBA zeigten, dass sich im Zeitraum 2003 bis 2006 in nahezu allen Urinproben Abbauprodukte von Phthalaten nachweisen ließen. Bei 1,5 % der Kinder war die Konzentration so hoch, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht mehr mit ausreichender Sicherheit auszuschließen war." Umweltbundesamt

 

Besonders bedenklich sind auch die Ergebnisse  von Untersuchungen  im Auftrag von Computer Bild zu Schadstoffen aus  118 verschiedenen  Elektrogeräten.

(siehe auch Schadstoffe in Elektrogeräten, Computern)  und News 7.3.2016

Auch hier wurden teilweise erschreckende Konzentrationen von Schadstoffen, unter anderem Weichmacher festgestellt. (Hinweis)

 

"Die Belastung und gegebenenfalls Beanspruchung der Menschen durch Phthalate ist deshalb von großer arbeits- und umweltmedizinischer Bedeutung. Dabei stehen heute vor allem die endokrinen (hormonähnlichen) und reproduktions- bzw. entwicklungstoxischen Wirkungen dieser Substanzen im Mittelpunkt der Diskussion. In Tierversuchen führte die Gabe von Phthalaten u.a. zu einem geringeren Gewicht des Fötus, verlangsamter Knochenbildung und bei hohen Konzentrationen zu Missbildungen u.a. von Fortpflanzungsorganen, Nieren und Augen. Außerdem wurde nach Exposition eine erhöhte Unfruchtbarkeit und eine Reduktion der Anzahl und des Gewichts der Nachkommen festgestellt, wobei in Mehr-Generationenstudien in der ersten Generation nur die Größe des Wurfes abnahm, in den Folgegenerationen auch das Gewicht der Nachkommen. Außerdem nahm die Spermienanzahl ab." Arbeitsmedizin

 

 

 

Weitere Infos zu Phthalaten

Phthalate (BUND)

Umweltbundesamt

Baunetzwissen

Bundesinstitut für Risikobewertung

Phthalate in Humanproben

Phthalatbelastung der Bevölkerung (BfR 2012)

Weichmacher können ADHS fördern

 

 

Hormonell wirksame Chemikalien  verursachen Kosten von Hunderten MIllionen:

 

Bis zu 1,2 Milliarden Euro bezahlen EU-Mitgliedstaaten jährlich für die gesundheitlichen Folgen von hormonell wirksamen Chemikalien, errechnet eine neue Studie.

Studie zu den von EDC verursachten Kosten (engl.)

 

 

 

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Weichmacher, PVC und Krebsrisiko

Die gesundheitlichen Risiken von PVC und den enthaltenen Weichmachern beschränken sich nicht nur auf "hormonelle" Langzeitwirkungen –

Vor allem der im PVC enthaltene Stoff Vinylchlorid steht seit langem im Verdacht, krebsauslösend zu sein.

Dieses Risiko gilt nicht nur für die PVC Herstellung, sondern auch für die Verarbeitung, vor allem wenn es dabei zu thermischen Belastungen mit Freisetzung zahlreicher Risikostoffe kommt. Siehe unterschätzte Gefahren bei der Kunststoffverarbeitung.

Kennzeichnung als Berufskrankheit:

BK-Nr.1302  

Krebs der Leber und Nieren bzw. Blase durch Halogenkohlenwasserstoffe (z.B. PVC-Herstellung) Quelle

siehe auch Seite 6 Erkrankungen durch Halogenkohlenwasserstoffe (Vinylchlorid)

Bereits 1974 erhärtete sich der Verdacht, dass die Arbeiter in Kunststofffabriken erhöhtem "Krebsrisiko" ausgesetzt sind.  

Dazu eine Pressemeldung:

Der Verdacht, dass Arbeiter der Kunststoffindustrie, die den Dämpfen der zu vielen Konsumgütern verarbeiteten Chemikalie Vinylchlorid ausgesetzt sind, an Krebs erkranken können, scheint sich jetzt in den Vereinigten Staaten zu bestätigen.  Zeit-online 15.3.1974 (!) 

Risikofaktor Vinylchlorid und Krebs: 

 

"Die Grenzwerte für die maximale Vinylchlorid-Konzentration am Arbeitsplatz wurden laufend herabgesetzt: 1966 betrug der MAK-Wert 500 ppm, 1971 100 ppm und 1974 50 ppm. Wegen der inzwischen erwiesenen Karzinogenität kann heute kein MAK-Grenzwert festgelegt werden, denn theoretisch kann schon ein Molekül Vinylchlorid Krebs erzeugen.

 

Die stattdessen festgelegte Technische Richtkonzentration (TRK) beträgt 2 bis 3 ppm. In der Gefahrstoffverordnung ist für Vinylchlorid ein Alarmschwellenwert von 15 ppm als Stundenmittel zum Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern festgelegt. Der Geruchsschwellenwert liegt bei ca. 4.000 ppm, d. h. bereits lange bevor die Gefahr gerochen werden kann, treten Schäden auf.

 

Es ist darauf hinzuweisen, dass PVC zur Herstellung von Verpackungsmaterialien hergestellt wird. PVC enthält immer noch Spuren von VC. Der Grenzwert für PVC-Folien für Lebensmittel beträgt 0,05 ppm." (Quelle) 

Siehe auch Toxcenter- Vinylchlorid

 Berufsverband deutscher Internisten:

"Organische Lösungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Insektizide etc. schaden der Leber und vergrößern das Leberkrebsrisiko für Menschen, die häufig mit diesen Substanzen in Kontakt kommen. Auch Vergiftungen mit Arsen oder dem Ausgangsstoff von PVC, dem Vinylchlorid, erhöhen die Gefahr für Leberkrebs". (Quelle BDI)

Chemielexikon

"Am Beispiel des PVC wurde erstmals die Problematik bei der Herstellung und beim Umgang mit einem Kunststoff deutlich. Arbeiter in der PVC-Produktion erkrankten an der Lunge oder an den Gelenken. Die sogenannte „VC-Krankheit“ wurde von den Berufsgenossenschaften als Berufskrankheit anerkannt. Vinylchlorid kann beim Menschen Krebs erzeugen und wirkt erbgutverändernd. Auch die Ausgangsstoffe zur Herstellung von PVC sind keineswegs unbedenklich. "(Quelle)

Polyvinylchlorid-Krankheit

"In den Spätstadien sind Ösophagusvarizen, maligne Lebertumoren (v.a. Hämangioendotheliome) sowie Malignome des Verdauungstraktes und der Lungen möglich. Weiterhin vorhanden sind Thrombozytopenie mit Retikulozytose und Leukopenie, zentralnervöse Störungen u.a. mit Fazialisparese, Paresen der oberen Extremitäten mit Muskelatrophie, Parästhesien, Abschwächung der Arm- und Beineigenreflexe, Hyperhidrosis, neurasthenisches oder organisches Psychosyndrom mit überwiegend depressiver Verstimmung und Antriebsstörung sowie ggf. Potenzstörungen.

Komplikation: Hepatozelluläre Karzinome. " (Quelle: Enzyklopaedie- Dermataologie)

 

Risikofaktor Petrochemie, PVC, Ethylen für die Entstehung von Nierenkrebs 

Risikofaktor: Berufliche Exposition
"Bestimmte Berufsgruppen scheinen ebenfalls einem erhöhten Nierenkrebsrisiko ausgesetzt zu sein. Hierzu gehören Arbeiter, die vermehrt mit Asbest, Cadmium, Lösungsmitteln zur chemischen Reinigung sowie mit Treibstoffen und anderen Petroleumprodukten in Kontakt kommen. Es handelt sich dabei um Substanzen, die vor allem in der Metallverarbeitung und in der Kohlegas- und Koksherstellung anfallen." Quelle

 

"Als potenziell nierenschädigend, krebsauslösend und somit auch als Auslöser für Nierenkrebs kann auch der Kontakt mit Asbest, Kadmium, Teer, Holzschutzmitteln und anderen petrochemischen Substanzen gelten. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Nierenkrebs können Adipositasoder auch Bluthochdruck sein. Eine genetische Disposition zur Entstehung von Nierenkrebs stellen das sog. von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL-Syndrom, Morbus Hippel-Lindau) sowie die tuberöse Sklerose dar.   GFMK

 

Bekanntlich zählt auch PVC zu den Folgeprodukten der hier zitierten Petrochemie.

Für die Thermoplast-Produktion ist Ethylen für alle Polyethylen-Typen sowie als starke Komponente (50 Prozent) für PVC ausschlaggebend. Kunststoffinformation 

Ethylen wird beim Säugetier und Menschen im ersten metabolischen Schritt in Ethylenoxid überführt. Dieses Epoxid ist mutagen, alkyliert direkt DNA und Proteine und erwies sich als kanzerogen in Langzeitstudien an Ratten und Mäusen (zusammenfassende Literaturübersicht Denk, 1990)  Quelle

siehe auch: Ethylenoxid krebserregend

Ähnliche Aussagen gibt es zur Entstehung von Blasenkrebs:

"Berufsbedingtes Risiko: Bei Beschäftigten in bestimmten Berufen ist das Risiko für Blasenkrebs höher, da sie an ihrem Arbeitsplatz krebsauslösenden Stoffen (sog. Karzinogenen) ausgesetzt sind. Ein erhöhtes Risiko besteht bei Beschäftigten der Gummiindustrie, der chemischen Industrie und Lederindustrie sowie bei Friseuren, Maschinisten, Metallarbeitern, Druckern, Malern, Textilarbeitern und Lastwagenfahrern." (Quelle)

Ursachen von Blasenkrebs: 

"Die Ursachen von Blasenkrebs können unterschiedlich sein. Neben genetischen Störungen kommen vor allem krebserregende Stoffe (Karzinogene) aus der Umwelt als Verursacher in Betracht." (Quelle)

 

 

Risikofaktor Dioxin:

nicht nur bei der Verbrennung (Seite 8), sondern auch bei der Verarbeitung kann es bei übermäßiger Hitzeentwicklung (Pyrolyse) bereits zu Dioxinbildung kommen  (Schneiden/ Sägen/ Fräsen mit hochdrehenden Schneide- und Fräswerkzeugen, Laser, Glühdrähten).  

"Bei chlorierten Produkten wie PVC entweichen Salzsäuredämpfe oder auch Dioxine" (Unfallkasse NRW).

Auch bei Hart PVC (wirbt gerne mit dem "Verzicht auf Weichmacher") kommt es bei dieser Pyrolyse bereits bei Temperaturen um 400° C zu nicht unerheblichen Schadstoffbelastungen, auch krebserzeugender Stoffe. (Quelle

siehe auch 

unterschätzte Gefahren bei der Kunststoffverarbeitung

PVC im Brandfall

 

Weichmacher und Krebs

Peroxisomenproliferatoren zeigen auch eine Reihe von extraperoxisomalen Effekten in der Leber und anderen Organen im Tierexperiment. 

Diese Effekte beinhalten sowohl Anregung als auch Hemmung des mitochondrialen und mikrosomalen Metabolismus und Aktivitätsänderungen bei zytosolischen Enzymen (Reddy, 1996, Marsman, 1988).

Dass DEHP als hepatischer Tumorpromotor bei Maus und Ratte wirkt, wird mit einer Apoptose-Hemmung in Verbindung gebracht (Huber 1996). Möglicherweise werden auch krebsrelevante Gene aktiviert (Chevalier, 2000). Die Effekte, die sich daraus für den Menschen ergeben, müssen aber noch untersucht werden (Youssef und Badr 1998). Unter Berücksichtigung all dieser unterschiedlichen Wirkungen und Wirkmechanismen hat die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe DEHP in Kategorie 4 der krebserzeugenden Arbeitsstoffe eingestuft, die ohne genotoxisch zu sein das Krebswachstum fördern (Promotoren) (DFG 2002).  Quelle

 

Siehe auch EGGBI Diskussion: Umweltbelastungen als Krebsverursacher

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Weichmacher in medizinischen Geräten, Schläuchen, Blutbeuteln

Seit Jahren verweist unter anderem das Umweltbundesamt auf die Problematik von Weichmachern in vielen medizinischen Artikeln:

Zitat Umweltbundesamt (Seite 4): Bei Anwendungen in medizinischen Artikeln wie etwa bei Blutbeuteln oder Schläuchen können Phthalate direkt in die Blutbahn gelangen.“

Seite 10:

„8. Es geht auch ohne Weichmacher: Produkte ohne WeichPVC und Phthalate

8.1 Verbrauchernahe Produkte: Bei der Suche nach Alternativen zu phthalathaltigen Erzeugnissen sind für die menschliche Gesundheit vor allem verbrauchernahe Anwendungen – zum Beispiel in der Medizintechnik (Blutbeutel, etc.) und phthalathaltige Arzneimittel sowie Produkte mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln, zur Haut oder zur Innenraumluft – von Interesse.“

 

Weiteres Zitat:

"In vielen medizinischen Produkten wie Blutbeuteln, Infusionsbeuteln, Dialysebeuteln (CAPD), Urinbeuteln, Kathedern, PVC-Schlauchsystemen für verschiedenste Einsatzgebiete, Handschuhen, Kontaktlinsen und vielen anderen PVC-haltigen Produkten der Medizin ist Diethylhexylphthalat (DEHP) nur schwer zu ersetzen. So können v.a. Patienten die Bluttransfusionen erhalten, aber auch Anwender und Spender (Plasma- und Thrombozythenspender) hohen DEHP-Dosen ausgesetzt sein."

Quelle: FAU Erlangen

 

Alternativen:

Der Wiener Krankenanstaltenverbund hat ebenso wie zahlreiche andere Krankenanstalten im IN- und Ausland bereits vor Jahren begonnen, systematisch PVC Produkte durch phthalatfreie zu ersetzen.

Die neonatologische Abteilung der Kinderklinik Glanzing ist weltweit die erste Neonatologie-Abteilung, die PVC und DEHP in der medizinischen Praxis fast vollständig substituiert hat.

Siehe dazu: Vermeidung von PVC in Krankenhäusern

In vielen Abteilungen von Krankenhäuser werden inzwischen bereits mehrschichtige Kunststoffartikel aus Polyethylen (PE), Polyamid (PA) und Polypropylen (PP) verwendet.

 

Derzeit fehlen uns noch Informationen für eine umfassende "Verträglichkeitsbewertung" unter anderem zu:

TPU-SCHLÄUCHE (Thermoplastische Polyurethane)

"Für kritische Anwendungen wie Multilumenschläuche für die Dialyse, Uretherschienen, Infusionsleitungen oder Ernährungssonden bieten Thermoplastische Polyurethane (TPUs) eine Reihe von Vorteilen. Anders als Schläuche aus Weich-PVC enthalten die TPU-Schläuche von Novoplast keinerlei Weichmacheranteile. Die für den Einsatz in der Humanmedizin zugelassenen TPUs reagieren darüber hinaus thermosensitiv – das heißt bei Erreichen der Körpertemperatur erweichen die Schläuche, sodass ein Fremdkörpergefühl beim Patienten weitgehend vermieden wird. Auch besteht die Möglichkeit, röntgenkontrastgebende Streifen in die Schlauchwand einzubetten, was zum einen den optischen Flow-control ermöglicht, zum anderen die Kontrolle der Position des Schlauchs im Körper mit Hilfe von Röntgenscannern zulässt. Darüber hinaus bieten die TPU-Schläuche deutlich bessere mechanische Kennwerte als Weich-PVC, hohe Transparenz, Biokompatibilität und gutes Rückstellverhalten." (Quelle KGK)

 

Wir würden uns freuen, Rückmeldungen zur Verträglichkeit von Alternativprodukten vor allem bei Umwelterkrankungen, Chemikaliensensitivität zu erhalten und warten auch auf entsprechende "Unbedenklichkeitsnachweise" (nicht nur "Marketingaussagen")

von Herstellern phthalatfreier Medizintechnik.

Derzeit unsererseits angefragt bei:

Beispiel 1 INTERATIO-meditec

Beispiel 2 Raumetic

Beispiel 3 Octurno Medizintechnik

Beispiel 4 Dräger

 

Kennzeichnungspflicht:

Eine "etwas" mangelhafte "Kennzeichnungspflicht" erlaubt es den Vertreibern medizinischer Geräte offensichtlich, Produkte unter ihrem Namen ohne entsprechendem Hinweis zu vertreiben, obwohl diese von völlig anderen Herstellern- oft in Fernost - hergestellt worden sind.

Daher sind oft Produkte "namhafter Hersteller" gar nicht deren wirklichen Produkte - entsprechende Rückfragen und Informationsbeschaffung erscheint hier sinnvoll.

 

 

 

Empfehlung für "Weichmacher-Sensitive": eigenes Infusionsbesteck beispielsweise der Firma Braun

Intrafix® SafeSet Neutrapur, PVC-frei, 180 cm


Weitere Infos: Statement für Umwelterkrankte (unter anderem Punkt 5.1.3 und 5.1.7)

 

 

Toxikologische Infos zu DEHP:

Kurzzeitige hohe Exposition: Reizungen der Schleimhäute (Augen, Atemwege und auch des Magen-Darmtrakts).

Chronische Toxizität

• DEHP: Verursacht Dermatitis, Nieren- und Leberschäden; hohe Konzentrationen fruchtschädigend.

Kanzerogenität: Lebertumore durch Aufnahme mit der Nahrung, ursprünglich von IARC (International Agency for Research on Cancer) und NTP (National Toxicology Program) als möglicherweise/wahrscheinlich Krebs erregend eingestuft, anhand neuerer Studien Rückstufung, wurde kontrovers diskutiert.

Endokrine Wirksamkeit: ECB (Europäisches Chemikalienbüro): DEHP, DBP und BBP.

EU-Risikoabschätzung: Grund zur Besorgnis: DEHP (ArbeiterInnen in der Erzeugung, Patientinnen/Patienten, Kinder durch Spielwaren, Kleinkinderartikel und Umweltexposition) in folgenden Punkten: Hodentoxizität, Entwicklungstoxizität, Fertilität und Nierentoxizität.

Neueste Befunde: Zusammenhang mit Asthma und Allergien (hohe Konzentrationen im Innenraum führen zu höherem Risiko, an Asthma und Allergien zu erkranken). Entwicklung der männlichen Fortpflanzungsorgane bereits bei derzeitigen Konzentrationen negativ beeinflusst. Quelle

 

Gesetzliche Regelungen zu Weichmachern in medizinischen Geräten:

Obwohl die gesundheitlichen Risiken beispielsweise von DEHP (unter anderem stufte eine EU -Arbeitsgruppe DEHP als fruchtschädigend und fruchtbarkeitsschädigend ein) auch von Bundesbehörden erkannt und publiziert werden,  ist der Einsatz beispielsweise von DEHP in den Europäischen Richtlinien für medizinische Geräte (10.09.2015) nach wie vor ausdrücklich genehmigt.

Ab 2021 soll unter anderem DEHP in Elektrogeräten verboten werden (derzeit bereits in Spielwaren verboten) - ist allerdings nach wie vor in medizinischen Geräten zugelassen! Siehe auch EU News 19.3.2015  und 27.04.2015

Bereits seit 2005/2009 forderten Ärzte der Harvard Universität als Ergebnis einer Studie an über 50 "kritisch kranken Babys" und "Frühgeborenen",

vor allem in den Intensivstationen auf DEHP haltige Geräte und Schläuche zu verzichten: größtes Risiko stellten sie fest für die Fortpflanzungsorgane von Babys generell, vor allem von männlichen Föten. Zum Bericht aber auch bezüglich "Risikoschwangerschft" ind "Intelliganz"

In deutschen Kliniken geht es aber offensichtlich bei der Beschaffung vor allem um wirtschaftliche Aspekte - Folgekosten durch gesundheitliche Spätschäden werden ignoriert.

 

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Phthalatfreie Alternativen

Öffentliche Diskussion über die gesundheitlichen, vor allem hormonellen Auswirkungen von Phthalaten haben die Hersteller veranlasst, nach Alternativen zu suchen.

Eingesetzt werden zwischenzeitlich phthalatfreie Produkte wie

 

  • DINCH, CAS: 166412-78-8  Synonyme: 

Diisononylcyclohexan-1,2-dicarboxylat; Cyclohexan-1,2-dicarbonsäurediisononylester

  • DEHT  CAS: 6422-86-2

Synonym:1,4-Benzoldicarbonsäure-bis(2-ethylhexyl)-ester; Dioctylterephthalat; DOTP

 

"Der Ersatz von DEHP durch phthalatfreie Weichmacher ist nicht unproblematisch. Die bekannten toxikologischen Eigenschaften der Alternativen sind zwar meist günstiger als von DEHP. Für die neuen Weichmacher ist jedoch kein derart umfassendes toxikologisches Datenmaterial wie für DEHP verfügbar. Es gibt Hinweise, dass einige der neuen Verbindungen, so auch DINCH, wahrscheinlich leichter als DEHP aus dem Kunststoff freigesetzt werden."

"Es gibt derzeit keine sichere Bewertung des Risikos für die Gesundheit des Menschen durch die Gesamtbelastung mehrerer Weichmacher unter Berücksichtigung möglicher Kombinations-Effekte. Fachleute des UBA haben daher bereits Ansätze für eine kombinierte gesundheitliche Bewertung der Phthalate entwickelt."

(Quelle: Umweltbundesamt)

Für Bodenbeläge kann EGGBI inzwischen aber bereits emissionsgeprüfte elastische Produkte benennen. 

 

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Suche nach Alternativen für Bodenbeläge

Neben Spielwaren, Verpackungen und anderen Gebrauchsgütern stellen vor allem PVC Böden auf Grund der großflächigen Anwendung und dem mit Bodenbelägen verbundenen Abrieb eine der wesentliche Weichmacherquellen in vielen Räumen dar. 

 

Zu den bisher verwendeten Weichmachern in Kunststoffböden werden neuerdings allerdings teilweise auch bereits Alternativen  angeboten - 

  • auf "ökologischer" Basis:  (u.a. Rizinusöl...) Auf dieser Basis gibt es bereits hervorragende, schadstoffarme Alternativen zu PVC Böden

EGGBI sucht weiterhin Referenzen zur Strapazfähigkeit /Langlebigkeit solcher Alternativ-Produkte, Einsatzmöglichkeiten  (auch in Krankenhäusern, Schulen, als Sportböden)  und Infos über praktische Erfahrungen (u.a. bezüglich  Gerüche).

Linoleum als Ersatz müssen wir derzeit auf Grund der fehlenden Bereitschaft der Hersteller, uns dazu ausreichende Informationen zur Verfügung zu stellen und auch auf Grund negativer Erfahrungen gerade bei Allergikern, MCS Kranken  (unter anderem "geruchsbedingt"; Oxidationsprodukte aus dem Leinöl, mangelnde Informationen zu diversen "Beschichtungen") bei unseren besonders "kritischen" Projektberatungen ablehnen.(EGGBI Stellungnahme zu Linoleum)

Leider sind die Hersteller mit wenigen Ausnahmen in der Regel nicht bereit, wirklich gesundheitlich bewertbare Informationen auch zu sogenannten "Ersatzprodukten" zur Verfügung zu stellen. 

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Zusammenfassung/Diskussionsgrundlage:

 

Mögliche Schadstoffe aus Bodenbelägen

"Die Kunststoffpyramide" (Risikostoffe in unterschiedlichen Kunststoffprodukten)

 

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12.07.2017

exakt - Die Story | MDR FERNSEHEN | 12.07.2017 | 20:45 Uhr

"Es ist mein Recht"
exakt – Die Story zeigt Menschen, die in Deutschland noch immer an ihre Grenzen stoßen - weil sie behindert sind. Und das, obwohl es seit fast zehn Jahren klare Richtlinien gibt: die UN-Behindertenrechtskonvention.

zur Ankündigung     und Link zum Bericht

spannendes Thema- auch für Umwelterkrankte: weitere Informationen zu Barrierefreiheit für Umwelterkrankte

 

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Allgemeine Termine

Ökologischer Ärztebund

Umweltmedizinische Veranstaltungstipps

___________________________

AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute)    

Veranstaltungen

___________________________

Sentinel-Haus Institut    

Termine zum Thema "Wohngesundheit"

__________________________

Umweltbundesamt          

Veranstaltungen-Termine

___________________________

IBO - Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie

Veranstaltungen und Kongresse

___________________________

Berufsverband deutscher Baubiologen VDB

Baubiologie-Termine

___________________________ 

IBN Institut für Baubiologie und Ökologie

Seminare Termine

___________________________

MCS + CFS - Intiative NRW e.V.

Veranstaltungen

___________________________

 

 Veranstaltungen

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MCS + CFS Initiative NRW e.V.

 

 

 

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02.05.2017

Vorträge zum "barrierefreien Bauen" im Aventinum Abensberg

19 Uhr

Christine Harnest, Innenarchitektin

„Barrierefreies" Bauen im privaten und öffentlichen Raum

Josef Spritzendorfer, Baustoffexperte

„Barrierefreies Bauen" für Allergiker und Umwelterkrankte

Schadstoffe in Baustoffen und Gebäuden

Pressebericht

Gesamtprogramm zur Veranstaltungsreihe und zur Ausstellung "Barrierefreie Gemeinde" 

 

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22.03.2017

Eltern informieren zum Schadstoff-Fall Rebstock

Nachdem seitens der Behörden bis heute keinerlei Schadstoffprüfergebnisse publiziert werden, Anfragen auch der Presse nicht beantwortet  werden:  allerdings musste der Tagungsort geändert werden, da die Räume seit heute nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weiter Infos

 

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02.03.2017

WDR  22 Uhr 40

Menschen hautnah: Der Mann, der im Wald lebt
Aus dem Leben eines Elektrosensiblen
Ein Film von Marcus Lenz und Patrick Waldmann

Programmvorschau

Wiederholungen:

Samstag, 4.03.2017 19 Uhr       ONE 1

Montag, 06.03.2017 10 Uhr 15  ONE 1

Mehr Infos zu Elektrosensitivität 

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Gift im Klassenzimmer - ZDF Bericht

Bereits online

Deutsche Erstausstrahlung: (Youtube)

So 20.11.2016 ZDF 16:30 bis 17:00

Wiederholung:

Mo 21.11.2016     04.05. - 04:35

Unterricht an Deutschlands Schulen ist gefährlich: Asbest, PCB und Formaldehyd verpesten die Luft in den Klassenzimmern. Für über 30 Milliarden Euro müssten die Schulen saniert werden. Täglich setzen sich Kinder und Lehrer Giftstoffen aus, ohne es zu wissen. Die Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit bis hin zu allergischen Reaktionen, Vergiftungen und Immunkrankheiten. Manche Krankheiten treten erst Jahre später auf. 

Auch EGGBI ist seit Jahren mit diesem Problem befasst (siehe auch Presseberichte zu Schadstoffbelastungen in Schulen) und berichtet über eigene Erfahrungen mit Eltern und Behörden.  Mehr Infos

 

 

27./28.1.2017

Unternehmerschulung 2017 in Weiden

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen

mit Beiträgen zu Gesundheitsrisiken aus Staub und Schadstoffen.

Programm und Anmeldung

Referenten 

 

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23.09 -25.09.2016

Präsenzveranstaltung im Rahmen des

Master Fernstudiengang "Architektur und Umwelt" von 

aktuell mit den Themenschwerpunkten

1.     Schimmel (Dipl. Biolog. Nicole Richardson)

2.     Schadstoffe (Dr. Gerd Zwiener) 

3.     Umweltmedizin (Dr. med. Frank Bartram)

4.     Wohngesundheit mit "emissionsminimierten" Bauprodukte, Qualitätsmanagement und Dokumentation (Josef Spritzendorfer; EGGBI)

5.     Bauprodukte- Projektarbeit (Prof. Martin Wollensak)

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Montag 15.02.2016

WISO 19:25 - 20:15 Uhr 

VPS 16.02.2016, 03:50 Uhr

 

Giftiger Holzschutz

 

Keine Hilfe für Betroffene

Weitere Sendungen

ZDF info   Di 01.03.2016  07:45

ZDF info   Mi 02.03.2016  09:45

Infos ZDF       Video

dazu Presseaussendung der NaturFreunde Deutschlands14.02.2016  und 01.09.2015

EGGBI Infos zu Schadstoffsanierungen

 

 

30.11.2015

Deutsches Institut für Menschenrechte

Treffen der deutschen Zivilgesellschaft mit dem UN Sonderberichterstatter zu Giftmüll Baskut Tuncak

Berlin 16 Uhr, Institut für Menschenrechte

Diskussion unter anderem zu dem Recht auf Zugang zu Information, Partizipation, Menschenrechte und Wirtschaft, Recht auf Gesundheit 

EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

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16.11.2015

NDR Sendung "45 Minuten"

Gilt Dämmstoff Polystyrol bald als Sondermüll?

Nach Informationen von 45 Min müssen ausgediente Dämmplatten aus Polystyrol  künftig als Sondermüll behandelt werden. 

Sendung NDR 16.11.2015 22:00Uhr   Youtube

 

Siehe dazu auch Aktuelles und

"Raumschadstoff Styrol"

 

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17.11.2015

»Ganz schön flüchtig: Very Volatile Organic Compounds«
Online-Seminar

 

Das Webinar am 17.11. richtet sich an alle Personen, die sich mit Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen sowie mit der Luftqualität in Innenräumen befassen    Weitere Informationen.

Veranstaltungsort  Online-Seminar

Datum   17.11.2015

15 - 16 Uhr

Organisation:  Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI 

Anmeldeformular

 

zum Seitenanfang ♦

 

 

07.08.2015

3 Sat: Fr. 07.08.2015  01:40 Terminliste

ARD Tagesschau 24: Do,13.8.: 21:47; Fr. 14.08.: 00:00; Sa. 15.08.: 18:30 

Giftmüll für den Wohnungsbau

ARD Das Erste Mo 27.7.2015 21:50 und Di 28.07.2015 05:00

zur Sendung

zum Video

Bereits 2012 gab es eine entsprechende Sendung - offensichtlich dauerte es noch lange, bis Behörden und Politik überhaupt reagierten.

Ein absoluter Umweltskandal belastet Tausende von Haushalten.

Die gefährlichen Baustoffe haben möglicherweise schon viele Menschen krank gemacht. Noch weiß kein Mensch, wo sie überall verarbeitet wurden. In Büros, Schulen, Krankenhäusern, Wohnhäusern? Die Reporter treffen Menschen, die fürchten, dass ihre Häuser bald nichts mehr wert sind, weil sie mit Sondermüll gebaut wurden, und sie konfrontieren die Verantwortlichen mit diesem Skandal.

Sind auch "Blauer-Engel" Produkte betroffen?

Siehe dazu auch erste Herstellerreaktionen auf unsere Anfrage zum ARD Beitrag Sonderabfall Woolit 

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23. bis 24. September 2015

„Licht und die Innere Uhr in Weimar

Einfluss von neuen Beleuchtungskonzepten  auf die Gesundheit der Bewohner

Programm und Anmeldung

9./10.Juli 2015

Baukultur Werkstätten 2015

Die Bundesstiftung Baukultur zeigt, dass die Verankerung von Baukultur bei der Planung und Gestaltung unserer gebauten Lebensräume einen positiven ästhetischen, aber auch sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekt hat.

Programm

24.04.2015

Norddeutsche Holzbautagung 2015 – Bauen mit Bestand

Veranstaltungsort Hochschule Wismar    

Der Norddeutsche Holzbautag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken - aber auch der Wohngesundheit.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. 

Programm und Anmeldung

 

 

10.04.2015

Handy- strahlendes Risiko

Freitag, 10.4.2015      21:45 Arte

(Wiederholung: Do 23.4. um 8:55) 

Neue Studien aus Frankreich haben ergeben, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren und Krebs bestehen könnte. Vieltelefonierer hätten demnach ein erhöhtes Risiko, an bösartigen Hirntumoren zu erkranken.

Bei der Frage nach der gesundheitlichen Belastung durch Handystrahlung scheiden sich jedoch die Geister. Tausende Studien kamen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Details

Mehr zum Thema

11.3.2015

5. Bayerisches Radon-Netzwerk-Treffen

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Augsburg

Mittwoch, 11.03.2014

Programm

11.10.2014

Aktionstag gegen wesentliche Einschränkungen von europäischen Verbraucherrechten

Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP und Ceta 

Derzeit verhandelt die Europäische Union unter anderem die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada).

Diese Abkommen gefährden in hohem Maße die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und müssen schon aus diesem Grund dringend verhindert werden. Sie setzen die bäuerliche Landwirtschaft in Europa zusätzlicher Konkurrenz um immer billigerer Produkte aus und könnten sich als Einfallstor für Gentechnik erweisen. Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern. Mehr Informationen

Vor allem eine wesentlich erleichterte Zulassung neuer Chemikalien - auch im Baustoffbereich würde zusätzliche Risiken für den Bereich "Wohngesundheit" mit sich bringen. (Siehe auch "der große Deal", ARD - Geheimakte Freihandelsabkommen und parlamentarische Diskussion Österreich)

 

30.09.2014

Radon in Gebäuden

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Programm

 

 

3./4.November 2014

2. VDB-Baubiotagung

"Gebäudetechnik – Baukonstruktion – gesunde Innenraumluft"

in Kooperation mit dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EKoZeT)

Seminarprogramm

vorgeschalteter Workshop

 

21.09.2014

Präsenzveranstaltung in Neuss

 

Wings-FERNSTUDIUM MASTER 
ARCHITEKTUR UND UMWELT

SPEZIALISIERUNG B: BAUPRODUKTE IN DER PLANUNG, KONSTRUKTION UND NUTZUNG VON GEBÄUDEN

Auch 2014 beinhaltet der Masterkurs der Universität Wismar das  Thema ""Baustoffe/Schadstoffe" kennenlernen 

Inhalte

 

 

04.08.2014 ARD 21:40

Der große Deal

Rückschritt in der EU bei gesundheitsschädlichen Bauprodukten? 

"Nach außen hin beteuern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission, es würden keinerlei Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt in Frage gestellt. Die internen Papiere zeigen aber, dass sich die EU-Kommission beispielsweise bei der Zulassung von Chemikalien kompromissbereit zeigt. Ein Grund zur Beunruhigung: Der Umgang mit hochgefährlichen Stoffen ist in den USA wesentlich laxer als bei uns, die Chemielobby fordert schon offen eine Anerkennung nach dem USA-Prinzip."

Der ARD berichtet beispielsweise über Klebstoffinhalte  (NPB), die derzeit (noch) in der EU verboten sind, in den USA aber erlaubt, obwohl  bereits schwere gesundheitliche Schäden nachgewiesen worden sind 

Infos zur Sendung       Infos zu TTIP

 

 

7.und 8.5.2014

2. Praxisforum Biologische Lichtwirkungen

Von Wissenschaft und Forschung zur Planung und Anwendung

Bauhaus-Universität Weimar

Programm

Pressebericht

EGGBI Informationen zu Licht-Gesundheit

 

 

5./6.4.2014

Faustmesse Knittlingen  Leben-Kunst-Gesundheit

In Zusammenarbeit mit der Stadt Knittlingen plant die Dr. Johannes-Faust-Schule am 05. und 06. April

2014, jeweils 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, erstmalig eine Gesundheitsmesse.

Parallel zur Ausstellung sollen an beiden Tagen zahlreiche Expertenvorträge aus diversen Themenbereichen stattfinden, unter anderem zum Thema Wohngesundheit (EGGBI - Samstag 5.4.  13 Uhr  und 14 Uhr ).

Veranstaltungshinweise

 

 

02.04.2014

Eurofins Webinar

Marketing emissionsarmer Produkte

  • Gesetzliche Anforderungen
  • Gütezeichen, Ökolabel
  • Nachhaltigkeitsprogramme (Gebäude / Produkte)
  • Maßgeschneiderte Programme für Ihr Unternehmen

Mehr Informationen

 

 

01.04.2014

Eurofins Webinar

LEED, neue Version 4 - neue Möglichkeiten für Hersteller

    • LEED und VOC-/emissionsarme Produkte
    • Änderungen für feste Produkte (Boden- und Wandbeläge, Deckenplatten, Möbel usw.)
    • Änderungen für bei der Anwendung flüssige oder viskose Produkte (Beschichtungen, Klebstoffe, Dichtstoffe)
    • Nachweis der LEED-Konformität  

  • Mehr Informationen

     

     

    31.03. 2014

    Eurofins Webinar

    Jüngste Änderungen an Verordnungen und Normen in Bezug auf VOC-Emissionen (CE, NIK, BREEAM, M1, …)

    • Europäische harmonierte Liste von NIK-Werten
    • CEN/TS 16516 im Vergleich zu ISO 16000
    • BREEAM, LEED
    • Geruchsprüfungen, ISO 16000-28
    • Finnisches M1-Gütezeichen

    Mehr Informationen

     

     

    26.03.2014

    3. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Programm

     

     

    20./21.3.2014

    Tag der Holzforschung Braunschweig

    Emissionen aus Baustoffen und Ausstattungen für Innenräume

    – VOC, Formaldehyd und Geruchsstoffe –

    Stadthalle Braunschweig

    Veranstalter: IVTH in Kooperation mit Fraunhofer WKI  Programm

    Pressebericht 

    18.03.2014

    WKI-Online-Seminar »Katalysatoren zur Raumluftreinigung – Helfer oder Risiko?« 

    Presselink

     

     

    26.02.2014

    Konferenzveranstaltung in Tallinn, Estland im Rahmen der

    Exportintiative "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

    Erfreulicherweise werden dabei auch Fragen der Wohngesundheit (bekanntlich kommt es gerade bei nicht gewissenhaften energetischen Sanierungen sehr oft zu "Verschlechterung" der Raumluftqualität und Schimmel!; werden vielfach "hochtoxische Produkte wie z.B. das Flammschutzmittel HBCD ei ngesetzt) behandelt.  

    Programm

     

     

     

    18.02.2014

    Bautec 2014 Berlin

    BMELV Tagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“

    Themen:

    • Holz im Bauwesen
    • Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei der ökologischen Bestands- und Altbausanierung
    • Neue innovative Werkstoffe - Biobasierte Kunststoffe und neue Faserplatten im Bauwesen

    Programm

    EGGBI Referat

    weitere Veranstaltungen der FNR

     

     

    13.12.2013

    Fachtagung Forschung-Werkstoff-Technik

    Wirtschaftsgesellschaft des Bayerischen Maler- und Lackierhandwerks mbH

    Themen unter anderem: "Innenraumbelastungen durch Produkte im Außenbereich"

    Ringhotel Loew`s Merkur - Nürnberg

    Beginn: 9 Uhr 45

     

     

    30.10.2013

    BUND - Netzwerktagung  "energiesparendes Krankenhaus"

    Krankenhaus Waldfriede
    Argentinische Allee 40 in 14163 Berlin (Zehlendorf)

    Programm

    22.10.2013

    Energieeffizientes Bauen und Sanieren

    Präsentation von deutschen Best Practice Projekten in Lettland und Litauen   Universiteto g. 14, Vilnius

    Deutsch baltische Handelskammer

    Einladung

    18.9.2013

    Netzwerktag 2013 des Chemie-Clusters Bayern

    8seasons München

    Einladung

     

     

    17.09.2013

    2. Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen

    beleuchtet die fachlichen Aspekte des Themenschwerpunkts Radonmessung. Es werden Geräte, Methoden und Kriterien vorgestellt. 

    Tagungsort Bauzentrum München

    Willy-Brandt-Allee

    81829 München

    Beginn: 14 Uhr

    Weitere Infos und Anmeldeformular

     

     

    18.6.2013

    DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

    DGNB Impuls –

    Aufbruch der Ideen

    18. Juni 2013, 10:30 – 17:45 Uhr /

    ICS Internationales Congresscenter, Messe Stuttgart

    Infos

     

    Termin EXAKT Menschenrechte

    Termin Menschenrechte