Kitas, Schulen, weitere Bildungseinrichtungen
Schadstoffbelastungen in Kitas, Schulen und weiteren Bildungs- und Sporteinrichtungen
Hinweis: Die Tätigkeit der Informationsplattform EGGBI für Schulen und Kitas erfolgt im Rahmen eines umfangreichen Netzwerkes ausschließlich ehrenamtlich – EGGBI verbindet mit der Beratung von Eltern, Lehrern und Schulen keinerlei wirtschaftliche Interessen und führt auch selbst keinerlei Messungen oder ähnliches durch. Die Erstellung von Stellungnahmen zu Prüfberichten erfolgt natürlich kostenlos für alle Beteiligten. Bedauerlicherweise haben einzelne Eltern und Lehrer oft Angst vor Repressalien und wenden sich daher nur "vertraulich" an uns.
"Vertraulichkeit" - Hinweis für "Eltern, Lehrer, Arbeitnehmer..."
PFAS in Schulen und Kitas
Obwohl des Umweltbundesamt bereits 2021 warnt: Kinder und Jugendliche haben zu viele PFAS im Blut" (per und polyfluorierte Alkylsubstanzen)
wird bisher weder in Schulen noch in Kitas bei Schadstoffprüfungen auf diese "Ewigkeitschemikalien" untersucht, die sich in Bodenbelägen, Farben, Lacken, Kunststoffprodukten, Papier… vielfach wiederfinden.
Verbotsabsichten für PFAS der EU, die ohnehin erst in vielen Jahren greifen würden, mit vielfältigen Gesundheitsgefahren die zumindest den Herstellern seit Jahrzehnten bekannt sind und bewusst verschwiegen wurden, werden bereits jetzt von der Industrie heftig bekämpft – Gesundheit wird hinter wirtschaftliche Interessen gestellt. Mehr Infos zu diesen gefährlichen Chemikalien
Spätestens bei def Baustoffauswahl für Renovierungen und Neubauten von Schulen und Kitas sollten die Hersteller bereits bei den Ausschreibungen aufgefordert werden, glaubwürdig (!) nachzuweisen, dass ihre Produkte keine PFAS enthalten.
Auflistung von über 750 Schadensfällen an Kitas, Schulen. weiteren BIldungs und Sporteinrichtungen
- Beispiel 2020: Formaldehyd in Erkheim
- November 2020: Publikation "Schadstoffprobleme an Schulen" - ("baubiologie magazin" des IBN) mit Einladung zur Diskussion
- Dezember 2022: über 60 Schadensfälle wurden mir dieses Jahr wieder gemeldet
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Seiteninhalt
Bagatellisierung von Messergebnissen
Früherkennung von Belastungen durch besonders sensitive Schüler und Lehrer
Ärztliche Untersuchungen, Behördengespräche nur mit Begleitperson
Empfehlungen der Lehrergewerkschaft
BLLV Bayerischer Lehrerverband
Anlassbezogene oder präventive Raumuntersuchungen?
Vertraulichkeit bei EGGBI Beratungen
Eigenpublikationen zum Thema Schadstoffe an Schulen
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Schadstoffbelastungen an Schulen. Kitas und Sportstätten
Informationsmaterial für Eltern, Lehrer, Personal, Arbeitsschutzbeauftragte und Betreiber von Schulen und Kitas:
Folgende Informationen finden Sie als kostenlose Downloads in der EGGBI- Schriftenreihe
- Hinweise für Elternbeiräte, Personalvertreter, Arbeitsschutzbeauftragte, Schulleiter bei Schadstoffproblemen an Kitas, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen
- Konfliktfreie Vorgangsweise bei Schadstoffproblemen an Schulen/ Kitas
- Hinweise für Betriebs- und Personalrät, Arbeitsschutzbeauftragte
- Konfliktfreie Vorgangsweise bei Schadstoffproblemen an Schulen/ Kitas
- Tagebuch- Gesundheitsprobleme bei Schadstoffen an Schulen und Kitas
- Interner Bewertungsbogen Umfang von Schadstoffprüfungen nach VDI Normen
- Empfehlungen Umweltbundesamt
- Verweigerung der Veröffentlichung von Prüfberichten durch Behörden
- Auflistung von Schadensfällen an Schulen und Kitas
- Die 13 "häufigsten Tricks" mancher Behörden
- Besondere Sanierdringlichkeit bei Schulen, Kitas, Sportstätten
- Fehlende "Gesundheitskriterien" bei staatlichen Bau- Förderprogrammen
- Fragenkatalog zum Gebäude vor Erstellung eines Prüfkonzepts
- Video - Schadstoffe an Schulen
Seit einem Fernsehbericht im ZDF wird EGGBI immer häufiger - sehr oft "vertraulich" um Unterstützung bei Auseinandersetzungen zwischen Elternvertretern, Lehrern und Schulbehörden bei Schadstoffproblemen kontaktiert.
Einen hervorragenden Überblick über die möglichen Belastungen - aber auch zur Ignoranz vieler Behörden bietet der ZDF Beitrag von Birgit Tanner vom 20.11.2016
ZDF "GIft im Klassenzimmer" - Bericht über PCB Probleme am Hasenbergl, München
Weitere TV Berichte
"Gefährliche Schadstoffe in der Schule" (Plusminus, 11.10.2017) (Allgemeiner Text zum Thema)
Auch der WDR berichtet am 23.08.2017 in der Sendung MARKT ("Schadstoffe in Schulen") über PAK Belastungen, von Schülern und Lehrern lange bekannt - seit 2 Jahren gesundheitliche Beschwerden- die Stadt Bocholt läßt dennoch den Unterricht - trotz krebserzeugender Belastungen fortführen.
Elternvertretern wurden wesentliche Informationen grundsätzlich verweigert!
Meist wird versucht, Eltern mit "Lüftungsanlagen" oder verstärkter Fensterlüftung "ruhigzustellen". Dies ist aber keine Sanierung. Schadstoffquellen müssen beseitigt werden!
Natürlich ist im Hinblick auf CO2 und Radonbelastungen auch eine ausreichende Luftwechselrate (funktionierendes Lüftungskonzept) unverzichtbar. Oft wird aber nur "teilgeprüft" - neben CO2 sollte grundsätzlich auf VOCs, Formaldehyd, Radon, Weichmacher, Flammschutzmittel..., je nach Gebäudezustand, Alter auch auf Schimmel, PAKs, Asbest, Holzschutzmittel (werden nach wie vor eingesetzt), Schwermetalle nicht "vergessen" werden.
Zunehmend stelle ich auch fest, dass Kinder bereits auf zunehmenden "Elektrosmog" und Schallbelastungen (auch aus dem akustisch nicht wahrnehmbaren Bereich) "sensitiv" reagieren. Eine enge Zusammenarbeit der behandelnden Umweltärzte mit Elternvertreter und Behörden ist unverzichtbar - leider gibt es noch immer selbst Gesundheitsämter, "Umweltmedinische" Abteilungen an Kliniken, die Umwelterkrankungen wie MCS, EHS, ME/CFS gar nicht zu kennen scheinen, und mit
- Beharrung auf gesetzlichen Grenzwerten, ohne deren daher möglichen Additionseffekten mit unterschiedlichen weiteren Belastungen, und
- Mißachtung umweltmedizinischer Errkenntnisse zu Grenzwerten
- un der besonderen Sensitivität von Kindern
- generell umweltverursachte gesundheitliche Beschwerden als "psychosomatisch" stigmatisieren,
- umweltmedizinische Leitlinien der Diagnose (Anamnese mit Einbeziehung von Ortsbegehungen, Umgebungsanalysen...) grundsätzlich nicht umsetzen. (Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitiline, ja sogar Richtlinien klinischer Umweltmedizin - dabei wird allerdings ohnedies bereits 40 bis 75 % der Patienten psychische Ursachen und/oder nicht nachvollziehbare Expositionen zugeordnet).
Ich habe eine Menge Informationsmaterial zusammengestellt, stehe aber auch für direkte Unterstützung (auf Wunsch vertraulich) in Form von Stellungnahmen und Vermittlung von Fachvorträgen und eigenen Vorträgen (Kerngebiet: Schadstoffe in Bauprodukten) zur Verfügung.
Zu beachten ist aber auch nach oft nur örtlich begrenzten Brandfällen, dass es dabei auch oft zu nenneswerten gesundheitsgefährdenden Brandlasten kommen kann, die unbedingt ausreichend beachtet werden müssen.
Siehe dazu: Gesundheitsgefährdende Brandlast
Weitere Informationen - Auflistung von Schadensfällen
Pressemeldungen zu über 650 Schadensfällen an Schulen und Kitas
Davon
2017: 57 Fälle Auflistung
2018: 52 Fälle Auflistung
2019: über 100 Fälle Auflistung
2020: coronabedingt "nur" 43 Fälle Auflistung
2021: 52 Fälle Auflistung
2022: 66 Fälle Auflistung
2023: Auflistung
Inzwischen konnte ich in zahlreichen Fällen feststellen, dass zunehmend Kommunen verantwortungsbewusst sofort reagieren und damit nicht mehr die Medien eingeschaltet werden müssen.
Chroniken von Einzelfällen (viele davon noch immer in Bearbeitung)
Allgemeine Infos:
Anlassbezogene und präventive Schadstoffuntersuchungen
Container für Kindergärten und Schulen
Empfehlungen bei Schadstoffen im Schulcontainer
Empfehlung für Ausschreibungen
Mögliche Schadstoffe aus Bodenbelägen
Mäuse und Rattenbefall im Gebäude
Rechtsanspruch auf "einwandfreie Gebäude" bezüglich "Gesundheitsbelastungen"
hier besonders
Bewertung von Gütezeichen für gesundheitliche Aussagen
Bagatellisierung von Messergebnissen bei Schulen und Kitas
Ich empfehle Lehrern und Eltern betroffener Kinder bei entsprechenden ärztlichen Besuchen im Vorfeld zu hinterfragen
ob der betreffende Arzt
a) eine ausreichende umweltmedizinische Ausbildung genossen hat
b) bereits in der Vergangenheit Umwelterkrankungen (anerkannte Umwelterkrankungen wie MCS, ME/CFS, EHS ...) jemals diagnostiziert und attestiert hat
umweltmedizinische "Kenntnisse" mancher Amtsärzte
Dummheit oder Kalkül - Politik und Schadstoffbelastungen
Besondere Anfälligkeit von Kindern und Jugendlichen
Besondere Dringlichkeit bei Schulen, Kitas....
Gesundheitsrisiko: "Elektrosmog" an Schulen
Gesundheitsrisiko: "Radon in Schulen"
Einsatz von "schadstoffabbauenden" Produkten
"Absperrung" belasteter Flächen
energetische Gebäudesanierungen
Gesundheitliche Risiken in Gebäuden allgemein
Gesundheitliche Auswirkungen von Raumschadstoffen
Diskussionen zu allgemeinen Schadstoffproblemen
Eigenpublikationen zu Schadstoffproblemen
Eine eindrucksvolle Dokumentation zu PCB - Vergiftungen von Schülern und Lehrern erstellt 2008 der ehemalige Schuldirektor (selbst dauerhaft gesundheitsgeschädigt) im hessischen Braunatal Wolfgang Krug in seiner Zusammenfassung:
Der ARD berichtete dazu im Oktober 2016:
„Wolfgang Krug war Direktor an einer Grundschule im hessischen Baunatal. Er erkrankte an Krebs und viele seiner Kollegen auch. Wie sich später herausstellte war das Schulgebäude so stark mit verschiedenen Schadstoffen belastet, dass es abgerissen werden musste.
Einer der Stoffe, der sich heute noch im Blut von Wolfgang Krug nachweisen lässt, ist der Weichmacher PCB. Seit 1978 ist PCB in Deutschland verboten. Allerdings steckt der krebserregende Stoff noch in zahlreichen öffentlichen Gebäuden. Er gelangt aus Fugenmassen und Farben in die Raumluft.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat PCB in die höchste Gefahrengruppe eingeordnet.
Laut Bundesumweltamt befindet sich in jeder dritten Schule PCB-haltiges Material. Das Gift gast immer weiter aus. Besonders verdächtig sind Waschbetonbauten aus den 60er und 70er Jahren. Sanierung ist oft auch keine Lösung wie der Fall der Diltheyschule in Wiesbaden zeigt. Hier wurde direkt nach der Sanierung immer noch zu viel PCB in der Raumluft gemessen.
Schüler und Lehrer in Deutschland müssen 50 Mal mehr PCB in der Raumluft aufnehmen, als die Weltgesundheitsorganisation WHO für hinnehmbar hält. Und die Kontrollbehörden schauen zu.“
Ebenso eindrucksvoll die vielzitierte - von Behörden aber ignorierte Publikation vom Diplombiologen Hans-Ulrich Hill:
Schadstoffe an Schulen und öffentlichen Gebäuden
Früherkennung von Belastungen durch besonders sensitive Schüler und Lehrer
In vielen Fällen gibt es anfangs nur "Einzelmeldungen" von Betroffenen, die über besondere gesundheitliche Beschwerden während des Aufenthaltes in Klassenzimmern, in der Kita berichten.
Auch in diesen Fällen sind die Klagen durchaus ernst zu nehmen!
Eine zunehmende Zahl von Allergikern und besonders Sensitiven
Bevölkerungsanteil Allergiker und MCS Kranke
(z.B. MCS- multiple Chemikaliensensitivität") können Belastungen auch unterhalb sogenannter "Grenzwerte" wahrnehmen.
Siehe dazu: Umweltmedizinische Bewertung von gesetzlichen Grenzwerten
Diese besonders "Sensitiven" stellen somit in vielen Fällen einen wertvollen "Erstindikator" bezüglich tatsächlich vorhandener, oft erst längerfristig von der Allgemeinheit wahrnehmbarer und langfristig wirksamer Schadstoffbelastungen dar.
Beispiele sind hier Weichmacher, Flammschutzmittel mit oft irreperablen hormonellen Spätfolgen!
Daher sollten die Verantwortlichen in solchen Fällen auf jeden Fall auch sorgfältig und fachgerecht solchen Meldungen nachgehen,
a) über Elternverein und Personalrat abfragen, ob auch weitere Personen "Beschwerden" wahrnehmen, wenn ja, diesen Betroffenen unbedingt den Besuch eines "qualifizierten!" klinischen Umweltmediziners empfehlen
b) wirklich umfassende Schadstoffprüfungen - ebenfalls nur bei ausreichend qualifizierten Fachleuten beauftragen
Entscheidend sind hier sowohl
ein ausreichender Prüfumfang:
Fragenkatalog zum Gebäude vor Erstellung eines Prüfkonzepts
als auch normgerechte Messungen - optimal orientierende "Worstcase- Messungen" (Seite 6 "Raumluftuntersuchungen" - Kapitel "Ausgleichsbedingungen"), um möglichst viele Emissionen überhaupt erst zu identifizieren.
Hinweis vor allgemeinen Saniermaßnahmen
In vielen Fällen werden bei allgemeinen Gebäude- Sanierungen zusätzliche Belastungen erst "aktiviert" (z.B. PAKS, Asbest, Emissionen aus Bodenbelagsklebern u.v.a.) die im Rahmen solcher Sanierungen zu massiven gesundheitlichen Gefährdungen von Verarbeitern und Gebäudenutzern führen können.
Unverzichtbar ist daher bei Sanierplänen stets eine vorhergehende fachgerechte
um solche unerwartete Belastungen möglichst auszuschließen bzw. zu minimieren.
Eine solche "Gefährdungsbeurteilung" sollte von der ausführenden Firma unbedingt in nachvollziehbarer Form in schriftlicher Form zusammen mit dem endgültigen Angebot vorgelegt werden.
Vorgangsweise bei "Beschwerden Einzelner"
Sollte es sich bei den gesundheitlichen Beschwerden wirklich nur um Einzelfälle besonders sensitiver Schüler oder Mitarbeiter handeln,
auch umfassende Schadstoffprüfungen keine nenneswerten Belastungen nachweisen, geringfügige Belastungen nur individuell wirksam sein und daher noch keine allgemeinen Saniermaßnahmen rechtfertigen,
so liegt es in der Fürsorgepflicht von Schulleitung und Schulträger, auch für dies Betroffenen in Absprache mit einem qualifizierten(!) Umweltmediziner verträgliche Lösungen zu finden.
Bei nachgewiesenen erhöhten Schadstoffbelastungen können diese aber auch in Einzelfällen zu chronischen Erkrankungen führen (unter anderem "multiple Chemikaliensensitivität", aber auch Asbestose und weitere Krankheiten...) für die der Arbeitgeber die Verantwortung übernehmen muss und daher unter anderem auch arbeitsrechtlich für eine vertretbare Dauer - Lösung zu sorgen hat.
Hier ist eine Frühpensionierung der Mitarbeiter keine akzeptierbare "Lösung" - der Arbeitgeber hat für einen "barrierefreien" Arbeitsplatz zu sorgen. Siehe dazu: Gerichtsurteile